Veterinärzaun Namibia, Botswana

20 Antworten · 8'724 Aufrufe · gestartet 18. Juli 2010 von HOPEKAST
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Themenstarter29 Beiträge · seit 200718. Juli 2010 · #1
Hallo
wir fahren im August 2010 im "Uhrzeigersinn" von Maun einmal um das Okavangodelta herum.
Wer kann Auskunft geben ob Grillfleisch o.ä. dort mitgenommen werden kann?
Speziell:
Strecke Maun - Tsodillo Hills - Grenze Namibia
Stecke Katima Mulilo über Ngoma Bridge nach Ihaha
Strecke Kasane - Linyanti - Savuti - Maun?
Danke für die Hilfe
33,1k Beiträge · seit 200618. Juli 2010 · #2
Hallo HOPEKAST,

im Prinzip ganz einfach: Kein Fleisch und Milchprodukte nach Botswana rein und kein Fleisch von nördlich des Veterinärzauns in Namibia nach Süden!

Sonnige Grüße,
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'167 Beiträge · seit 200918. Juli 2010 · #3
Hallo,

Eine kleine Ergaenzung: Kein rohes Fleisch darf von Nord nach Sued oder West nach Ost gebracht werden.

Wir sind letztes Jahr oestlich von Maun (Richtung Nata) kontrolliert worden. Hatten unsere letzte Mahlzeit dabei: Pre-cooked Ribs (urspruenglich eingekauft in Suedafrika - aber das macht fuer rohes Fleisch kein Unterschied woher es urspruenglich kommt), und wir haben das ohne irgendwelche Einwaende behalten koennen - eben weil das Fleisch vorgekocht war.

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
97 Beiträge · seit 200818. Juli 2010 · #4
Hallo,
wir waren im November 2008 in Botswana und soviel ich von Bekannten weiß hat sich nicht allzuviel geändert.
Ich habe unter "Re: aktuelle Lage Botswana" im Dezember2008 ausführlich einen Beitrag zu den Veterinär-Kontrollenin Botswana geschrieben. Leider bin ich technisch zu unbegabt um einen Link von hier zu diesem Beitrag zu setzten, aber unter dem Titel solltest du den Beitrag Ende 2008/Anfang 2009 finden.
Grüße von Martina
http://www.ticker.7910.org/deu
3'766 Beiträge · seit 200618. Juli 2010 · #5
Hallo Martina,

meinst du den Link, dann wäre es die erste Seite ganz unten?

Vet-Kontolle Botswana

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2010
544 Beiträge · seit 200618. Juli 2010 · #7
Hallo,

hier eine Übersicht der Veterinärzäune in Namibia und Botswana.




Liebe grüße von
Ute und Werner
Namibia - Botswana - Zimbabwe - Südafrika - 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2011, 2014
1'335 Beiträge · seit 200618. Juli 2010 · #8
boh Ute und Werner,
wo habt Ihr das tolle Bild denn her?

Ich kann das leider nicht ausdrucken. Habt Ihr eine Idee?

Grüßchen
Cora
0
409 Beiträge · seit 200919. Juli 2010 · #10
Mal abgesehen von der Frage, was erlaubt ist und was nicht, haette ich mal eine Frage an veterinaere Auskenner:
Stellt die Einfuehrung von ein paar fuer den privaten Braai-Gebrauch im Superspar gekauften, rohen Kudusteaks, Schweineschnitzeln, Huehnchenkeulen und Boerewuersten wirklich eine epidemologische Gefahr dar?
Mit anderen Worten: Handle ich gesundheitstechnisch verantwortungslos, wenn ich meinen gut versteckten "Engel" erfolgreich durch die Kontrollen bringe indem ich meine Ersatz-Coolbox mit Show-Inhalt proaktiv praesentiere?

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
3'766 Beiträge · seit 200619. Juli 2010 · #11
camelthorn schrieb:
Mit anderen Worten: Handle ich gesundheitstechnisch verantwortungslos, wenn ich meinen gut versteckten "Engel" erfolgreich durch die Kontrollen bringe indem ich meine Ersatz-Coolbox mit Show-Inhalt proaktiv praesentiere?

Camelthorn
Hallo,
vieleicht beantwortet diese Seite deine Frage

MKS-Seuche

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 19. Juli 2010
2'779 Beiträge · seit 200719. Juli 2010 · #12
Diejenigen unter euch welche schon in Chile und Argentinien unterwegs waren erinnern sich ev. daran dass hier die Vet. Kontrollen auch ein Fussbad beihalten, d.h. man wird gebeten aus dem Fahrzeug auszusteigen und durch ein chemisches Bad mit ein bis zwei cm Lauge zu waten, anscheinend sind die Schuhsohlen ein neuralgischer Punkt.
Gruss Leona
3'766 Beiträge · seit 200619. Juli 2010 · #13
Hallo Leona

das entspricht dem selben Prozedere wie wir es zT in Botswana und Zimbabwe erlebt haben, vor allem die Kneippkur war zur Belustigung der lokalen Bevölkerung 😄

Gruss Kurt
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2'338 Beiträge · seit 200719. Juli 2010 · #14
Camelthorn schrieb:
Mal abgesehen von der Frage, was erlaubt ist und was nicht, haette ich mal eine Frage an veterinaere Auskenner:
Stellt die Einfuehrung von ein paar fuer den privaten Braai-Gebrauch im Superspar gekauften, rohen Kudusteaks, Schweineschnitzeln, Huehnchenkeulen und Boerewuersten wirklich eine epidemologische Gefahr dar?
Mit anderen Worten: Handle ich gesundheitstechnisch verantwortungslos, wenn ich meinen gut versteckten "Engel" erfolgreich durch die Kontrollen bringe indem ich meine Ersatz-Coolbox mit Show-Inhalt proaktiv praesentiere?
Es steht nun mal so geschrieben, dass man kein rohes Fleisch nach Botswana importieren darf. Allerdings wurde bei uns auch schon „viereckige“ Milch beschlagnahmt, welche man von der selben Herstellerfirma gleichentags in Botswana wieder kaufen konnte.

Irgendwie kann ich einfach nicht ganz nachvollziehen, dass das Mitführen von im Supermarket gekauftem Fleisch eine Seuchengefahr darstellen kann oder verkaufen die einem verseuchtes Fleisch? Das gute Stück wird ja nicht vor dem Grillieren auf dem Boden rumgeschleift, oder? Konsequent sind die Massnahmen, wie z.B. Schuhe und Reifen desinfizieren sowieso nicht. Um auf Nummer sicher zu gehen, müsste dann ja auch jedes Stuhl- oder Tischbein oder insbesondere jedes Bodenzelt mit dieser Brühe behandelt werden.

Wir haben vor ein paar Monaten eine Reisegruppe eines grossen Veranstalters (wir nennen sie Sargfahrer) getroffen. Der Reiseleiter erzählte uns, dass er immer Fleisch für ca. 40 Personen dabei hat, wenn er nach Botswana fährt. Er legt scheints als „Geschenk“ für die Zöllner einige Dosen Cola usw. oben drauf und dann darf er passieren. Ist das etwa konsequent?

Nachdenkliche Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
2'779 Beiträge · seit 200719. Juli 2010 · #15
hallo Erika
die Einfuhr von rohem Fleisch und Milchprodukten und anderen Lebensmitteln von Süden her nach Botswana, also von Südafrika herkommend zB ist erlaubt und wird auf x kg pro Familie beschränkt, weiss nur gerade nicht exakt die Ziffern, könnte es aber suchen in meinen Unterlagen. Wir fahren generell mit vollen Engels in Jo'burg ab Richtung Norden und haben an der Grenze nie irgendweche Probleme, es wird auch nicht kontrolliert. In umgekehrter Richtung jedoch wurde unseren Bekannten sogar ein Mokoro abgenommen, weil es ein "natüliches Produkt" auf der Nord-Süd Route über die Grenze war.

Es scheint auch mir manchmal unlogisch, so wie du es sagst wegen dem Fleisch wie man es schön verpackt und sauber im Spar einkauft. Aber wie kann kontrolliert werden von welchem abatoir die Tiere stammen deren Fleisch vacuumverpackt in der Gondel eines Supermarktes liegen? Ev. wissen da die Spezialisten besser Bescheid.
grüsse leona
Gruss Leona
3'766 Beiträge · seit 200619. Juli 2010 · #16
Hallo,
es scheinen ja wirklich langlebige und zähe Vertreter zu sein die da bekämpft werden müssen.

Falls sich hier ein Spezialist finden sollte, ich denke da an einen gelernten Metzger (Sophia Dale wenn ich micht richtig entsinne) würde mich folgendes interessieren.

Ist möglicherweise der Verzehr von MKS für uns Menschen unbedenklich und wir erhalten es im Supermarkt ohne spez. Dekleration?

Zweitens, wenn es durch den Gaumen abwärts wieder richtung Erdreich freigelassen wird sind die Viren dann noch lebendig.

Ich denke dass so auch "häufchenweise" die Gegend verseucht werden könnte (theoretisch).

Das es etwas ernstes sein muss, davon gehe ich aus, sonst würde ja im Prinzip kein Tohuwabohu daraum gemacht.

Das manche Kontrollen und Vorkehrungen in der einen oder anderen Form wenig sinn machen wäre ein anderes Thema.

Wir jedenfalls schauen ob wir die Nahrungsmitteleinkäufe
wenn möglich so zu "timen" das so wenig wie möglich Konfliktpotential vorhanden ist.

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 19. Juli 2010
2'612 Beiträge · seit 200719. Juli 2010 · #17
Hallo,

uns Touris kann man es wirklich nicht ganz recht machen 😉

Vielleicht haben wir einen Veterinär unter uns, aber wenn ich mich recht entsinne, sind die EU-Importvorschriften für Fleisch mitverantwortlich für die geltenden MKS-Vorschriften. Vielleicht kann jemand vom Fach das verifizieren.

Wäre es uns lieber, wenn wir rigoros kein Fleisch durchs Land fahren dürften und auf unser geliebtes Braii verzichten müssten? Oder "arrangieren" wir uns lieber mit den teilweise lasch durchgeführten Kontrollen und freuen uns auf unser Braai inklusive Fleisch?

Nachdenkliche Grüße,

Volker
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 19. Juli 2010
2'338 Beiträge · seit 200719. Juli 2010 · #18
Hallo La Leona + Co.

Die “Sargfahrer” fahren jeweils mit der Fleischladung von Shakawe her in den Panhandle, das heisst von Namibia nach Botswana rein, was ja eigentlich verboten wäre.

Wir sind auch noch nie kontrolliert worden, wenn wir von Süden nach Norden fuhren. Es ist ja nicht erlaubt, Fleisch vom Norden Botswanas in den Süden zu bringen, es sei denn, man hat dafür ein tierärztliches Zeugnis. Und den Spezialisten möchte ich mal sehen, der da auf die Schnelle guten Gewissens grünes Licht für das Fleisch geben kann, oder gibt’s dafür ein Labor? Das heisst für mich, dass das Fleisch, welches man z.B. in Kasane kauft, unter Umständen verseucht sein kann, pfui !

Bitte Spezialisten, meldet euch und gebt euren Kommentar ab, danke.

Erwartungsvolle Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Themenstarter29 Beiträge · seit 200724. Juli 2010 · #19
Hallo und danke an alle, die so ausführlich geantwortet haben.
Mal schauen, ob wir mit diesen Informationen und unseren Einkäufen gut durchkommen
Gruß und nochmals danke
Hopekast
1 Beiträge · seit 201025. Juli 2010 · #20
Hallo,
mein Mann und ich sind schon lange Leser und Profiteure dieses wunderbaren Forums.
Ende Mai sind wir von unserer fünften Reise ins südliche Afrika zurückgekehrt.
Zur Maul- und Klauenseuche möchte ich jetzt mal meinen ersten Beitrag schreiben. Ich bin Tierärztin, aber nur im Kleintierbereich tätig, also nicht wirklich der Paarhufer-Seuchenexperte. Aber auf ein paar Fragen kann ich trotzdem antworten.
Die MKS ist in Afrika wirklich ein großes Problem.
Im südlichen Namibia mit den gut abgesperrten Farmland hat man das Problem wohl gut unter Kontrolle bzw ist Seuchenfrei. Aber im Norden (Caprivi und nördliches Botswana) wird es , glaube ich , immer ein Problem bleiben.
Da lassen sich wegen der Wanderwege des Wildes die Gebiete nicht einfach so absperren. Aber leider gibt es da auch genügend Überträger, selbst der Elefant, obwohl kein Paarhufer
ist empfänglich für die MKS. Und dummerweise bleibt das Virus auch monatelang in der Umwelt, z.B. Boden lebensfähig, kann somit gut über Überträger z.B. auch Autoreifen transportiert werden.
Kontrollen in Nord-Südrichtung erscheinen mir da schon sinnvoll. Ob es allerdings die Seuchenwannen und die Läppchen, auf denen man seine Schuhe abtritt, bringen bezweifele ich.
MKS ist hochinfektiös und breitet sich furchtbar schnell aus.
Der wirtschaftliche Schaden für die Farmer ist immens, denn das Fleisch ist unverkäuflich.
Für den Mensch besteht eine wirkliche Gefahr eigentlich nur, wenn man direkten Kontakt zu erkrankten Tieren hat oder unbehandelte Produkte zu sich nimmt. Virusausscheider gibt es auch nicht, da das Virus eh durch Magensäure abgetötet würde. Wir Touris verseuchen die Umwelt also nicht.
Eigentlich sollte man auch in Kasane kein MKS infiziertes Fleisch kaufen können, aber Gammelfleisch in Deutschland auch nicht.Und rohes Fleisch zu verzehren, macht ja wohl im Afrikaurlaub auch niemand.
Noch ein kurzes Erlebnis. Wir haben dieses Jahr das Lizauli Traditional Village besucht und genau an dem Abzweig von der C 49 zum Dorf wurde am Straßenrand ein Rind geschlachtet und unter den Bewohnern aufgeteilt. Wie viele Kilometer das hoffentlich nicht virushaltige Blut an Autoreifen und Füßen verteilt wurde, möchte ich gar nicht wissen.

Viel Grüße
Gudrun