Hallo zusammen
Habe erst jetzt Werners Bericht über frühere Zeiten durchgelesen.
Er schreibt über Gorongoza:
An die Eintrittspreise von damals kann ich mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls war es bestimmt nicht teuer und der Camping vor dem Parkeingang war gratis. Zudem war der Preisunterschied zwischen Einheimischen und Ausländern im Gegensatz zu heute sowieso kein Thema…..
Meine Bemerkung über den „steinreichen Ami“ machte ich, weil ich weiss, dass die Amerikaner einen etwas anderen Geschmack bezüglich Tierparks haben. Es ist auch nicht unsere Art, in Afrika am Abend bei Westernsongs und Gitarrenklängen am Lagerfeuer zu sitzen, wie wir‘s schon im Chobe erlebt haben oder sogar, wenn wir ein Tier sehen „oh my god“ rufend zu klatschen. Mr. Carr setzt sich für die Tierwelt ein, das ist die Hauptsache, eine einfache Aufgabe ist das bestimmt nicht. Und es ist ja schon klar, dass er als grosser Geldgeber den Park somit auch nach seinem Gutdünken (mit Fokus auf amerikanische Touris) führen möchte.
Eines hat uns aber dann doch beschäftigt. Am Rande des Gorongosa NP sahen wir Ende 2010 an einem Flussufer eine unglaublich armselige Siedlung. Im Gegensatz zu den sonst hübschen Hüttchen hausten die vielen Familien unter schwarzer Plastikfolie. Die Vermutung kam in uns auf, dass diese Menschen aus dem Park ausgesiedelt worden waren und nun mit ein paar Rollen Plastikfolie als Abfindung ihrem Schicksal überlassen werden. Das wäre schon die hässliche Kehrseite der Medaille, wenn das so wäre.
Naja, wie auch immer, Gorongoza ist wieder im Aufbau. Mal sehen, wie es in einigen Jahren aussieht. Schade, dass es überhaupt so weit kommen musste.
Grüessli
Erika
Habe erst jetzt Werners Bericht über frühere Zeiten durchgelesen.
Er schreibt über Gorongoza:
Nach meiner Erinnerung gab es keinen Campingplatz, sondern nur Bungalows und Verköstigung im Restaurant, alles über dem Preisniveau in SA oder Zim (Erika weiß vielleicht noch präziser).Wir campten 1971 direkt vor dem Parkeingang auf einer Wiese. Nachts gab es jeweils sogar unmittelbar neben unserem Fahrzeug Löwen- und Elefantenbesuch. Jeden Tag unternahmen wir mit unserem VW-Bus auf relativ gut befahrbaren Pisten Ausflüge in den Park und konnten unglaublich viele Tiere beobachten. Vor allem Löwen gab es in sehr grosser Anzahl. Sie lagen faul und gut genährt unter Fächerpalmen und öffneten kaum die Augen, wenn wir nahe an sie heran fuhren. Man hatte den Eindruck, dass sie im Schlaraffenland wohnen.
An die Eintrittspreise von damals kann ich mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls war es bestimmt nicht teuer und der Camping vor dem Parkeingang war gratis. Zudem war der Preisunterschied zwischen Einheimischen und Ausländern im Gegensatz zu heute sowieso kein Thema…..
Vor diesem Hintergrund zu bedauern, „dass dort ein steinreicher Ami das Sagen hat“ (Zitat Erika) ist schon starker Tobak.
Meine Bemerkung über den „steinreichen Ami“ machte ich, weil ich weiss, dass die Amerikaner einen etwas anderen Geschmack bezüglich Tierparks haben. Es ist auch nicht unsere Art, in Afrika am Abend bei Westernsongs und Gitarrenklängen am Lagerfeuer zu sitzen, wie wir‘s schon im Chobe erlebt haben oder sogar, wenn wir ein Tier sehen „oh my god“ rufend zu klatschen. Mr. Carr setzt sich für die Tierwelt ein, das ist die Hauptsache, eine einfache Aufgabe ist das bestimmt nicht. Und es ist ja schon klar, dass er als grosser Geldgeber den Park somit auch nach seinem Gutdünken (mit Fokus auf amerikanische Touris) führen möchte.
Eines hat uns aber dann doch beschäftigt. Am Rande des Gorongosa NP sahen wir Ende 2010 an einem Flussufer eine unglaublich armselige Siedlung. Im Gegensatz zu den sonst hübschen Hüttchen hausten die vielen Familien unter schwarzer Plastikfolie. Die Vermutung kam in uns auf, dass diese Menschen aus dem Park ausgesiedelt worden waren und nun mit ein paar Rollen Plastikfolie als Abfindung ihrem Schicksal überlassen werden. Das wäre schon die hässliche Kehrseite der Medaille, wenn das so wäre.
Naja, wie auch immer, Gorongoza ist wieder im Aufbau. Mal sehen, wie es in einigen Jahren aussieht. Schade, dass es überhaupt so weit kommen musste.
Grüessli
Erika
Meine Reiseberichte:
1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa
http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120
2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle)
http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm
2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania
http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html
2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania
http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html
2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia
http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html



