Auf sandigen Pisten - Botswana Mai 2011

Reisebericht 75 Antworten · 37,7k Aufrufe · gestartet 28. Juni 2011 von panther
Themenstarter1'296 Beiträge · seit 200711. Juli 2011 · #41
@Barbara
Gern geschehen 😉 Vorfreude ist ja die schönste Freude 🙂

Samstag, 14.05.11
172 km
KTP Gharagab

Blöderweise hatten wir gestern unser Holz im Regen vergessen. Das war jetzt natürlich alles nass, auch unsere Stühle waren etwas in Mitleidenschaft gezogen. Frühstück gab es daher draussen im Stehen.
Für heute hatten wir eine Reservierung im Gharagab Wilderness Camp und von Nossob aus waren ca. 170 km zurückzulegen. Auf dem Weg dahin trafen wir auf viele Altbekannte, aber wir konnten auch eine Herde Elandantilopen entdecken. Sie waren sehr scheu und flüchteten sofort.

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Hans-Schwabe Grab
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Tsamma Melonen
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Eland
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Wir fuhren bis nach Unions End. Hier war die Grenze nach Namibia erreicht, aber es gab keinen Übergang.

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Kurz vorher zweigt eine Allradpiste nach Gharagab ab. Wellige 32 km waren es noch bis zum Camp, das aus 4 Selbstversorger-Chalets und einem Wildhüter (Oliver) bestand.


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Gemsbok Cucumber
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Die Häuschen waren so ausgerichtet, das man das Wasserloch gut im Blick hatte. Zwei waren schon belegt und wir bekamen das dritte. Es gab eine kleine gut ausgestattete Küchenzeile, Kühlschrank und Gaskocher. Im hinteren Teil stand auf jeder Seite ein Bett und dahinter Bad und Dusche. Alles ganz zweckmässig und sauber eingerichtet. Kurze Zeit später erreichten die letzten Gäste das Camp und aus dem (deutschen) Stimmengewirr auf der Terrasse war zu entnehmen, dass es etwas besonderes zu sehen gab. Wir wurden sogleich hinübergewunken und wir konnten einen Löwen, zwei Löwinnen und drei Jungtiere im Gras beobachten. Was für ein Anblick und vor allem, sie waren nicht sehr weit entfernt. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir bei Karin und Hansi auf der Terrasse. Immer wieder stand eine Löwin auf und besuchten auch mal das Wasserloch. Die Kleinen waren im Laufe der Zeit so mutig geworden, das sie sich ganz nahe an die Terrasse heranwagten. Ein wunderhübsches Bild wie sie da so im Gras sassen und sich vorsichtig herantasteten. Dann rief die Mama und alle ausser dem Chef gingen zum Wasserloch. Hier wurde nach Herzenslust gespielt und rumgetollt. Wir konnten uns gar nicht sattsehen. Nach einem kurzen heftigen Löwengebrüll kehrt dann erst mal Ruhe ein.

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Die Dunkelheit hatte eingesetzt und wir kochten ein schnelles Abendessen. Es gab lecker Linseneintopf mit Würstchen, so etwas schmeckt uns nur draussen. Den restlichen Abend verbrachten wir auf ein Bier bei unseren Nachbarn. Gesprächsstoff gab es grad genug. Ab und zu liessen die Löwen noch etwas von sich hören. Dann wurde es Zeit ins Bett zu gehen. Heute war es richtig kalt, gut das es noch eine zweite Decke gab.

Der Tag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Er hat unsere Erwartung weit übertroffen 🙂
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
6'152 Beiträge · seit 200611. Juli 2011 · #42
Hallo Martina und Ralf,

lese mit Spannung euren Reisebericht - da es für uns Januar/Feburar das erste Mal
in den KTP geht. Durch die schönen Bilder hat man schon eine Vorstellung wies
aussieht - in Nossob nächtigen wir auch. Ach noch gute 6 Monate --dann sind
wir auch da 😛 Bin gespannt auf den weiteren Reiseverlauf und Bericht.
Sonnige Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
2 Beiträge · seit 201111. Juli 2011 · #43
Hallo Martina, hallo Ralf!
Haben mit großer Freude Euren Reisebericht erwartet und natürlich auch gelesen.
Bei vielen Sätzen kam auch unsere Erinnerung wieder.
Wobei die Erinnerung sich diesmal sehr lange hält.
Schöne Grüße an Euch aus Berlin
senden Karin und Hansi
2'462 Beiträge · seit 200611. Juli 2011 · #44
Das Erlebnis mit den Löwen muss toll gewesen sein - man kann sie so oft sehen, wie man will, es ist doch immer wieder etwas ganz Besonderes! Von etwas Neid kann ich mich leider nicht freimachen 😊 - lieben Dank für die tollen Bilder!

Liebe Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter1'296 Beiträge · seit 200712. Juli 2011 · #45
@Hanne
In wirklichkeit ist es noch viel schöner 😉 Auf den KTP könnt ihr euch wirklich freuen. Wir sind richtige Fans geworden.
@Hansi
Schön dass ihr mitlest. Der Tag mit euch in Gharagab bleibt uns unvergesslich und bei dem Erlebnis hält das auch noch laaaaaange an. Aber irgendwann muss man die Erlebnisse wieder auffrischen. Was bleibt einem da anderes übrig als wieder hinzufahren 😛
@Sanne
Unvergesslich schön. Von der Unterkunft hatten wir relativ wenig da wir nur Löwen "gucken" waren. Und wenn man so nette Campnachbarn wir Hansi und Karin hat die einen auf den Logenplatz einladen ist es umso besser. Die Kleinen waren nur 2-3 Meter vom Häuschen weg.

Leider verlassen wir Gharagab nun wieder

Sonntag, 15.05.11
147 km
KTP Nossob

Die Nacht war ruhig geblieben, von den Löwen war nichts mehr zu hören. Wir kochten Kaffee und frühstückten draussen mit Blick auf ein verwaistes Wasserloch. Wir genossen noch etwas die Aussicht und die Ruhe bevor es auch schon wieder hiess alle Siebensachen zusammpacken und im Auto verstauen.

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Wir hielten noch einen letzten Plausch mit den Karin und Hansi, tranken noch einen Abschiedskaffee und fuhren dann aber endgültig los. Der Rückweg bis zum Hauptweg war lange nicht so wellig, dafür mussten mehrere Dünen überwunden werden. Alles kein Problem, aber der letzte Dünenkamm hatte es dann doch in sich, aber Dank Ralfs Fahrkunst, und wohl auch dem Discoverer, kamen wir auch hier locker drüber.

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Wir fuhren wieder bis nach Nossob, wo wir noch eine Nacht verbringen wollten. Schwierig gestaltete sich die Entscheidung welche Campsite es denn nun sein sollte, aber letztendlich wurden wir fündig.

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Im kleinen Laden frischten wir etwas unsere Vorräte auf, das nötigste wie Brot usw. war vorhanden. Danach gab es eine heiße Dusche, bevor wir noch mal rausfuhren. Gesehen haben wir leider nichts besonderes.

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Leider hatten wir keinen Schlauch. Aber so geht das Auffüllen von Wasser auch

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Der starke Wind von heute nachmittag hatte sich gelegt, so saß es sich doch gleich angenehmer im Kerzenschein. Wir besuchten kurz den Tierbeobachtungsstand, aber es war nur ein Schakal unterwegs der genüsslich irgendwelche Insekten knirschend verspeiste.

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Und gleich gehts weiter nach Rooiputs...
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
956 Beiträge · seit 200912. Juli 2011 · #46
Ohhhh, wie ich euch beneide - aber natürlich im positiven Sinne 🙂 Wir wurden im März in Gharagab von den Löwen nachts wachgebrüllt, gezeigt haben sie sich leider nicht. Überhaupt hat es bis zum Morgen des vierten Tages im KTP gedauert, bis wir Löwen gesehen haben - dann allerdings immer und immer wieder 🙂

Wir haben uns total in den KTP verliebt und wollen nächstes Jahr - sofern alles gut läuft - wieder hin.

LG aus Österreich und danke für deinen tollen Reisebericht,

Tanja
zuletzt bearbeitet 12. Juli 2011
Themenstarter1'296 Beiträge · seit 200712. Juli 2011 · #47
Montag, 16.05.2011
206 km
KTP Rooiputs

Wir standen bei Sonnenaufgang auf um ab 7.00 Uhr bei der Toröffnung gleich zu einer Morgenfahrt aufzubrechen. Wir waren ganz froh uns im Auto aufwärmen zu können da die Nacht sehr kühl war. Wir fuhren bis zum Kwang Wasserloch, aber wir konnten nichts nennenswertes entdecken und so fuhren wir zurück nach Nossob um zu frühstücken.

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Für die nächsten vier Nächte haben wir Rooiputs gebucht. Dieses Camp liegt wieder auf der botswanischen Seite und ist daher nicht eingezäunt. Es waren auch heute wieder über 170 km zurückzulegen und manchmal ist das wenig spaßig wenn die Pisten übelstes Waschbrett sind. Unterwegs sahen wir eine Puffotter auf der Straße, viel hat nicht gefehlt und Ralf hätte sie überfahren. Sie hatte es nicht sehr eilig, so konnten wir sie gerade noch ablichten bevor sie im Busch verschwand.

Leider nur von hinten

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Pause in Dikbaardskolk

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Bitte nicht füttern
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Kuhantilope
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Bevor wir das letzte Stück nach Rooiputs unter die Räder nahmen machten wir nochmal Pause in Melkvlei.Der Rastplatz sollte sich in den nächsten Tagen noch zu unserem Frühstücksplatz entwickeln.

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Kurz nachdem wir wieder auf der Piste waren, sahen wir ein Auto stehen. Die Insassen machten uns auf einen Geparden aufmerksam. In der Tat stand etwas erhöht auf einer Düne ein Gepard. Er oder sie befand sich auf der Jagd auf die nahen Springböcke. Aber nach kurzem Spurt gab er auf und verschwand aus unserem Blickfeld. Das war unser erster Gepard in freier Wildbahn. Es ist schon erstaunlich. Wir haben schon viele Geparden auf Farmen aus nächster Nähe gesehen und den ein oder anderen auch gestreichelt. Aber um ihn in freier Wildbahn zu sehen mussten wir fünf mal nach Afrika fahren. Aber wir machens ja gerne 🙂

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Das gleiche Paar von eben machte uns auf zwei Löwen die nahebei unter einem Baum schliefen aufmerksam. Nicht zu fassen, aber von der Straße wirklich kaum zu entdecken. Die beiden jungen Männchen dösten dahin, bis sich einer auf den Rücken drehte und ihm dabei die Sonne ins Gesicht schien. Das hielt er nicht lange aus und stand auf. So konnten wir ihn gerade ablichten, bevor er wieder in Gras sank. Nun waren sie kaum noch zu sehen.

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Gut gestimmt fuhren wir weiter und erreichten Rooiputs am frühen Nachmittag.

Die (Haupt-)Strasse war immer noch gesperrt

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Campsite Nr. 2 war unser Platz.

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Kurz darauf trafen auf dem Nebenplatz mit dem wir uns Dusche und WC teilen mussten, ca. 5 Autos mit lauter älteren Herrschaften ein. Vorbei ist die schöne Geruhsamkeit, dachten wir. Als dann auch noch zusätzlich zwei Fahrzeuge mit Hänger auf dem gleichen Platz eintrafen, sank meine Laune auf den Nullpunkt 🙁 Warum müssen Südafrikaner immer im Rudel reisen? Die erste Gruppe hatte schon ihre Zelte aufgebaut, als wir merkten, dass die später Eingetroffenen wohl die Besitzer der Campsite waren und die älteren Damen und Herren auf die Nr. 3 gehörten. Diese aber war schon besetzt, der Besetzer war aber abwesend. Nach kurzer Beratschlagung wurden die bereits aufgebauten Zelte zur besetzten Site getragen - es war wie der Auszug aus Jerusalem, sehr lustig anzuschauen. Wir fühlten uns gut unterhalten 😗

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Wir waren zufrieden und hatten wieder unsere Ruhe, denn die Besitzer der Trailer waren nahezu lautlos und unsichtbar. Wir brachen dann noch zu einer kurzen Fahrt auf und verpassten so das Eintreffen des Besetzers von Nr. 3. Aber am späteren Abend sahen wir ihn dann mit Sack und Pack auf den letzten freien Platz umziehen. Der Frieden war wieder hergestellt. Es ist aber unter den Reisenden, vor allem aus Südafrika, gang und gäbe sich auf nicht gebuchte Plätze zu stellen. Gott sei Dank sind wir bis dato davor verschont geblieben. Zu Abend gab es die übrigen Nudeln von gestern und ein schönes Lagerfeuer. Dieses war auch dringend notwendig um uns etwas vor der Kälte zu bewahren.

Und morgen schauen wir dann in das Auob-Tal...
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
Themenstarter1'296 Beiträge · seit 200713. Juli 2011 · #48
@Tanja
Ich glaube da hatten wir wirklich richtig viel Glück in Gharagab. Am nächsten Tag sind die Löwen kurz durch das Camp und waren dann weg.

Dienstag, 17.05.11
116 km
KTP Rooiputs

Vor der Kälte mit mehreren Lagen Klamotten geschützt, haben wir doch glatt verschlafen und sind erst um 7.15 Uhr aufgewacht 🤨 Wir haben erst gefrühstückt und waren froh um jeden wärmenden Sonnenstrahl. Es geht um diese Jahreszeit sicher auch noch kälter, aber uns reicht das vollkommen. Heute fuhren wir nach Two Rivers um unsere Grenzformalitäten zu erledigen.
Bis dato sind wir in Botswana vor ca. 2 Wochen eingereist und momentan bewegen wir uns im KTP sozusagen im Niemandsland. Nichtsdestotrotz benötigten wir noch einen Ausreisestempel von Botswana. In Two Rivers befindet sich ein großes Gebäude in dem die Grenzbeamten von Südafrika und Botswana sitzen. Uns wurde gleich am Eingang freundlich der Weg zum richtigen Schalter gewiesen und bekamen den nötigen Stempel. Sicherheitshalber hatten wir auf der südafrikanischen Seite auch noch mal nachgefragt, aber hier gab es nichts zu erledigen.

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Unterkünfte in Twee Rivieren
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Wir fuhren rüber nach Twee Revieren auf der südafrikanischen Seite und kauften im kleinen Laden noch einige Kleinigkeiten für die letzten Tage ein. Bei einem Kaffee bedachten wir auch die Lieben zu Hause mit einer Postkarte.

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Wir fuhren nun in das Auob-Tal bis zum Rastplatz Auchterlonie, legten ein kurze Pause ein und schauten uns noch das Museum an. Besondere Tiersichtungen gab es leider keine.

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Museum Auchterlonie
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Danach ging es weiter und wir bogen auf die Verbindungsstraße zwischen Auob- und Nossobtal ein. Plötzlich waren wir einer ganz anderen Landschaft, viel grünes Gras und dazwischen leuchtende Dünenkämme.

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Wir erreichten den Abzweig bei Kji Kji und bogen in die nur für Rooiputs-Bewohner zu befahrene Piste ein. Nach einigen Kilometern sahen wir entfernt etwas unförmiges braunes am Pistenrand liegen. Das "Etwas" entpuppte sich als Löwe 😛 Erst mal angehalten und einige Sicherheitsfotos geschossen, falls er weglaufen sollte.

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Aber unser herannahendes Fahrzeug interessierte ihn keineswegs. Im Gegenteil, er legte sich gemütlich auf die Seite. Wahrscheinlich wären wir noch Stunden später hier so gestanden. Ralf ließ das Auto wieder an und fuhr vorsichtig auf ihn zu, da stand er doch auf und legte sich ins Gras.
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Uns würdigte er keines Blickes mehr. Wir fuhren auf unseren Platz und heizten gleich mal den Boiler für eine Dusche an. Tolle Sache, solange es noch warm ist.

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Zum wirklich schönen Sonnenuntergang genehmigten wir uns einen Gin Tonic aus den zu Neige gehenden Vorräten 😐

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Dann zündeten wir die Kohle an, heute gab es Grillwurst. Plötzlich tauchte noch ein Auto auf. Es war ein deutsches Paar, dessen Campsite von Südafrikanern besetzt war und nun um "Asyl" bat. Wir hatten kein Problem damit dass sie sich noch bei uns mit auf den Platz stellten. Die Beiden waren die Nacht nach uns in Gharagab und erzählten uns dass die Löwen kurz vor Ihrer Ankunft die Gegend verlassen hatten. Da hatten wir echt richtig viel Glück 😛

Der nächste Tag beginnt wieder mit einer Katze und endet mit Lichtspielen in der Nacht 😉
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
306 Beiträge · seit 200813. Juli 2011 · #49
Hallo Ihr Zwei,
auch ich habe alles gelesen, Wirklich tolle Bilder. Mit den Löwen hattet ihr ja wirklich Glück. Für kleine Löwen fahren wir immer zur falschen Zeit, aber wir sind Frostbeulen. In 3 MOnaten sind wir wieder unterwegs, deshalb war es schön mit Euch in Erinnerungen bzw. Vorfreude zu schwelgen.
Liebe Grüße aus Berlin
Andrea
1'409 Beiträge · seit 201013. Juli 2011 · #50
Hallo Ihr Beiden,

ach, seufz...ich bin neidisch 😎
Ich freu mich auf die Fortsetzung....in der Hoffnung, nächstes Jahr ähnliches Erlebnisse dort zu haben 😗

Schönen Abend
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
Themenstarter1'296 Beiträge · seit 200714. Juli 2011 · #51
@Andrea
Einfach die Winterausrüstung (Handschuhe,Wintermütze, Skiunterwäsche) einpacken dann klappt es auch im Mai 😉
@Fleur
da sind wir uns ziemlich sicher daß ihr ähnliches erleben werdet

Mittwoch, 18.05.11
212 km
KTP Rooiputs

Camper sind Frühaufsteher, so klingelte der Wecker auch mal wieder um 6.00 Uhr. Noch bevor die Sonne aufgegangen war, waren wir schon abfahrbereit. Zähne waren geputzt, Frühstück sollte es später geben. Wir wollten bis nach Melkvlei fahren, dort ist auch ein Rastplatz wo wir dann Kaffee trinken können. Wir fuhren so dahin, bis mein Adlerauge einen Leoparden im Gras entdeckte. Er lief einen Hang hinauf, schade das er so schnell entschwand.

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Kurz darauf erreichten wir unseren Rastplatz, den wir lange fast allein für uns hatten. Wir kochten Kaffee und genossen die wärmende Sonne 🙂

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Auch die kleinen wollen mal fotografiert werden

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Wir fuhren weiter Richtung Nossob um dann bei Dikbaardskolk in Richtung Auob Tal abzubiegen. Kurz nach dem Abzweig konnten wir im Gras einen wunderschönen Löwen mit ganz dunkler Mähne ausmachen. Er lief eine Düne hinauf und legte sich hin. Wenn wir nur Augenblicke später dran gewesen wären, wir hätten ihn nicht mehr sehen können. Ein bisschen Glück braucht man eben auch.
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Für ein kleines Mittagessen hielten wir am Rastplatz Kamqua an. Ein Südafrikaner war an unserem Gefährt interessiert, der Discoverer weckt immer wieder das Interesse anderer Reisender. Dabei berichtete er auch von seinen Tiersichtungen auf dem Weg hierher, er kam aus der Richtung in die wir wollten. Hyäne, Löwen und Geparden. Wir fuhren gleich los, in der Hoffnung auch etwas entdecken zu können. Mein gutes Auge von heute entdeckte dann auch einen Geparden, der durchs Gras streifte. Aber bald entschwand er unseren Blicken. Heute konnten wir uns hinsichtlich Tiersichtungen nicht beschweren. Wir fuhren über die Verbindungsstrasse Auchterlonie-Kij Kij wieder zurück zum Campingplatz. Hier war es märchenhaft ruhig, denn es waren alle Gäste abgereist. Im Laufe des Nachmittags kamen nur zwei Fahrzeuge die zwei Plätze besetzten. Wir saßen da mit Bier und Savanna, ich vervollständigte unser Tagebuch und Ralf las in einem dicken Schmöker. Die Sonne ging wieder in den schönsten Farben unter und es wurde Zeit für das Abendessen. Langsam gehen die Vorräte zur Neige und so gab es heute Ravioli aus der Dose. Ralf versuchte den Sternenhimmel zu fotografieren, aber der Mond schien so hell, dass nicht so viele Sterne zu sehen waren 🙁 Dafür konnten wir jetzt schon öfter Sternschnuppen beobachten. Wir machten noch Bilder von uns am Lagerfeuer und experimentieren mit der Taschenlampe in die Luft geschriebene Zahlen.

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Gut das auf dem Nachbarplatz niemand war, die hätten sicher gedacht, da sind ein paar Verrückte am Werk 😛

Morgen gibts dann "Steine" auf der Düne und leider den letzten Tag in Rooiputs 🙁
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
Themenstarter1'296 Beiträge · seit 200715. Juli 2011 · #52
Donnerstag, 19.05.11
54 km
KTP Rooiputs

Heute Morgen wollten wir noch einmal nach Melkvlei fahren und unser Glück versuchen. Dementsprechend früh waren wir wieder dran. Im Auto mussten wir erst mal unsere ausgekühlten Glieder aufwärmen. Wir fuhren also im Schleichtempo auf dem Bypass Richtung Kij-Kij als Ralf plötzlich "Leopard" rief. Und tatsächlich saß ein wunderschönes Tier ganz nahe auf einem Ast. Leider blieb er nicht sitzen sondern suchte unter dem Geäst nach etwas. Er lief zum nächsten Baum und untersuchte den. Wir nahmen mit etwas Abstand die Verfolgung auf. Es gelangen wirklich gute Bilder von dem schönen Tier.

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Wir hatten ihn eine ganze Weile allein für uns, bis er dann in den Hügeln verschwand. Der Tag fing gut an. Wir fuhren dann weiter nach Melkvlei.

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Die Schakale waren noch müde
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Weiß jemand was das für ein Vogel im Vordergrund ist?

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Hier kamen wir mit einem netten Südafrikaner ins Gespräch und tauschten Reiseerlebnisse aus. Wir wollten heute mal nicht weit umherfahren und traten den Rückweg zum Campingplatz an. Auf dem Bypass Richtung Rooiputs trafen wir auf ein südafrikanisches Paar, das schon 4 Wochen im KTP war, und das einen Leopard beobachtete. Vielleicht war es "unserer" von heute Morgen. Sie erzählten uns noch von einer Gepardensichtung etwas entfernt in den Dünen. Mit erhöhter Aufmerksamkeit setzten wir unseren Weg fort. Ich sah auf einer Düne im roten Sand einen "Stein" der wie ein Gepardenkopf aussah. Wir hielten an um mal genauer zu gucken. Zuerst dachten wir wirklich es wäre nichts, aber als sich unsere Augen an die Umgebung gewöhnt hatten, konnten wir drei Geparden auf der Düne sehen.

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Einer davon hatte ein Sendhalsband um. Die trägen Kameraden bewegten sich nur selten, waren aber immer aufmerksam. Wir standen bestimmt eine gute Stunde da und beobachteten sie. Aber es war Mittagsruhe angesagt und nichts tat sich. Wir fuhren zu unserem Platz zurück und verbrachten einen ruhigen Nachmittag.

Nochmal unser Platz im Ganzen

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Abends verbrannten wir unser letztes Holz in einem schönen großen Feuer. Es gab zu Abend noch mal eine gegrillte Burenwurst und den restlichen Wein.

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Der Mond ging heute deutlich später auf, so dass wir einen wunderschönen Sternenhimmel beobachten konnten.

Leider ein bisschen zu lang belichtet 🙁

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Anmerkung:
Die Südafrikaner von heute Morgen, die bereits 4 Wochen im KTP waren, standen heute auf dem Nachbarplatz. Interessant war, daß an jeder Ecke ihres Platzes eine Lampe stand und sie alle 5 Minuten die Gegend ableuchteten. Da wird man ja selbst ganz nervös 😉 Das permanente Ableuchten der Umgebung haben wir uns mittlerweile abgewöhnt. Da wird ja die ganze Lagerfeuerstimmung zerstört 😗
Was uns noch aufgefallen ist: In den ganzen Tagen die wir auf Rooiputs waren haben wir nie jemanden Abends bzw. im Dunkeln auf die Toilette gehen sehen. Und wir waren immer die letzten die ins Bett gingen. Entweder die Leute haben eine ausgesprochen grosse Blase oder sie benutzen das Buschklo. Der Gang zu Toilette gehört bei uns schon zum Ritual bevor wir uns zurückziehen (und da wird auch vorher die Gegend abgeleuchtet 😄 )

Naja, so hat halt jeder seine Gewohnheiten 😎

Der Urlaub neigt sich jetzt unweigerlich dem Ende zu. Am Montag gehts weiter.
Schönes Wochenende
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
2'462 Beiträge · seit 200616. Juli 2011 · #53
Ganz lieben Dank. Das sind soo schöne Bilder und Euer Bericht ist so toll. Das ist ein so ganz anderer Urlaub, als wir ihn machen und ich glaube, der Bericht macht Lust, Camping doch mal auszuprobieren. 🙂
Geparden im KTP hatten wir noch nicht, da wir aber nächstes Jahr im Mai dort eine Woche sein wollen, hoffen wir das beste... 😉 Freu mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter1'296 Beiträge · seit 200718. Juli 2011 · #54
Hallo Sanne,

wir verfolgen mit Spannung eure Reiseerlebnisse. So eine Lodgetour hat natürlich auch was und ab und zu in einer Lodge zu übernachten, da sagen wir auch nicht "Nein".
Camping mit einem Discoverer verbindet für uns ideal den Komfort einer "festen" Unterkunft mit dem Erlebnis mitten in der Natur zu sein.
Wir haben jetzt so ziemlich alles durch was vier Räder hat (Dachzelt, Trax, Bushcamper, Discoverer) und würden immer wieder mit dem Discoverer oder Bushcamper in die Natur losziehen. Probiert es aus. Ihr werdet es nicht bereuen 😎 Auch wenn beim ersten mal sicherlich die Tschenlampen öfters zum Einsatz kommen um die Gegend abzuleuchten 😛

Gruß

Panther
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Themenstarter1'296 Beiträge · seit 200718. Juli 2011 · #55
Freitag, 20.05.11

KTP Mata-Mata

Leider mussten wir Rooiputs heute verlassen, es hat uns hier sehr gut gefallen. Um 7.15 Uhr war alles zusammengepackt und es konnte wieder weitergehen. Bei Kji Kji sah ich einen Löwen unterm Baum liegen und kurze Zeit später gesellte sich ein zweiter zu ihm. Es waren junge männliche Tiere, bestimmt die beiden die wir vor einigen Tagen auf dem Hinweg nach Rooiputs schon unter einem anderen Baum haben liegen sehen. Die Nacht muss sehr anstrengend gewesen sein, denn beiden sanken sofort seitlich zu Boden und nur ab und zu bewegte sich mal ein Ohr.

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Wir ließen die faulen Gesellen weiterschlafen und fuhren bis Auchterlonie auf den Rastplatz um zu frühstücken. Hier sah sich eine Schulklasse von "Pick'n Pay Kids in the Park" gesponsert das Museum an.

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Ein deutschsprechender Südafrikaner wollte mal einen Blick in unseren Discoverer werfen, der Wagen scheint Interesse bei den Leuten zu wecken. Für uns ging es dann weiter nach Mata-Mata, wo wir unsere letzte Nacht im KTP verbringen wollten. Auf furchtbaren Waschbrettpisten ging es dahin und wir erreichten das Camp um die Mittagszeit. Unterwegs sahen wir Löffelhunde die mal nicht gleich flüchteten und eine Giraffe. Letztere gibt es wohl nur nahe Mata-Mata. Wir suchten uns einen Stellplatz, aßen eine Kleinigkeit und sahen etwas dem Campingtreiben der Südafrikaner zu.

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Unser Gefährt bekam noch etwas Benzin, leider funktionierte schon seit einigen Tagen der Subtank nicht mehr, es ließ sich kein Benzin mehr umpumpen. Gegen Abend fuhren wir noch mal raus, sahen aber nichts aufregendes mehr.

Tarnung ist alles

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Als es dunkel wurde wurden die Eulen aktiv und ließen sich auf einem Baum nahe unseres Platzes nieder. Mit etwas Taschenlampenbeleuchtung gelangen auch ganz gute Fotos.

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Heute Abend war es sehr kalt und wir verschwanden bald in unserem Camper um noch etwas zu lesen.

Und morgen müssen wir dann endgültig den KTP verlassen...
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
1'409 Beiträge · seit 201018. Juli 2011 · #56
Hallo Ihr Zwei,

endlich geht es weiter 😉

Tolle Bilder habt Ihr gemacht...Danke!

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
4'129 Beiträge · seit 200818. Juli 2011 · #57
Hallo Panther!
Da standen wir doch am 19.5. glatt hinter euch, auf der 06.
Unsere Tour war sehr ähnlich, nur in entgegengesetzter Richtung. Und unsere einzige Löwensichtung in 6 Tagen waren zwei Punkte auf 200 Meter, mit dem Fernglas gings dann. So kanns gehen, zur gleichen Zeit.
Schön, eurer Reisebericht und eure Fotos! – und ein bisschen neidisch auf die vielen Katzen sind wir ja schon...
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter1'296 Beiträge · seit 200718. Juli 2011 · #58
Hallo lilytrotter,

das ist ja witzig 🙂 Dann wart ihr rechts von uns (aus Sicht des Fotos) am Eck gestanden?
Wo wart ihr denn im KTP? Das Auob Valley war bei uns wie leergefegt was die Katzen betrifft. Erfolgreich waren wir eigentlich nur im Nossob Valley.
Da gibt es doch auf jeden Fall wieder einen Grund in den KTP zu fahren. Katzen suchen 😛

Gruß

Panther
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4'129 Beiträge · seit 200818. Juli 2011 · #59
Hallo, panther!
Nee, die Site müsste auf eurem Bild am äußersten linken Bildrand weit im Hintergrund sein.
Wir waren die, die ganz brav das Örtchen benutz haben...;)
waren dann noch eine weitere Nacht dort. Dann 2 Nächte Polentswa (dort frühmorgens Löwengebrüll und später, nach Sonnenaufgang nach intensiver Suche die beiden „Löwenpunkte“. Auch das war durchaus eine schöne Beobachtung, es müssen Brüder gewesen sein: Auf ihrem Weg hielten sie manchmal inne und „gaben Köpfchen“ (wenn man das bei diesen Riesenschädeln mal so sagen darf), ... Danach noch 5 Nächte Mabuatsehube area, dort hatten wir dann ein weiteres Mal frühmorgens Löwengebüll und wiederum einen Löwen auf große Entfernung. Dort sahen wir sogar einen Leoparden im Abendlicht, allerdings auch nicht grad nah...
Alles in allem eine tolle Gegend, 10 wunderschöne Tage, nur’n bisschen „katzenarm“...
Dafür hatten wir im nördlichen Nossobtal große Herden Leierantilopen, so was hatten wir zuvor noch nie beobachten können.
Die erste Übernachtung war übrigens Mata Mata - das Auobvalley hatte abends und morgens hier und da Grasfresser und sah einfach wunderschön aus.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2011
Themenstarter1'296 Beiträge · seit 200719. Juli 2011 · #60
@lilytrotter
Ach ihr wart das 😄

So, heute ist Endspurt... Die Reise geht zu Ende

Samstag, 21.05.11
325 km
Kalahari Anib Lodge

Die Sonne war noch nicht aufgegangen und wir waren schon wach. Keine 4 °C erreichte Ralfs Temperaturmesser heute morgen, da genossen wir unseren heißen Kaffee gleich doppelt. Wir hatten es nicht so eilig und machten noch mal eine kurze Fahrt in den Park, denn wenn wir nach Namibia ausreisen, gewinnen wir ja wieder eine Stunde. Der Grenzübertritt gestaltete sich problemlos und wir waren wieder in NAM. Kurz nach der Grenze befindet sich ein kleiner Farmstall mit Produkten aus eigener Herstellung und einer guten Fleischauswahl. Wir nahmen noch ein paar Kekse mit und machten uns dann auf der Staubstraße auf den Weg zur Kalahari Anib Lodge.

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Wir fuhren durch das Auobtal, ab und zu tauchte mal eine Farm auf, es gab kaum Verkehr und wenn mal ein Auto kam war es weithin sichtbar wg. der Staubfahne.

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Wir erreichten die Lodge kurz nach Mittag und wurden sehr nett empfangen. Wir bekamen Campsite No. 3. Es gab noch eine Kleinigkeit zu Mittag und wir saßen auf der Terrasse. Da konnten wir auch die Ankunft einer TUI-Reisegruppe beobachten. Die Zimmerverteilung war wie beim Militär: "Meier.....ja…..Zimmer 8, Mittagessen? Ausfahrt gebucht oder nicht?", dann kam der nächste dran. War nett zu beobachten. Wir verzogen uns auf unseren Platz um das Auto auszuräumen und die Koffer zu packen.

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Nachdem diese lästige Aufgabe erledigt war, richteten wir uns auch etwas her und gingen noch an die Bar. Dabei entdeckten wir, dass wir nicht auf Site 3 standen sondern auf 2 – upps, so was ist uns ja noch nie passiert. Das mussten wir gleich an der Rezeption berichtigen. Die Herrschaften für den letzten Platz waren Gott sei Dank noch nicht eingetroffen. Natürlich nahmen wir auch am Abendessen teil, das wie schon vor 3 Jahren in 4 Sprachen angekündigt wurde – in Englisch, Deutsch, Nama und Herero. Wir ließen uns Süßkartoffelsuppe und anschließend ein Oryxgulasch mit Reis und Gemüse schmecken. Wir waren so müde, das wir unseren Wein nicht mehr schafften. Waren der Springbock (Minzlikör mit Amarula) und ein Bier zusammen zum Sundowner daran schuld? Jedenfalls fielen wir schnurstracks in unser Bett.

Fazit KTP:
Wir waren das erste mal im KTP und hatten durch die vielen Reiseberichte natürlich auf viel Katzen gehofft. Wir wurden nicht enttäuscht 🙂 Die botswanischen Camps sind preislich (noch) voll und ganz in Ordnung. Ob sich die gewünschte Ruhe und das Gefühl der Einsamkeit einstellt hängt wohl viel von den Nachbarn ab. Die sanitären Einrichtungen sind Botswana Standard. Sauber und zweckmäßig. Wasser ist eigentlich auf Rooiputs vorhanden, allerdings versiegte der Wasserhahn bereits am ersten Tag unseres Aufenthalts 🙁 Also immer genug Wasser dabei haben oder mal zwischendurch nach Twee Revieren fahren und auftanken.
Die südafrikanischen Camps können natürlich nicht das Flair eines "wilden" Camps haben. Sie sind aber günstig, sauber, zweckmäßig und für eine zivilisierte Dusche zwischendurch bestens geeignet. Einzig das Camp in Twee Revieren machte für uns den Eindruck einer Feriensiedlung am Mittelmeer. Aber gut, für eine Nacht wird es wohl auch ok sein.
Gharagab hat uns supergut gefallen. Die Häuschen sind groß genug, sauber und auch hier stellt sich so etwas wie das Gefühl der Weite und Einsamkeit ein. Wir würden das nächste mal auch gerne die anderen Wildernesscamps ausprobieren. Für uns eine tolle Alternative zum Camping, wenn auch nicht ganz so günstig 😉
Im Park konnte man sowohl mit Pula als auch mit Rand bezahlen. Bei der Bezahlung mit Pula war immer ein gewisser Wiederstand zu bemerken gepaart mit dem Hinweis daß der Wechselkurs nicht so toll wäre und man doch besser in Rand zahlen sollte. 10 Rand kosteten in etwa 11 Pula, wobei nicht ganz klar war wie der Kurs zustande kommt. Wir hatten da den Eindruck daß das manchmal "zufällig" festgelegt wurde. Rand konnten wir problemlos mit einer VISA Card in Twee Revieren holen.
Was uns noch auffiel war, daß man sehr leicht mit den, meist südafrikanischen, "Mitreisenden" ins Gespräch kommt. Das liegt wohl daran daß jeder gerne über seine Tiersichtungen berichtet.

Bzgl. Tiersichtungen kann man sicherlich keinen allgemeingültigen Tipp geben. Sonst müssten wir jetzt sagen dass das Auob Tal "katzenfrei" ist und man sich den Aufenthalt dort sparen kann. Hat bei uns gestimmt, bei vielen anderen aber sicherlich nicht. Es kommt wie es kommt. Nur Rooiputs, das müsste für uns immer sein 🙂
Den KTP haben wir in unser Herz geschlossen und ist für die nächsten Jahre sicherlich wieder eingeplant.

Sonntag, 22.05.11
279 km
Ondekaremba

Das war die letzte Nacht in unserem Discoverer, schade. Wir machten uns reisefertig und fuhren zum Frühstück in die Lodge. Allzu eilig hatten wir es nicht und genossen noch etwas die Sonntagssonne und streichelten den Hund des Hauses.

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Blick über Windhoek

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Kurz vor Windhoek passierten wir das Heldendenkmal. Wir bogen ab und wollten mal schauen, aber es musste Eintritt gezahlt werden und wir verzichteten. Also fuhren wir zu unserem Vermieter Asco um das Auto abzugeben. Es war nichts zu beanstanden außer unserem geflickten Reifen, denn der Vermieter verleiht seine Fahrzeuge immer mit unbeschädigten Reifen. Wir mussten rund 150,- Euro für den geflickten Reifen zahlen, der bei unserer Abfahrt noch 9mm Profil hatte. Wenn er nagelneu gewesen wäre, hätten wir über 200,- zahlen müssen. So ganz einverstanden waren wir damit nicht, aber wir konnten daran nichts ändern. Nachdem Asco auch kein Transfer nach Ondekaremba durchführt, ließen wir uns ein Taxi rufen. In schneller Fahrt erreichten wir die Farm. Das Auto des Taxifahrers tat uns schon ein bisschen leid denn die letzten Km zu Farm sind schon etwas uneben und er setzte auch einmal auf. Ebenso mussten wir durchs wasserführende Flussbett fahren, das sahen wir auch zum ersten Mal.

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Genau wie im letzten Jahr bekamen wir wieder das Luxus-Chalet (obwohl wir es nicht gebucht hatten. Aber beklagen will man sich ja auch nicht)

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Hier trafen wir wieder auf Karin und Hansi und es wurden gleich bei Kaffee und Kuchen die letzten Erlebnisse ausgetauscht. Vor dem Abendessen saßen wir noch in netter Runde mit einigen anderen Gästen am Feuer bevor es dann das letzte Urlaubsabendessen gab. Wie immer mussten wir morgen früh raus, also saßen wir nicht allzu lang.

Montag, 23.05.11
viele km
nach Hause

Der Wecker klingelte zu unchristlicher Zeit um 3:45 Uhr, Frühstück gab es um 4.15 Uhr – das ist echt früh. Mit zwei Autos ging es dann zum Flughafen. Die Air Berlin Maschine hatte ca. 2 Stunden Verspätung, d.h. unser Abflug verschob sich von 06:50 auf 08:30 Uhr. Na da hätten wir nicht so früh aufstehen müssen.

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Aber auch diese Zeit ging rum und wir nahmen wieder auf unseren XL Sitzen platz. Der Flug verlief sehr ruhig und wir landeten sicher wieder in München wo wir von den Schwiegereltern in Empfang genommen wurden.

Etosha Pfanne voller Wasser

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Anflug auf unsere bayrische Heimat

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Ende

Noch ein paar Fakten:
Gefahrene Kilometer: 4555
Verbrauch Diesel: 14,92 l/100km

Die gefahrenen km waren für uns relativ viel obwohl es uns nicht so vorkam. Aber die Fahrt nach Maun und das Ganze wieder zurück nach Windhoek macht sich dann doch bemerkbar.

Anmerkung zu ASCO:
Grundsätzlich war das Fahrzeug in einem guten technischen Zustand (Tachostand 64000 km). Auch wird alles gründlich auf dem Übergabeprotokoll vermerkt wenn man denn auch auf diverse Kratzer hinweist. Also genau schauen bei der Übergabe. Es werden sowohl die Profiltiefe als auch die Reifenmarke auf dem Protokoll vermerkt. Dadurch fiel dann auch auf dass wir den Ersatzreifen montiert hatten (wir haten den geflickten Reifen nicht wieder montieren lassen). Die Philosophie dass Kunden nicht mit geflickten Reifen auf Reise geschickt werden ist generell sehr löblich. Nur wenn wir den geflickten Reifen wieder montiert hätten wäre das keinem Menschen aufgefallen. Der Argumentation wollte bei ASCO aber niemand folgen und so mussten wir den Reifen bezahlen. Dazu gibt es eine Tabelle mit der Reifengrösse und dem Restprofil nach dem sich der zu zahlende Betrag ergibt.

Übergabe:
+ gründliche Einweisung
+ Extrawünsche wurden erfüllt z.B. die Toilette zu entfernen
+ Zustand des Fahrzeugs wurde gründlich protokolliert
+ Ausstattung des Fahrzeugs (Ersatzsicherungen, Abschleppseil, Druckluftpumpe, Geschirr, Besteck, Bettzeu etc.)
+ diverse Karten und Infomaterial wurden ausgehändigt
+ Fahrzeug wurde vollgetankt
+ sehr freundliches Personal
- keine Kopie des Protokolls erhalten
- kein Betriebshandbuch im Fahrzeug (haben wir aber erst bemerkt als wir es benötigten)

Abgabe
+ keine kleinliche Kontrolle des Fahrzeugs
+- Fahrzeug wurde wieder vollgetankt (und es gingen tatsächlich noch 5 Liter rein; der Preis pro Liter war der Gleiche wie an der Tankstelle)
- kein Transport nach Ondekaremba obwohl ja ein Transport zum Flughafen möglich war(wussten wir aber auch schon vorher); der Dame war es aber eigentlich zu viel ein Taxi zu rufen und hat sie dann erst nach mehrmaliger Aufforderung gemacht

Einziger Defekt war der Subtank, dessen Inhalt sich nicht mehr in den Haupttank pumpen liess ( Sicherung und Kabel waren i.O. soweit wir das kontrollieren konnten). Wenn das schon in der Central Kalahari passiert wäre hätten wir wohl anrufen müssen (SAT Telefon hatten wir dabei). Auch hier hätte evtl. ein Betriebshandbuch geholfen. Wäre sicherlich lustig gewesen mit 80 Liter Diesel im Tank wegen Treibstoffmangel liegen zu bleiben 🤩

Warum der Discoverer nicht mehr angeboten wird?
Wir würden vermuten dass der Wartungsaufwand und diverse Reparaturen doch etwas intensiver sind als bei Fahrzeugen mit Dachzelt. Die Kabine und speziell die verwendeten Materialien der Inneneinrichtung machen ja nicht gerade den Eindruck als wenn es für einen "harten" Geländeeinsatz und Dauergebrauch durch Mieter konzipiert wurde. Hier hat ASCO bereits mit eigenen, zusätzlichen Massnahmen Abhilfe geschaffen. So sind z.B. alle Schrauben für die Schranktüren ausgetauscht worden und diverses Klebeband und Silikon am Aufstelldach verschloss die Löcher die durch Schrauben im Mechanismus des Aufstelldachs in die Zelplane gedrückt wurden.
Da wir aber insgesamt zufrieden waren,und der Komfort unschlagbar ist, würden wir auf jeden Fall wieder einen Discoverer mieten 🙂

Damit ist unsere Reise zu Ende und wir danken allen Mitfahrern und Mitlesern für die Aufmerksamkeit 🙂
Nächstes Jahr wird es wohl eher gemütlicher werden mit einer Lodgetour auf der klassischen Namibiarunde. Aber da haben wir dann auch ein paar Neulinge dabei und zeigen ihnen die Schönheit des Landes. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die nächste Reise.

Die Zeit bis dahin vertreiben wir uns mit dem Lesen eurer Reiseberichte. Also, immer fleißig schreiben 🙂

Gruß

Martina + Ralf
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013