christianThemenstarter852 Beiträge · seit 200620. Juni 2010 · #1Hallo!
Habe eben erfahren, das in Chipangali Wildlife eine junge Frau vom Löwen getötet wurde. Chipangali scheint so etwas wie Harnas zu sein.
http://www.chipangali.com/news/ Hier wird zum Beispiel eine Giraffe lebendig gefressen, die Löwen sollen wohl das Jagen lernen, alles in Anwesenheit der Volunteers..
Bei YouTube ansehen ↗
Erika2'338 Beiträge · seit 200720. Juni 2010 · #2Tja Christian, was soll man zu dem Video sagen? Einfach widerlich und pervers, und dann die Diskussionen, Kommentare und das Gekichere im Hintergrund. Mir wurde fast schlecht. Das beweist mir wieder mal, dass man um solche Farmen einen grossen Bogen machen sollte. Erst begeistert Löwen streicheln und dann kalten Arsches zuschauen, wie andere Tiere leiden müssen. Geübte Löwen hätten die Giraffe mit einem Biss erledigt und nicht spielerisch darauf rumgeknabbert. Solche Löwen könnte man nie und nimmer auswildern, sie sind dazu verdammt, bis an ihr Lebensende im Knast zu bleiben und Junge zu produzieren oder als Kanonenfutter für Jäger zu dienen Pfui Teufel!
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag
Erika
christianThemenstarter852 Beiträge · seit 200620. Juni 2010 · #3Hallo!
Hier lesen ja sicher auch mal potentielle Volunteers mit. Ich sehe es genau wie Erika und finde solche Organisationen verdienen keine Unterstützung.
Der Film zeigt die Unfähigkeit im Umgang mit Tieren. Wer ein Praktikum in Afrika(besonders in instabilen Ländern wie ZIM) macht ist gut beraten, sich vorab genaustens zu Informieren.
Christian
La Leona2'779 Beiträge · seit 200720. Juni 2010 · #4Chipangali existiert seit 38 Jahren, wer war schon aml dort und kann mit Perspektive über das Projekt berichten. Ohne das video vorerst anzuschauen.
dino727 Beiträge · seit 200821. Juni 2010 · #5Mal zwei Zitate aus deren Bericht, die mich schon nachdenklich stimmen:
"when one of our lions escaped from its cage"
"remove the old and wet grass from the many cages"
Mal wieder die Frage: "Wo hört Tierschutz auf und wo fängt vielleicht gutgemeinte aber falsche Tierliebe an?"
giraffenmog649 Beiträge · seit 200721. Juni 2010 · #6Hhhmmm... meist ist das Totschlag-Argument "Das machen wir seit x Jahren schon so - und es ist noch niiiiie etwas passiert". Und dann passiert es eben doch....
Leider ist es meiner Ansicht nach ziemlich häufig der Fall, daß jemand ein Tierschutz-Projekt hochzieht und mit diesem per Tourismus Geld verdient.
Und leider ist es auch so, daß alles, was auf der Farm ist, das Eigentum des Farmes bzw. Lodgebesitzer bzw. Tierschützers wird. Es gibt keine Kontrollinstanz, die "vorher" überprüft, wie sachkundig die Tiere und deren "Mahlzeiten" behandelt werden....
giraffenmog649 Beiträge · seit 200721. Juni 2010 · #7@dino:
Nur um fair zu bleiben sollten wir Deine Frage nicht nur auf das südliche Afrika beziehen. Ich bin sicher, wenn Du Dir mit der Videokamera mal einen Tag Zeit nimmst und in einen x-beliebigen Reitstall geshst, wird Dir zu 80% auch ein Video mit "Aufregungs-Effekt" gelingen. Diese missverstandene Tierliebe ist leider international verbreitet...
Und auch hier kann man wenig dagegen tun...
Erika2'338 Beiträge · seit 200721. Juni 2010 · #8Hallo zusammen
Gerechtigkeitshalber möchte ich Christian doch noch fragen, ob das Video zu Chipangali gehört oder ob er die zwei interessanten Themen zufällig untereinander gesetzt hat. Ich bleibe dabei, das Video ist abstoßend und zu Kotzen aber Chipangali kenn ich nicht und habe auch noch nie davon gehört. Danke Giraffenmog und Dino, dass ihr das Thema nochmals nach oben geschoben habt. Man kann gar nie genug Leute auf die Missstände in den Raubzierzuchten hinweisen. Hoffentlich überlegt sich der Eine oder Andere jetzt, ob er immer noch den Wunsch hat, Löwen zu knuddeln.
Grüessli Erika
Tobias499 Beiträge · seit 200621. Juni 2010 · #9Das die Praktikantin getötet wurde, zeigt in den Augen von jemandem, der nicht dabei war, dass wohl auch die "Betreuung" der Menschen nicht die kompetenteste ist... Das Video ist einfach abstossend!!!
Gruss
Tobias
giraffenmog649 Beiträge · seit 200721. Juni 2010 · #10Wie heisst es doch so schön: Man kann den Zustand einer Gesellschaft daran erkennen, wie sie die Tiere behandelt.
Wenn dies stimmt, dann spricht das nicht gerade für uns...
christianThemenstarter852 Beiträge · seit 200621. Juni 2010 · #11Hallo!
Ja das Video ist von Chipangali. Soetwas wuerde ich niemals einfach so dazusetzen!
Ich schaue nochmal bei Youtube nach und setze
den Link hier rein. Es gibt noch mehr Filme, die Zeigen wie mit den Löwen umgegangen wird.
Es sind eher Hauskatzen...
Christian
Irgendwie kriege ich die Seite nicht rein, es gibt da ja auch Kommentare, hier der Kanal:
http://www.youtube.com/user/blackgrailIch vermute Blackgrail war selbst Volunteer...
Ergänzung :
Ich bin etwas verunsichert wie diese Organisationen zusammenhängen, dieser Link zur weiteren Info:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/loewen-auswilderung-freiraum-fuer-den-koenig-der-tiere-1.404014Weiß jemand genaueres?
Tuffi108 Beiträge · seit 201022. Juni 2010 · #12Sali zäme
Lese schon eine Weile als Besucher in eurem Forum mit und habe mich soeben registriert. 🙂
Bin mal mit einem selbstausgebauten Wohnmobil von Zürich-Kapstadt gefahren und auf diversen Reisen 7 Jahre in Afrika unterwegs gewesen.
Zum Thread der hier eröffnet wurde:
Chipangali ist kein Tierpark der für Touristen geschaffen wurde. Sondern es ist unter anderem eine Auffangstation für die, welche in der Wildnis keine oder wenig Chancen haben. Also für verwaiste, verstossene, kranke und verletzte Tiere. Auch solche, die z.B. von Farmern gehalten wurden, welche ausgewachsen zum Problem führten und sonst erschossen worden wären. Von den Wissenschaftlichen Studien die dort durchgeführt werden nicht zu reden.
Ich halte Chipangali für eine gute Sache.
Der traurige Vorfall mit der Volunteer Robyn ist auf menschliches Versagen zurück zu führen. In 38 Jahren ist dort so etwas noch nicht vorgekommen. Jeder der mit "Wildtieren" zu tun hat geht ein Risiko ein... Ich denke, das sich die engagierten Volonteer's darüber schon bewusst sind.
Das Video finde ich allerdings auch sehr grenzwertig.Werde bei Chipangali mal nachfragen. Würde mich interessieren, was die dazu zu sagen haben.
Lg
Silvi
witwit4323 Beiträge · seit 200722. Juni 2010 · #13Mein Mitgefühl gilt zunächst dem tragischen Schicksal einer engagierten jungen Helferin in Chipangali, das wohl auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Dieses Mitgefühl vermisse ich leider in der ganzen Diskussion, die durch das eingestellte Video in eine Diskussion über den Sinn oder Unsinn einer solchen Tierstationen führte. Insofern war es etwas unglücklich, so ein Video, das mit dem Unfall nichts zu tun hat, in ein und denselben Thread zu stellen, es sei denn, über solch ein Video soll die Institution Chipangali generell diskreditiert werden. Gelungen, wie die Diskussion zeigt.
In diesem Zusammenhang muss mit einem Irrtum aufgeräumt werden: Erika schrieb: „Geübte Löwen hätten die Giraffe mit einem Biss erledigt und nicht spielerisch darauf rumgeknabbert.“ Löwen töten bei weitem nicht immer mit einem Biss, sondern ihr Ziel ist es, das Beutetier zu Fall zu bringen, und wenn es einmal liegt, geht es sofort in die Weichteile. Da kümmern sich Löwen einen Dreck darum, ob das Beutetier noch lebt. Tierschutz ist denen fremd. Solche Szenen habe ich selbst mehrfach beobachtet und gefilmt. Das Video, das dabei rausgekommen ist, ist für viele „grenzwertig“, wie Silvi es genannt hat – zumindest für unser mitteleuropäisches Empfinden. Dabei haben die Löwen nur das getan, was die Schöpfung ihnen vorgegeben hat. Und so lange das Beutetier nicht tot ist, wird es immer mal zwischendurch versuchen, aufzustehen und zu fliehen – bis es die Kraft nicht mehr hat. Und genau diese „Gefahr“ hat der Kommentator in dem YouTube-Video beschrieben, mit der auszuwildernde Löwen lernen müssen, umzugehen. Wenn in Chipangali den Löwen solche Situationen mit Absicht geboten werden, so verletzt das zwar unser ausgeprägtes Tierschutzbedürfnis, es entspricht aber den für Löwen realitätsnahen Bedingungen und zeugt für mich von einer guten Kenntnis dessen, was Löwen in freier Wildbahn täglich erleben werden. Und Dank solcher Institutionen wie Chipangali, werden solche Löwen gerade NICHT zu Kanonenfutter herangezogen.
In diesem Zusammenhang würde mich in der Tat eine Antwort von Chipangali an Silvi interessieren, was die dazu zusagen haben, wenn man den Löwen ein halbtotes Beutetier vorwirft.
christianThemenstarter852 Beiträge · seit 200623. Juni 2010 · #14Hallo!
Natürlich gilt das Mitgefühl dem Tod der jungen Frau. Dieser Tod führt zu Fragen. Sicherlich kann so ein Unfall durch menschliches Versagen auch in gut geführten Organisationen passieren. Wer sich das Video genau ansieht fragt sich , ob die Anwesenheit der Zuschauer so gerechtfertigt ist. Das Video zeigt unabhängig von den Qualen der Giraffe einen zweifelhaften Umgang mit Gästen oder Mitarbeitern. Deshalb habe ich das zugestellt. Die Kritik an solcherart von Organisationen wird immer deutlicher, wie der Artikel aus der Suedeutschen Zeitung zeigt. Auch in anderen Foren wird über die Zustände in ZIM und über den Unfall diskutiert:
Zitat:
Firstly, I have not blamed or not blaming the volunteers but highlighting the fact there is lack of professional control around the volunteers to what there was 10 years +. Unfortunately, due to the countries political situation now, the National Parks and Wildlife's Law's, Rules & Regulation's governing these areas in the past, are no longer been upheld to present, therefore, allowing too many places like these to do their own thing now.Zitat ende
In 38 Jahren hat sich vieles verändert , leider nicht unbedingt zum
Guten. Ich würde mich mich freuen wenn die Arbeit solcher Firmen dem Wohle der Tiere vor Ort dient. Daran habe ich aber inzwischen Zweifel. Das kann dieser Thread hoffentlich ändern.
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200623. Juni 2010 · #15Ich habe mir den Film NICHT angesehen, weil mir momentan die Zeit dafür fehlt aber können junge Löwen sofort den Kehlenbiss? Ist es nicht so, dass sie ihn auch erst lernen müssen und die Mutter bringt ihnen ein "Opfer" zum üben? Also "kauen" sie am Anfang auch auf der jungen Antilope herum bis sie es können.
P.S. Ich finde es tragisch wenn ein Mensch durch seine Arbeit zu schaden kommt - egal ob Löwe oder Arbeit!!
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
christianThemenstarter852 Beiträge · seit 200623. Juni 2010 · #16Hallo!
Ich hatte hier ja schon mal gesagt das ich etwas verunsichert bin, bezüglich den verschiedenen Projekten in Zim und wie Sie Zusammenhängen. Funktioniert das im Franchisesystem? Oder hat Chipangali nichts mit den anderen, in internationaler Kritik stehenden Projekten zu tun?
Fakt ist, das es inzwischen auch eine Art Freizeitpark geworden ist. Es gibt ein Restaurant, es gibt verschiedene tourististische Aktivitäten.Sogar der Luxuszug hält dort, bzw hat dort bis vor dem tragischen Unglück gehalten. Zumindest die anderen Projekte versuchen unter dem Deckmantel des Naturschutzes an den Volunteers Geld zu machen. 4000$ für 8 Wochen mitarbeit? Ein Arbeiter verdient in Zim vielleicht 100$ im Monat.
http://www.travellersworldwide.com/17-zimbabwe/17-zimbabwe-lions.htm@ Andreas: In der Serengeti werden kleine
Gnus Lebendig von Hyänen verspeist. Katzen töten normalerweise zuerst. Sicher gibt es auch Ausnahmen. Der Film wirkt auf mich gerade durch die unmittelbare Nähe der Menschen grotesk. Die Filminfo habe ich aus einem anderen Forum, inzwischen glaube ich das es sich um Aufnahmen von einem der Walking with Lions Projekte handelt.
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200623. Juni 2010 · #17christian schrieb:@ Andreas: In der Serengeti werden kleine
Gnus Lebendig von Hyänen verspeist. Katzen töten normalerweise zuerst. .
Hallo Christian,
da Hyänen zu den Katzenartigen zählen ist eigentlich die Theorie hinfällig, zudem können grosse Beutetiere nicht immer durch Kehlbiss getötet werden zB Elefanten.
Bei grossen Rudeln, vor allem wenn unter Nahrungsstress, wird sofort angefangen zu fressen während vlt ein Tier noch versucht den Kehlbiss anzusetzten.
Aber die Natur hat auch ein wenig Miteid für die aus unserer menschlichen Sicht bedauernswerten Opfer, sie fallen in einen Schockzustand und das zusätzlich Adrenalin macht sie in diesem Moment beinahe schmerzunempfindlich.
Die Natur mag für uns manchmal grausam erscheinen!
Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
christianThemenstarter852 Beiträge · seit 200623. Juni 2010 · #18@Kurt:
Danke für diese Aufklärung.
Bei unserem nächsten Besuch in Zim werden wir uns Chipangali einmal ansehen. Vielleicht auch das Projekt bei den Vicfalls. Dann stelle ich einen kleinen Bericht hier rein.
200$ für einen Löwenspaziergang ist ja fast geschenkt, werden wir aber aus Überzeugung nicht machen.
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200623. Juni 2010 · #19christian schrieb:@Kurt:
Danke für diese Aufklärung.
200$ für einen Löwenspaziergang ist ja fast geschenkt, werden wir aber aus Überzeugung nicht machen.
Ja ich habe auch Mühe mit solchen Angeboten.
Das grösste Problem sehe ich darin das man "ehrliche" Unternehmungen bei denen Tierschutz zu oberst steht, manchmal kaum von denen unterscheiden kann bei denen es nur um den persönlichen Profit bzw. deren Selbsterfüllung geht.
Dazu hier eine Frage:
Gibt es hier bei diesen Projekten internationale Standarts und Gütesiegel wie es bei anderen zB humanitären Organisationen der Fall ist. Ich habe das Gefühl dass hier jeder mit tun kann.
Wäre ein Gütesiegel vorhanden wie zB das "ZEWO" würde es mir leichter fallen Projekte zu stützen oder fallen zu lassen.
Gruss Kurt
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christianThemenstarter852 Beiträge · seit 200623. Juni 2010 · #20So ein Gütesiegel wäre insbesondere für die Volunteers wichtig. Sind die Sicherheitsstandarts erfüllt, wie wird ein Projekt von unabhängiger Seite gesehen usw...
Incl. Visa Flug usw. kostet so ein Praktikum für 8 Wochen immerhin zirka 6000$. Das nennt sich jetzt wohl Voluntourimus.
Ich denke, das so eine unabhängige Beurteilung der Volunteerstellen derzeit nur ein frommer Wunsch ist.
Etwas habe ich noch gefunden. Es sieht so aus als ob ALERT in ZIM den Löwenkill vermarktet:
http://www.antelopepark.co.zw/night.htmlAlles für die Erhaltung der Art 🤩