Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012

220 Antworten · 72,2k Aufrufe · gestartet 16. Okt. 2012 von Flip
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14 Beiträge · seit 201224. Okt. 2012 · #102
Hallo Philipp,
mit Begeisterung lese ich Deinen Bericht. Wir planen für nächsten August/September auch eine Campingreise nach Namibia.
Die Vorfreude steigt enorm, wenn man einen so schönen Bericht liest und die faszinierenden Fotos sieht.

Bei Euch war es ja teilweise richtig kalt. Du schreibst Ihr hattet Skijacken dabei. Ist das nötig oder genügen auch Fleecejacken? Was für Schlafsäcke hattet Ihr?

Wie habt Ihr das mit der Stromversorgung für Euren Laptop gemacht? Ich habe mir schon viele Gedanken über das Speichern der vielen Fotos gemacht. Ein Laptop ist ideal aber groß, schwer und dann muss er ja immer aufgeladen werden.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung diese tollen Berichts.

Simone
Themenstarter234 Beiträge · seit 201124. Okt. 2012 · #103
 25. Juni, Sesriem Campsite – Sesriem Campsite

Aufstehen im Dunkeln, zusammenpacken, Breakfast Basket (Format Wäschekorb) in der Lodge abholen und wieder rein durch das eigentlich noch geschlossene Tor. Bis dahin ist der erste Schwung schon längst los. Wir haben keinen wirklichen Plan und lassen die erste Düne, an der es schon reichlich wimmelt, in der Annahme, dass es sich um die 45 handelt, links liegen. Wir sehen einen weiteren Parkplatz an einer hohen Düne auf dem noch niemand parkt und entscheiden uns für diese. Überraschenderweise handelt es sich hier um die Düne 45, die wir eigentlich meiden wollten. Was soll's, wenn alle anderen sie meiden ist es ja auch OK.


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Es weht ein eisiger Wind, die Pfützen unten an der Düne sind von einer Eisschicht bedeckt. Beim Stapfen wird einem warm und kurz vorm Gipfel schaut die Sonne über den Horizont und entschädigt für alles.


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Erst jetzt sehen wir ein weiters Auto auf dem Parkplatz halten.
Als das nette Schweizer Paar oben ankommt überlassen wir ihnen den Gipfel und treten den Abstieg an.

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Die 4x4 Strecke meistern wir wieder problemlos und suchen uns hinter dem Parkplatz zum Deadvlei eine ruhige Ecke mit Picknicktisch, um unseren Monsterkorb auszupacken. Man trägt ihn tatsächlich besser zu zweit, so groß und schwer ist er.

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Nach 10 Tagen Buschfrühstück ist das doch mal eine echte Abwechslung.
Ohne Forum wäre uns das, wie so viel anderes auch, entgangen. Danke!

Das Highlight ist der leckere Yoghurt mit Obstsalat.
Ab und zu kommt ein Auto vorbei und wir ernten ein paar erstaunte Blicke.

Später starten die Kinder und ich zu einem Spaziergang in's Deal Vlei während Gesche sich mit einem Buch in die Sonne setzt. Langsam wird es richtig warm und wir beobachten etwas neidisch die Leute, die sich frühzeitig aufgemacht haben um die richtig hohe Big Daddy Düne südöstlich des Dead Vleis zu erklimmen. Sie sind nur noch als winzige Punkte am Gipfel zu erkennen.

Es gibt viel zu sehen und zu fotografieren und während wir das jetzt menschenleere Vlei durchqueren, lässt uns der Gedanke nicht mehr los, dass man einmal auf dieser Riesendüne gestanden haben muss um den sicherlich herrlichen Ausblick zu genießen. 

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Für den Aufstieg über den Hauptkamm sind wir schon zu weit im Vlei und so beschließen wir, von hinten über einen kleinen Seitenkamm den Hauptkamm zu erreichen. Wir unterrichten Gesche über Funk von unserem Vorhaben und nehmen die erste Steigung in Angriff.

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Als wir den Seitenkamm bewältigt haben merken wir wie hoch die verdammte Düne wirklich ist. Da wir nur einen kurzen Gang machen wollten haben wir nur eine große Flasche Wasser dabei und mir kommen die ersten Zweifel ob das zu schaffen ist. Wir verabreden Wasser zu sparen und umzudrehen bevor das Wasser ganz leer ist. Vom Seitenkamm aus müssen wir uns ein ganzes Stück direkt über die Flanke der Düne hinauf kämpfen. Das kostet unbeschreiblich viel Energie, da man 2/3 des gemachten Schrittes im losen Sand wieder verliert. Jetzt stelle ich fest, dass die Kinder wirklich "alt" geworden sind, um es mal so auszudrücken. 

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Das erste mal überhaupt, dass sie mir alle beide davon ziehen und sogar auf ihre Wasserration verzichten. Wir machen uns Turbane aus unseren Pullovern, um uns vor den mittlerweile richtig heissen Sonnenstrahlen zu schützen. Die Mützen sind natürlich ausgerechnet heute im Wagen geblieben. Irgendwann ist das Wasser fast zu Ende, ich ebenfalls und der Weg nach ganz oben sieht noch endlos weit aus. Etwas enttäuscht beschließen wir, dass das jetzt der Gipfel ist und genießen die schöne Aussicht.

Toni geht noch 20 Meter weiter und ruft herunter, dass es doch ganz nah zum Gipfel sei. Euphorisiert laufen wir los und stehen tatsächlich nach einigen Minuten auf dem Gipfel. Durch den fehlenden Größenvergleich im unendlichen Rot und Blau unterlagen wir einer Art optischer Täuschung. Der Rundblick von ganz oben ist unvergleichlich und die Strapazen schnell vergessen. 

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Weit unter uns querte ein einsamere Oryx das ausgetrocknete Vlei.

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Die Mittagszeit vertrödeln wir an unserem schattigen Plätzchen. Ich streife mit der Kamera umher und hoffe endlich mein erstes Chamäleon entdecken zu können, aber mit den Reptilien sieht's bisher leider ziemlich mau aus.


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Naramelone

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Wedge-snouted Desert Lizard (Meroles cuneirostris) 

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Am frühen Nachmittag laufen wir dann noch mal alle zusammen in's Dead Vlei. Unterwegs ruft Gesche: " Ein Frosch!" und zeigte auf den trockenen Sand. Es ist nichts zu sehen aber sie besteht darauf, dass es ein Frosch war, der im Sand verschwunden ist. Also grabe ich ein wenig und befördere tatsächlich zwar keinen Frosch aber eine Echse ans Tageslicht.

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Shovel-Snouted Lizard (Meroles anchietae)

Wie ein Fisch im Wasser verschwindet sie sofort wieder unter der Oberfläche nachdem sie von meiner Hand gesprungen ist.


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Da wir heute gern noch mal eine Stunde mit Tageslicht auf unserer Campsite verbringen wollen verzichten wir auf den erneuten Sonnenuntergang auf einer Düne und brechen schon gegen 16.00 Uhr auf. 

Die Strecke noch im letzten Sonnenlicht zu fahren hatte auch seinen Reiz.

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Als wir nach dem Essen noch am Feuer sitzen kommen zwei Damen vom NWR vorbei und erkundigen sich nach unserem Befinden und ob alles OK sei. Wir unterhalten uns sehr nett mit ihnen und erfahren viel Interessantes über ihre Lebenssituation und das Leben und Arbeiten in Namibia. 

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Da die letzte Nacht ziemlich kurz war, der Tag anstrengend und es auch schon wieder recht kühl wird, finden wir uns schon bald in unseren Schlafsäcken wieder. 
Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/258319-kinder-katzen-ktp-namibia-junijuli-2012.html
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2012
Themenstarter234 Beiträge · seit 201124. Okt. 2012 · #104
maria68 schrieb:Hallo Philipp,
mit Begeisterung lese ich Deinen Bericht. Wir planen für nächsten August/September auch eine Campingreise nach Namibia.
Die Vorfreude steigt enorm, wenn man einen so schönen Bericht liest und die faszinierenden Fotos sieht.

Bei Euch war es ja teilweise richtig kalt. Du schreibst Ihr hattet Skijacken dabei. Ist das nötig oder genügen auch Fleecejacken? Was für Schlafsäcke hattet Ihr?

Wie habt Ihr das mit der Stromversorgung für Euren Laptop gemacht? Ich habe mir schon viele Gedanken über das Speichern der vielen Fotos gemacht. Ein Laptop ist ideal aber groß, schwer und dann muss er ja immer aufgeladen werden.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung diese tollen Berichts.

Simone
Hallo Simone,
ich danke Dir für die netten Worte.

Zu Deinen Fragen:
Ja! Die Jacken waren nötig. Am Anfang und am Ende der Reise war es in den Abendstunden und vor Sonnenaufgang wirklich Saukalt. Wir hatten dicke Skiunterwäsche, Mützen, dünne Handschuhe, dicke Socken und Schals dabei und haben das auch alles mal angehabt. Aber eben immer nur kurz, so dass es kein wirkliches Problem darstellte. Das Kälteempfinden ist aber auch sehr unterschiedlich. An den kalten Abenden ist Gesche immer schon um 20.00 Uhr ins Bett gegangen, weil es für Sie dann draußen nicht mehr entspannt war. Die Kinder und ich haben dann immer noch länger am Feuer gesessen. Die mittleren 2 Wochen waren teilweise auch abends richtig sommerlich.

Wir hatte eigene Schlafsäcke (Komforttemp. +3°) dabei. Extrabreite und lange Deckenschlafsäcke von Nordisc. Ein Traum! Als Mumien können wir nämlich nicht schlafen!
http://www.bergsport-welt.de/product_info.php?products_id=2254&ref=105

Vom Vermieter hatten wir deshalb statt der leichten Schlafsäcke richtige Bettdecken bekommen. Zusätzlich hatten wir noch im PEP Store diese einfachen "Pferdedecken gekauft. Geschlafen haben wir dann auf den Bettdecken und Gesche hat beide PEP Decken benutzt, während mir eigentlich immer der Schlafsack gereicht hat. Allerdings inkl. Skiunterwäsche in den kalten Nächten. Oft war es aber auch so warm, dass ich den Schlafsack gar nicht zu gemacht habe.

Ihr seid ja 2 Monate später dran aber da schreiben hier einige auch noch von Nachtfrost.


Laptop war schon gut dabei zu haben. Zum Speichern und Kontrollieren der Fotos, aber auch für all die Infos in Form von PDFs und Mails, die sich so angesammelt hatten. Den Internetstick mit der MTC Karte hab ich dagegen nie benutzt.

Ich habe schon seit längerem so einen 12V Spannungswandler zum Laden/Betreiben von 220 V Geräten im Auto.

Google-Ergebnis für http://picture.yatego.com/images/463b29ff88e041.4/43-846-00401_konverter_150W_hi150_b3-kqh/spannungswandler-konverter-12v-230v-150w-300w.jpg

Sollten noch fragen auftauchen, dann immer her damit.

LG
Philipp
Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/258319-kinder-katzen-ktp-namibia-junijuli-2012.html
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2012
4'528 Beiträge · seit 200725. Okt. 2012 · #105
Hallo Philipp,

jetzt muß ich Dir doch einmal etwas sagen: Ich kenne Dich und Deine Familie ja nun gar nicht persönlich. Aber ich habe selten so eine große Ansammlung von Erzählungen und wunderschönen Bildern gesehen, auf denen eine Familie so sympathisch, normal und relaxt rüberkommt, wie in Deinem Bericht.

Ich finde das in unsere hektischen und auf Superlativen ausgelegten Welt wirklich aussergewöhnlich ! Gaaaanz großes Kompliment 😎 Ich sauge den Bericht regelrecht in mich herein !

Viele Grüße
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2012
3'080 Beiträge · seit 200925. Okt. 2012 · #106
Da schliesse ich mich gerne an, casimodo hat es passend ausgedrückt, ich finde es erstaunlich und sehr positiv das eure Kinder mit dem Land so viel anfangen konnten, das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich, irgendwo stand in den letzten Tagen das die Kinder eben nicht nach fünf Minuten den Gameboy oder wie immer das heissen mag interessanter fanden als die Tiere.

Danke auch von meiner Seite für den tollen Bericht, vielleicht treffen wir uns in Kronau, ich würde mich freuen.

lg sasowewi
8'672 Beiträge · seit 201025. Okt. 2012 · #107
SASOWEWI schrieb: irgendwo stand in den letzten Tagen das die Kinder eben nicht nach fünf Minuten den Gameboy oder wie immer das heissen mag interessanter fanden als die Tiere.

Das war von mir - bzw. stand im übertragenen Sinne auch so in dem Post von Pauline, der älteren Tochter - und ich freue mich auch jedes Mal aufs Neue, wenn ich diesen Bericht lesen und die Fotos dazu anschauen darf 🙂 !

In diesem Sinne, Philipp - schreib ruhig schnell weiter 😗 😉 !

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2012
Themenstarter234 Beiträge · seit 201125. Okt. 2012 · #108
@Casimodo
Du machst mich jetzt etwas verlegen. So ein Kompliment bekommt man wirklich nicht alle Tage.
Ich freue mich sehr darüber und werde es weiter reichen. Danke!


@Sasowewi
Mit unseren Mädels haben wir wirklich Glück gehabt.
Gameboys spielen tatsächlich keine Rolle. Uns ist mal einer zugelaufen, aber der liegt nur in der Ecke rum. Mamas iphone wird aber schon ab und zu okkupiert.
Ansonsten Bücher, Bücher Bücher. Neuerdings auch E-Books, die in Namibia ein Segen waren, da wir sonst außer Zahnbürsten nichts mehr in die Koffer bekommen hätten.


@Bele
Dein Wunsch ist mir Befehl.
Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/258319-kinder-katzen-ktp-namibia-junijuli-2012.html
Themenstarter234 Beiträge · seit 201125. Okt. 2012 · #109
26. Juni, Sesriem Campsite – Mirabib Campsite, 235 Km – 13°C, 9.30 AM

Heute krabbeln wir erst nach Sonnenaufgang aus unseren Zelten und Frühstücken ausgiebig. Wieder kommen die beiden Damen vom NWR vorbei und wir trinken zusammen noch einen Kaffee. 

Wir besorgen noch das Permit für die kommenden Tage im Naukluftpark, tanken gegenüber und zahlen den Diesel mit Kreditkarte an der NWR Rezeption bzw. an der Bar daneben.

Dann geht's los bis zum obligatorischen Halt in Solitaire an der Kreuzung der C14 mit der C24, Apfelkuchen essen und reichlich leckeres Gebäck für die weitere Fahrt bunkern. 

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Weiter geht's die C14 über den Kuiseb Pass mit seiner wilden, kargen Landschaft.


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Die sollte leider das einzige Chamäleon bleiben, dass ich zu Gesicht bekam 🙁

Hinter dem Pass machen wir einen Abstecher zum Henno Martin Shelter, dem Zufluchtsort der beiden deutschen Geologen und einem der Schauplätze des Buches "Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste".

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Man kann direkt bis zu einem Aussichtspunkt fahren und von oben einen Blick auf den Unterschlupf der beiden werfen, oder aber man fährt ein Stückchen weiter, parkt das Auto und macht einen kleinen Spaziergang zu dem Felsüberhang, der Henno Martin und Hermann Korn als Versteck diente.


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Danach geht es noch ein Stück auf der C14, bis man links auf die Permitpflichtige D2186 abbiegt. Man fährt durch eine Meer aus gelben Gras in dem immer wieder Granitberge wie Inseln im Meer auftauchen. Eine dieser Inselberge ist auch unser heutiges Ziel: Mirabib.

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Es gibt 5 oder 6 Campsites, die jede für sich um den Berg herum liegen. Zu Nr. 1 und 2 führt eine kurze Sackgasse links um den Berg herum, die anderen sind über die Sackgasse rechts um den Berg zu erreichen. Um später evtl. nicht mehr zurück fahren zu müssen, lohnt es sich zuerst den kurzen Abstecher nach links zu machen um die dazugehörige Campsite in Augenschein zu nehmen und dann erst rechts um den Berg herum zu fahren. 

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Je nachdem ob man Abend- oder Morgensonne bevorzugt haben alle Plätze Ihre Vorzüge. Als wir ankommen ist nur ein Platz belegt und so haben wir fast freie Auswahl. Da es immer noch 33°C hat beschließen wir den schon schattigen Platz Nr.4 zu nehmen und uns dafür morgen von der Sonne wecken zu lassen.

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Der Platz hat eine gute Feuerstelle und einen geschützten Sitzplatz mit Tisch und Sitzgelegenheiten aus Beton. Das Plumsklo ist sehr sauber und geruchsneutral.

Bis zum Sundowner ist noch viel Zeit und so starte ich mit den Mädels noch zu einer Kletterpartie auf den Felsen während Gesche das ideale Geläuf für Ihre sportlichen Aktivitäten nutzt. 

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Wir treffen uns zum Sundowner auf einem kleinen vorgelagerten Felsen. Alle sind total fasziniert von diesem magischen Ort und wollen einfach nur hier bleiben und die Seele baumeln lassen. Einstimmig beschließen wir also, die Übernachtung in Homeb zugunsten eines Ruhetag hier in Mirabib zu streichen.

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Die Temperaturen haben sich von Tag zu Tag gesteigert und mittlerweile ist es richtig hochsommerlich und auch morgens und abends bleibt die Tasche mit den Winterklamotten zu.

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So genießen wir mal wieder einen wundervollen Abend unter dem südlichen Sternenhimmel.
Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/258319-kinder-katzen-ktp-namibia-junijuli-2012.html
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2012
3'383 Beiträge · seit 200925. Okt. 2012 · #110
Hallo Philipp,

bin erst heute dazugekommen, ein wenig in Deinem RB zu lesen.
Du hast herrliche Fotos, da bin ich richtig NEIDISCH!!!

Ganz große Klasse, vielen Dank, und der Bericht selbst ist genauso ganz toll.

LG
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter234 Beiträge · seit 201125. Okt. 2012 · #111
 27. Juni, Mirabib – Mirabib, 0 Km


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Mit der einfachen Faustregel, dass die Sonne im Westen untergeht und im Osten wieder auf kann man sich hier im Winter ganz schön verhauen. Manchmal hat man fast das Gefühl, dass sie ungefähr da wieder aufgeht, wo sie untergegangen ist. Auf jeden Fall klappt es mit dem Sonnenwecker dann doch nicht ganz und wir müssen den Frühstückstisch in die Sonne tragen. 

Wir nutzen die Gelegenheit zum "Lüften" der Decken und Schlafsäcke.

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Seit gestern streikt unser Kühlschrank und ich gehe der Sache auf den Grund. Nachdem ich das Kabel freigelegt habe scheint die Ursache eigentlich klar: Das Kabel ist total porös und die Seele der Kabel liegt an mehreren Stellen offen nebeneinander. Einen damit in die Wildnis zu schicken ist eigentlich nicht nett, zumal Ersatz ja wirklich weder teuer noch schwierig ist. Alles neu isolieren schafft aber keine Abhilfe und so tausche ich zur Sicherheit auch noch die Sicherung des Kühlschranks und der 2. Batterie. Ebenfalls ohne Erfolg. Dank des Sendemastes auf einem weit entfernten Hügels haben wir guten Empfang und ich kann bei Asco anrufen, wo mir ein freundlicher deutschsprachiger Mitarbeiter eine Werkstatt in Swakopmund nennt, an die ich mich wenden soll. 

Ansonsten macht heute jeder, wozu er gerade Lust hat.

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Ich kraxle über die Felsen und fotografiere die Kleintierwelt. Schlangen und Echsen machen sich leider weiterhin rar. 

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Fink????

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Bradfield's Namib day gecko (Rhoptropus bradfieldi)


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Bradfield's Namib day gecko (Rhoptropus bradfieldi)


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Bradfield's Namib day gecko (Rhoptropus bradfieldi)


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Plain Sand Lizard (Pedioplanis inornata)


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Falke????

Der Landrover von Platz 3 ist mittlerweile verschwunden und so sind wir mutterseelenallein in der Weite der Wüste. Ein tolles Gefühl, dass fast ein wenig süchtig macht. Wir sind nach wie vor auf eigenartige Weise berührt von diesem Ort, der auf den ersten Blick gar nichts spannendes zu bieten hat.

Nach dem Essen fällt mir das erste mal die UV-Taschenlampe ein, die ich auf einen Hinweis im Forum hin noch besorgt hatte und mit der man angeblich Skorpis in der Dunkelheit sichtbar machen kann. Da es bisher aber praktisch keine Insekten und Spinnen gab hatte ich sie noch  nicht ausprobiert und verspreche mir auch jetzt nicht viel davon.

Ich schalte das Ding also ein und richte den schwachen Strahl da auf den Boden, wo ich gerade stehe. Ein weisser Fleck leuchtet im Gras und bei näherem hinschauen entpuppt er sich tatsächlich als Skorpion. Das gibt's doch nicht! Mit einer normalen Taschenlampe ist das kleine braune Spinnentier praktisch unsichtbar und nicht vom Boden zu unterscheiden.  

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Die Annahme, dass es hier ja vor Skorpionen nur so wimmeln muss bestätigt sich aber nicht. Im Gegenteil es bleibt der Einzige weit und breit.
Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/258319-kinder-katzen-ktp-namibia-junijuli-2012.html
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2012
2'397 Beiträge · seit 201126. Okt. 2012 · #112
Hallo Philipp,

mit den Vögeln hast Du mich ganz schön frustriert! 😠 😉
Den Falken habe ich immerhin noch als männlichen Rock Kestrel (auch nicht ganz sicher) identifizieren können, aber der Fink??? und der gelbe Vogel im Beitrag davor? Der gelbe mit den roten Augen und dem hellen Schnabel könnte am ehesten ein weiblicher Yellow Weaver sein, leider soll der nur in der Nähe des Indischen Ozeans vorkommen. 😕
Und mit Deinem Fink??? geht es mir ähnlich. 😈

Frustrierte Grüße,

Karsten

PS: Auch die letzten beiden Folgen Deines Berichts sowie die Fotos - ganz toll, aber das versteht sich ja bei Dir von selbst!
Edit: Bei dem Fink??? könnte es sich vllt. um einen weiblichen Yellow Canary handeln oder um einen Whitethroated Canary handeln.
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2012
Themenstarter234 Beiträge · seit 201127. Okt. 2012 · #113
Karsten,
Du enttäuscht mich! Vieleicht solltest Du mal den Publikumsjoker zur Hilfe nehmen.
Sieht doch aus wie so'n Allerweltspiepmatz.

Aber der Rock Kestrel kommt schon mal ganz gut hin und auch der Whitethroated Canary.
Danke erstmal
LG
Philipp
Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/258319-kinder-katzen-ktp-namibia-junijuli-2012.html
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2012
84 Beiträge · seit 201127. Okt. 2012 · #114
Hallo Philipp,
endlich komme ich auch dazu mich zu äussern. Vielen Dank für den tollen Reisebericht und die schönen Fotos. So macht das Arbeiten nachts Spass, ich freue mich immer auf die Fortsetzungen 🙂
Erinnerungen an unsere Reise im April/Mai 2012 werden wach, wir haben im KTP allerdings nicht dasselbe Katzenglück gehabt wie ihr. Aber dieses Glückslos scheints auch nur einmal pro Jahr zu geben 😄
Schreib schnell weiter und liebe Grüsse
Nicole
2'397 Beiträge · seit 201127. Okt. 2012 · #115
Hallo Philipp,

tut mir leid, Dich enttäuscht zu haben! 😊 (Ich mich auch! 😕 )
Der Publikumsjoker hat sich leider noch nicht gemeldet. Halloooo????

LG,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
Themenstarter234 Beiträge · seit 201127. Okt. 2012 · #116
Hallo Nicole,
schön, dass Du auch dabei bist. Hoffentlich musstest Du nicht mehr all zu lange arbeiten und hattest wie ich zumindest ein Fläschchen Rotwein zur Unterstützung.😊

@ Karsten
Hier gibt's doch sooo viele Vogelspezies. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf!

LG Philipp


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???

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Larklike Bunting/ Lerchenammer ????
Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/258319-kinder-katzen-ktp-namibia-junijuli-2012.html
zuletzt bearbeitet 30. Okt. 2012
Themenstarter234 Beiträge · seit 201127. Okt. 2012 · #118
28. Juni, Mirabib Campsite – Swakopmund, Cornerstone Guesthouse, 180 Km – 12°C, 9.00 AM

Der Morgen beginnt wieder sehr mild und trotz Schatten frühstücken wir um 7.00 Uhr bei 20°C in kurzen Hosen.
Kein Wunder, dass einem im Vorfeld keiner eine klare Ansage über die Temperaturen im Juni machen konnte. Es ist tatsächlich alles möglich und das sogar innerhalb eines Tages, wie wir heute noch erfahren werden.

Schweren Herzens nehmen wir Abschied von diesem unglaublich besonderen Ort und setzten ihn ganz oben auf die Liste der bisherigen Highlights. Das hätte ich bei der Planung überhaupt nicht so erwartet.

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Vimeo Panorama Mirabib

Vorbuchen kann man die Campsites im Naukluftpark übrigens nicht. Man besorgt sich im NWR Büro in Swakop, Sesriem, oder Windhoek ein Permit für die entsprechenden Tage und kann sich dann einfach einen freien Platz in Mirabib, Vogelfederberg, Kriess-se-Rus, Homeb, Ganab, Gobabeb, Grot Tinkas oder um die Blutkuppe herum suchen. Alle Camps haben kein Wasser und nur Plumpsklos.

Wir Fahren die D 000 weiter Richtung Kuiseb Revier, sparen uns aber den eigentlich vorgesehenen Abstecher nach Homeb, wo wir ursprünglich die zweite Nacht verbringen wollten. Bevor wir die Wüstenforschungsstation Gobabeb  passieren,

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bevölkern zahllose Esel die Gegend. Sie gehören wohl zu den ärmlichen Hütten, die ab jetzt verstreut am Flusstal entlang zu sehen sind.


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Südlich der Pad sieht man hinter einem Streifen Grün die roten Sanddünen der Namib, während die Vegetation nördlich der Pad aufhört zu existieren. 

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Absolut nichts soweit das Auge reicht. 

Stimmt nicht ganz denn am Horizont läuft ein kleines dunkles Tier dahin. Wir holen die Ferngläser, da es nicht nach einem Schakal aussieht und staunen nicht schlecht.

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Das Tier entpuppt sich als süßes kleines Hundebaby! Wir überlegen gerade, was zu tun ist als wir Rufe aus der anderen Richtung hören und wir einen Mann quer durch die Wüste laufen sehen. Es gelingt ihm den Welpen einzuholen und er kommt mit ihm auf dem Arm zu uns ans Auto. 

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Er erzählt uns, dass er hier ganz allein an einer Pumpstation lebt und den Hund erst kürzlich in Swakopmund für 200 NAD gekauft hat. Er hat ihm den Namen Yana gegeben, eine Abkürzung von " You are not alone" !

Er erzählt uns, dass alle Kinder im nächsten Ort zur Schule gehen würden und es dort auch eine Klinik gäbe.


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Die Klinik


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Je näher wir der Küste kommen, destso deutlicher wird die Wolkenbank sichtbar, die über dem kalten Ozean entsteht.

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In Walvis Bay biegen wir auf die Küstenstraße nach Swakopmund ab und halten auf einem Parkplatz um die Tasche mit den Winterklamotten auszupacken. Vor einer halben Stunde hatten wir noch 33°C, während es hier an der Küste gerade mal 13°C sind!

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Dank T4A ist das Cornerstone Guesthouse schnell gefunden. Es ist genau die richtige Mischung aus familiärer Atmosphäre und ein bisschen Luxus im Ostküstenstil. Die Begrüßung ist sehr herzlich und wir beziehen eines der 5 oder 6 Appartements, die ebenerdig um einen kleinen sehr gepflegten Garten herum angelegt sind. Alle besitzen einen eigenen Eingang und eine kleine Loggia. 

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Wir haben ein Familienappartement in das zwei Extrabetten für die Kinder gestellt wurden. Für das Auto gibt es einen abgeschlossenen Parkplatz. 

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Nach einer kurzen Siesta und einer ausgiebigen Dusche fahren wir zur Werkstatt am Stadtrand. Nach kurzer Zeit steht die Diagnose fest: Die 2. Batterie "is history".

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Deshalb funktionierte auch der an ihr angeschlossene Kompressor nicht. Nach Absprache mit Asco soll bis morgen eine neue besorgt werden. Die Kosten werden direkt mit Asco verrechnet. 

Unsere Unterkunft ist so nah am Zentrum, dass wir das Auto wieder dort parken und zu Fuß in die Innenstadt gehen.

Wir machen einige Besorgungen und checken schon mal eine Möglichkeit, das Halbfinale gegen Italien zu schauen. Wir werden im Kückis fündig, wo man uns zwar keinen Tisch mehr anbieten kann, aber ein Plätzchen an der Bar sollte noch frei sein. Das ist OK, denn zum Essen wollten wir sowieso in's Tug. 

Abends laufen wir zu Fuß zum Strand und genießen die frische Meeresluft und die Brandung, die unter der Jetty hindurch rollt.

Als wir im Tug ankommen sind alle Plätze besetzt. Nur der beste Platz direkt am Fenster ist noch frei und wartet auf uns. Dank Forum hatten wir rechtzeitig Tisch 3 reserviert und trotz Dunkelheit sieht man die weissen Schaumkronen bis fast unter den Tisch heran rollen.

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Nach dem vielen Fleisch genießen wir die Austern und den anschließenden Fisch bei einer guten Flasche Wein. Ehrlich gesagt bleibt es nicht bei der einen Flasche, was ich am nächsten Tag etwas bereuen sollte. Beim Bezahlen begehe ich den Anfängerfehler und händige der netten Kellnerin meine Kreditkarte aus, ohne mit Ihr zur Kasse zu gehen. 

Als wir später im Kückis ankommen, führt Italien schon mit 1:0 – der Rest ist ja bekannt.
Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/258319-kinder-katzen-ktp-namibia-junijuli-2012.html
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2012
Themenstarter234 Beiträge · seit 201127. Okt. 2012 · #119
29. Juni, Swakopmund – Swakopmund, Cornerstone Guesthouse, 0 Km – 13°C, 9.45 AM

Schon in der Nacht geht' mir nicht gut und als um 6.30 Uhr der Wecker klingelt quäle ich mich aus dem Bett. Da es dem Rest der Familie gut geht, nehme ich mal an, dass es nicht am gestrigen Essen liegt. Da wir um 8.00 Uhr von Chris zu seiner "Living Desert Tour" abgeholt werden sollen, versuche ich meinen Magen vorerst zu ignorieren und bleibe beim wirklich guten Frühstück lieber bei Tee.

Als um 8.15 Uhr immer noch niemand da ist, beschleicht mich so ein komisches Gefühl aber ich beruhige mich mit "that's Africa" und so.

Um 8.20 Uhr bitte ich die nette deutschsprachige Dame an der Rezeption, ob sie mal nachfragen könnte. Sie kommt mit trauriger Mine zurück und sagt es läge für heute gar keine Buchung vor und Chris sei leider schon ausgebucht. 

Da ist er nun, der erste Patzer in meiner bisher reibungslos verlaufenden Planung. Ich schaue natürlich gleich meine Unterlagen durch und muss tatsächlich feststellen, dass ich mich um genau einen Monat verhauen hab: 29.07. statt 29.06.! Wie blöööd! Und alle Alternativen sind ebenfalls ausgebucht! Chamäleon Ade! Auf Bootstour haben wir bei 12°C und Nebel und meinem Zustand keine Lust und so beschließen wir, in's hoch gelobte Museum zu gehen. 


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Auf dem Weg dorthin begegnen uns diese 3 Himba Grazien, die mit den Wellen spielen wie eben noch unsere beiden Mädels. Gemeinsam zu spielen trauen sie sich dann aber doch nicht so recht.


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Das Museum ist wirklich sehr interessant und so hat das ganze auch etwas Gutes. 

Ich bin froh über eine ausgedehnte Siesta im Guesthouse. Am Nachmittag kommt die Sonne endlich raus und die doch etwas trübe Stimmung hellt sich wieder auf. Wir fahren wieder zur Werkstatt und während Toni und ich auf das Auto warten, gehen Gesche und Pauline in den gegenüber liegenden Megasave Supermarkt, der scheinbar ausschließlich von Farbigen besucht wird. Das Preisniveau ist hier deutlich niedriger und Grundnahrungsmittel wie zum Beispiel Reis werden in großen Säcken gekauft.


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Nach einer Stunde ist alles erledigt. Mit funktionierendem Kühlschrank fahren wir noch zum großen Spar, der gegenüber des Namaqua Meat Market liegt, wo wir uns mit Oryx, Kudu, Springbock und verschiedenen Boerwürsten für die nächsten Wildnistage eindecken. Alles wird auf Wunsch separat eingeschweißt. Sehr zu empfehlen!

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Das Auto deponieren wir wieder im Guesthouse und bummeln noch etwas durch Swakopmund bevor wir zum Sundowner auf die Jetty gehen. 

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Wir bekommen noch einen Platz auf der Terrasse und da wir für heute Abend noch nichts geplant haben beschließen wir zum Abendessen einfach hier zu bleiben. Nachdem die Sonne hinter'm Horizont verschwunden ist wird's schnell kalt und wir fragen die junge Bedienung nach einem Tisch zum Essen. Sie schaut etwas erstaunt und gibt uns zu verstehen, dass nichts frei wäre. Da das Restaurant noch fast leer ist können wir das gar nicht glauben und fragen noch einmal nach. Plötzlich scheint es doch möglich zu sein und wir bekommen einen schönen Tisch am Fenster. 

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Hier sitzt man wirklich direkt über den Wellen und der Ausblick ist sogar noch schöner als vom Tug. Das Restaurant ist etwas stylischer, es gibt eine Sushi Bar mit Laufband und auf der Karte finden sich viele asiatisch angehauchte Kleinigkeiten. Für uns ist es heute genau das Richtige!
Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/258319-kinder-katzen-ktp-namibia-junijuli-2012.html
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2012
2'397 Beiträge · seit 201127. Okt. 2012 · #120
Hallo Philipp,

man soll ja nicht in offenen Wunden bohren, aber ich hab' nun mal 'ne sadistische Ader 😈 : Ihr habt wirklich was verpasst mit (ohne 😉 ) Chris und seine Living Desert Tour. Gerade für Dich als "Echsenmann" wäre es besonders interessant gewesen!
Nun nehm' ich meine Finger aber auch schon wieder 'raus 😛 !

Auf der Jetty haben wir auch gegessen, war aber - nicht nur im Vergleich zum Tug, sondern auch zu Erich und 22nd South (im Leuchtturm) das schwächste, aber nicht das billigste 😐 !

LG,

Karsten
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