eicki134 Beiträge · seit 200927. Okt. 2009 · #21Hallo Bernd,
du sprichst mir aus der Seele. Genau so sehe ich das auch und ich muss soetwas nicht haben, aber verurteile weder die Himbas noch die Touris. Es ist meine allgemeine Abneigung gegen solche Veranstaltungen und das ist eine persönliche Einstellung.
Heute denke ich, war es dumm von mir es trotz meiner Bedenken zu versuchen. Man lernt einfach nicht aus.
Ramona
LUluckydaisy159 Beiträge · seit 200627. Okt. 2009 · #22Hallo Ramona,
nichts gegen Deine persönliche Einstellung, aber:
Du warst NICHT in dem Dorf und Du WEISST dass die Himbas sich umziehen müssen wenn Touris kommen?
??
Vielleicht kannst Du mir dann auch erklären warum sie in ihrer "unauffälligen" Himabtracht in Kamanjab beim Einkaufen zu sehen sind?
??
Anke
Auch ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt. (aus China)
eicki134 Beiträge · seit 200927. Okt. 2009 · #23Hallo Anke,
du hast Recht, wir waren nicht drin.
Nachdem wir uns im OASE angemeldet haben wurden wir zum Einkaufen geschickt, weil der Guide momentan noch nicht verfügbar war, aber in einer halben Stunde könnten wir losfahren. Natürlich haben wir für die Himbas eingekauft: Mehl, Süßigkeiten für die Kinder usw. Wir sind dann losgefahren und der Guide hat uns am Tor empfangen. Nach einer längeren Diskusion über den erhöten Eintrittspreis kamen zwei Himbafrauen, die voll gestylt waren. Nachdem wir nein gesagt hatten schickte er die Himbafrauen wieder zurück, die daraufhin sehr sauer waren. Riecht doch danach, oder?
Ich denke es ist an diesem Tag einiges schief gelaufen. Übrigends die Lebensmittel die wir dabei hatten wollte er garnicht. ???? Himbatracht haben wir in Kamanjab leider nicht gesehen.
Ramona
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200927. Okt. 2009 · #24Ramona,
Du hast absolut richtig gehandelt.
Ich finde es gut, dass Du dem Treiben Grenzen
gesetzt hast und Preistreiberei nicht
akzeptiert hast.
Man kann natürlich auch der Meinung sein,
dass man den armen Menschen gerne hilft und
packt noch ein paar Dollars oben drauf.
Ein guter Verkäufer zieht einen Käufer so
über den Tisch, dass der die Reibungswärme
als angenehm empfindet. 😄
Hier können die Himbas noch etwas lernen.
Oder aber Du hattest einfach die falschen
Lebensmittel dabei.
Ein Sixpack Windhoek-Lager und ein
paar Amarulafrüchte - fein vergoren -
öffnen Herzen und Hüttentore. 🤩
Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x)
Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt:
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eicki134 Beiträge · seit 200927. Okt. 2009 · #25Hallo Bernd,
danke für den Zuspruch. Dachte schon ich wäre alleine.
Verdammt, auf Windhoek-Lager bin ich nicht gekommen. Meinst du das Sixtpack hätte gereicht?
Ramona
Erika2'338 Beiträge · seit 200727. Okt. 2009 · #26Hallo Formis
Es ist für mich das selbe, ob man Himbas vermarktet oder Raubtiere in Gehegen auf Farmen hält, denn es gibt dafür nur einen Grund: Es dient einzig und allein dazu, Touristen anzulocken und den eigenen Geldbeutel zu füllen. Das hat überhaupt nichts mit Tier- oder Menschenliebe zu tun, sondern ist reines Profitdenken. Dem Touristen ist es schlussendlich egal, wo er seine Fotos geschossen hat, Hauptsache, er kann daheim seine Fototrophäen mit den “big6” vorweisen. Und eines ist für mich auch klar: Beide, ob Himbas oder Raubtiere sind die Ausgebeuteten.
Grüessli Erika
😐
ROron74324 Beiträge · seit 200827. Okt. 2009 · #27Also den Eindruck, dass sich die Himbas dort nur für die Touris zurechtmachen hatte ich nicht. Das dürfte gerade bei den Himbas auch ziemlich aufwendig sein?!
Im Übrigen hatten wir auf dem Fussweg zum Dorf eine Gruppe Kinder im Busch getroffen. Sie hielten kurz an und verschwanden dann wieder spielend im Busch. Ein Teil einer Show waren sie sicherlich nicht.
Natürlich ist mir klar, dass deren Leben dort sicherlich wenig mit ihren Ursprüngen zu tun hat. Das weiß ich. Trotz meiner vielen Aufenthalte in Nam war es aber letztes Jahr mein erstes Treffen mit Himbas. Wir konnten jederzeit Fragen stellen, alles war ohne Zeitdruck, ect.
Im Übrigen, was ist daran so schlimm, wenn die Himbas diese Möglichkeit wahrnehmen. Derartige "Touristenspektakel" gibt es überall auf der Welt. Die Lederhosen bei uns in Bayern wurden ja schon angesprochen. Weltweit verdienen Leute Geld damit, Touristen ihre Kultur näher zu bringen. So blöd es klingt, es ist halt ihr Job.
Jeder Kontakt mit "Zugereisten" wird die Eingeborenen verändern. Insoweit macht es wohl auch keinen Unterschied ob diese Besichtigungen im Kaokaveld oder in Kamanjab sind. Wollte man tatsächlich ihre Urprünglickeit bewahren, dürfte man wohl nicht mehr hinfahren und müsste alles großräumig absperren.
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200927. Okt. 2009 · #28Hallo,
ich habe auch noch eine Frage zum Besuch eines Himba Dorfes.
Wir haben so eine Tour pauschal mit der Grootberg Lodge gebucht. Hat jemand Erfahrung mit dieser Tour und wohin geht diese?
Danke für Eure Antworten.
PS: Die Grootberg Lodge hat ihre Seite aktualisiert...hätte mal vor dem posten nach schauen sollen. Nun steht wenigstens diese Tour näher erläutert drin.
Vielleicht hat trotzdem jemand Erfahrung mit dieser Tour?
CHcheeta155 Beiträge · seit 200727. Okt. 2009 · #29hallo bernd,
das himba dorf bei kamanjab, in der nähe des filmhauses, ist so etwas ähnliches wie bei uns die sos-kinderdörfer. dieses dorf wurde gegründet von himba witwen, die dann himba waisen aufgenommen haben. leider ufert das ganze ein wenig aus. durch den tourismus sind sie autark und zahlen damit schulgeld und medizinische versorgung.
sie leben aber, soweit es der tourismus noch zulässt, ihre alten traditionen. die ziehen sich nicht erst um, denn sonst hätten sie nicht diese intensive rote farbe, und mobaneraupen sammeln sie zum essen noch eimerweise.
auch in den selten von touris besuchten dörfern leben die ziegen im dorf und fressen aus allem, was denen vors maul kommt.
gruss
wolfgang
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200628. Okt. 2009 · #30cheeta schrieb:hallo bernd,
das himba dorf bei kamanjab, in der nähe des filmhauses, ist so etwas ähnliches wie bei uns die sos-kinderdörfer. dieses dorf wurde gegründet von himba witwen, die dann himba waisen aufgenommen haben. leider ufert das ganze ein wenig aus. durch den tourismus sind sie autark und zahlen damit schulgeld und medizinische versorgung.
sie leben aber, soweit es der tourismus noch zulässt, ihre alten traditionen. die ziehen sich nicht erst um, denn sonst hätten sie nicht diese intensive rote farbe, und mobaneraupen sammeln sie zum essen noch eimerweise.
auch in den selten von touris besuchten dörfern leben die ziegen im dorf und fressen aus allem, was denen vors maul kommt.
gruss
wolfgang
Also das stimmt nun, bei allem Respekt, nur bedingt. Zumal SOS Kinderdörfer völlig andere Ziele und Kriterien verwendet.
Bei dem Dorf bei Kamanjab (ich habe den Tip an den Frangenden bereits in der Rhino Bar gegeben) liegt deshalb auf einer Farm, weil der Sohn der Familie (dessen Vater vor 5 verstorben ist) eine Himba geheiratet hat (nun sind es meine ich mittlerweile 3) und ihre Kernfamilie mit zu sich auf die Farm genommen hat, so wie ein "nahezu ursprüngliches Leben" führen sollen (!). Davon kann nun halten was man will.
Da Jacoo keine Kinder mit diesen Frauen hat, wurden zahlreiche Kinder adoptiert, das stimmt. Ob die Heirat nun einfach nur formal ist (um die Frauen aufzunehmen) oder nicht, weiß ich nicht. Aber auf einer Führung wird das so erzählt.
Cora1'335 Beiträge · seit 200628. Okt. 2009 · #31eicki schrieb:Es gibt nur noch wenige echte Himbadörfer im Norden. Wenn ihr zufällig vorbei kommt und die Himbas euch in ihr Dorf lassen ist das OK, aber wenn ihr schon einen Guide in Anspruch nehmen müsst kommt ihr niemals in ein echtes Himbadorf. Spätestens wenn es um den Tourpreis geht merkt ihr wo es lang geht und die Show beginnt.
Hallo Ramona,
die Absolutheit, mit der Du ausdrückst, dass man mit einem Guide nie ein echtes Himbadorf besuchen kann, hat mich gewundert.
Die Frage ist, ob Du alle Guides kennst und Dir ein entsprechenden Bild machen konntest. Das bezweifle ich.
Ich kann nur sagen, dass auch in Deiner Definition von einem Nicht-Show-Dorf, mit Marius Steiner ein Besuch eines traditionellen Dorfs möglich ist.
Ich bin mir sicher, dass das mit Himba-Uwe auch gelingt. Hier zu unterstellen, man würde mit Shows konfrontiert ist falsch und irreführend.
Zur Ergänzung:
Die Frauen des Dorfes, das wir besucht haben, waren gerade mit dem Melken der Kühe beschäftigt. Sie waren überrascht von unserem Besuch und haben erst diese Tätigkeit zu Ende geführt. Von Showeinlage oder Umziehen keine Rede. Wir haben die Reste der Mahlzeit sehen können, die alltäglichen Arbeiten, wie Hausreparatur mit Mist, ja wir hätten sogar ein bisschen Dickmilch bekommen können.
Grüße von
Cora
CHcheeta155 Beiträge · seit 200728. Okt. 2009 · #32hallo konno,
mir ist klar, dass es nur bedingt stimmt, darum habe ich auch "ähnlich" geschrieben.
ich kenne die familie bruder, bin mit jacos schwester debbi und ihrem lebenspartner duncan befreundet und die beiden haben mir es halt so erzählt. die heirat von jaco hat nur formellen charakter, denn es ist bekannt, dass jaco homosexuel ist. er tut sehr viel, um die traditionelle lebensweise zu erhalten.
gruss
wolfgang
eicki134 Beiträge · seit 200928. Okt. 2009 · #33Hallo Cora,
natürlich kenne ich nicht alle Guides in Namibia.
Schön, dass du mit Marius Steiner und Himba-Uwe ein Dorf sehen konntest, die von deinem Besuch überrascht waren. Behalte es so in deiner Erinnerung. Das ist jetzt weder ironisch noch abwertend gemeint.
Ramona