M@rie's on the road again - Reisebericht

Reisebericht 92 Antworten · 39,3k Aufrufe · gestartet 21. Okt. 2012 von M@rie
Themenstarter1'680 Beiträge · seit 200711. Nov. 2012 · #61
@ schorsch ... also bei uns war das Essen in der Nata Lodge wirklich gut, das Steak war klasse, genauso wie ich es mag - medium und butterzart 😉

und weiter geht's ... ich musste mir nur die Dokus in 3Sat reinziehen *schwelg* sooo schöne Bilder 😉


hibbelnd warten wir vor der Tür auf unseren Transfer zum Flughafen, überlegen und noch, wieviel Trinkgeld wir dem Fahrer geben, bis wir feststellen, dass uns der Manager selber zum Flughafen fährt und so lassen wir das Portemonnaie stecken - er bestätigt uns noch einmal, dass er sich um einen neuen Reifen kümmern wird und fragt, mit welcher Gesellschaft wir denn zum Pom Pom Camp fliegen? Ja ... gute Frage, nächste Frage uns wurde nur gesagt, wann wir fliegen, nämlich in einer Stunde "No Problem!" war seine Antwort, brachte uns ins "Terminal" und verschwand. Wir guckten uns etwas ratlos an "und nu?!", doch da kam der Manager bereits lächelnd wieder mit einem Mitarbeiter von Moremi Air, der sich auch gleich mit Namen vorstellte. Wir 2 dachten, das wäre der Pilot, denn er drückte uns 2 "Flugtickets" in die Hand, nahm uns das Gepäck ab und stellte uns den nächsten Mitarbeiter von Moremi Air vor. Der Manager verabschiedete uns lächelnd, wünschte uns viel Spass und bat um einen Anruf von Moremi Air, wenn wir wieder in Maun ankommen würden. Der erste MA von Moremi Air verschwand mit unserem Gepäck, der 2. lotste uns freundlich durch die Security, platziert uns im Wartebereich und verschwindet ebenfalls ... da sitzen wir nun und wissen irgendwie nicht so recht, wie uns geschah. Dann entdecke ich den ersten MA von Moremi Air wieder, er kommt uns lächelnd entgegen und erklärt freudestrahlend, dass er ein Auto organisiert hätte, um uns zum Flugzeug zu bringen, nimmt uns mehr oder weniger an die Hand und setzt uns ins Auto (ein herrlich alter Toyota Condor), dort treffen wir auch unser Gepäck wieder und ein weiteres Pärchen, dass ins Guns Camp will. Wir werden zum Flieger gebracht, an der GA8 Airvan werden wir von Devon, unserem Piloten begrüsst, der uns so gleich mitteilt, dass das Pom Pom Camp als erstes angeflogen wird, der Flug ca eine halbe Stunde dauert und es auf Grund der Hitze sehr holprig werden kann

Und so heben wir ab .... "holprig" ist ja relativ und während die häufigen Luftlöcher meinen Magen auf die Probe stellen, so sind für meine Freundin die engen Kurven eine Belastungsprobe, doch gleichzeitig ist der Flug über das Delta viel zu aufregend, um sich davon in irgendeiner Weise beeinflussen zu lassen - die unterschiedlichen Landschaften sind einfach faszinierend, insbs die immer wiederkehrenden "Hippo-Highways". Dann landen wir auf dem "Pom Pom International"
Wir werden von Rams, unseren Ranger für die nächsten Tage empfangen und irgendwie ist gleich das Gefühl da "das wird was!", denn die Begrüssung ist mehr wie herzlich. Er verlädt unser Gepäck im Landy, wir schauen noch der startenden GA8 hinterher und ab geht's zur Lodge. Rams greift zum Funkgerät und gibt durch "2 minutes for landing" ... ich atme einfach nur tief ein, dieser Landschaftsgeruch ist einfach nur *tiefseufzendschwelg* An der Lodge werden wir von Baloo und dem Housekeeping mit einem herzlich geträllerten Dumela begrüsst und auch wenn wir wissen, das wird für jeden Gast geträllert ... es rührt uns. Als Baloo meine Gehhilfen sieht konstatiert er "oh, we got a problem!" und er klärt uns auf, dass wir ein recht weit vom Hauptgebäude entferntes Zelt hätten, dann lächelt er und meint "we don't have a problem!" - noch während er uns an der Bar brieft wird umgeplant und er verkündet, dass das Zelt, welches wir nun bekommen zwar noch weiter von Hauptgebäude entfernt ist, aber von dort könnten wir immer mit dem Auto hingebracht bzw abgeholt werden. Und dann bringt er uns zu unserem Zelt und sowohl meiner Freundin als auch mir gehen die Kinnladen runter. Uns erwartet ein Patio direkt an Kanal (na klar, mit Hippo-Highway), dazu ein Zelt, das fast so gross ist wie meine halbe Wohnung, Baloo erklärt uns noch das "Notfall-Körbchen" - Trillerpfeife falls ein (grosses) Tier in der Nähe ist und Signaltröte für medizinische Notfälle, zeigt uns noch das Zelt (wir 2 kommen aus dem *wow*en" gar nicht mehr raus) und dann geht es zurück zum Hauptgebäude - High Tea ist angesagt und danach die erste Game Drive.

Rams ruft uns zum Landy, er stellt uns unsere "Familie" für die nächsten Tage vor - ein Honeymoon-Paar aus Australien und ein weiteres deutsches Ehepaar und schon geht es los. Die unterschiedlichen Landschaften sind einfach atemberaubend, Seenlandschaften und Feuchtgebiete wechseln sich mit trockenen Savannen ab, dazu dieser einzigartige Geruch der Landschaft, die Geräusche ... Rams stellt sich als ehr engagierter und vorallem begeisterter Ranger heraus, es ist ihm anzumerken, dass ihm die Game Drive genauso Spass macht wie uns. Und so stellte er uns erst die "Hausmarabus" vor, die in der Nähe der Lodge wohnen ... Schönheit liegt wahrlich im AUge des Betrachters
danach entdecken wir noch Letschwe (oder Moorantilopen), ein schönes Kudu-Mädchen, ein lächelndes Reedbuck-Mädchen und Tsessebes (Leierantilopen)






es war eine faszinierende und vorallem sehr kurzweilige Game Drive und wir kamen "gerade noch pünktlich" zum Sundowner zurück zur Lodge - das "Schauspiel" war ebenso atemberaubend ...
zum Dinner sitzen wir mit Baloo, seiner Frau Tessa, den Rangern, "unserer Campfamilie" und anderen Gästen an einem Tisch und schnell sind wir alle in Gespräche über die Landschaft, "Ranger-Latein" und Game Drive - Anekdoten vertieft. Ich gehe nach dem Essen noch einmal runter zum Lagerfeuer und geniesse die geniesse die Stille aus Grillengezirpe und Froschgequake, Rams kommt dazu und fragt, ob alles in Ordnung sei ... ich antwortete nur "yes, just beeing here, listening, smelling and enjoying!"
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
Themenstarter1'680 Beiträge · seit 200711. Nov. 2012 · #63
ja nana, Baloo ist wirklich ein grosser, gemütlicher Bär *gg* 🙂 und auch Tessa war einfach nur klasse, bemerkenswert fand ich, dass sie jeweils zum Essen genauestens darauf achtete, dass auch auf jede Nahrungsmittel-Unverträglichkeit der Gäste eingegangen wird, selbst dann, als eigentlich die Küche zeitlich gar nicht mehr richtig reagieren konnte ... sie hatte wirklich von jedem Gast die Unverträglichkeiten im Kopf, das fand ich echt enorm.
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
8'684 Beiträge · seit 201012. Nov. 2012 · #64
Guten Morgen Marie,

war schon sehr gespannt heute früh beim Aufstehen auf deinen nächsten Teil (wollte gestern abend noch nachfragen, was "gleich" bei dir bedeutet, da ich vergeblich auf die Fortsetzung gewartet hatte, aber die Erklärung hast du ja nachgeliefert)! 🙂

Mir sind gleich drei Unterschiede zu unserem Aufenthalt im Pom Pom Camp aufgefallen (die aber bis auf einen sicher keinen Einfluss auf das Empfinden dort hatten):

1. Dieser Pom-Pom-Schriftzug auf dem Airstrip scheint mir neu zu sein (oder ich war blind) - als wir abgeflogen sind, wurde ja gerade an einem neuen Unterstand gebastelt, offensichtlich tut sich da einiges (vermutlich fehlen deshalb auch Casimodos Bäume).

2. Ihr seid zum Sundowner (tolles Foto!!) zurück zum Camp gekommen ? Wir waren da immer irgendwo im Nirgendwo und hatten dann oft noch lange Rückfahrten im Dunkeln und dann gab's keine Zeit mehr vor dem Dinner.

3. Jetzt kommt glaube ich der wesentliche Unterschied: bei uns war ja nur ein Vertretungsmanagement vor Ort - da hatten wir sicher Pech, denn so ganz richtig wohl hat man sich bei denen nie gefühlt. Es war okay mit ihnen, aber mehr nicht.

Außerdem kamen wir natürlich gerade von einem WOW-Camp, weniger was den Luxus betraf, sondern eher die Herzlichkeit und Naturverbundenheit, und da hatte Pom Pom es schwer...

Und jetzt bin ich total gespannt auf die weiteren Erlebnisse dort - da kommt ja sicher noch einiges!

Achja, das lächelnde Reedbuck-Mädel ist süüüß! 😘

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2012
1'249 Beiträge · seit 201212. Nov. 2012 · #65
Liebe M@rie,
die tolle Doku auf 3sat habe ich gestern auch gesehen! Aber Deine Bilder und Dein Bericht sind noch viel schöner 🤩
Man hat wirklich das Gefühl, dabei zu sein. Und schon wieder ein so traumhafter Sonnenuntergang! Danke!
LG Alexa
Meine Reiseberichte: Südafrika 2011 Südafrika 2012 Botswana/Südafrika 2013 Südafrika 2014 Südafrika/Botswana 2014 Südafrika 2015 FACEBOOK
2'261 Beiträge · seit 201112. Nov. 2012 · #66
Guten Morgen Marie,
vielen Dank für diesen schönen Bericht geschmückt und veranschaulicht durch ganz tollen Fotos. 😁 😁
Manche Unterkünfte kenne ich und da kommen schöne Erinnerungen und Sehnsucht auf.
Ich habe eine ähnliche Tour in der Planung und speziell die Nata Lodge als Zwischenstopp hat mich interessiert.
In Kasane waren wir in der Mowana Lodge, werden diesmal auch versuchen in der CSL
was zu bekommen.
Ich liebe afrikanische Sonnenuntergänge und kann nicht genug davon bekommen 🙂 🤪 😁
Liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
2'085 Beiträge · seit 201212. Nov. 2012 · #67
Hallo Marie,
endlich hab ich dich auch wieder eingeholt - nach ein paar Tagen Forumspause sind ja irgendwie alle davon geprescht, aber ich krieg euch!!!
Dein Bericht und deine Bilder machen ja regelrecht süchtig - ich bin zur Zeit quasi parallel mit Alexa an der Botswana-Planung für nächstes Jahr, daher geht's uns wohl auch beiden so, dass wir wirklich jedes Wort aufsaugen und gebannt auf jedes Foto starren ... einmal mehr DANKE dafür!
Franzicke
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
8'684 Beiträge · seit 201015. Nov. 2012 · #68
Guten Abend Marie,

darf man mal ganz bescheiden fragen, wann es hier weitergeht 😎 ? Ich muss gestehen, dass meine Neugierde bezüglich eurer Erlebnisse im Pom Pom Camp doch recht groß ist....😗 Aber ich will natürlich nicht drängeln, neeiiiiin, das ist ja so ganz und gar nicht meine Art 🤪 !

Grüße von Bele in Lauerstellung
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter1'680 Beiträge · seit 200716. Nov. 2012 · #69
kurz mal zwischendurch 😉 - komme wohl erst am Wochenende dazu den RB weiterzuführen 😊

@ Alex - Danke 😘 für dieses Kompliment, obwohl die Doku wirklich schöne Bilder hatte 🙂

@ guggu - die Nata Lodge ist als Zwischenstop schon nicht verkehrt (grosse Alternativen in Nata gibt es soweit ich weiss auch nicht 😗 ) - es kann aber auch sein, dass es besser wird mit dem Service 😉

@ franzicke - schön, dass du wieder dabei bist und noch schöner, wenn dir mein RB bei der Planung unterstützen/animieren kann 😁

@ Bele - ich hab' mir nochmal deine Bilder vom Pom Pom angeguckt, auf dem Bild der Landebahn ist ungefähr auf der Hälfte der Piste links der Platz vom "Pom Pom International" zu sehen 😉 und der "Unterstand" war lediglich "vier Pfosten mit Dach", wo Eimer und Feuerlöscher untergestellt wurden.

Zu euren Game Drives bzw Sun Downer - ihr ward bereits im August da, wir im Oktober - bei euch ist die Sonne rd. 20min später bzw früher auf- und untergegangen, das macht ne Menge bei der Planung von Game Drives aus, sprich wärd ihr vor Sonnenuntergang bereits in der Lodge gewesen, wären eure GD wesentlich kürzer gewesen 😉

Und so ganz allgemein - ich habe mir angewöhnt, bei jedem neuen Camp meine Empfindungen, Erfahrungen, Erwartungen auch in Bezug auf Atmosphäre und Co "auf Null" zu setzen, sprich ich nehme ganz bewusst nie die vorherige Unterkunft mit in die neue, denn ich will den jeweiligen Aufenthalt geniessen, mich wirklich drauf einlassen (können) und das geht nicht, wenn ich die vorherigen Unterkünfte sozusagen "mitschleppe". Egal wie die Erfahrungen vorher waren (Vergleiche, wie "Service unterschiedlich" etc kommen meist erst nach Ende der Reise), mir ist wichtig, dass jede Unterkunft "ihre Chance" bekommt und zwar unabhängig von anderen Unterkünften, denn ständiges Vergleichen kann die Erwartungen ins Unerreichbare schüren 😉

So... und nun mache ich mich ans Bildersichten, damit ich am Wochenende den RB fortsetzen kann, auch wenn er sich dann bald dem Ende neigt, was mit ein Grund für das "Rauszögern der Fertigstellung " ist, denn so kann ich noch länger in Erinnerungen schwelgen 😄 😉
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 16. Nov. 2012
Themenstarter1'680 Beiträge · seit 200718. Nov. 2012 · #70
soo .... der vorletzte Teil des Reiseberichtes 🙁 auch deswegen habe ich etwas länger für die Fortsetzung gebraucht ... ich habe irgendwie versucht, das Reiseende hinauszuzögern


Am nächsten Morgen werden wir durch ein zaghaftes Klopfen und dem Geruch von frischem Kaffee geweckt, Rams brachte uns um 6:00 eine Kanne frischen Kaffee - ein klasse Service, er vermeldet, dass er uns in einer halben Stunde abholt und es dann ein leichtes Frühstück gibt. Eigentlich ist mit unserer "Camp Familie" am Vormittag eine Mokoro-Tour geplant, da das aber weder für mich noch für meine Freundin etwas ist, gehen wir 2 mit Rams alleine auf Game Drive.

Rams ist ein begeisterter und zu begeisternder Ranger, man merkt schnell, dass es für ihn mehr "Passion than Profession" ist und so ist er genauso "hin und weg", als wir eine Eli-Herde durchs Wasser waten sehen, insbesondere die 2 Jungspunde haben es uns Allen angetan






Um der Gruppe genügend Raum zu geben ziehen wir uns wieder zurück - das war eine der vielen Situationen, in denen wir Rams als sehr umsichtig erlebten. Und auch Rams merkt, dass wir keine "Abhak-Touristen" sind, sondern einfach "nur" geniessen hier zu sein, die Landschaften förmlich in uns aufsaugen. Und so macht es ihm noch mehr Spass, uns über die verschiedenen Jahreszeiten im Delta, über die Unterschiede bei Flora und Fauna zu erzählen... aber immer die Augen für Leoparden-Spuren geschärft und so entdecken wir noch ein African Ground Hornbill-Pärchen mit seinem Nachwuchs
aber auch Tsessebes, die mit Zebras zusammenstehen und fast hat es den Eindruck, dass sich das Zebrafohlen einen Spielgefährten sucht
wir 3 amüsieren uns köstlich, als das Fohlen wie von der Tarantel gestochen losgaloppiert

Die Kaffeepause geniessen wir am Wasser, Kaffee schmeckt doppelt so gut in solch einer Umgebung , nach der Pause sehen wir noch Baboons beim Frühstück
also die Früchte des Leberwurstbaums müssen doch schmecken *gg* und dann sehen wir noch, warum Steenboks Steenboks heissen


denn nachdem es uns gesehen hat, setzt es sich ins Gras, klappt die Öhrchen nach hinten und erstarrt zu Stein

ein Leopard bleibt uns heute morgen versagt, aber wir haben ja noch eine Game Drive und so kehren wir dennoch sehr zufrieden ins Camp zurück. Zum Brunch finden wir uns wieder alle im Camp ein und erzählen angeregt von unseren Erlebnissen. Ich frage Baloo, ob das Camp überhaupt mit einem Fahrzeug erreichbar ist - nicht für Gäste, sondern wegen der Logistik - jedes Blatt Klopapier muss ja irgendwie hierher kommen und so erzählt er, dass ja nicht nur das Klopapier, insbesondere der Diesel für die Generatoren herbeigekarrt werden muss. Einmal die Woche kommt ein Flieger mit Frischeartikel (Fleisch, Obst, Gemüse und Co) und ansonsten bei Bedarf und je nach Wassersituation per Boot, aber auch per Truck, dass es aber auch Wochen - Monate geben kann, wo der Wasserstand für das Boot zu niedrig und für einen Truck zu hoch ist, dann muss alles eingeflogen werden. Und wenn ich bedenke, wie damals unser Auto nebst Trailer für 6 Personen und 6 Nächte komlplett gepackt werden musste... *händefuchtel* Eine dt. Ärztin fragt, wie es denn wohl im medizinischen Notfall aussehen würde und ob es diese schon mal im Camp gegeben hätte. Baloo erzählt, dass er selber voll ausgebildeter Paramedic ist (verglichen mit dem Dt. Rettungswesen sind sie ausbildungstechnisch zwischen Rettungsassistent und Notarzt angesiedelt) und das es neben kleineren Notfällen auch schon mal eine Geburt im Pom Pom gab. Den Blick hinter diese Kulissen finde ich sehr interessant, macht es doch auch mal wieder die Ralationen deutlich.

Bis zum High Tea bzw Nachmittags-Game Drive haben wir Freizeit und so beschliessen wir einen Power Nap einzulegen - so ein Camp-Alltag ist schon anstrengend

Zur Nachmittags-Game Drive sind wir zu Viert, das australische Flitterwochenpaar will im Delta angeln gehen und so setzen wir die 2 nebst Begleitung und Angelruten an einem Bootsanleger ab. Rams hält wieder Ausschau nach einem Leoparden, die Spuren sind frisch und er will uns unbedingt einen zeigen, doch um es gleich vorweg zu nehmen ... es wird auch auf dieser Game Drive nichts daraus ... aber das ist uns Zweien auch nicht so wichtig

ein Bild eines Lilac breasted Rollers ist für mich Pflicht *gg* denn ein Afrika-Urlaub ohne Gabelracke ist irgendwie kein Afrika-Urlaub
wir sehen noch einmal Lewche, Tsessebes und Zebras






und kehren pünktlich zum Sun Downer zum Camp zurück, am Lagerfeuer geniessen wir unseren Gin Tonic und die Aussicht, saugen noch einmal die Stimmung in uns auf, als Rams kam .... er hätte eine schlechte Nachricht für uns da er aber lächelte, konnte die Nachricht nicht soooo schlecht sein *gg* und richtig ... er verkündete uns, dass unser morgiger Flug nach Maun so spät sein würde, dass wir leider noch Zeit für eine Morning Drive haben ... so schmeckte das eh schon fantastische Dinner gleich nochmal so gut und wieder versanken wir in angeregte Unterhaltungen über Ranger-Latein, die Erlebnisse des Tages, bis Tessa direkt hinter ihr ein Patschen hörte. Baloo holte einen Strahler und leuchtete den Bereich ab, alle vermuteten ein Hippo, doch wirklich blicken liess es sich nicht... wir Zwei schnappten uns noch einen Rotwein und verzogen uns auf unseren "Patio" ... wir wollten den letzten Abend im Camp mit Grillengezirpe, Froschgequake und Hippogrunzen so richtig geniessen ....
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zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
387 Beiträge · seit 200918. Nov. 2012 · #71
Die kleinen Elefanten im Wasser finde ich besonders toll!
Viele Grüße
Katja
2'261 Beiträge · seit 201119. Nov. 2012 · #73
Klasse beschrieben Marie! 🙂
Gibt mir das Gefühl dort zu sein. Und natürlich suuuuuper Fotos 😛

LG Guggu
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Themenstarter1'680 Beiträge · seit 200719. Nov. 2012 · #74
Guten Morgen 😁

@ Katja - ja, die waren wirklich knuffig, wir 3 haben viel gelacht an dem Morgen 🙂

@ Alexa - kameramässig bin ich "veraltet" unterwegs und dieses Jahr hatte ich nur die "kleine Ausrüstung" dabei, sprich einen Body (40D), dazu das 24-70 mm 2,8 L, 70 - 300 DO und das 400 5,6 L - die eisten Bilder sind mit dem 400er gemacht 😉

@ Guggu - fein, wenn ich dich "mitnehmen" konnte 🙂
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Themenstarter1'680 Beiträge · seit 200719. Nov. 2012 · #77
@ Franzicke, es freut mich, wenn ich dich etwas ablenken konnte 😛

@ Alexa - 😊 Danke 😘 wichtiger als die neueste Cam sind m.E. (sehr) gute Linsen 😉
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Themenstarter1'680 Beiträge · seit 200723. Nov. 2012 · #79
und hier nun der letzte Teil des Reiseberichtes ... dafür aber mit erfreulicher Aussicht

auch am letzten Tag im Pom Pom Camp werden wir von Rams mit frischem Kaffee geweckt, er erklärt uns, dass er uns wieder in einer halben Stunde abholen wird, wir dann gemeinsam das leichte Frühstück haben, dann auf Game Drive gehen, anschliessend können wir noch duschen, müssten aber das Zelt um 11:00 räumen, nach dem Brunch hätten wir noch Zeit, denn unser Flieger ginge erst am frühen Nachmittag.... also alles ganz gemächlich *freu*

Beim leichten Frühstück erfahren wir, dass das australische Flitterwochenpaar ausschlafen will und das deutsche Pärchen auf Bushwalk geht, also sind wir wieder alleine mit Rams unterwegs und er legt sich ganz besonders ins Zeug, denn er will uns unbedingt einen Leoparden zeigen.

Ich liebe die Morgenstimmung im Busch, das Licht ist so weich und der Geruch noch einmal ganz besonders ... wir 3 unterhalten uns über Privates und so erfahren wir einiges über Rams Familie, auch er geniesst die Morgenstimmung im Busch und so saugen wir alle 3 die Gerüche in uns auf. Wir sehen wieder die "üblichen Verdächtigen", wie Kudus, Letschwes, Zebras und Tsessebes
... doch dann plötzlich Hektik Rams entdeckt sehr frische Leo-Spuren auf dem Weg und kurz darauf frische Schleifspuren im Sand. Er folgt den Spuren querfeldein - ich muss gestehen, die Spuren im Sand habe ich natürlich auch gesehen, aber die Spuren im Gras ... dann macht sich ein breites Grinsen auf Rams Gesicht breit und er zeigt auf einen ca 50 Meter entfernten Baum ... da lag sie ... faul im Baum - ich habe sie aus dieser Entfernung nur dank des Fernglases gesehen - really well seen Rams!

Rams fährt dichter an den Baum und so kommen wir in den Genuss, die Leo-Lady sehr gut beobachten zu können


als sie uns anblickt fällt das getrübte Auge auf, auch Rams kann nur spekulieren ... eine Auseinandersetzung mit einer Speikobra vielleicht?
und irgendwie ist auch ein Leo "einfach nur eine Katze" - wer Katzen zu Hause hat, weiss, was ich meine - die Liegepositionen sind einfach nur bekannt ... und wie bei meinen Stubenlöwen denke ich auch hier "gemütlich sieht anders aus" - zumindest für uns. Rams wechselt noch einmal die Position ...


dann setzt sich die Lady in Bewegung, auch wenn wir sie ganz für uns alleine haben ... es scheint so, als wenn es ihr zu viel ist ... naja ... sind wir doch mal ehrlich, wer möchte schon, dass man ihm beim Verdauungsschläfchen zuguckt


sie guckt mir noch einmal direkt in die Kamera und springt dann vom Baum


und dann zeigt sich, warum Leos in dem Gebiet so schwierig zu finden sind ... sie läuft durch das hohe Gras, wir folgen ihr vorsichtig, wir sehen noch, wie sie in einem Grasbüschel verschwindet und weg ist sie ... wir fahren einmal runherum um dieses Grasbüschel ... doch sie ist absolut nicht zu sehen - einfach weg

Rams freut sich sichtlich, uns diese Lady gezeigt haben zu können, ja, es lässt sich nicht leugnen - er ist stolz - sein Kommentar zu Baloo als wir zurück im Camp sind "I feel 6 Years younger!" - und es ist nicht zu übersehen - Rams ist heute unter den Kollegen der King - wir freuen uns mit ihm.

Doch damit rückt auch der Abschied immer näher, es fällt uns schwer, dieses "little piece of paradise" zu verlassen, wir haben uns hier rundum wohl gefühlt, die Atmosphäre, das Camp, die Landschaft und nicht zuletzt das gesamte Personal. Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft stehen hier an erster Stelle, nein falsch: die Sicherheit der Gäste steht noch weiter oben auf der Liste! Angefangen mit der Trillerpfeife (wenn man von Tieren bedroht wird) und dem Signalhorn für medizinische Notfälle und .... und das hat Baloo innerhalb eines Dinner-Gesprächs mit einfliessen lassen - Gäste die sich nicht an die Regeln halten und sich und andere gefährden werden ohne Pardon aus dem Camp verwiesen und zum Flieger gebracht!

Rams bringt und zum Pom Pom International und während die Cessna Grand Caravan einfliegt, überlegen wir noch, ob wir Rams wohl zum Abschied umarmen dürften - diese Frage erübrigt sich, als Rams uns beide ganz feste drückt ... uns Dreien brennt es sichtlich in den Augenwinkeln. Dale, unser Pilot verläd unser Gepäck, wir nehmen Platz und heben ab ... das Highlight dieser Tour ist nun wirklich zu Ende

Der Flug ist wieder klasse, wir landen noch am Gunns Camp und sehen, dass es dort wohl keine Fahrzeuge ausser Boote gibt, die Gäste müssen den recht weiten Weg zum Camp zu Fuss zurück legen - nach der Landung in Maun müssen wir noch etwas auf den Transfer vom Sedia Riverside Hotel warten, der Manager holt uns gemeinsam mit einem Angestellten ab, wir stoppen kurz am Spar Market (Energydrinks für die morgige Tour Richtung Gobabis). Wir gehen im Hotel direkt in die Bar - Flüssigkeit nachfüllen *gg* als der Manager kommt und uns über seine Reifen-Bemühungen auf dem Laufenden hält - es wäre gar nicht so einfach gewesen, einen neuen Reifen für den XTrail aufzutreiben, aber er wäre fündig geworden - der Chef von Tyre World würde extra das Geschäft aufhalten und auf uns warten und so fuhr ich mit ihm los, während meine Freundin im Hotel blieb. Wir unterhielten uns sehr angeregt über Autos, Reifen ... ich erzählte u.a. von Winterreifen, was der Manager sichtlich urkomisch fand Das Abendessen und Frühstück im Hotel war so lala, aber dafür war der Service im Hotel umso herzlicher.

Die Fahrt Richtung Gobabis war recht ereignislos, wenn man davon absieht, dass kurz hinter Maun das ESP System begann zu spinnen. Also Lämpchen leuchtete auf und der Wagen wurde abgebremst. Wir dachten erst, es könnte evtl. am neuen Reifen liegen, nach 45 km wurde uns die Sache aber zu unheimlich und wir sind umgekehrt. Zum Glück gibt es in Maun einen Nissan Dealer, den wir dann aufsuchten. Wie in Afrika üblich dauert es dann etwas bis etwas passiert, aber dann klappt es auch. Der Manager fuhr eine Runde mit uns und meinte wir sollten uns keine Sorgen machen, vermutlich Staub der den Sensor durcheinander bringt. Wir haben uns dann mit über einer Stunde Verzögerung wieder auf den Weg gemacht, ab und zu ruckelte es. Wir haben zwischendrin mehrmals kurz angehalten (P-Pause, tanken, Fahrerwechsel). Nur direkt nach dem Grenzübertritt muckte das ESP wieder. Kurzes ein- und wieder ausschalten half meistens. Der Grenzübertritt ging recht schnell, nur 2 Formulare und eine Fahrzeugregistration!

Auf der Zelda Guestfarm wurden wir schon erwartet und direkt ins Zimmer gebracht ... nun ... recht kurios eingerichtet .... Gelsenkirchner Barock meets Africa ... teilweise sind wir die einzigen Gäste und somit finden wir genau das, was wir brauchten - Ruhe! Den zweiten Tag auf der Farm habe ich nahezu gänzlich verschlafen - die Erkältung (deren Reste ich noch mit rumtrug), meine chronische Grunderkrankung und die "2Nächte-Stopp-Taktik" forderten ihren Tribut. Wir schauten uns noch die Geparden und Leoparden bei der Fütterung an, aber auch wenn sie sehr grosse Gehege hatten - in freier Wildbahn sind sie mir einfach lieber - doch ein Herzenswunsch von uns Zweien hat sich erfüllt - wir sahen Erdmännchen - auf der Farm leben 3 Meerkats, sie haben die Scheu vor den Menschen verloren, das Männchen liess sich sogar streicheln


ja, auch sie wären mir so richtig in freier Wildbahn lieber ... ich hatte sie auch schon mal 2007 in Botswana gesehen, allerdings selbst mit dem 400er Objektiv nur als Strich auf dem Chip - so dicht wie jetzt hatte ich sie noch nie.

Den letzten Abend verbrachten wir mit der Barkeeperin Tanja in der Bar, es war ein sehr kurzweiliger und lustiger Abend - Mike, ein Angestellter der Farm fragte uns, ob wir ihn am nächsten Tag mit dem Auto mitnehmen könnten, er müsse seinen Aufenthalt auf Zelda abbrechen, da seine Mutter ins Krankenhaus gekommen sei und er nun nach Windhoek müsse. Und so musste neben unserem Gepäck auch der halbe Hausstand von Mike am nächsten Morgen mit ins Auto. Die Fahrt war dadurch recht kurzweilig und verlief auch ohne Probleme (vom ESP mal agbesehen) und so kamen wir recht früh am Flughafen Windhoek an. Die Wagenübergabe lief recht zügig, das Geld für den Reifen bekommen wir direkt nach Prüfung im Hauptbüro Namibia von Hertz auf die Kreditkarte überwiesen und auch unser Gepäck werden wir recht schnell los ... die letzten Nam-Dollar werden in Südafrikanische Rand getauscht (für meinen nächsten Urlaub ), dann heisst es nur noch warten, bis der Flieger abhebt. Der Flug nach JNB und auch der von JNB nach LHR verlief wortwörtlich wie im Fluge, nur in LHR hiess es dann warten, denn unser direkter Anschlussflug wurde gecanceled und so konnten wir erst mit 5stündiger Verspätung in DLand landen - mit diesem Flug beschäftigt sich jetzt fairplane

So schnell gehen also 18 Tage Namibia - Botswana vorbei ... es war ein rundherum gelungener Urlaub, natürlich wäre es besser und schöner gewesen, jeweils mehr Tage vor Ort zu verbringen (dringend zu empfehlen), aber manchmal lässt halt der Urlaubsgott nicht mehr zu. Erstaunlich fand ich immer die Reaktionen - sei es von anderen Reisenden, sei es von Lodge/Guesthouse/Camp-Betreiber, wenn wir erzählten, dass wir 2 Frauen allein unterwegs sind/waren ... erst Erstaunen, dann Anerkennung. Wir trafen durchweg (okay, die Nata Lodge jetzt mal aussen vor) nur auf nette, hilfsbereite Menschen, fühlten uns zu keiner Zeit unsicher oder gar gefährdet und würde es meine Gesundheit zulassen, so würde ich gerne diese Tour noch einmal wiederholen ... insbesondere die Chobe Riverfront und das Pom Pom Camp schreien förmlich danach

Und welche erfreulichen Aussichten gibt es? nein, leider keine direkte Wiederholung der Tour, aber der nächste Trip ist gefixt ... gerade heute kam die Buchungsbestätigung für eine ausgedehnte Tour durch den Kruger im Oktober nächsten Jahres ... mit diesen Aussichten lässt sich dieser Reisebericht doch leichter abschliessen ... es freut mich, wenn ich euch mit diesem Bericht etwas "entführen" konnte und wenn er euch gefallen hat ...
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
2'261 Beiträge · seit 201124. Nov. 2012 · #80
Guten Morgen Marie,

vielen Dank für diesen schönen Reisebericht. Es war ein Vergnügen dabei zu sein und diese Leopardenfotos zu Schluss, Wahnsinn. 😄 😄
Ich bin richtig neidisch 😵

LG Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich