2 Geologen in der Wüste

65 Antworten · 19,4k Aufrufe · gestartet 09. März 2010 von robert.raderschatt
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ThemenstarterGast24. Nov. 2013 · #61
Dank des Forumsmitglieds matth gibt es neue Bilder, insbesondere von der Bitterquelle und vom dritten Versteck, dem Affenloch. In den Google Earth-Ortsmarken ist nun dank GPS das Affenloch auch eindeutig lokalisiert. Vielen Dank.

Gruß,
Robert

Link zur aktuellen Seite über Henno Martin und Hermann Korn
1'250 Beiträge · seit 200911. Dez. 2013 · #62
Hallo Robert,

auch wenn ich es jetzt erst gelesen habe - das ist aber eine sehr schöne Zusammenstellung der Ereignisse! Vielen lieben Dank, da hast Du Dir ja viel Mühe gemacht. Hat sich sehr gelohnt 🙂 🙂

Liebe Grüße
vom Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
ThemenstarterGast06. Juni 2014 · #63
Liebe Leute,

wie ich in diesem Thread schon mal gepostet habe, hat sich mein Interesse von der 'Flucht vor der Internierung' in Richtung Internierungszeit erweitert. Wovor sind die beiden Geologen eigentlich geflohen? Was bedeutet Internierung - sowohl für die Betroffenen als auch für deren Familien?

Die Deutschen aus Südwestafrika wurden nach Südafrika deportiert, in ein Lager namens Andalusia. Bei meinen Nachforschungen konnte ich zwei Zeitzeugen ausfindig machen, deren Väter fünf Jahre lang interniert waren.

Bei einem Besuch vor Ort habe ich meinen ersten kurzen Dokumentarfilm fertiggestellt. Ihr findet ihn hier:

Bei YouTube ansehen ↗



Liebe Grüße,
Robert
zuletzt bearbeitet 06. Juni 2014
1'250 Beiträge · seit 200906. Juni 2014 · #64
Hallo Robert,

vielen Dank für das interessante Video! Schön, dass Du immer noch an dem Thema dran bist und uns darüber informierst 🙂

Schöne Pfingsten und viele Grüße,
Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
1'933 Beiträge · seit 200906. Juni 2014 · #65
Hallo Robert,
sehr informativ dein Video. Vielen Dank!

Ich habe vorher noch nie von Andalusia gehört 😊
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
2'664 Beiträge · seit 201206. Juni 2014 · #66
robert.raderschatt schrieb:Liebe Leute,

wie ich in diesem Thread schon mal gepostet habe, hat sich mein Interesse von der 'Flucht vor der Internierung' in Richtung Internierungszeit erweitert. Wovor sind die beiden Geologen eigentlich geflohen? Was bedeutet Internierung - sowohl für die Betroffenen als auch für deren Familien?

Die Deutschen aus Südwestafrika wurden nach Südafrika deportiert, in ein Lager namens Andalusia. Bei meinen Nachforschungen konnte ich zwei Zeitzeugen ausfindig machen, deren Väter fünf Jahre lang interniert waren.

Bei einem Besuch vor Ort habe ich meinen ersten kurzen Dokumentarfilm fertiggestellt. Ihr findet ihn hier:

Bei YouTube ansehen ↗



Liebe Grüße,
Robert
Danke Robert, daß Du Dir die Mühe gemacht hast! Finde ich toll!

Unsere Vätergeneration saß dort ein und unsere Müttergeneration saß allein auf Farmen und in Firmen/ Geschäften oder unversorgt mit kleinen Kindern in den Ortschaften.
Diejenigen, die zum Ausbruch des Krieges in Deutschland waren, wurden eingezogen, was zur Folge hatte, daß sich auch Schulkameraden im Feld gegenüber standen, in Nordafrika und anderswo.

So gab es paradoxe Situationen, daß ein Freund meines Vaters als britischer südafrikanischer Fliegeroffizier vor einem britischen Kriegsgericht landete wegen angeblicher Kollaboration mit dem Feinde, dieses eigentlich nur wegen "zu freundlicher" Behandlung gefangener deutschsprachiger südwestafrikanischer Landsleute die auf deutscher Seite gekämpft haben und in Gefangenschaft gerieten.

Etwas extrem Interessantes was die wenigsten wissen: Vor einigen Jahren kaufte ich in eBay einen Briefumschlag, geschrieben vom Vater eines Schulkameraden der einsaß in Andalusia, aus dem Jahre 1942. Dessen Bruder war war gefangen durch den Krieg in Deutschland und konnte nicht zurück. Den Weg dieses Briefes kannst Du anhand der Stempel verfolgen von Andalusia über die Zensur des Oberbefehlshabers der südafrikanischen Armee, dann Kapstadt, und der nächste Stempel ist vom Oberbefehl der deutschen Wehrmacht. Ich vermute mal der Brief lief von Kapstadt nach England, und von dort über die neutrale Schweiz nach Deutschland. Ich hätte mir nie vorstellen können, daß Post zwischen Ländern im Kriegszustand gelaufen ist. Ich bin überzeugt, diese Ausnahme wurde nur möglich durch Anwesenheit der vielen Deutschen im südlichen Afrika.

Das Thema ist noch längst nicht ausgeschöpft. Es schwirren in Namibia auch noch viele besonders schöne künstlerische Erinnerungsobjekte herum, die in Andalusia erschaffen wurden. Die Menschen dort hatten ja unwahrscheinlich viel Zeit.

H.
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2014