dirkmandyThemenstarter290 Beiträge · seit 201003. März 2012 · #22
02.01.2012 Mohlabetsi Lodge (Balule GR) -> Olifants Camp (Krüger NP) "Oh, es ist heiß hier drin..."
Heute Morgen klopft es bereits kurz nach 4 Uhr. Schließlich durften wir gestern nur wegen Silvester ausschlafen (zur Erinnerung: bis 5 Uhr) - Danke! Nach ein paar Spritzern kalten Wassers und einem heißen Kaffee sind wir aber wach. Unsere Erwartungen sind auch heute nicht kleiner. Irgendwas muss ja an dem Gerücht dran sein, dass man morgens die besten Tiersichtungen macht 😕 Oder stehen am Ende einfach nur alle gern so zeitig auf?? 😄
Wir klettern also in den Landi und werden auch gleich gefragt, was wir heute sehen wollen. Dirk und ich schreien gleich: Giiirrraaafffeeeenn!!!! Immer schön tiefstapeln, außerdem mögen wir diese putzigen Tierchen.
Wir fahren also los und, gesagt-getan, sehen wir auch schon die ersten Giraffen.
Irgendwann ziehen die Giraffen weiter und auch wir setzen uns in Bewegung nur um 500 Meter weiter wieder zu stoppen. Sam zeigt aufgeregt in einen Busch. Wir wundern uns schon - dieser Busch ist doch ein bisschen klein für einen Löwen. Und tatsächlich, Sam zeigt nicht auf einen Löwen, sondern eine Boomslang. Die Begeisterung aller Insassen hält sich in Grenzen "Uahhh, Schlangen!". Doch je länger man dieses grazile Wesen beobachtet, umso interessanter wird es. Erst als sich die Schlange langsam aus dem Busch in Richtung Auto bewegt, rufen alle einvernehmlich "let´s go, Sam!!"!
Es folgen weitere schöne Sichtungen und so vergeht die Zeit bis zum Kaffeestopp wie im Flug. Wir halten ganz in der Nähe einer Gruppe Giraffen und können diese bei einem Plausch mit Sam beobachten. Interessant was so ein Guide mit den Jahren erlebt, von Japanern, die bei jedem Tier fragen "Ist der Echt?" bis zu Amerikanern, die Ihn quasi den Löwen zum Fraß vorgeworfen haben.
Nach dem Kaffee sichten wir noch einige Giraffen (sogar mit Baby – wie süß) und fahren dann langsam zurück zum Camp.
Oh ich habe vergessen zu erwähnen: Wir haben Impalas gesehen - natürlich! (Bilder ersparen wir Euch.)
Nach dem Frühstück (heute gibt es wieder Käse-Omelette mit Bacon und Tomaten) machen wir uns langsam auf den Weg Richtung Krüger Park.
Fazit Mohlabetsi Lodge: Wir haben uns hier richtig wohlgefühlt. Die Lodge hat für unseren Geschmack genau die richtige Größe mit 12 Häuschen. Alle Mitarbeiter sind nett und zuvorkommend und haben stets ein Lächeln auf den Lippen. Das Essen ist gut, wenn auch nicht das Beste in Südafrika. Das Frühstück lässt keine Wünsche offen, alles wird frisch und nach Wunsch zubereitet. Die Gamedrives sind klasse. Was man zu Gesicht bekommt, hängt ja immer vom Glück ab. Wir haben zwar keine Löwen gesehen, aber zwei Tage vor uns, gab es für die Gäste gleich eine neun köpfige Gruppe. Die Guides geben sich sehr große Mühe und sind mit riesiger Begeisterung dabei. Das macht halt wirklich viel aus!
Bei der kurzen Fahrt aus dem Balule GR sehen wir noch eine ergreifende Situation:
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Fahrt zum Krüger
Lena, die Managerin (eine von dreien) von Mohlabetsi hat uns empfohlen, über das Phalaborwa Gate in den Krüger zu fahren. Auf dem Weg dorthin fahren wir an zahlreichen Obstplantagen vorbei und am Straßenrand werden immer wieder Mangos und Litschis verkauft.
Gegen 12:00 Uhr erreichen wir das Gate und organisieren das Permit. Zahlen muss man dies dann im ersten Übernachtungs-Camp. Die ganze Prozedur ist sehr organisiert und professionell. Was will man bei Massentourismus auch anderes erwarten? Alle Buchungen werden gleich im System gecheckt. Das ganze sogar mit einem Lächeln auf den Lippen. Super! Wir kaufen auch gleich eine Mappe mit sämtlichen für Selbstfahrer freigegeben Straßen. Eine absolute Empfehlung, denn gerade die Länge einiger Loops können zum Erreichen des Gates zum Torschluss den Schweiß auf die Stirn treiben lassen. Also, Länge und Zeitaufwand nicht unterschätzen! 😉
Den ersten Loop nehmen wir auch gleich mit. Wir haben eh vor, die meiste Zeit auf den Nebenstraßen zu fahren. Denn im Gegensatz zu den Hauptwegen sind diese nicht geteert. Für uns wichtig, denn so hat man noch einen Hauch mehr "Abenteuer". 😄
Und kurze Zeit später sehen wir schon einen Büffel. Jippie! Jetzt haben wir unsere Big Five voll!!! Wir sind jetzt mal großzügig und legen Namibia 2011 und Südafrika 2012 zusammen. Sonst wird das ja nichts 😉
Wir fahren weiter und sehen eine ganze Weile nichts. Gut, wir sind in der Mittagshitze unterwegs und draußen sind es mittlerweile an die 40°C im Schatten. Da würde ich mich auch nicht in die Sonne stellen, um irgendwelche Touris im Park zu begrüßen. 😄
Nach einer Weile sehen wir dann doch noch einen recht kräftigen Elefantenbullen, wenn auch aus einiger Entfernung. Aber das zählt. Mittlerweile steht es beim Elefantenranking Namibia:Südafrika auch schon 1:5.
Dann entdecke ich Geier am Himmel. In meinem Kopf sehe ich die verrücktesten Bilder. Eine Horde Löwen, die mit vollen Bauch im Schatten liegen und Geier, die sich langsam an den Resten laben wollen. Da muss ich hin - sofort. Als wir uns dem Wasserloch nähern, riechen wir ziemlich schnell, dass das kein frischer Löwenriss sein kann. Und dann entdecken wir das, was von dem Elefanten noch übrig geblieben ist. Es wimmelt nur so vor Geiern, interessant zu beobachten, aber bei dem Gestank treten wir doch schnell den Rückzug an.
Nach den ganzen einzelnen Elefanten hoffe ich nun insgeheim mal eine größere Gruppe zu sehen.
Kaum habe ich es ausgesprochen, da sind sie auch schon. Eine Familie mit einem ganz Kleinen. Wie süß!! Das würde ich am liebsten mit nach Hause nehmen, schließlich habe ich noch Platz im Koffer! 😄 Über mangelnde Elefanten können wir uns in diesem Urlaub jedenfalls nicht beschweren. Und das ist erst der Anfang.
Kurz nach 17:00 Uhr erreichen wir dann das Olifants Camp und bekommen unseren Bungalow zugewiesen. Der Parkplatz vor unserem Häuschen ist leicht vom Bootsanhänger unseres Nachbarn blockiert, aber wir quetschen uns rein. Im Bungalow neben uns wohnt ein Südafrikaner, der auch gleich auf uns zukommt und fragt, ob er Platz machen soll. Dirk verneint und bedankt sich natürlich. Was dann folgt, macht mich fassungslos. Ich bin wütend und entsetzt gleichermaßen. Dirk schafft es in solchen Momenten immer ruhig zu bleiben. Es beginnt also ein Gespräch, wir sind Touristen, aus Deutschland, toll ... genießt das Land ... aber ... (und dann ging es los) ... Seid jaaa vorsichtig ... die Schwarzen, die sind faul und stehlen und morden ... und wir Südafrikaner sind ein fleißiges Volk, aber die Schwarzen ... Und die Krönung kam zum Schluss: "Man sollte halt nicht zusammenbringen, was nicht zusammen gehört." Ich kann mir das gar nicht anhören und flüchte nach drinnen. Mit solchen Leuten will ich nichts zu tun haben.
Im Bungalow ist es aus anderen Gründen kaum zum Aushalten. Es ist brutal heiß. Ich schalte sofort die Klimaanlage an, um wenigsten ein wenig Abkühlung zu bekommen. Dirk erscheint auch schnell und wir beschließen, zum View Point und anschließend zum Essen zu gehen.
Leider ist die Terrasse vom Restaurant schon komplett belegt. So bleibt also nur ein Innen-Platz. Gar nicht so leicht einen Platz zu finden, wo man nicht sieht, was der Vorgänger gegessen hat. Iihh! Naja bringt nichts, wir haben Hunger. Buffet gibt es hier keins, von daher bleibt nur die Wahl zwischen Burger, Sandwich, Steak und anderen Snacks. Die komplexen Menüs, wie Kudusteak, trauen wir hier niemandem zu. Dafür ist das Personal viel zu unmotiviert und unfreundlich. Das Essen fällt dann auch eher kurz aus. So wären wir auch schnell wieder im Zimmer gewesen, hätte man uns mal bezahlen lassen.
Nach gut 30 Minuten dürfen wir dann auch bezahlen und laufen zurück zum Zimmer… und meine Nacht des Grauens beginnt. Kurz nach 22:00 Uhr schließen wir die Augen und schlafen ruhig ein. Natürlich ohne Klimaanlage, denn das vertragen wir beide nicht so gut. Nach anderthalb Stunden wache ich aber schon wieder auf. Ich bin Schweiß gebadet und mir ist so heiß, leichte Übelkeit steigt in mir hoch. Um mir Abhilfe zu verschaffen, hole ich mir erstmal Wasser aus dem Kühlschrank. Doch auch das bringt nicht die gehoffte Abkühlung. Fenster öffnen ist leider auch nicht möglich. Die Moskitonetze haben leider Faustgroße Löcher. Die Zeit verrinnt, die Übelkeit wird nicht besser, und ich muss schlafen. Gegen drei Uhr weiß ich mir nicht anderes zu helfen und schalte die Klimaanlage an. Dirk merkt nichts von meiner Qual - er schläft mal wieder wie ein Stein ... mmh ... vielleicht hätte ich einfach "Spinne!!!" rufen sollen! 😄 (siehe Namibia-Bericht)
Die Klimaanlage bringt mir leider keine Erleichterung. Ich liege weiter in der heißen Luft – ist das Scheiß Ding kaputt??? Nach einer schier endlosen Nacht und max. zwei Stunden Schlaf stehe ich um 6:00 Uhr unter der Dusche. Heißes Wasser gibt es keines, aber das ist mir egal 😉 Als ich aus dem Bad komme, schaut mich ein verknautschter Dirk an. Ahja, die Klimaanlage hat doch was gebracht: Halsschmerzen! Die kalte Luft wurde schön über mich hinweg geblasen, dafür mitten auf Dirk. Upps.......
Beate21'117 Beiträge · seit 201003. März 2012 · #23
Hallo Mandy, hallo DIrk,
schön, dass es weiter geht 🙂
Bei dem Südafrikaner seid ihr aber an einen üblen Zeitgenossen geraten 😠 Ich hoffe, ihr hattet ansonsten positivere Begegnungen...
Liebe Grüße Beate
chrissie2'460 Beiträge · seit 200605. Apr. 2012 · #24
Hallo Ihr zwei, da ist man fast vier Wochen nicht im Forum gewesen (dafür in Nam 😄 ) und ihr babt euren Reisebericht noch nicht fortgesetzt 🙁 . Ich hoffe, ihr seid nicht im Osterurlaub und nutzt die Zeit für die Fortsetzung des Berichtes 😗 LG Chrissie
casimodo4'528 Beiträge · seit 200705. Apr. 2012 · #25
Hallo Mandy, Hallo Dirk,
ich bin sooooo gespannt, was der Titel Eures Reiseberichtes zu sagen hat 😐
Also möchte ich mich Chrissie anschließen und Euch um eine Fortsetzung bitten. Ich werde gleich einmal mit gutem Beispiel vorangehen und den Gharagab Teil meines Berichtes schreiben.
Helsinki171 Beiträge · seit 201205. Apr. 2012 · #26
Hallo Ihr zwei,
Bin grade nicht sicher, aber anhand dessen, was ich im Sanparks Forum gelesen habe, könnte der Elefanten Kadaver Alexander gewesen sein, einer der Big Tusker, der letztens verstorben ist......
Freue mich schon auf Fortsetzung eures Berichtes...
Südafrika, Swaziland 2010
Südafrika und Botswana 22.06.-14.07.2012
Südafrika, Swaziland 18.12.14-05.01.2015
Südafrika und Botswana 27.12.- 14.01.16
Südafrika, just Kruger 24.06. 16- 10.07.16
http://www.TickerFactory.com/
dirkmandyThemenstarter290 Beiträge · seit 201011. März 2013 · #30
Hallo FoMis!
Nachdem wir unseren Reisebericht nun ein Jahr nicht fortgeführt haben (keine Lust (so viel Offenheit muss sein...), keine Zeit ...), geht’s jetzt endlich weiter. 🙂 Bitte entschuldigt die kleine Verzögerung. 😄
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03.01.2012 Olifants Camp -> Satara Camp
Nach einem Blick auf die Frühstückskarte im Camp haben wir uns doch dazu entschlossen, einfach nur im Shop ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Die häufig erwähnte kleine Auswahl war tatsächlich noch untertrieben. Ein Tüte trockene Brötchen, Äpfel und Zuckerwasser getarnt als Orangensaft, mussten für den Start in den Tag reichen.
Ohne Frühstück, dafür Zeit gespart, geht es also zeitig auf die Pad. Die ersten Minuten fahren wir ohne nennenswerte Sichtung, daher suchen wir uns einen Aussichtspunkt und genießen dort unser Frühstück Deluxe. Wenigstens der Ausblick ist traumhaft. Und am Fluss grasen auch ein Paar Büffel.
Schnell geht es dann weiter, denn heute heißt unser Ziel Satara. Hier hat man bekanntermaßen die besten Chancen auf Löwensichtungen. Bis dahin vergeht aber noch einige Zeit. Statt Löwen gibt es jede Menge Elefanten. Wir scherzen schon: für den einen einzigen Elefanten im Etosha werden wir jetzt kräftig entlohnt. Dieser Urlaub steht unter dem Motto Elefant… oder doch eher Nashorn… oder Giraffe...
Gegen Mittag kommen wir im Camp an und gönnen uns erstmal ein großes Eis. Dirk um seinen Hals zu kühlen, und ich um meine Gelüste zu befriedigen. Nicht dass noch jemand auf die Idee kommt, ich wäre auf Diät … wenig Abendessen, kein Frühstück 🙂
Unseren Bungalow können wir auch gleich beziehen. Hier gefällt es mir auch gleich viel besser. Wir haben ein Häuschen direkt am Zaun und können von der Terrasse direkt auf die Tierwelt schauen. Insgesamt macht alles einen gepflegteren Eindruck als in Olifants.
Lange halten wir uns aber nicht auf. Wir haben eine Mission: LÖWEN. Es dauert auch nicht lang, bis wir an eine Stelle kommen wo geschätzte 20 Autos stehen. Das kann in Afrika nicht viel bedeuten, außer: hier gibt es Löwen. Und man mag es kaum glauben, alles geht hier zivilisiert von statten. Als wir uns ein Plätzchen suchen wollen macht uns tatsächlich ein anderer Touri Platz und überlässt uns seinen Premium Platz. Trotzdem schauen wir gefühlte 10 Minuten auf dem Busch und sehen nichts. Anscheinend ziehen wir mit unserem unkoordiniert rotierenden Fernglas die Blicke auf uns. Jedenfalls erbarmt sich unser Nachbar und gibt uns die genauen Koordinaten zu den Löwen. „Liegender Baumstamm, zwei Sträucher nach rechts, 3 Meter dahinter.“ Ah ja, da liegen sie. 5 Löwen, die ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Nichts tun! Wir versuchen uns an ein paar Fotos, auf denen nicht viel mehr zu sehen ist als grün. Aber das zählt, wir haben Löwen gesehen! 🙂 Wir bleiben weitere 20 Minuten, aber als sich nichts tut, machen wir den Neuankömmlingen hinter uns Platz.
Bis zum späten Abend sehen wir nur die üblichen Verdächtigen. Nicht weniger schön. Ein paar Eindrücke….
Generell gefällt uns der Krüger ganz gut. Wir halten uns von den Teerstraßen fern und fahren einfach jeden Loop. Hat im Etosha ja auch immer gut funktioniert. Auch sind hier sehr wenig Autos unterwegs. Wir haben fast den Eindruck allein zu sein. … Alle anderen sind auch bei den Löwen. Gegen 17:30 machen wir uns auf den Rückweg zum Camp. Schließlich wollen wir pünktlich vor Torschluss da sein. Wir fahren also und treffen tatsächlich wieder auf eine kleine Autokolonne. Diesmal schaffen es wir sogar ganz ohne Hilfe die beiden Löwen zu entdecken. Gleiches Bild, schlafende Löwen. Da wir beide gerne auch mal Löwen in Aktion sehen wollen, warten wir, und warten wir, und warten wir. Es wird auch merklich kühler und auch bei den Löwen muss sich doch langsam der Hunger melden. Wie wäre es denn mit dem kleinen Impala da hinten … Aber nichts passiert. Es müssen ja nicht gleich wilde Jagdszenen sein, aber ich möchte einen Löwen zumindest mal stehen sehen. Können die das eigentlich??? Mit Blick auf die Uhr, es ist schon 10 nach 6, müssen wir los. Es ist noch ein Stück zu fahren. Also schnell zurück zum Camp, immer auf Elefanten gucken, um die Ecke und auf die Bremsen. Steht dort doch eine riesige Büffelherde. Faszinierend. Das sind bestimmt an die 100 Tiere. Zeit zu zählen haben wir nicht, denn die Uhr tickt. Also schön vorsichtig durch die Massen. Aber auch hier alles zivilisiert, die Büffel stehen schön neben der Straße. Die Tiere sind alle sehr gut dressiert. 🙂
Wir überholen noch das ein oder andere Auto. Mein Gott, haben die Nerven. Fahren in einer Ruhe zum Camp und uns kommen sogar noch Autos entgegen. Dabei ist dort nichts. (Außer die Löwen, die jetzt bestimmt Hunger haben 🙂 ) Wir Reihen uns dann aber doch noch rechtzeitig in die Schlange am Gate ein und sind pünktlich um 18:27 Uhr im Camp.
Lang ausruhen wollen wir uns aber nicht. Schauen wir doch mal, was Satara kulinarisches zu bieten hat. Schnelle Erkenntnis: Viel ist es nicht. Bis wir das feststellen, dauert es aber doch eine Weile. Unsere Kellnerin ist etwas, sagen wir mal, unmotiviert. Nach einer Stunde haben wir dann unsere Bier, sowie Salat und Sandwich. Kein Highlight, aber genießbar. Nachdem am Zaun auch nichts zu sichten ist, gehen wir ins Bett. Immerhin haben wir etwas Schlaf nachzuholen.
Fazit Satara: Das Camp ist ganz nett. Auch unser Häuschen macht einen guten Eindruck. Küche war auch gut ausgestattet und wenn man sich außerhalb des Parks mit Lebensmitteln versorgt, eine super Sache.
Landschaftlich hat uns Olifants mehr angesprochen. Von den Tiersichtungen hat Satara die Nase vorn. Lässt sich aber schwer verallgemeinern. Schließlich war im Dezember bei uns viel grün, sodass es im Norden mit Tieren schwierig wurde. Aber nicht weniger reizvoll.
Nane421'362 Beiträge · seit 201112. März 2013 · #31
Ja, hallooo !! 😁 Das ist ja mal klasse!! Super, es geht weiter ! Also ich bin auf jeden Fall dabei 🤩 🤩 Wir fliegen ja auch nach unserm ersten Mal Namibia letztes Jahr im April im Mai das erst Mal nach SA... LG, Nane 🙂
casimodo4'528 Beiträge · seit 200712. März 2013 · #32
Jajajajajaaa 😎
Ich hatte die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben.... 😐
aber....
Nachdem wir unseren Reisebericht nun ein Jahr nicht fortgeführt haben (keine Lust (so viel Offenheit muss sein...), keine Zeit ...), geht’s jetzt endlich weiter. 🙂 Bitte entschuldigt die kleine Verzögerung. 😄
Da habe ich natürlich großes Verständnis ! So ne kltzekleine Pause kann ja schon einmal vorkommen 😉 Und ein ganzes Jahr geht ja auch wie im Flug vorbei 😛
Ich freue mich und Danke Euch, daß Ihr doch weiter schreibt.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201012. März 2013 · #33
casimodo schrieb:Jajajajajaaa 😎
Ich hatte die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben....
Ich auch - und dann hab ich neulich mal ganz höflich nachgefragt 😉 ! Also hilft Fragen (man kann es auch "in-den-Allerwertesten-treten" nennen, gell Mandy? 😄 ) doch - wie schön! Danke fürs Weiterschreiben - so hatte ich heute am frühen Morgen schon was zu Lachen ("Können Löwen stehen?" Das hatte ich mich auch schonmal gefragt..... 🙂 )!
dirkmandyThemenstarter290 Beiträge · seit 201012. März 2013 · #35
04.01.2012 Auf nach Lower Sabie
Die heutige Nacht haben wir gut geschlafen. Keine Klima-Katastrophen und auch Dirks Hals hat sich beruhigt. Habe ich noch mal Glück gehabt!
Während Dirk sich noch einige Minuten Schlaf gönnt, bin ich schon wieder voll im Afrika Modus und stehe um kurz nach 5 unter der Dusche. Dabei genieße ich den Blick aus der Dusche in die weite Landschaft und sehe in der Morgendämmerung einen Elefanten am Zaun vorüberziehen. Da überläuft einen ein wohliger Schauer.
So langsam muss ich Dirk wecken. Er ist einer der letzten im Bett. Unsere gesamte Nachbarschaft sitzt schon in den Autos. Wir lassen uns aber nicht stressen. Frühstück gibt es eh keins. Da haben wir wieder 5 Minuten gespart. Um kurz vor sieben sitzen dann auch wir im Auto und machen uns auf die Pirsch.
Wir fahren natürlich erst mal zu unseren gestrigen Löwen. Die haben sich aber verkrümelt und sind nicht mehr zu sehen. Die hat wohl jemand weg getragen, den dass sie laufen können, glauben wir bis heute nicht. Also geht es Richtung Süden. Das heutige Ziel ist Lower Sabie. Bis zum Mittag sind die Sichtungen eher Mau. Für uns lohnt sich das frühe Aufstehen einfach nicht. 🙂
Erst gegen 12:00 Uhr gibt es wieder etwas Großes zu sehen: ELEFANTEN. Natürlich. Eine große Herde mit süßen kleinen Babys. Jetzt heißt es achtsam sein. Wir halten genügend Abstand. Und wollen die Tiere nicht unnötig stressen. Wir halten immer beide Seiten im Blick und versuchen nicht zwischen die Tiere zukommen. Jetzt wünscht man sich Zehn Arme und 8 Augen. Es gibt schon ein lustiges Bild: Dirk hält die Kamera, kuppelt und gibt auf Anweisung Gas. Lenken und schalten obliegt meiner Verantwortung. Ein System, was wir im Laufe des Urlaubs noch optimieren. 🙂 Könnte man fast als Paartherapie verkaufen „Finden sie wieder zusammen. Und lernen sie sich zu 100 Prozent auf den Partner zu verlassen“ 🙂
Wir genießen also unsere Zweisamkeit und beobachten die Elefantenfamilie, als wir doch noch in eine unangenehme Situation gebracht werden. Uns kommt eine junge Frau in ihren kleinen Golf entgegen, stoppt und hält gefühlte 10 Sekunden. Sie zählt zu den Touris die auf Mission nach etwas höherem sind. Jedenfalls schenkt Sie den Elefanten, die gemütlich die Straßenseite wechseln, keine Beachtung. Wir ahnen schlimmes und geben noch Handzeichen. Signalisieren ihr anzuhalten und den Elefanten ziehen zu lassen. Aber nein, Blondie gibt Gas und passiert 3 Meter vor dem Elefanten die Straße. Dieser wird natürlich nervös und startet einen Scheinangriff. Jetzt heißt es auch für uns schnell reagieren. Rückwärtsgang rein und fort. Eine unschöne Situation, ausgelöst durch den Egoismus eines Einzelnen. Leider eine Situation, die nicht die letzte in diesem Urlaub sein wird.
Nach dieser kurzen Aufregung geht der Tag aber entspannt weiter und wir erreichen gegen frühen Nachmittag Lower Sabie. Wir haben eines der Zelte gebucht und bestaunen nun die schöne Unterkunft mit Blick auf den Fluss. Den Tipp mit dem Zelt haben wir hier aus dem Forum. Und wir können es nur weiter empfehlen. Einzuschlafen währen draußen die Hippos grunzen und grasen. Einfach super.
Den Nachmittag verbringen wir wieder im Park. Etwas Aufregendes ist nicht zu entdecken aber seht selbst….
Das Abendessen ist für uns das Beste im Park. Hier geben sich die Kellner richtig Mühe. Am Ende gibt es zwar auch nur Pizza (Dirk) und Salat (ich) aber ein freundliches Lächeln auf den Lippen des Kellners lässt alles gleich viel besser schmecken.
Fazit Lower Sabie: Ein sehr schönes Camp. Zumindest der Bereich mit den Zelten. Den Rest können wir nicht beurteilen. Auch das Restaurant ist ganz nett und von der Terrasse hat man einen Super Blick. Die Speisekarte hat sich auch ausnahmsweise von den anderen beiden Camps unterschieden. Mit dem netten Kellner dazu war es für uns einfach super. Aber das kann ja leider von Tag zu Tag variieren.
dirkmandyThemenstarter290 Beiträge · seit 201013. März 2013 · #37
05.01.2012 Krüger NP nach Swaziland
Nachdem Dirks Halsschmerzen schnell abgeklungen sind, erwischt es heute mich. 🙁 Sind wir gestern Abend noch mit einem lauen Lüftchen eingeschlafen, nur ab und zu geweckt von einem grunzenden Hippo, ist es am frühen Morgen doch recht kalt. Unser Ventilator lief die ganze Nacht (das Ding ließ sich aber auch nicht ausschalten) und wir hatten uns nur mit einem dünnen Laken bedeckt. Als liebende Frau steht man dann auch mal um 2 Uhr auf, kramt die dicken Decken aus dem Schrank und deckt seinen Liebsten zu. 🙂 Und der bekommt davon noch nicht mal was mit und grunzt seelenruhig vor sich hin. (Anmerkung Dirk: Ich hab nicht gegrunzt, das muss ein Hippo gewesen sein.) Naja, was tut man nicht alles. Bei mir war es trotzdem zu spät, also quäle ich mich wohl die nächsten Tage mit Mörder-Halsschmerzen.
Aber nicht gejammert: schnell aufstehen, packen, Frühstück Deluxe (kennt ihr ja schon) und ab auf die Straße. Heute geht es für uns nach Swaziland und wir wollen noch die letzten 2 Stunden im Park genießen.
Viel zu sehen gibt es nicht mehr. Nur die üblichen Verdächtigen…
Fazit Krüger: Uns hat es hier wirklich gut gefallen. Eine solche Tierdichte kannten wir aus dem Etosha nicht. Auch war weit weniger los, als uns das prophezeit worden ist. Aber der Park ist so groß und auf den Nebenstrecken verteilt sich alles ganz gut. Die Camps nun ja, die haben ihre besten Tage schon hinter sich. Es ist aber alles sauber und das ist für uns die Hauptsache. Die Restaurants sind eher mangelhaft. Selbstversorgung kommt für uns aber nicht in Frage. Dazu sind wir einfach zu faul im Urlaub, auch wenn wir zu Hause eigentlich sehr gerne, oft und viel kochen. Ein paar Tage „Diät“ schaden bei solch einem Urlaub aber auch nicht. Die Kalorien kommen schon noch….
Auf in Richtung Swaziland!
Wir fahren also am Crocodile Bridge Gate aus dem Park und kommen auch recht schnell zur Grenze nach Swaziland. Wir nehmen übrigens den Grenzübergang Jeppes Reef.
Und hier fängt das Drama an. Die Ausreise aus Südafrika geht noch recht schnell. Denn hier gibt es wenigstens eine Beschilderung. Also Pass abgestempelt, fertig. Dann wieder rein ins Auto, durch die Schranke und rein ins Jahr 1830 B.C. … Plötzlich endet die Teerstraße, es laufen Hühner herum und dort drüben steht auch noch ein Esel. Auto neben dem Esel parken und ab zur Einreisestation. Doch wo sollen wir hier hin?? Keine Schilder weisen uns den Weg. Hier gibt es nichts. Wäre nicht in dem Moment eine Frau aus einem kleinen Häuschen gekommen, wir hätten Wurzeln geschlagen!!
Wir probieren es einfach mal da. Also rein ins Vergnügen: 3 Schalter, eine Dame. Also hin… Pässe abgeben… „nein nicht hier, an den anderen Schalter“… „aber da ist niemand“… „kommt gleich“… „ok!“ Wir dackeln also rüber (einen Schritt). Und jetzt, man mag es kaum glauben, geht doch die Frau von eben zu Schalter 1 und nimmt unsere Pässe entgegen. Häää??
So weit so gut. Aber muss man nicht auch noch sein Auto anmelden und Gebühren zahlen??? Also wieder zur Dame und nachgefragt. „Ja das geht gleich da drüber“ Natürlich – an Schalter 2. Die Dame folgt uns also zu Schalter 2, vollkommen logisch. Wir bekommen einen Wisch – „bitte füllen sie alle Angaben zum Auto aus!“. Die wollten Sachen wissen, die kenne ich nicht mal. Also, Dirks Job. Ab zum Auto und schauen: Motornummer, Dingsbums-Nummer, Dasda-Nummer – was es alles gibt. Das Beste war aber die Einordnung unseres Daihatsu Terios in eine der möglichen Kategorien:
Kleinwagen – nein! Limousine – nein! LKW – hallo – nein! Coupe – äh, auch nicht.
Die Bebilderung hat es übrigens auch nicht leichter gemacht.
Naja, wir lassen es offen und gehen zurück ins Häuschen. Zielstrebig steuern wir auf Schalter 3 zu … Aber nein wir müssen zu Schalter 2. Zettel abgeben „Hier fehlt noch was“ … „Aber wir wissen nicht…“ … „Nehmen sie einfach das“. Und schon wurde aus unserem Auto eine Limousine! Jetzt noch zu Schalter 3 und die Gebühr bezahlen. Eine gefühlte Stunde später und wir sind fertig.
Tipp: Vielleicht hätten wir nicht zur Mittagszeit versuchen sollen einzureisen. Es stellte sich nämlich heraus, dass hier tatsächlich noch mehr Menschen arbeiten…
Schlagbaum öffne dich und es geht weiter. Die Sonne verschwindet und es fängt an zu tröpfeln. Von der schönen Landschaft ist wenig zu sehen, so sehr hängen die Wolken in den Bergen. Immer wieder Müll am Straßenrand macht es nicht gerade schöner.
Typische Bananenplantage, wie man sie oft in SA sieht, so auch auf dem Weg zur Grenze:
Die ersten km in Swaziland
Wir sind noch nicht weit gefahren, da kommt es zu einer unangenehmen Situation. Wir fahren doch recht langsam, denn die Straße ist in schlechtem Zustand und überall gibt es große und tiefe Schlaglöcher. Eine Gruppe Jugendlicher springt auf die Straße, direkt vor uns. Dirk bremst weiter ab um niemanden zu gefährden. Da springen plötzlich 3 Jungs direkt vors Auto und schlagen auf dieses ein. Nicht so fest, aber es reicht für einen großen Schreck. Wir geben Gas und sind weg. Hinter uns wird mit Steinen geworfen, wild gestikuliert und einer schreit wilde Dinge. Nervige Einreise, viel Müll, und dann sowas … trägt alles nicht dazu bei, dass wir uns in Swaziland wohlfühlen.
Der Rest der Fahrt verläuft aber problemlos, so dass wir gegen Nachmittag im „Foresters Arms Hotel“ ankommen. Eine nette Anlage. Die Zimmer sind alle in kräftigen Farben gestaltet – sehr schön. Da sich der Regen mittlerweile zu einem kräftigen Gewitter ausgeweitet hat, nutzen wir die Zeit für einen ausgedehnten Mittagsschlaf. Erstmal noch ein paar Eindrücke:
Als wir gegen 5 Uhr wieder aufwachen, scheint auch gerade die Sonne und wir legen uns auf die Terrasse und lesen ein Buch. Doch lange hält das Wetter nicht und es beginnt erneut zu regnen. Also ab zum Essen. Ein Gin Tonic wird’s schon richten. (Hilft übrigens wunderbar gegen Halsschmerzen 🙂 )
Das Essen ist hervorragend. Wir können aus mehreren Gerichten wählen und ein 5-Gänge Menü zusammenstellen, das sich wirklich sehen lassen kann. Ein echtes Highlight und allein des Essens wegen lohnt sich ein Stopp hier auf jeden Fall, wenn man denn unbedingt durch Swaziland fahren muss.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200914. März 2013 · #38
Da könnt Ihr jetzt wenigstens einen typischen afrikanischen Grenzübertritt in Euren Erfahrungsschatz aufnehmen. Die Grenzen zwischen Südafrika/Namibia/Botswana gelten da nämlich nicht.
dirkmandyThemenstarter290 Beiträge · seit 201014. März 2013 · #40
Ja Topobär, als Erfahrung werden wir die Einreise abhaken ... und die Ausreise erst 😄 In dem Moment ist man halt immer total genervt. Aber es gibt wirklich schlimmeres...
Nadja, freut uns das auch du dabei bist. Dann schauen wir doch mal, ob wir deine Vorfreude noch mehr steigern können 😛