29.07.12 Crêpes essen
Schaff ich's wohl, mich heute auf den Beinen zu halten? Schlafen war letzte Nacht eher Nebensache. Das Essen lag mir schwer im Magen, ...da war doch diese Ente, die ich (mehr widerwillig) zu Abend gegessen hatte, oder lag es doch eher am Nachtisch, irgend so einem Früchtekuchen. Und so kam's halt, wie es in solchen Situationen kommen muss:.. eben nicht wirklich ordnungsgemäss durch den "Hinterausgang".... und später ... da kam's dann ordnungsgemäss, aber unkoordiniert und nicht terminierbar.
Nun sitzen wir gemeinsam am Frühstückstisch und ich bring nicht mal mein "Lebenselixier", den Kaffee runter. Ich fühl mich schwach und elend. Zum Glück braucht mich heute niemand zu motivieren, unser einziges Vorhaben an diesem Tag: "Crêpes essen", auf einer schöngelegenen Restaurantterrasse mit Meerblick. Ansonsten halt ich mich im Umkreis unseres Häuschens auf und in diesem Zirkel befindet sich nebst der Toilette grad mal der Liegestuhl und ein schatten-spendender Sonnenschirm.
Nur wenige Meter von meinem Liegestuhl entfernt sitzt eine kleine Gruppe madagassischer Mädchen und junger Frauen im Sand. Im Schatten einer stillliegenden Piroge ziehen sie Pflanzensämchen an Fäden auf und stellen so verschiedenartige, bunt durchmischte Halsketten her. So entsteht eine stattliche Menge "Naturpur-Schmuck", der in einem weiteren Schritt den wenigen Touristen am Strand verkauft werden will. Nähert sich also eine "weisse Vasaha" der Kettenproduktion, so wird diese auch gleich von den Damen überrannt, mit Kernenhalsschmuck umgarnt, eingedeckt und gut verschnürt. Amüsant, das Geschehen zu beobachten.... tja,... bis dann eben wieder das "stille Örtchen" ruft.
links im Bild: Frauen vor Piroge am Ketten aufziehen
Auch ein Junge versucht sein Glück am Strand zu finden. Er hält den Leuten kleine, kandierte Erdnuss-Caramel Plätzchen feil, die er in einem Plateau auf seinem Kopf dem Meer entlang trägt. Wie schön für ihn, mit JO und uns hat er eine treue Kundschaft gewonnen. Wir kaufen unserem "Snickers-Boy" jeweils gerne seinen Restposten ab, und trotz Bauchschmerzen kann ich es auch heute nicht lassen, von dem süssen Gebäck zu kosten.
Am Nachmittag begebe ich mich doch noch von meinem "Thron" herunter und wage die paar Schritte zu jenem Restaurant, wo wir am Vortag fünf Honigcrêpes reserviert hatten, zu spazieren. Das Ambiente auf der Terrasse ist gediegen, die Crêpes "madagassisch", - besonders speziell: die vielen vielen kleinen Mücken und Termiten im Honig....
Ein Preis entwickelt sich bekanntlich nach dem Angebot und der Nachfrage, in diesem Fall vielleicht auch noch nach der überzähligen Konkurrenz. So ungefähr muss sich das abgespielt haben, als PE mit "ein paar" Halsketten in den Bungalow heimkehrt. Die Verkäuferinnen überschlugen sich förmlich mit unterbieten und PE tat wohl auch noch das Ihrige dazu. Sie lobte ihnen die schön bemalten Gesichter und rühmte die bunten Waren, bevor die gegenseitigen Verhandlungen begannen. Jedenfalls ist sie nun stolze Besitzerin von mindestens 50 Kernen- und Sämchenketten, die sie als Geschenke mit in die Schweiz nehmen wird.
Die Freude über die neu erstandenen Ketten währt leider nur kurz, denn mittlerweilen hat auch DI ihre gesundheitlichen Probleme: Bereits am Nachmittag klagte sie über plötzlich auftretende Kopfschmerzen und nun liegt sie mit hohen 39.5 Grad Fieber im Bett. Für ein Kind eigentlich nichts Aussergewöhnliches, wären wir nicht in Madagaskar, am Sandstrand von Ifaty, rund 30 Kilometer Schotterpiste vom nächsten ärztlichen Stützpunkt entfernt. Hat sie zu viel Sonne getankt?... etwas Verdorbenes gegessen?.... Die Spekulationen der französischen Hotelgäste gehen hoch:.. vielleicht doch Malaria...? Nein, das kann nicht sein...das darf doch nicht sein! Der Besitzer des kleinen Hotels möchte DI nun doch ins Spital bringen lassen, doch wir wiegeln ab. Die Wahrscheinlichkeit, im Winterhalbjahr durch Malaria infiziert worden zu sein ist sehr gering und drum möchten wir erst mal den nächsten Morgen abwarten. DI würde diese Reisestrapazen nur schlecht überstehen.
Mit Medikamenten, einer pürierten Gemüsesuppe und gutem Zuspruch besuchen der "Professor" und die freundliche "Gouvernante" unsere kleine Tochter. Wir verabreichen DI eine kleine Dosis von einer fiebersenkenden Tablette, kühlen ihre Stirn mit kaltem Wasser und lassen sie schlafen. Der Morgen wird es mit sich bringen…
Schaff ich's wohl, mich heute auf den Beinen zu halten? Schlafen war letzte Nacht eher Nebensache. Das Essen lag mir schwer im Magen, ...da war doch diese Ente, die ich (mehr widerwillig) zu Abend gegessen hatte, oder lag es doch eher am Nachtisch, irgend so einem Früchtekuchen. Und so kam's halt, wie es in solchen Situationen kommen muss:.. eben nicht wirklich ordnungsgemäss durch den "Hinterausgang".... und später ... da kam's dann ordnungsgemäss, aber unkoordiniert und nicht terminierbar.
Nun sitzen wir gemeinsam am Frühstückstisch und ich bring nicht mal mein "Lebenselixier", den Kaffee runter. Ich fühl mich schwach und elend. Zum Glück braucht mich heute niemand zu motivieren, unser einziges Vorhaben an diesem Tag: "Crêpes essen", auf einer schöngelegenen Restaurantterrasse mit Meerblick. Ansonsten halt ich mich im Umkreis unseres Häuschens auf und in diesem Zirkel befindet sich nebst der Toilette grad mal der Liegestuhl und ein schatten-spendender Sonnenschirm.
Auch ein Junge versucht sein Glück am Strand zu finden. Er hält den Leuten kleine, kandierte Erdnuss-Caramel Plätzchen feil, die er in einem Plateau auf seinem Kopf dem Meer entlang trägt. Wie schön für ihn, mit JO und uns hat er eine treue Kundschaft gewonnen. Wir kaufen unserem "Snickers-Boy" jeweils gerne seinen Restposten ab, und trotz Bauchschmerzen kann ich es auch heute nicht lassen, von dem süssen Gebäck zu kosten.

Mit Medikamenten, einer pürierten Gemüsesuppe und gutem Zuspruch besuchen der "Professor" und die freundliche "Gouvernante" unsere kleine Tochter. Wir verabreichen DI eine kleine Dosis von einer fiebersenkenden Tablette, kühlen ihre Stirn mit kaltem Wasser und lassen sie schlafen. Der Morgen wird es mit sich bringen…










































































