madmaddinThemenstarter153 Beiträge · seit 201128. Okt. 2011 · #1
Reisetagebuch:
Liebe Namibia Fans,
...eigentlich hatte ich gar nicht vor ein Reisetagebuch zu schreiben! 😗
Da mich die vielen interessanten und spannenden Berichte hier im Forum aber immer wieder aufs Neue mit auf Reisen durch dieses wundervolle Land nehmen, möchte ich Euch unsere Hochzeits-Tour auch nicht vorenthalten. Und vielleicht fährt dann ja auch der ein oder andere von Euch auf unserer Reise mit. Uns würde es in jedem Fall freuen! 😁
Bevor es losgeht möchte ich noch schnell ein paar Fakten auf den Tisch legen: Wir haben während unserer Reise -außer für die Postkarten an unsere Freunde, die Einträge in den Lodge-Gästebüchern und für die vielen Kreditkartenbelege- keinen Stift in die Hand genommen. Daher schreibe ich aus der puren Erinnerung und bitte um Verzeihung, wenn ich mich nicht mehr an jede Mahlzeit und jedes Schlagloch erinnere. 😉 Es soll in dem kleinen Bericht aber eigentlich auch weniger um Details als vielmehr um unsere unglaublich vielen Eindrücke gehen, die wir in auf unserer Tour durch dieses wundervolle Land sammeln konnten. Eines noch vorweg: DER WEG WAR (auch) DAS ZIEL! 😎
Hier unser Weg durchs Land: 04.08.2011 Früh Morgens Ankunft in Windhoek 04.08.-05.08.2011 Bagatelle Kalahari Game Ranch 05.08.-06.08.2011 Canyon Lodge (Fishriver Canyon) 06.08.-07.08.2011 Klein Aus Eagles Nest 07.08.-09.08.2011 Rostock Ritz Desert Lodge 09.08.-11.08.2011 Swakopmund Guesthouse 11.08.-13.08.2011 Camp KipweTweivelfontaine 13.08.-15.08.2011 Etosha Safari Lodge 15.08.-16.08.2011 Namutoni Rastlager 16.08.-17.08.2011 Okonjima Main Lodge Otjiwarongo 17.08.-18.08.2011 River Crossing Lodge bei Windhoek 18.08. Rückflug von Windhoek
Hallo Madmaddin, freu, freu, bald gibt es wieder Lesestoff. 😄 Wir haben auch viele von den Unterkünften gebucht, bin gespannt wie es euch so gefallen hat. Hoffentlich geht es bald los.
@ Bele: Es muß nich Chardonnay sein, einen Primitivo wirkt auch Wunder.😗 Teste ich gerade aus, da Mann gerade auf den Kanaren unterwegs ist, soll Frau auch nicht leben wie ein Hund. Gute besserung! 🙂
uschisiggi160 Beiträge · seit 200930. Okt. 2011 · #7
Guten Morgen madmaddin, habe gerade Deinen thread abonniert, Für uns geht es in 2012 endlich mal wieder nach Namibia und einige Eurer Unterkünfte sind auch bei uns vorgesehen. Alle Eindrücke interessieren da sehr. Wann ist denn "bald"?
Gruß uschisiggi
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
madmaddinThemenstarter153 Beiträge · seit 201131. Okt. 2011 · #8
Hallo zusammen,
schön, dass schon jetzt so viele Mitreisende gefunden haben. 🙂 Ich werde gleich kräftig in die Tasten hauen!
Als schneller Teaser hier schon mal die Route, die mein iPhone "mitgeschrieben" hat.
na da sind wir ja mal gespannt. Die Runde sieht nach vielen Kilometern für 14 Tage aus... Der südliche Teil wird auch zu unserem nächsten Ziel (2012) gehören.
LG Micha
LG
Micha
madmaddinThemenstarter153 Beiträge · seit 201131. Okt. 2011 · #10
Hallo Micha,
jap...es waren am Ende knapp 5000 km, aber wir haben keinen einzigen davon bereut. Allerdings hätten wir die ein oder andere Etappe ohne einen 4x4 wohl sicherlich nicht in einer akzeptablen Zeit geschafft. 😉
madmaddinThemenstarter153 Beiträge · seit 201131. Okt. 2011 · #11
03.08.2011
Der Air Berlin Flieger von Düsseldorf in die Bayrische Landeshauptstadt ist pünktlich abgehoben. Jetzt sind wir also auch offiziell unterwegs nach Afrika! Es ist unser erster Urlaub auf dem „schwarzen Kontinent“, wenn man mal vom kurzen Pauschaltrip nach Ägypten absieht und am Ende wird es –ganz abgesehen davon dass es unsere Hochzeitsreise war – natürlich auch was ganz anderes gewesen sein, als 6 Tage All-Inklusive am Strand von Hurghada.
In München angekommen hatten wir knapp 2 Std. Zeit bevor es weiter gehen sollte. Ein kleiner Snack und ein Weizenbier versüßten das Warten, dann sollte auch der zweite Flug des Tages pünktlich Richtung Windhoek starten.
Der Flug war ruhig und angenehm. Meine Frau hat sich relativ schnell nach dem Abendbrot in die Welt der Träume verabschiedet. Ich hatte es mit meinen knapp 190 cm bei den engen Sitzreihen deutlich schwerer eine gemütliche Postion zu finden, aber irgendwann fand auch ich eine Mütze Schlaf.
04.08.2001
Gegen 4.00 Uhr hatte ich dann alle erdenklichen Positionen in denen man Schlafen kann durch und es zog mich mit Rückenschmerzen zum Frischmachen in den Waschraum. Dann die Durchsage, ob denn ein Arzt an Bord wäre. Er möge sich bitte in den vorderen Teil der Maschine begeben. Dort gab es auch schon etwas Aufruhe. Eine Frau hatte einen kleinen Schwächeanfall und nicht nur aus sozialen Gründen war ich froh, dass es ihr schnell besser ging, denn der Co-Pilot sagte zur anwesenden Allgemeinmedizinerin, dass wir gerade über dem Kongo wären und er eine Notlandung in Kinshasa aus verschiedenen Gründen um diese Uhrzeit gern vermeiden würde. Wir konnten, wie gesagt, durchfliegen und landeten pünktlich, kurz vor Sonnenaufgang in der Hauptstadt von Namibia.
An den Einreiseschaltern ging es in meinen Augen recht zügig voran, hatte man zuvor doch einige Stories dazu hier im Forum gelesen. Das Sprichwort: „Gott gab dem weißen Mann die Uhr und dem schwarzen Mann die Zeit.“ Stimmte in diesem Fall nicht und auch bei allen weiteren Aktionen am Airport sollte dieses Sprichwort nicht gelten.
Zweiter Anlaufpunkt: Europcar Schalter. Auch hier wieder freundliches Personal. Wir hatten die Klasse „Hilux 4x4 Single Cab“ gebucht und sollten am Ende sogar ein Double Cab bekommen. Der Wagen hatte gerade mal gut 5000 km auf der Uhr und war dementsprechend super in Schuss, lediglich ein kleiner Steinschlag außerhalb des Sichtfeldes der Windschutzscheibe wurde notiert. Ach so…14 Tage später sollten wir die 5000km übrigens nahezu verdoppelt haben.
So…jetzt noch schnell Geld wechseln und eine SIM Karte kaufen und ab geht’s in die City zum Einkaufen.
madmaddinThemenstarter153 Beiträge · seit 201131. Okt. 2011 · #12
04.08.2011
Die Eingewöhnung an den Linksverkehr war kurz. Ich hatte da bereits Erfahrung in Irland sammeln können. Eine Sache war jedoch fast den gesamten Urlaub hindurch immer wieder lustig. Ich sag nur: Scheibenwischer! 😉
Zum Shoppen sind wir in die Mall nach Windhoek gefahren. Hier bekommt man alles, was man auch in Deutschland kaufen kann. Wir haben uns mit ausreichend Wasser und einigen Snacks für die nächsten Tage eingedeckt dazu ein Sixpack Windhoek Lager und natürlich auch die obligatorischen Insektensprays.
So! Alles eingeladen und verstaut? Dann ab auf Piste in die Kalahari. Über die B1 geht es die ersten Kilometer bis Kalkrand auf Aspalt durchs Land. Immer geradeaus. Eine gute Gelegenheit sich ein wenig besser mit der Tracks4Africa Karte vertraut zu machen, dann aber schnell das erste Foto schießen.
Wir genießen die vielen neuen und wechselnden Eindrücke und freuen uns auf unsere erste Station. Was erwartet uns wohl in der Bagatelle Kalahari Game Ranch?
Bei Kalkrand bieben wir auf die C21 nach Osten. Endlich! Die erste Gravel Road… 😛 und ein großes Webervogelnest direkt am Straßenrand.
Danach geht es direkt in die Kalahari. Die roten Dünen durchschneiden das Land immer wieder mit einem roten Band. Wirklich schön! Es dauert nicht mehr lang und wir sind am Ziel. Die erste Lodge unseres Honeymoon, die erste Lodge unseres Lebens… 😉
In der „Bagatelle“ angekommen werden wir super freundlich begrüßt, erhalten den obligatorischen Welcome-Drink und bekommen eine schnelle Einführung in die Gegebenheiten und die Essenszeiten bevor wir unseren „Room“ gezeigt bekommen.
Wir haben uns bei der Buchung für die „günstigere“ der zwei möglichen Varianten den „Garden Room“ entschieden und werden nicht enttäuscht. Der Ausblick von unserer Terrasse ist wunderbar und auch das Interieur gefällt. Wir werden in den kommenden 14 Tagen zwar noch schönere Zimmer sehen, können die Bagatelle aber in jedem Fall empfehlen.
Nach dem „Ankommen“ drehen wir eine Runde über die Ranch und schießen ein paar Fotos. Zum Nachmittag haben wir den Sundowner Drive mit Cheetah-Fütterung gebucht. Man muss dazu wissen, dass in der Bagatelle einige Cheetas der Africat Foundation untergebracht sind, die in der Freiheit nicht überleben könnten, weil sie zu früh ihre Mutter verloren haben.
Nach den Cheetahs geht’s zum Sundowner auf die Düne. Unser erster Sundowner! 😉
Danach heißt es Frischmachen und ab zum Abendessen. Das Buffet ist wirklich gut. Es gibt Oryx und zahlreiche Beilagen. Lediglich beim offenen Rosé Wein haben wir einen Fehlgriff gemacht. Wer nicht grundsätzlich auf Traubensaft steht, sollte vorher in jedem Fall einen Schluck probieren. Das Windhoek Lager ist allerdings perfekt… 😉
Nach einem letzten Drink auf unserer Terrasse in der Dunkelheit fallen wir total müde in die Federn! Der Wecker ist auf 6.00 Uhr gestellt um den Sonnenuntergang zu sehen… Ob wir das schaffen? 😉 Wir werden sehen...
Hanne6'152 Beiträge · seit 200631. Okt. 2011 · #15
hallo madmaddin,
denke der Rose war vielleicht schlecht - aber sehr hochprozentig 😉 wenn ich mir den Wecker auf 6.00 Uhr stelle dann zum Sonnenaufgang 😛 Freu mich auf den weiteren Verlauf - nur zu. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
janet1'419 Beiträge · seit 200931. Okt. 2011 · #16
............... schööööööööööööön ^^ ... ich freu mich schon wenns weitergeht 🙂
madmaddinThemenstarter153 Beiträge · seit 201131. Okt. 2011 · #18
05.08.2011
Ganz pünktlich haben wir es doch nicht zum Sonnenaufgang geschafft! 😉 Während meine Frau lieber noch in den Federn lieben bleibt, schwinge ich mich nach Draußen. Die Farben sind viel intensiver als am Nachmittag. Das Rot des Sandes kommt nun noch besser zur Geltung. Ich schieße das ein oder Bild mit unserer Cam, koche einen Kaffee für meinen Schatz und dann geht’s ab zum Frühstück.
Nach dem guten Frühstück geht’s ab Richtung Süden. Unser Hauptziel heute ist der Fishriver Canyon und die Canyon Lodge.
Wir schieben uns über die Gravelroad und müssen dann bei Mariental, wo wir auch Tanken, wieder auf die B1. Asphalt macht keinen Spaß und die Landschaft wird – wie in diversen Reiseführern beschrieben – nun für die nächsten 2-3 Stunden extrem monoton.
In Keetmanshop machen wir einen kurzen Abstecher durch die „Stadt“. Die kolonialen Einflüsse sind hier – wie auch an unzähligen anderen Stellen des Landes – noch gut zu sehen.
Und dann geht es nach einem letzten Stück B1 endlich wieder auf die Gravel, genauer auf die C12 Richtung Süden.
Erst Staub, dann Wasser! Dies war übrigens eine von zwei nassen Flussdurchfahrten. Die Trockenzeit hat alle anderen Rinnsale ausgetrocknet und auch die Fahrt durch den „Löwen“ war, wie man sieht, eher feucht als nass! 😉
Wir fahren auf der C12 immer parallel zur Bahnstrecke und sehen tatsächlich auch einen Zug. Ansonsten wird die Landschaft nun wieder interessanter. Besonders beeindruckend bleibt aber die unglaubliche Weite und Einsamkeit!
Wir nähern uns dem Fishriver Canyon und können uns noch gar nicht vorstellen, wie überwältigend der zweitgrößte Canyon der Welt sein wird. Nachdem wir unser Fahrzeug angemeldet haben und der Eintritt in den National Park beglichen ist, geht es auf den letzten Metern Richtung „Abgrund“.
Obwohl hier echt wenig Vegetation zu finden ist, ist es dennoch wunderschön. Wir wollen eigentlich gar nicht weg, genießen die Stille an einem der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes, aber der Tag neigt sich mal wieder ganz langsam dem Ende entgegen. Also wieder ab auf die Piste! Ziel: Canyon Lodge, die nur wenige "Wimpernschläge" entfernt liegt…