Für den kommenden Vormittag hatte man uns in Okonjima vorgeschlagen, am Hyena Tracking teilzunehmen. Wir wollten natürlich. Bisschen Bewegung kann uns ja auch nicht schaden, außerdem hatten wir Walking Safaris in Botswana durchaus vermisst. Uns schien es anfangs so, als würden wir unmotiviert durch die Gegend im Zick-Zack-Kurs laufen, doch irgendwann standen wir vor einer dösenden Hyäne. Das war schon etwas Besonderes, auch wenn die Tiere in Okonjima mit Peilsendern ausgestattet sind und „richtiges“ Tracking daher eigentlich nicht so stattfindet. Leider sind unsere Bilder alle unscharf geworden, es waren einfach zu viele Zweige im Weg. Interessant war es aber dennoch. Mit höherem Sonnenstand wurde es auch ganz schön warm und viel Schatten gab es auf unserem Rückweg nicht. Beeindruckt stellen wir fest, dass ein Kudu ordentlich groß ist, wenn man als Mensch zu Fuß unterwegs ist und nicht in irgendeinem höheren Fahrzeug sitzt.
Nach dem Brunch wollten wir aber noch etwas „gammeln“. Micha wollte nachmittags gar nicht mehr am Game Drive teilnehmen. Doch dann ging alles ganz schnell. Herr Gündisch rief an, er hätte uns für den nächsten Tag, Donnerstag, auf die erste Maschine von Air Namibia (Start: 8 Uhr früh) gebucht. Wir müssten also heute noch nach Windhoek zurück, zwei Zimmer in der Etango Ranch wären reserviert. Diese läge ideal nah am Flughafen, am nächsten Tag wäre da sicher die Hölle los.
Natürlich war es schade, Okonjima zu verlassen, aber die Freude morgen vielleicht nach Deutschland fliegen zu können, überwog dann doch. Wir packten unsere Sachen, fuhren nach Windhoek und gaben das Fahrzeug ab. Von dort brachte man uns zur Etango Ranch. http://www.etangoranch.com/german/home.htm
Die Gästefarm war gnadenlos überfüllt. Die Grellmann Familie tat, was sie konnte, um uns einen netten Aufenthalt zu bescheren. Wir können natürlich nicht sagen, wie die Farm unter weniger katastrophalen Umständen wäre, aber einfach war die Woche für die Grellmanns sicher nicht. Wir trafen auf zig Gestrandete, die eine Woche dort waren, jeden Tag mehrfach am Flughafen nach Infos fragten, sofern da überhaupt noch jemand war. Einer berichtete, dass sein Reiseveranstalter sofort den Reisevertrag gekündigt habe und dann nicht mehr ansprechbar war. Wir haben das von einigen gehört, umso toller hat sich unser Herr Gündisch um uns gekümmert. Die Stimmung in der Etango Ranch war von Gästeseite aus schlecht. Die Leute waren genervt, das merkte man deutlich. Dass wir vier abends am Lagerfeuer lachend saßen, stieß auf große Verwunderung.
Etango wäre jetzt keine Gästefarm, die ich regulär anfahren würde, aber was die dort gestemmt haben, um die Gäste zu verköstigen und bei Laune zu halten, haben wir sehr bewundert. Mit einer Engelsgeduld haben sie auf gefrustete Wünsche der Gäste reagiert und am nächsten Morgen 38 Personen zum Flughafen gebracht – das war logistisch sicher ein enormer Aufwand und die Tatsache, dass gedrängelt und geschoben wurde, um als erster ein Fahrzeug zu besteigen und vermeintlich drei Sekunden eher am Flughafen als andere zu sein, machte ihre Arbeit sicher nicht einfacher.
Wir sind mit dem Flieger nach Deutschland gekommen, allerdings war abends keine vernünftige Bahnverbindung nach Berlin zu kriegen. Daher blieben wir noch eine Nacht in Frankfurt und fuhren am Freitag in Ruhe nach Berlin zurück. Wir waren lange nicht so froh und erleichtert, wieder zuhause zu sein.
Und es hat auch nur vier Wochen gedauert, bis wir uns entschlossen, für September 2010 alles für eine Selbstfahrertour in Südafrika zu buchen.;)
ENDE
Nach dem Brunch wollten wir aber noch etwas „gammeln“. Micha wollte nachmittags gar nicht mehr am Game Drive teilnehmen. Doch dann ging alles ganz schnell. Herr Gündisch rief an, er hätte uns für den nächsten Tag, Donnerstag, auf die erste Maschine von Air Namibia (Start: 8 Uhr früh) gebucht. Wir müssten also heute noch nach Windhoek zurück, zwei Zimmer in der Etango Ranch wären reserviert. Diese läge ideal nah am Flughafen, am nächsten Tag wäre da sicher die Hölle los.
Natürlich war es schade, Okonjima zu verlassen, aber die Freude morgen vielleicht nach Deutschland fliegen zu können, überwog dann doch. Wir packten unsere Sachen, fuhren nach Windhoek und gaben das Fahrzeug ab. Von dort brachte man uns zur Etango Ranch. http://www.etangoranch.com/german/home.htm
Die Gästefarm war gnadenlos überfüllt. Die Grellmann Familie tat, was sie konnte, um uns einen netten Aufenthalt zu bescheren. Wir können natürlich nicht sagen, wie die Farm unter weniger katastrophalen Umständen wäre, aber einfach war die Woche für die Grellmanns sicher nicht. Wir trafen auf zig Gestrandete, die eine Woche dort waren, jeden Tag mehrfach am Flughafen nach Infos fragten, sofern da überhaupt noch jemand war. Einer berichtete, dass sein Reiseveranstalter sofort den Reisevertrag gekündigt habe und dann nicht mehr ansprechbar war. Wir haben das von einigen gehört, umso toller hat sich unser Herr Gündisch um uns gekümmert. Die Stimmung in der Etango Ranch war von Gästeseite aus schlecht. Die Leute waren genervt, das merkte man deutlich. Dass wir vier abends am Lagerfeuer lachend saßen, stieß auf große Verwunderung.
Etango wäre jetzt keine Gästefarm, die ich regulär anfahren würde, aber was die dort gestemmt haben, um die Gäste zu verköstigen und bei Laune zu halten, haben wir sehr bewundert. Mit einer Engelsgeduld haben sie auf gefrustete Wünsche der Gäste reagiert und am nächsten Morgen 38 Personen zum Flughafen gebracht – das war logistisch sicher ein enormer Aufwand und die Tatsache, dass gedrängelt und geschoben wurde, um als erster ein Fahrzeug zu besteigen und vermeintlich drei Sekunden eher am Flughafen als andere zu sein, machte ihre Arbeit sicher nicht einfacher.
Wir sind mit dem Flieger nach Deutschland gekommen, allerdings war abends keine vernünftige Bahnverbindung nach Berlin zu kriegen. Daher blieben wir noch eine Nacht in Frankfurt und fuhren am Freitag in Ruhe nach Berlin zurück. Wir waren lange nicht so froh und erleichtert, wieder zuhause zu sein.
Und es hat auch nur vier Wochen gedauert, bis wir uns entschlossen, für September 2010 alles für eine Selbstfahrertour in Südafrika zu buchen.;)
ENDE
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo