Etosha-Umbau 2007

28 Antworten · 7'675 Aufrufe · gestartet 08. Dez. 2007 von civet
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571 Beiträge · seit 200610. Dez. 2007 · #21
Also wir gehören ja zu den Campern, auch in Etosha, und da freuen wir uns, wenn sie Sanitärblocks halbwegs funktionieren und i.O. sind. Das war dieses Jahr in Halali einwandfrei! Daß schon die ersten Fliesen abfielen oder gesprungen sind usw., das geht usn eigentlich ziemlich am Hintern vorbei ... Tja, in Savuti sieht das 3 Jahre alte EU - finanzierte Sanitärhaus auch nicht mehr so frisch aus. Und mit den Moremi - Verhältnissen braucht man gar nicht zu argumentieren ... Darüber redet der normale Botswana - Camper allerdings auch gar nicht erst.
Nun gehts hier aber erkennbar nicht um die Ansprüche und Meinungen von Campern, sondern um Touristen, die einen mal mehr mal weniger luxuriösen, gepflegten Lodge - Tourismus buchen. Und natürlich haben diese auch einen Anspruch auf preis- und der Werbung adäquate Unterkunft. Wird dies nicht erfüllt, so ist kritisches in einem Forum durchaus legitim. Auch wenn nanmibische Verantwortliche dies als Besserwisserei, Nörgelei oder sonstwie unbequem finden mögen - oder wie Michael meint, als politisch nicht erwünscht ???
Trotzdem möchte ich Joli und die anderen Kritiker mal fragen:
Was glaubt Ihr, wie es in Deutschland in Unternehmen, Behörden und sonstigen Organisationen den Leuten geht, die mit Elan und Know How frischen Wind in alte Strukturen und Verhältnisse bringen? Ich denke, Herr Aupindi ist nicht nur als neuer NWR Manager gefragt, er kämpft auch mit allem, was hierzulande jedem Change Manager bekannt ist. Auch hier werden gute und richtige Ideen durch alte Strukturen und Abläufe behindert, an allen Ecken klemmt es, es fehlt an adäquater Ausbildung, Einstellung usw. Ein Bauvorhaben oder ein Mobiliar aus einem Guß umsetzen? Vergeßt es! Wie oft entscheiden Gemeinderäte, Bürgermeister, selbst schwäbische Unternehmer gegen den Rat/Vorschlag ihrer Experten mal eben aus dem Bauch heraus, selbst bei der Frage nach der richtigen Lampe fürs Foyer der neuen Festhalle? Und die Mitarbeiter, Gäste etc. haben dann jahrelang unter den Disfunktionalitäten zu leiden. Das ist doch alles ganz normal und hier im Prinzip genauso. Denkt Ihr, Herr Aupindi diskutiert jede Zimmereinrichtung endlos mit Pohamba? Also wünschen wir ihm lieber Glück und Durchhaltevermögen, wahrscheinlich aber werden noch einige neue Manager im NWR verschlissen.
steinbeisser
Gast10. Dez. 2007 · #22
Hallo,
michael schrieb:
Namibia öffnet sich gerade neuen Märkten, wie z. B. Asien. Deutschland und Teile Europas werden immer weniger eine Rolle spielen. Unsere "Beiträge" werden noch marginaler...Die deutsche Besserwisserei mag man immer weniger in Namibia, so ist es einfach. Mag einem gefallen oder nicht, das ist ein Auslaufmodell...
Das in Asien riesige Potentiale für die Tourismusindustrie liegen und sich deshalb der Fokus der Tourismusindustrie etwas von Europa weg nach Asien verlagern wird, ist unbestritten. Das z.B. chinesische Touristen pflegeleichter und anspruchsloser als deutsche Touristen sind, halte ich aber für völlig illusorisches Wunschdenken.

Zum Thema: Ich finde die neuen nWR-Preise zum Teil auch überzogen (insbesondere auch Sesriem-Camping). Aber ich vermute, dass der Markt das hergibt und deshalb ist die Preisgestaltung nicht erfreulich aber nachvollziehbar. Schlimmer finde ich, dass die Unterkünfte und Einrichtungen nicht in 5-10 Jahren sondern schon in 1-2 Jahren heruntergekommen und versifft sein werden, wenn das aktuelle Wartungs- und Reinigungsniveau beibehalten wird. Aber es besteht ja kein Zwang da zu übernachten.

Beste Grüße

Guido
Gast10. Dez. 2007 · #23
Moin zusammen,

ich find`s erstaunlich, dass gerade in diesem Zusammenhang Kritik so schnell als Besserwisserei abgetan wird. Was den seit Jahren als solchen ausgewiesenen Extrem-Besserwisser Joli 😄 angeht, so lasse ich den jetzt einmal bewusst beiseite!

Für mich hat die Diskussion hier zwei wesentliche Aspekte. Zunächst einmal den persönlichen. Egal, ob ich Kühe im Oberammergau oder Elefanten in Etoscha sehen möchte: Es ist mein verdientes Geld und ich bewerte, ob das Preis-/Leistungsverhältnis für mich angemessen ist. Wenn ich zu dem Schluss komme, dass es für mich nicht angemessen ist, so ist das einerseits mein gutes Recht und andererseits ist ja niemand gezwungen, meine Einschätzung zu teilen.

Der zweite Aspekt ist der, dass ich eine abgewrackte Etoscha-Installation, ihre vorbildliche Erneuerung und den erneuten Verfall - zumindest in seinem Anfang - miterlebt habe. Genau wie bei Air Namibia versucht sich nun offensichtlich auch bei NWR das x-te Management. Das eigentliche Problem in den Einrichtungen des NWR wird aber auch in diesem Fall die Personalführung und dessen Qualifikation sein. Das ist halt der Unterschied zu den privat geführten Beherbergungseinrichtungen, und ich sehe da aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus auch skeptisch in die Zukunft.

Mich wundert ein wenig die Vehemenz, mit der sich Michael Iwanowski gerade in diesen Thread einschaltet und das Auslaufmodell, den deutschen Besserwisser, mit seinem Ersatz, dem kritiklosen asiatischen Konsumenten, „bedroht“. 😵 Ist dieses Forum mittlerweile ein solcher Meinungsbilder?

Hony soit qui mal y pense!

Fazit:
1. Ein jedes Land hat das Recht, aus seinen Ressourcen den größtmöglichen Nutzen zu ziehen.
2. Wer Tiere in Etoscha sehen möchte, hat mit den staatlichen Camps die Möglichkeit, die wirklich guten Beobachtungszeiten auszunutzen.
3. Wer dies (noch?) für weniger Geld tun möchte, kann auf den Kgalagadi-Transfrontier-Park ausweichen.
4. Wer das ultimative Tiererlebnis haben möchte, sollte gaaanz lange sparen und nach Botswana ins Delta gehen, es lohnt sich!

Und gerade beim Preisvergleich mit den Camps des Deltas kann ich mir nicht vorstellen, dass der Service in Etoscha den verringerten Preisabstand wird rechtfertigen können.

Gruß, Michael
18 Beiträge · seit 200710. Dez. 2007 · #24
Das ist ja unglaublich! Bist du perfekt? Wohl eher nicht, wenn ich Deinen Text so lese!
Du hast also die einmalige Chance, ein paar Schritte von Deinem Bungalow zum Wasserloch zu gehen und Nashörner, Löwen, etc. zu beobachten, fährst am nächsten Tag ein paar Meter mit dem Auto und siehst unendlich viele Antilopen, Giraffen, Elefanten und Zebras und regst Dich über unbequeme Sitzgruppen und fehlende Abstellflächen auf? Unfassbar! Ich finde das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut angemessen für dieses Umfeld und die einmaligen Erlebnisse, auch wenn der Standard der Unterkunft den Preis vielleicht nicht rechtfertigt. Die einfachste Pension in Bayreuth ist zu Wagnerfestspielzeiten auch völlig überteuert, Hotels mit geringem Standard zu Messezeiten auch! Das ist das Leben, Marktwirtschaft eben und wenn in Etosha die Nachfrage sinkt, werden sich die Preise auch wieder anpassen.
Ich wünsche Namibia trotzdem ausschließlich Touristen, die das besondere und afrikanische Flair auch genießen können und die im auftretenden Chaos eine Bereicherung ihrer Urlaubserfahrungen sehen können. Zuhause im durchorganisierten Europa ist es doch dann doppelt schön mit Sitzgruppen in den richtigen (äußeren!) Abmessungen, langen Kleiderstangen usw.
83 Beiträge · seit 200726. Dez. 2007 · #25
Kanzler schrieb:
@civet
Gab es noch irgendwo ein Haar in der Suppe, oder war das trotz intensivster Suche nicht zu finden?
Kanzler
Tja, so sehe ich das auch😄
Und die Bengalischen Tiger kommen seit dem Umbau auch nicht mehr zum Wasserloch.😠
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1'715 Beiträge · seit 200626. Dez. 2007 · #26
Wir haben im November im Etosha Park gecampt und fanden alles in Ordung und sauber. Ob in 1 bis 2 Jahren alles verlottert ist, werden wir ja sehen, aber Hellseher bin ich nicht.
Die Preise sind in die Höhe geschnellt, aber vielleicht war es vorher einfach nur zu billig. Die Preis können nur so hoch bleiben wenn wir, oder andere, weiter dort hin gehnen. Verglichen zu Botswana ist e ja immer noch billiger und die Santiärblocks deutlich besser. Jedenfalls so haben wir es im Moremi erlebt.

Zudem kann man in der Etosha übernachten, aber man muss nicht.

Gruss
Emanuel
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7'267 Beiträge · seit 200627. Dez. 2007 · #27
swisschees schrieb:
Verglichen zu Botswana ist e ja immer noch billiger und die Santiärblocks deutlich besser. Jedenfalls so haben wir es im Moremi erlebt.
Hallo Emanuel

Wie kommst Du darauf, dass der Etosha NP günstiger ist als Botswana. Schon vor der Preiserhöhung, war die Etosha ein wenig teurer als die Parks in Botswana. Haben in Botswana die Preise auch geändert?

Herzliche Grüsse
Chrigu
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1'715 Beiträge · seit 200628. Dez. 2007 · #28
Hallo Chrigu

Es kann sein dass mir Botswana (Moremi) nur teuer vorkam, weil wir dort ziemlich Stress mit dem Geldwechsel hatten. Ich habe aber für 2004 einen Betrag von US$ 65.-/Tag/Person im Kopf und das schien uns damals sehr teuer. Wegen Geldmangel konnten wir auch nur zwei Nächt drin bleiben.


Gruss
Emanuel
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7'267 Beiträge · seit 200628. Dez. 2007 · #29
Nach meiner Ansicht kostet der Etosha NP im Moment 570.-/pro Tag für zwei Personen.

200N$ für Camping/Fahrzeug,
100N$ für Camping/Person,
80N$ Eintritt/Person,
10N$ Eintritt/Fahrzeug


In Botswana bezahlst Du 350 Pula/Tag für Moremi,Chobe etc.

120P Eintritt/Person
30P Camping/Person
50P Eintritt/Fahrzeug

570 N$ = 57.91 Euro
350 Pula = 39.89 Euro

Deutlich günstiger in Namibia ist z.B. der Nakluft NP oder auch Mudumu, Mamili, Caprivi NP. Im Naukluft NP haben wir vor grad 170N$ für zwei Personen und zwei Tage inkl. Übernachtung bezahlt.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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