diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201105. Nov. 2012 · #21
Um 17.30 Uhr landeten wir wieder und bald begann es zu dämmern. Zurück in der Lodge beschlossen wir wieder kein eigenes Feuer zu machen , sondern in der Lodge zu essen. Die Bedienung war flink und sehr nett und unser Essen, Fish & Chips schmeckte gut. Wir machten dann doch noch ein eigenes Feuer und saßen gemütlich beim Glas Wein.
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201106. Nov. 2012 · #22
10.Juli
Zum Frühstück versuchten wir die Scones, die ganz fest geworden waren, auf dem Feuer zu toasten. Sie wurden aber nicht besser. Dann wollte ich den gestern gekauften Potjie ausbrennen, doch das kleine Frühstücksfeuer reichte dafür nicht aus. Wir genossen die Ruhe auf dem Campingplatz und lasen. Dann räumten wir wieder mal unser Umfeld auf- und fanden fast alles, was wir vermisst hatten. Wir haben unseren Aufenthalt hier um noch einen Tag verlängert. Eine herrliche Ruhe war auf dem Campingplatz. Mittags probierten wir unseren Potjie aus, nach einer halben Stunde war das Essen fertig- super! Am Nachmittag unternahmen wir eine Bootsfahrt direkt von der Lodge aus. Im Boot waren wir 12 Leute, unsere südafrikanischen Mitflieger waren auch wieder dabei. Der Käpt´n erzählte uns etwas über die Pflanzen- und Tierwelt hier im Delta und wir fuhren ganz langsam. Leider gibt es hier keine Hippos und Krokos. Torsten war es langweilig, aber mir gefiel die Fahrt gut. Einmal wurde eine kurze Pause gemacht, dann fuhren wir in den Sonnenuntergang. Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden.
Zu Abend aßen wir wieder in der Lodge. Es gab wieder Fish & Chips dazu Bier. Das Ganze für 20€. Wir blieben noch eine Weile am Feuer sitzen, als mir kalt wurde, gingen wir ins Bett. Gegen Mitternacht wurde ich durch seltsame Geräusche wach. Da machte sich jemand an unserer Feuerstelle an meinem Potjie zu schaffen. Erst zögerte ich, aber dann entschloss mich rauszuklettern und ihn zu retten. Der Campingplatzhund war´s, der den Topf interessant fand.
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201106. Nov. 2012 · #23
11.Juli
Ein weiterer Versuch, unser Brot auf dem Gaskocher zu grillen, ging schief. Die Scheiben fielen mir herunter und es knirschte beim Essen. Wir packten alles zusammen und fuhren wieder nach Maun und suchten das Büro des DWNP auf, weil wir gern einen Tag mehr in Moremi bleiben wollten. Dort sagte man uns, dass wir zuerst die CG-Verwaltung aufsuchen müßten, um zu klären, ob noch ein Campingplatz frei wäre. Dazu wurden wir zum "Apollohaus" in der Nähe des Airport geschickt. Der Mitarbeiter dort war sehr freundlich und hat unsere Campsite umgebucht für 1 Tag mehr. Er meinte, jetzt hätten wir den schönsten Platz in North Gate von ihm bekommen. Mit dem Permit ging´s zurück zum DWNP- Büro und alles war klar. Nun konnten wir entspannt tanken fahren. An der Tankstelle beim Ngami Centre gab es kein Wasser für unseren Tank. Nachdem wir unsere Vorräte im Choppies nochmal aufgestockt hatten und uns im Superspar mit Brot eingedeckt hatten, kauften wir am Airport wieder schöne Postkarten. Danach ging´s zu Rileys Garage, wo wir unseren Wassertank aufgefüllt bekamen. Anschließend wollten wir uns den Maun Educational Park ansehen, aber wo unser Navi uns hinlockte, war nichts. Schließlich gaben wir das Vorhaben auf und kauften am Straßenrand noch einmal 9 Pakete Holz. Ich schenkte dem Mädchen ein paar Sticker und Buntstifte und Torsten bezahlte das Holz großzügig, so konnte die Kleine für den Tag zufrieden sein. In der Lodge stapelten wir im Auto alles noch mal um. Beim Wasser tanken war etwas daneben gegangen, wir öffneten alle Klappen am Auto damit es trocknete. Unsere Südafrikaner hatten sich einen Bungalow an der Lodge gemietet und kamen noch einmal zu uns hinüber. Wir waren am Ende 4 Tage in der Okavango River Lodge, hatten eine große Campsite und viel Grün. Als Minuspunkt könnte höchstens gelten, dass die Lodge an der Straße nach Shakawe liegt, aber in Botswana ist ja nicht so viel Verkehr wie in Berlin an einer Hauptstraße.
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201106. Nov. 2012 · #24
12. Juli
Ca. 8.30 fuhren wir los. Zuerst auf der asphaltierten Straße bis Shakawe, dann ging es auf die Piste.
Ich bin mal gefahren, aber bald wurde Torsten ungeduldig, weil ich nicht zügig genug fuhr. Gegen 11 Uhr kamen wir ans Moremi South Gate, nachdem wir einen Vet- Zaun in unserer Richtung ohne Kontrolle passieren durften. Nach der Registrierung ging´s weiter auf der Piste zum North Gate zum Khwai Campground. Auf der Strecke entdeckten wir ein paar Antilopen, Warzenschweine. Ein paar Elefanten zeigten uns nur "die kalte Schulter" und ein Duker macht seinem Namen alle Ehre.
Auf dem Campingplatz nahm uns ein Angestellter in Empfang und brachte uns zu unserer Campsite 10. Die liegt ganz abseits, mit Blick auf die Pfannenlandschaft. Wir mußten uns am North Gate auch noch mal registrieren und wurden eingewiesen, wie wir uns auf dem Campingplatz zu verhalten haben. Hier gibt es viele Paviane, die alles klauen, was man nicht vor ihnen verschließt. Bei Dunkelheit darf man das Zelt nicht mehr verlassen und nichts draußen stehen lassen. Nachmittags fuhren wir noch eine kleine Pirschfahrt, auf der wir wieder Elefanten begegneten. Wir fuhren auf so schmalen Pfaden, dass ich Angst hatte, nicht mehr zurück zu finden, aber das Naiv zeigte uns den Weg. Wir mußten umgestürzte Bäume umfahren und plötzlich war der Pfad zu Ende. Aber Torsten schaffte es gut, das Auto aus dem Dickicht wieder herauszuholen. Kurz vor dem Campingplatz sahen wir noch einmal 3 Elefanten, die zum Fluß wollten. Wir umrundeten sie im großen Bogen, aber als wir um ein Gebüsch herumkamen, waren sie doch ganz nah! Sie beobachteten uns, blieben aufmerksam, aber friedlich. Wir folgten einem Pfad, der am Fluß endete und sahen einen Wasserbock, der gerade vom Wasser kam und dann eilig im Gebüsch verschwand.
Als wir zurück kamen, gingen auf unserem Campingplatz spazieren. Wir klappten unser Zelt auf und machten Feuer. Wir wurden noch gewarnt, dass man unlängst einen Leoparden hier gesehen hätte. Um 17 Uhr war unser Essen fertig, danach gingen wir abwaschen. Etwas später begann schon die Dämmerung.
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201106. Nov. 2012 · #25
Die letzte Chance zur Toilette zu gehen war 18.30, dann wurde es dunkel. Wir verbrachten den Abend am Feuer, wieder bei einem wunderschönen Sternenhimmel. Eine Hyäne strich durch´s Gebüsch. Sie ließ sich aber durch unsere starke Lampe vertreiben. In der Nacht wachte ich von einem lauten Schrei auf, sonst war alles still. Torsten hatte nichts gehört. Später trampelte noch ein Elefant ganz in der Nähe durch das Gebüsch. Am Morgen erfuhren wir, dass in der Nacht eine Hyäne in ein Zelt geguckt haben soll.
tiggi1'557 Beiträge · seit 201106. Nov. 2012 · #26
Hallo diangelika, Glückwunsch zu deinem gelungenen Bericht, kann kaum erwarten, wie es weiter geht. Nur 2 Wochen nach euch sind wir euren Spuren gefolgt. Es gibt so viele Parallelen,selbst der Wasserbock kam am North Gate aus dem Gebüsch, die nächtlichen Geräusche waren bei uns allerdings die Hippos. Wir durften übrigens in Kazungula unsere letzten Dollarscheine (wir kamen aus Simbabwe) an die netten Sheriffs abgeben, weil mein Mann die Geschwindigkeit "leicht" überschritten hatte. 🤩 Ich habe gerade erneut Flüge gebucht und werde im nächsten Jahr mal die Thakadu Farm ausprobieren. Dieses Jahr war es die Tautona Lodge. Bin gespannt, was du noch interessantes berichtest, Liebe Grüße Birgit
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201107. Nov. 2012 · #27
13.Juli
Mit der Dämmerung standen wir auf, die Duschen waren noch kalt, aber sonst war alles picobello. Die Sanitäranlagen sind erst vor Kurzem renoviert worden und sehr ordentlich, wenn die Touristen sich ordentlich verhalten. Ohne zu frühstücken fuhren wir los in Richtung Westen und sahen auf einer Wiese viele Springböcke.
Auch eine Menge Elefanten begegneten uns, aber dafür ist Moremi ja bekannt. Einige Elefanten waren richtig sauer, weil wir da lang kamen und sie beim Frühstück störten.
Was machen Elefanten Tag und Nacht? Fressen und Bäume umschupsen.
An den Dombo Hippo Pools kletterten wir auf einen Hochstand und konnten in einiger Entfernung ein paar Hippos beim Baden beobachten. Den Weg nach 4 Bridges haben wir abgebrochen, weil wir der Wasserquerung nicht trauten und ganz allein dort waren. Wir versuchten an einer anderen Stelle weiterzukommen, aber der Pfad führte immer zu der gleichen Wasserstelle. Dann kehrten wir um und auf dem Rückweg wollte uns ein Elefant nicht vorbeilassen. Wir warteten, aßen unsere fertigen Stullen und dachten uns, dass der Elefant mit seinem Frühstück ja auch mal fertig werden müßte.
Dann kam ein Rangerfahrzeug und "machte dem Elefanten Beine" und wir konnten weiter. Wir bogen noch einmal von der Piste ab zum Wasser,aber außer einem Safarifahrzeug war gähnende Leere. Gegen 10 Uhr waren wir wieder im Camp und machten richtig Frühstück. Wir beobachteten die Springböcke und Baboons auf dem Campingplatz. Nachmittags kam ein Elefant auf dem Weg zum Fluß direkt an unserer Campsite vorbei.
2 Ranger kamen und erkundigten sich nach unserem Wohl, sie brachten uns noch Holz für das abendliche Lagerfeuer. Sie erzählten uns, dass ein Stück vom Campingplatz entfernt Löwen seien. Wir fuhren noch mal los, aber außer ein paar Elefanten sahen wir nichts.
Am Abend kochten wir wieder im Potjie. Der Sternenhimmel war wieder wunderschön!
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201107. Nov. 2012 · #28
Hallo Birgit und hallo ihr anderen Fomis, ich danke euch für die Kommentare. Das ist ein Ansporn weiterzuschreiten. diangelika
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201107. Nov. 2012 · #29
14. Juli
Wieder brachen wir früh auf, um Tiere zu sehen. Baboons, ein Perlhuhn und Springböcke waren die Ausbeute in der Nähe vom Campingplatz. Wir fuhren zu den Saguni Hippo Pools, begegneten wieder einem Safarifahrzeug, das auch auf der Suche nach Tieren war. Die suchten auch nach Löwen und hatten keine gefunden. Dann wollten wir uns am North Gate Tipps holen, wo man gute Chancen hat Tiere zusehen. Aber dort war früh um 7 Uhr noch niemand. Also machten wir uns auf den gleichen Weg wie gestern und sahen wieder viele Elefanten und umgestürzte Bäume, die wir vorsichtig umfuhren. Ein paar Zebras und Warzenschweine ließen sich blicken. Auf dem Rückweg kam uns ein LKW entgegen und wir sahen, dass die Ladefläche voller Schulkinder war, die auf diese Weise durch den Park gefahren wurden. ( Das Bild ist qualitativ nicht gut, aber ich fand die Art des Transportes originell.)
Wir kehrten auf den Campingplatz zurück und machten es uns gemütlich. Mein erster Satz Fotoakkus wurde schwach, mal sehen, wann wir wieder mal Strom haben. Leider wurde es immer stürmischer. Wir beobachten weiter hinten auf dem Campground Baboons, die aber bisher nicht bis zu uns gekommen sind. Am Nachmittag machten wir noch einen Gamedrive und sind endlich fündig geworden! In Richtung Motsaa Pan stand ein Safarifahrzeug und gab uns Zeichen, das im Gebüsch Löwen seien. Ohne den Tipp hätten wir sie nicht entdeckt. Da lagen 2 satte Löwinnen mit Jungen im hohen Gras und bewehten sich kaum. Die lagen einfach nur in der Sonne und ließen es sich gut gehen. Nachdem wir noch ein Stück weiter gefahren waren und wieder zurück kamen, hatte sich nichts verändert. Sie lagen noch an der gleichen Stelle. Jetzt kam eine Herde Springböcke direkt an dem Löwenversteck vorbei, aber nichts geschah.
Zurück im Lager stellten wir das Auto so hin, dass wir etwas windgeschützt saßen. Wir grillten Lamm und aßen rote Bohnen dazu. Einen Amarula zum Sonnenuntergang und einen südafrikanischen Wein zum Sternenhimmel- was will man mehr? ( Außer vielleicht ein paar mehr Löwen?) 🙂
Alexa1'249 Beiträge · seit 201208. Nov. 2012 · #30
Guten Morgen! Vielen Dank für Deinen tollen Bericht! Ich plane gerade unsere Botswana-Reise für nächstes Jahr und da ist es sehr spannend, von Euren Erfahrungen zu lesen! Bin gespannt wie es weitergeht. Gibt es denn auf den Campsites im Chobe und Moremi nirgends Strom? Dann muß man aber viele Akkus mitnehmen, oder? Liebe Grüße, Alexa
tiggi1'557 Beiträge · seit 201108. Nov. 2012 · #31
Guten Morgen Alexa, ich habe mir die Akku Ladeschalen von Hama angeschafft, damit kannst du deine Akkus im Auto über 12 V laden. Da geht relativ schnell und gut. Liebe Grüße Birgit
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201108. Nov. 2012 · #33
Hall Birgit, ich hatte meine Akkus (2 Stück) in der Okavango River Lodge aufgeladen und sie haben letztendlich gereicht, bis wir in Namibia in der Namushasha Lodge im Caprivistreifen waren. Ich werde nur nervös, wenn meine Kamera nur noch halbvoll anzeigt. Angelika
Alexa schrieb:Guten Morgen! Vielen Dank für Deinen tollen Bericht! Ich plane gerade unsere Botswana-Reise für nächstes Jahr und da ist es sehr spannend, von Euren Erfahrungen zu lesen! Bin gespannt wie es weitergeht. Gibt es denn auf den Campsites im Chobe und Moremi nirgends Strom? Dann muß man aber viele Akkus mitnehmen, oder? Liebe Grüße, Alexa
Hallo Alexa, an der Campside von der Chobe Safari Lodge gibt es Stromanschlüsse um die Akkus aufzuladen.
Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201108. Nov. 2012 · #35
15.Juli
Der Sturm hatte noch nicht nachgelassen. Selbst Torsten war kalt als wir um halb acht aufstanden und das Zelt zusammenklappten. Der Kocher ging dauernd aus und in Wellen kam Sand geflogen. Wie stellten den Gaskocher hinten ins Auto und bekamen so das Wasser zum Kochen. Unseren Kaffee tranken wir im Auto. Gegen 9 Uhr meldeten wir uns am North Gate ab und fuhren in Richtung nach Savuti. Am Gate sagte man uns, an welcher Stelle wir die Wasserdurchfahrt nehmen sollten und los ging´s. Heute war der Tag, an dem wir vielleicht Hannobaer aus dem Forum begegnen könnten. Ich setzte also eine Flagge ( Handtuch aus dem Fenster) . Gleich hinter dem North Gate passierten wir die Knüppeldammbrücke über den Khwai River.
Durch Khwai Village durch, dann hielten wir uns links, an einem umgestürzten Baum vorbei, wieder nach rechts und vor uns lag ein Wasserarm durch den wir durch mußten. Das Wasser war nicht tief und Spuren von anderen Fahrzeugen gut zu sehen. Wir folgten einer rauen Piste, bogen nach links zum Mahabe Gate ab und die Piste wurde sandiger und unebener.
Nachdem wir uns wieder registriert hatten, empfahl man uns die rechts liegende Straße durch die Savuti Marsh zu nehmen. Die hatte so große Löcher und unser Navi spielte nicht mit, also kehrten wir um und fuhren die andere Strecke. Die hatte zwar nicht so tiefe Löcher, war aber sehr sandig. Ab und zu mußten wir Elefanten und Giraffen den Vortritt lassen. Einmal legten wir eine Pause ein, weil sich eine Herde Elefanten nicht entscheiden konnte, welche Richtung sie einschlagen sollten. Die rund 80 km bis zum Savuti Camp zog sich hin. Nachdem wir die gute Hälfte der Strecke hinter uns hatten, kamen uns 2 Fahrzeuge entgegen. In einem Auto saß ein KEA-Vertreter, der sich erkundigte, ob alles ok sei und warnte uns vor den Tiefsandpassagen auf dem letzten Teil der Strecke. Kurz danach wurde die Piste zur echten Herausforderung. Ein paar Springböcke und Giraffen waren noch zu sehen, sonst keine Tiere. Kurz vor dem Camp fotografierte ich einen schönen Baobab und den Leopard Rock, dann kam das Tor vom Savuti Camp in Sicht. Es war halb drei, als wir unseren Platz aufsuchten. Der Campingplatz liegt am Savuti River, ist aber genauso tiefsandig wie die Strecke! Wir stellten unser Auto auf Platz 4 unter dem Baum im tiefen Sand ab und hofften, dort wieder herauszukommen. Wir fragten, ob man die Campsite evtl. tauschen könnte, aber der Platz war ausgebucht. Die Duschen sind auch hier im guten Zustand. Wir stellten fest, dass unser Gas alle war und fragten in der Lodge nach dem Diner. Man erwartete aber eine Gruppe und hatte für uns keinen Platz. Wir saßen vor unserem Auto in der Sonne bei einem "Ankunftsbier" im tiefen Sand und beobachteten die Tiere in der Nähe.
Auf dem Feuer garten wir Gemüse im Potjie und aßen Brot dazu. Zum Abwaschen gab es warmes Wasser, ansonsten hat uns der Platz nicht gefallen und wir waren froh, dass wir nur eine Nacht gebucht hatten.
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201108. Nov. 2012 · #36
16.Juli
Um 7 Uhr standen wir auf und packten alles zusammen. Am Savuti River ging ein Storch spazieren.
Der CG war so sandig, dass wir nicht traurig sind, ihn zu verlassen. Am Gate bekamen wir noch einen Hinweis, wie wir fahren sollten. Wir querten die Brücke und fuhren in Richtung Airstrip und schon hatte der Sand uns wieder! Es gibt 2 parallel laufende Pisten ( die 2. ist in der Karte nicht drin) und uns wurde geraten die Westliche zu nehmen. Nach 15 km vereinigen sich beide Pisten wieder. Bis zum Gcotha Gate war die Strecke mal besser und mal schlechter. Aber wir ahnten ja noch nicht, was uns danach erwartete! Etwa 5 km hinter dem Gate begann eine sehr anstrengende Tiefsandstrecke über 40 km, die alles Vorherige in den Schatten stellte. Die Piste war schmal und so ausgefahren, dass wir ca. 20 km hinter dem Gcotha Gate plötzlich mit dem Motorblock aufsaßen. Was nun? Torsten war die ganze Zeit voll konzentriert gefahren und hatte gerade zu mir gesagt: dann lass dir mal was einfallen, wie wir hier wieder raus kommen, wenn wir stecken bleiben… Das war´s. Aber ich war so sauer, dass ich mir die Schaufel griff, bevor Torsten dran war und angefangen habe zu schippen. Dann rollten wir die Matten aus, ließen Luft ab und Torsten legte den Geländegang ein. Sofort fassten die Räder wieder und es konnte weitergehen.
Bald kam ein Abzweig, die Strecke blieb weiterhin sandig und es ging bergauf und bergab.
Zuerst liefen 2 Fahrspuren nebeneinander und es ging gut voran. Zwischendurch wechselte fester Untergrund mit Tiefsandpassagen bis Kachikau. Dort begann die Asphaltstraße. Wir weihten unseren Kompressor ein. Als wir unsere Räder wieder aufpumpten, kamen sogleich viele bettelnde Kinder. Ich verteilte bunte Stifte, manche wollten aber auch Money und Sweets. Als wir fertig waren kam aus der Gegenrichtung auch ein KEA-Fahrzeug mit Touristen aus Australien. Wir tauschten unsere Pistenerfahrungen aus und jeder fuhr seines Weges. Wir freuten uns, dass wir bis Kasane auf guter Straße fahren konnten.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200909. Nov. 2012 · #37
Sanne2'462 Beiträge · seit 200609. Nov. 2012 · #38
Vielen Dank für den sehr schönen Bericht und die Fotos (für mich könnten es auch gern ein paar mehr sein 😉 ).
Bei den Springböcken tragen beide Geschlechter Hörner, bei den Impalas nur die Böcke. Das ist die einfachste Unterscheidung, wenngleich es auch noch andere gibt.
Freu mich sehr auf die Fortsetzung.
Viele Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201109. Nov. 2012 · #39
Danke Topobär und Sanne, ich hab´s nicht so mit den vielen Antilopenarten. Aber ich werde mir das merken 🙂 Man lernt eben immer dazu. Angelika
diangelikaThemenstarter138 Beiträge · seit 201110. Nov. 2012 · #40
Jetzt lagen 100 km Asphalt bis Kasane vor uns. Wir hatten uns für Kasane entschieden, weil wir dringend tanken mußten, aber noch dringender Vorräte brauchten. Unser Fleisch und der Wein waren alle und auch unser Propankocher hatte ja am Abend aufgegeben. Links von uns zog sich ein großer See entlang, der Lake Liambezi. Nach so trockener Landschaft sieht das Wasser einfach toll aus!
Kurz nach 11 Uhr waren wir an der Kontrolle zur Durchfahrt nach Kasane. Hier führt die Straße durch den Nationalpark und man wird am Anfang und am Ende kontrolliert. Eintritt muß erst bezahlt werden, wenn man durch das Tor zur Chobe Waterfront fährt.
Man sollte sehr vorsichtig fahren, denn die Elefantenherden kennen keine Verkehrsregeln und so einen Dicken möchten wir nicht auf der Motorhaube haben. Hier fahren auch jede Menge Trucks durch, ob die immer so aufpassen? Um 12 Uhr waren wir in Kasane, die Tankstelle hatte keinen Diesel. Das hieß eine Stunde warten, da kann man ja schon mal im Spar einkaufen. Hinterher wollten wir in den Bottlesshop, aber der hatte inzwischen zu. Wir wurden aufgeklärt, dass heute Feiertag sei und deshalb die Bottleshops geschlossen hätten. Aber so schnell gaben wir nicht auf. Nah am Ortseingang war noch ein Choppies- Supermarkt, na dann kaufen wir eben dort ein. Dort bekamen wir alles, kauften noch Holz für´s Lagerfeuer und fuhren zur Tankstelle zurück. Jetzt verkauften sie uns auch Diesel, aber zum Auffüllen der Gasflasche sollten wir zu einer Engen-Tankstelle nah an der Grenze zu Simbabwe fahren. Die Tankstelle hatte auch kein Gas, also nichts mit Kochen!
Hier ist man so nah an den Victoriafalls, dass man die Wolke vom sprühenden Wasser sieht. Nach dem Einkauf ging es wieder in die Natur.
Am Sidudu Gate trugen wir uns in die Bücher ein und fuhren wieder durch losen Sand! zu unserem Ihaha Camp. Torsten war nicht happy! Uns kamen einige Autos entgegen, meist Safarifahrzeuge. Der Blick zum Fluß war herrlich. Das lud doch geradewegs zum Anhalten ein. Ich fotografierte die Hippos und plötzlich wurde ein Gepard durch irgendetwas erschreckt und rannte an uns vorbei zum Ufer.