INIndongo1 Beiträge · seit 200906. Juli 2009 · #21Hallo zusammen,
ich verstehe gar nicht, dass ihr so ängstlich seid durch das Ovambo Land zu fahren. Meine Frau kommt von dort und ich habe bisher keine Probleme gehabt. Ich war jetzt zwei Mal dort und fand nicht, dass es mehr oder weniger gefährlich ist als in anderen Teile von Namibia. Mein Bruder wurde z.B. nachts im Hotel in Windhoek ausgeraubt, während er schlief. Bei unseren Autovermietern hat bisher keiner von einer Durchkreuzung des Ovambo Lands abgeraten oder eine höhere Selbstbeteiligung gefordert. Im übrigen hat sich Oshakati vom Bild verändert. Vor zwei Jahren stand an jedem kleinen Supermarkt ein Wachmann mit einem Maschinengewehr. Dieses Jahr war das nicht mehr so. Vielleicht ist das ja ein Indiz, dass es ruhiger geworden ist.
Ich wünsche Euch einen wunderschönen Urlaub.
Viele Grüße
Stefan
BRBrigitte1960140 Beiträge · seit 200806. Juli 2009 · #22Norbert schrieb:Hallo Brigitte,
dann schau mal meinen Beitrag vom 16.04. zum
Thema "Überfall auf unserer Strecke in den Krüger NP".
LG Norbert
Hallo Norbert,
das hab ich gelesen und ihr habt wirklich viel Glück im Unglück gehabt. Aber ich sehe jetzt nicht direkt den Zusammenhang...
Ich meine, wenn Du danach gehst, kannst Du nirgendswo mehr hinfahren. So etwas kannst Du nicht vermeiden, wenn es passiert. Du kannst nur so gut wie möglich aufpassen, aber eine Garantie gibt es nicht.
Wer sagt eigentlich, dass auf anderen verlassenen Strecken in Namibia Überfälle nicht passieren können? Wo wir unterwegs waren, hätte uns jederzeit jemand überfallen können und keiner hätts gemerkt.
Fazit: Das Leben ist eben unberechenbar und nichts ist sicher 🙂
Ich ziehe es lieber vor, mich von solchen Beiträgen nicht verrückt machen zu lassen.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200806. Juli 2009 · #23Oh, nun muss ich auch noch etwas dazu sagen:
Natürlich fahren wir in Namibia und auch anderswo auf Reisen immer mit erhöhter Aufmerksamkeit und die Erfahrung hilft uns, Situationen angstfrei einschätzen zu können, was nicht heißen soll, dass uns nichts passieren könnte. Wir sind uns auch klar darüber, dass es in bestimmten Situationen nur noch um Schadensminimierung gehen kann.
Aber es kann auch nicht darum gehen, dass wir wegen örtlicher Kriminalität ganze Landstriche meiden und uns über kleine Gaunereien maßlos aufregen (Betonung auf: maßlos), schließlich sind wir Touristen. Wenn das die Residents tun, ist das was anderes. Ob Weiß oder Schwarz. Außerdem sollten wir nicht vergessen, dass die schwarze Bevölkerung ebenso von Kriminalität betroffen ist.
Unser Touri-Problem ist doch vor allem das, dass wir die Situationen nicht einschätzen können, schon gar nicht von hier, aus Europa. Wie haben mit all unseren Wertsachen, die wir mit rumschleppen ein hohes Sicherheitsbedürfnis und gleichzeitig wissen wir, dass wir für Diebe ein sehr attraktives Ziel sind und wollen aber trotzdem mit dem Krempel überall hin.
@ Jens Frautschy
Natürlich ist Freundlichkeit kein Garant für Ehrlichkeit. Hat das jemand außer Dir gesagt?
Aber überwiegend zeigt Freundlichkeit, dass eine gewisse Achtung des Anderen vorliegt, egal von welcher Seite! Und das erleichtert die Kommunikation schon einmal ungemein und dort wo kommuniziert wird, passiert weniger! Das heißt nicht, dass man dann unvorsichtig werden sollte!
Und Ihr selber fahrt auch zum Einkaufen nach Oshakati und habt Euch dort bisher nicht so "beobachtet" gefühlt wie z.B. in Grootfontein oder Opuwo.
Warum sollten wir „das“ Ovamboland meiden?
@ Parnassia
Auch wir planen auf der Campsite des Nakambale Museums zu übernachten. Bisher sehe ich keinen Grund dafür, das nicht zu tun.
Wir dürfen auch dem „Fußballverein“ etwas „spenden“, es kommt doch nur darauf an, dass wir uns kundig machen und nicht naiv durch die Gegend düsen. Eine gute Geschichte ist ihr Geld wert und wenn uns jemand mit einer guten Geschichte kommt, animieren wir ihn zum erzählen und wir haben dann oft viel Spaß miteinander, ohne den "drohenden Finger". Die Leute mögen Humor. Und wenn es uns gefallen hat, dann „bezahlen wir dafür“. Wir betrachten es als Vorstellung. Ganz einfach: Gute Leistung wird bezahlt. Und bedanken uns dann auch für die gute Geschichte, aber freundlich, mit einem Augenzwinkern!! Wenn es nicht so klappt und die Leute nur nerven, wird nix aus der Sache und die Jungs gehen leer aus.
Gruß Lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Topobär5'479 Beiträge · seit 200906. Juli 2009 · #24Was mich sehr interessieren würde ist, um welchen Autovermieter es sich handelt.
Joerg3'175 Beiträge · seit 200606. Juli 2009 · #25also Nakambale sprich Olunkonda, kann ich nur empfehlen.Die Maedels , die die Campsite und das "Traditionelle Dorf" verwalten sind sehr freundlih und auch hilfsbereit. Auch das Essen das sie auf traditionelle Art zu bereiten ist empfehlenswert.
Wenn man etwas zum Waschen oder flicken hat bekommt man hier auch Soforthilfe!
Gute Gelegneheit mit Einheimischen in Kontakt zu kommen!!
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
Cora1'335 Beiträge · seit 200606. Juli 2009 · #26@Stefan
@Lilytrotter
@Joerg
Das hat mir geholfen! Danke!
Die Aufdeckung, dass ich Freundlichkeit und Vertrauenswürdigkeit gleichsetze war interessant, weil ich nicht selbst auf den Gedanken gekommen bin.
Eine Anregung zur Selbstreflexion.
Andererseits denke ich, dass Lillytrotter mit ihren Erklärungen auch nicht unrecht hat.
BRBrigitte1960140 Beiträge · seit 200806. Juli 2009 · #27Hmm, ist Freundlichkeit nicht selbstverständlich? Natürlich kann man jemandem mehr vertrauen, wenn man freundlich und offen auf ihn zugeht. Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch hinaus...
Auch wenn das nicht heißt, dass man nicht trotzdem mal übers Ohr gehauen wird.
Vielleicht hatten wir deshalb auch keine Schwierigkeiten, weil wir uns einfach ganz normal verhalten haben. Teilweise hatten wir sogar Probleme, ein Trinkgeld loszuwerden, wenn wir es für angebracht hielten. Es wurde uns wieder zurückgegeben 🙂. Und wenn wir Hilfe gebraucht haben, war immer jemand für uns da.
Vielleicht haben wir ja einfach Schwein gehabt, zu zweit als Neulinge vier Wochen lang völlig unbehelligt durchs Land zu fahren und in Windhoek sogar das Nachtleben zu genießen.
Aber ich denke, es hat schon auch mit dem Verhalten zu tun. Ich bin kein misstrauischer Mensch und gehe auf jeden erstmal offen zu. Für mich ist es ein großer Teil des Spaßes, neue Menschen und ihre Kultur kennenzulernen. Mindestens genausoviel wie die schöne Landschaft. Deshalb nehme ich erstmal alles so an wie es ist ohne mir ein Urteil zu erlauben. Ich rede auch mit jedem, wenn es möglich ist um so viel wie möglich über das Leben dort zu erfahren. Und ich denke, die Menschen merken es, wenn man sich nicht über sie stellt.
Außerdem bin ich eher fatalistisch eingestellt. Sollte ich jemals bestohlen werden in Namibia oder anderswo, dann kann ich es halt auch nicht ändern. Genausowenig, wie wenn mich jemand zuhause überfällt.
Wenn ich mal ein schlechtes Bauchgefühl habe, dann hör ich allerdings drauf. Und wenn jemand denkt, ich bin naiv... Ich bin auch schon viel allein gereist und mit meiner Art immer gut gefahren 😎 .
JFJens Frautschy39 Beiträge · seit 200906. Juli 2009 · #28Hallo erstmal,
stimmt, was lilytrotter sagt ist richtig. Eine nette Geschichte ist ihr Geld wert.
Bei den ersten drei mal haben wir auch darüber geschmunzelt, und die Kreativität bewundert.
Aber mittlerweile nervt es einfach nur noch, ständig angelabert zu werden! Jedesmal vor dem Getränkemarkt penetrant eine Nuß mit dem Autokennzeichen drauf angeboten zu bekommen, oder an der Tankstelle verhört zu werden, bis man den Vornamen rausrückt - damit der den Weg auf die Nuß findet.
Wenn ich das Ding jedesmal kaufen würde, müßte ich einen mittelgroßen Karton mit Schlüsselnüssen auf dem Rücksitz deponieren!
Und vermutlich wäre es auch günstiger den Bus für die Fußballmannschaft gleich direkt zu kaufen!
LG, Jens
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200606. Juli 2009 · #29Eine sinnvolle Möglichkeit der mehrfachen Risikominderung ( kaum Diebstahl, wenig Kontrollen, abwechslungsreichere Landschaft, weniger Tiere und Betrunkene auf der Straße ) ist die Strecke Kunene - C 41 via Okahao - Oshakati - Etosha
Nakambale Camping bei Olukonda und Baobab Camping in Ombalantu ist ausreichend sicher.
Oshakati Geld ziehen / wechseln, sowie Oshakati Market und Supermärkte sollte in der Tat unter jeden Umständen vermieden werden.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
TOtoro148 Beiträge · seit 200606. Juli 2009 · #30Mit den Nüssen machen wir das so:
Bei der ersten Gelegenheit wo wir eine kaufen "müssen" nehmen wir eine für Freunde/Familie in D-Land, die wandert dann schön dekorativ an den Innenspiegel und wenn wir wieder eine kaufen "müssen", reicht der Fingerzeig auf diese.
Beste Grüße
Torsten
eggitom1'247 Beiträge · seit 200906. Juli 2009 · #31Jens Frautschy schrieb:Aber mittlerweile nervt es einfach nur noch, ständig angelabert zu werden!
Hallo zusammen
Grundsätzlich gibt es lilytrotters Ausführungen nichts beizufügen. Der obige Satz von Jens hat mich aber doch etwas nachdenklich gestimmt. Grundsätzlich hast du ja recht; mich nervt das auch gewaltig. Allerdings kenne ich das Phänomen (noch) nicht aus Namibia, sondern aus Spanien, Tunesien, Aegypten, Griechenland, Thailand, Südafrika, Mozambique, ...
Meistens kann man so aufdringliche Verkäufer mit einem höflichen, aber bestimmten "Nein, danke!" (am wirksamsten in einer Landessprache oder einer anderen im Land gängigen Sprache) abwimmeln. Und ja nicht etwa in Diskussionen verwickeln lassen, sondern sofort weitergehen.
Zumindest in Tunesien hatte ich damit guten Erfolg; kann sein, weil ich relativ gut französisch spreche. Aber ich gebe zu: Ganz immer und überall funktioniert es nicht, und dann muss man sich wohl von Fall zu Fall eine adäquate Reaktion überlegen. Vielleicht hat ja jemand noch eine andere schlaue Idee?
Gruss Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht
(Fritz Grünbaum)
Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende) CYCyberferkelGast06. Juli 2009 · #32Wir waren im Oktober 2007 im Ovamoboland und haben so ziemlich alles gemacht wovon man hier abrät. Vosichtig waren wir, übertrieben vorsichtig allerdings nicht. Das Auto blieb schon mal ein, zwei Stunden unbewacht(aber in belebter Umgebung) stehen. Uns hat's jedenfalls gefallen. Kurz umschrieben: Freundliche Menschen, urige Bars, eine eigenartige Landschaft.