danke für das Kompliment!!! Wobei ich eigentlich sagen muss, dass es in Wirklichkeit wesentlich „spektakulärer“ war, als es auf den Bildern aussieht. Die letzten Serpentinen waren echt steil, eng und die Piste recht schmal. Da wir ja aber erst am Nachmittag hochfuhren, kamen uns die ganzen geführten Tour-Autos (irgendwann hörten wir auf sie zu zählen) bereits vor und an der Grenze, bzw. im unteren Teil der Strecke entgegen.
Wie wir oben erfuhren, mussten an diesem Tag mehr als 100 Besucher auf dem Sani Pass gewesen sein, wegen der klaren Sicht. So war es noch einmal schöner die ganze Ruhe abends mit nur wenigen Gästen zu teilen und den Sonnenuntergang nahezu alleine zu genießen 🙂 🤪 😄
Unterkunft: St. Lucia Wetlands Guest House Kosten: ZAR 900,- (ÜF) Strecke: 481 km
Heute stand uns die längste Wegstrecke bevor, aber darauf hatten wir uns ja schon im Vorfeld eingestellt. Deshalb klingelte der Wecker kurz nach 6 Uhr, denn es gab auch schon gegen 7.30 Uhr Frühstück. Marco ging als erstes ins Bad und musste feststellen, dass es KEIN warmes Wasser gab 🤩 Die Antwort nach der wohl seeehr kalten Dusche war einfach nur: „Boah, jetzt bin ich definitiv wach!“ Ich entschloss mich sogleich gegen eine Dusche, doch irgendwie mussten die Haare gewaschen werden. Kurzerhand funktionierten wir die kleine „Glasschnapskaraffe“ um und mit eiskaltem Wasser wusch ich mir die Haare im Waschbecken. Not macht eben erfinderisch 😉 Ohje, das Wasser war so kalt, dass man davon sofort Kopfschmerzen bekam. Wie kann man sich da nur unter die Dusche stellen??? Jetzt verstand ich den Mann mit der Thermoskanne 😄
Beim späteren Frühstück erfuhren wir, dass es wohl die letzten Tage morgens überhaupt kein Wasser gab, da die Leitungen eingefroren waren. Und als wir die Tage zuvor in Giant´s Castle den Schnee auf den Bergen gesehen hatten, hatte es auch hier wirklich noch einmal geschneit!
Die herrliche Aussicht von der Terrasse ließ uns die kalten Temperaturen vergessen und wir wärmten uns, so gut es ging, etwas in der Morgensonne und danach am Kamin im Inneren auf. Das Frühstück war echt lecker, speziell der heiße Haferbrei mit braunem Zucker. Danach gabs aber auch noch alle anderen leckeren Dinge.
Eigentlich hätten wir hier gerne noch mehr Zeit verbracht und hätten auch noch einmal eine eiskalte Nacht in Kauf genommen, doch wir mussten los Richtung St. Lucia. Noch schnell ein paar letzte Bilder, ein kleines Souvenir aus Lesotho und dann ging es wieder an die Grenze. Stempel, gleiche Prozedur wie gestern, aber alles ging ganz zügig und unproblematisch.
Tja, und da waren sie wieder, die Serpentinen. Bergab machte es mir nicht mehr so viel aus und unser Hilux zuckelte gemütlich im 2. Gang 4x4 Low Range vor sich hin. Immer wieder hielten wir auf der Piste an, um die Aussicht zu genießen und ein paar Fotos zu schießen. Am heutigen Morgen war die Sicht noch klarer, der Himmel gänzlich ohne Wolken und wunderschön blau. Kein Auto kam entgegen, kein Auto hinter uns, es war traumhaft schön! So ließen wir uns für die Strecke lange Zeit. Erst an der südafrikanischen Grenze kamen uns wieder die ersten Autos der geführten Touren auf den Sani Pass entgegen. Wir waren schon irgendwie stolz, alleine den Pass bewältigt zu haben.
Die R617 bis zur N3 ließ sich bis auf einen kleinen Zwischenfall sehr gut fahren. Irgendwo auf dieser Strecke kam eine „schwarze Wolke“ auf uns zu, es prasselte über das ganze Auto. Später sahen wir viele tote Bienen, die wohl in einem riesengroßen Schwarm gerade dort geflogen waren, wo wir fuhren 🙁
Die weitere Fahrt bis Durban war recht unspektakulär, ebenso die Weiterfahrt nach St. Lucia.
Endlich kamen wir dann in Mtubatuba an. Hier hatten wir Erinnerungen an unseren allerersten SA-Urlaub 2008, als ich, wie auch immer, mich mitten in den Markt mit dem Auto „verfahren“ hatte 😗 Dieses Mal beschlossen wir, nicht wieder durch den Markt zu fahren, sondern direkt nach St. Lucia…
Dort angekommen, wurden wir herzlich empfangen und beim Willkommenstrunk an der Bar trafen wir zwei weitere Deutsche, die zum ersten Mal in SA waren. Wir unterhielten uns über die ganzen Erlebnisse und machten uns danach fertig, um Essen zu gehen. Wie auch 2008 machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu den Restaurants im Ortszentrum. Damals hatten wir noch ein etwas komisches Gefühl abends zu Fuß unterwegs zu sein. Dieses Mal, nach weiteren Urlauben im südlichen Afrika, fühlten wir uns in St. Lucia sicher.
Wir waren gerade einmal eine Minute unterwegs, da sprach uns ein junger Mann an. Verstanden wir ihn richtig??? Er meinte, ein Hippo würde die Straße herauf in den Ort kommen. Scherz, oder??? Ein Hippo in der Stadt??? Ne, das gibt es nicht… für Deutsche... Zuerst dachten wir, er veralbert uns, doch wir liefen langsam hinter ihm her. Und da stand wirklich ein riesengroßes Hippo mitten auf der Kreuzung und lief weiter Richtung Restaurants 🤩 Hätte uns der Mann nicht gewarnt, wären wir dem Hippo mitten in die „Arme“ gelaufen. Da unser eigentlicher Weg Richtung Ortszentrum nun versperrt war, gingen wir noch einmal kurz zurück ins B&B und dort riet man uns, einen anderen, etwas längeren Weg zu laufen. Dies taten wir dann auch, liefen aber mit etwas mulmigem Gefühl diese Strecke.
Im Ocean´s Basket aßen wir leckeren Fisch und beschlossen, wieder den längeren Heimweg zu nehmen. Trotzdem schauten wir uns immer wieder um. Und plötzlich stand es wieder da, das Hippo. Scheinbar hatte es einen kleinen Bummel durch den Ort gemacht und graste jetzt friedlich in einer Grünfläche. Mit gehörigem Respekt und so viel Abstand wie nur möglich war, schlichen wir uns leise vorbei und liefen zurück zum B&B. Dort fielen wir, müde von diesem ereignisreichen Tag, in unser gemütliches Himmelbett.
Hat Euch denn noch niemand gesagt, dass man in einem Afrika-Urlaub NIE ohne Cam weggehen soll?;)
Da hättet ihr schon zumindest EIN Foto schießen können. So wissen wir nicht, ob wir euch das alles glauben sollen.
Mal schauen, ob Euer Hippo nächstes Jahr im Oktober auch noch da ist.
Ocean Basket - tolle Sache, oder? Was habt ihr denn Gutes gegessen? Von "Casimodo" - CARSTEN haben wir mal gelesen, dass die gemischte Fischplatte der Volltreffer sein soll?!?
Liebe Grüsse an Euch, wir sehen uns ja in Kronau. Das wird bestimmt hochinteressant.
Ocean Basket ist einfach nur genial! Um eure Neugierde zu stillen... Ich hatte eine Platte mit allerlei Meeresgetier, da ich das einfach gerne mag 🙂 Lecker 🤪
Marco mag eher nur Fisch und nicht die ganzen anderen Dinge, deshalb hatten wir getrennte Teller, allerdings immer mit Gegenverkostung 😄
Bilder haben wir leider keine 🙁 genauso wenig wie vom Hippo 😣 Cam lag leider im B&B... Eigentlich sollte man wirklich immer den Foto dabei haben, aber in dem Moment, als das Hippo vor uns stand, hätten wir glaube ich eh kein Foto mehr machen können 😉
maddy2'167 Beiträge · seit 200905. Dez. 2011 · #32
Hallo Kathy,
Vielen Dank fuer den Reisebericht und die Muehe, die du dir damit machst!
Endlich kamen wir dann in Mtubatuba an. Hier hatten wir Erinnerungen an unseren allerersten SA-Urlaub 2008, als ich, wie auch immer, mich mitten in den Markt mit dem Auto „verfahren“ hatte Dieses Mal beschlossen wir, nicht wieder durch den Markt zu fahren, sondern direkt nach St. Lucia…
Eine weise Entscheidung! Hier moechte ich doch eine Warnung aussprechen, da so viele von euch nach St.Lucia fahren: Dieser Markt / Parkplatz / Taxi rank sollte absolut vermieden werden! Da wird dir bei heiterhellem Tag innert ein paar wenigen Minuten das Auto ausgeraeumt, und von den hunderten von Leuten die da alle rumhaengen / Kohlkoepfe verkaufen / arbeiten hat keiner was gesehen. Und das passiert nicht nur Touristen, sondern den Einheimischen genau so. Jeder weiss es, und keiner tut was dagegen.
Also falls ihr in Mtubatuba unbedingt einkaufen muesst, vergesst den Spar und vor allem den Shoprite / Checkers! Fahrt in den neuen Pick'n pay, der der Polizeistation gegenueberliegt - dort hats wenigstens car guards denen man vertrauen kann.
Das Hippo in den naechtlichen Strassen von St.Lucia kann ich bestaetigen, und den Ocean Basket auch - nur schade dass der naechste zu uns ueber 2 Fahrstunden entfernt ist!
chrissie2'460 Beiträge · seit 200605. Dez. 2011 · #33
Hallo Kathy, vielen Dank für die weitere Fortsetzung. Bin schon gespannt, ob ihr ähnliches wie wir in St. Lucia unternommen habt (bestimmt, manche Sachen gehören einfach zu den "to-dos"). Die Warnung vor den Hippos hatte ich auch mitbekommen (ich weiß gar nicht mehr, woher), gesehen haben wir allerdings in den Straßen von St. Lucia keins, nur da, wo sie hingehören 😄
maddy schrieb: Also falls ihr in Mtubatuba unbedingt einkaufen muesst, vergesst den Spar und vor allem den Shoprite / Checkers! Fahrt in den neuen Pick'n pay, der der Polizeistation gegenueberliegt - dort hats wenigstens car guards denen man vertrauen kann.
Gruss aus Sodwana Maddy
Da haben wir uns unbewusst für den richtigen Supermarkt entschieden. Glück gehabt. Der neue Pick & Pay ist doch, wenn man von der N 2 kommt, auf der rechten Seite, oder?
ich MUSS nochmal auf Carsten´s bzw. Eure wunderbare Fischplatte zurückkommen. Und - keine Angst, das ist nur dieses einzige Bild hier, aber ich muss Euch das einfach posten, weil´s gar so gut aussieht! 🙂 🙂 🙂
LIEBEN Dank für eure vielen Antworten und die ganzen köstlichen Fischplatten 🙂 Hmmm, da läuft mir echt das Wasser im Munde zusammen… Wird mal wieder Zeit für Ocean Basket 🤪
In Mtubatuba waren wir dieses Mal auch nur in dem neuen Pick'n pay einkaufen und die Auswahl ist da ja echt gut!
2008 war es echt ein „Versehen“ mitten in den Markt zu fahren, keine Absicht. Wenn ich das jetzt von dir, Maddy, lese, bin ich froh, damals heil raus gekommen zu sein… Glücklicherweise ist nichts passiert…
maddy2'167 Beiträge · seit 200906. Dez. 2011 · #36
Hallo alle,
Da haben wir uns unbewusst für den richtigen Supermarkt entschieden. Glück gehabt. Der neue Pick & Pay ist doch, wenn man von der N 2 kommt, auf der rechten Seite, oder?
Ja, genau: wenn vom Sueden ab der N2 kommst, bei der T-Kreuzung rechts. Wenn von Norden ab der N2 kommst, erst an der Abzweigung zu St.Lucia gradeaus vorbeifahren, am Dorfzentrum vorbei, PnP ist dann rechts.
Unterkunft: St. Lucia Wetlands Guest House Kosten: ZAR 900,- (ÜF) Strecke: 90 km
Diesen Morgen gingen wir wieder etwas gemütlicher an. Nach einem exzellenten Frühstück auf dem Balkon stiegen wir in unser frisch gewaschenes Auto und fuhren los. Kurze Besorgungen waren angesagt, Geld holen, Briefmarken kaufen und ein wenig Brot fürs Picknick am Mittag besorgen. Dann ging es los Richtung Cape Vidal.
Am Gate wurden wir registriert, wir bezahlten den Eintritt (Wild Card wird nicht akzeptiert, da es ein „private park“ ist) und schon waren wir im Park. Am ersten Hide stoppten wir auch gleich und konnten einige Vögel beobachten.
Danach bogen wir auf den ersten Loop und gleich zeigten sich uns Büffel und Warzenschweine. Zurück auf der Straße folgte kurz danach der Abzweig zum Mission Rock. Vom Viewpoint konnten wir auf der einen Seite die Wetlands mit grasenden Büffeln und Zebras sehen, auf der anderen Seite den Indischen Ozean. Am Mission Rock klatschte der Indische Ozean ganz schön wild gegen die Felsen.
Zurück auf der Straße bogen wir kurz darauf zum Mfazani Hide ab. Dort beobachteten wir eine Zeit lang die grasenden Büffel und Warzenschweine aus nächster Nähe. Teilweise standen sie so tief im Gras, dass man nur noch Köpfe und Rücken erspähen konnte. Die Fahrt ging weiter und unweit der Straße entdeckten wir White Rhinos.
Etwas weiter sahen wir einen Woolly-necked stork. Dann bogen wir auf den Dune Loop ab und erreichten etwas später Cape Vidal. Wow, es war sehr beeindruckend. Der Wind blies heftig und die Greifvögel und Möwen schienen in der Luft zu stehen. Wir machten einen kleinen Strandspaziergang und danach Picknick mit traumhaftem Blick auf den Ozean, was bei dem heftigen Wind manchmal erschwert wurde…. Immer wieder mussten wir aufpassen, dass nicht unser „gedeckter Tisch“ dem Wind zum Opfer fiel 🤪
Die Zeit verging wie im Flug und auf dem Rückweg war leider der große Loop geschlossen, so dass wir die Teerstraße zurückfahren mussten. Dafür konnten wir aber sehr viele Tiere beobachten, bevor das große Highlight des Tages noch auf uns wartete. Ein Südafrikaner wies uns auf einen Leoparden hin, der im Unterholz lag. Es muss wohl ein Männchen gewesen sein, denn er war richtig groß! Eine ganze Weile ließ er sich von uns beobachten und musterte uns dabei ganz genau. Dann hatte er wohl genug davon, gähnte, stand auf und verzog sich. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis! Und ehrlich gesagt hätten wir hier nicht mit einem Leoparden gerechnet. Das Glück ist eben manchmal mit den Dummen 😄
Kurz vor dem Gate entdeckten wir noch einmal hübsche Kudus und zurück im B&B legten wir eine kleine Pause ein. Dann fuhren wir zum Boardwalk, den wir wirklich sehr schön fanden. Die Hippos machten sich laut bemerkbar und in einem Baum sahen wir das erste Bushbaby in unserem Leben, denn bisher hatten wir es immer nur nachts schreien gehört. Es war richtig süß mit den riesigen Augen 🙂 Außerdem huschten Crested Guineafowls und Red Duiker durch das Gestrüpp. Als es langsam dunkel wurde, machten wir uns auf den Rückweg, denn auf eine direkte Hippo-Begegnung verzichteten wir gerne 😛
Im B&B schrieben wir die letzten Karten und liefen dann los Richtung McKenzy Street. Wir entschieden uns heute für das Ocean Sizzler, was definitiv eine Fehlentscheidung war. Nach mehr als einer dreiviertel Stunde Wartezeit, mit grausamer Karaokemusik, (die Besitzer(???) deckten sich währenddessen selbst einen großen Tisch mit gegrillten Leckereien und es duftete herrlich…) kam endlich unser nicht gerade köstliches Abendessen… Meine Fischplatte war zwar okay, aber das Fischfilet von Marco stellte sich als kleines Fischchen mit Gräten heraus 😠 Noch einmal würden wir hier nicht mehr hingehen…
An diesem Abend hatten wir auf dem Rückweg keine Hippo-Begegnung und fielen, mal wieder, hundemüde in unser Bett.
nächster Teil ist in Arbeit..., wobei ich dich da mit Strandbildern enttäuschen muss 🙁 Die gibt es erst wieder am vorletzten Tag 😉 Dafür gibts dann aber die nette Bekanntschaft mit unserem niedlichen Haustier "Buschi" im Thalu Bush Camp in Ithala 🤪