J.R.Themenstarter180 Beiträge · seit 200622. Okt. 2010 · #1
Hallo Zusammen! Ich möchte euch hier meine Erfahrungen unserer Malawi-Sambia-Reise (2te Septemberhälfte 2010) mitteilen. Ich versuche dies in mehreren Etappen, so wie ich Zeit finde einige Zeilen dazu ins Forum zu tippen und werde das in mehreren Beiträgen machen.
Als Vorgeschichte möchte ich erwähnen, dass wir eigentlich als Selbstfahrer die Tour unternehmen wollten. Dies haben wir aber leider wegen der hohen Mietpreise für 4x4 mit Zelt verwerfen müssen. Die Tour war auf 2,5 Wochen (leider nur) ausgelegt und ging von Lilongwe zum South Luangwa weiter in den Luambe, dann direkt über Lundazi zurück nach Malawi. Hier in die Vwaza-Marsh, zum Nyika-Plateau und zum Schluß an den Malawi-See (Nkata-Bay). Ich wollte unbedingt in den South Luangwa und mir erschien es am besten über Lilongwe anzureisen, welches sich wegen der recht kurzen Anfahrt als gute Idee entpuppte. Geflogen sind wir mit Ethiopian von Brüssel über Addis nach Lilongwe (780 Eur pP online gebucht). Hiermit war alles in Ordnung
Zunächst zum Veranstalter: Bei der Recherche nach einem Mietwagen entdeckte ich im Web die Firma Budget Safari (http://www.budget-safari.com) die 4x4 Fahrzeuge für 85 Eur/Tag anbietet, allerdings nur mit Fahrer. Die Firma gehört Patrick Rybnikar, einem Bonner der seit fast 20 Jahren in Malawi lebt. Nach mehreren mails entschieden wir uns statt den Wagen mit Fahrer eine Komplett-Tour zu buchen inkl. aller Eintritte, Camps (Camping) und Abendessen. Das war unterm Strich auch nicht wesentlich teurer und wir hatten mit der Organisation nichts am Hut.
Patrick fuhr selbst und hatte noch einen Helfer mit dabei. Da wir campten mussten wir auf seinen etwas betagten Toyota Hilux zurückgreifen da sonst nicht genug Platz für alles Gepäck war.
Dies führte zum Negativpunkt der Tour. Mit 4 Personen war die Doppelkabine des Hilux (sehr altes Modell) doch verdammt eng. Man musste immer mit angezogenen Beinen sitzen und konnte sich kaum bewegen. Hatten wir unsere Zelte aufgebaut und gingen auf game-drive war es besser da wir dann auch nur zu dritt waren. Ansonsten aber war es eine tolle Tour mit vielen Highlights und sehr seltenen Sichtungen aber auch mit Längen und Enttäuschungen (z.B. große Buschfeuer von Wilderen auf dem Nyika-Plateau, trotzdem hier die interessantesten Tiersichtungen, doch zu den einzelnen Parks später).
Patrick war ein angenehmer Begleiter (halt Rheinländer wie wir ;-)) und selbst immer wieder begeistert auf der Pirsch. Wir konnten wann immer es möglich war mit ihm auch Nachtfahrten machen (natürlich ohne Aufpreis).
Soweit schon einmal ein paar Erfahrungen. Weitere später in neuen Beiträgen Gruß JR
Hallo J.R. Dein Beitrag macht Hunger auf mehr. Danke! ... bin schon ganz gespannt auf die folgenden Infos! Wir fliegen am 6. November und sind dann Mitte November in Sambia und Malawi und sind natürlich an den neusten Infos sehr interessiert. Vielleicht als erste Frage: Wie wars mit der Versorgung mit Diesel oder Benzin - gabs noch Engpässe oder hat es sich wieder beruhigt.
J.R.Themenstarter180 Beiträge · seit 200623. Okt. 2010 · #3
Hallo Martina, schon mal vorab antwort an dich. Aktuell weiß ich nicht wie es mit dem Sprit aussieht. Wir sind so gerade bis zum Flughafen gekommen haben aber gehört das Patrick später Sprit bekommen hat. Noch ein Tip, ihr solltet unbedingt Nyika machen. Die Tierdichte ist zwar nicht so hoch aber dafür gibt es seltenes zu sehen. Ihr solltet so viel wie möglich Nachtfahrten machen (Anfragen ob ihr um 18.00 statt 16.00 Uhr starten könnt). Hier zum schmackhaft machen: wir hatten neben zahlreichen auch seltenen Eulen und verschiedenen seltenen Duckern einen Leopard, 4 Servale, 2 Stachelschweine und ein imposantes und seltenes bushpig... Soweit 🙂
O.K, dann klinke ich mich auch mal in dein Posting mit ein 😉
Danke für deinen Bericht, gibt es dazu villeicht auch BILDER,würde mich brennend interessieren !!!!!!!!!!!!!!!
Auch wir waren Ende September in Sambia, sind mit der Fähre (Abenteuer pur ..i love it )von Kazungula eingereist, dann Livingstone,Lusaka,Old Petauke Raod in den South Lungwa, dann die Escarpment Road 05 (sind da in nen Bushbrand geraten ..uiuiui.....)undd ann über die Nord Route zurück Katima ...Windhoek.....
@ Martina Sprit gab es in Sambia an jeder Tankstelle..Die Spritpreise sind mörderisch. 1 Liter Benzin kostet 7600 Kwacha was ungefähr 2 US $ entspricht..In Mfuwe nochmals 20 % teurer.... Auch die Lebensmittel waren sehr sehr hochpreisig, 1 Schwarzbrot kostete z.B 7000 Kwacha = 1,20 €...... Savanna 14.000 Kwacha . desdhalb holen die Junxx aus SAMBIA auch das Savanna aus Botswana und wenns sein muss mit dem MOKORO über den Sambesi (siehe Bild) Sambia ist wild and rough abseits der Mainroads
Wir haben ein Paar in South Luangwa getrofffen, die von Malawi aus gestartet sind, und sie meinten es gäbe keinen Sprit in Malawi , nur auf dem Schwarzmakt und alles sehr sehr hochpreisig !!!!!! (mehr Info hab ich leider ned zu Malawi)
LG BLOKE
Savanna Transport über den Sambesi
Diese ganzen Savanna Paletten werden per MOKORO von Botswana über den Sambesi nach Sambia geschippert
Hallo Bloke, Hallo J.R., Danke für Eure Infos, 🤩 das mit dem Sprit haben wir letztes Jahr im November in Sambia schon mal durch - wir kamen von Norden die 05 Sandroad runter hatten noch genug für Pirschfahrten und bis Chipata. Dann gings nur mit Schwarzmarkt-Sprit und Hilfe von Einheimischen - allerdings waren die Schwarzmarktpreise absolut fair - wir haben nie mehr als an der Tankstelle für den Liter bezahlt. Damals so um die 6200 Kwacha. Meist haben wir sowieso dann an der angeblich leeren Zapfsäule durch die Hilfe von Einheimischen dann plötzlich doch tanken können und sind so von Tankstelle zu Tankstelle gekommen. So viel Hilfsbereitschaft ohne Gegenleistung war überwältigend. Voriges Jahr war dies ein Problem in Sambia - angeblich gabs da in Malawi keine Probleme - nun ja - jetzt ist es halt anders herum - oder gabs in Sambia dieses Jahr auch Probleme dieser Art? Hatte auf einen entspannteren Urlaub gehofft 😐 . Naja werden wohl ein paar Reservekanister mehr auf Auto packen.... Unser Tank hat 140 l und dann eben noch ein paar Kanister auf die Ladefläche ... Wie war die Old Petauke Road? Gabs da schon Safarigefühl oder fährt man nur von Siedlung zu Siedlung. Haben wir wegen des Spritmangels letztes Jahr leider nicht fahren können.
Danke an JR für den Tip mit den Nachtfahrten, darf man die mit dem eigenen Wagen machen oder gibts nur organisierte? Von Sambia, Namibia und Botswana kenne ich nur die geführten ... Kannst du bestimmte Campingplätze besonders empfehlen (oder auch nicht ...) und wo habt Ihr am Malawisee übernachtet? Wir sind mit Dachzelt unterwegs ...
Freu mich schon auf weitere Erfahrungen ... Grüsse von Martina
Hallo Bloke, Hallo J.R., Danke für Eure Infos, 🤩 Hilfsbereitschaft ohne Gegenleistung war überwältigend. Voriges Jahr war dies ein Problem in Sambia - angeblich gabs da in Malawi keine Probleme - nun ja - jetzt ist es halt anders herum - oder gabs in Sambia dieses Jahr auch Probleme dieser Art?
Hatte auf einen entspannteren Urlaub gehofft 😐 . Naja werden wohl ein paar Reservekanister mehr auf Auto packen.... Unser Tank hat 140 l und dann eben noch ein paar Kanister auf die Ladefläche ... Wie war die Old Petauke Road? Gabs da schon Safarigefühl oder fährt man nur von Siedlung zu Siedlung. Haben wir wegen des Spritmangels letztes Jahr leider nicht fahren können.
Freu mich schon auf weitere Erfahrungen ... Grüsse von Martina
Hallo
Spritprobleme gab es auf der Strecke in keinster Weise
Die Old Petauke Road ist AFRIKA pur...Es gibt viel kleinere Dörfer auf der Strecke und auch viele Trockenbett durchfahrten..Die ersten 56 KM sind wenig spannend, aber danach wirds schon **SEHR SEHR GEIL**
GPS Gerät würde ich dir wärmstens ans Herz legen, denn auf den letzten 1,5 h ist die Pad nur schwer zu finden, denn es hatte ordentliche Überschwemmungen so dass die PAD als solche nicht mehr erkennbar war...
Ist aber ne Tagesreise, und mit 7h fahrzeit musst du schon rechnen, aber dann biste flott unterwegs 😉
Ich kann die Strecke nur **WÄRMSTENS** empfehlen,ist viel viel Eindrucksvoller als die Main Road, aber a bissle solltest du das AUTO schon beherschen 😉
Hier noch ein paar Pics von der Old.P.Road !!!!!!!!
OLD PETAUKE ROAD Afrika pur
7-8 h Fahrzeit für grad mal 170 KM Wegstrecke
UMLEITUNG gebastelt
Komplett festgerammelt, da ging gar nichts mehr
Giraffen crossing auf der Old Petauke Road
J.R.Themenstarter180 Beiträge · seit 200624. Okt. 2010 · #7
Hallöchen,
hier ein paar Antworten auf die Fragen. Also Fotos hab ich eine Menge gemacht aber leider hatte ich keine Kamera bei den Nachtfahrten dabei, geben meist keine guten Fotos da man keine privaten Nachtfahrten machen darf (womit diese Frage auch beantwortet ist) außer in der Vwaza Marsh. Übrigens sind wir außerhalb vom South Luangwa auch nachts auf eigene Faust unterwegs gewesen, war aber nicht so doll, nur einige Ginsterkatzen. Auf dem Nyika-Plateau gibt es einen Campingplatz in der nähe der Lodge, nett gelegen, Duschen mit heißem Wasser, kann aber extrem kalt und windig werden. Bei starkem Wind sollte man keine Nachtfahrt machen. Wir haben insgesamt 3 gemacht. die ersten beiden waren super, die dritte bei starkem Wind war die beschi... die ich je gemacht habe. Nachtfahrten werden unten an der Lodge gebucht, 30US pP geschlossenes Fahrzeug mit Dachlucken (kalt!!!jedenfalls im September) Nochmal zum Sprit, Malawi konnte wohl seine Rechnungen für Öl im Ausland nicht bezahlen und wurde deshalb nicht beliefert. Wie es Momentan ist keine Ahnung, aber ich habe gehört daß das befüllen von Reservekanistern zur Strafttat erklärt wurde... 🤩 Aber keine Panik irgendwie kommt man immer durch
Die Benzinkrise hält immer noch an. Lange Schlangen an Tankstellen, vor allem in Lilongwe. Das Tanken in Kanister wird recht unterschiedlich gehandhabt. Offiziell ist es n i c h t gestattet. Wir waren bei der Energiebehörde in Lilongwe und haben dort eine Brief erhalten, wo es uns erlaubt war, an diesem Tag soundsoviel Liter Benzin in Kanister zu tanken.
In Senga gab es sporadisch Benzin, in Mzuzu keinen, entlang der Hauptstraße am See gelegentlich.
1 Euro derzeit ca. 200 - 210 MKW - der Liter Benzin 259 MKW.
Diesel soll von der Krise nicht betroffen sein, aber da hab ich keine Ahnung, fahre Benziner....
Gruß
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200625. Okt. 2010 · #9
Hallo BLOKE,
das Paar, das in Malawi gestartet war, und Euch von den Preisen erzählt hat, das waren WIR!!
Wir sind am Wochenende wieder zurückgekommen. Wir haben nach South Luangwa noch den North Luangwa besucht und sind dann zurück nach Malawi, Kasungo NP, Vwaza WR, Nyika Plateau, am See entlang zum Nkhotakota WR (Bua Camp, sehr zu enmpfehlen). Da wir dann noch 3 Tage übrig hatten, waren wir nochmal im Liwonde NP.
Die Sprit-Probleme gab es immer wieder. An einem Tag war Diesel da, dann gabs wiedermal ein paar Tage nichts. Aber es lies sich irgendwie immer regeln.
Also, wer auch immer neue Informationen zu Malawi braucht, bitte melden.
Hallo Beate, danke auch Dir für die Infos. Du hast das Bua-Camp im Nkhotakota WR empfohlen - was war da besonders - nach den Infos im Reiseführer " Leider wohnen nun Scouts und Fam. und Hühner in diesem Camp" hätten wir (eher ruhebedürfige Reisende) nicht unbedingt dieses CAmp ausgewählt.
Da Ihr ja nun fast alle mögliche Parks in Malawi gesehen habt, was wäre Eure Empfehlung (wenn man die überhaupt so direkt vergleichen kann ?!) - wir werden und aus Zeitgründen auf 2-3 Parks beschränken und hatten Kasungu, event. Nyika und Liwonde auf der Wunschliste. Außerdem Cape Maclaer.
Da wir von Sambia kommen sind Kafue, South Luangwa und event. Lower Sambezi auch im Programm. Die kennen wir teilweise schon vom letzten Jahr und wissen was wir erwarten können.
Bloke1'920 Beiträge · seit 200825. Okt. 2010 · #11
beate schrieb:
Hallo BLOKE,
das Paar, das in Malawi gestartet war, und Euch von den Preisen erzählt hat, das waren WIR!!
Wir sind am Wochenende wieder zurückgekommen. Wir haben nach South Luangwa noch den North Luangwa besucht und sind dann zurück nach Malawi, Kasungo NP, Vwaza WR, Nyika Plateau, am See entlang zum Nkhotakota WR (Bua Camp, sehr zu enmpfehlen). Da wir dann noch 3 Tage übrig hatten, waren wir nochmal im Liwonde NP.
Also, wer auch immer neue Informationen zu Malawi braucht, bitte melden.
Gruss Beate
Hallo Beate
Na super hätteste auch früher sagen können, dann hatten wir ja so ne ART Forumstreffen, denn das Auto zwischen uns mit FFB Nummer war Anette ?????? , 😉
Wir sind noch die Escarpment gefahren und in Bushbrand gekommen, war alles andere als lusitg, da hatte der Spass kurzfristig ein LOCH 🙄
LG Bloke
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200626. Okt. 2010 · #12
Hallo Bloke,
ich habe mir schon fast gedacht, dass Ihr auch im Forum unterwegs seid, habe mich aber nicht zu fragen gewagt. Da Ihr ja eine kleine Gruppe wart, wusste ich wirklich nicht, ob wir nicht stören. Du hast ja bemerkt, mein Mann ist da schon direkter.
Also das mit dem Buschbrand ist ja nicht so toll. Ich bin wirklich froh, dass wir nur einmal an einem kleineren Feuer vorbeifahren mussten. Das hat mir schon gereicht.
Hallo Martina,
zum Bua-Camp: wir hatten das auch gelesen, haben dann aber im Kasungu NP erfahren, dass es dort einen neuen Inhaber gibt. Das mussten wir gleich mal anschauen. Das Bua-Camp, bzw. die Bua Lodge ist wirklich seit ein paar Wochen unter neuer Leitung, ein sehr engagierter Typ. Er hat die Lodge renoviert, schaut ganz toll aus. Es gibt ein wirklich sehr gutes Essen. Man hat von der Lodge und auch vom Campingplatz aus einen tollen Blick auf den Fluss. Der Campingplatz ist zwar relativ klein, im Notfall passen vielleicht 4 Zelte oder Dachzelte rein. Aber er liegt schön am Fluss, es gibt saubere und nicht zu kleine Duschen und WC. Auch ein schattiger betonierter Platz zum Kochen und sitzen ist da. Ausserdem eine schöne extra Aussichtsterrasse, überdacht, direkt am Fluss, sodass man nicht immer in die Lodge gehen muss. Es werden Game-Walks angeboten, die wir allerdings nicht mitgemacht haben.
Im Busch verstreut liegen dann die verschiedenen Chalets, ganz romantisch. Teilweise sind sie über eine Hängebrücke zu erreichen. Das ist dann schon eine kleine Wanderung, wenn man dazwischen rumläuft.
Wir haben zwar keine grösseren Tiere gesehen, aber sehr viele Vögel. Und es war die absolute Ruhe.
Also absolut empfehlenswert.
Deine andere Auswahl sind wirklich die interessantesten Parks. Im Kasungo ist ein sehr engagierter Wildlife-Experte, der Euch sehr gerne auf alle Fragen antwortet. Am Nyika-Plateau wird gerade der Campingplatz renoviert und eine Gemeinschaftsküche gebaut. Auch hier ist ein neuer Pächter.
Liwonde war der Park, in dem wir die meisten Tiere gesehen haben, Elefanten und Hippos liefen quer durch den Campingplatz. Allerdings hat das Chifunde-Camp geschlossen (angeblich hat der Pächter seine Konzession nicht bezahlt und ist rausgeschmissen worden).Es gibt also nur noch das Mvuu-Camp. Aber das ist sogar interessanter, weil rundherum sehr viel mehr Tiere sind.
Von Cap McClear haben wir nur das Eagle-Nest gesehen. Das war aber m.M. nach auch der beste CG. Alle anderen Lodges und CG sind mitten im Dorf und da war nachts der Teufel los, was wir bis zum Eagle-Nest gehört haben, was ca. 4 km entfernt ist.
Hallo Beate, Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Wir freun uns riesig 😄 und mit den Tips kann ja (fast 😉 ) nichts mehr schiefgehen. Werde dann mal berichten wie es war. Vielleicht kommt mir ja noch die eine oder andere Frage ein, dann meld ich mich nochmal.
Erika2'338 Beiträge · seit 200729. Okt. 2010 · #15
Hallo Malawi-Fans
Ich kann euch nur warnen, am Strassenrand Treibstoff zu kaufen! Uns hat in Lilongwe ein Autowerkstatt-Besitzer erzählt, dass an seinem Dieselmotor ein Totalschaden entstanden ist, weil der Diesel mit Benzin vermischt war. Die schütten manchmal einfach etwas zusammen, wenn sie Resten haben.
Wir hatten in Malawi einmal Wasser im Benzin. Unser alter Mercedes-Motor konnte das verkraften und hat halt einfach über viele Kilometer gestottert. Wie das ein neuerer Motor verarbeiten könnte, weiss ich nicht. Das Gemisch hatten wir an einer kleinen Tankstelle eingefüllt.
Uns hat der Typ empfohlen, wenn möglich immer Shell-Tankstellen anzufahren, weil man dort am ehesten Garantie habe, dass nicht gepanscht sei.
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200929. Okt. 2010 · #16
Erika schrieb:
Uns hat in Lilongwe ein Autowerkstatt-Besitzer erzählt, dass an seinem Dieselmotor ein Totalschaden entstanden ist, weil der Diesel mit Benzin vermischt war. Die schütten manchmal einfach etwas zusammen, wenn sie Resten haben.
Ein paar Liter Benzin machen im Diesel nix aus. Früher gab es noch keinen Winterdiesel (das ist eine Mischung aus Diesel und Kerosin). Da musste zum Diesel Benzin zugetankt werden, damit er nicht am -7 °C fest wird. In der Bedienungsanleitung meines Golf stand damals, dass man bis zu 30% Benzin dem Diesel beimischen darf. Allerdings nagelte der dann lauter, als 1000 Zimmermänner im Akort. 😮
Der Golf hatte auch einen Kraftstofffilter mit Wasserabscheider. Am Filter war unten eine Schraube bei der man das gesammelte Wasser bei jeder Inspektion ablassen musste. Also ein paar Tropfen Wasser - manchmal regnet es auch beim Tanken - muss ein Auto auch abkönnen.
Allerdings ist jeder Schwarzmarktkauf mit einem höheren Risiko verbunden, als bei einer richtigen Tankstelle. Aber auch da kann man den "Bodensatz" bekommen.
Auf unserer Malawi-Reise im Mai gab es sporadisch auch an einzelnen Tankstellen keinen Spritt. Der Guide ist dann abends noch zu nächsten Tanke gefahren, die Spritt hatte. Das konnte auch mal weiter weg sein. Wir waren lieber an der Carlsberg Green Tankstelle. 🤩 🤢 🤢 🤢 🤪
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200629. Okt. 2010 · #17
Hallo zusammen,
Ihr habt ja so Recht, schwarz tanken ist nicht so unbedingt empfehlenswert. Aber: thats Afrika! Was soll man machen, wenns kein Diesel gibt? Würdet Ihr dafür Euren Urlaub platzen lassen und evtl. 1 Woche in irgendeinem Nest warten, bis wieder Diesel verfügbar ist? Dafür Ihr mir mein Urlaub wirklich zu schade. Da zahle ich lieber etwas mehr auf dem SChwarzmarkt.
Gruss Beate
GRGrindsby84 Beiträge · seit 200829. Okt. 2010 · #18
Wie Erika und Bernd schrieben, beziehen sich ihre Erfahrungen auf ältere und robustere Dieselmotoren. Moderne Common-Rail-Diesel sind wesentlich empfindlicher in Bezug auf die Benzinbemischung. Wegen des höheren Drucks nehmen Hochdruckpumpe und Injektoren schnell Schaden. Wer kennt schon bei Schwarzmarkt Sprit das genaue Mischungsverhältnis? Wegen einem oder fünf Prozent wird wohl keiner das Mixen anfangen. Wenn der Motor hin ist, wird auch der Urlaubsspaß erst mal passé sein. Gruß Sybille
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J.R.Themenstarter180 Beiträge · seit 200601. Nov. 2010 · #19
Da ich das Gefühl habe das in meinem Anfangsbeitrag unser Reiseveranstalter Patrick ( http://www.budget-safari.com/index.php?id=61&L=0 ) etwas schlecht weg kommt möchte ich hier nochmal erwähnen das wir trotz des etwas engen Autos sehr zufrieden waren und jederzeit wieder mit ihm fahren würden. So bietet er außerhalb der auf seiner web-Seite beschriebenen Touren auch individuell zusammengestrickte Touren an. Wir werden wahrscheinlich als nächstes mit ihm eine Tour machen bei der wir uns in Dar es Salam (Tansania) von Patrick abholen lassen und dann über Selous NP und den folgenden NP bis Lilongwe fahren (alternativ geht z.B. auch Vic-Falls bis Lilongwe). (ich bekomme keine Provision 😎 )