Meist überschätzte Sehenswürdigkeit?

51 Antworten · 16,4k Aufrufe · gestartet 30. Juli 2008 von Oli P
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257 Beiträge · seit 200602. Aug. 2008 · #41
Ich bin heilfroh, daß es dieses Forum gibt, den "Fomis" für jede Nachricht dankbar und gebe auch sehr gerne meine Reiseerfahrungen weiter. Wenn dann von Zeit zu Zeit ein bißchen (witziger) Blödsinn geschrieben wird ( ich habe z.B. der Beitrag von geopard : "Ich fand auch das Sossusvlei sehr langweilig ...." als echt lustig empfunden), finde ich, daß man das wirklich nicht so tragisch nehmen sollte.
Um das Thema jetzt um 180° zu drehen möchte ich zwei Strecken erwähnen, die nicht so bekannt sein dürften, die ich aber sofort ein zweites Mal fahren würde:
1) WDH auf der C 28 über den Bosuapaß
2) D608 fish river canyon nach Keetmanshoop

Hans
98 Beiträge · seit 200802. Aug. 2008 · #42
Hallo Leute,

ich muss Geopard rechtgeben. In Namibia ist eher der Weg das Ziel und oftmals nicht das angebliche Highlight. Mein Eindruck ist, das manche Highlight einfach "hingewürfelt" wurden um Ordnung in die Touristenströme zu bringen (siehe Köcherbaumwald). Man muss wirklich nicht alles abfahren (siehe Orgelpfeifen - wenn man ehrlich ist, eigentlich nur interessant für Geologen).

Das nächste Mal in Namibia (dann zum dritten Mal)sparen wir uns diese Hightlights. Aber man muss diese wohl abklappern, um für sich rauszufinden was einem an diesem Land fasziniert (meine sind sicher nicht die Orgelpfeifen und der verbrannte Berg😄

Viele Grüße,

Judith
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74 Beiträge · seit 200702. Aug. 2008 · #43
Hallo Wolf Rüdiger,
vielleicht passt meine Frage nicht in diesen Thread!! Aber egal, ich frage trotzdem....ist am "Finger Gottes" überhaupt noch was zu sehen und ist die Landschaft drumherum sehenswert?
Sicherlich kommt es auch hier darauf an, was man erwartet..........
LG Sonja.
74 Beiträge · seit 200702. Aug. 2008 · #44
Und nun reihe ich mich auch noch ein!

Die Dino-Tracks simd mE auch nicht unbedingt der Renner, wir haben diesen Ort einfach mitgenommen, weil wir gerade in der Nähe waren....

Sonja
1'125 Beiträge · seit 200602. Aug. 2008 · #45
Guten Morgen, Sonja!
Man kann den Finger Gottes als Postkarte haben - vorher und nachher. Ich war im Sommer 88 dort, also kurz bevor er umfiel - und da ist es schon kläglich anzusehen, wie es jetzt aussieht. Nein, lohnt sich wirklich nicht mehr. Die Landschaft um Asab ist eher reizlos. Klettere lieber auf den Brukkaros (ganz leicht!), man wird durch grandiose Landschaft und einen ebensolchen Ausblick belohnt. Liegt ja gleich um die Ecke. Und übernachten kann man im Nacobta-Camp am Fuße des Berges (und auch ganz oben - das aber nur mit 4x4 erreichbar). Ich bin ja ein Nacobta-Fan...
LG
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
74 Beiträge · seit 200702. Aug. 2008 · #46
Hallo Wolf Rüdiger,

vielen Dank für die Info und schönes Wochenende

Sonja.
Themenstarter21 Beiträge · seit 200802. Aug. 2008 · #47
Danke Euch allen für die Tipps, Diskussionen (und Gags)!

Das ein oder andere Highlight hat sich in meiner Bewertung sicher verändert. Aber ich glaube, der "der Weg ist Ziel"-Ansatz ist gut. Auf Reisen in andere Länder (bspw. Vietnam, Neuseeland) hatte ich die besten Erlebnisse auch meist abseits der Touri-Routen.

"Meist überschätzte Sehenswürdigkeit" war natürlich nur etwas provokant gemeint - so a la "Meist überschätzter Song der Beatles" - das heißt dann auch nicht, dass die Beatles selbst überschätzt sind.

Gruz

Oli
13 Beiträge · seit 200805. Aug. 2008 · #48
So, jetzt muß ich mich auch mal einmischen 😄
Ich war noch nicht in Namibia, aber unsere erste Tour ist für Januar geplant. Jetzt sitze ich hier und bin dabei mir eine Tour mit ein paar highlights zurechtzubasteln und ihr schreibt nur von Sachen, die man sich eigentlich sparen könnte 🙁
Okay, wenn denn der Weg das Ziel ist, dann zählt doch mal ein paar schöne Strecken auf, die landschaftlich besonders reizvoll sind (wir sind übrigens auf dem Motorrad unterwegs)

Gruß Maik
Gruß vom roadrunner
349 Beiträge · seit 200605. Aug. 2008 · #49
Hallo Maik,

auweia, für jemanden, der noch nicht in Namibia war, muss dieser thread wirklich abtörnend wirken... Aber alle, die schon mal da waren, werden verstehen, dass wir hier nur an Dingen herummäkeln, die uns - z.B. aufgrund von Beschreibungen im Reiseführer -jetzt nicht so wahnsinnig vom Hocker gerissen haben, während sonst alles durchaus diese Qualität hatte.
Schöne Strecken hier aufzuzählen ergäbe vermutlich einen Endlos-Thread, aber ich fang mal an:
Äußerst faszinierend fand ich im letzten Urlaub die D2343 unterhalb des Brandberg - so stelle ich mir eigentlich den Mars vor. Da wächst glaub ich (zumindest im November) nix mehr außer Welwitschias und Flechten. Zugleich hat es immer wieder Felskuppen, die einen tollen Ausblick und einsamste Campplätze bieten. Ich weiß nicht, ob hier das Adjektiv "schön" passend wäre, aber mich hats einfach total fasziniert.

LG
Daniel
www.daniel-gutmann.de
1'335 Beiträge · seit 200605. Aug. 2008 · #50
Blub schrieb:
Persönlich haben wir am Schluss unserer Reise eine negative Erfahrung gemacht:
Gross Barmen Hot Springs
Das Bad - nur innen geheizt - wurde seit der Erbauung (vermutlich in den 60ern) nicht mehr renoviert. Das Gruselbad hat auch ein Gruselcamping (geführt von NWR), dort könnte man glatt ein Horrer-, resp. Splatterfilm drehen. Ein absolutes NOGO!
Gruss Sebu
Wir waren auch in Groß-Barmen und haben es dort überhaupt nicht so schlimm gefunden wie Du! Wir sind 1 Stunde nach Sonnenuntergang noch im Freibad schwimmen gegangen (im namibischen Winter), was herrlich war!
Die sanitären Anlagen waren sehr sauber! Für Kinder finde ich dieses Camp wegen des Hallenbades empfehlenswert. (Stand Juli 2008)
Es kommt immer darauf an, womit man vergleicht. Wir kennen noch die alte Etosha und Groß-Barmen war nicht schlechter, eher besser.
In Botswana haben wir wesentlich (!!) schlechtere Campsites und Ablutions erlebt als in Groß-Barmen! In North-Gate hätte man Tierfilme in den Ablutions drehen können!
Groß-Barmen hatten wir als Not-Campsite genutzt, weil wir zeitlich unter Druck geraten sind. Das haben wir nicht bereut.
Ein Nachteil von Groß-Barmen liegt möglicherweise darin, dass es relativ groß ist und sicherlich in der Hauptsaison viele, auch Gruppenreisende, anzieht. Südafrikanische Großfamilien sind keine Seltenheit und auch wir wurden davonbeglückt. Diese zeigen keine Scheu Intimsphären zu verringern.
Ein weiterer negativer Punkt, den man aber kompensieren kann, ist dass es auf Groß Barmen nur gechlortes Wasser aus den Wasserhähnen gibt. Als Trinkwasser erschien es mir ungeeignet.

Dein Eindruck ist sicherlich für Dich richtig, mit meiner Darstellung möchte ich vorlegen, dass es unterschiedliche Betrachtungsweisen gibt, die vor allem auf Erwartungen und Erlebtem beruhen.

Grüße
Cora
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257 Beiträge · seit 200605. Aug. 2008 · #51
Hallo roadrunner,

Hier nur die, die mir auf Anhieb einfallen:

C28 über den Bosua Paß,
C26 Gamsbergpaß,
Reemhoogte,
Spreetshoogte (ob der fürs Motorrad besonders gut geeignet ist?)
D 707
D 407
von Rosh pinah am Oranje entlang ( die darauffolgende Abkürzung durch das Gamchabtal-siehe Spreetshoogte!)
D 608 von oder nach Keetmanshoop
Opuwo-Sesfontein
von Uis über D2612-Palmwag-Sesfontein ( ist für mich eine der schönsten Strecken).

Viel Spaß beim Planen!

Hans
158 Beiträge · seit 200708. März 2009 · #52
Hm,

ist zwar ein sehr alter Thread, aber da ich gerade in Reisevorbereitungen für meinen zweiten "Nam"-Trip bin, hier meine 5 Cents:

Am meisten überschätzt fand ich den Flug mit Air Namibia:
Eng, voll, Röhrenbeamer abgesoffen und das Flugzeug eher nicht mehr soooo fit.

Am wenigsten überschätzt fand ich die Zeit zwischen den beiden Aufenthalten am Flughafen in Windhoek... Darum will ich wieder hin 😄


Holla