Ein Ersttäterbericht... ;-)

108 Antworten · 41,7k Aufrufe · gestartet 19. Aug. 2010 von Iven
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Themenstarter86 Beiträge · seit 201019. Aug. 2010 · #1
Wir sind inzwischen wieder zurück ... von einer dreiwöchigen Selbstfahrertour.. und weil es mir bei den Vorbereitungen sehr geholfen hat, hier die Eindrücke anderer Ersttäter und erfahrener Namibia-Besucher zu lesen möchte ich hier einen kurzen Reisebericht beisteuern.

Wem das dann zu trocken wird, der kann auch ein paar erste Bilder unter http://www.gipfelbuch.de/galerien/namibia_2010/ ansehen.

Auf jeden Fall ein dickes Danke an alle hier lesenden, schreibenden und betreibenden, dieses Forum war eine große Hilfe!

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Namibia 2010 - Ein Ersttäterbericht

Das Taxi rollt in ungewohnte Richtung, statt zum Flughafen zum Bahnhof. Es soll nicht nur das erste Mal Afrika sondern für mich auch das erste Mal ICE statt Zubringerflug 😉 - schon erstaunlich was man mit einem Afrikaurlaub so für neue Erfahrungen verbinden kann 🙂
Ok - mit der ICE Fahrt will ich aber nun wirklich niemanden langweilen...
Air Namibia hinterließ bei mir keinen besseren oder schlechteren Eindruck als viel andere Gesellschaften mit denen wir bisher nach und in den USA unterwegs waren.
Wie entspannt eine Einreise als Kontrast zu den immer schizophrener werdenden Einreiseformalitäten in den USA sein kann ist angenehm. Aber eigentlich kommt das erste Afrikagefühl ja schon auf, als wir in der kühlen Morgendämmerung übers Rollfeld spazieren 😉
Laut Internet sollt der Europcar-Schalter erst später öffnen, hat aber zu unserer Freude bereits geöffnet. Die Dame am Schalter ist noch ein wenig müde und versucht wohl den letzten Rest Bettwärme in ihrem dicken Steppmantel zu konservieren in den sie sich bis zu den Ohren versucht zurück zu ziehen. Die Formalitäten sind schnell erledigt, Auto und zusätzliches Rad sind wie gebucht (Hilux 4x4, Holliday Cars über ADAC) bereitgestellt und so rollen wir wenig später mit unserem Gepäckwagen in Richtung der Mietwagenparkplätze. Die überdachten Stellflächen sind noch recht dunkel, die Sonne ist ja noch nicht mal aufgegangen und so bin ich recht dankbar, ins Handgepäck meines Sohnes (neben Unmengen der Fototechnik, von Kabeln und Adaptern die bei mir nicht mehr hineingepasst hatten) eine gute Taschenlampe gepackt zu haben. Das Fahrzeug das wir bekommen sollen hatte allerdings zwei sehr tiefe Steinschläge in der Frontscheibe an denen sich erste Rissbildungen zeigen. Das passte mir, mit Blick auf die zu erwartenden rauen Fahrbedingungen, nicht so. "Kein Problem, wenn die Scheibe kaputt geht, kommen wir vorbei und bringen ein neues Auto." beruhigt mich der Angestellte. Nicht sehr erfolgreich 😉 wenn die Scheibe kaputt ist, stehe ich garantiert am anderen Ende von Namibia, irgendwo im Nirgendwo und muss dann einen Tag warten oder einen Treffpunkt vereinbaren, jedenfalls brächte das sicher meine ganze Planung durcheinander...
"Sorry aber die anderen Autos sind alle gebucht..." Gut, meiner auch! Der Angestellte verschwindet kurz und kommt dann mit dem Schlüssel vom Nachbarauto zurück ... Na gut, so geht's auch. [Um das mal zu relativieren bei mehreren Touren in den USA bin ich mit gar nicht billig gemieteten Wohnmobilen zwei Mal liegen geblieben und der Service war beide mahle (gelinde gesagt) eher dürftig.] Tja, vielleicht wären wir mit den zwei tiefen Steinschlägen doch besser gekommen ... aber davon ahnten wir natürlich noch nichts.
Nach dem Einladen zieht es uns noch mal in die Flughafenhalle zurück, zum Geldautomaten und ins Café. Die nach der Ankunft lange Schlange am Automaten hat sich aufgelöst (Visa, alle Scheine RAND) und auch das Café ist angenehm für einen ersten Kaffee am Morgen. Die Bedienung ist ausgesprochen fröhlich und erklärte uns auch noch die tollen Taster auf dem Tisch zu Anfordern von Bedienung und Rechnung. Was es alles so gibt!


Freundlicher kann einen ein Land doch eigentlich nicht begrüßen...

Irgendwann rollen wir dann in Richtung Windhoek, dort soll unsere Pension für die erste Nacht sein. Gut, im Grunde ist es blöd noch vor 9 Uhr in einer Unterkunft zu erscheinen aber was soll’s. (Da die Flugzeiten der Deutschlandverbindung aber nun mal bekannt sind, sind wohl auch alle darauf eingestellt.) Die Pension zu finden ist nicht weiter schwer. Der Elektrozaun der die hohe Mauer krönt will zwar irgendwie nicht so ins Bild entspannter Urlaubsunterbringung passen aber nun ja... Die Begrüßung ist sehr höflich, deutschsprachig, das Zimmer ist auch schon bezugsfertig und weil wir so zeitig dran sind können wir uns ja noch beim Frühstück einfinden, da wäre auch noch genug da.
Das Frühstück ist dann ein guter Start, der Nachtflug war ja doch nicht ganz spurlos geblieben. Anschließend lassen wir uns den Weg ins Zentrum erklären. Wir sind uns nicht sicher, ob es besser zu laufen oder lieber zu fahren wäre - mehr aus Sicherheitsaspekten als aus Gehfaulheit. Die Beratung fällt dann zwar eindeutig in Richtung Laufen aus ist aber ansonsten schon voll von Hinweisen auf drohendes Unheil. So einigermaßen verunsichert ziehen wir dann etwas später los in die Innenstadt. Angespannt und sorgfältig auf die Umgebung achtend, auf die schäbige Einkaufstüte in der die Kamera steckte und auf alle nichtweißen Passanten, die uns entgegenkommen oder irgendwo herumlungern. Da will nicht so das richtige Stadtbummelgefühl aufkommen... (Drei Wochen später auf dem Rückweg wird sich das übrigens deutlich geändert haben 😉
Windhoek selbst hat mich dann auch nicht so recht begeistern wollen.
Wir kaufen noch die Permits für Sossusvlei, Blutkuppe und Welwitschia Drive (diese Vorplanbarkeit ist einer der wenigen Vorteile der straffen Tourplanung). Sehr angenehm ist es, aus dem Namibia-Forum so viele fundierte und korrekte Informationen im Vorfeld gefunden zu ! Wir klappern die "Pflicht"-Sehenswürdigkeiten ab und laufen dann (blöderweise mit einen tüchtigen Umweg) zur Pension zurück. Am Nachmittag fahren wir dann noch mal mit dem Auto zum Einkaufen in eines der größeren Einkaufszentren (Maerua Shopping Center, über den Robert Mugabe Drive gut zu erreichen und leicht zu finden). Wasser, ein paar Lebensmittel für Unterwegs, Ersatzsicherungen fürs Auto, Spannriemen um das bisher nur lose im Laderaum liegende Reserverad zu verzurren, Mückenspray (das weiß blaue ‚peaceful sleep’ - aber das kennt jeder Forenleser natürlich schon 😉 und noch ein paar weitere Kleinigkeiten.
Auf dem Rückweg zur Pension rüttelte das Auto dann auf der Mugabe kräftig aber nur beim Langsamfahren und als ich es versuchte zu reproduzieren bin ich mir auch nicht sicher, es hatte sich vielleicht nur aufgeschaukelt an den Asphaltwellen vor der Ampel? Der doch relativ dichte, ungewohnte Linksverkehr und die Anspannung beim Wegfinden lassen aber nicht endlos Platz zum Testen und als wir endlich wieder in der Pension sind und das Auto in die knappe Parkfläche bugsiert haben will ich auch nicht noch mal im Dunkeln los.
Am nächsten Morgen verstauen wir unsere Reisetaschen in den extragroßen Müllsäcken gegen den Straßenstaub (von dem bisher ja noch nichts zu merken war) ein paar andere Gäste beobachten das skeptisch... ich tröste mich damit, dass ihr Polo zwar staubdicht ist aber sonst für meinen Geschmack nicht das ideale Afrika Gefährt sei.

Staubgesützt und für Langfinger optisch etwas abgewertet - vermülltütetes Gepäck 😉

Die Vibrationen am Fahrzeug vom Vorabend sind nicht mehr zu merken. Hmm... etwas Skepsis bleibt. Die Stecke nach Süden zu finden ist nicht wirklich eine Herausforderung.
Vor dem Stadtrand tanken wir. Ein namibisches Ritual begegnet uns hier zum ersten Mal, der Tankwart quetscht auch den letzten Zentiliter in den Tank. Beim Einkaufen gestern haben wir doch noch zwei wirklich wichtige Dinge vergessen. Das Klopapier ist schnell gefunden, Feuerzeuge gibt es an der Kasse... die drei Mitarbeiter überbieten sich in Vorschlägen zum besten Modell. Erst ein scherzhafter Hinweis auf meine wartende Gattin ändert den favorisierten Vorschlag vom PinUpGirl auf das rosa Standardmodell 😉
Irgendwie will sich das Afrika Gefühl noch nicht so recht einstellen. Die Asphaltstraße nach Süden ist unspektakulär, auch hier irgendwie noch nicht recht das erwartete Afrika...

...findet bald seine Fortsetzung...
Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden! Fotos und mehr: eissner-dresden.de / gipfelbuch.de
zuletzt bearbeitet 30. Aug. 2010
4'451 Beiträge · seit 200819. Aug. 2010 · #2
Hi Iven,
willkommen hier im Forum 🙂 Schon mit einem Reisebericht 🤩
Klasse 😄 Wie Du den Reisebericht geschrieben hast, ich habe echt schmunzeln müssen und bin sehr gespannt auf die Fortstzung.
Lieben Gruß
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2010
8'672 Beiträge · seit 201019. Aug. 2010 · #3
Hallo Iven,

fängt ja schon sehr unterhaltsam an - ich würd mich an deiner Stelle gleich mal nach einem Verlag umschauen 😉 (kein Witz: ich hab schon mal, obwohl ich überhaupt nichts mit der Materie zu tun habe, jemanden "aus Versehen" zu so etwas überredet - damals gings um ne Katzengeschichte! Sie, die Autorin, hats aber glaub nicht bereut).

Zurück zum Thema: ich geh jetzt dann mal eben duschen und wenn ich zurückkomme, hoffe ich auf eine Fortsetzung 😄 Ich liiiieeeebe Reiseberichte!!

Gruß Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
290 Beiträge · seit 201019. Aug. 2010 · #5
Hallo Iven,

wow, wirklich tolle Bilder!!
Was hast Du für eine Kamera, wenn ich fragen darf?

Bin auch schon auf die Fortsetzung Deines Berichts gespannt!!

Schöne Grüße

Dirk


P.S.: Unsere erste Reise beginnt am 28.12. und ich glaube, wir brauchen doch noch eine bessere Kamera...
Reisebericht: Namibia 2010/ 2011 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Reisebericht: Südafrika 2011/ 2012
3'700 Beiträge · seit 200919. Aug. 2010 · #6
Hallo Iven,

herzlichen Dank für den angefangenen schön zu lesenden Reisebericht. Vor allem das was noch kommt macht mich richtig neugierig, da wir in auch in 9 Tagen Richtung NAM aufbrechen und bei Europcar gemietet haben. 😐

Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn ich weiß, auf was ich mich möglicherweise einrichten muss..... 😊

Vielleicht schaffst Du es noch bis zu der entscheidenen Szene den Bericht einzustellen bevor wir fliegen.

Liebe Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
40 Beiträge · seit 201019. Aug. 2010 · #7
Hallo Iven,

ich finde Deinen Bericht überhaupt nicht "trocken" geschrieben - ganz im Gegenteil!!!

Und die Bilder haben mich echt umgehauen - natürlich im positiven Sinne 😄

Vielen Dank

tomtom-tom
5'538 Beiträge · seit 200820. Aug. 2010 · #10
Hallo Iven,

auch von mir Kompliment - liest sich leicht und flüssig und macht Lust auf mehr - und erst Recht die Fotos.

Warte gespannt auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
795 Beiträge · seit 200720. Aug. 2010 · #11
Hallo Iven,

Toller, erlebnishaft geschriebener Bericht

und Bilder, die einen guten Fotographen ausweisen - Großes Kompliment!

Bin schon auf die Fortsetzung gespannt und auf die "Zweit- u. Dritt-Täterschaften...."!

Vielen Dank,
Goldmull
Themenstarter86 Beiträge · seit 201020. Aug. 2010 · #12
Danke für die Resonanz!

Für Dirk, zur Kamera; Die (meisten) Bilder sind mit einer EOS 7 aufgenommen, ich habe allerdings auch schon mal einen Urlaub mit einer 1000 als eilig beschafftes "Notgehäuse" machen müssen und das war im Ergebnis bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet. ( Korsika, auch ein paar Bilder auf der Seite) Spätestens wenn es aber um das Fotografieren von Tieren geht, ist man mit einer zwei oder einstelligen EOS ( oder vergleichbares anderer Marken) wegen der höheren Empfindlichkeit und des besseren Autofocus aber denke ich besser bedient.
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zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2010
8'054 Beiträge · seit 200820. Aug. 2010 · #13
Hallo Iven,

Ich finde es auch ganz toll geschrieben und freue mich auf die Fortsetzung.

Die Bilder finde ich einfach toll.


Es gruesst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
5'479 Beiträge · seit 200920. Aug. 2010 · #14
Hallo Iven,

der erste Teil Deines Berichtes lässt einen schon mit Spannung auf die nächsten Erlebnisse warten. Das nenne ich mal einen Teaser.

Wenn Du Deine sehr schönen Fotos direkt in den Bericht integrierst, braucht man nicht immer zwischen den Seiten zu springen und hat dann auch die richtige Verbindung zwischen Textpassage und Foto.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1 Beiträge · seit 201020. Aug. 2010 · #15
Hallo Iven,
habe deinen Bericht mit Freude gelesen, wir sind im September 2010 für 3 Wochen auch sogenannte Ersttäter und ich bin über jede Info und jeden Ratschlag dankbar.
Gerade was Sicherheit und Straßenverkehr angeht, da wir auch Selbstfahrer 4x4 sind.
Würde mich freuen was zu lesen.

Danke Ütchen
Themenstarter86 Beiträge · seit 201020. Aug. 2010 · #16
Danke für die tolle Resonanz!

Weil es im laufenden Text ein wenig kurz kam, ich mir vorher aber auch so meine (nicht ganz sorgenfreien) Gedanken machte hier noch etwas zum Mietfahrzeug und zur Sicherheit:

Sachliches als Ergänzung

Die Übernahme bei Europcar war in Ordnung. Alle 5 Räder waren in sehr gutem Zustand und nicht nur frisch geschwärzt. Die Erklärung zum Fahrzeug erfolgte in gutem Englisch. Grundlegendes zum Allrad wurde erklärt. Ich denke es ist allerdings wichtiger sich vorher von zu hause aus mal näher mit dem Thema zu befassen. (Ich denke mal der Angestellte fährt selbst eher kein Auto dieser Klasse privat im Gelände – (ich auch nicht, das ist also auch wirklich nur eine Feststellung, sonst war das Personal nämlich echt nett) Als die Frage auf die automatischen Freilaufnaben kam musste der Man kapitulierten, erklärte mir aber unvermittelt höflich die anderen Dinge, auch wie man das Reserverad vom Fahrzeugboden absenkt. (Wer kein dickes Wörterbuch mit hat sollte ruhig mal solche Vokabeln wie Getriebe, Keil- und Steuerriemen, Radaufhängung und Bremsflüssigkeit vorher ‚refreshen’ – ich hab mich mal in den USA mit einer kreativen Wortschöpfung zur Bezeichnung von Bremsflüssigkeit in einem Countrystore unsterblich blamiert 😉 )
Die Dokumentation der (kleinen) Vorschäden war ordentlich. Bei der Morgendämmerung sieht man Vorschäden in der Scheibe aber nur mit Lampe gut. Das Fahrzeug ist in normaler Werksausführung in guter Ausstattung auch mit Tempomat und hatte bei Übernahme 67 000 km auf dem Zähler.
Nach Zubehör habe ich nicht gefragt, Kompressor hatten wir selbst mit.
Ich deutete es ja schon an, unser Sicherheitsempfinden in Windhoek war etwas angespannt. Ich möchte das hier etwas relativieren, man sollte sicher nicht wie die personifizierte naive Unschuld vom Lande losstolpern. Andererseits gibt es ganz andere Ecken, auch in deutschen Städten! Die üblichen Grundregeln, ein waches aber nicht zu ängstliches Auge und ein wenig Gottvertrauen sollte eine gute Voraussetzung für einen vielleicht nicht restlos unbesorgten aber doch entspannten Stadtbummel sein. Ich denke (und das ist nun wieder wirklich mal nur eine unverbindliche persönliche Meinung und ich will auf keinen Fall eine Diskussion hier lostreten), auf deutschen Weihnachtsmärkten und südfranzösischen Parkplätzen wird mehr geklaut als in Windhoeks Einkaufpassagen.
Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden! Fotos und mehr: eissner-dresden.de / gipfelbuch.de
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2010
652 Beiträge · seit 200720. Aug. 2010 · #17
Hallo Iven,
wir sind ab und zu mal auf der Gipfelbuch.de Seite weil wir mit dem "sächsischen Klettern " aufgewachsen sind. Deshalb interessiert uns ob ihr auch klettertechnisch in Namibia unterwegs ward? Wir machen das schon jahrelang und die Möglichkeiten werden immer besser und das Erschliesungspotenzial ist sowieso unermesslich.
Grüße
Mutsel
1'247 Beiträge · seit 200920. Aug. 2010 · #18
Hallo Iven

werde den Bericht gleich abonnieren, um die Fortsetzung nicht zu verpassen. Spannend geschrieben und auch mit der nötigen Portion Selbstironie.

Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Gruss
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
4'451 Beiträge · seit 200820. Aug. 2010 · #19
Hallo ,
nachdem der Mike dieses schon für unsere Selbstfahrertour zusammen gestellt hat, hier schonmal einige Wörter:


Anlasser starter
Auto abschleppen car towed
Autobatterie car battery
Filling a car battery with distilled water
Autodach car roof
Autofelge The rim of a wheel
Autokotflügel car fenders
Autoscheinwerfer car headlights
Autobatterie car battery
Batteriehalterung battery holder
Batteriesäure battery acid
Benzin gasoline
· 91 Oktan (bleifrei)
· 93 Oktan (verbleit)
· 95 Oktan
(bleifrei)
Benzinkanister gas canister
Blinker blinker, indicator
Blinklicht lashing
Bodenwanne bottom tray
Bremslicht brake light
Bremsflüssigkeit Brake Fluid
Dachzelt roof tent
Hinten links rear left
Hinten rechts rear right
Getriebe Transmission
Karosserie bodywork
Keilriemen fan belt
Lenkrad steering wheel
Lichtmaschine alternator
Ölwanne sump, oil pan
Platten Reifen flat tire
Radaufhängung suspension
Reifenventil tire valve
Reserverad spare
Rückscheinwerfer tail lamps
Scheibenbremsen disc brakes
Scheinwerfer- Headlight
einstellung adjustment
Schraubendreher screwdriver
Schraubenschlüssel spanners
Steuerriemen Timing Belt
Stoßstange bumber
Türöffner strike
Überrollbügel rollbar
Vorne links front left
Vorne rechts front right
Wagenachse car axle
Warndreieck Warning Triangle
Wagenheber jack
Werkzeugtasche tool bag
Zentralverriegelung power door locks, central locking
Zündschloss ignition Switch
Zündschlüssel ignition key

PHRASE:

Schauen Sie bitte nach dem Luftdruck und Öl.
Please check (refer) to the air pressure and oil.
VERKEHRSREGELN
· LINKSVERKEHR
· Höchstgeschwindigkeiten:
· Ortschaften: 60 Km/h
· Landstraßen 80 Km/h
· Autobahn 120 Km/h

In Namibia fährt man auf der linken Seite. Die Verkehrsregeln entsprechen den in Europa üblichen.
Eine Besonderheit sind allerdings die
Four-Way-Stop Kreuzungen.
Hier gilt nicht rechts-vor-links,
sondern wer zuerst an der Kreuzung war, fährt als Erster, danach kommt der nächste.
Gegebenenfalls verständigt man sich mit den anderen Fahrern an der Kreuzung über die Reihenfolge.

· Promillegrenze: 0,5 Promille
· Gurtpflicht: ja, sofern vorhanden

LG
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2010
33,1k Beiträge · seit 200620. Aug. 2010 · #20
Hi Cécile,

nur noch zur Richtigstellung:
Promillegrenze: 0,8 Promille
Ist schon seit einigen Jahren 0,5 Promille
Gurtpflicht: ja
Ja, sofern vorhanden (was bei älteren Autos hinten z.B. nicht immer der Fall ist; im Gegensatz z.B. Deutschland, wo man dann eben einen Gurt nachrüsten müsste)

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!