Zimbabwe auf dem Weg der Besserung!

198 Antworten · 61,1k Aufrufe · gestartet 01. Nov. 2007 von Yoshikawa
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ThemenstarterGast11. Juli 2008 · #101
Moin zusammen.
SA manages to delay UN sanctions vote
Zanu-PF invokes threat of "civil war" if security council passes resolution
http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71627?oid=93884&sn=Detail
The ANC's support for Mugabe 2000 – 2003
Over the past few weeks a comment often made is that the South African President Thabo Mbeki's policy of "quiet diplomacy" has "failed." What writers mean by this, presumably, is that it hasn't arrested Zimbabwe's descent into the abyss. But if one is to speak accurately Zimbabwe's current ruination would only constitute a "failure" of the policy if preventing it had been one of its main objectives.
The problem is it wasn't and still isn't. Mbeki's policy has, in its own terms, largely succeeded (so far) in obstructing sanctions against the Zanu-PF regime, allowing a final solution to the "land question" to be effected, and ensuring that whatever happened Robert Mugabe was kept in power for as long as he wanted to remain there.
http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71619?oid=93869&sn=Detail
Zimbabwe is finished
Zimbabwe is a tragedy in more ways than one. It is a despicable disgrace to Africa and reinforces the racist notion that black Africans are incapable of ruling themselves. We took over from the departing white colonialists and in country after country we ran our economies into a sump and ruined our countries. The exceptions are few. Ian Smith, the former and late prime minister of Rhodesia, now Zimbabwe, must be dancing in his grave. This hurts and cuts deep into my African pride.
http://www.hararetribune.com/Articles08/Articles07/Articles8-9/news0810.php

Gruß, Michael
ThemenstarterGast16. Juli 2008 · #102
Moin zusammen.
Mugabe employs foreign fighters in terror campaign
Mr Chitaka said: "We have observed that some of the people leading the violence are foreigners because they speak a different language and they do not understand our local languages.
"Also the tactics they are using are not peculiar with Zimbabweans because they are cutting out the tongue, removing eyes and genital parts. We are not sure where they come from."
http://www.independent.co.uk/news/world/africa/mercenaries-join-mugabes-ruthless-terror-campaign-867620.html

Ich bin sehr gespannt, wie lange sich die geknechteten Menschen -insbesondere die Nicht-ZANU-PF-Jugend- sich das alles noch gefallen lassen wird. Zum Problem für die Herrschenden dürfte sich auswachsen, dass sie noch nicht einmal ihre eigenen Leute, und sei es durch das Stehlen internationaler Lebensmittelhilfen, ernähren können. Ich halte es nicht mehr für ausgeschlossen, dass sich die Situation in Richtung eines Bürgerkriegs entwickeln könnte.

Gruß, Michael
ThemenstarterGast18. Juli 2008 · #103
...füttern die Gutmenschen die Hungernden -obwohl es wohl eher den Soldaten und Polizisten zugute kommt- und China`s taking over Africa:
How China's taking over Africa, and why the West should be VERY worried
...
All over this great continent, the Chinese presence is swelling into a flood. Angola has its own 'Chinatown', as do great African cities such as Dar es Salaam and Nairobi.
Exclusive, gated compounds, serving only Chinese food, and where no blacks are allowed, are being built all over the continent. 'African cloths' sold in markets on the continent are now almost always imported, bearing the legend: 'Made in China'.
From Nigeria in the north, to Equatorial Guinea, Gabon and Angola in the west, across Chad and Sudan in the east, and south through Zambia, Zimbabwe and Mozambique, China has seized a vice-like grip on a continent which officials have decided is crucial to the superpower's long-term survival.
'The Chinese are all over the place,' says Trevor Ncube, a prominent African businessman with publishing interests around the continent. 'If the British were our masters yesterday, the Chinese have taken their place.'
...
With western loans linked to an insistence on democratic reforms and the need for 'transparency' in using the money (diplomatic language for rules to ensure dictators do not pocket millions), the Chinese have proved much more relaxed about what their billions are used for.
Certainly, little of it reaches the continent's impoverished 800 million people. Much of it goes straight into the pockets of dictators. In Africa, corruption is a multi-billion pound industry and many experts believe that China is fuelling the cancer.
...
http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1036105/How-Chinas-taking-Africa-West-VERY-worried.html
2'612 Beiträge · seit 200718. Juli 2008 · #104
Und erneut meine Frage: willst Du sie verhungern lassen?

Aber ich erwarte auch darauf nicht ernsthaft eine Antwort von Dir, habe vermutlich den falschen Namen...
Bye bye Forum
249 Beiträge · seit 200619. Juli 2008 · #106
für eine Busfahrt...
http://www.tagesschau.de/ausland/simbabwe400.html
ich habe noch 3.000$, die ich letztes Jahr auf der Straße gefunden habe.
"Langt nicht für einen Bonbon", sagte der Guide.
"Did you see lions?" "No." "But the lions saw you!"
ThemenstarterGast19. Juli 2008 · #107
Moin zusammen.
Und erneut meine Frage: willst Du sie verhungern lassen?
Voran stellen möchte ich diesem Beitrag, dass ich hohe Achtung für jeden empfinde, der durch eigene Tätigkeit oder Spenden dafür sorgt, die Not von Menschen zu lindern, wo immer die sich auf der Welt auch befinden mögen.

Allerdings sind diese Handlungen immer in mehr oder weniger durchschaubare Rahmenbedingungen eingebunden, die durch den einzelnen Spender auch nicht beeinflussbar sind. So sehr man dies auch bedauern mag, es gibt mehr und mehr Situationen, in denen gut gemeinte Hilfe letztendlich das Gegenteil von dem bewirkt, was sie eigentlich sollte.

Ich denke, die überwiegende Mehrheit wird mir zustimmen, dass es nicht genug staatliche bereit gestellte oder privat gespendete Sach- und Finanzmittel gibt, allen Not leidenden Menschen auf der Erde zu helfen. Daraus folgt im Umkehrschluss auch, dass nicht nur die Menschen, die gar nicht spenden, den Tod von unschuldigen Menschen hinnehmen, sondern dass auch die Menschen, die Gutes tun, gleichartig handeln. Sie nehmen den Tod derjenigen in Kauf, für die sie nicht spenden. Wohlgemerkt: Dies ist keine moralische Bewertung, sondern ausschließlich eine Ursache-Folge-Betrachtung!

Wenn man sich nun die Situation in Zimbabwe oder in Darfur betrachtet, so kann man dort eine neue Qualität der Unterdrückung, aber auch ihrer Finanzierung bzw. Aufrechterhaltung erkennen. Ein erklecklicher Anteil der internationalen Spenden wird nämlich von den Machthabern abgezweigt, um die eigene Soldateska zu füttern und durch Verkauf des dafür nicht benötigten Rests einen Teil des eigenen Kriegs- oder Unterdrückungsaufwands zu finanzieren.

In solchen Situationen führt jede gut gemeinte Spende dazu, dass einigen Wenigen, deren Auswahl der Spender gar nicht beeinflussen kann, geholfen wird, dass aber die Unterdrückungssituation sich für alle betroffenen Menschen verlängert. Die ursprüngliche Intention des Spenders wird dadurch in ihr Gegenteil verkehrt.

In Zimbabwe ist spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, in dem man nicht mehr Geld für Lebensmittel spenden sollte, sondern 100 US$ für eine Kalaschnikow nebst Munition, damit sich die geknechteten, von Folter und Mord bedrohten, Menschen wehren können.

Es fühlt sich gut an, die Spendenüberweisung in dem Bewusstsein, abzuschicken, etwas Gutes getan zu haben. Man sollte es aber nicht dabei belassen, sondern den Prozess bis zum Ende durchdenken. Und, um eine Frage gleich vorweg zu beantworten: Nein, ich spende kein Geld für Afrika. Meine mir möglichen finanziellen Beiträge bleiben im Inland, der Löwenanteil bleibt in meiner Heimatregion.

Gruß, Michael
zuletzt bearbeitet 19. Juli 2008
32 Beiträge · seit 200719. Juli 2008 · #108
[i]Yoshikawa schrieb:
Voran stellen möchte ich diesem Beitrag, dass ich hohe Achtung für jeden empfinde, der durch eigene Tätigkeit oder Spenden dafür sorgt, die Not von Menschen zu lindern, wo immer die sich auf der Welt auch befinden mögen.

Allerdings sind diese Handlungen immer in mehr oder weniger durchschaubare Rahmenbedingungen eingebunden, die durch den einzelnen Spender auch nicht beeinflussbar sind. So sehr man dies auch bedauern mag, es gibt mehr und mehr Situationen, in denen gut gemeinte Hilfe letztendlich das Gegenteil von dem bewirkt, was sie eigentlich sollte.


Hallo Michael, ich stimme dir zu wenn du damit große Organisationen oder NGO's meinst an welche die Spendengelder fliessen und die sich beispielsweise in ZIM freikaufen und mit der Diktatur kooperieren, um arbeiten zu dürfen. Das zum Einen.

Ich denke, die überwiegende Mehrheit wird mir zustimmen, dass es nicht genug staatliche bereit gestellte oder privat gespendete Sach- und Finanzmittel gibt, allen Not leidenden Menschen auf der Erde zu helfen. Daraus folgt im Umkehrschluss auch, dass nicht nur die Menschen, die gar nicht spenden, den Tod von unschuldigen Menschen hinnehmen, sondern dass auch die Menschen, die Gutes tun, gleichartig handeln. Sie nehmen den Tod derjenigen in Kauf, für die sie nicht spenden. Wohlgemerkt: Dies ist keine moralische Bewertung, sondern ausschließlich eine Ursache-Folge-Betrachtung!

Philosophen im Elfenbeinturm moegen dir Recht geben.
Allerdings sagte schon Moliere: "Wir sind nicht nur verantwortlich für das was wir tun, sondern auch für das was wir nicht tun"

Und zu guter Letzt: Auch ich spende kein Geld aber ich stelle in meinem Backpacker in MOZ, 100km von der zimb. Grenze entfernt, MDC Anhängern begrenzt freie Unterkunft zur Verfuegung die zu uns kommen um Nahrungsmittel zu kaufen. Die Unterdrückungssituation für die betroffenen Menschen wird zwar dadurch nicht verkürzt aber auch nicht verlängert. Aber es ist mein kleiner Beitrag denen zu helfen die verfolgt, geknechtet und massakriert werden. Und wie bei dir bleibt mein Beitrag ebenfalls in meiner Heimatregion.
Mit besten Grüßen aus Mozambique!
Anja
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283 Beiträge · seit 200620. Juli 2008 · #109
Frage:wie ist das gemeint mit Spenden?
1.riesiger Verwaltungsaufwand
2.arme Politiker die ihr Gehalt anheben
3.Geschäftsleute die das verwalten
4.denen es zugute kommen sollte

Fazit:je größer die Orga,desto weniger kommt an
Private Helps sind unterstützungsfähig-
oder eigen Initiative!!!
Gruß
jakkal
0
ThemenstarterGast20. Juli 2008 · #110
Mittagessen für zwei:
ThemenstarterGast20. Juli 2008 · #111
Barrechnung:
ThemenstarterGast20. Juli 2008 · #112
Brötchenpreis:
ThemenstarterGast20. Juli 2008 · #113
Das Bild welches ich hier einstellen wollte, hat leider eine zu große Pixelanzahl. Mal sehen, ob ich es noch hinbekomme.
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2008
ThemenstarterGast20. Juli 2008 · #114
Der Verursacher:
2'612 Beiträge · seit 200720. Juli 2008 · #115
Hallo zusammen,

vorab gleich eine Bemerkung: wenn in diesem Post das eine oder andere o fehlen sollte, liegt das an meiner Tastatur, die den besagten Buchstaben mir zunehmend vorenthält.

Ich bin durchaus positiv überrascht, dass Michael eine Antwort auf eine meiner Fragen gegeben hat - die wesentlichere Antwort steht aber noch aus (siehe Quo Vadis - Thread). Aber es ist vielleicht ein Anfang, hier auch mal eine wirkliche Diskussion mit ihm zu führen.

Komme ich jetzt zu dem Posting. Es ist ein Beispiel dafür, dass viele Aussagen vermeintlich stimmen - darauf legt Michael auch immer viel Wert und das ehrt ihn - die Folgerungen daraus aber weitaus schwieriger zu ziehen sind. Kleiner Exkurs: es besteht also nicht ein objektiver Zusammenhang aus Tatsachen und daraus abgeleiteten Aussagen, diese sind wiederum sehr subjektiv geprägt. Die Anhäufung von "objektiven" Fakten mit nahezu gleichem Inhalt führt m.E. nicht zwangsläufig zu einer Unterfütterung der daraus abgeleiteten eigenen Position. Kleiner Exkurs Ende.

Yoshikawa schrieb:
Voran stellen möchte ich diesem Beitrag, dass ich hohe Achtung für jeden empfinde, der durch eigene Tätigkeit oder Spenden dafür sorgt, die Not von Menschen zu lindern, wo immer die sich auf der Welt auch befinden mögen.

Allerdings sind diese Handlungen immer in mehr oder weniger durchschaubare Rahmenbedingungen eingebunden, die durch den einzelnen Spender auch nicht beeinflussbar sind. So sehr man dies auch bedauern mag, es gibt mehr und mehr Situationen, in denen gut gemeinte Hilfe letztendlich das Gegenteil von dem bewirkt, was sie eigentlich sollte.


Man sollte nicht die Rahmenbedingungen vorschieben, die es verhindern, dass meine Hilfe bei denen ankommt, denen ich es zugedacht habe. Das ist eine leichte und auch häufig verbreitete Ausrede, nichts zu tun. Ähnlich könnte ich auch meine Rolle als Wahlbürger in der Demokratie sehen: kann ich mit meiner Stimme das bewirken, was meinen Wünschen entspricht? Wenn ich zu einer negativen Antwort komme, lohnt es sich also nicht mehr, zu wählen - diese Tendenz haben wir seit Jahren nicht nur in Deutschland. Wenn jeder Einzelne so denkt, wählen nachher nur noch Diejenigen, die vom aktuellen System profitieren und es beibehalten wollen - und/oder es kommt zu einer Radikalisierung des Wählerspektrums, wenn dieses Gefühl der Machtlosigkeit zu groß wird. Aber ich komme hier zu weit vom Thema ab.

Anja hat einen Weg aufgezeigt, wie sie Menschen ganz konkret persönlich hilft. Nicht jede(r) hat ein B&B in MOZ und kann direkt unterstützen. Ein gutes Beispiel dafür, dass Weisse (ich nehme mal an, dass Anja diese Hautfarbe besitzt) die Schwarzen nicht allein lassen und ihr Land besetzen wollen, wie Mugabe es propagiert.

Es gibt immer mehr private Initiativen, zumindest habe ich den subjektiven Eindruck, die an die Seite der Hilfe durch staatliche Entwicklungshilfepolitik und NGOs (Nichtregierungsorganisationen) treten. Klar ist die "konventionelle" Art der Hilfe, da sie volumenmäßig größer ist und damit ein stärkeres Gewicht hat, im Focus der Regierungen in den Entwicklungsländern - sie können damit sich persönlich bereichern oder auch Stimmung in der Bevölkerung machen oder Wählerstimmen "kaufen" wie in Zimbabwe geschehen, das ist alles richtig und nicht wegzudiskutieren. Aber reichen diese Argumente, um staatliche Hilfe komplett einzustellen? Offensichtlich werden an die Hilfen immer mehr Bedingungen gestellt, wie in einem meiner Postings von einem Geschäftsmann aus Zimbabwe beschrieben. Dies aber führt dazu, dass China sich nahezu ungehindert auch in Afrika einkauft. Das Thema ist also weitaus komplexer, man könnte es auch noch weiter spinnen, ganz zu Ende denken ist doch überhaupt nicht möglich.
Ich denke, die überwiegende Mehrheit wird mir zustimmen, dass es nicht genug staatliche bereit gestellte oder privat gespendete Sach- und Finanzmittel gibt, allen Not leidenden Menschen auf der Erde zu helfen. Daraus folgt im Umkehrschluss auch, dass nicht nur die Menschen, die gar nicht spenden, den Tod von unschuldigen Menschen hinnehmen, sondern dass auch die Menschen, die Gutes tun, gleichartig handeln. Sie nehmen den Tod derjenigen in Kauf, für die sie nicht spenden. Wohlgemerkt: Dies ist keine moralische Bewertung, sondern ausschließlich eine Ursache-Folge-Betrachtung!
Es gibt durchaus mehrere Untersuchungen mit ähnlichem Aussagegehalt, die belegen (wollen), dass genügend Ressourcen (Geld wie Lebensmittel und Wasser) weltweit vorhanden sind, um die Menschen vor der gröbsten Armut zu bewahren, habe dazu auch schon mal etwas geposted. Erwähnt sein sollen hier die USD 50 Mrd., die die G8 bis 2010 zugesagt haben - aber nicht zahlen (wollen), typischer Fall von Populismus - aber auch Privatinitiativen wie die Stiftung von Bill & Melinda Gates (http://de.wikipedia.org/wiki/Bill_%26_Melinda_Gates_Foundation), die einen nicht unbeträchtlichen Teil in die Aidsforschung stecken - weil ihm vermutlich die Forschungsmittel (staatlich wie auch privat von den Pharmaunternehmen) nicht ausreichen. Und da hauptsächlich die Armen von Aids betroffen sind, kommt es Ihnen auch hoffentlich bald entscheidend zugute - ebenso wie vielleicht irgendwann die Malaria eingedämmt werden kann.

Die darauffolgenden Sätze des Postings befremden mich. Was ist das für eine Logik? Weil ich mit meiner Hilfe nur wenigen helfe, bin ich für den Tod aller anderen mit verantwortlich? Aber da hat Anja mit dem Hinweis auf Moliere schon die passende Antwort gegeben.
Wenn man sich nun die Situation in Zimbabwe oder in Darfur betrachtet, so kann man dort eine neue Qualität der Unterdrückung, aber auch ihrer Finanzierung bzw. Aufrechterhaltung erkennen. Ein erklecklicher Anteil der internationalen Spenden wird nämlich von den Machthabern abgezweigt, um die eigene Soldateska zu füttern und durch Verkauf des dafür nicht benötigten Rests einen Teil des eigenen Kriegs- oder Unterdrückungsaufwands zu finanzieren.

In solchen Situationen führt jede gut gemeinte Spende dazu, dass einigen Wenigen, deren Auswahl der Spender gar nicht beeinflussen kann, geholfen wird, dass aber die Unterdrückungssituation sich für alle betroffenen Menschen verlängert. Die ursprüngliche Intention des Spenders wird dadurch in ihr Gegenteil verkehrt.
Dazu habe ich im Posting schon weiter oben etwas geschrieben, ergänzend ein Punkt. Es mag sein, dass sich die Unterdrückungssituation verlängern mag, aber direkte Lebensmittelhilfe ermöglicht es etlichen Menschen überhaupt erst, in diesem Land zu überleben. Oder ist dieses Leben nicht mehr lebenswert?
In Zimbabwe ist spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, in dem man nicht mehr Geld für Lebensmittel spenden sollte, sondern 100 US$ für eine Kalaschnikow nebst Munition, damit sich die geknechteten, von Folter und Mord bedrohten, Menschen wehren können.
Müssen es zwangsläufig die Zimbabwer sein, die ihr eigenes Regime stürzen sollen? Ist nicht auch die Staatengemeinschaft gefordert, zu allererst die afrikanische, aber auch der Rest der Welt durch wirksame Embargopolitik inkl. Einfrieren des Privatvermögens? Aber Mugabe kommen immer mehr Unterstützer abhanden, offensichtlich hat er zur Ausübung von Gewalt Söldner im Land, die wieder verschwinden dürften, sobald er nicht mehr zahlen kann.
Es fühlt sich gut an, die Spendenüberweisung in dem Bewusstsein, abzuschicken, etwas Gutes getan zu haben.


Es geht doch nicht nur um Geldspenden. Schade, dass sich "Gutmenschen" schon für ihre Initiativen rechtfertigen müssen vor Denen, die tatenlos zusehen und ggf. noch draufhauen.
Man sollte es aber nicht dabei belassen, sondern den Prozess bis zum Ende durchdenken.
Dann weißt Du mal wieder mehr als viele Andere. Aber die Welt ist noch ein wenig komplizierter/komplexer, als Du sie uns hier zeigen willst.
Und, um eine Frage gleich vorweg zu beantworten: Nein, ich spende kein Geld für Afrika. Meine mir möglichen finanziellen Beiträge bleiben im Inland, der Löwenanteil bleibt in meiner Heimatregion.

Gruß, Michael
Das zeigt, dass Du offensichtlich doch ein Herz hast, aber es nicht an alle verschenkst/verschenken kannst/willst. Dazu ein Zitat aus dem aktuellen Kinofilm "Happy Go Lucky": Du kannst nicht die ganze Welt lieben - das Dir in dem Punkt Recht gibt 😉 Du erinnerst mich aber ein wenig an den Taxifahrer Scott.

Viele Grüße,

Volker

PS: Ich warte immer noch auf eine Antwort zu einer anderen Frage
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2008
98 Beiträge · seit 200620. Juli 2008 · #116
Hallo Volker,

so langsam nerven Deine seitenlangen Ausführungen gegen Michaels Postings, die ich aus Zeitgründen und weil sie inhaltlich wertlos sind, in Zukunft auch nicht mehr lesen werde.

Wenn Du meinst, dass Michael mit seinen Postings im Unrecht ist, dann beweise doch das Gegenteil. Im Wesentlichen beschränkt sich Michael damit, Links zu Zeitungsartikeln bzw. die Artikel selbst zu veröffentlichen. Diese Artikel wiederum beschränken sich zu einem Großteil auf die Wiedergabe von Fakten, teils aber auch auf Kommentierungen. Ich betrachte seine Postings daher im Wesentlichen als Wiedergabe von unstrittigen Tatsachen.

Wenn Du meinst, dass diese Tatsachen frei erfunden sind, dann widerlege sie doch bitte. Hier aber ständig zu versuchen, Michael in eine Ecke des Rassismus zu drängen, entbehrt nicht nur einer ehrlichen Grundlage, sondern führt dazu, dass Du hier selbst unglaubwürdig wirst.

Wenn Du meinst, dass die schwarzen Regierungen im südlichen Afrika viel erreichen und das bestmögliche für ihr Volk (zu dem übrigens auch die Weißen gehören!) tun, dass dort nicht das Chaos herrscht, dann untermauere diese These doch einfach mal mit Tatsachen, z.B. durch Verlinkung auf entsprechende Quellen. Die anderen User werden dann schon selbst erkennen, wer die Rassismuskarte einsetzt, wer durch die rosa-schwarz-rote Brille schaut und wer von Euch beiden der Realität näher ist.

Euch allen einen schönen Sonntag!
92 Beiträge · seit 200620. Juli 2008 · #117
puh, ich wusste garnicht, dass es in der Postmoderne noch Menschen gibt, die Medien für die objektive Wiedergabe von Tatsachen (was ist das überhaupt?) halten;-)

cool
Remo Nemitz auf Google+ Reisezeiten
2'612 Beiträge · seit 200720. Juli 2008 · #118
Jamiroquai,

wenn hier jemand seitenlang posted - und das ohne inhaltlich wirklich neue Punkte - ist es doch wohl Michael. Seine Postings lassen sich auf folgende Punkte reduzieren:

AA
BEE
Gesunheitswesen/Aids/TBC
Bildungswesen
Energiekrise
Korruption
Gewalt
Enteignung (wobei es sich um Enteignung gegen Entschädigung handelt)

Ich behaupte gar nicht, dass seine Postings jeglicher "Wahrheit" entbehren, aber wer derart tendenziös posted, darf sich schon die Frage nach der Motivation stellen lassen. Glaubt Michael, dass er mit seinen Prognosen auch nur irgendetwas in Südafrika bewegen kann?

Also was will er?

Den Tourismusveranstaltern das Geschäft vermiesen?
Dem mündigen Bürger nahelegen, keine schöngefärbten Reisereportagen im Fernsehen mehr anzuschauen?
Einen Aufruf zum Sturz von Mugabe starten?
Recht haben wollen?
Eine Wette gewinnen?
Alte Zeiten wiederherstellen?

Ich hätte noch viel mehr Fragen...

Wenn Du meinst, dass die Wahrheit nur in den öffentlichen Medien zu finden ist, dann empfehle ich Dir die Lektüre von Bild, Sun, blöd nur, dass nur einige wenige Fetzen davon übrig sind - und dann trage mal zusammen, wie die Welt dort dargestellt wird. Ach, das Bild gefällt Dir nicht, ist aber blöd, dass ich Dir nicht auch noch Zeitungen wie die Süddeutsche, die FAZ, die NZZ zum Lesen gegeben habe. So kommt mir übertragen Michaels Auswahl vor...

Wenn Du meinst, dass ich mit der Regierung in Südafrika zufrieden bin, dann lies vielleicht doch mal nach, wie ich mich dazu geäußert habe - speziell zu der Rolle Mbekis in der Zimbabwe-Frage. Es geht mir hier gar nicht darum, die rosarote Brille aufzusetzen, sondern einen Kontrapunkt zu Michaels einseitigen Postings zu setzen.

Ob ich hier unglaubwürdig bin - da habe ich eine Meinung. Entscheidend ist aber nicht, wie ich mich sehe, sondern wie andere mich beurteilen. Die sollen dann doch bitte schreiben, was an meinen Postings unglaubwürdig ist.

Und auch für Dich gilt: Du brauchst meinen Salmon nicht zu lesen, ich erwarte auch nicht, dass jede(r) meine Ansichten teilt.

Grüße,

Volker
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 21. Juli 2008
2'612 Beiträge · seit 200720. Juli 2008 · #119
skywalker2003 schrieb:
puh, ich wusste garnicht, dass es in der Postmoderne noch Menschen gibt, die Medien für die objektive Wiedergabe von Tatsachen (was ist das überhaupt?) halten;-)

cool
Hast recht, eine Zeile hätte genügt 🙂
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2008
2'612 Beiträge · seit 200720. Juli 2008 · #120
skywalker2003 schrieb:
puh, ich wusste garnicht, dass es in der Postmoderne noch Menschen gibt, die Medien für die objektive Wiedergabe von Tatsachen (was ist das überhaupt?) halten;-)

cool
sorry, doppelt...
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2008