Hallo und Reisebericht Kruger-Park Oktober 2011

16 Antworten · 5'854 Aufrufe · gestartet 29. Jan. 2012 von maxiS
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Themenstarter34 Beiträge · seit 201229. Jan. 2012 · #1
Hallo liebe FoMis,

wir (das sind mein Mann und ich, beide um die 50) lesen auch schon seit einiger Zeit still mit und haben von den Reiseberichten und Routenvorschlägen profitiert.
Uns hat der Afrika-Virus bereits erwischt, wir waren bis jetzt 6* im Abstand von jeweils 2 Jahren in Südafrika , immer 2 Wochen in den Herbstferien.

Jetzt soll im August 2013 Namibia/Botswana unser Ziel werden. Ist leider noch lange hin, aber das Planen macht ja auch schon mal Spaß.

Damit ich Euch nicht gleich mit Fragen für den neuen Urlaub löchern muss, fange ich doch mal mit einem Mini-Reisebericht über unseren letzten Urlaub rund um den Kruger-Park im Oktober/November 2011 an.

Tag 1: Ankunft in Johannesburg am frühen Morgen mit dem A380 (wirklich riesig und während des Flugs viel ruhiger als sonst). Unser Mietwagen (ein Toyota Tucson) ist leider noch nicht fertig, wir müssen eine Stunde warten. Rund um den Flughafen wird heftigst gebaut, wir verfahren uns natürlich, nehmen das Hupen der anderen gelassen als wir unseren U-Turn machen und kommen so dann doch noch schnell auf die Autobahn Richtung Kruger. Auf der Fahrt nach Malelane dann die nächste Überraschung: das Restaurant mit der Terrasse am See an der Autobahn gibt es nicht mehr. Es ist leider im Frühjahr abgebrannt und nur noch ein paar Reste stehen herum. Der Salat von Millis Trout Stall schmeckt trotzdem, wenn auch in etwas ungemütlicher Atmosphäre. Die letzen Kilometer nach Malelane ziehen sich trotz der schönen Aussicht. Angekommen werden die Einkäufe im Supermarkt erledigt und unsere erste Übernachtungsadresse gesucht. Die Pestana Kruger Lodge liegt direkt am Eingang zum Kruger. Wir genießen beim Willkommens-drink die Aussicht von der Terrasse auf den Fluß und den Kruger Park, das Afrika-Gefühl ist wieder da. Das Zimmer ist nett eingerichtet, auch unser kleiner Balkon hat eine schöne Aussicht. Abendessen als Menu und Frühstück sind gut. Das ganze ist mehr Hotel als echte Lodge, aber für die erste Nacht richtig gut.

Tag 2: wir fahren quer durch den Kruger nach Lower Sabie. Unterwegs sind wir schon wieder von den Tiersichtungen begeistert. Neben all den üblichen Verdächtigen sehen wir kämpfende Giraffenbullen, jagende (erfolglose) Löwen, viele Elefanten und die erste große Büffelherde.

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Wir lassen uns Zeit und kommen am Nachmittag an. Wir bekommen einen Bungalow am Zaun mit schöner Aussicht auf den Fluß.

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Bei 40 Grad tut die Pause gut. Aber trotzdem geht es noch mal los, wir müssen ja schließlich erst um 18:00 zurück sein. Der Wind wird immer heftiger. Anfangs fühlt sich der Wind noch wie ein Föhn an, aber es kühlt in kürzester Zeit um 15 Grad ab. Der heftige Wind wirbelt Staub auf, alles sieht aus wie unter einem leichten Nebelschleier.


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Zurück im Camp (natürlich Punkt 18:00) bereiten wir unser Abend-Picknick vor – im Restaurant ist uns wie immer zuviel Hektik.

Tag 3: Frühes Aufstehen ist wie an allen nächsten Tagen angesagt. Mit Öffnung des Tores wollen wir los. Wir wollen am frühen Nachmittag in Aratusha sein, um den ersten Game-Drive nicht zu verpassen. Wie wir hinkommen haben wir noch nicht entschieden. Längere Zeit durch den Kruger (ist kürzer) oder außen über die Landstraße (ist schneller), müssen wir aber auch erst während der Fahrt entscheiden. Wir sehen die ersten Rhinos des Urlaubs. Nach einem Besuch an unserem Lieblings-Rastplatz nördlich von Lower Sabie erübrigt sich die Frage nach der Strecke: Wir ‚stolpern’ über 5 Geparde, eine Mutter mit 4 fast ausgewachsenen Kindern. Beim 6. Besuch unsere ersten Geparden. Wir beobachten die Geparde eine ganze Zeit direkt neben der Straße und auch direkt vor unserem Auto auf der Straße. Irgenwann verteilen sich die 5 im Gelände: die Antilopen-Jagd beginnt. Die beiden, die wir noch beobachten können sind erfolglos, aber einer hatte Glück und schleppt die erlegte Antilope ein paar Meter neben der Straße an uns vorbei. Natürlich versammeln sich alle Geparde und innerhalb von 30 Minuten bleibt von der Antilope nicht mehr viel übrig. Ein Schakal versucht sich zu nähern, wird aber von den Geparden immer wieder vertrieben. Irgendwann haben die Geparden genug und verschwinden. Um die Reste ‚prügeln’ sich dann 2 Schakale, eine Warzenscheinfamilie und natürlich Geier - jetzt kommt aber jeder zu seinem Recht. Glück muss man haben.


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Jetzt heißt es also raus aus dem Kruger und über die Landstraße nach Aratusha. Ein paar Stops müssen natürlich sein: Elefanten, Rhino mit Jungem und wieder eine Büffelherde.
In Aratusha werden wir freundlich empfangen. Unser Standard-Bungalow liegt direkt am Damm und ist richtig schön. Die ganze Anlage gefällt uns richtig gut. Viel Zeit bleibt uns nicht, es geht zum Evening-Drive. Und schon wieder haben wir Glück: seit gestern treiben sich auf dem Aratusha-Gelände Wildhunde herum. Wir finden sie und sind begeistert, auch Wildhunde haben wir vorher noch nie gesehen. Es ist sehr interessant das Sozialverhalten der 19 Hunde zu beobachten. 3 alte Büffel werden für die Jungtiere zum Spielobjekt. Aber eine Gefahr besteht für die Büffel natürlich nicht.


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Nach der Fahrt steht dann das Abendessen in der großen Runde an. Extrem gutes Essen in schöner Umgebung, hier können wir es bestimmt 3 Nächte aushalten.

Tag 4 und 5: Frühes Aufstehen ist wieder angesagt, denn um 6:00 beginnt schon der Morning drive. Der wird uns, wie auch alle anderen an den nächste Tagen, zu den Katzen bringen. Auf dem Gebiet von Aratusha befindet sich zur Zeit das dominante Löwenrudel der Gegend, vier wunderschöne Brüder. Die werden wir in den nächsten Tagen immer wieder mit oder ohne weibliche Begleitung, alleine oder alle vier sehen. Junge Löwen gibt es momentan nicht, die Männchen haben das Gebiet erst vor kurzem übernommen und dabei alle Jungtiere getötet.
Auch Leoparden (1 Weibchen, 1 junges und 1 altes Männchen) lassen sich oft sehen. Aber nicht nur Katzen werden wir bei den Game-drives sehen: Elefanten, Rhinos, einzelne Büffel, Hyänen, Giraffen, Zebras, Gnus und die verschiedensten Antilopen - eigentlich ist alles vertreten. Dazu noch ein Ranger, der seinen Job wirklich gerne macht und auf jede Frage eine Antwort weiß – Aratusha hat uns wirklich überzeugt. Nach dem Frühstück wird auch immer noch ein einstündiger Walk mit Ranger rund ums Camp angeboten – hier stehen die Pflanzen und die kleinen Tiere im Vordergrund - sehr interessant und informativ.
Die übrige Zeit zwischen den Drives kann man wunderbar auf der eigenen Terrasse oder am Pool verbringen – die Hippos im Dam sind die ganze Zeit da (und nicht zu überhören). Aber auch viele andere Tiere kommen zum Trinken vorbei, teilweise wirklich nur ein paar Meter vom eigenen Bungalow entfernt.
Die Temperaturen werden jetzt auch erträglich, 40 Grad waren doch seht anstrengend.
Nachts gibt es richtig heftige Gewitter mit Blitz und minutenlangem Donner. Tagsüber bleibt es aber zum Glück trocken.


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Sorry, das wird doch länger als ich dachte (aber das Schreiben macht Spaß und ruft den Urlaub auch bei mir wieder so richtig in Erinnerung).
Die nächsten Tage folgen dann bald. Wenn ihr Fragen habt, werde ich mich bemühen, sie zu beantworten.
zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2012
8'054 Beiträge · seit 200829. Jan. 2012 · #2
Hallo Maxi,

Recht herzlich Willkommen im Forum!😁

Danke für deinen Bericht.B)

Es wäre sehr sehr nett wenn Du zur Ergänzung auch Bilder hochladen würdest!:)

Man hat da eine bessere Vorstellung.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
3'383 Beiträge · seit 200929. Jan. 2012 · #3
Hi,
schließe mich Annick an. Herzlich willkommen und auch wir sind schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
LG
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
58 Beiträge · seit 201129. Jan. 2012 · #4
Hallo Maxi

auch von mir ein herzliches Willkommen bei uns Afrikaverrückten 😛

Vielen Dank für Deinen ersten Teil Eures Reiseberichtes.

Ich hoffe noch mehr von Dir zuhören 🙂

Lg. Fahamu
Themenstarter34 Beiträge · seit 201229. Jan. 2012 · #5
Hallo,

danke füe die Willkommensgrüße. Ich werde mal daran arbeiten, die Fotos in den Text einzufügen (dafür muss ich aber alle nochmal hochladen das dauert noch ein wenig).
Hier aber schon mal ein Link zu einigen ausgewählten Bildern.

http://www.photobox.de/album/1052630791

Ich hoffe, Sie gefallen Euch.

Silke
zuletzt bearbeitet 29. Jan. 2012
8'054 Beiträge · seit 200829. Jan. 2012 · #6
Hallo Silke,

Die Vorspeise ist nicht schlecht!:)

Danke und schönen Abend.
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
375 Beiträge · seit 201030. Jan. 2012 · #7
Hallo MaxiS,

danke für den Bericht, er kommt genau richtig um mich auf unseren Südafrika-Urlaub im Mai einzustimmen (soweit ich das überhaupt brauche 😎 )
Die Bilder sind super schön, ich hoffe wir bekommen noch mehr zu sehen und viel mehr zu lesen.- Mach Dir bitte keine Sorgen, dass es zuviel werden könnte.

LG,
BriZA
962 Beiträge · seit 200730. Jan. 2012 · #8
Vielen Dank MaxiS,
Danke für deinen erfrischenden RB, wie lange wart ihr denn unterwegs, habt ihr auch gecampt oder nur in Lodges und Bungalows? Wir warten auf weitere Infos. Klasse sind deine guten gelungenen Fotos!!
HG Frank
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
Themenstarter34 Beiträge · seit 201204. Feb. 2012 · #9
Hallo zusammen,

jetzt habe ich das auch mit den Fotos verstanden (ist ja ganz einfach, wenn man sich an die Regeln hält). Mit der geringen Auflösung geht auch das Hochladen ganz fix.

Dann werde ich mich jetzt mal an den 2. Teil machen - erstmal wieder zurück in die staatlichen Camps im Kruger - weniger Luxus, aber trotzdem nicht weniger schön. Zum Glück sind unsere 2 Wochen noch nicht um.

Silke
Themenstarter34 Beiträge · seit 201205. Feb. 2012 · #11
Hallo zusammen,

weiter geht es mit einigen Übernachtungen im Kruger-Park

Tag 6: Wir genießen unseren letzten Morning drive und machen uns nach dem reichhaltigen Frühstück wieder auf den Weg Richtung Kruger. Die Rezeption erklärt uns noch den kürzesten Weg zum Orpen-Gate, es geht einige Zeit über gute Gravel-Roads durch kleine Ansiedlungen – alles problemlos zu fahren. Wir lassen uns Zeit und kommen erst gegen 16:00 in Olifants an. An diesem Camp scheiden sich ja die Geister – aber da wir bisher immer einen Bungalow mit Aussicht hatten gefällt es uns hier sehr gut. Auf dem Weg nach Olifants fällt uns wieder auf, wie grün alles ist. Unsere Herbstferien waren noch nie so spät – Ende Oktober sind schon viele Blätter an den Bäumen, auch Blüten und Blumen sind immer wieder zu sehen. Auch die Blütenteppiche auf den Flüssen sehen wir so zum ersten Mal.


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Kurz vor Olifants treffen wir auch wieder auf Elefanten, das Licht ist perfekt.



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Wir verlassen Olifants noch für eine kurze Rundfahrt, viele Tiere sehen wir nicht – dafür genießen wir die Aussicht an einem der Punkte, wo wir aussteigen dürfen.


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Abends sitzen wir mit einem guten Glas Rotwein auf unserer Terrasse und lauschen den Geräuschen der Flusspferde.

Tag 7: Am nächsten Morgen fahren wir nach Mopane. An einem Aussichtspunkt können wir wieder eine große Büffelherde beobachten, von oben sind die vielen Tiere genauso interessant wie in den letzen Tagen mit dem Auto innerhalb der Herde.


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Je weiter wir Richtung Norden kommen, desto trockener wird die Gegend. In Letaba legen wir eine späte Frühstückspause ein und können dabei Elefanten durch das trockene Flussbett wandern sehen. Unser Sichtungsglück verlässt uns dann ein wenig – nach der Masse der Tiere im Süden sind wir von unserer Ausbeute erst ein wenig enttäuscht. Wir haben kurz vor Mopane manchmal das Gefühl, dass wir mehr Knochen als lebende Tiere sehen – aber wir sind vom Süden einfach nur verwöhnt.

Mopane selbst gefällt uns dann sehr gut – von unserem Bungalow kann man direkt auf den Damm sehen. Am gegenüberliegenden Ufer sind auch ständig Zebras und Antilopen beim Trinken zu sehen. Im Camp selber ist es sehr ruhig, viele der umliegenden Bungalows sind am ersten Abend nicht bewohnt (das ändert sich allerdings am 2. Abend, es ist dann Freitag und die Südafrikaner verbringen ihr Wochenende im Kruger-Park).

Auch hier drehen wir am späten Nachmittag noch eine Runde und treffen dabei auf unsere ersten Leierantilopen.


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Pünktlich zum perfekten Sonnenuntergang sind wir zurück auf unserer Terrasse. Wie üblich ist der Bungalow mit einem Grill ausgestattet, wir veranstalten unser erstes Braii mit Wildsteak und Wild-Boereworst – sehr lecker.


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Tag 8: Heute steht die Runde von Mopane nach Shingwedzi und zurück auf dem Programm. Die Hinfahrt über die S142 und anschl. die geteerte Straße ist sehr ereignislos – selbst an den Redrocks wird uns außer der schönen Aussicht und einigen bettelnden Glanzstaren nichts geboten. Nach der Mittagspause in Shingwedzi soll sich das aber zum Glück ändern. Wir nehmen die Route am Fluss entlang und werden mit vielen Elefanten belohnt. Auch im Fluss können wir immer wieder Flusspferde, Krokodile und die verschiedensten Vögel beobachten. In der Gegend um Mopane tauchen dann auch wieder die Leierantilopen, Zebras und Giraffen auf.



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Tag 9: Wir verbringen einen Großteil des Tages noch im Kruger-Park und verlassen den Park am Phalabowra-Gate. Unser Ziel ist die Pezulu Tree House Lodge in der Nähe von Hoedspruit. In Hoedspruit wollen wir noch Geld aus dem Automaten ziehen, nach kurzem Suchen ist auch ein ATM gefunden. Besser bewacht als hier, können wir wohl nirgends Geld bekommen. Eine große Gruppe Soldaten macht hier gerade Pause und versorgt sich in den umliegenden Geschäften.
Wir finden die Lodge ohne Probleme, sie liegt in einem nature reserve (was so viel heißt wie ‚keine gefährlichen Tiere’), grenzt aber direkt an das Big-5 Gebiet von Kapama. Wir haben eines der älteren Baumhäuser gebucht und sind ganz begeistert über die Ausstattung.
Alle sanitären Anlagen sind außerhalb des Wohnraumes untergebracht – wir müssen nachts nur daran denken, den Kopf einzuziehen – ein Ast ist eindeutig im Weg…



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Unser Sun-downer-Bier nehmen wir mit Blick auf die nördlichen Drakensberge im ‚Aussichtsturm’ der Lodge zu uns. Am Wasserloch der Lodge ist an diesem Abend leider kein Betrieb, aber wir haben ja auch so schon viele Tiere gesehen.
Das gemeinsame Abendessen findet in der Boma statt – leider lockt das Licht unzählige Baum-Käfer an. Beim Pfeffersteak hoffe ich dann immer nur, dass ich Pfefferkörner noch von Käfern unterscheiden kann. Das Essen in Pezulu würde ich als sehr gute Hausmannskost bezeichnen.

Am nächsten Tag wollen wir dann zum Höhepunkt unseres Urlaubs aufbrechen – aber leider kommt auch im Urlaub nicht immer alles so wie geplant.

Auch über diesen letzten Teil werde ich natürlich bald berichten.

Silke
zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2012
4'451 Beiträge · seit 200805. Feb. 2012 · #12
Hallo MaxiS,
vielen Dank, das wir mitreisen dürfen. 🙂 Diese Leierantilope, sehr schön, fehlt auch noch in meiner Sammlung. 🙂

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
1'242 Beiträge · seit 200905. Feb. 2012 · #13
Hallo MaxiS,

vielen Dank für den wundervollen Bericht und die schönen Fotos.

Freue mich riesig auf die Fortsetzung ...

Liebe Grüsse aus Luxembourg
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter34 Beiträge · seit 201206. Mai 2012 · #15
Hallo zusammen,

dieser Teil hat jetzt auf sich warten lassen. Aber um ehrlich zu sein, schreibt man nicht so gerne einen Reisebericht über frustrierende Tage. Mittlerweile können wir darüber lachen, aber während unseres Urlaubs fanden wir das nicht so lustig.
Es gibt daher in diesem Teil auch nicht so viele Bilder...

Tag 10-12: Heute könnten wir ausschlafen, werden aber plötzlich durch lautes Gekreische und Gepolter auf dem Dach geweckt. Nach dem ersten Schreck wird uns klar, dass wir Affenbesuch haben. Da wir abends draußen alles weggeräumt haben, können wir beruhigt weiterschlafen.
Nach einem guten Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Hoedspruit. Hier sollen wir an einem kleinen Einkaufscenter von Transfrontiers Walking Safaris abgeholt und zu unserem Wandercamp gebracht werden. Wir sind früh da, und versuchen bei allen Ankommenden unsere Mitwanderer und das Safari-Fahrzeug des Camps zu erkennen. Mitwanderer erscheinen zwar nicht, dafür aber ein Mitarbeiter des Camps im geschlossenen 4x4-Fahrzeug.
Wir sind etwas enttäuscht, hatten wir doch wie beim letzten Mal einen ersten Gamedrive zum Camp erwartet. Das sollte leider nicht die einzige Enttäuschung bleiben. Wir sind und bleiben die einzigen Gäste, im Nachhinein verstehen wir warum. Auf der Fahrt zum Camp hätten wir schon stutzig werden sollen, weil unser Guide sich wie ein Schneekönig freut, als einige Antilopen unseren Weg kreuzen. You are really lucky – so der Kommentar.
Im Camp werden wir nett empfangen und nach einem kleinen Imbiss zu unseren Safari-Zelt begleitet. Statt der erwarteten Aussicht auf einen kleinen Fluss oder zumindest ein Wasserloch, bleibt nur der Blick in dichtes Buschwerk.

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Wir freuen uns schon auf unsere abendliche Drive und Walk Kombination – doch auch hier werden wir enttäuscht. Da es im Balule-Gebiet (Parssons Area) nicht erlaubt ist nachts oder Off-Road zu fahren, fällt der Drive recht kurz aus, und gewandert wird leider gar nicht. Stattdessen rumpeln wir mit einem altersschwachen Safarifahrzeug längere Zeit an Zäunen vorbei, begegnen diversen hier lebenden Anwohnern in deren Autos und sehen immerhin einige Gnus. Zurück im Camp ist der Kommentar unseres Rangers dann nur: it was quiet today. Diesen Kommentar hören wir die nächsten Tage leider immer wieder.
Die Wanderungen verlaufen immer nach dem gleichen Schema: Wir suchen nach dem kürzlich ausgesetzten Spitzmaulnashorn oder nach Löwen, die wir abends in der Nähe des Camps haben brüllen hören. Wir finden aber weder die Tiere selbst, noch deren Spuren. Auch von Elefanten, Breitmaulnashörner, Büffeln oder gar Katzen ist keine Spur zu entdecken. Das Spektakulärste was uns in den 3 Tagen begegnet,sind einige Zebras und zwei Giraffen. Diese Wanderungen gehörten für uns bisher immer zu den schönsten Erlebnissen in Südafrika. Die Kombination aus Ruhe, wundervoller Landschaft, Tierbeobachtungen beim Wandern und Fahren und immer auch direkt vom Zelt aus waren bisher immer das Highlight unseres Urlaubs – all das fand diesmal überhaupt nicht statt.
Das Ganze gipfelt dann im Angebot, mit uns einen Tag im geschlossenen Fahrzeug in den Kruger-Park zu fahren um Tiere zu sehen.
Darauf haben wir dann aber verzichtet und haben unseren Aufenthalt einen Tag früher beendet, um auf eigene Faust zurück in den Kruger-Park zu fahren.


Tag 13: Dummerweise hatten wir unser Auto in Hoedsrpuit gelassen und mussten daher im Orpen-Gate wieder in den Kruger fahren. Am Gate angekommen, stellt sich leider heraus, dass ein freier Bungalow für die Nacht nicht so einfach zu bekommen ist. Meine Wünsche im zentralen Kruger können alle nicht erfüllt werden, was bleibt, ist ein Bungalow in Lower Sabie.
Viel Fahrerei, weil wir auch am nächsten Tag wieder nach Hoedspruit zurück müssen – aber allemal besser als ein weiterer Tag ohne Tiere. Obwohl wir recht zügig über die asphaltierte ‚Hauptstrasse’ fahren müssen, sehen wir in den paar Stunden viel mehr Tiere als in den vergangenen 3 Tagen. Eigentlich machen sich nur die Katzen rar, wir sehen aber wieder eine große Büffelherde und viele Elefanten.

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Besonders angetan haben es uns in der Nähe von Lower Sabie einige Paviane, die einen Bagger zu ihrem Spielplatz erklärt haben.


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Wir bekommen in Lower Sabie sogar noch einen Bungalow am Rand, genießen die Aussicht auf den Fluß und freuen uns beim Abendessen auf der Terrasse über die Geräusche. Auch eine Hyäne versucht am Zaun Futter zu ergattern.


Der nächste Teil wird jetzt nicht so lange auf sich warten lassen, die letzten Tage des Urlaubs waren dann wieder gewohnt schön 🙂
zuletzt bearbeitet 06. Mai 2012
3'383 Beiträge · seit 200906. Mai 2012 · #16
Hallo Maxi,

schön, dass es bei Eurem Bericht wieder weiter geht.

Das mit der Wandersafari - ja ja, sicherlich großes Pech und ich verstehe schon, dass man sich momentan ärgert. Dass Ihr einen Tag früher abgebrochen habt, das war bestimmt i.O.

Aber dafür, so denke ich, seid Ihr ansonsten schon reichlichst verwöhnt worden, grad, wenn ich an die ersten Tagen mit den Geparden denke.

Bis dann
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
52 Beiträge · seit 201107. Mai 2012 · #17
Toller Bericht, danke!
Bin auch auf die Fortsetzung gespannt...

Beneidenswert, was Ihr im Krüger alles gesehen habt.
Ich hätte doch Krüger statt Kgalagadi buchen sollen...😗

Silvi