Ihr Lieben,
eigentlich arbeite ich ja gerade an meinem Bericht für 2011, dann fiel mir auf, dass ich Euch noch einen Bericht unserer Reise nach Botswana letztes Jahr "schulde". Das hole ich hiermit nach und hoffe, dass Ihr unsere Reise mögen werdet.
Reisebericht Botswana 03.04. – 23.04.2010
Flug mit Air Namibia:
Frankfurt – Windhoek – Victoria Falls und zurück Maun – Windhoek – Frankfurt
Fly-In-Safari
Organisiert und unterstützt von Afri-Reisen
Victoria Falls – Chobe – Savuti – Okavango Delta/ Moremi – Central Kalahari
..und eine Woche Namibia als Gestrandete aufgrund des Vulkanausbruchs in Island… 😛
Seit wir auf einer kurzen Stippvisite ins Dauerflutgebiet im Okavango Delta vor ein paar Jahren waren, stand eigentlich fest, dass es Botswana für einen längeren Urlaub sein sollte. Die Planung war das aufwändigste, wobei das nicht ganz richtig ist, die meiste Zeit verbrachten wir damit, zu entscheiden, ob wir nun selbst fahren wollten oder eine Fly-In machen sollten. Eine geführte Reise in einer Gruppe kam für uns beide nicht in Frage, dafür verbinden wir Afrika einfach mit zu viel Einsamkeit und Ruhe - beides beinhaltet für uns oft nur zwei Menschen am selben Ort. Und natürlich sollen wir diese beiden Menschen sein.
Selbst zu fahren und zu campen, wäre wohl Ruhe und Einsamkeit pur, aber ich sorgte mich über mögliche Reifenpannen, tagelanges Warten auf Hilfe, im Dachzelt schlafen und nicht urlaubsmäßig lecker zu essen. Leider reichen meine Kochkünste nur fürs Grillen und Salate anrichten 😊 – wollte ich jetzt aber 14 Tage im Urlaub auch nicht haben.
Nach monatelangem Hinundher entschieden wir uns dann für eine Fly-In, sozusagen zum Bekommen eines Überblicks, wir kommen in Afrika ja eh immer wieder, so dass wir uns grundsätzlich nur auf ein paar Ziele beschränken und uns andere für das nächste Mal aufheben. Allerdings wusste ich damals nicht, dass wir nicht einmal 12 Monate später im gemieteten 4x4 Hilux wieder nach Botswana fahren würden und mein Mann zukünftig nie wieder eine Fly-In machen wollen würde, solange er „noch in der Lage ist, eine Schaltung zu bedienen“! 😗
Bislang haben wir Unterkünfte immer selbst gesucht und direkt gebucht. Dank Internet und dem wunderbaren hilfreichen Namibia-Forum hatten wir schnell einen guten Überblick, was wir sehen wollten und welche Unterkünfte es sein könnten. Aber wie von A nach B kommen, sollten wir die Transfers selbst buchen und hoffen, dass alles klappt? Oder doch über einen Anbieter Angebote einholen? Mein Mann war vom zweiten nicht so überzeugt, aber ich dachte, einen Versuch ist es wert. Also habe ich zig Anbieter angeschrieben, unsere grob geplante Route vorgestellt und um Hilfestellung gebeten. Und so kamen wir dann zu Herrn Gündisch von Afrireisen http://afri-reisen.de/ Im Wesentlichen entscheiden wir solche Dinge immer danach, wie nett der Kontakt ist und nett ist Herr Gündisch allemal, zu welchem Schatz und zu welcher unglaublichen Hilfe er sich noch entpuppen würde, wussten wir damals natürlich noch nicht (gell, Du unbeherrschter Vulkann Eyjafjallajökull??)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ausbruch_des_Eyjafjallaj%C3%B6kull_2010
In unserer eigenen ursprünglichen Planung war Victoria Falls eigentlich nicht vorgesehen, aber unser Reiseagent redete uns gut zu, die Fälle mitaufzunehmen. Bei Nichtgefallen wollte er den Reisepreis mindern und dies Angebot erschien uns dann doch verlockend. Die Wochen bis zum Reisestart wollten so gar nicht vergehen und zwei Tage vor der Abreise erhielten wir einen Anruf, dass unsere erste gebuchte Unterkunft (Siankaba Islands) vollständig unter Wasser stünde und man uns auf eine andere hätte umbuchen müssen. Was für ein Start – schade, auf diese Unterkunft hatten wir uns sehr gefreut. Aber wenigstens gings jetzt bald los.
TAG 1 +2 Anreise und River Club Sambia:
Mit der Bahn reisten wir nach Frankfurt und pünktlich hob der Flieger von Air Namibia in Richtung Windhoek ab. Micha bedauerte sehr, dass kein A380 zur Flotte gehört, aber dies ist ja nicht der letzte Flug mit Air Namibia, vielleicht wird das ja noch etwas. Dafür hatten wir Sitze auf der rechten Seite in der Business Class und die Hoffnung auf eine schöne Sicht von Etosha. Zu diesem Zeitpunkt waren wir überzeugt, dass wir von Namibia dieses Mal nicht viel mehr sehen würden – wie man sich irren kann.
Von Windhoek aus flogen wir weiter nach Victoria Falls. Wir würden zwar in Simbabwe einreisen, aber letztlich nur einen kurzen Transfer auf die sambische Seite der Fälle ha-ben, da wir in den River Club umgebucht worden waren. Die Einreise nach Simbabwe war denkbar einfach, danach wurden wir von einem Mitarbeiter vor Ort abgeholt und in Rich-tung Grenze gefahren. Gleich zu Beginn konnten wir wieder einmal sehen, dass europäi-sche Geduld den Namen gar nicht verdient. Auf einer einspurigen Brücke ging es nur sehr schleppend voran, wir waren müde, uns war zu heiß und dreckig fühlten wir uns auch. Unserer Fahrer Joseph war die Ruhe selbst und ließ gern einheimische Autos vor – er lachte dann immer und sagte: You’re on holiday! Ich wollte aber zu gern eine DUSCHE!! An der Grenze selbst waren wir froh, Unterstützung zu haben – hier ein Stempel abholen, dort ein Formular ausfüllen… Sonst kümmert uns das in Afrika nicht, gehört auch irgend-wie dazu, aber an diesem Tag waren wir so gar nicht entspannt – dankbar wackelten wir hinter ihm her, sofern unsere Anwesenheit notwendig war, ansonsten lachte Joseph im-mer wieder und bedeutete uns, im Wagen zu warten. Da war es auch nicht so unsäglich heiß.
Nach der Einreise nach Sambia verließ uns Joseph, zeigte auf ein anderes Fahrzeug und bat uns dort einzusteigen. Irgendwie war mir zu diesem Zeitpunkt mulmig. Es gab keine offiziellen Aufkleber an dem Auto und das Einzige, das wir wussten war, dass unser „neu-er“ Fahrer Kyle heiße und er ebenfalls über ein strahlendes Lächeln verfügt. Micha brummte, ich solle einsteigen, mein Kontrollzwang brächte ihm Kopfschmerzen ein - un-dankbarer Kerl, ich mach das ja nicht nur für mich…. So tuckerten wir in unserem Minibus vor uns hin, Kyle berichtete, dass er aus Livingstone stamme und sich die nächsten Tage unserer annehme. Er bedauerte, dass wir nicht länger als zwei Nächte in Sambia seien und dann nach Botswana reisen wollten. Bei unserer Abreise waren wir uns dann auch sicher, Sambia sieht uns wieder, dann vielleicht doch mit Dachzelt?
Die Fahrt in den River Club dauerte nicht sehr lang und die Unterkunft überstieg all unsere Erwartungen. http://www.theriverclubafrica.com/about.htm



Die Lage am Sambezi ist spektakulär, ich hätte da Tage nur auf den Fluss starren können. Die Unterkünfte sind luxuriös und sehr liebevoll eingerichtet. Peter, Teilhaber und Manager, war während unseres Aufenthalts ein wunderbarer Gastgeber, der sich die Mühe machte, uns die Sterne zu erläutern und abends mit uns stundenlang über Afrika, Sambia, Individualtourismus und seine geschäftliche Verbindung zu Wilderness Safaris zu diskutieren. Wir haben uns so wohl gefühlt, es war eine Urlaubsunterkunft und gleichzeitig ein Zuhause. Zwei Nächte war definitiv zu wenig, aber wir werden versuchen, wieder zu kommen.
Abends fielen wir todmüde in die Betten – überglücklich, wieder in Afrika zu sein und ge-spannt, was der morgige Ausflug zu den Fällen für uns bereithalten würde.
eigentlich arbeite ich ja gerade an meinem Bericht für 2011, dann fiel mir auf, dass ich Euch noch einen Bericht unserer Reise nach Botswana letztes Jahr "schulde". Das hole ich hiermit nach und hoffe, dass Ihr unsere Reise mögen werdet.
Reisebericht Botswana 03.04. – 23.04.2010
Flug mit Air Namibia:
Frankfurt – Windhoek – Victoria Falls und zurück Maun – Windhoek – Frankfurt
Fly-In-Safari
Organisiert und unterstützt von Afri-Reisen
Victoria Falls – Chobe – Savuti – Okavango Delta/ Moremi – Central Kalahari
..und eine Woche Namibia als Gestrandete aufgrund des Vulkanausbruchs in Island… 😛
Seit wir auf einer kurzen Stippvisite ins Dauerflutgebiet im Okavango Delta vor ein paar Jahren waren, stand eigentlich fest, dass es Botswana für einen längeren Urlaub sein sollte. Die Planung war das aufwändigste, wobei das nicht ganz richtig ist, die meiste Zeit verbrachten wir damit, zu entscheiden, ob wir nun selbst fahren wollten oder eine Fly-In machen sollten. Eine geführte Reise in einer Gruppe kam für uns beide nicht in Frage, dafür verbinden wir Afrika einfach mit zu viel Einsamkeit und Ruhe - beides beinhaltet für uns oft nur zwei Menschen am selben Ort. Und natürlich sollen wir diese beiden Menschen sein.
Selbst zu fahren und zu campen, wäre wohl Ruhe und Einsamkeit pur, aber ich sorgte mich über mögliche Reifenpannen, tagelanges Warten auf Hilfe, im Dachzelt schlafen und nicht urlaubsmäßig lecker zu essen. Leider reichen meine Kochkünste nur fürs Grillen und Salate anrichten 😊 – wollte ich jetzt aber 14 Tage im Urlaub auch nicht haben.
Nach monatelangem Hinundher entschieden wir uns dann für eine Fly-In, sozusagen zum Bekommen eines Überblicks, wir kommen in Afrika ja eh immer wieder, so dass wir uns grundsätzlich nur auf ein paar Ziele beschränken und uns andere für das nächste Mal aufheben. Allerdings wusste ich damals nicht, dass wir nicht einmal 12 Monate später im gemieteten 4x4 Hilux wieder nach Botswana fahren würden und mein Mann zukünftig nie wieder eine Fly-In machen wollen würde, solange er „noch in der Lage ist, eine Schaltung zu bedienen“! 😗
Bislang haben wir Unterkünfte immer selbst gesucht und direkt gebucht. Dank Internet und dem wunderbaren hilfreichen Namibia-Forum hatten wir schnell einen guten Überblick, was wir sehen wollten und welche Unterkünfte es sein könnten. Aber wie von A nach B kommen, sollten wir die Transfers selbst buchen und hoffen, dass alles klappt? Oder doch über einen Anbieter Angebote einholen? Mein Mann war vom zweiten nicht so überzeugt, aber ich dachte, einen Versuch ist es wert. Also habe ich zig Anbieter angeschrieben, unsere grob geplante Route vorgestellt und um Hilfestellung gebeten. Und so kamen wir dann zu Herrn Gündisch von Afrireisen http://afri-reisen.de/ Im Wesentlichen entscheiden wir solche Dinge immer danach, wie nett der Kontakt ist und nett ist Herr Gündisch allemal, zu welchem Schatz und zu welcher unglaublichen Hilfe er sich noch entpuppen würde, wussten wir damals natürlich noch nicht (gell, Du unbeherrschter Vulkann Eyjafjallajökull??)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ausbruch_des_Eyjafjallaj%C3%B6kull_2010
In unserer eigenen ursprünglichen Planung war Victoria Falls eigentlich nicht vorgesehen, aber unser Reiseagent redete uns gut zu, die Fälle mitaufzunehmen. Bei Nichtgefallen wollte er den Reisepreis mindern und dies Angebot erschien uns dann doch verlockend. Die Wochen bis zum Reisestart wollten so gar nicht vergehen und zwei Tage vor der Abreise erhielten wir einen Anruf, dass unsere erste gebuchte Unterkunft (Siankaba Islands) vollständig unter Wasser stünde und man uns auf eine andere hätte umbuchen müssen. Was für ein Start – schade, auf diese Unterkunft hatten wir uns sehr gefreut. Aber wenigstens gings jetzt bald los.
TAG 1 +2 Anreise und River Club Sambia:
Mit der Bahn reisten wir nach Frankfurt und pünktlich hob der Flieger von Air Namibia in Richtung Windhoek ab. Micha bedauerte sehr, dass kein A380 zur Flotte gehört, aber dies ist ja nicht der letzte Flug mit Air Namibia, vielleicht wird das ja noch etwas. Dafür hatten wir Sitze auf der rechten Seite in der Business Class und die Hoffnung auf eine schöne Sicht von Etosha. Zu diesem Zeitpunkt waren wir überzeugt, dass wir von Namibia dieses Mal nicht viel mehr sehen würden – wie man sich irren kann.
Von Windhoek aus flogen wir weiter nach Victoria Falls. Wir würden zwar in Simbabwe einreisen, aber letztlich nur einen kurzen Transfer auf die sambische Seite der Fälle ha-ben, da wir in den River Club umgebucht worden waren. Die Einreise nach Simbabwe war denkbar einfach, danach wurden wir von einem Mitarbeiter vor Ort abgeholt und in Rich-tung Grenze gefahren. Gleich zu Beginn konnten wir wieder einmal sehen, dass europäi-sche Geduld den Namen gar nicht verdient. Auf einer einspurigen Brücke ging es nur sehr schleppend voran, wir waren müde, uns war zu heiß und dreckig fühlten wir uns auch. Unserer Fahrer Joseph war die Ruhe selbst und ließ gern einheimische Autos vor – er lachte dann immer und sagte: You’re on holiday! Ich wollte aber zu gern eine DUSCHE!! An der Grenze selbst waren wir froh, Unterstützung zu haben – hier ein Stempel abholen, dort ein Formular ausfüllen… Sonst kümmert uns das in Afrika nicht, gehört auch irgend-wie dazu, aber an diesem Tag waren wir so gar nicht entspannt – dankbar wackelten wir hinter ihm her, sofern unsere Anwesenheit notwendig war, ansonsten lachte Joseph im-mer wieder und bedeutete uns, im Wagen zu warten. Da war es auch nicht so unsäglich heiß.
Nach der Einreise nach Sambia verließ uns Joseph, zeigte auf ein anderes Fahrzeug und bat uns dort einzusteigen. Irgendwie war mir zu diesem Zeitpunkt mulmig. Es gab keine offiziellen Aufkleber an dem Auto und das Einzige, das wir wussten war, dass unser „neu-er“ Fahrer Kyle heiße und er ebenfalls über ein strahlendes Lächeln verfügt. Micha brummte, ich solle einsteigen, mein Kontrollzwang brächte ihm Kopfschmerzen ein - un-dankbarer Kerl, ich mach das ja nicht nur für mich…. So tuckerten wir in unserem Minibus vor uns hin, Kyle berichtete, dass er aus Livingstone stamme und sich die nächsten Tage unserer annehme. Er bedauerte, dass wir nicht länger als zwei Nächte in Sambia seien und dann nach Botswana reisen wollten. Bei unserer Abreise waren wir uns dann auch sicher, Sambia sieht uns wieder, dann vielleicht doch mit Dachzelt?
Die Fahrt in den River Club dauerte nicht sehr lang und die Unterkunft überstieg all unsere Erwartungen. http://www.theriverclubafrica.com/about.htm
Die Lage am Sambezi ist spektakulär, ich hätte da Tage nur auf den Fluss starren können. Die Unterkünfte sind luxuriös und sehr liebevoll eingerichtet. Peter, Teilhaber und Manager, war während unseres Aufenthalts ein wunderbarer Gastgeber, der sich die Mühe machte, uns die Sterne zu erläutern und abends mit uns stundenlang über Afrika, Sambia, Individualtourismus und seine geschäftliche Verbindung zu Wilderness Safaris zu diskutieren. Wir haben uns so wohl gefühlt, es war eine Urlaubsunterkunft und gleichzeitig ein Zuhause. Zwei Nächte war definitiv zu wenig, aber wir werden versuchen, wieder zu kommen.
Abends fielen wir todmüde in die Betten – überglücklich, wieder in Afrika zu sein und ge-spannt, was der morgige Ausflug zu den Fällen für uns bereithalten würde.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo