Gefahren beim Campen /Tierangriffe

75 Antworten · 41,8k Aufrufe · gestartet 30. Dez. 2009 von Sabine1
Bilder klein
Antworten
1'580 Beiträge · seit 201411. Aug. 2015 · #41
Hallo Beat

Du brachtest mich grade zum Schmunzeln.... es kommt mir einiges bekannt vor.

Nun vor gaaaanz vielen Jahren war ich in Botswana auf Safari und 1994 lebt ich fuer 3 Monate im damaligen Crocodile Camp.

Hier ein paar Szenen

- Ein Frosch rief im Okavango Delta und ich wollte ihn sehen. Also mit der Taschenlampe los und dadurch, dass ich in einem Mokoro stand, erwischte mich das 2m Kroki nicht (Ich wuerde so etwas nie mehr tun - der Schreck sass und sitzt - konnte bald danach nicht mal am Zuerichsee ans Wasser

- Voegel laermen und wir schauen nach - Puffotter. Leider liessen sie die Guides nicht am Leben. Sie war neben meinem Zelt und im Gras auch auf kurze Distanz kaum auszumachen.

- Jemand in der Gruppe wanderte nachts auf die Toilette. Kurz danach waren 5 Loewen im Camp. Ich schlief, sah aber am Morgen die Pfotenabdruecke - also besser nur um die Zeltecke

- In Nxai Pan hoerte ich ein leises murrendes Geraeusch. Loewen nebem Zelt. Sie war auf der Seite, wo kein Moskitonetz war. Ich sah sie spaeter davonspazieren. Am Morgen erzaehlte mir der Guide, die Jungen haetten mit den Schnueren seines Zeltes gespielt. Einfach ruhig bleiben...

- In Savuti waren wir von Tuepfelhyaenen umzingelt. Alles musste verstaut werden, auch Kaffeetassen und Wasserbehaelter. Nichts passierte.

- Einmal spazierte ein Elefantenbulle durchs Camp. Wir zogen uns zurueck und er zog von dannen ohne was anzurichten

- Im Okavango Delta besuchte eine Elefantenherde das Camp. Ein Elefant nutzte ein Zelt als Kratzbaum. Die Dame drin hat sich toll amuesiert. Zum Glueck hatte sie keine Angst.

Nun, es ist Buschleben und wie andere schon schrieben, dies ist der Reiz und wenn man offene Augen und Ohren hat, kein Tier provoziert ist man wirklich sicherer wie im Strassenverkehr.

Vielleicht ist es fuer Anfaenger empfehlenswert einen erfahrenen Guide mitzunehmen. Ich habe durch solche Guides in meinen Anfangsjahren so viel gelernt und ich bin ihnen heute noch dankbar - auch heute noch nach vielen Jahren kann ich noch von vielen lernen. Es gibt einem eine gewisse Sicherheit, denn aus Angst die ganze Nacht nicht schlafen, ist auch kein Spass.

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
19 Beiträge · seit 201513. Aug. 2015 · #42
Hallo liebes Forum,

für meinen Mann und mich geht es im September zum ersten Mal nach Namibia und Botswana mit Dachzelt.
Wir sind schon ein bisschen nervös, aber die Vorfreude überwiegt natürlich. 🙂

Hier wurden ja schon einige Tierbegegnungen geschildert, aber was mich interessieren würde, ist der "richtige" Umgang mit den Affen.
Vor allem vor Pavianen hab ich ein bisschen Angst.
Wenn da also welche kommen, was tut man dann?
Wegscheuchen? Und wenn ja wie? Oder lieber weggehen und ihnen die Beute überlassen? Und kommen die nur wenn es was zu fressen gibt oder auch so? Vor allem wenn die wissen wie das Auto aufgeht, kann ich ja nix vor denen verstecken? 😉

Danke und liebe Grüße,
Julia
1'580 Beiträge · seit 201413. Aug. 2015 · #43
Hallo Julia

Affen, also Paviane und Meerkatzen unterscheiden bei der Hautfarbe und beim Geschlecht. Am meisten fuerchten sie sich vor dunkehaeutigen Maennern, am wenigsten vor weissen Frauen.

Nimm also unbedingt einen Stock in die Hand und das bei beiden Arten. Denn dort, wo sie sich an Menschen gewohnt sind, koennen sie ziemlich aggressiv werden.

Je nach Gegend hilft es auch eine Steinschleuder mit dabei zu haben. Man muss sie nicht benutzen, sondern sie nur spannen und ihnen zeigen. Hat uns schon oft geholfen.

In Botswana haben Affen es gelernt Reisverschluesse aufzumachen. Also mit einem Schloss sichern.

Gute Reise und viele schoene Erlebnisse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
2'610 Beiträge · seit 200713. Aug. 2015 · #44
Hallo Julia,

du hast es erkannt, am meisten sollte man bei den Pavianen aufpassen! In Namibia habe ich noch nicht so große Probleme mit ihnen gehabt, da war schon schlimmer!

In den meisten Fällen lassen sie sich von einer Schleuder abschrecken. Man muss noch nicht einmal wirklich schießen, die Drohung reicht meist aus! Türen des Fahrzeugs immer geschlossen halten, wo Affen sich herumtreiben. Nicht ängstlich wirken und sich "groß" machen, wenn einer aufdringlich wird. Aber nicht nur auf Paviane, sondern auch auf Meerkatzen aufpassen! Die sind genau so diebisch!

Grüße und viel Spaß
Jambotessy

Da war Elvira schneller 🙂
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 13. Aug. 2015
1'667 Beiträge · seit 201113. Aug. 2015 · #45
Hallo Julia,

wir haben auch immer eine Schleuder dabei, die Affen ignorieren diese aber gerne, wenn sie von weissen Frauen benutzt wird 😄

Was viel sinnvoller ist: niemals irgendetwas zu essen liegen lassen, nachts auch Schuhe und ähnliches wegräumen. Keine Abfälle rumliegen lassen. In Elefantengebieten keine Zitrusfrüchte mitnehmen.

Und gegen die diebischen Affen am sichersten: kein Essen sichtbar auf dem Tisch haben. Du kannst noch so gut aufpassen, sie werden etwas stehlen. Wir frühstücken in Affengegenden mittlerweile mit dem Tisch unter dem Dachzelt und legen über alles Essbare ein grosses Handtuch. So kannst Du den Tisch auch alleine decken, ohne das jedesmal, wenn Du noch etwas aus der Kühlbox holst, der Tisch wieder leerer wird. 😄
Wenn nichts zu essen sichtbar ist, kommen auch keine Affen. An Laptops, Büchern oder Kameras haben sie kein Interesse 😉

Jegliche Interaktion mit den Affen sorgt schlussendlich dafür, dass diese die Scheu vor Menschen immer weiter abbauen und gefährlich werden. Dann werden sie getötet. Leider füttern manche Idioten die Tiere auch noch.

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
566 Beiträge · seit 201313. Aug. 2015 · #46
Hallo Julia,

ich kann mich da den Vorrednern nur anschließen, insbesondere das ich Probleme mit Affen, insb. Pavianen aus Namibia nicht so kenne. In Botswana kommt es letztlich auch darauf an, wo genau ihr hinfahrt. Nicht überall gibt es ein "Affenproblem". In Moremi kenne ich das eigentlich nur von der North Gate Campsite. Am Southgate oder aber Xakanaxa hatten wir nie Probleme.

Wenn ihr zu zweit seid, dann muss halt einer bei der Essenszubereitung auf Affenwache sein, ggf. wie schon angesprochen mit Stock und Stein. Der andere kann zwischenzeitlich das Essen machen 😉 Hat sich zumindest bei uns immer bewährt.

Zudem dürfte das Problem mit den Pavianen eher morgens relevant sein, denn wenn ihr am späten Nachmittag in die Campsite fahrt und zügig die Sonne untergeht, dann erledigt sich auch das Affenproblem.
Morgens zur Not auf einen Kaffee beschränken und unterwegs Picknick machen 🙂


Am agressivsten kamen mit übrigen die Paviane auf der Kap-Halbinsel vor. Da erschien es mir, als ob die Jungs dort vor Ort die Affen überhaupt nicht in den Griff bekommen.
Gast13. Aug. 2015 · #47
Hi Malia/Julia, alle wollen dich beklauen*, Affen, Schakale, Hyänen, Ratten und Mäuse und sogar die niedlichen Squirls und Frankolinen, du bist nur "Essen auf Rädern" für sie.
Es ist schon so, dass Affen Kameras, Zigaretten, Utensilien etc. nicht fressen wollen, blöderweise grabschen sie es zuerst, inspizieren dann am Baum und schmeißen es dann von dort auf deinen Kopf, Kollateralschäden sind möglich, alles schon erlebt 😠
Also Augen auf und brav verteidigen, aber irgendwas ist immer weg und trotzdem genießen.
Grüße
* vom Parkplatz gar nicht zu reden 😎
zuletzt bearbeitet 13. Aug. 2015
5'479 Beiträge · seit 200913. Aug. 2015 · #48
Seit wir eine Schleuder dabei haben und uns auch nicht scheuen, sie zu benutzen, haben wir mit Affen kaum noch Probleme. Die Tiere sind Oportunisten und weichen dann lieber auf leichtere Opfer aus. Ist man allein auf weiter Flur muss man die Zwille nicht nur zeigen, sondern auch benutzen. Ein blauer Fleck ist für die Affen sicher besser als erschossen zu werden. Das passiert nämlich regelmäßig, wenn sie zu aufdringlich werden.

Ein Vorteil bei den Affen ist, dass sie tagaktiv sind und Nachts ihre Schlafbäume niemals verlassen. Ab Sonnenuntergang hat man Ruhe.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'667 Beiträge · seit 201113. Aug. 2015 · #49
Topobär schrieb:Seit wir eine Schleuder dabei haben und uns auch nicht scheuen, sie zu benutzen, haben wir mit Affen kaum noch Probleme. Die Tiere sind Oportunisten und weichen dann lieber auf leichtere Opfer aus. Ist man allein auf weiter Flur muss man die Zwille nicht nur zeigen, sondern auch benutzen. Ein blauer Fleck ist für die Affen sicher besser als erschossen zu werden. Das passiert nämlich regelmäßig, wenn sie zu aufdringlich werden.

Ein Vorteil bei den Affen ist, dass sie tagaktiv sind und Nachts ihre Schlafbäume niemals verlassen. Ab Sonnenuntergang hat man Ruhe.
Das ist alles richtig und wir benutzen die Schleuder auch manches Mal. Besser ist es trotz allem, den Tieren keine Möglichkeiten zu bieten. Dort wo wenig Touristen sind, hat man mit Affen kein Problem. Im Gegenteil: die sind eher scheu. Irgendwann lernen sie halt, dass es einfach ist , Menschen zu bestehlen und irgendwann lernen sie leider auch, dass eine Schleuder keine wirkliche Gefahr ist. In Cape Vidal bin ich mit angelegter Schleuder hinter einem Affen her und der hat sich umgedreht und mich bedroht. Wie oft er das machen kann, kann man sich ja ausrechnen.

Und das mit den Schlafbäumen ist so eine Sache. Hast Du mal versucht unter so einem zu schlafen ? Die Affen kommen zwar nicht runter, machen aber die ganze Nacht Randale 🙁 Ist uns in Ihaha passiert. Essen nach Sonnenuntergang ist aber tatsächlich kein Problem. Ansonsten wie gesagt: kein Essen zeigen, soweit das irgendwie möglich ist. Oder wie in der Serengeti im Käfig sitzen und frühstücken 😄

Bin schon gespannt, wie die sambischen Affen so drauf sind 😉 Ich hoffe, mein IQ ist höher und ich kann sie austricksen 😄

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
5'479 Beiträge · seit 200913. Aug. 2015 · #50
Ich füttere die Affen wie auch andere Tiere grundsätzlich nie. Andererseits bin ich ehrlich gesagt auch nicht bereit, wegen der Affen auf mein Frühstück zu verzichten. Wenn die Affen versuchen uns zu bestehlen gibt's einen auf den Pelz. Danach war dann immer Ruhe.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'667 Beiträge · seit 201113. Aug. 2015 · #51
Topobär schrieb:Ich füttere die Affen wie auch andere Tiere grundsätzlich nie. Andererseits bin ich ehrlich gesagt auch nicht bereit, wegen der Affen auf mein Frühstück zu verzichten. Wenn die Affen versuchen uns zu bestehlen gibt's einen auf den Pelz. Danach war dann immer Ruhe.
Klar, Du bist ja auch ein Mann. Bei mir klappt das einfach nicht und ich kann auch leider nicht zielen 🙁 Sobald mein Mann vom Camper weg geht, drehen die Affen auf. Deshalb alles nur noch unter dem besagten Handtuch versteckt. Mit etwas Übung findet man beim frühstücken anhand der Formen unter dem Handtuch alles sofort 😄 Kritisch ist lediglich der Moment des Schneidens von z.B. Brot oder Obst.
In Mana Pools saß ein Affe 1/2 m neben mir, als ich in die Kühlbox schaut. Auf meinen Aufschrei hin, hat er mich kurz angegrinst, sich etwas ausgesucht und ist gemütlich damit verschwunden.

Aber wenn Du auf dem Tisch alles abdeckst, kannst Du getrost auch mal weggehen, ohne das etwas passiert. Bis die Affen auch das gelernt haben, fahren wir vermutlich nicht mehr nach Afrika 😉
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
19 Beiträge · seit 201513. Aug. 2015 · #52
Vielen Dank für eure Antworten! 🙂
Ich werde mir dann auf jeden Fall eine Schleuder mitnehmen!
Füttern geht garnicht, das regt mich beim Tauchen schon immer so auf. Erst füttert man die Haie, macht sie zutraulich und wenn sie zum Problem werden, bringt man wieder ein paar um...

Aber mit euren Tipps wird das schon gut gehen, gehört ja auch irgendwie dazu! 😉
1'155 Beiträge · seit 200613. Aug. 2015 · #53
Montango schrieb:
Aber wenn Du auf dem Tisch alles abdeckst, kannst Du getrost auch mal weggehen, ohne das etwas passiert. Bis die Affen auch das gelernt haben, fahren wir vermutlich nicht mehr nach Afrika 😉
...das wird einen Baboon wenig beeindrucken : -)


Am schlimmsten sind sie auf der Kap Halbinsel . Sie fallen die Touristen an, öffnen Autos und plündern alles. Dumm sind sie nicht. Sie können die Turis wunderbar ablenken und arbeiten im Team. Immer wenn ich am Cape an "meiner" Beach bin, sammle ich immer zuerst Steine die ich schmeissen kann.

Das scheint die einzige Sprache die sie verstehen. Fuchteln / Schreien usw. ist völlig sinnlos. Stein in die Hand und aufziehen...und sie rennen... kommen aber wieder...also immer Vorsicht. Die warten geduldig auf ihre Chance bis ein Turi einen Fehler macht...und dann ist alles zu spät wie hier in einem Safaripark...

Bei YouTube ansehen ↗

zuletzt bearbeitet 13. Aug. 2015
1'667 Beiträge · seit 201113. Aug. 2015 · #54
Schönes Video 😄 Gut, dass wir für Notfälle auch noch Pfefferspray dabei haben 😉 Haben wir noch nie gebraucht, ist in Baboongegenden aber immer in der Nähe...

Komisch , auf der Kaphalbinsel haben wir nicht einmal Baboons gesehen. Vielleicht war denen das Wetter zu schlecht 😄
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
1'155 Beiträge · seit 200613. Aug. 2015 · #55
Montango schrieb:

Komisch , auf der Kaphalbinsel haben wir nicht einmal Baboons gesehen. Vielleicht war denen das Wetter zu schlecht 😄
281 Beiträge · seit 201413. Aug. 2015 · #56
ging mir 2012 genauso. Meine Schwester hat mir wer weiss wie was angekündigt und dann war kein einziger Baboon dort. 😐
--------------------------------------------- carpe diem
338 Beiträge · seit 201513. Aug. 2015 · #57
Hallo Topobär, hallo Montango

wir hatten auch das Glück in Ihaha unter dem Affenbaum zu campen, leise in der Nacht ist etwas anderes.

Was bei uns perfekt geholfen war unser Metzgermeister dem die Spareribs vom Grill geklaut wurden. Er mit einem Affentempo , Gebrüll und Feuerholz in der Hand hinter dem Armen her , nach 10 m hatte er seine Spareribs wieder , die auf den Grill gelegt zum desinfizieren - fertig.

Problem : wo bekommt ihr den Metzgermeister her ? 😄 🤪
1'450 Beiträge · seit 200613. Aug. 2015 · #58
In Tansania gibts ja diese "Käfige", in denen die Touristen essen, damit die Paviane nicht stören. Nur haben wir uns in diesen Käfigen nie wohl gefühlt und deshalb trotzdem immer draussen am Auto gegessen.
Mit den Pavianen hatten wir eigentlich unseren Spass. Sie kamen natürlich und wollten klauen. Aber es half IMMER, wenn man nur so tat, als würde man einen Stein aufheben und diesen dann werfen, möglichst mit viel Gebrüll. Wir kugelten uns oft vor lachen, wie die Paviane rannten. Wir dachten oft, wenn die wüssten, dass die Touristen eigentlich mehr Angst vor ihnen haben!

Aber es stimmt, die können genau unterscheiden zwischen Mann und Frau. Wenn ich "den Stein warf", rannten sie nie so weit, als wenn mein Mann so tat, als würde er werfen. Da haben sie sich oft richtig überschlagen.

Gruss Beate
3'883 Beiträge · seit 201114. Aug. 2015 · #59
Gerhard2025 schrieb:
wir hatten auch das Glück in Ihaha unter dem Affenbaum zu campen, leise in der Nacht ist etwas anderes.
Meinst du diesen Baum? Dort standen wir 2014 auch. Als es laut über uns wurde, sind wir vorsichtshalber bis zur Grillstelle vorgefahren. Ein Glück! Der Affenbaum dient der Sippe nämlich auch als Toilette.

LG freshy

h1066a86.jpg
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 14. Aug. 2015
Gast14. Aug. 2015 · #60
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man Tierverhalten nicht generalisieren kann, das ist oft sehr von lokalen Erfahrungen, Gegebenheiten etc. und sogar Individuen geprägt.
@ Paviane
Paviane im Baum über dem Zelt sind nicht nur laut, sie sch….. dich auch ununterbrochen an, kein Spaß, wie schon gesagt.
Ein Zeltnachbar in Chobe hat mir erzählt, dass er ein Seitenfenster nicht völlig hoch gekurbelt hatte, so dass ein paar Millimeter Spalt blieben. Das hat genügt, dass die Paviane das (Handkurbel-) Fenster nach unten drücken konnten, die Verheerung im Auto war schlimm. So stark sind Paviane!
2013 war ich in Nature’s Valley. Bei zeitweilig unbewohnten Häusern waren die Türen als Schutz vor Pavianen mit schweren Sandsäcken verbarrikadiert, wie bei Hochwasser. Leute haben Hunde auch als Schutz vor Pavianen, schützen aber auch ihre Hunde vor Pavianen! Oder sprich mit Leuten, die in Randbezirken von Kapstadt wohnen, wie Tomcat, der sich dort offensichtlich auskennt.
@ Vertreiben
Ich habe auch schon ein Mal versucht eine aufgebrachte Pavianherde vom Zeltplatz zu vertreiben, den sie während unserer Abwesenheit total auseinander genommen haben. Wir hatte keinen Schaden, weil alles in Blechkisten war, aber bei unseren Freunden haben sie große Verheerung angerichtet und weil sie ihnen ins Bett gesch.. hatten, wollten sie die Viecher mit entsprechender Wut im Bauch vertreiben. Aber wie vertreibt man +/- 50 Paviane, die sich für heute für deinen Platz entschieden haben? Siehe die clips von Tomcat. Sie weichen in eine Richtung aus, um sofort aus der anderen wieder zu kommen und wenn sich die großen Männchen aufbauen um den Rückzug zu sichern und dich auf kurze Distanz angehen, die Fangzähne blecken etc. ist das schon auch beeindruckend und mit Kleinkindern am Platz sehr zum Aufpassen. Ich habe seither Respekt vor Pavianen. Es war eine unruhige Nacht, die einzige Genugtuung war, dass ein Leopard einen vom Baum holte, am nächsten Tag waren sie dann weg.

Malia, laß‘ dich von alldem trotzdem nicht verunsichern, genieße die Vorfreude und die Reise. Alle diese Zoten der „Afrikafahrer“ haben zwar einen hohen Wahrheitsgehalt (zumindest mehr als bei den Fischern?), es gibt das alles. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du so was gleich „am Stück“ erlebst, ist fast Null. Das kommt dann nach und nach, und bis dorthin hast du dich dran gewöhnt.
Grüße
zuletzt bearbeitet 14. Aug. 2015