Vertragsformular Kalahari Car Hire

44 Antworten · 13,3k Aufrufe · gestartet 15. Apr. 2008 von süd
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728 Beiträge · seit 200614. Juli 2011 · #21
Hallo Tom,
mach es nicht: Grundsätzlich mit 4x4 auf Gravelpad zu fahren, weil es angeblich die Bodenhaftung erhöht.
Wie hier im Forum ein Kundiger schrieb, haben Hilux und Co. kein Mitteldifferential, das den Drehzahlunterschied zwischen Vorder- und Hinterachse bei Kurvenfahrt ausgleicht (bei Kurvenfahrt haben die Räder der Hinterachse immer eine geringere Drehzahl weil sie einen kürzeren Weg zurücklegen als die Räder der Vorderachse). Das macht auf losem Untergrund nichts, weil die Räder dies durch geringfügiges Rutschen ausgleichen. Auf Asphalt müssen sie auch etwas rutschen, weil sie eben starr miteinander verbunden sind. Ist auch nicht so schlimm - erhöht geringfügig den Reifenverschleiß. Dieses fehlende Mitteldifferential erhöht jedenfalls nicht die Bodenhaftung, sondern bewirkt eher das Gegenteil, wenn auch nur leicht.

Die Rechnung mit der höheren Bodenhaftung geht auf, wenn der Wagen ein Mitteldifferential hat, wie z.B. all die 4x4 Straßen-Pkw oder SUV, die überwiegend auf Asphalt fahren. Aber auch hier spielt dieser Faktor nur eine Rolle, wenn ich mich an der Grenze der Bodenhaftung bewege - also mein 200 oder mehr PS-Auto mit viel Gas durch die Kurve nötige. Ein Frontantriebsauto würde dann leicht über die Vorderräder geradeaus rutschen, ein Heckantriebsauto mit dem Heck ausbrechen und einen Dreher produzieren.
Wer - mit klarem Verstand - fährt so?
Ich fahre hier in D nicht so und im Urlaub in NAM schon gar nicht und mit einem Hilux noch weniger. Der kippt eher um, als dass er durch die Kurve driftet.

Das alles zeigt, dass der Allradantrieb des Hilux (und Verwandte) zurecht nicht für maximalen Grip auf Asphalt ausgelegt ist sondern auf das Durchkommen auf losem Untergrund. Man kann sich den höheren Verschleiß und den höheren Spritverbrauch bei eingeschaltetem 4x4 auf Asphalt wie auf Gravel also ohne Nachteile ersparen und ihn dort einschalten (vorher!) wo er gebraucht wird (z.B. auf der Strecke Savuti - Linyanti).
Gruß
Reinhard
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zuletzt bearbeitet 14. Juli 2011
1'920 Beiträge · seit 200814. Juli 2011 · #22
Philip Marlowe schrieb:Hallo!
Da meine Frage grundsätzlich unter dieses Thema zu fassen ist, stelle ich sie hier und mache keinen neuen thread auf. Wenn ihr meint, ein neuer Thread wäre besser, dann eröffne ich natürlich einen!

In dem Vertragsformular von KCH (hier gefunden: Vertragsformular) steht diese Klausel drin:

"No driving: To Sandwich Harbour, along Kunene, from Epupa Falls east on 3700 to 3701, van Zyl’s Pass up, Kaokoland, Bushmenland, Caprivi, through steep and salt water, sandstorms, along riverbeds, off-road, in twilight, after sunset, before sunrise, on unregistered roads. Do not: step on roof and bonnet, lean against metal parts, exceed speed of 80 km/h, leave car unguarded, forget to install steering lock, leave key in ignition, drive long distances with 4x4 and hubs engaged."

Obwohl ich diesen Thread gelesen habe,
Das Kleingedruckte..
und dort erwähnt wird, dass Herr Hester kulant ist möchte ich ein paar Dinge hinterfragen.

Wie sind eure Erfahrungen, wie ernst nehmt IHR das Kleingedruckte, wie ernst nimmt es Herr Hester und wie offen geht ihr damit um?
Dass es sich grundsätzlich widerspricht 4x4 zu vermieten und zu denken, dass die Mieter nur Straße fahren, ist wohl jedem klar. Sogar ins Sossusvlei zu fahren ist offroad, die Famrstraßen auch, Gamchab Ecotrail und Khowarib sind nur zwei von beliebten Flussbetten, die wohl häufig gefahren werden (und die ich auch gern fahren würde).

Grundsätzlich würde ich HH gerne über meine Fahrtstrecke in Kenntnis setzen. Ich denke, das wäre fair und vielleicht hat er Tipps. Oder fliege ich damit direkt auf die Fr...?

Ich üerbsetze die letzte rote Stelle so, dass ich keine langen Strecken mit 4x4 und festgestellten Freilaufnaben fahren soll. Ich würde aber gerne zur Verbesserung des Wagenhandlings grundsätzlich in 4H fahren. Habe ich da etwas falsch übersetzt? Dass man mit 4L nicht weite Strecken fährt ist mir klar.

Und nur 80 fahren? ÜBERALL?! Komisch.

Ich habe bei HH gemietet, da er als sehr kulant gilt, sein Vertrag wirkt erstmal recht streng und starr...
Auch würde ich gerne bei 2000€ Kaution gerne Glas und Reifen "mitversichern", damit ich das günstig über die CDW finanzieren kann.. hast das schonmal jemand in den Vertrag einfügen lassen?

Wäre über Erfahrungen und Denkanstöße erfreut!

tom 🙂

PS: Noch 35 Tage 🙂
Servus

so lange du die Karre nicht schrottest ist alles O.K 😉

HH ist sehr kullant, was Kratzer und kleinigkeiten angeht 😉
Ich habe im OKT.10 einen Kotflügel Verbreiterung abgefahren,das war im Mietpreis mit inbegriffen 😉

Wenn du bei HH mietest solltest du wissen auf was du dich einlässt.😃
U get what U pay
Wenn auch ab und zu mal ne Karre streickt, habe ich bei HH nie das gefühl dass er DICH hängen lässt.
Den selbstbehalt auf 0 runterzunehmen, macht in meinen AUGEN keinen Sinn, denn bei nem Flip oder Selbstverschulden bist du auf jeden Fall dabei.

Frag mal, wie der Versicherungsschutz ist, wenn du Namibia verlässt 😉

Ach ja, die Autos von HH sind alle mit Blackbox ausgestattet, das heisst er kann im bedarfsfall Geschwindigkeit und Strecke auslesen, und bei 100 Km/h fängt das Ding an zu piepsen 😉
Anfangs hat mich das fast verrückt gemacht, da ich ned wusste woher das piepsen kommt 😉

Und auf Gravelroad 4x4,das kann dir so manchen ÄRGER ersparen


LG Bloke
2'610 Beiträge · seit 200714. Juli 2011 · #23
Hi,

ich gebe dsnn auch noch meinen Senf dazu:

das von Bloke angegebene Piepsen ist nicht mehr 🙂 Wir haben im Febr./März danach gefragt (Bloke, auch uns hat es immer ganz irre gemacht) und bekamen die Antwort, das es nicht mehr "piept" 😄

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
243 Beiträge · seit 201114. Juli 2011 · #24
Vielen Dank für die Antworten. Noch mehr Hinweise, dass Herr Hester kulant ist. Also fahrt ihr sehr wohl offroad mit den Autos?

Toll ist auch der Hinweis auf den Fahrtenschreiber. Zwar hatte ich nicht vor zu rasen, aber immer gut, viel zu wissen.

Nur.. Bloke sagt, auf Gravelroad auf jeden Fall mit 4x4 fahren, Reinhard sieht das genau gegenteilig...:S

🙂 tom
7'272 Beiträge · seit 200614. Juli 2011 · #25
Hier nochmal der Link den ich kürzlich schon gepostet habe:
Unter anderem gibt es auch ein paar Grais Filme unter: www.4xforum.com/sample-videos
Gleich der erste Film hat zum Thema: Wann schalte ich den 4x4 ein
Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 14. Juli 2011
435 Beiträge · seit 200714. Juli 2011 · #26
Wir hatten uns damals auch den Vertrag vorher von HH mit allen Bedingungen zufaxen lassen und waren erstmal etwas geschockt was alles nicht erlaubt war.
Ich denke das muss so drinstehen, weil es bei den erwähnten Bedingungen und Gebieten zum Totalverlust des Autos kommen kann. Das mit dem 4x4 ist bezügl. langer Fahrten auf Asphalt gemeint, was uns HH auf Nachfrage damals auch so bestätigt hat. Auf Gravel ist 4x4 sicherlich sinnvoll wie man im Video sehen kann. Wichtiger ist aber noch die Geschwindigkeit. Plant die Routen nicht zu knapp. Wenn ihr abends oder in der Dämmerung die Dips in der Straße nicht mehr siehst, hilft dir 4x4 auch nicht mehr.
Wir waren mit dem Auto in Namibia und Botswana unterwegs. Als wir im Caprivi mit einem Elektrikproblem liegengeblieben sind hat HH alles mögliche Versucht einen Breakdown-Service ranzukriegen, der unser Auto dann auch bis zum nächsten Morgen wieder fitgekriegt hat. Einen Reifenschaden hatten wir auch(Route Brandberg West),war auch kein Problem.

Fazit: HH kümmert sich wirklich. Der Vertrag ist i.m.E. auch O.K.. Die älteren Autos haben aber schon mal eher ein techn. Problem.

Viel Spaß Thomas
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
203 Beiträge · seit 201014. Juli 2011 · #27
Hi Tom,

soweit ich mich erinnern kann, gab's auf unserem Mietvertrag bei HH eine Notiz, dass man mit eingeschaltetem 4 x 4 im H-Betrieb max. 60 km/h (können sogar auch nur 40 km/h gewesen sein... weiß ich nicht mehr ganz genau) fahren darf und im L-Betrieb sogar nur mehr oder minder Schrittgeschwindigkeit.
Durch die bereits mehrfach angesprochene Black Box im Auto lässt sich das auch überprüfen. Da viele Gravel Roads in Namibia in sehr gutem Zustand sind, lassen diese durchaus auch höhere Geschwindigkeiten zu. Das steht aber im strikten Konflikt zur lt. Vertrag zugelassenen max. Geschwindigkeit im 4x4 Betrieb - wir sind die Gravel Roads fast ausschließlich ohne 4x4 Modus gefahren. Wenn's mal gar nicht mehr ging, dann wurde er kurzfristig zugeschaltet, aber dann konnte man ohnehin nur langsam fahren.

Ich bin sogar fast die ganze Strecke von Maun bis zum Xakanaka Camp im 2WD gefahren und habe erst ca. 3 km vor dem Camp gemerkt (da war der Sand dann auf einmal seeehr tief), dass ich immer noch ohne Allradantrieb unterwegs war. Die breiten All Terrain Reifen, die HH im Regelfall montiert hat, sind da echt spitze!
Wir mussten bei unserem Hilux auch keine Luft ablassen, um durch den tieferen Sand zu kommen.

Einige Jahre zuvor war ich mit einem Nissan von KEA in Botswana unterwegs, auf dem 'normale PKW-Reifen' montiert waren. Das war ein ganz anderes und deutlich schlechteres Fahrgefühl.

Fazit: Wir sind eigentlich nur im Moremi, Chobe und die letzten Meter vorm Sossusvlei mit dem 4WD unterwegs gewesen. Bei ganz schwierigen Passagen (Wasserdurchfahrten, extremer Tiefsand) haben wir kurzfristig von H auf L umgeschaltet. Und einmal brauchten wir den auch, um den Spreetshoogte Pass (~22 % Steigung auf Gravel Road) hochzukommen 😉

Alles andere ging problemlos ohne Allrad. Allerdings waren wir Oktober / November - also in der Trockenzeit unterwegs. Zu slippery Gravel Roads nach bzw. bei Regenfällen habe ich keine Erfahrungswerte.

Am besten vor Ort bei der Übernahme des Fahrzeuges nochmal alles ganz genau erklären lassen und erfragen. Wir sind mit HH jedenfalls bestens ausgekommen und es gab auch keine Probleme bei der Rückgabe des Fahrzeuges.

Ich hoffe, das hilft ein wenig weiter, auch wenn es zu diesem Thema sehr unterschiedliche Meinungen gibt.

Viele Grüße & viel Spaß im südlichen Afrika,
Laponia

P.S.: Ich glaube, dass mit dem No Offroad-allowed im Mietvertrag wird in Afrika etwas anders interpretiert, als in Europa. Während Du hier schon dran bist, wenn Du mit dem Mietwagen von der geteerten Straße zum nächsten Badestrand 500 m über einen geschotterten Feldweg fährst und etwas passiert, dann isses in Afrika wohl eher so gedacht, dass Du Dich (sofern möglich) nicht mit dem Auto abseits der Tracks durchs Unterholz schlagen solltest 🤩

Ich denke, dass die offiziellen Tracks , die auf den T4A Karten verzeichnet sind, als on raod und nicht als off road gelten 😗
728 Beiträge · seit 200614. Juli 2011 · #28
Hallo Tom,
zur Frage, ob wir offroad fahren: Gebaute Gravel roads sowie häufig befahrene Sandpisten und vergleichbares sind für mich kein "off"-road sondern road. Offroad, also wirklich querfeldein, fahre ich nicht, wozu auch. Wie Laponia schon schreibt: die Pisten, die du im Moremi oder Chobe befahren musst, sehe ich nicht als offroad an und fast alles kann man mit 2x4 mit einem Hilux (nicht dagegen mit einem 2x4 Pkw wegen der fehlenden Bodenfreiheit) befahren, von einigen Passagen abgesehen, in denen man 4x4 benötigt. Von Maun bis Xakanaxa kann man in der Tat fast alles mit 2x4 befahren, zumindest gegen Ende der Trockenzeit.
Gruß
Reinhard

P.S. Der Film, der in Chrigus zweitem link zu sehen ist, beschreibt genau die Fahrzustände, die ich in Worten zu beschreiben versuchte: Zitat: 80 - 90 km/h "on a slippery dirt road" - then you need 4x4. Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Auch von 100 km/h auf solchen Straße ist die Rede 🤩 .
Das überlasse ich Einheimischen. So, wie der gute Mann im Film, fahre ich jedenfalls nicht, und mir ist es bisher immer gelungen, zu vermeiden, in solche Situationen zu geraten.
Wenn ich so fahren würde, bräuchte ich wirklich alle Reserven an Bodenhaftung, die die Reifen aufbieten können. Unter slippery dirt road verstehe ich z.B. die Salzstraße nördlich Swakopmund nach Regen oder nebelfeucht. Das tue ich mir weder zuhause und schon gar nicht im Urlaub an. Ich möchte jedenfalls nicht in der AZ erscheinen, als der nächste deutsche Urlauber, der meinte, die Grenzen der Fahrphysik gelten nicht für ihn. Und alle Einheimischen denken (zurecht): die Blöden sterben nicht aus.
Merke: ich bin im Urlaub und nicht auf der Flucht. Soll heißen: ich habe Zeit 😉
Gruß
Reinhard
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zuletzt bearbeitet 14. Juli 2011
1'920 Beiträge · seit 200814. Juli 2011 · #29
Jambotessy schrieb:Hi,

ich gebe dsnn auch noch meinen Senf dazu:

das von Bloke angegebene Piepsen ist nicht mehr 🙂 Wir haben im Febr./März danach gefragt (Bloke, auch uns hat es immer ganz irre gemacht) und bekamen die Antwort, das es nicht mehr "piept" 😄

Grüße
Jambotessy
Hi Tessy

Im März 11 hat es auf jeden fall noch gepiepst 😉

LG Bloke
1'920 Beiträge · seit 200814. Juli 2011 · #30
Philip Marlowe schrieb:

Nur.. Bloke sagt, auf Gravelroad auf jeden Fall mit 4x4 fahren, Reinhard sieht das genau gegenteilig...:S

🙂 tom
Na ja, muss halt jeder SEINE eigenen ERFAHRUNGEN damit machen 😄

Ich für meinen Fall nur noch 4x4 auf Gravel Road......

LG Bloke
1'920 Beiträge · seit 200814. Juli 2011 · #31
Laponia schrieb:
Das steht aber im strikten Konflikt zur lt. Vertrag zugelassenen max. Geschwindigkeit im 4x4 Betrieb - wir sind die Gravel Roads fast ausschließlich ohne 4x4 Modus gefahren. Wenn's mal gar nicht mehr ging, dann wurde er kurzfristig zugeschaltet, aber dann konnte man ohnehin nur langsam fahren.

Viele Grüße & viel Spaß im südlichen Afrika,
Laponia
Hi Laponia

klar geht es ohne 4x4 auf Gravel Roads auch im Moremi und Chobe, selbst in Savute brauchst du nicht zwingend 4x4,
ABER wenn dir mal das Heck ausgebrochen ist, siehst du die Sache aus ner ganz anderen Perspektive,

LG Bloke
243 Beiträge · seit 201114. Juli 2011 · #32
Nochmals vielen Dank für die vielen Antworten!

Aber für euch sind Gamchab Eco Trail und Khowarib Schlucht (entlang Flussbetten laut Vertrag Hester verboten) schon offroad, oder? 😉 KOMPLETT durch die unberührte Wildnis möchte ich nicht fahren.

Bezüglich 4x4H auf Gravel und maximale Geschwindigkeit frage ich Hester, mache meine eigenen Erfahrungen und höre vielleicht auf unsere "Betriebsfahrlehrer" und Richard Hoff von be-local. Bei dem mach ich einen 2h Kurs am Tag der Übernahme. Ist ja mein erstes Mal im eigenen 4x4. 😉 Aber auch eure Meinungen und Abwägungen beziehe ich natürlich in die Entscheidung mit ein, sie sind mir also wichtig.

But what would Mr. Hester say about Gamchab and Khowarib?

Eine andere Überlegung. So nachdem was ich hier gelesen habe, kann man mit min. 1 kaputten Reifen schon rechnen und die Windchutzscheibe wird auch "regelmäßig" fällig.

Ich kann für 175,50€ die (jetzt) Allianz-CDW abschließen und zahle für einen Reifen 50€ plus Windschutzscheibe 180€. Damit bin ich bei 410€, wenn die Preise ungefähr stimmen. Oder ich kann für 432€ das All-Inclusive Paket von Herrn Hester nehmen. Vielleicht für das erste Mal keine so schlechte Idee, oder was meint ihr?

Am liebsten würde ich die Allianz-CDW abschließen und bei HH Reifen und Glas bei unverändertem Selbstbehalt als inklusiv eintragen lassen. Das wäre die günstigste Alternative! 🙂

tom
203 Beiträge · seit 201014. Juli 2011 · #33


Hi Laponia

klar geht es ohne 4x4 auf Gravel Roads auch im Moremi und Chobe, selbst in Savute brauchst du nicht zwingend 4x4,
ABER wenn dir mal das Heck ausgebrochen ist, siehst du die Sache aus ner ganz anderen Perspektive,

LG Bloke

Hi Bloke, jep.. da bin ich ganz bei Dir und die Videos, die Chrigu gepostet hat, sind da auch pro 4WD (allerdings mit ~ 40 km/h)... aber was machste denn, wenn Du mit 70 - 100 km/h im 4WD auf der Gravel Road unterwegs bist und dann durch einen saublöden Umstand etwas passiert und der Wagen komplett hinüber ist????
Laut Mietvertrag hast Du in so einem Fall Vertragsbruch begangen - warst also deutlich schneller im 4WD unterwegs, als erlaubt. Was dann.... ???
Selbst bei Vertragsabschluss mit absolutem Haftungsausschluss auf 0 SB hätte man dann (rein rechtlich gesehen und nach Auswertung der Black Box) grob fahrlässig gehandelt und wäre damit prinzipiell haftbar!
Ich versuche da immer, einen gesunden Mittelweg zu finden - was können wir fahren, ohne uns persönlich in Gefahr zu begeben und was können wir fahren ohne mit dem Mietvertrag in rechtliche Konflikte zu kommen?
Allerdings gehöre ich auch nicht zu den Leuten, die mit 100km/h und mehr auf den Gravel Roads unterwegs sind... habe schließlich Urlaub und möchte Land, Leute und Tierwelt genießen!
Habe also KEINE Eile - wie sehr viele andere, die an uns vorbei gerauscht sind.....😈

So long, liebe Grüße, Laponia
728 Beiträge · seit 200614. Juli 2011 · #34
Hallo Tom,
uns sind bei zwei je ca. 5000 km Fahrten im Hilux weder Reifen noch Windschutzscheibe kaputt gegangen. Wir schließen dafür keine Versicherung ab (Immer schön Abstand halten zu anderen Autos wegen der Scheibe!). Und wenn ein Reifen kaputt geht, haut uns das nicht finanziell aus den Puschen. Versichern sollte man nur das, was 1. selten eintritt und 2. katastrophale Ausmaße annehmen kann. Ich versichere ja auch nicht abgelaufene Schuhe.
Gruß
Reinhard
0
203 Beiträge · seit 201014. Juli 2011 · #35
Ich kann mich den letzten 2 Beiträgen von Reinhard in vollem Umfang anschließen!

Ich habe in 3 Afrika-Urlauben noch nie einen Reifen wechseln müssen und hatte nur einen Steinschlag in der Scheibe (da bin ich aber nicht gefahren!) - bei umsichtiger Fahrweise (weniger ist manchmal mehr...) kommt man ganz gut durch!

VG, Laponia
7'272 Beiträge · seit 200614. Juli 2011 · #36
Laponia schrieb:... aber was machste denn, wenn Du mit 70 - 100 km/h im 4WD auf der Gravel Road unterwegs bist und dann durch einen saublöden Umstand etwas passiert und der Wagen komplett hinüber ist????
Gibt es noch Vermieter die mehr als 80km/h auf Gravel erlauben? Ganz egal ob mit oder ohne 4x4?

Reifenschäden kann es immer wieder mal geben. Ist häufig einfach Pech. Es gibt aber viele, die das Fahren auf der linken Seite nicht gewohnt sind, die fahren oft zu weit links. Da hat es dann die bösen spitzen Steine.

Auch Steinschläge in die Scheibe kommen leider immer wieder vor. Selten von Fahrzeugen die vor mir fahren. Viel öfters sind es Fahrzeuge die entgegen kommen. Auch da wieder, wenn der Stein einschlägt ist es halt Pech.

Bei uns ist beides schon vorgekommen. Trotzdem versichere ich es bei Leihwagen nicht und bin damit günstiger gefahren.

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Gast15. Juli 2011 · #37
Reinhard schrieb:Hallo Tom,
zur Frage, ob wir offroad fahren: Gebaute Gravel roads sowie häufig befahrene Sandpisten und vergleichbares sind für mich kein "off"-road sondern road. Offroad, also wirklich querfeldein, fahre ich nicht, wozu auch. Wie Laponia schon schreibt: die Pisten, die du im Moremi oder Chobe befahren musst, sehe ich nicht als offroad an und fast alles kann man mit 2x4 mit einem Hilux (nicht dagegen mit einem 2x4 Pkw wegen der fehlenden Bodenfreiheit) befahren, von einigen Passagen abgesehen, in denen man 4x4 benötigt. Von Maun bis Xakanaxa kann man in der Tat fast alles mit 2x4 befahren, zumindest gegen Ende der Trockenzeit.
Gruß
Reinhard

P.S. Der Film, der in Chrigus zweitem link zu sehen ist, beschreibt genau die Fahrzustände, die ich in Worten zu beschreiben versuchte: Zitat: 80 - 90 km/h "on a slippery dirt road" - then you need 4x4. Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Auch von 100 km/h auf solchen Straße ist die Rede 🤩 .
Das überlasse ich Einheimischen. So, wie der gute Mann im Film, fahre ich jedenfalls nicht, und mir ist es bisher immer gelungen, zu vermeiden, in solche Situationen zu geraten.
Wenn ich so fahren würde, bräuchte ich wirklich alle Reserven an Bodenhaftung, die die Reifen aufbieten können. Unter slippery dirt road verstehe ich z.B. die Salzstraße nördlich Swakopmund nach Regen oder nebelfeucht. Das tue ich mir weder zuhause und schon gar nicht im Urlaub an. Ich möchte jedenfalls nicht in der AZ erscheinen, als der nächste deutsche Urlauber, der meinte, die Grenzen der Fahrphysik gelten nicht für ihn. Und alle Einheimischen denken (zurecht): die Blöden sterben nicht aus.
Merke: ich bin im Urlaub und nicht auf der Flucht. Soll heißen: ich habe Zeit 😉
Gruß
Reinhard
Danke!
Ein Beitrag der es auf den Punkt bringt! Dem ist nix mehr hinzuzufügen. Hab ich grad gelesen (will demnächst auch bei Kalahari-Car-Hire einen Hilux-DC mieten). Die älteren Kfz sind zwar günstiger, aber wenn ich im Urlaub sparen muss, bleib ich lieber zuhause! Und beim Fahren beherzige ich den Rat der Einheimischen, vor allem in einem Land wie Namibia!
Gruss, Hans.
3'766 Beiträge · seit 200615. Juli 2011 · #38
Bloke schrieb:

Hi Laponia

klar geht es ohne 4x4 auf Gravel Roads auch im Moremi und Chobe, selbst in Savute brauchst du nicht zwingend 4x4,


LG Bloke
Hallo Blocke (Heinz),

hier möchte ich entschieden Einbspruch einlegen 🙂

Dieser Satz stimmt so nicht!

Er berücksichtig weder Jahreszeit, einzelne Streckenteile und schon gar nicht die Fahrkünste des geneigten Lesers.

Immer wieder lese ich "no Problem" "nicht so schlimm" "geht auch ohne 4x4"

Würde ein Leser sich auf solche globalen Aussagen verlassen wäre er vor Ort dann plötzlich am Ar....
und mit etwas Pech liegt er wie ein Pillendreher auf dem Rücken.

Ihr wisst alle das sich Strassenzustände in Afrika schneller ändern können als ihr

«Mist, jetzt habe ich den Leihwagen geschrottet»

sagen könnt.

Ich weiss das Menschen wie ich die zur Vorsicht mahnen "Angsthasen sind mit null Ahnung" jedoch solche Memmen wie ich kommen 100 0000de Kilometer ohne Unfall und Reifenschäden durchs Leben, wobei letzteres auch ein wenig Glück braucht 😛 🙂

Weshalb, frage ich mich, verlangen die "einheimischen Behörden" 4x4 auf speziellen Strecken?


Oft geht es gut, bis eben dann die paar wenigen Meter kommen 😄

Moremi, Chobe uns Konsorten würde ich keinem Touristen ohne 4x4 empfehlen.



Pannen uns Unfallfreie Pad wünsch ich allen, Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
zuletzt bearbeitet 15. Juli 2011
53 Beiträge · seit 201015. Juli 2011 · #39
Hallo,

also wir hatten bei allen mittlerweile sieben Anmietungen (und da war auch zweimal die vielkritisierte Agentur Just done it vom inzwischen verstorbenen Mike Rideout dabei)die Verträge vorab bekommen und ich denke, das ist für einem seriösen Vertragspartner ein absolutes MUST...

VG

Hamwi