Quo vadis, SA?

1'048 Antworten · 262k Aufrufe · gestartet 26. Sept. 2006 von Yoshikawa
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118 Beiträge · seit 200623. Jan. 2009 · #881
Ich kann diese Vorwürfe beim besten Willen nicht nachvollziehen und finde es auch völlig unpassend, wenn Meinungen geäußert werden, die einem persönlich nicht in den Kram passen, die Rassismuskeule hinauszuholen, um das Gegenüber zu erschlagen! Völlig absurd ist es, hier von "Rauswurf" zu faseln und im selben Augenblick zu behaupten, man wisse wohl, dass es eine Meinungsfreiheit gäbe.

Erstens haben diese Postings nur indirekt etwas mit Meinungsfreiheit zu tun, weil hier keine Meinung geäußert wird, sondern über Tatsachen und meintwegen andererleuts Meinung berichtet wird (die der Autoren).

Zweitens, und dieser Aufruf dürfte in diesem Zusammenhang doch schon einmal gefallen sein, sollen doch die wenigen, die an diesem Thread nicht interessiert sind, ihn einfach unbeachtet lassen. Wer zwingt hier jemanden, diesen Thread zu lesen?

Dem Forum schaden offensichtlich nicht die, die hier Pressemeldungen wiedergeben, sondern die wenigen, die sich immer wieder anmaßen, hier bestimmen zu wollen, wer was wann veröffentlicht!

So langsam reichen mir diese ständigen Störkommandos! Ich jedenfalls bin ausgesprochen interessiert an diesem Thread und lese daneben auch übrigens mit großem Interesse Volkers "Antithread" mit den "positiven Meldungen", in dem zu meinem Bedauern aber nicht viel los ist!

Versöhnliche Grüße, Okavango
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2009
ThemenstarterGast23. Jan. 2009 · #882
Moin zusammen,

ich verstehe die Aufregung nicht so recht, helft mir da bitte auf die Sprünge.

1. Was ist an der Verlinkung von Informationen, die, durch Quellenangabe, für jeden nachvollziehbar ist, verwerflich?
2. Ich habe mich seit einigen Wochen jeglichen Kommentars zu Angriffen auf meine Person enthalten. Warum fühlt sich mancher trotzdem persönlich angegriffen?
3. Wenn ich meine Meinung geäußert habe, so war das klar als solche gekennzeichnet. Warum ist diese Meinung für manche so unerträglich?
4. Was ist gewonnen, wenn ich zwar nicht widerlegt, aber mundtot gemacht sein sollte?
5. Sollte eine Sache nicht immer so stark in sich sein, dass auch andauernde Opposition ihr nichts anhaben kann?
6. Warum kann eine Internetgemeinschaft von mehr als 3.000 Menschen eine einzige Person, die nicht der intellektuellen Mode der „Political Correctness“ gehorcht, nicht aushalten?

Gruß, Michael
667 Beiträge · seit 200623. Jan. 2009 · #883
Lieber Holger,

das mit den „Waffen ruhen lassen“ kann ich zwar verstehen, aber das ist Ansichtssache. Jedoch so einfach daraus die „Rassenkarte“ zu ziehen, scheint mir nicht richtig.
Yoshikawa zitiert, nur manchmal verbunden durch überleitende Kommentare. Und genau diese Sachen stehen in den südafrikanischen Zeitungen, also sollte man nicht „den Boten für die Nachrichten hängen“.
Die südafrikanische Presse ist nach guter englischer Tradition glücklicherweise unabhängig geblieben, sie nimmt kein Blatt vor den Mund, sie ist sogar die einzig funktionierende extraparlamentarische Opposition. Nur durch sie und durch TV-Sendungen wie z.B. Carte Blanche mit ihrem Enthüllungsjournalismus werden Dinge öffentlich gemacht. Fälle wie Tony Yengeni, Jacob Zuma, Shabir Sheik, Alan Boesak u.v.a. wären ohne sie nie aufgeklärt oder öffentlich gemacht worden. Sie legen die Finger in die Wunden und sprechen die Probleme an, die die Regierung oder die Betroffenen nur zu gern verschwiegen hätten.
Nun magst Du sagen, das sind weiße Neider und rassistische Provokateure in den Zeitungen. Falsch, schau mal in das Impressum: Die Chefredakteure und leitenden Journalisten sind, gerade in den Enthüllungszeitungen, Schwarze. Da greift also der reflexartige Rassismusvorwurf überhaupt nicht. Die politisch unabhängigen schwarzen Journalisten berichten also genau so ehrlich.
Welche andere Informationsquelle gäbe es sonst in RSA? SABC fährt konsequent eine ANC-nahe, tendenziöse Berichterstattung, sie erinnert eher an den Schwarzen Kanal. Aber selbst dort werden von den untereinander feindlich gesinnten Fraktionen innerhalb(!) des ANC die Mitglieder des ANC-Aufsichtsrates torpediert und ausgetauscht. Die Abendnachrichten? Mehr Vernebelung als Information: Stellvertretende Ministerin wird bei einer Ansprache in einem kleinen Dorf in Mpumalanga gefilmt, der Informationsminister beklagt sich über Kritik der Opposition, so etwa.....
Wer nicht zusätzlich eine Zeitung liest oder die Nachrichten auf M-Net sehen kann (kostenpflichtig) wird dumm gehalten. Nur dort werden die tönernen Phrasen und falschen Aussagen der Möchtegernvernebler auf ihre Hohlheit abgeklopft und bloßgestellt.
Und hauptsächlich die Zeitungen machen Druck auf die Regierung in Sachen Kriminalität, marodem Gesundheitswesen, Korruption, Selbstbereicherung, zerfallender Infrastruktur, Energieversorgung, etc.
Insofern sollte sich die Kritik eher gegen die Zustände, nicht gegen die Zitate richten. Soo tendenziös wie Du es siehst, ist es gar nicht, eher traurig und wahr.

Herzlichen Gruß,
Helmar

Laßt Yoshikawa schreiben, wen es nicht interessiert, der kann es übergehen.
2'462 Beiträge · seit 200623. Jan. 2009 · #884
Lieber Holger,

dieses Forum hat sich in meinen Augen immer dadurch ausgezeichnet, dass es - entgegen vieler anderer Foren - von Mitgliedern am Leben erhalten wird, die höflich, freundlich und sachlich Themen diskutieren.

Ich verfolge den Thread mit Besorgnis, nicht, weil Michael umstrittene Artikel postet, sondern weil ich Anschuldigungen, wie auch Du sie jetzt offenbar bringst, für inakzeptabel in einem öffentlichen Forum halte.

Gut meinen ist nicht gut machen!

Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
ThemenstarterGast23. Jan. 2009 · #885
Moin zusammen,

ich möchte noch einmal auf die Reaktionen auf meine heutigen zwei Postings zurückkommen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass es in den wütendsten Reaktionen niemals um die Inhalte geht!

Das Problem ist niemals das, was ist; das Problem ist offensichtlich nur, dass ich es sage.

Seit dem Start dieses Threads sage ich, dass Südafrikas Weg abwärts führen wird. Die von mir seitdem zitierten Indizes von UN und verschiedenen NGOs stützen durch ihre Ergebnisse meine Einschätzung. Manche hier wollen aber, dass ich das nicht sagen darf.

Seit dem Start dieses Threads weise ich darauf hin, dass die Infrastruktur Südafrikas, mithin auch das öffentliche Gesundheitswesen, zerbricht. AIDS, XDR-TB und, aktuell, der Umgang mit der Cholera in Südafrika zeigen, dass meine Einschätzung zutrifft. Manche hier wollen aber, dass ich das nicht sagen darf.

Wie nennt man so etwas?

Manche hier scheinen der Illusion zu erliegen, dass alles vor 1994 verdammenswert und alles nach 1994 zu lobpreisen sei. Sie lassen dabei außer acht, dass es im Leben niemals nur Schwarz oder Weiß gibt, sondern nur unterschiedliche Grautöne. Und was die Grautöne angeht, so zeigen die Staaten Afrikas zumeist ein sehr dunkles Grau, welches temporär auch in Tiefschwarz (Liberia, Sierra Leone, Kongo) umschlagen kann. Somalia, Sudan und Zimbabwe scheinen sogar den Beweis antreten zu wollen, dass ein permanentes Schwarz möglich ist.

Die Augen zuzumachen, und zu hoffen, dass man nicht gesehen wird, hat noch nie geholfen. Ganz fest zu glauben, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, auch nicht. Und ich bin davon überzeugt, dass den Botschafter für die Botschaft zu schlagen, auch nur kurzzeitige Befriedigung bringt. Spätestens dann, wenn die Botschaft sich als zutreffend herausgestellt hat, kommt der Katzenjammer.

Gruß, Michael
2'048 Beiträge · seit 200723. Jan. 2009 · #886
Hallo Michael,

ich kann dir nur recht geben.

Es gab Zeiten, da war man schon Rassist, wenn man in der Regierungszeit Mandela die Fehler in der AIDS-Bekämpfung anprangerte. Dann kam die Einsicht alles falsch gemacht zu haben um bei nächster Gelegenheit Vitaminpillen und anderes zu empfehlen.

In vielen Ländern gibt es eine Mischung aus Unfähigkeit, Ignoranz, Vetternwirtschaft, Korruption und rassistischer Diskriminierung. Alle diese Dinge haben keine Hautfarbe oder Stammeszugehörigkeit. Es sind Personen, die diese Probleme verursachen. Eine Lösung gibt es nur wenn das alles aufgedeckt wird und die verantwortlichen Personen beim Namen genannt werden.

Und genau das nennen von Personen ist das Problem, denn es gibt außer Unfähigkeit und Ignoranz eben Vetternwirtschaft, Korruption und rassistische Diskriminierung. Außerdem wimmelt es von Helden und Kämpfern, die absolut nicht kritisiert werden dürfen, selbst wenn sie unfähig oder korrupt sind und von Anhängern, die alles ignorieren, was nicht in den eigenen Kram passt.

Alles diese Staaten können so weitermachen. Oder es finden sich Stimmen, die Probleme und Personen benennen, damit es vielleicht eine Änderung gibt.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
ThemenstarterGast26. Jan. 2009 · #887
Moin zusammen.

Klar wird Herr Buthelezi wegen seiner Kungelei mit dem Apartheidsregierungen zum Wohle der Zulu und wohl auch seiner eigenen seinerzeitigen Machtambitionen nicht von allen als wirklicher Freiheitskämpfer anerkannt. Auch ist er Politiker und seine IFP vermutlich auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Aber große Teile seiner Rede spiegeln Themen und Inhalte der von mir in diesem Thread verlinkten Artikel.

IRONIE EIN Ein typischer Fall von Black-on-Black-Racism also. IRONIE AUS

http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71619?oid=115526&sn=Detail

Gruß, Michael
ThemenstarterGast27. Jan. 2009 · #888
Moin zusammen.
Entwicklungshilfe – ein süßes Gift?
Braucht Afrika wirklich mehr Entwicklungshilfe? Experten warnen: Mehr Geld bedeutet nicht unbedingt, dass die Probleme des armen Kontinents wirksam bekämpft werden.
Die Summe ist unvorstellbar: Seit 1960 ist fast eine Billion US-Dollar an Entwicklungshilfe nach Afrika geflossen. Trotzdem geht es vielen Ländern in Afrika heute schlechter als damals, kritisiert Cord Jakobeit, Politikwissenschaftler an der Universität Hamburg.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2581051,00.html

Die abschließende positive Gesamtbeurteilung der Autoren des nachstehend zitierteb Artikels teile ich nicht. Der Beitrag ist jedoch insgesamt eine ausgezeichnete Zusammenfassung der verschiedenen Wirkmechanismen und der Motivation vieler Beteilgter.
Schwarz oder Weiß – Sinn oder Unsinn von Entwicklungshilfe in Afrika
Eine Billion US Dollar Entwicklungshilfe hat der Norden dem Süden gegeben, um die Armut zu bekämpfen. Rund zwei Drittel der Summe gingen nach Afrika. In diesem Zusammenhang vom „verlorenen Kontinent“ zu sprechen, wäre wohl nicht wirklich zutreffend. Und doch, viele Länder Afrikas sind heute, 50 Jahre nach Beginn der Entkolonialisierung, desolater als je zuvor. Hierfür gibt es zahlreiche Gründe, die nicht immer bekannt sind.

http://uhuru.de/thenesthome/wp-content/uploads/2007/08/entwicklungshilfe_let_s_help_august_2007.pdf

Nachstehend die „GDP per capita“-Entwicklung ausgewählter asiatischer und afrikanischer Länder. Hier kann man erkennen, dass es offensichtlich einen signifikanten Unterschied zwischen Afrika und Asien gibt, denn alle Staaten waren am Ende des zweiten Weltkriegs Kolonien bzw. kriegszerstört (China). Die Zahlen sind zeilenweise den Ländern links zugeordnet und spiegeln die Reihenfolge für 1960 wieder. Die Länderlisten unter der Tabelle geben ab 1970 den Rang innerhalb des genannten Jahres an.

Deutlich wird, dass selbst Indien und China, welches Jahrzehnte unter einer kommunistischen Wirtschaftsform gelitten hat, im betrachteten Zeitraum die afrikanischen Länder die bei oder kurz nach der Unabhängigkeit noch zum Teil weit vor ihnen lagen, überholt haben. Aus diesem Ungleichgewicht zwischen Afrika und Asien ziehe ich daher auch weiterhin den Schluss, dass der im vorstehenden Artikel am Ende geforderte Afro-Realismus weiterhin nur Afro-Pessimismus sein kann.

1960 1970 1980
Südafrika; 422,06; 808,36; 2.926,83;
Zimbabwe ; 281,44; 361,26; 913,65;
Zambia ; 222,48; 415,74; 640,97;
Ghana ; 170,70; 246,49; 393,31;
Südkorea ; 155,67; 278,82; 1.674,38;
Thailand ; 103,87; 195,45; 698,28;
Nigeria ; 99,07; 233,35; 903,43;
Kenia ; 97,51; 142,24; 446,20;
China ; 92,01; 111,82; 191,84;
Indien ; 83,13; 110,37; 264,45;
Südafrika; Südafrika; Südafrika;
Zimbabwe; Zambia; Südkorea;
Zambia; Zimbabwe; Zimbabwe;
Ghana; Südkorea; Nigeria;
Südkorea; Ghana; Thailand;
Thailand; Nigeria; Zambia;
Nigeria; Thailand; Kenia;
Kenia; Kenia; Ghana;
China; China; Indien;
Indien; Indien; China;

1990 2000 2005
Südafrika; 3.182,21; 3.019,95; 5.162,47
Zimbabwe ; 831,42; 587,47; 262,74
Zambia ; 392,56; 302,53; 623,05
Ghana ; 380,25; 250,27; 484,80
Südkorea ; 6.153,10; 10.884,45; 16.387,64
Thailand ; 1.561,98; 1.997,54; 2.743,49
Nigeria ; 301,44; 368,54; 686,34
Kenia ; 366,64; 414,00; 560,29
China ; 312,41; 949,18; 1.720,09
Indien ; 373,08; 452,98; 736,11
Südkorea ; Südkorea; Südkorea
Südafrika; Südafrika; Südafrika
Thailand ; Thailand; Thailand
Zimbabwe ; China; China
Zambia; Zimbabwe; Indien
Ghana; Indien; Nigeria
Indien; Kenia; Zambia
Kenia; Nigeria; Kenia
China ; Zambia; Ghana
Nigeria; Ghana; Zimbabwe

Quelle: http://www.nationmaster.com/index.php

Gruß, Michael

P.S. Leider hat`s die Tabelle etwas verhagelt. Mit etwas Vorstellungskraft kann man sie vielleicht aber doch interpretieren. 😐
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2009
38 Beiträge · seit 200627. Jan. 2009 · #889
hallo an alle,

am 30.12.08 kam ich nach kanpp sechs wochen aus sa zurück. fazit: das land ist am abgrund.
da kann einer sagen, was er will. das land ist so am ende, dass es wohl nur noch eine frage der zeit ist, bis das chaos ausbricht.schlimm nur, dass es andere länder mit hinab zieht.

es ist schade, denn eigentlich suche ich schon seit ein paar jahren einen platz im südlichen afrika, an dem ich leben kann. genauso wie namibia fällt jetzt sa leider auch weg und steht nicht mehr zur auswahl.

ich will meine erlebnisse hier nicht schildern, weil ich sonst als rassistisch dargestellt werden könnte, was ich auf keinen fall bin.

nur so viel: koruption, ungerechtigkeit, betrug, bequemlichkeit, naivität, diebstahl, rassismus.
das sind so im großen und ganzen die dinge, die ich erlebt habe und die sich wie ein roter faden durchs ganze land ziehen. vielleicht könnte man noch faulheit und dummheit hizufügen.

brauch ich nicht, will ich nicht und fahr ich nicht mehr hin! und das tut mir im herzen weh, denn eigentlich will ich immer da sein.

viele grüße

mondi
378 Beiträge · seit 200727. Jan. 2009 · #890
erledigt, gelöscht
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2009
ThemenstarterGast29. Jan. 2009 · #891
Moin zusammen.

Heute wieder einmal Vermischtes:
Sharp drop in overseas tourists

The number of overseas arrivals declined by 12.0% from 231 585 in November 2007 to 203 702 in November 2008.
http://www.fin24.com/articles/default/display_article.aspx?Nav=ns&ArticleID=1518-1786_2459727

Aber zur WM allein werden bald ja mehr als 400.000 Besucher kommen. Wird das denn so sein trotz der vier „C“?
1. Crisis
Die Weltwirtschaftskrise wird im südlichen Afrika sicherlich keinen Einfluss auf das Luxusreisesegment haben. Wie aber sieht es bei den „Economy-Touristen“ aus, die bisher bereit waren, einen mittleren vierstelligen Eurobetrag für eine Südafrikareise auszugeben?
2. Crime
Je näher die WM rückt, desto mehr wird Südafrika in den Fokus der internationalen Medien rücken. Auch wenn Südafrika mit der Zahl von bis dahin einzustellenden 41.000 zusätzlichen Polizisten wirbt, wird es sicherlich nicht unerwähnt bleiben, welche Qualifikation diese bei den herrschenden AA-Praktiken nur haben können.
3. Clashes
Es wird abzuwarten sein, ob die zu beobachtende Zunahme von Morden an teilweise hochrangigen Politikern der verschiedenen Parteien im Zusammenhang mit den anstehenden Wahlen zu bewerten sind.
4. Cholera
Nach der Regensaison wird die Cholera zurückgehen. Da aber nicht damit zu rechnen ist, das deren Ursachen beseitigt werden (weitgehender Zusammenbruch der Wasserversorgung, Squattercamps an den Wassereservoiren mit dadurch bedingter Verunreinigung des Wassers durch menschliche Ausscheidungen), muss zur nächsten Regensaison wieder mit einem Ausbruch gerechnet werden. Da das öffentliche Gesundheitswesen schon mit der Situation in diesem Jahr überfordert war, erscheint es wahrscheinlich, dass die Situation im nächsten Jahr schlimmer sein wird als in diesem Jahr.
The SACP: The second largest party in parliament

The SACP's prospects for parliamentary representation will, indeed, be far better if it remains in the Alliance, rather than having to fight elections on its own. There are already 80 SACP MPs in Parliament (compared with the DA's 46). They comprise a little less than a third of the ANC's parliamentary caucus - and 20% of all MPs (not bad for party with only 51 000 members!).
http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71619?oid=115602&sn=Detail
Interview mit dem Ethnologen Michael Knüppel über das Phänomen des Staatsstreichs in Afrika

In manchen asiatischen Ländern konnten 'Entwicklungsdiktaturen' in beiderlei Hinsicht das halten, was ihr Name versprach: Sie brachten also sowohl Entwicklung als auch Diktatur, zum Beispiel in Singapur, Taiwan oder Südkorea. In Afrika scheint das einseitiger zu sein, dort gab es weniger Entwicklung und mehr Diktatur. Mögliche Gründe?
Michael Knüppel: Unabhängig davon, ob man Diktatur oder Demokratie in Afrika hat, gibt es hier unter den Militärs eine bestimmte Auffassung von Herrschaft. Allerdings ist diese auch bei den Zivilisten auszumachen. Es geht ganz einfach darum: Wenn ich an die Macht komme, habe ich den Zugriff auf die Ressourcen. Wenn ich diesen Zugriff habe, dann nutze ich den auch
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29611/1.html
STEPHEN MULHOLLAND - Becoming a gangster state
IN HIS superb analysis of how we got into the mess we’re in, Brian Pottinger writes in The Mbeki Legacy (Zebra 2008) of the possibility that South Africa could descend into what he describes as a “fully- fledged gangster state”.
http://www.dispatch.co.za/article.aspx?id=289264
Bus operators broke, Satawu warns of chaos
Bus operators can afford to pay their staff wages for only the next two weeks because of the government's failure to pay their subsidies, the SA Transport and Allied Workers' Union said on Wednesday.
http://www.iol.co.za/index.php?art_id=nw20090128164704237C709271

Gruß, Michael
1'457 Beiträge · seit 200602. Feb. 2009 · #892
http://www.mg.co.za/article/2009-01-28-apartheids-legacy
Apartheid's legacy

JOHN PILGER: COMMENT - Jan 28 2009 06:00

The South Africa few tourists see is the Northern Cape. It is the equivalent of Chernobyl. Scattered across a windswept landscape are dumps of discarded asbestos tailings that poison the air, water and food of countless people, not least those who mined the wealth of others.
ThemenstarterGast06. Feb. 2009 · #893
Moin zusammen.
Land claim irregularities killing agriculture - Agri SA
Delays of more than a decade in finalising land claims have had a disastrous impact on agricultural production and investments, especially in the Northern provinces. There have been no profitable farming operations on any of the thousands of farms transferred to date in terms of the restitution process, while investor confidence is inhibited by the limitations which land claims inevitably place on the development, financing, sub-division, selling or expansion of farming units, resulting in a decline of production.
http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71619?oid=116758&sn=Detail
Und ein Kommentar dazu:
Africa's Land Ownership Myth
No problem. This is Africa which is not expected to feed itself. Polish up the begging bowl and hold it out to the West. Do you expect South Africa to be any different from the rest of the failed states of the continent?
by Zim Exile on February 06 2009, 06:15
Dazu passend:
http://censorbugbear-reports.blogspot.com/2009/01/alphabetic-name-lists-links-murders-on_28.html

Gruß, Michael
ThemenstarterGast10. Feb. 2009 · #894
Moin zusammen.
"Die Armee steht bereit"
In Südafrika stehen die Präsidentschaftswahlen an - und das Land gerät außer Kontrolle: Die Jugendorganisationen der rivalisierenden Parteien bekriegen sich. Der Kandidat der Regierungspartei ANC muss sich vor Gericht wegen Korruption, Geldwäsche und Betrug verantworten - und der Verteidigungsminister droht mit einem Armeeeinsatz.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,606047,00.html
UK imposes visa restrictions on South Africans

Mapisa-Nqakula said according to the communication she received from the British government, it had taken the decision "based on its concerns regarding the ease with which non-South Africans can acquire genuine SA travel documents" and use them to travel to the UK.
http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71627?oid=117065&sn=Detail
Vandalism scuppering delivery - Helen Zille
The City of Cape Town 's major programme to install and upgrade services in informal settlements is being destroyed by crime and vandalism. For every R3 that we spend on basic services in our 222 informal settlements, R2 is spent on repairs to vandalised and stolen infrastructure. Without this problem, we could deliver services at three times the speed we currently do.
Thieves and vandals have struck a large number of upgrade projects and have robbed local residents of water and sanitation.
http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71656?oid=116997&sn=Detail

Gruß, Michael
2'612 Beiträge · seit 200710. Feb. 2009 · #895
Zwei Wetten gewonnen:

a) Yoshi posted den heutigen Spiegel Artikel
b) Es wird eine Passage zitiert, ganz sicher aber nicht der letzte Absatz.

Ich kann dem geneigten Leser immer nur wieder empfehlen, entweder den gesamten zitierten Artikel zu lesen oder - noch besser - bei den vielfach zitierten einschlägigen Quellen IOL, Politicsweb usw. mal auf die Homepage zu gehen und nicht nur den hier vorgekauten Scheiß - ich erspare mir ein ergänzendes Adjektiv - zu verdauen. Da wird ein viel bunteres Bild Südafrikas abgegeben. Meines Erachtens reicht vom Forumbetreiber eine Verlinkung zu diesen Homepages.

Viele Grüße,

Volker

der sich damit endgültig aus dem Thread zurückzieht und sich auch nicht zu weiteren Anfeindungen äußern wird.
Bye bye Forum
ThemenstarterGast10. Feb. 2009 · #896
ROTFLMAO
Ich kann dem geneigten Leser immer nur wieder empfehlen, entweder den gesamten zitierten Artikel zu lesen oder - noch besser - bei den vielfach zitierten einschlägigen Quellen IOL, Politicsweb usw. mal auf die Homepage zu gehen ...
Genau!
ThemenstarterGast11. Feb. 2009 · #897
Moin zusammen.
H20
Dead babies in the Eastern Cape. Dead crocodiles in the Oliphants River. Dead fish in the Vaal. 7 000 Cholera cases, crumbling infrastructure and large scale sewage spills. Last year South Africans, shell-shocked by the electricity crisis, wondered what would be next.
http://www.mnet.co.za/Mnet/Shows/carteblanche/story.asp?Id=3635

Zwei der Kommentare zum Transkript der Sendung:
Karl Juncker said: (2/8/2009 7:45:54 PM)
I am an engineer in water & sewage treatment (13 yrs), the main problem is break down in infrasrtucture & management. More should be said on sewage contamination of rivers & inadequate treatement!

gisela wimberger said: (2/9/2009 6:29:54 AM)
I have stopped drinking the water in the smaler towns long ago due to bad experience, but what worries me now, is how safe is it to eat salads in Restaurants in the smaller towns, or have ice in a g
Gruß, Michael
ThemenstarterGast18. Feb. 2009 · #898
Moin zusammen.

Heute einmal etwas zu der Fluglinie, mit der viele von uns zu fliegen pflegen:
SAA III
Last week, Finance Minister Trevor Manuel announced a further 1.6-billion rand to be allocated to the ailing national airline. When questioned, the Treasury told the parliamentary finance committee it was tired of answering for the sins of SAA. But, it may have been for those very "sins" that CEO Khaya Ngqula on Wednesday volunteered to go on what the airline calls "special leave".
http://www.mnet.co.za/Mnet/Shows/carteblanche/story.asp?Id=3639

Das ist die Reaktion auf den ersten in London entdeckten Drogenschmuggel mit Hilfe von SAA-Angehörigen:
Task team established in effort to stem drug traffic
Johannesburg, 17 February 2009: A special task team comprising representatives from South African Airways (SAA), Airports Company SA (Acsa), customs and the South African Police Service (SAPS) was today formed to identify immediate additional measures aimed at stopping the drug traffic through SAA and any other carriers that operate at SA airports.
http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71654?oid=117994&sn=Detail

Scheint auch wirklich nötig zu sein:
More SAA crew held at Heathrow
Johannesburg - Fifteen SA Airways crew members were arrested in Heathrow in London on Monday for possession of illegal goods, the airways said.
http://www.news24.com/News24/South_Africa/News/0,,2-7-1442_2470897,00.html
Zoll findet fünf Kilo Kokain im Crew-Gepäck
Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats wurde eine komplette Crew der Fluglinie South African Airways festgenommen. Erneut fand der britische Zoll Drogen im Gepäck. Diesmal war es Kokain im Wert von fast 280.000 Euro.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,608166,00.html
SAA has shamed South Africa – DA
After years of mismanagement, a once proud national carrier is in a state of decay. Last night, another 15 SAA staff were held by UK authorities after a 5kg stash of cocaine was found in the vanity case of one of the crew members. This is the second incident of this kind within a month and bears testament to the lack of adequate management capacity within the national airline and ACSA. The Democratic Alliance calls for SAA and ACSA to immediately make a full report to parliament on the state of South Africa's airport security processes.
http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71654?oid=118009&sn=Detail

Gruß, Michael
ThemenstarterGast23. Feb. 2009 · #899
Moin zusammen.
Fleeing From South Africa
Fourteen years after apartheid, why are the best and the brightest leaving Africa's most successful state?

Another largely unnoticed problem is the growing number of attacks on South Africa's white farmers. As in neighboring Zimbabwe, some of the attacks appear to be racially motivated. Others seem simply opportunistic, but the result is that white farmers' numbers continue to decrease, leading to fears that despite the government's good intentions, a Zimbabwe-style crisis—where the flight of skilled farmers led to an agricultural collapse—is possible here too.
http://www.newsweek.com/id/184783
Entire young white South African generation has left the country
The South African Institute for Race Relations says this week that the young white men -- aged 24 to 34 have mostly left the country now, and that there now are many more older white men than younger ones - when the reverse is the case in normal societies without wars.
http://www.digitaljournal.com/article/267776
Whites in South Africa increasing targets of hate-crimes
Two political parties in South Africa yesterday expressed deep concern over the growing hate-speech and the growing incidents of racism-related violence with which 'whites' -- mostly Afrikaans-speakers -- are attacked in violence-driven incidents.
This problem is being reported countrywide and also includes the fact that some black policemen have been reported for refusing to respond to emergency calls after Afrikaner families called the emergency numbers of police stations during an armed attack against their family in their homes, or in public.
http://www.digitaljournal.com/article/265201#tab=comments&sc=0&local=
Don't travel alone in South Africa, Dutch football fans warned
It was reported by Dutch sports journalist Harrie Nijen Twilhaar in the largest daily De Telegraaf that Dutch football fans were warned not to travel through the country on their own - but to join the secure columns and stay in specially-protected "Orange campings" around all the stadia, instead.
http://www.digitaljournal.com/article/267804

Gruß, Michael
ThemenstarterGast23. Feb. 2009 · #900
Moin zusammen.
'Your life is never safe'

The men, who were armed with guns and knives, apparently dug a tunnel under the perimeter wall near the N4 highway to gain access to the complex, which is surrounded by high voltage electric fencing as well as CCTV cameras.

Grazietta said they had moved to the estate because of its renowned security, only for this to happen. "It is clear that your life is never safe no matter where you live. There is no such thing as a safe place in South Africa. The proof is that I am a widow at the age of 29 and that my child is fatherless because of crime."
Police spokesperson Constable Mabel Sibande said the suspects, who had yet to be arrested, had stolen a laptop computer, three cellphones and jewellery.
http://www.int.iol.co.za/index.php?set_id=1&click_id=13&art_id=vn20090223063445735C619718#comment_top_box

Na, wo sind die Leute, die das auch in den zahlreichen Hochsicherheitswohnkomplexen von Zürich, Wien oder Berlin tagtäglich erleben?

Gruß, Michael

P.S. Hinweis auf die zehn Kommentarseiten am Ende des Artikels.
zuletzt bearbeitet 23. Feb. 2009
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