Sicherheit in Namibia

94 Antworten · 23,2k Aufrufe · gestartet 25. Juni 2007 von raitibro
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Themenstarter2 Beiträge · seit 200725. Juni 2007 · #1
Hallo zusammen,

ich fahre Mitte Juli für 3 Wochen nach Namibia (u.a. Karibib, Palmwag, Etosha, Tsumeb, Rundu, Kavango). Wie ist denn die derzeitige Sicherheitslage?

Gruß

raitibro
1'910 Beiträge · seit 200625. Juni 2007 · #2
Hallo, ganz genau erfährst Du es in der

Botschaft...

Es sind einige FoMi gerade zurück, die werden Dir auch berichten können.

bester Gruss, Klaus<br><br>Post geändert von: Naukluft, am: 25/06/2007 18:12
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
425 Beiträge · seit 200725. Juni 2007 · #3
Hallo,

bin soeben aus Namibia zurück, und war vorher auf Grund mancher Diskussionen auch hier im Forum etwas unsicher über die Sicherheitslage.
Ich war mit meinem 7-jährigen Sohn auf Rundreise und habe mich überall extrem sicher gefühlt!
Grüße Stephan www.skyimages.de Reisebericht Namibia 2002 - Wie alles begann..." Reisebericht Namibia 2007 Astronomie in Namibia 2009 Ins Land der Skipetaren 2010 "Kommt ein Kudu geflogen" - Namibia 2013 Timelapse Video "Southern Skies" Namibia 2016 - oder auf Zebrapfaden durch den Busch
39 Beiträge · seit 200725. Juni 2007 · #4
Hallo,

war vor ca. 6 Wochen in Namibia und mir wurde raffiniert, bzw. nach einem wohl in Namibia usw. bekannten Trick, bis auf Ticket, Kreditkarte und Kleidung, alles gestohlen.

Gruß Bossua
11 Beiträge · seit 200725. Juni 2007 · #5
Hallo Bossua!
Was war das denn für ein Trick?
Gruß,
Bärbel
72 Beiträge · seit 200725. Juni 2007 · #6
hallo bossua,
wir fahren ende november nach namibia/botswana. würde mich auch sehr interessieren, was das für ein trick war.
tut mir aber sehr leid, dass euch das passiert ist.
liebe grüsse christine
78 Beiträge · seit 200725. Juni 2007 · #7
hallo,

Hallo Raitibro,

wir sind seit 10 Tagen aus Namibia zurück. Wir haben uns auch diesmal nie unsicher gefühlt, trotzdem halten wir immer ein paar Regeln ein. Wir lassen niemals offen etwas im Auto liegen. Wenn es möglich ist, fahren wir erst zur Unterkunft und packen alles aus, bevor wir Einkaufen oder auf "Entdeckung" gehen. In den Ortschaften nur das Nötigste am Mann oder Frau haben, keine Kamera um den Hals. Wenn wir doch mal Bilder machen wollen, haben wir eine kleine Kamera in der Jackentasche. Karten und Pässe lassen wir in der Unterkunft. Nach dem Einkaufen parken wir das Auto um, beispielsweise in Windhoek.

Gruß
Kerstin
3'491 Beiträge · seit 200626. Juni 2007 · #8
Hallo zusammen,
wenn einem so etwas passiert ist wie Bossua, dann hat natürlich jeder, der Namibia als sicheres Reiseland darzustellen versucht, zunächst mal schlechte Karten. Ich weiß nicht, wie und was genau Bossua passiert ist, aber ich versteige mich dennoch zu der Behauptung, dass die Sicherheitslage in Namibia keinen Anlass zur Sorge gibt. Ein paar leicht einsehbare Verhaltensmaßregeln allerdings muss man auch in Namibia berherzigen und dann steht einer erlebnisreichen Reise nichts entgegen.
Gruß Joli
Themenstarter2 Beiträge · seit 200727. Juni 2007 · #9
Hallo zusamen,

zunächst einmal danke für die Beiträge. Was Dir, Bossua, passiert ist,ist natürlich bitter. Vielleicht kannst du uns mal den Trick verraten, mit dem Dir alles geklaut wurde. Du siehst, es haben noch mehr Leute Interesse daran. (Ich nehme an, um dem vorzubeugen und nicht um ihn nachzumachen 🙂 )

Gruß
raitibro
409 Beiträge · seit 200727. Juni 2007 · #10
Hallo zusammen,
bin auch seit ca. 3 Wochen aus Namibia zurück. Habe mich zu keiner Zeit unsicher oder in irgendeiner Weise bedroht gefühlt. Wenn man die normalen Verhaltensregeln beachtet kann nicht allzuviel passieren. Das mit Bossua würde mich aber auch mal interessieren...😕
Gruß
Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
382 Beiträge · seit 200627. Juni 2007 · #11
Hallo!

Also meine Erfahrungen zur Sicherheitslage in Namibia stellen sich folgendermaßen dar:

In den Städten und Orten sollte man wirklich sehr aufpassen auf sein Hab und Gut. Wir haben uns da meistens nie lang aufgehalten. So bald man mit seinem Pick up vorm Supermarkt stehen bleibt oder voll beladen raus kommt ist man oft umschwirrt von vielen Menschen die alle irgendwas wollen. Da ist man leicht abgelenkt und ein Griff ins Auto und schon ist was weg... Darum mein Tipp NIE den EInkauf am Supermarktparkplatz verstauen sonder die Sackerln schnell reinstellen und das Ganze irgendwo außerhalb in Ruhe machen!

Weiters, aber das ist eh in vielen Ländern so, hat man im Dunklen nix mehr draussen verloren und schon gar nicht in den Städten!

Sonst habe ich mich recht sicher gefühlt in Namibia und ich denke mit ein paar Sicherheitsvorkerhungen sollte man keine Probleme haben. Ich denke es ist eher die Kleinkriminalität (Diebstahl, Trickdiebe, etc...) die in Namibia verbreitet sind, wenngleich sicherlich bei grober Unachtsamkeit die Gefahr von Gewaltverbrechen nicht ganz auszuschließen ist!
http://meine.flugstatistik.de/BaliHai
62 Beiträge · seit 200727. Juni 2007 · #12
Hallo,
das sehe ich auch so. Habe keine "brenzlige" Situation erlebt.
Lediglich wurden die Aussentaschen meiner Reisetasche nach dem einchecken am Flughafen WDH "Evakuiert".😠
1 Victorinox und 1 leatherman waren weg.Scheiss Sicherheitsbestimmungen,aber Selber schuld.
Lerne: in die Aussentaschen gehören höchstens einpaar Stücke schmutzwäsche.
Ciao
39 Beiträge · seit 200727. Juni 2007 · #13
Hallo,

Also: Wir standen mit dem Auto am Ostermontag auf dem Parkplatz vor dem KFC und haben unsere "Chicken" verzehrt. Der Parkplatz war fast leer und nur wenige Menschen unterwegs. Leider habe ich an diesem Tag Passport, Führerschein, intern. Führerschein, Kamera, Handy, Bargeld....usw benötigt und alles in meinem Rucksack verstaut. Kreditkarte und Ticket waren, Gott sei Dank, im Autosafe. Der Rucksack lag unter meinen Füßen auf der Beifahrerseite. Ich habe den Müll weggetragen und kam nach ca. 1 Min. zum Auto zurück. Rucksack war weg! Der Fahrer hat mich nur noch mit großen Augen angesehen und "Sch..." gerufen. Er wurde in der Zwischenzeit durch ein Gespräch auf seiner Seite abgelenkt....
Tja, dumm gelaufen.

Für Polizei und Botschaft wohl ein alltägliches Geschehen.

Als ich bei der Ausreise meinen Ersatzpass vorzeigte, hat sich die Beamtin für ihr Land entschuldigt. Das fand ich eine nette Reaktion.

Gruß Bossua<br><br>Post geändert von: Bossua, am: 27/06/2007 08:50
72 Beiträge · seit 200727. Juni 2007 · #14
au backe - dumm gelaufen
freunden von uns ist auf kuba während eines rundgangs durch havanna der rucksack vom rücken geschnitten worden - auch alles drin.
382 Beiträge · seit 200627. Juni 2007 · #15
Bossua schrieb:
Hallo,

Also: Wir standen mit dem Auto am Ostermontag auf dem Parkplatz vor dem KFC und haben unsere "Chicken" verzehrt. Der Parkplatz war fast leer und nur wenige Menschen unterwegs. Leider habe ich an diesem Tag Passport, Führerschein, intern. Führerschein, Kamera, Handy, Bargeld....usw benötigt und alles in meinem Rucksack verstaut. Kreditkarte und Ticket waren, Gott sei Dank, im Autosafe. Der Rucksack lag unter meinen Füßen auf der Beifahrerseite. Ich habe den Müll weggetragen und kam nach ca. 1 Min. zum Auto zurück. Rucksack war weg! Der Fahrer hat mich nur noch mit großen Augen angesehen und "Sch..." gerufen. Er wurde in der Zwischenzeit durch ein Gespräch auf seiner Seite abgelenkt....
Tja, dumm gelaufen.

Für Polizei und Botschaft wohl ein alltägliches Geschehen.

Als ich bei der Ausreise meinen Ersatzpass vorzeigte, hat sich die Beamtin für ihr Land entschuldigt. Das fand ich eine nette Reaktion.

Gruß Bossua<br><br>Post geändert von: Bossua, am: 27/06/2007 08:50
Wahnsinn! Aber sag ich ja da muss man höllisch aufpassen. Die lenken einem ab und ruck zuck ist was weg... Darum NIE auf Gespärch einlassen beim Einkaufen etc. und schauen dass man so schnell wie möglich weg kommt 😎
http://meine.flugstatistik.de/BaliHai
Gast27. Juni 2007 · #16
moin,

zwar nicht in Namibia, dafür in Maun,Botswana:

Ich schlief in meinem Zelt auf einem Campingplatz in Maun. Ausserdem war noch eine Gruppe aus ZA da.
Morgens der übliche Griff zur Brille und dann sah ich, dass ich nicht sah😮

Alle Sachen waren weg!! Zelt offen. Und am Abend soltte es zurück nach Hause gehen, und ich hatte keinerlei Papiere, Geld etc. mehr, Sch...grosse!

Ich trat dann in Unterbuchsen vor das Zelt, wo mich die Südafrikaner schon erwarteten. Ihnen war das Gleiche passiert. Sie hatten auf mich gewartet, weil sie die Profile meiner Schuhe sehen wollten. Die hatten einen Tracker dabei, der sofort die Spuren verfolgte.

In der Zeit habe ich mich darum gekümmert, die Polizei herbei zu rufen (kam nicht).

Als ich zurückkam, lag neben meinem Zelt ein Haufen Klamotten. Alles meins! Bei der Durchsicht stellte ich fest, dass nur die Devisen fehlten bis auf 30 Pfennig, die sich in der Weste verklemmt hatten. Flugschein, Pass, Führerscheine etc. alles wieder da.

Das Schönste: Ich hatte eine schwarze Mini Mac Light in der Hosentasche. Die war natürlich weg!! Aber!! Dafür hatte der Dieb mir die Gleiche in Silber dagelassen.
Da kann man sich doch freuen, dass es noch anständige Leute gibt -auch in Afrika!!!
425 Beiträge · seit 200727. Juni 2007 · #17
Hallo FoMs, hallo Bossua,

es tut mit leid für Dich.

Wir waren vor etwa 6 Wochen in NAM, zu, 1. Mal. Ich muß sagen, dass die „negativen“ Threads mich damals bei der Vorbereitung schon irritiert habe, deswegen auch mein Statement für alle „Neuen“. Wir haben uns in NAM sicher gefühlt.

Wir haben einige Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt.
Auf der ganzen Rundfahrt habe ich die Papier, Karten und das große Bargeld am Körper und in den Städten nur eine kleine Geldbörse (dessen Verlust verschmerzbar gewesen wäre) in der Hose getragen. Unsere Papiere haten wir in Kopie in Windhoek hinterlegt. Trotzdem gab es sicherlich einige Gelegenheiten für böse Menschen, uns hops zu nehmen, besonders wenn wir mit dem Auto auf Fahrt waren.

Uns ist in den 3 Wochen nichts passiert, auch wenn wir ein negatives Erlebnis hatten:
Mein Reisebericht:
http://www.namibia-forum.ch/index.php?option=com_joomlaboard&func=view&catid=10&id=38655
……
Ein wenig unerfreuliches Erlebnis
Wir waren am Sonntagnachmittag zum Plausch in der BB Kashima mit den Gastgebern Jeanette und Jaques und 2 weiteren Gästen an der Bar im Garten gesessen. Zu der ruhigen Straße waren es etwa 8 Meter und zum Auto der anderen Gäste vielleicht noch einmal 15 Meter, es war so 15-16 Uhr.
Bei dem Leihauto (normaler PKW mit südafrikanischem Kennzeichen) wurde das hintere Fenster eingeschlagen und ein Pullover entwendet. Die Diebe wollten wohl in den allerdings leeren Kofferraum eindringen, an den Spuren konnte man das sehen.
…..

Ein ähnliches Erlebnis wie Bossua hatte ich in Italien, Bologna (laut Führer die sicherste Stadt Italien) – Dies berichte ich nur, da es jedem und überall passieren kann.

Wir standen auf einer breiten Straße am Straßenrand in einem 4 türigen PKW und studierten den Stadtplan.
So ein Typ klopfte an die Fahrertüre (ich war der Fahrer) und deutete auf meinen Reifen. Ich hatte einige Mühe ihn zu verjagen, da ich wußte, daß er in Ordnung war.
Was ist passiert?.
Ein anderer Typ hatte die hintere Türe auf der anderen Seite aufgemacht und die Tasche auf dem Rücksitz geklaut (Mein alter Foto mit Spezialobjektiv, Handy, Gleitsichtbrille - Schaden etwa 2000E)
Meine Frau hatte wie üblich zu ihren Füßen ihre Handtasche stehen, so dass wir das wichtigste noch hatten.
Seitdem sperren wir den Kofferraum und die Türen, wenn es geht, ab.

Wir können nur hoffen, daß NAM und das südliche Afrika wieder sicherer wird und die Kriminalität nicht weiter wächst.
Matthias
www.matthias-goessmann.de
382 Beiträge · seit 200627. Juni 2007 · #18
Ja das sind halt Dinge die einem überall passieren können, aber natürlich im südlichen Afrika schon öfters vorkommen.

Im Endeffekt ist es ärgerlich wenn einem Sachen gestohlen werden, aber damit muß man leben. Schlimm wird es dann wenn Gewalt ins Spiel kommt. Vor so was hab ich wirklich Angst 😕

Hatten auf Düsternbrook einen netten Lagerfeuerabend mit in Windhoek lebenden Namibianern und was die so erzählt haben ist die Kriminaliät schon sehr im Zunehmen und auch Gewaltdelikte kommen ab und zu vor....
http://meine.flugstatistik.de/BaliHai
39 Beiträge · seit 200727. Juni 2007 · #19
Hallo,

dass Kriminalität und Angst vorhanden sind war für mich offensichtlich. Ohne Grund baut wohl niemand hohe Mauern um sein Haus, sichert diese noch zusätzlich mit Stacheldraht oder Elektrozaun und hält sich dann noch Wachhunde.

Gruß Bossua
Gast27. Juni 2007 · #20
Hallo,

uns ist glücklicherweise auf unserer Tour durch Botswana und Namibia nichts passiert. Wir haben uns auch nicht bedroht gefühlt. Man sollte allerdings einige Dinge beherzigen.
Wir haben immer in belebten Gegenden die Autotüren abgeschlossen (auch während der Fahrt) Das machen wir allerdings auch beispielsweise in Italien so. Beim Aussteigen und sei es noch so kurz : Tür abschließen. Allerdings auch dann Augen auf: Bei einem Stop an einem Straßenstand in Rundu sahen wir gerade noch einen Jungen mit einem Draht in der Hand hinter unserem Auto zur verschlossenen Seitentür gehen. Dem Geschrei der Erwachsenen nach, wollte er nicht einfach spielen.
Den Wagen haben wir immer bei einem Carwatch abgestellt, wenn es keinen gab, ist einer am Auto geblieben . Im Dunkeln nicht rumlaufen, vor allem in den Städten. In Joes Beerhouse haben wir Einheimische getroffen, die sich totlachten, daß es Touris gibt, die von Joes in die Stadt laufen. Es hatte gerade wieder einen Überfall gegeben. In Swakopmund sind wir auf Anraten der Einheimischen aus der Innenstadt zum Tug mit dem Auto gefahren.
Wertsachen nicht offen rumtragen usw.
Die campsites in Maun sind allerdings schon ein Problem, hier haben wir viel über Diebstähle gehört. Also Wertsachen auch nachts mit in den Schlafsack, aber nicht ans Fußende.

Trotzdem sollte all dies niemanden von einer Reise abhalten, etwas Vorsicht und man kann unbehelligt reisen und außerdem: die meiste Zeit ist man in so abgelegenen Gegenden, daß man nur Tieren begegnet und da sind die Gefahren dann wieder andere.

Viele Grüsse

Martina