XExeniaThemenstarter40 Beiträge · seit 201113. Juli 2012 · #1
Hallo, wir sind im August im Ugab Rhino Camp und möchten weiter Richtung Twyvelfontein. In der Gegend sind wir noch nicht gefahren und ich habe bislang auch in diesem Forum recht unterschiedliche Meinungen zu der Befahrbarkeit gehört. Es gibt wohl auch schwierige und schwierigere Möglichkeiten vom Ugab Rhino nach Twyvelfontein zu kommen. Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand aktuelle Infos und Einschätzungen hätte. P.S. Wir wollen weder uns noch das Material zu sehr strapazieren. Ich bedanke mich schon mal im Voraus! Xenia
taklamakan28 Beiträge · seit 201214. Juli 2012 · #2
Hallo, bin die Strecke vor 3 Jahren gefahren - mit MAN. Sehr steinig (1x Reifenwechsel), GPS empfehlenswert, da viele Spuren vorhanden.....doch wunderschön und damals einsam. Viel Spaß u Grüße, taklamakan
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200914. Juli 2012 · #3
Hallo, Xenia
vom Camp aus hast du 2 Möglichkeiten zu fahren. Über den Divorce Pass Richtung Doros Krater und Twyfelfontain. Oder, und diese Strecke sind wir gefahren, durch das Desolation Valley, dann Richtung Doros Krater und weiter nach Twyfelfontain. Der erste Teil der Strecke vom Camp durch eine Schlucht und den Berg hoch war etwas steinig, aber mit etwas Vorsicht vor spitzen Steien gut zu meistern. Danach kommst du auf eine wunderschöne Hochebene. Die Gegend ist auch sehr steinig ( keine spitzen Steine ), aber die Wege sind sehr gut zu befahren, teils auch mit weichem, sandigen Untergrund. Um Materialverschleiss haben wir uns keine Sorgen gemacht. Einen Platten hatten wir nicht. Aber, wie Uli schon schrieb, ist ein GPS von Vorteil, da es dort sehr viele Wegabzweigungen gibt. Campen kannst du dort wild, in absoluter Einsamkeit, und kommst am Morgen ohne Touristenrummel bei dem Verbrannten Berg und bei den Orgelpfeifen vorbei.
LG Birgitt
PS: wenn du Wert drauf legst, kann ich noch ein paar Bilder einstellen
es gibt da viele Strecken, die man fahren kann. Wir sind die nachfolgende rot markierte Strecke über Gai-As-Quelle, Desolation Valley und Huab nach Twyfelfontein gefahren. Größtenteils ist das sehr steinig und felsig mit guten Chancen, die Reifen zu zerstören. Wir sind dort lang gefahren, weil wir insbesondere im Umfeld der Gai-As-Quelle Tiersichtungen erhofft hatten. Vor allem soll es dort recht viele Nashörner geben. Aber es hat wohl auch da dieses Jahr in der Regenzeit nicht geregnet. Es gibt kein frisches Gras und ein Großteil der Tiere ist vermutlich woanders hin gewandert. Am Huab bei Peters Pool/Desolation Valley gibt es nun auch wieder ein Löwenrudel. Aber die Chancen es zu sehen, dürften minimal sein. Obwohl der Huab grün war und an einige Stelle oberflächlich Wasser hatte, haben wir selbst da keine Tiere gesehen. Mit Pausen haben wir für die rot markierte Strecke gut 11 Stunden gebraucht.
Deshalb würde ich von der Strecke zumindest dieses Jahr eher abraten. Man wird für die lange, schlechte Strecke nicht wirklich entlohnt. Vielleicht eher die Strecke am Doros Krater vorbei probieren. So oder so halte ich ein GPS auch für sehr empfehlenswert. Ein 2. Auto oder ein Satfon ist auch keine schlechte Idee. Wir haben kein einziges Auto auf der Route getroffen.
wir sind gerade zurück aus Namibia und sind die Strecke vor 2 Wochen gefahren. Kurzer Bericht und Fotos folgen noch. Da Ihr schon bald fahrt (Ich will wieder zurück!!!) und die Etappe für uns eine der schönsten der Reise war, hier schon mal einige Infos für Euch.
Es war absolut traumhaft und fahrtechnisch auch für einen 4x4 Anfänger problemlos zu machen. Wir sind die einfacherer westliche Variante gefahren, die direkt am Camp den Ugab nach Norden quert und gleich am Anfang eine etwas steilere, feuchte Passage bereit hält. Entsprechend langsam im 4x4 und Untersetzung zog unser Hillux 3.0 Safari da aber ohne Murren hoch. Ansonsten gab's nur noch 2 Stellen wo mal einer ausgestiegen ist und die Bodenfreiheit gecheckt hat. Der Divorce Pass weiter östl. soll aber wesentlich anspruchsvoller sein.
Nicht zu unterschätzen ist allerdings der Zeitbedarf. Die von T4A veranschlagten 3h50 sind eher für Paris-Dakar Teilnehmer gerechnet. Wir sind gegen 9.00h im Rhino Camp losgefahren und ohne große Pausen aber mit vielen kleinen Fotostopps gegen 15.30h südl. vom Doros Krater angekommen. Dort haben wir wild gecampt und sind noch zum Sonnenuntergang auf den höchsten Punkt des Kraters gewandert. Am 2. Tag waren es noch einmal 2-3 Stunden bis Twyfelfontein. Also als Tagestour zu schaffen, aber dann früh losfahren um noch im hellen anzukommen.
Ich habe im Vorfeld viele Warnungen über die Strecke gelesen, die man bestimmt alle ernst nehmen sollte. Einzig die 4x4 Erfahrung halte ich für übertrieben.
Ohne GPS und entsprechende Karte (T4A) oder einen aufgezeichneten Track würde ich das nicht machen. Es gibt zwar nur wenige Abzweigungen und Fahrspuren aber da muss man schon sicher wissen wo es lang geht. (Ich könnte Dir unseren Track schicken)
Wir hatten für diesen Abschnitt ein SAT Phone gemietet um im Fall einer Panne Hilfe rufen zu können. Andere Autos sind uns in den 2 Tagen nicht begegnet!!!
Wasser und Nahrung hatten wir für c.a. 7 Tage gebunkert. Zu viert war die Kiste dann ganz schön voll!
Ich häng mal den Kartenausschnitt aus T4A und einige Impressionen mit dran.
Viel Spaß noch bei Euren Vorbereitungen! Für weitere Fragen stehe ich gern zu Verfügung LG Philipp
Hallo Guido, wir haben vor 2 Wochen etwa 2 Kilometer vor unserem Camp am Doros Krater diese Rhinospuren entdeckt. Leider haben wir den Verursacher nicht gesehen. Einige Bergzebras, Paviane und Springböcke sind uns aber begegnet. Liebe Grüße Philipp
XExeniaThemenstarter40 Beiträge · seit 201114. Juli 2012 · #7
Hallo an alle Ratgeber/innen, herzlichen Dank für eure außerordentlich hilfreichen Hinweise. Wir müssen jetzt nochmal ganz genau überlegen, ob wir die Strecken fahren wollen bzw. ob wir überhaupt so viel Zeit haben. Wir hatten nicht damit gerechnet auf dem Weg nach Twyvelfontain nochmals übernachten zu müssen. Hallo Birgitt, danke für das "Fotoangebot", aber ich habe vorhin in deinem Reisebericht gestöbert und dort bereits zahlreiche Fotos aus der Ecke angesehen.
Beste Grüße Xenia
fotomatte2'513 Beiträge · seit 200914. Juli 2012 · #8
Hallo Guido,
nur ein kleiner Hinweis:die dort lebenden ( black ) Rhinos interessiert grünes Gras nicht die Bohne,da Laub-und Zweigäser--das Gras könnte allenfalls White Rhinos locken,die es im Damaraland aber nicht gibt. ( Oberlehrer aus ). 😗 Ich hatte das Glück in 2009,einen jüngeren Bullen in der Nähe des Doros-Kraters sehen zu dürfen-ein für mich unauslöschliches Erlebnis,wie dieser tonnenschwere Brocken wie ein Panzer durch die lückige Vegetation gebrochen ist,und das fast gänzlich ohne Geräusche zu verursachen.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200916. Juli 2012 · #9
Hallo Xenia,
eine Übernachtung zwischen Ugab Rhino Camp und Twyfelfontein ist nicht nötig. Wir sind die von flip beschriebene Strecke in 4h Fahrzeit plus Pausen gefahren.
tiffernine146 Beiträge · seit 200916. Juli 2012 · #10
Ich bin den Divorce Pass vom Doros Krater kommend zum Ugab gefahren. Die Auffahrt vom Ugab aus ist extrem steil und nur mit Schwierigkeiten machbar. Ich empfehle die Strecke niemanden. Sie ist extrem steil, steinig und ausgewaschen. Ich bin mit einem Nissan Pickup mehrmals aufgesessen und war froh das Auto nicht beschädigt zu haben. Ich habe mir nur gedacht wer zum Teufel macht durch dieses Gebirge eine Piste.