Bazi2'721 Beiträge · seit 200630. März 2009 · #21so und zum Abschluss komme noch ich:
Mein Mann und ich nehmen Malerone wenn es angesagt ist, vertragen es ausgezeichnet, haben keinerlei Nebenwirkungen und befolgen die Anweisungen des Arztes unseres Vertrauens. Sind wir denn tatsächlich Einzelfälle oder passen wir nicht in die Norm? Gibt es denn tatsächlich niemanden der auch noch "gute" Erfahrungen mit dem Medikament gemacht hat?
Uebrigens: auch unsere letzten Reisebegleiter haben das Medikament eingenommen und genau so gut vertragen wie ich und mein Mann. Zufall?
Gisela
MAMaggy93 Beiträge · seit 200630. März 2009 · #22Hallo Bazi,
nein - sicher kein Zufall.
Auch ich habe viele Leute kennengelernt, die Malerone gut vertragen haben. Ich würde sogar sagen, die Masse verträgt es gut. Sorry, hätte ich erwähnen müssen.
Das Blöde ist nur, dass man das vor der Einnahme nicht weiß. 🙁
Liebe Grüße
Maggy
stinuThemenstarter92 Beiträge · seit 200730. März 2009 · #23"Ein guter Freund von uns bekam auf Palmwag eine schwere Malaria tropica. Er hatte keine Prophylaxe, er ist Einheimischer und hatte zu der Zeit dort gearbeitet und gelebt. Überlebt hat er weil er schließlich nach Windhoek ausgeflogen wurde. Die -angeblich so problemlose- Behandlung zog sich über mehrere Monate hin...."
@Ulli: Danke für den konkreten Hinweis für die Region
"Man sollte sich grundsätzlich an die Empfehlungen der Tropeninstitute halten"
@Monthy: Da gebe ich dir grundsätzlich recht, aber wenn der Tropenarzt auf der Lankarte noch nachschauen muss, wo Namibia überhaupt liegt und mir die zu Hilfe genommene Karte doch sehr grob erscheint, bin ich froh um zusätzliche Hinweise von Personen, welche die Region und die Verhältnisse persönlich kennen.
Werde nach unserer Rückkehr vom grünen Namibia berichten 🙂
Liebe Grüsse, stinu
GUGuido.Gast30. März 2009 · #24Hallo,
Miss Ellie schrieb:Malerone ist ein absolutes sauzeugs, und wie von BEE bestaetigt nur wirksam wenn man die ganze kur durchmacht. und diese kur hat bei einem grossteil der menschen harte nebenwirkungen wie schlafstoerungen, panikattaken, herzrasen, paranoia, alptraeume etc etc etc.. ausserdem reagieren viele menschen auch im magen-darmtrakt recht reizvoll.
Kann es sein, dass Du da Einiges durcheinander bringst? Die von Maggy genannten Symptome wie Durchfall und Magen-/Darmschmerzen sind mögliche und dokumentierte Nebenwirkungen von Malarone. Die von Dir genannten Symptome Panik, Herzrasen, Paranoia u.ä. sind bei Malarone in keinster Weise dokumentiert. Das sind aber mögliche und dokumentierte Nebenwirkungen einer Lariam-Malariaprophylaxe. Lariam ist ein zugelassenes Malaria-Medikament. Die Arzneimittelzulassungsbehörde in den USA (Food and Drug Administration) hat im Februar aber wegen der möglichen psychischen Nebenwirkungen eine erneute Überprüfung von Lariam eingeleitet. Ergebnis könnte im Extremfall sein, das Lariam in den USA die Zulassung verliert. Das ist aber keinesfalls vorgezeichnet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Malaronehttp://de.wikipedia.org/wiki/MefloquinBezüglich der Malariagefahren sollte man meines Erachtens nicht nur schauen, in welchen Regionen eine Malariagefahr besteht, sondern auch in welchen Monaten. Häufig ist die Malariagefahr nicht ganzjährig gegeben. Die Karten von Mara liefern grobe Informationen, in welchem Monat die Malariagefahr in einer Region beginnt und endet. Dabei muss man aber berücksichtigen, dass die Karten auf theoretischen Rechenmodellen (primär Klimabedingungen) beruhen.
http://www.mara.org.za/mapsdownltab_pdf.htmAnsonsten ist mit Ausnahme von Kindern jeder selbst für seinen Körper verantwortlich und kann frei entscheiden, was für ihn das kleinere Übel ist: Chemie einzuwerfen oder eventuell richtig schwer zu erkranken.
Beste Grüße
Guido
SOSoutherndreamsGast30. März 2009 · #25Ach mir hatte doch die ganze Zeit was gefehlt.....
Stinu fragte nach allgemeinen Informationen zur Malariaprophylaxe: Aus bestimmten gesundheitlichen Gründen ist für mich die Vorsorge besonders wichtig, aber unnütz "Tabletten schlucken" möchte ich auch nicht.
Ich habe bewusst keinen Namen eines Medikaments erwähnt, denn jeder reagiert anders und viele Beiträge hier arten in medizinische Beratung aus, was nicht sein kann.
und wie von BEE bestaetigt nur wirksam wenn man die ganze kur durchmacht.
Ich habe auch keinesfalls irgendweine wie auch immer geartete Wirksamkeit beschrieben!
Viele Grüße,
Bee Tee
GEGernot EickerGast30. März 2009 · #26Bazi schrieb:Southerndreams schrieb:Da schüttelt jemand den Kopf, der für viel Geld (€ 400,-) für 3 Monate
Malariaprophylaxe kaufte und nach 5 Wochen Pamikattacken und schwerste Depresionen bekam.
Vile Grüße,
Bee Tee
?????????????????????????????
Gisela
moin,
derjenige hatte mit ziemlicher Sicherheit Lariam genommen, denn bei der Einnahme von Malarone -genauso teuer- wurde bislang noch von keiner Psychose berichtet.
Sanne2'462 Beiträge · seit 200630. März 2009 · #27Southerndreams schrieb:Ach mir hatte doch die ganze Zeit was gefehlt.....
Stinu fragte nach allgemeinen Informationen zur Malariaprophylaxe: Aus bestimmten gesundheitlichen Gründen ist für mich die Vorsorge besonders wichtig, aber unnütz "Tabletten schlucken" möchte ich auch nicht.
Ich habe bewusst keinen Namen eines Medikaments erwähnt, denn jeder reagiert anders und viele Beiträge hier arten in medizinische Beratung aus, was nicht sein kann.
und wie von BEE bestaetigt nur wirksam wenn man die ganze kur durchmacht.
Ich habe auch keinesfalls irgendweine wie auch immer geartete Wirksamkeit beschrieben!
Viele Grüße,
Bee Tee
Hallo Bee Tee,
es wäre in meinen Augen aber besser gewesen, wenn Du einen Namen genannt hättest. Wie soll jemand für sich abwägen können, ob Malaria-Prophylaxe sinnvoll ist oder nicht, wenn von Dir solch enorme Nebenwirkungen (die mein Mann mit Lariam bereits nach drei Tagen hatte) beschrieben werden.
Letztlich meine ich schon, dass die Erfahrungen aller hier einen guten Eindruck vermitteln, wie andere das Problem angehen oder eben auch nicht.
Übrigens fällt es nicht unter medizinische Beratung, wenn ich sage, ich empfehle, sofern Prophylaxe gewollt ist, Malarone, da WIR damit bislang keine Nebenwirkungen hatten, letztere mit Lariam aber durchaus.
Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
oribi818 Beiträge · seit 200730. März 2009 · #28Es ist jedes Mal das gleiche bei Malariafragen.
Fakt ist, dass das beste Mittel gegen Malaria ist Vorsorge. Damit meine ich nicht zwingend Medikamente, sondern hauptsächlich sich nicht stechen zu lassen.
Außerdem ist es hilfreich, sich über Malaria zu informieren. Die weibliche Anophelesmücke (und nur sie kann Malaria übertragen) ist nachtaktiv und sie muss zuvor auf einem infizierten Wirt gesessen haben.
Ferner ist es natürlich jahreszeit- und niederschlags- sowie regionsabhängig.
Grundsätzlich zu einer Malariaprophylaxe zu raten ist genauso grob fahrlässig, wie dagegen zu sprechen. Ich empfehle schließlich auch sonst keine Drogen.
Insoweit sollte jeder für sich mal seine "Vollkaskomentalität" überdenken!!!
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200630. März 2009 · #29Hallo zusammen,
wieder einmal komme ich nicht herum auf die FAQ zu verweisen!
Immer und immer wieder wird, was bestimmt gut gemeint ist, erzählt "wir/ich habe das und das genommen es kam zu keinerlei Problemen", was ja prima ist.
Bekannt ist, dass das eine hier und das andere da vom Menschlichen Organismus besser vertragen wird.
Manchem ist nicht bewusst, was man mit den genannten Medikamenten anrichten kann, wenn Kreuzunverträglichkeiten zu anderen Medis bestünden die man selbst schon lange nimmt.
Selbst wenn man es persönlich schon immer vertragen hat, kann es aufeinmal nicht mehr so sein und es kommt womöglich zu einem anaphylaktischen Schock, die stärkste allergische Reaktion mit Sofortwirkung, wohlbemerkt muss nicht ABER kann!
Bitte haltet Euch das immer vor Augen bei einer "Empfehlung" zu Medikamenten! Das betrifft nicht nur die Malariaprophylaxe...
Fragt immer euren Arzt, der kann sich wenn Ihr wollt, bei einem
Tropenmediziner weiter informieren. Er hat Eueren Hintergrund
und wird Euch weiterhelfen!
Zur Not hilft dann noch den Beipackzettel zu lesen, oft lässt man es dann die Medis zu nehmen, wenn man die Nebenwirkung gesehen hat...;)
Danke...😁
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
Topobär5'479 Beiträge · seit 200930. März 2009 · #30Ich gebe keine Empfehlung, möchte aber kurz schildern, wie wir verfahren:
Für unsere in einem Monat ins Damaraland und Kaokoveld führende Route werden wir keinerlei medikamentöse Vorsorge betreiben, sondern uns in lediglich durch entsprechende Kleidung und Mückenschutz. Wir sehen dies für uns als ausreichend an, da diese Gebiete keine originären Malariagebiete sind (was nicht heißt, dass Malaria dort vollkommen auszuschließen ist). Wenn wir nächstes Jahr auch Caprivi und Nord-Botswana bereisen, werden wir auch medikamentöse Malariaprophylaxe betreiben.
Zu den Medikamenten. Bei unserer ersten Fernreise in tropische Regionen empfahl uns unser Arzt im Jahr 1990 Lariam. Wir haben das Mittel sehr gut vertragen und sind ihm nach dem Motto "never change a running system" bis heute treu geblieben. Allerdings muss einem klar sein, dass Lariam auch wenn man keine Nebenwirkungen hat, die Leber stark belastet. Nach einer Blutuntersuchung im Anschluss an eine Tropenreise fragte mich mein Arzt, ob ich ein Alkoholproblem hätte, meine Leberwerte entsprächen denen eines Alkoholikers. Zwei Monate später war alles wieder in Ordnung.
P.S.: Apropos Alkoholiker - ein Medikament mit Chininunverträglichkeit wäre für eine Afrikareise bei mir völlig ungeeignet. Ohne einen GinTonic zu Sundowner würde mir schon einiges fehlen.