Reisebericht - 6 Wochen Botswana-Sambia

96 Antworten · 32,2k Aufrufe · gestartet 21. Aug. 2008 von Bhekisisa
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630 Beiträge · seit 200819. Nov. 2008 · #61
Hallo Barbara!

Auch ohne "Aktion" sind Deine Reiseberichte ein Lesegenuß und sicher eine der besten "Werbungen" für einen Afrikaurlaub. Danke.

Gruß

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet. (Hans Magnus Enzensberger)
Themenstarter468 Beiträge · seit 200720. Nov. 2008 · #62
Ihr Lieben!

Ein neuer Tag, ein neues Glück: wir verlassen Isanga Bay über die Höllenstraße und fahren zum ersten Mal seit Wochen wieder gen Süden. Ein Bericht über, ja, man könnte es unter "Rätsel des Alltags" zusammenfassen. Manche lassen sich lösen, andere nicht...

Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch Barbara
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Themenstarter468 Beiträge · seit 200728. Nov. 2008 · #63
Ihr lieben, treuen Leser!

Ein neues Kapitel ist online und ich wundere mich immer wieder, an was man sich en detail erinnern kann, auch wenn das ganze schon (leider) Monate her ist. Diesmal geht es um die Fahrt von Kapishya Hot Springs nach Mutinondo Wilderness, ein Tag, der ganz der Fortbewegung gewidmet war. Klingt öde, war's aber nicht!

Habt viel Spaß beim Lesen! Eure Barbara
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935 Beiträge · seit 200628. Nov. 2008 · #64
Hallo Barbara,
so langsam muss ich wohl mal mit dem Administrator reden ,damit er uns eine Karte von Sambia im Forum einstellt. 😉
Auf der großen Südafrika-Karte kann ich leider eure Route nur schlecht nachvollziehen. Oder haben Annette und Joachim die Route = Karte vielleicht irgendwo?

Danke für den neuen Lesestoff.

Gruß
Rebecca
387 Beiträge · seit 200628. Nov. 2008 · #65
Hallo Rebecca,

wir basteln noch an einer Karte. In der Tat ist es nicht so einfach unsere Reise ohne Karte oder Ortskenntnisse nachzuvollziehen, denn wir sind wirklich in großen Teilen Zambias herumgekommen.Ich muss auch mal an dieser Stelle Barbaras Reiseberichte als fantastische Sache herausstellen. Sie lässt uns Stück für Stück die Reise wiedererleben. Danke liebe Barbara!!!!

Gruß Annette
Neuerscheinung: "Sieben Monate Afrika - ein Reisebericht". 470 Seiten, 494 Farbbilder http://www.ja-louis-verlag.de Reiseberichte: http://www.afrika-2005.de
Themenstarter468 Beiträge · seit 200728. Nov. 2008 · #66
Hallo Rebecca, hallo Annette!

Ja, shame on me, ihr habt recht. Für jemanden, der keine Karte zur Hand hat oder sich in Sambia auskennt, ist es wohl etwas schwierig, unsere Route nachzuvollziehen. Deshalb habe ich mich heute ans Werk gemacht und eine beschriftete Route erstellt.

Sambia ist so riesig, unsere Route war so weit, dass ein reines Pixelbild leider gar nix gebracht hätte. Deshalb habe ich ein PDF von der ganzen Sache erstellt, das man sich herunterladen kann; 2,1 MB ist es groß, das sollte für jeden verkraftbar sein 😉

Also, entweder ihr folgt diesem Link und landet auf der Downloadseite oder aber ihr geht von meinem Blog aus rein. Da gibt es rechts eine gelbe Leiste, in dem als erster Punkt die einzelnen Beiträge aufgelistet sind. Der zweite Punkt heißt "Links, mit Recht", da ist es gleich der erste Link "Zambia-Route 2008 als PDF zum Download". Zur Veranschaulichung hängt diesem Beitrag noch ein Screenshot an!

Ich hoffe, das hilft allen Interessierten weiter. Sollte es noch Wünsche hinsichtlich der Beschriftung oder fehlender Orte geben, bitte melden!

Ein schönes Wochenende wünscht euch allen
Barbara

(Annette, ich freu mich schon auf den 13. Dezember...!)



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zuletzt bearbeitet 28. Nov. 2008
935 Beiträge · seit 200630. Nov. 2008 · #67
Liebe Barbara,
was für ein Service 🙂
Vielen Dank!!

Einen schönen ersten Advent wünsche ich
Rebecca
Themenstarter468 Beiträge · seit 200703. Dez. 2008 · #68
Gerne, Rebecca; schon viel früher hätte ich diese Karte erstellen sollen... Doch es ist halt immer was anderes los und ich selbst bin so in dem Erlebten, dass ich manchmal Schwierigkeiten habe, mir vorzustellen, dass andere das nicht seien könnten. Sorry!

Aber nun ist sie online und ich habe ein neues Kapitel veröffentlicht. In Mutinondo waren wir, haben uns da herum getrieben, die Bächlein waren klar, die Felsen rund, die Umgebung traumhaft, die Gastgeber charmant und sehr sympathisch, die Nachrichten denkbar gut. Doch lest bitte selbst!

Abbitte möchte ich auch noch all denen leisten, die in letzter Zeit fleissig Reiseberichte veröffentlicht haben (Andrea und Christian, Andreas...). Ich habe überall kurz mal reingesehen, bin begeistert, vom Text, von den Bildern, von der Machart, aber bisher noch nicht dazu gekommen, viel zu lesen. Das werde ich nachholen und freue mich schon sehr darauf! Danke an euch alle, die schreiben, die lesen, die hier sind und teilnehmen!

Liebe Grüße von Barbara
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447 Beiträge · seit 200804. Dez. 2008 · #69
Hallo Barbara,

leider funktioniert der Link nicht- es erscheint die Fehlermeldung "Der gesuchte Blog wurde nicht gefunden". 😐

Ich freu mich schon drauf und hoffe, dass das Problem bald behoben ist.

Viele Grüße
Kathrin und Olli Manchmal wollen die Goetter, dass etwas nicht gelingt, damit die Menschen die Demut bewahren. Reisebericht Botswana Apr/Mai 08: http://www.namibia-forum.ch/download/olliboe08.pdf Reisebericht Botswana Jun 09: Feuertaufe im Regenwasser Norwegen 2010
Themenstarter468 Beiträge · seit 200705. Dez. 2008 · #70
Mhm, sehr merkwürdig... Da war wohl ein Zeichen zu viel oder zu wenig. Vielen Dan, Kathrin und Olli, für den Hinweis, der Link ist jetzt aktualisiert. und sollte funktionieren.

Liebe Grüße von Barbara
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447 Beiträge · seit 200805. Dez. 2008 · #71
Einfach nur wunderbar, Barbara, da hat sich das Warten gelohnt.
Deine Beschreibungen werden von Mal zu Mal mitreissender, dabei hätte ich mir anfangs gar nicht vorstellen können, dass das überhaupt möglich ist!

In freudiger Erwartung auf die Fortsetzung, viele Grüße,

Kathrin
Kathrin und Olli Manchmal wollen die Goetter, dass etwas nicht gelingt, damit die Menschen die Demut bewahren. Reisebericht Botswana Apr/Mai 08: http://www.namibia-forum.ch/download/olliboe08.pdf Reisebericht Botswana Jun 09: Feuertaufe im Regenwasser Norwegen 2010
Themenstarter468 Beiträge · seit 200715. Dez. 2008 · #72
Liebe Kathrin, liebe andere Leser: Kaum wartet ihr zwei Wochen, schon geht es weiter! Hinab über die 05 ins Luangwatal, quer durch den South Luangwa NP bis zum Wilderness Camp.

Liebe Grüße von Barbara
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46 Beiträge · seit 200816. Dez. 2008 · #73
Hallo Bhekisisa,

es wurde ja schon so viel Lob über deinen Reisebericht ausgeschüttet...
Sehr spannend fand ich die Stelle, als ihr mit der Fähre von Botswana nach Sambia eingereist seid. Anfang März diesen Jahre haben wir gleiches erlebt. Leider hatten wir uns vorher nicht informiert, was an Gebühren dort anfällt, da wir eigentlich durch Simbabwe zu den Vicfalls wollten. So war es ein lehrreiches Abenteuer und wir waren stolz, als wir alle Formalitäten und Gebühren erledigt hatten. Eigentlich schließt die Grenze um 18 Uhr, aber wir durften als letztes Auto um 18.25 Uhr die Schranke passieren.

Schreib weiterhin so tolle Reiseberichte
Thomas
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148 Beiträge · seit 200616. Dez. 2008 · #74
Hallo Barbara,

Voll Spannung warte ich auf jede neue Folge deines Reiseberichts, vor allem da wir 2007 einige eurer Ziele in Sambia auch besucht haben. Besonders gespannt war ich auf den Bericht der Escarpment Road, diese ist mir in bleibender Erinnerung geblieben und möchte kurz hier anfügen.
Wir sind die Strecke in umgekehrter Richtung gefahren, da war die Furt des Mupamadzi River relativ harmlos:
[bild: 105893]
Die Sandsackbrücke war gut befahrbar, ein paar Säcke fehlten, aber da sind wir gut durchgekommen.

Gegen 17 Uhr sind wir dann an die Furt des Mutinondo River gekommen, hier bin ich erst einmal durchgelaufen und als mir das Wasser bis zum Schritt reichte (>80 cm), habe ich erstmal gestreikt, das war mir doch zu gefährlich in dem Fluss stecken zu bleiben und das bei langsam untergehender Sonne. Wir entschieden uns dazu auf eine weiteres Auto zu warten, dass uns zur Not helfen könnte oder am nächsten Tag wieder zurück zu fahren. Glücklicherweise kam nach ca 10 Minuten ein Pickup mit laut heulendem Motor den Berg auf der anderen Seite herunter. Die Einheimischen, die den fuhren, fragten wir ob sie uns helfen könnten. Wie eigentlich überall in Sambia waren auch diese sehr freundlich, und das sei für sie kein Problem. So sind sie erstmal durch die Furt gefahren:
[bild: 105896]

Dann ist einer vor uns durch den Fluss gelaufen und hat uns die beste Fahrspur gezeigt. Ein kleiner Lohn für diese Unterrichtstunde 4x4 war selbstverständlich und mir ist eine halbes Gebirge vom Herz gefallen. Dann ging es die Escarpment Road hoch, die war da noch nicht in "construction" und deshalb ein heißer Ritt auf lockeren, großen Steinen den steilen Berg hoch, seit froh, das die nun erneuert wurde.
Wir haben dann an dem Scout-Camp übernachtet (hier standen schon die Schubkarren für die Roadworkers).
In deinem Bericht wunderst du dich wovon die Bewohner des Dorfs am Chifungwe Gate leben. Hier erzählten uns die Scouts, das diese, da sie in dem GMA (Game Managment Area, Gebiete um NP in Sambia) leben, vom Staat Geld bekommen (unter anderem aus den Eintrittsgelder der NP)und unter anderem hiervon leben, aber auch Landwirtschaft betreiben und kontrolliert jagen dürfen. Damit erklären sich auch ein wenig die recht hohen Eintritt.gebühren für die NP's.

Es ist schön wenn auch andere Verrückte Pflanzensamen sammeln, wir haben auch eine Schote der "Afzelia quanzensis" mitgebracht und daraus eine Pflanze gezogen, die jetzt schon ein Jahr in Nordhessen (zwar im Wintergarten) überlebt hat

[bild: 105886]

In den Bangweulu-Sümpfen hhabt ihr leider keinen Busch-(Sumpf)-Walk zu dem scheuen Schuhschnabelstorch gemacht. Dies war für uns ein Erlebnis, zunächst per Einbaum, später zu Fuß sind wir durch schritthohes Wasser auf Papyruswurzel balanziert

[bild: 105890]

und dann konnten wir Shoebill sehen:

[bild: 105902]
[bild: 105899]

Ich freue mich schon auf deine nächsten Kapitel (die wir in Erinnerung unserer Reise miterleben) und hoffe auf Anregungen für unsere nächste Reise.

Torsten
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zuletzt bearbeitet 16. Dez. 2008
Themenstarter468 Beiträge · seit 200717. Dez. 2008 · #75
Hallo Torsten!

Uih, ja, das ist spannend, Teile der selben Route mal aus der Sicht eines anderen Reisenden zu sehen. Danke, dass du dir so viel Mühe gemacht hast, vergleichende Bilder einzustellen! Der Mupamadzi hatte zu deiner Zeit wohl einen ähnlichen Wasserstand wie bei uns, aber der Mutinondo, heilig's Blechle, der war ja richtig tief. Da wären wir auch nicht so mir nichts, dir nichts durchgefahren...

Interessant sind deine Erklärungen hinsichtlich der Existenzgrundlagen der Einwohner Chifungwes. Das bringt einiges an Licht in mein Rätsel-Dunkel! Allerdings ändert es nichts an der Tatsache, dass die Chifungwianer ganz schön abgeschieden leben, so zwischen Escarpment und Nationalpark. Doch es ist gut zu wissen, dass sie vom Nationalpark profitieren und dass man ihnen kontrollierte Jagd zugesteht – anders würde es wahrscheinlich auch nicht funktionieren. Hoffen wir mal, dass auch wirklich kontrolliert gejagt wird!

Was die Bangweulu-Sümpfe angebelangt: gratuliere, dass ihr tatsächlich den Storch gesehen habt. Das ist nicht jedem vergönnt, wie wir aus mehreren Gesprächen mit Leuten, die den Sumpfwalk gemacht haben, erfahren haben. Das Foto mit dem fliegenden Storch ist echt klasse geworden! Gesehen hätte ich sowas auch gerne, aber uns war einfach die Gegend nicht wirklich sympathisch und die Packerei, um mit dem Boot zum Shoebill Camp zu gelangen, zu stressig. Naja, vielleicht ein anderes Mal, wird ja nicht meine letzte Sambia-Reise gewesen sein (so hoffe ich wenigstens).

Ganz besonders freut mich deine Schotenleidenschaft nebst erfolgreichen Zuchtversuchen! Es ist wirklich schön zu hören, dass man nicht allein ist mit seiner Macke oder wie auch immer man das nennen will. Ich habe heuer sage und schreibe 4,5 kg Schoten mit nach hause geschleppt und kann mich gar nicht satt sehen an diesen Wundergebilden. Meinem Freund, der ein echter Pflanzen-Freak ist, aber leider nicht auf dieser Reise dabei war, habe ich einiges an Samen mitgebracht und auch er hat bereits einiges herangezogen: Candle Thorn, Camel Thorn, Red Mahogany und Baobab. Mal sehen, was noch alles kommt. Ein bisschen liegen wir uns immer in den Haaren, denn ich bin die Deko-Tante, er empfindet es als Frevel, so wundervolle Samen einfach unausgesät trocknen zu lassen. Meine Afzelia habe ich ihm nicht „geopfert“, da ich ja nur einen Kern hatte. Aber wenn ich eurer Pflänzchen so sehe, muss ich doch nochmal drüber nachdenken!

@ Thomas: Mhm, Grenzübertritte haben immer ein bisschen was Lehrreiches; egal, ob du dich vorher kundig gemacht hast oder nicht. Denn, so unsere Erfahrung, es kommt immer wieder eine Gebühr, ein Formular oder sonst etwas dazu, was man im Vorfeld nicht in Erfahrung gebracht hat. Manchmal wissen nicht mal alle Grenzbeamten, was es da für Möglichkeiten bzw. Erfordernisse gibt. Es wird einem von Beamten A versichert, man hätte nun alle Gebühren entrichtet, dann passiert man die Kontrolle von Beamten B und dem fällt sicher noch etwas Essentielles ein... Man darf sich wundern, argumentieren bringt allerdings nichts. Doch bei allem Formulardschungel und gestrengen Mienen: mit Glück darf man halt auch noch eine halbe Stunde nach Grenzschluss durch. Das versöhnt...

Liebe Grüße an euch Leser, Kommentierer, Lober (freut mich immer, Thomas 😉 ), Sammler, Gärtner, Afrikafans

Barbara
LINKS ZU ALLEN BISHERIGEN REISEBERICHTEN 2007 Afrikanische Augenblicke, Botswana 2008 Die Augen in Afrika, Botswana Sambia 2009 RegenZeitZauber, Namibia Botswana 2011 Wüsten voller Wunder, Südafrika Namibia Botswana 2013 SternStundenTage, Südafrika Namibia Botswana Zimbabwe 2014 WiederSehensFreude, Südafrikas Sukkulentenkaroo 2015 LebenTraumPfade, Uganda Ruanda Tansania 2018 Das Staunen im Walde, Madagaskar http://www.bariez.com Bilder aus Afrika, Reisetipps und Reiseblog
1'059 Beiträge · seit 200618. Dez. 2008 · #76
Hallo ihr Schotensammler

Die Berichte hier verfolge ich mit grosser Freude - Kompliment an dich, Barbara!

Eine Frage: wie ist das mit den Schoten mit nach Hause nehmen? Darf man das einführen bei uns in DE/ CH? Wenn nein: geht ihr einfach das Risiko ein, am Zoll erwischt zu werden? Was würde dann passieren? Busse bezahlen?

Würde drum von meiner kurz bevorstehenden Reise nach Uganda auch gerne ein paar Samen mitbringen. Aber wenn das Risiko evtl. zu hoch ist...

Vielen Dank & liebe Grüsse,
Samuel.
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
1'125 Beiträge · seit 200618. Dez. 2008 · #77
Hallo, Samuel,
ich kenne die Einfuhrbestimmungen bzw. ~verbote nicht. Ich gebe zu, dass ich meine gesammelten Schoten immer einfach so mitgebracht habe, ich habe nie Schwierigkeiten gehabt. Und aus den Samen habe ich mir schon Köcherbäume, Baobabs, Leberwurstbaum und Kameldorn gezogen.
Gruß
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
46 Beiträge · seit 200818. Dez. 2008 · #78
Hallo liebes Forum,

vielen Dank für die Frage, ob Pflanzen bzw. Samen aus dem Urlaub legal mit nach Hause genommen werden dürfen. Dies hat mich auch schon sehr beschäftigt. Sehr gute Informationen dazu liefert das Bundesamt für Naturschutz (http://www.bfn.de/0305_regelungen.html).
Es kommt halt darauf an, ob die Pflanzen, Tiere oder auch nur Teile dieser in den Anhängen des Washingtoner Artenschutzübereinkommen (kurz WA) stehen bzw. in welchen Anhängen sie genau stehen. Auskunft gibt auch hier das Bundesamt für Naturschutz. Wer den wissenschaftlichen Namen der Pflanze kennt, kann ihn unter http://www.wisia.de/ einfach mal eingeben und erfährt in welchen internationalen Abkommen dazu Regelungen getroffen worden sind.
Kurze Informationen sind ebenfalls bei Zoll zu finden.
http://www.zoll.de/b0_zoll_und_steuern/d0_verbote_und_beschraenkungen/d0_schutz_tierwelt/c0_artenschutz/index.html
Sicherlich geht es auch nicht darum, ob ein Urlauber mal einen Samen mit nach Hause nimmt, sondern um Leute die seltene und gefährdete Arten kommerziell handeln.
Ich hoffe die Infos reichen erst mal.

Thomas
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931 Beiträge · seit 200618. Dez. 2008 · #79
Hallo Thorsten & Barbara,
Interessant sind deine Erklärungen hinsichtlich der Existenzgrundlagen der Einwohner Chifungwes.
Interessant sind sie schon, sie stimmen aber nicht. Chifunge liegt noch mitten im South Luangwa NP. In der Siedlung leben ausschließlich ZAWA Ranger mit ihren Familien. Genauer gesagt: 9 Ranger mit Familie und 1 ohne. Die Familie von Bernhard lebt in Chipata. Er sieht sie max. 2-3 pro Jahr. Dafür sind seine Kinder die einzigen die zur Schule gehen. Für die im Camp aufwachsenden Kinder besteht dafür keine Chance, die nächste Schule wäre kurz vor der Great North und es gibt keine Transportmöglichkeiten. Die Familien leben dort von dem Gehalt der Ranger. Dies liegt zur Zeit bei 1.400.000 Kwacha / Monat und ist damit für lokale Verhältnisse gar nicht so niedrig. Ein Scout der dort jagen würde hätte die längste Zeit seinen Job gehabt.

Richtig ist aber das es in den Game Management Areas auch Abschussquoten für die Locals gibt, nicht aber im National Park. Und indirekt leben auch die Ranger von den Abschussgebühren die für die kontrollierte Jagd anfallen. Die Gebühren landen beim Staat der sie zumindest zum Teil wiederum der ZAWA zuführt. Gerade in dem Gebiet gibt aber noch zusätzliche Projekte zum Eco-System Management die von der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft und der EU bezahlt werden.

Ich wollte jetzt nicht den 'Oberlehrer' raushängen, dafür aber schon dem Eindruck entgegenwirken das ein ZAWA Ranger quasi legal in den Busch kann und mit der Kalaschnikow für sein Abendessen sorgt.

Gruss

Ulli
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148 Beiträge · seit 200619. Dez. 2008 · #80
Hallo Ulli,
du hast recht, Chifunge liegt noch im NP, da sollte nicht für den Eigenkonsum gejagt werden (das passiert ja "nur" in Namibia Elefantentod im Bwabwata-Nationalpark).
Wahrscheinlich hat der Scout dies auch nicht speziell für die Bewohner von Chifunge gesagt sondern allgemein für die Dörfer in dem Bereich. Wir hatten ihn nach den Leuten gefragt, die in dem Landcruiser am Mutinondo uns entgegen gekommen waren.
Ich fand es jedenfalls interessant, dass hier ein Teil der Eintrittsgelder nicht im Staatssäckel wandern sondern der umliegenden Bevölkerung zu gute kommen. Dies ist, zumindest so weit, wie es uns geschildert wurde, eine andere Verfahrensweise wie z.B. die Zwangsumsiedelung der San im Central-Kalahari-Game-Reserve in Botswana, die den San die Lebensgrundlage raubt.
Das Scouts für ihren Eigenkonsum im NP jagen (können) wollte ich nicht unterstellen, die haben auf uns einen sehr engagierten Eindruck gemacht.

Um neues zu lernen sind wir ja hier im Forum, wir wollen ja ein wenig mehr erfahren über die Länder die wir so gern bereisen, also lass uns weiter an deinem Wissen teilhaben

Torsten
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