PApalimpalimThemenstarter4 Beiträge · seit 200812. Sept. 2008 · #1Servus!
Ich hätt mal eine Frage bezüglich Giftschlangen. Ist es gefährlich, jetzt im September (also noch fast-Winter) im Freien zu schlafen? Das ist ja ziemlich verbreitet hier in Namibia und eine sehr schöne Art, die Umgebung zu erleben. Ich frag mich nur, ob das in Etosha eventuell gefährlicher ist als anderswo. Sind die Schlangen jetzt überhaupt schon "aufgewacht"? Gibt es sonst Gründe, die gegen den freien Himmel sprechen? Wir werden voraussichtlich in den NWR-Camps bleiben.
LG, Godwin
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200612. Sept. 2008 · #2Hallo Godwin,
Du kannst ohne Probleme draußen schlafen (meiner Meinung nach). Schlange gibt es überall in Namibia (wie auch in Deutschland), mit Glück bekommst Du eine zu Gesicht, mit höchster Wahrscheinlichkeit jedoch nicht. Schlangen versuchen meist sofort zu fliehen, wenn sie Erschütterungen etc. erleben (mal ausgenommen die Puffotter). Also ich sehe die Gefahr als sehr gering an.
Aber ein Zelt kann ja nicht schaden und wiegt ja nun auch nicht Unmengen...
Sonnige Grüße
Christian
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Chrigu7'267 Beiträge · seit 200612. Sept. 2008 · #3Hallo Godwin
Im Freien zu schlafen würde mich in den Etosha Camps nicht besonders anmachn. Da hat es mir einfach zu viele Leute und die Campsites sind zu dicht beieinander. Es gibt aber viele einsame Campingplätze in Namibia an denen das sehr schön sein kann.
Schlangen werden dabei kaum ein Problem sein.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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PApalimpalimThemenstarter4 Beiträge · seit 200812. Sept. 2008 · #4Danke für die schnellen Antworten!
Mir kam halt nur in den Sinn (danke National Geographic TV...) daß Schlangen gerne mal bei Campierenden unter die Decke kriechen...und da mag ich vieles aber keine Schlangen!
Ich bin jetzt seit Anfang Juli in Namibia und ich habe noch keine einzige gesehen; kann ja sein, daß die noch Winterruhe halten. Und die Menschenmassen werden wir schon ertragen - es sei denn, daß die gleiche italienische Reisegruppe die in Hobas neben uns "übernachtet" hat, wieder dabei ist 😮
Gruß, Godwin
matthias64237 Beiträge · seit 200812. Sept. 2008 · #5Hi,
habe in Namibia schon einige Schlangen beobachtet.
War aber immer in den heißen Jahreszeiten.
Doch es gibt noch einiges mehr an Krabbelgetier und außerdem noch die Schakale die in den Etosha Camps herumstreifen, weshalb ich nicht direkt auf dem Boden schlafen würde.
Gruß Matthias
joli3'491 Beiträge · seit 200612. Sept. 2008 · #6Hi Godwin,
soweit mir bekannt ist, ist es in Etosha verboten, außerhalb des gesondert ausgewiesenen Campingbereichs im Freien zu schlafen, weil trotz Einzäunung immer wieder Wildtiere ins Camp kommen - Schakale, Honigdache und Hyänen sowieso, aber auch gelegentlich Löwen. Es hat bereits Todesfälle gegeben ( zumindest einer ist mir bekannten) . Giftschlangen können vorkommen - sind aber sehr selten. Was aber helfen alle Wahrscheinlichkeitsangaben - wen es trifft, den trifft es zu 100%.Und noch eines: es gibt in Etosha so gut wie keine ärztliche Versorgung; die Campmanager sollen zwar in den letzten Wochen einen Crashkurs in Sachen "Erste Hilfe" erhalten haben - aber auch nicht mehr. Es ist zwar sehr wahrscheinlich, dass unter den vielen Besuchern auch ein Arzt dabei ist - aber den muss man erst mal finden.Und Antiseren wird es vermutlich nicht dabei haben. Ich möchte keinem Angst vor einem Etosha-Aufenthalt machen, aber ich hielte es schlicht für Leichtsinn, sich nachts unter freiem Himmel zum Schlafen zu legen.
Gruß Joli
Otji392 Beiträge · seit 200812. Sept. 2008 · #7mir ist auch ein Todesfall bekannt von einem, der meinte in Etosha auf ner Parkbank schlafen zu müssen.
Ansonsten würde ich mich an den Rat halten, nicht unmittelbar auf dem Boden und nur auf erlaubtem Grund zu campieren.
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
matthias64237 Beiträge · seit 200813. Sept. 2008 · #8Ach, das ist sicher die Story von dem Besucher der an der Wasserstelle auf der Bank geschlafen hat und durch sein schnarchen einen Löwen angelockte.
Wurde mir 2005 im Etosha erzählt.
Gruß Matthias
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Sept. 2008 · #9... die Camps in Etosha verhindern nicht 100% sicher das Eindringen von wilden Tieren. Man merkt es ja auch selbst an den Schakalen und Warzenschweinen, die häufig zu sehen sind.
In Okaukuejo gab es wohl schon mehrfach Zwischenfälle mit Löwen und Touristen, die auf Bänken am Wasserloch geschlaffen hatten, um nichts zu verpassen. In Halali sind mal gleich sechs Löwen durchs Camp spaziert, konnten aber betäubt werden, bevor etwas passierte. Auf dem Campingplatz in Sesriem sind schon mehrfach im Freien schlafende Touristen von Hyänen verletzt worden. Das ist zwar nicht in Etosha, aber die Hyänen gibts in Etosha auch.
Ich habe vor Jahren mal einen Australier kennengelernt, dem in seiner Heimat eine Schlange in den Schlafsack kroch. Er hatte es in dem Moment bemerkt und gesehen, dass es eine sehr giftige Art war. Er blieb dann zwei Stunden völlig bewegungslos in der Position liegen, in der er gerade lag, bis es der Schlange langsam zu warm wurde und sie den Schlafsack wieder verließ. Er hat seitdem nie wieder im Freien übernachtet.
Nun ... es gibt viele, die mal draußen schlafen, aber manchmal geht es halt auch schief.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
myrio962 Beiträge · seit 200713. Sept. 2008 · #10Hallo, Godwin
als vermeintlich erfahrener Namibakenner und Schlangenspezi kann ich mich Joli natürlich nur anschliessen.
Wir schlafen prinzipiel sehr gern in den Regionen, in denen keine agressiven Raubkatzen, v.a.auch keine Hyänen vorkommen.
Leichtsinnigerweise haben wir auf Empfehlung Einheimischer, 3 x am Okavango unter freiem Himmel geschlafen, die sich im Nachhinein durch Aufklärung des Namibiaspezi Carsten Möhle als Hyänengebiete herausgestellt haben!!!!!!
Allerdings schlafen wir prinzipiell auf einer Plastik-Anti-Schlangenplane aus Kunststoff (Baumarkt = für 5 Euro!), die wir immer dabei haben.
Diese wird Schlangen und Skorpionen gemieden und stellt einen hohen Sicherheitsfaktor dar.
Darüberhinaus schlafen wir unter einem am Seil aufgespannten Malaria-Netz.
Wir hatten dadurch noch nie Probleme und fühlten uns immer sicher.
Viel Spass und Freude
wünscht myrio
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200613. Sept. 2008 · #11Also unter freiem Himmel zu übernachten ist so eine Art Todsünde Nr. 1
Steht eigentlich in jedem Reiseführer.
Auch Nachts draussen zu sitzen mit ungdecktem Rücken kann fatal enden wie ein paar Südafrikaner im Moremi erfahren mussten. Die sind als Gruppe um ein Lagerfeuer gesessen. Ein Kind ist halb schlafend gegen hinten gelegen und wurde von einer Hyäne am Kopf gepackt und weggeschleift.
Die Erwachsenen konnten das Kind befreien. Es hatte schwere Kopfverletzungen und konnte glücklicherweise mit einem nächtlichen Helikoptertransport nach Maun geflogen werden.
KEKetty55 Beiträge · seit 200713. Sept. 2008 · #12http://www.namibia-forum.ch/index.php?option=com_fireboard&Itemid=80&func=view&id=67388&catid=7&limit=6&limitstart=6Ich weiss, nicht wie man davon einen Hyperlink macht, aber
wir hatten im april, es war nicht wirklich warm, eine Kapkobra im O Camp.
In Spitzkoppe ist wohl 2006 ein Tourguide von einer Hyäne angefallen worden, er ist wohl gerettet worden, allerdings auch direkt im Gesicht erwischt.
Insofern: Wie bei fast allem:
"Betreten der Baustelle auf eigene Gefahr, Eltern haften für Ihre Kinder"
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200613. Sept. 2008 · #13Was habt ihr alle gegen das übernachten unter freiem Himmel??? Es gibt doch nichts schöneres als bei dem Anblick des Sternenhimels einzuschlafen...
Man sollte sich einfach die Mühe machen und nach der Auswahl des Platzes die Umgebung nach Spuren abzusuchen. Elis sind egal, bei Katzen, Rhinos, Hyänen wird das Zelt aufgestellt.
In Etosha, Sesriem und ähnlichen Campsites brauche ich das Zelt eher für meine Privatsphäre als gegen "wilde Tiere".
LG Jens
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Sept. 2008 · #14Jens_Dietzel schrieb:Es gibt doch nichts schöneres als bei dem Anblick des Sternenhimels einzuschlafen...
... möglicherweise sogar für immer. 😉
Bitte nicht falsch verstehen. Ich habe auch schon im Freien übernachtet, aber das Risiko wird durch Ignorieren nicht geringer. Gerade dort, wo sich die Tiere an die Anwesenheit des Menschen gewöhnt haben, haben sie ihre Scheu verloren, ihre Gefährlichkeit hingegen nicht.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200614. Sept. 2008 · #15Hallo Wolfgang,
Du hast natürlich recht mit der Gewöhnung an den Menschen. Gerade heutzutage, wo jeder Dödel (sorry, falls sich jemand angesprochen fühlt) beim ersten NAM-Urlaub irgendwelche GPS-Tracks aus dem Internet holt und dann abseits der Routen rumfährt. Den Geruch des Menschen kennen die Tiere mittlerweile überall.
Ich möchte ja auch kein Risiko ignorieren, ich möchte es einschätzen können. Und im Zweifesfall das Zelt aufstellen.
Nur dazu gehört eine gewisse Erfahrung, die man als Europäer nicht mit in die Wiege gelegt bekommt.
Es ist nur die Frage, wann die Löwen z.B. herausbekommen, das ein Zelt nur der Frischhaltebeutel für den Inhalt ist😳
Aber lieber einmal mehr auf den Sternenhimmel verzichtet, als angeknabbert zu werden.
LG und einen schönen Sonntag!
jens
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200614. Sept. 2008 · #16Hallo Jens
Auch wenn man sicher ist, das es keine Katzen oder Hyänen hat, kann man doch nie ganz sicher sein 😮
Ich habe schon Löwen an Orten gesehen wo ich es nie für möglich gehalten hätte... z.B Mirabib am Rande der Namib Naukluft oder an der Skeleton Coast.
Wir von unsere Seite schlafen fast immer im Zelt, auch wenn es Löwen hat. Solange das Zelt geschlossen ist wird es von den Katzen als eine Art "black box" wahrgenommen. Mir ist kein Fall bekannt wo Löwen ein Zelt angefallen haben.
Wir hatten schon einmal im Damaraland im Honaib ein ganzes Rudel Nachts um unser Zelt liegen... Katzen sind halt neugierig 😄
That's Arika