Air Namibia

74 Antworten · 42,1k Aufrufe · gestartet 13. Juni 2008 von Guido.
Antworten
ThemenstarterGast01. Juli 2008 · #41
Hallo Chris,
Springbok schrieb:
Wer sich nicht auskennt muss natürlich auf Zeitungsberichte vertrauen
Nun ja, jeder kann ja auf die Quellen vertrauen, die ihm als vertrauenswürdig erscheinen. Ich persönlich vertraue zum Thema Air Namibia doch mehr auf die Aussagen der ortsansässigen (Regierungs-)Zeitung(en), als auf einen 16- oder 17-jährigen Deutschen, der sich ohne Belege immer als Air-Namibia-Insider darstellt. Sorry, das klingt unfreundlich, stellt sich mir im Moment aber so dar.
Es ist nie falsch mit Air Namibia zu fliegen und das Geld in dem Sinne gut anzulegen
Das Du persönlich Air-Namibia-Fan bist, ist völlig OK. Ich weiß aber nicht ob das Geld gut angelegt wird, wenn die Steuerzahler in Namibia zu jedem einzelnem EU-Passagier 500-800 EUR dazu zahlen müssen? Ich finde das eigentlich völlig absurd. Und nach den eigenen (sicher wie immer zu) optimistischen Planungen ist Air Namibia auch 2010 noch nicht aus den tiefroten Zahlen raus.
Air Nams CEO hat gesagt, der Heini von der RP soll mit einem Kontrolleur kommen, irgendeinem, und checken lassen - es wird alles in Ordnung sein.
Hat das mal jemand gemacht? Nein, bisher ist davon nichts bekannt.
Wäre dann wohl eine Blamage für den Herrn von der RP
Mich wundert, dass Du trotz Deines Insiderwissens den aktuellen Stand nicht kennst? Es gab ein Treffen zwischen Mudge und Namibias Präsident Pohamba. Es wurde vereinbart, dass Mudge alle belastenden Unterlagen bis diesen Freitag an Pohamba liefert. Der darf dann bezüglich einer Untersuchungskomission entscheiden.

Beste Grüße

Guido
55 Beiträge · seit 200701. Juli 2008 · #42
login37 schrieb:
Hallo Chris,
Springbok schrieb:
Wer sich nicht auskennt muss natürlich auf Zeitungsberichte vertrauen
Nun ja, jeder kann ja auf die Quellen vertrauen, die ihm als vertrauenswürdig erscheinen. Ich persönlich vertraue zum Thema Air Namibia doch mehr auf die Aussagen der ortsansässigen (Regierungs-)Zeitung(en), als auf einen 16- oder 17-jährigen Deutschen, der sich ohne Belege immer als Air-Namibia-Insider darstellt. Sorry, das klingt unfreundlich, stellt sich mir im Moment aber so dar.
Jaja, kein Problem;) Meine Belege/Quellen sind rein privater Natur
Es ist nie falsch mit Air Namibia zu fliegen und das Geld in dem Sinne gut anzulegen
Das Du persönlich Air-Namibia-Fan bist, ist völlig OK. Ich weiß aber nicht ob das Geld gut angelegt wird, wenn die Steuerzahler in Namibia zu jedem einzelnem EU-Passagier 500-800 EUR dazu zahlen müssen? Ich finde das eigentlich völlig absurd. Und nach den eigenen (sicher wie immer zu) optimistischen Planungen ist Air Namibia auch 2010 noch nicht aus den tiefroten Zahlen raus.
Ja, so ist das, wenn ein Staatsunternehmen in den roten Zahlen steckt, aber auch die LTU flog seit dem Scheitern der Swissairgroup in den Roten Zahlen und hat es geschafft, wieder Gewinnen einzufliegen, wenn auch das Geld nicht vom Steuerzahler kam.
Höhen und Tiefen gehören zu einem Unternehmen doch dazu oder? Und die 747 hat der Air Nam damals ziemlich viele viele Probleme bereitet, wo man nun versucht, dort hinauszukommen. Und sie sind ja immerhin schon auf einem guten Weg, die Auslastung steigt.
Dass es heißt, man müsse für Air Nam einen Investor finden ist klar, die Politik möchte den Steuerzahler entlasten. Aber auch für Investoren ist das ein schwieriges Feld. Namibia hat nicht viele Einwohner, nicht viele Touristen und ist nicht interessant wie Südafrika, Angola oder das auch anziehende Zimbabwe (US-Firma möchte dort 250 Mill. Dollar investieren). Das aktuelle Streckennetz ist in diesem Falle total ausreichend, man muss es nur gut und lange und effizient auslasten, damit Gewinne eingeflogen werden können.
Black Empowerement und Missmanagement sind Probleme, wenn man soetwas in den Griff bekommt und das Ganze wirtschaftlich hält, dann ist Air Nam in einigen Jahren draußen - aber das dauert und momentan sind diese Schulden einfach Gegenwärtig. Und daran trägt auch die Politik etwas Schuld (Staatsunternehmen) und die Leute wohl dann auf irgendeine Weise auch, die diese Politik unterstützen.
Air Nams CEO hat gesagt, der Heini von der RP soll mit einem Kontrolleur kommen, irgendeinem, und checken lassen - es wird alles in Ordnung sein.
Hat das mal jemand gemacht? Nein, bisher ist davon nichts bekannt.
Wäre dann wohl eine Blamage für den Herrn von der RP
Mich wundert, dass Du trotz Deines Insiderwissens den aktuellen Stand nicht kennst? Es gab ein Treffen zwischen Mudge und Namibias Präsident Pohamba. Es wurde vereinbart, dass Mudge alle belastenden Unterlagen bis diesen Freitag an Pohamba liefert. Der darf dann bezüglich einer Untersuchungskomission entscheiden.
Das hab ich in der Republikein gelesen ... Ich fände persönlich die Unterlagen zwar interessant, aber wenn Pohamba es für nötig halten sollte, eine Untersuchungskomission einzurichten, dann möchte ich da gar nicht weiter spekulieren weil die das schon herausfinden werden ... falls es überhaupt etwas geben sollte...:)
Regards from Bavaria/Namibia
Gast11. Sept. 2008 · #43
Zum obigen Bericht über Air Namibia, kann ich nur meine Meinung vertreten. Seit mehr als sechs Jahre fliege ich nun mehrmals jährlich mit Air Nam. Ich kann mich den meisten Forums Leser anschließen. Für mich ist die Air Nam. eine sehr sichere Fluglinie. Auch über das Personal konnte ich mich noch niemals beschweren.
Oftmals hatte ich schon deutsche, auch schweizer Piloten auf der Maschine. Man darf nicht alles glauben, was oftmals erzählt wird, sei es um sich wichtig zu machen, oder überhaupt mithalten zu können.
Für mich war die Air Namibia immer ein zuverlässiger Partner, noch niemals hatte ich Verspätungen oder Umbuchungen auf den Flügen Frank. -Windh.Vielleicht auch Glück gehabt, das sei dahin gestellt. Innerhalb Namibias kann das schon mal vorkommen. Was passiert in anderen Ländern? Da ich hier auf Fuerteventura lebe, selbst 18 Jahre Reiseleiterin bei verschiedenen Unternehmen war, tja wie oft mußten wir die Gäste bei Laune halten, wenn Maschinen verspätet, oder ausgefallen waren.
So etwas kann überall passieren, aber ich denke meistens hat es einen Grund. Und für uns geht doch die Sicherheit vor. Nicht?
Also nicht immer schlecht über etwas reden, wenn man die Ursache nicht weiß. A.N. hat diverse Schwierigkeiten in der Finanzpolitik, aber haben wir das mit deutschen Airlines nicht auch? Wie lange hat die Lufthansa gekämpft, als sie lange Zeit rote Zahlen schrieb. Oder auch die Schweiz war davor nicht gefeit. Auch im Kulanzbereich kann ich nur positives über diese Gesellschaft mitteilen. Mußte durch private Vorfälle eine Gruppe mit 12 Pers. kurzfristig umbuchen, wurde schnellstens geregelt, ohne daß wir zusätzliche Kosten tragen mußten. Ist bei anderen Airlines oftmals mit einer Umbuchungsgebühr verbunden.
Also auch ich werde jetzt im November wieder mit Air Namibia fliegen, auch für Mai sind meine Flüge schon gebucht.
Waltraud
www.wolf-touristic.de
www.info@wolf-touristic.de
55 Beiträge · seit 200711. Sept. 2008 · #44
Hallo Waltraud,
Das hast du sehr gut geschrieben!

Danke:)
Regards from Bavaria/Namibia
ThemenstarterGast12. Sept. 2008 · #45
Hallo,
Waltraud Wolf schrieb:
Also nicht immer schlecht über etwas reden, wenn man die Ursache nicht weiß. A.N. hat diverse Schwierigkeiten in der Finanzpolitik, aber haben wir das mit deutschen Airlines nicht auch? Wie lange hat die Lufthansa gekämpft, als sie lange Zeit rote Zahlen schrieb.
Man kann selbstverständlich persönlich sehr gute Erfahrungen mit Air Namibia gemacht haben und sich auch pro Air Namibia äußern. Ich finde es aber immer wieder erstaunlich, wie mit falschen Informationen und absurden Vergleichen ein heimeliges "Air-Namibia-ist-gut"-Gefühl erzeugt werden soll. Besonders gern wird irgendwas mit Lufthansa angeführt, in der Hoffnung das deren positives Image auf Air Namibia abfärbt.

Es ist schlicht absurd, die finanziellen Probleme der Air Namibia mit Lufthansa zu vergleichen. Lufthansa wäre definitiv so nicht mehr existent, wenn sie 10 Jahre und mehr in Folge nur Minus einfliegen würde. Lufthansa wäre nicht mehr existent, wenn sie pro 100 Dollar Umsatz 40 Dollar Verlust einfliegen würden, wie das Air Namibia schon geschafft hat.

Bezüglich der Sicherheit wird gern pro Air Namibia erzählt, dass die beiden A340 Lufthansa gehören, von Lufthansa an Air Namibia verleast werden und komplett von Lufthansa Technik gewartet werden. Damit wird suggeriert, dass die Maschinen voll und ganz das Niveau von Lufthansa haben, man quasi Lufthansa fliegt.

Dummerweise ist keine einzige dieser 3 Behauptungen zutreffend. Die Maschinen gehören nicht Lufthansa, sie werden nicht von Lufthansa verleast und sie werden nicht komplett von Lufthansa Technik gewartet (Alles Stand heute, kann sich zukünftig durchaus ändern). Die mehrwöchigen D-Checks vor Kurzen fanden beispielsweise in Südafrika statt (SAFAIR), wo Lufthansa Technik weder eine Niederlassung noch ein Joint Venture hat. Das alles heißt keinesfalls, das Air Namibia unsicher ist, nur sind entsprechende Pro-Air-Namibia-Postings eben durch und durch substanzlos.

Beste Grüße

Guido
15 Beiträge · seit 200817. Sept. 2008 · #46
Zurück aus Namibia und mit Air Namibia geflogen kann ich sagen dass ich zu keinem Zeitpunkt irgendwie Zweifel an der Tauglichkeit des Fliegers hatte.

Grosser Bonuspunkt: Nachts wird kein Alkohol ausgeschenkt, das mindert die Gefahr durch Betrunkene.
55 Beiträge · seit 200727. Sept. 2008 · #47
login37 schrieb:
Hallo,
Waltraud Wolf schrieb:
Also nicht immer schlecht über etwas reden, wenn man die Ursache nicht weiß. A.N. hat diverse Schwierigkeiten in der Finanzpolitik, aber haben wir das mit deutschen Airlines nicht auch? Wie lange hat die Lufthansa gekämpft, als sie lange Zeit rote Zahlen schrieb.
Man kann selbstverständlich persönlich sehr gute Erfahrungen mit Air Namibia gemacht haben und sich auch pro Air Namibia äußern. Ich finde es aber immer wieder erstaunlich, wie mit falschen Informationen und absurden Vergleichen ein heimeliges "Air-Namibia-ist-gut"-Gefühl erzeugt werden soll. Besonders gern wird irgendwas mit Lufthansa angeführt, in der Hoffnung das deren positives Image auf Air Namibia abfärbt.

Es ist schlicht absurd, die finanziellen Probleme der Air Namibia mit Lufthansa zu vergleichen. Lufthansa wäre definitiv so nicht mehr existent, wenn sie 10 Jahre und mehr in Folge nur Minus einfliegen würde. Lufthansa wäre nicht mehr existent, wenn sie pro 100 Dollar Umsatz 40 Dollar Verlust einfliegen würden, wie das Air Namibia schon geschafft hat.

Bezüglich der Sicherheit wird gern pro Air Namibia erzählt, dass die beiden A340 Lufthansa gehören, von Lufthansa an Air Namibia verleast werden und komplett von Lufthansa Technik gewartet werden. Damit wird suggeriert, dass die Maschinen voll und ganz das Niveau von Lufthansa haben, man quasi Lufthansa fliegt.

Dummerweise ist keine einzige dieser 3 Behauptungen zutreffend. Die Maschinen gehören nicht Lufthansa, sie werden nicht von Lufthansa verleast und sie werden nicht komplett von Lufthansa Technik gewartet (Alles Stand heute, kann sich zukünftig durchaus ändern). Die mehrwöchigen D-Checks vor Kurzen fanden beispielsweise in Südafrika statt (SAFAIR), wo Lufthansa Technik weder eine Niederlassung noch ein Joint Venture hat. Das alles heißt keinesfalls, das Air Namibia unsicher ist, nur sind entsprechende Pro-Air-Namibia-Postings eben durch und durch substanzlos.

Beste Grüße

Guido
Hm.... die Busse werden m. W. nach schon von der Lufthansa verleast - ebenso finden die kurzen Checks in Frankfurt statt.
Die Boeings werden von Safair verleast und von ihnen gewartet. Die Airbusse allerdings nicht. Safair verfügt über keine A340-Wartung, das macht die SAA - und die wiederrum mittels Aktien und Star Alliance in Bezug zur Lufthansa steht. Die kurzen Checks der Lufthansa in JNB wird von SAA durchgeführt, die der SAA-Maschinen während ihres Auffenthaltes in MUC und FRA von Lufthansa.
Ebenso sind teilweise Cockpit-Besatzungen aus Deutschland für Air Namibia auf der Langstrecke unterwegs
Regards from Bavaria/Namibia
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2008
403 Beiträge · seit 200627. Sept. 2008 · #48
Air Namibia
Als stille Leserin habe ich die unendliche Geschichte über die Air Namibia gelesen.
Wir sind am 6.05.ab Frankfurt mit Air Namibia geflogen. Auch ich machte mir vorgängig sehr viele Gedanken über diese Air Line, da ich verschiedendlich sehr viele Negativ Berichte gelesen habe. Ich erkundigte mich bei D.S.A.R, da ich unsere Flüge dort gebucht habe. Mir wurde nichts Nachhaltiges mitgeteilt über die Air Namiba.
Am besagten 6.05. konnten wir nicht mit der Air Namibia fliegen, sondern mit einer Air Line aus Italien.
Das war für uns eine sehr grosse Enttäuschung, denn punkto Service, miserabel.
Am Retour Flug dann mit der Air Namibia und ich kann nur von > unserem 1.Flug mit der Air Namibia
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2008
ThemenstarterGast27. Sept. 2008 · #49
Hallo,
Springbok schrieb:
Hm.... die Busse werden m. W. nach schon von der Lufthansa verleast
Nein, das ist mal wieder Hörensagen. Lufthansa war einer von mehreren Vorbesitzern der beiden Airbusse. Das Leasing läuft über eine kleine Leasinggesellschaft (namentlich BCI), die ausschließlich Leasinggeschäft mit älterem Fluggerät etreibt. Das ist zumindest seit Monaten der IST-Zustand. Wie man an der aktuellen Registrierungsnummer der Flugzeuge (V5-XXX) unschwer sehen kann, sind die Flugzeuge auch in Namibia und nicht in Deutschland registriert.
http://en.wikipedia.org/wiki/Aircraft_registration
Safair verfügt über keine A340-Wartung, das macht die SAA - und die wiederrum mittels Aktien und Star Alliance in Bezug zur Lufthansa steht.
Noch mehr Hörensagen. Lufthansa hält keine Aktien an SAA und SAA nicht an Lufthansa. Swissair hatte früher mal 20% an SAA. Bei der Insolvenz von Swissair 2001 hat Südafrika die 20% für Kleingeld zurück gekauft, so dass selbst über den Schiene Lufthansa-Swiss (aus der Restmasse von Swissair entstanden) heute keine Beteiligung besteht. Es besteht nur eine Kooperation über die Star Alliance.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2008
55 Beiträge · seit 200729. Sept. 2008 · #50
Wenn eine Maschine geleast ist, also nicht unbedingt wet, ist ja indem fall auch nicht so, kann man diese auch im jeweiligen land anmelden, das ist ja dann irrellevent. ansonsten danke, hab ich mich wohl verhört.
das mit den aktien hab ich spekulliert da die LH ihre Griffel im Grunde überall hat, gut zumindest die Star Alliance. Wie gesagt SAA macht Wartung für Airbusse, nicht Safair. Die kümmern sich um die Bobbies und die Beeches.
Regards from Bavaria/Namibia
10 Beiträge · seit 200829. Sept. 2008 · #51
Mich interessiert eigentlich nur eines: wann ist das letzte Mal ein Flugzeug der Air Namibia abgestürzt? Das ganze Insiderwissen, das hier verbreitet wird, kann ich nicht nachprüfen und ob eine Airline Gewinn einfährt oder nicht empfinde ich als sekundär, wenn sie staatlich gestützt wird (wie ja auch die Lufthansa, zumindest früher...).

pet
Otto-Normal-Reisende
132 Beiträge · seit 200729. Sept. 2008 · #52
Alle Fragen zur Sicherheit beantwortet www.jacdec.de

Air Namibia wurde 1946 gegründet, seitdem ist keine einzige Maschine abgestürzt, es wurde nie ein Mensch bei einem Flugunfall getötet, es gab weder während des Fluges, noch am Boden jemals einen meldepflichtigen Zwischenfall - ganz anders als bei vielen anderen, namhaften Airlines, wie die oben genannte Quelle belegt)
Hier ein paar Zahlen:
Air France 1361 Tote
American Airlines 1433 Tote
British Airways 1125 Tote
Egypt Air (die an anderer Stelle in diesem Thread empfohlen wurde): 550
KLM 858
South African Airways 339
United Air Lines/United Express 1217
Air Namibia 0

Ich selbst bin zwar keineswegs ein Fan von Air Namibia (unfreundliches, völlig desinteressiertes Bordpersonal und unzumutbar enger Sitzabstand), aber in Bezug auf Sicherheit gibt es zumindest aufgrund der vorliegenden Zahlen über die zurückliegenden 62 Jahre keinerlei Auffälligkeiten.


Gruss
fototour
Gast29. Sept. 2008 · #53
fototour schrieb:
Alle Fragen zur Sicherheit beantwortet www.jacdec.de

Air Namibia wurde 1946 gegründet, seitdem ist keine einzige Maschine abgestürzt, es wurde nie ein Mensch bei einem Flugunfall getötet, es gab weder während des Fluges, noch am Boden jemals einen meldepflichtigen Zwischenfall - ganz anders als bei vielen anderen, namhaften Airlines, wie die oben genannte Quelle belegt)
Hier ein paar Zahlen:
Air France 1361 Tote
American Airlines 1433 Tote
British Airways 1125 Tote
Egypt Air (die an anderer Stelle in diesem Thread empfohlen wurde): 550
KLM 858
South African Airways 339
United Air Lines/United Express 1217
Air Namibia 0

Ich selbst bin zwar keineswegs ein Fan von Air Namibia (unfreundliches, völlig desinteressiertes Bordpersonal und unzumutbar enger Sitzabstand), aber in Bezug auf Sicherheit gibt es zumindest aufgrund der vorliegenden Zahlen über die zurückliegenden 62 Jahre keinerlei Auffälligkeiten.


Gruss
fototour
moin,

die Aufstellung sieht ja so schlecht nicht aus. Sie ist aber nicht sehr aussagefähig, denn sie zieht weder die geflogenen Meilen noch die beförderten Paxe in Betracht.
132 Beiträge · seit 200701. Okt. 2008 · #54
Nun ist es zwar einerseits richtig, dass weder die Anzahl der Flugbewegungen, noch die Zahl der beförderten Paxe in diese jacdec-Statistik eingeht.
Relevant wäre dies sicher, wenn es Abstürze gegeben hätte und man (makaber) die Zahl der Toten in Relation zu den Flügen insgesamt stellen müsste.

Da Air Namibia aber nunmehr seit 62 Jahren fliegt und dies zudem nicht nur auf der Langstrecke, sondern intensiv auf Kurzstrecke und somit täglich Maschinen unterwegs sind, bleibt der Wert NULL absolut aussagefähig.
Meines Wissens bedient Air Namibia derzeit diverse Destinationen mit insgesamt 78 Flügen per Woche, ergibt 4056 per anno.
Nimmt man in Anbetracht früher deutlich geringerer Flugbewegungen nun ein Viertel des derzeitigen Aufkommens als Mittelwert über die 62 Jahre der Existenz (geschätzter Wert), so würde dies insgesamt knapp 63.000 Flugbewegungen bedeuten, alle ohne einen einzigen ernsthaften Zwischenfall mit Verletzten oder gar Toten und ohne Verlust eines Fluggerätes.

Wenn dies keine aussagekräftige Zahl ist, dann weiss ich auch nicht mehr, was dann noch überzeugend sein soll.

Grüsse
fototour
ThemenstarterGast01. Okt. 2008 · #55
Guido,
fototour schrieb:
Alle Fragen zur Sicherheit beantwortet www.jacdec.de
Die Aussagekraft der JACDEC-Statistik liegt in der Tat nicht bei null - sie liegt im Minusbereich. JACDEC erzeugt einen völlig aussagefreien Sicherheitsindex ohne jeglichen Bezug zur aktuellen Sicherheit einer Airline. Warum das so ist, kannst Du u.a. in der Wikipedia nachlesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/JACDEC

Wenn sich in Timbuktu eine neue Airline mir einer 40 Jahre alten Boeing 737 und einem Hobbypiloten gründet und die Wartung an der örtlichen Tankstelle stattfindet, so würde diese Airline bei JACDEC als sicherer als die Lufthansa bewertet (Index 0,0 statt 0,05). Viel Spaß beim Flug mit der laut JACDEC supersicheren Timbuktu-Airline!
Meines Wissens bedient Air Namibia derzeit diverse Destinationen mit insgesamt 78 Flügen per Woche, ergibt 4056 per anno. Nimmt man in Anbetracht früher deutlich geringerer Flugbewegungen nun ein Viertel des derzeitigen Aufkommens als Mittelwert über die 62 Jahre der Existenz (geschätzter Wert), so würde dies insgesamt knapp 63.000 Flugbewegungen bedeuten, alle ohne einen einzigen ernsthaften Zwischenfall mit Verletzten oder gar Toten und ohne Verlust eines Fluggerätes.

Wenn dies keine aussagekräftige Zahl ist, dann weiss ich auch nicht mehr, was dann noch überzeugend sein soll.
Winzige Airlines mit einer geringen Zahl an Flügen haben bei JACDEC zwangsweise einen guten Sicherheitsindex, aber nur weil jeder Statistiker bei JACDEC die Hände vor dem Gesicht zusammenschlägt - so grauenvoll dilettantisch ist der statistische Ansatz.

Wenn man davon ausgeht, das Lufthansa und Air Namibia gleich sicher sind und zum Beipiel beide eine Schadenswahrscheinlichkeit von 1 pro 1.000.000 Flugbewegungen haben, dann würde statistisch bei der Lufthansa fast jährlich 1 Flugzeug crashen und bei Air Namibia nur alle 250 Jahre mal eins (Lufthansa = 750.000 Flugbewegungen p.a.). Du würdest dann natürlich trotzdem Air Namibia für viel, viel sicherer halten, weil da ja noch nie ein Flugzeug abgestürzt ist und bei der "schlimmen" Lufthansa fast jährlich eins runterfällt.



Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2008
132 Beiträge · seit 200701. Okt. 2008 · #56
Hallo Guido,
natürlich kann es einem Statistiker möglicherweise die Tränen in die Augen treiben.
Dein Vergleich mit der fiktiven Timbuktu-Airline hinkt allerdings allzu massiv, ist sinnbefreit und ist nicht geeignet, Deine Worte zu untermauern, da ein ganz wichtiger Part dabei völlig untergeht: 62 Jahre unfallfreies Fliegen bei Air Namibia.

So sehr es mir egal ist, ob Lufthansa 0,05 als Index aufweist oder andere Fluggesellschaften bei höherem Flug- und Passagieraufkommen durch die Jacdec-eigene Bewertung in leicht schlechtere Bewertungspunkte rutschen, so sehr hat für mich (dies musst Du Dir ja nicht zu eigen machen, dazu zwingt Dich ja niemand) die langjährige unfallfreie Zeit eine Bedeutung und lässt mich gewisse Schlüsse ziehen.
Da diese Jahre der Unfallfreiheit bei Air Namibia keinesfalls durch nicht stattfindenden Flugverkehr zusammenkamen, ist dem Null-Ergebnis eine Relevanz nicht abzusprechen.

Rein statistisch unter Berücksichtigung der Auswertung mag dies alles anders sein, aber welcher Verlass ist auf eine Statistik, wenn man diese auf das Leben projeziert?

Statistisch fällt (fiktive Zahl) jeden Monat irgendwo auf der Welt eine Maschine vom Himmel. Wenn gestern eine runterkam, kann man dann -weil man Statistiken liebt- davon ausgehen, dass die nächsten 29 Tage gerantiert nichts mehr passiert? Wohl kaum.

So ists auch bei Air Namibia, 62 Jahre nichts und morgen kann es soweit sein, ie bei jeder anderen Gesellschaft auch.

Mit etwas gesundem Menschenverstand jedoch sagen 62 unfallfreie Jahre gerade bei einer afrikanischen Airline durchaus etwas aus -und zwar in überaus positivem Sinne -für mich jedenfalls.
Und wer es anders sieht, dem bleibt dies doch offen und er kann eine andere Airline wählen.

Gruss
fototour
ThemenstarterGast01. Okt. 2008 · #57
Hallo,
fototour schrieb:
Dein Vergleich mit der fiktiven Timbuktu-Airline hinkt allerdings allzu massiv, ist sinnbefreit und ist nicht geeignet, Deine Worte zu untermauern, da ein ganz wichtiger Part dabei völlig untergeht: 62 Jahre unfallfreies Fliegen bei Air Namibia.
Moment, Du (nicht ich) hast behauptet, dass JACDEC "alle Fragen zur Sicherheit beantwortet". Das freilich völlig überzogene und fiktive Beispiel Timbuktu-Airline sollte nur noch mal klar machen, wie dilettantisch der Ansatz von JACDEC ist und das JACDEC eben gar keine Fragen zur Sicherheit beantwortet. Jeder einzelne Kritikpunkt der Wikipedia führt JACDEC ad absurdum. In der Summe kann man nur noch fassungslos staunen, wenn Medien JACDEC bereitwillig aufgreifen und auf der Basis ein Airline-Ranking machen.
Da diese Jahre der Unfallfreiheit bei Air Namibia keinesfalls durch nicht stattfindenden Flugverkehr zusammenkamen, ist dem Null-Ergebnis eine Relevanz nicht abzusprechen.
Das ist statistisch einfach durch und durch falsch. Man kann nicht einfach irgendwelche Zahlen nehmen und daraus irgendwelche Einstufungen ableiten. Genauso könntest Du behaupten, dass jemand mit 1 Million Simbabwe Dollar reich ist. Man muss die Dinge jeweils ins Verhältnis setzen, dazu ist die Datenbasis bei vielen Airlines aber viel zu dünn.

Wenn Deine persönlich "gefühlte" Sicherheit bei Air Namibia hoch ist, dann ist das schön für Dich. Es gibt statistisch nichts, was das belegt. Es gibt - auch das sei fairerweise gesagt - genauso keine belastbare Statistik, die gegen die Sicherheit von Air Namibia spricht. Es gibt nur eine Reihe von Meldungen - vor allem in der AZ - die Zweifel aufkommen lassen. Dabei muss man der AZ jedoch ankreiden, dass sie einmal aufgeworfene Problematiken häufig nicht weiter verfolgt. Gesichert scheint, dass die ICAO den Luftfahrtbehörden von Namibia eine schlechte Arbeit testiert. Diese sind maßgeblich für die Überprüfung der Sicherheitsstandards bei Air Namibia verantwortlich.

Beste Grüße

Guido
8 Beiträge · seit 200814. Okt. 2008 · #58
Habe die Seite mit grossem Interesse gelesen, haben uns heuer für Air Namibia entschieden, da es uns Zeit spart und der Flug Frankfurt-Johannesburg mit der LH letztes Jahr auf beiden Strecken nicht wirklich entspannend war. Ich bin nach meinen Informatonen davon ausgegangen, dass es sich um eine sichere Fluglinie handelt - ob wir jetzt am 18.11. noch so entspannt wegfliegen weiss ich allerdings nicht. Ist die Verpflegung an board wirklich so schlecht, Wasser wird man ja hofentlcih bekommen oder?
Vielleicht gibt es auch jemanden unter euch der positive Erfahrungen auf der Strecke Frankfurt-Windhoek gemacht hat, würde mich freuen.
Danke, Doris😕
281 Beiträge · seit 200614. Okt. 2008 · #59
Also schon der Titel "Sicherheitsrisiko Air Namibia" grenzt an eine enorme Wirklichkeitsverzerrung, weil alleine dadurch suggeriert wird, Air Namibia sei unsicher.

Wir haben jährlich TAUSENDE Passagiere auf den Flügen, und das seit Bestehen der Air Namibia. Nie ist jemanden etwas passiert, der technische Zustand der Maschinen sowie die fliegenden Piloten entsprechen wirklich allen internationalen Standards.

Für mich persönlich, dessen Sohn auch Berufspilot ist und der auch nicht in irgendeinen "Schrott" einsteigen würde, ist Air Namibia so sicher wie jede der anderen Airlines, die das südliche Afrika anfliegen. Wie LTU, wie LH, wie, wie...

Hier Verunsicherung zu säen halte ich für irreführend und nur unnötig verunsichernd. Aber es scheint für manch einen einfach schick zu sein, Air Namibia negativ zu beleuchten.

Ob Essen allen Ansprüchen genügt,das Einschecken etc. - das sind sekundäre procedere, die mit Flugsicherheit nichts zu tun haben.

Einen schönen Abend

wünscht Michael
Michael (Iwanowski) www.afrika.de www.iwanowski.de
132 Beiträge · seit 200714. Okt. 2008 · #60
was wirklich nochmals betont werden musste!
Die Verunsicherung, die in Bezug auf Air Namibia hier gestreut wird, ist mehr als seltsam.
Zweifelsohne hat AirNamibia sehr viele Gründe, heftig zu verbessern (Essen, Sitzabstände, Service am Boden und vor allem an Bord etc.), aber über sich in der Praxis zeigende Sicherheitsmängel hat sich wohl noch niemand beschweren müssen.
Gruesse
fototour