BriZAThemenstarter375 Beiträge · seit 201016. Aug. 2011 · #21
24.11.2010
In der Nacht werden wir von Gepolter geweckt. Ein Blick aus dem Zelt und wir sehen direkt unter uns vier Honigdachse, die sich an der Mülltonne zu schaffen machen. Eine Weile beobachten wir, wie sie sich um ein paar Knochen zanken. Der Wind trägt uns ihre Duftmarke zu. Puh! Leider habe ich ausgerechnet heute den Fotoapparat nicht mit im Zelt. Wer rechnet denn auch damit?! Auf dem Weg nach Okaukuejo liegen unter einem Busch zwei junge Löwenmännchen. Der schmale Weg ist zugestopft mit Autos. Da wir schon so viele Löwen in den letzten drei Wochen hatten, versuchen wir irgendwie uns durchzumogeln.
Am nächsten Wasserloch haben wir wieder riesig Glück. Zwei Geparden nähern sich zum Trinken einer Wasserstelle. Leider sind sie sehr weit weg und es ist schwierig sie gut zu fotografieren. Sie sind hypernervös und schrecken bei jedem vorbei fliegenden Vogel zusammen. Sie scheinen auch satt zu sein, denn eine Herde Springböcke in der Nähe interessiert sie nur mäßig. Dann verschwinden sie im schattigen Gebüsch.
Gegen Mittag erreichen wir Okaukuejo. Am Wasserloch verbinden einige Antilopen das Trinken mit einem erfrischenden Bad.
Drei Elis stehen am Wasser. Nacheinander nehmen sie eine Dusche, pudern sich mit Schlamm und ziehen von dannen.
Auch wir machen uns nun davon und nehmen mit einer letzten Runde Abschied von der Etosha, die uns dieses Mal so viel schöne Tiersichtungen beschert hat. Die 25 Kilometer bis zur Toshari Lodge sind schnell gefahren. Es regnet heftig und wir buchen den Campingplatz um in ein komfortables Zimmer mit riesigem Bett. Die Lodge ist sehr geschmackvoll eingerichtet, ich bin begeistert und nehme mir ein paar Anregungen für zu Hause mit.
25.11.2010
Nach einer guten Nacht und einem gutem Frühstück packen wir das letzte Stück bis Windhoek. Der Verkehr wird ab Outjo „dichter“. In Okahandja werden wir unsere verbliebenen Vorräte und ein paar Gebrauchsgegenstände los. Die Holzschnitzer, denen das Lager vor einigen Monaten abgebrannt ist, haben sich gefreut. Gegen 14 Uhr sind wir in der Pension Uhland und beziehen unser Zimmer. Wir kennen die Pension bereits vom letzten Urlaub. Weil die Preise aber ziemlich gestiegen sind, haben wir diesmal ein Standardzimmer und sind damit nicht wirklich zufrieden. Auch der Preis für die Belegung über Tag bis zum Abflug ist sehr hoch. Das nächste Mal werden wir uns eine andere Unterkunft suchen. Wir machen einen Stadtbummel und gehen dann in dem afrikanischen Restaurant „La Marmite“ essen. Die Bürgersteige sind bereits hochgeklappt und wir kehren in unser Zimmer zurück, wo wir noch einen Schlummertrunk zu uns nehmen.
26.11.20140
Nach einem mäßigen Frühstück packen wir die Taschen. Etwas Luft ist noch beim Gewicht. Ein guter Grund um noch ein wenig zu shoppen. Den Nachmittag verbringen wir am Pool. Um 18 Uhr holt uns Frank, unser Autovermieter von Nambozi, ab und bringt uns zum Flughafen. Hier erfahren wir, dass unser Rückflug gecancelt ist. Mal wieder har Air Namibia ein technisches Problem. Die Maschine steht noch in Frankfurt. Für diese Nacht werden wir im Safari Court untergebracht. Hier erhalten wir noch ein Abendessen vom bereits stark geplünderten Buffet und ein alkoholfreies Getränk. Kosten für Beides übernimmt Air Namibia. Ein Glas Wein bekommen wir erst, als wir beteuern, den Preis dafür selber zu zahlen. An der Rezeption erhalten wir unterschiedliche Auskünfte über die Startzeit unseres Fluges am morgigen Tag. Also geben wir den Auftrag, uns um 5 Uhr zu wecken. Da unsere Taschen bereits am Flughafen aufgegeben sind, haben wir nicht mal mehr eine Zahnbürste zur Verfügung (passiert mir so auch nicht noch mal).
27.11.2010
Das mit dem Weckruf klappt und nach dem Frühstück setzen wir uns in die Wartehalle und harren der Dinge, die da kommen. Nur durch Zufall bekommt Heinrich mit, dass auf dem Parkplatz ein Bus steht, der die hier gestrandeten Urlauber zum Airport bringen soll. Wir quetschen uns mit mehreren Leuten in den Kleinbus und dann geht es endlich los. Die Flugzeit wird noch mehrmals verschoben, bevor es wir um 12:30 Uhr wirklich abfliegen.
Um 21:30 Uhr landen wir in Frankfurt. Ganz knapp erreichen wir noch den ICE und um 1:30 Uhr endlich unser Zuhause.
Wir haben mal wieder einen wunderschönen Abenteuerurlaub im südlichen Afrika verbracht und nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Oder?
Wieviel Raubkatzen-Glück kann man eigentlich in einem einzigen Afrika-Urlaub haben? Sag mal, wen habt ihr bestochen? Ich will das auch! 😁
Vielen Dank für deinen Bericht und die tollen Fotos, das verkürzt die Wartezeit bis Oktober 2012 deutlich 🙂
LG aus Österreich,
Tanja
Sanne2'462 Beiträge · seit 200616. Aug. 2011 · #23
Hallo BriZa,
es fällt mir auch schwer, diesen leisen Neid in mir zu unterdrücken 😊 Wir hatten in Etosha seinerzeit überhaupt kein Glück, obwohl uns dieses sonst eher hold ist - vielleicht geben wir Etosha doch noch mal eine Chance 😉
Ganz lieben Dank für Deinen Bericht, die Fotos fand ich auch wunderschön! Wann können wir mit dem nächsten Bericht rechnen??😜
Viele Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
BriZAThemenstarter375 Beiträge · seit 201016. Aug. 2011 · #24
Liebe Tanja, liebe Sanne,
danke für Eure positiven Meldungen. 😘
So viel Glück wie diesmal haben wir auch noch nicht gehabt, auch wenn ich zugeben muß, dass wir eigentlich noch nie wirklich enttäuscht von unseren Tiersichtungen waren. Wir sagen heute, die Etosha war diesmal so toll, dass wir vermutlich nicht noch einmal hinfahren. Aber wer weiß?😁 Vielleicht ergibt sich irgendwann noch ein viertes Mal.
Wenn das mit der Urlaubsgenehmigung klappt, fahren wir im Mai 2012 wieder. (Die Tickets sind schon gebunkert.)😃
Liebe Grüße, BriZA
maddy2'167 Beiträge · seit 200916. Aug. 2011 · #25
Hallo BriZA,
Auch von mir ein herzliches Dankeschoen fuer den Bericht und die tollen Bilder. Ihr habt ja wirklich ein Riesen Glueck gehabt mit euren Tiersichtungen - vor allem den Katzen! Und die Bilder sind Klasse, der Leopard gefaellt mir ganz besonders!
auch von hier ein DANKE für Deinen Bericht. Du hast schöne Fotos gemacht, und von Deinem Glück in puncto Tiersichtungen kannst Du uns mal ein bisschen was rüberschieben. O.K.?
Ich hab Dir auch eine p.m. wg einer anderen Sache zugeschickt.
Mariechen93 Beiträge · seit 200916. Aug. 2011 · #27
Hey BriZA,
also ein kleines bisschen unbeliebt macht ihr euch mit eurem Reisebericht schon. 😉 Scherz, aber bei den Wahnsinnstiersichtungen muss mensch ja neidisch werden. Ein Leopard UND Geparden im Etosha, unfassbar.
Vielen Dank, dass ich teilhaben darf!
Liebe Grüße Marie
In jungen Jahren... Südafrika/Namibia 2007 Reisebericht (in the making)
toller Reisebericht, auf jpg 99 hat der Adler eine Puffotter in den Fängen, wenn Du genau hinsiehst, aber vielleicht hast Du das schon entdeckt.......
BMW
Chris24835 Beiträge · seit 201017. Aug. 2011 · #29
Hallo BriZA,
auch von mir vielen vielen Dank für den tollen Reisebericht und die wirklich grandiosen Bilder. Vor allem die Bilder der Löwenbabys in Savuti finde ich sensationell 🙂 .
Bei meiner Freundin und mir soll es nächstes Jahr auch durch den Caprivi in den Chobe gehen. Savuti würden wir auch gerne anfahren.
Wie war dein Eindruck von der Strecke Kasane – Savuti ? Ist das mit dem fahren sehr anspruchsvoll durch den Tiefsand oder noch relativ gut machbar für einen Anfänger mit Hilux. Ich habe bisher noch keine Erfahrung im offroad fahren und bin etwas unsicher 😐 (war bisher nur mit einem mini SUV 4x4 in Namibia unterwegs. Den Terios kann man aber nicht mal annähernd mit einem Hilux vergleichen 😕 ).
BriZAThemenstarter375 Beiträge · seit 201017. Aug. 2011 · #30
Hallo BMW,
ja, hab´ ich gesehen. Da waren zwei Adler. Die Puffotter haben wir erst gesehen, als die Adler damit in den Baum geflogen sind. Geteilt hat der Adler nicht!😮
Hallo Christian, wir sind vom Savuti aus am Linyanti hoch gefahren und nicht quer durch den Chobe Park. Ich weiß ja nicht wie Ihr das vorhabt. Aber diese Strecke war ok zu befahren, da ist auch schon viel Wellblechstrasse gewesen. Wie weit die mit der Bauerei der Pad mittlerweile sind, können Dir sicher andere Fomis sagen. Mein Mann sagt, der Hilux ist gut zu fahren auf sandiger Piste. War für ihn auch das erste Mal auf so weiter Strecke. Wichtig ist halt Luft aus den Reifen zu lassen und wenn der Sand zu tief wird, bloß nicht anhalten, egal was der Beifahrer gerade tolles sieht.😗
die erste Campsite im CKGR war welche?, die habt Ihr meines Wissens nicht genannt! Die zweite war ja Sunday2 und die dritte Nacht war wahrscheinlich Lekubu oder wildcamping in der Nähe....ist das richtig?
BMW
BriZAThemenstarter375 Beiträge · seit 201018. Aug. 2011 · #32
Hallo BMW,
die erste Campsite war CKA3 Kukama Pan. Eigentlich wollten wir zur Piper Pan. Aber das wäre, so wie wir gefahren sind, gar nicht zu schaffen gewesen. Die zweite war Sundy Pan CKSUN02 und die dritte sollte sein Deception Valley Letiahau,ein paar Kilometer hinter dem Wasserloch wo der Löwe lag. Wegen der abgebrannten Gegend waren wir dann zurück, am Wasserloch vorbei auf Campsite CKWIL07. Ich weiß gar nicht, ob man die bei "Simply Botswana" buchen kann. Wann wollt Ihr denn da hin?
wir planen für November 2011 und es würde mich interessieren, wann Ihr von Ghanzi weggefahren seid (war ja noch Einkauf etc.), so dass es zu lange/zu weit wurde für Piper Pan ?
LG BMW
BriZAThemenstarter375 Beiträge · seit 201018. Aug. 2011 · #34
Hallo BMW,
wir sind von der Motswiri Lodge etwa um 9 Uhr weg und in Ghanzi war es dann so 11:30 Uhr bis wir los sind. Von Ghanzi sind es dann ca 6h bis Kukama Pan. Ich hab´ im Forum mal gelesen, dass es von Ghanzi bis Piper Pan 8-9h sein sollen. Also, möglichst früh losfahren. Vielleicht seht Ihr ja Löwen, und dann braucht man noch länger.😃
Hallo BriZa danke für den schönen, interessanten Reisebericht. Wir werden nächstes Jahr, bis auf die Etosha, fast die gleiche Strecke fahren werden. War schon mal eine gute Einstimmung. Bazi