Verhalten in den Camps

11 Antworten · 5'127 Aufrufe · gestartet 22. Juni 2007 von holger
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Themenstarter982 Beiträge · seit 200622. Juni 2007 · #1
Hallo,

nachdem wir unsere Tour gebucht haben und es nur noch knapp drei Monate bis zur Reise sind, kommen doch noch einige Fragen auf.

Wir sind u.a. in Moremi und Chobe und ich frage mich gerade, wie ich mich am besten in den Camps bewege. Wie frei kann ich mich in dem Camp bewegen? Muss man zB darauf gefasst sein, dass ich wegen eines herannahenden Löwenrudels (sofern ich das überhaupt mitbekomme) ins Auto springen muss? Oder ist es so ungefährlich, dass ich tagsüber den Weg vom Auto zur Dusche zu Fuß zurücklegen kann?

Grüße,

Holger
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387 Beiträge · seit 200622. Juni 2007 · #2
Hallo Holger,

in der Tat muß man jederzeit mit Besuchern rechnen. Impalas, Paviane, Vervet Monkeys sind ständige Besucher. Auch Elefanten sind auf den Campsites ständig unterwegs. An der North Bridge ist die Campsite, als wir dieses Jahr dort waren, von Hyänen überfallen worden. Den Geräuschen nach gab es Streit um das Abendessen. Tags über kann man schon zu Fuß auf die Toilette gehen. Es schadet aber nicht zu schauen wer noch unterwegs ist. Löwenrudel kündigen sich in der Regel durch lautes brüllen an und auch sie können die Campsite überqueren. Das passiert dann aber in der Regel von Sonnenuntergang bis -aufgang. Wir sind in solchen Fällen immer müde geworden und zu Bette gegangen.

Zu dem Thema wie verhalte ich mich Nachts ist hier schon einiges geschrieben worden.
http://www.namibia-forum.ch/index.php?option=com_joomlaboard&Itemid=26&func=view&id=26095&catid=20

Unter http://www.afrika-2005.de/tip.html haben wir auch noch etwas geschrieben.

Am Besten ist vorsichtig sein und ausprobieren.

Gruß Joachim
Neuerscheinung: "Sieben Monate Afrika - ein Reisebericht". 470 Seiten, 494 Farbbilder http://www.ja-louis-verlag.de Reiseberichte: http://www.afrika-2005.de
3'491 Beiträge · seit 200622. Juni 2007 · #3
Hallo Holger,
zunächst einmal sollte man das beherzigen, was einem die Camp-Verwaltung dazu sagt. Die können aus Erfahrung am besten einschätzen, womit man in dem jeweiligen Camp rechnen muss und die dementsprechnde Ratschläge erteilen. In vielen Camps ist es auch üblich, dass dem Gast nach Einbruch der Dunkelheit eine Begleitung mitgegeben wird. Die ist zwar regelmäßig unbewaffnet, dennoch aber von Wert, weil man erwarten kann, dass die Begleitung sich mit solchen Situationen auskennt. Im Falle einer überraschenden Begegnung ist Flüchten i.a.R. eine zwar natürliche, aber dennoch falsche Reaktion. Uns hat man gesagt: bei Löwen ruhig stehenbleiben und bei Elefanten langsam zurückgehen. Wir mussten diese Ratschläge zum Glück noch nicht ausprobieren, aber es scheint wirklich zu helfen. Sehr wichtig erscheint mir, stets aufmerksam unterwegs zu sein und in der Dunkelheit immer eine Lampe dabei zu haben, damit man nicht blind in eine solche Situation hineinstolpert.
Gruß Joli
2'779 Beiträge · seit 200722. Juni 2007 · #4
hallo Holger ich nehme an dass du von den öffenltichen nicht eingezäunten campsites sprichst weil du ja zur Dusche gehen als Beispiel erwähnst. Es ist richtig man muss immer soweit darauf vorbereit sein dass entweder Tiere deinen Weg zum oder vom ablutions block (Waschhaus) kreuzen oder auf deinem Stellplatz rumschnüffeln wáhrenddem du nicht da bist. Die erste Variante kann mit einer kleinen Wartezeit im Waschhaus enden, die zweite Variante kann ggf mit einer Plünderung von nicht verstauten Gegenständen enden. Die Autofüren und das Zelt sollten immer geschlossen sein, auch Dachzelte wenn man nicht daneben ist, denn Affen lieben es alles durchzustöbern. Es sollten auf keinen Fall frische Orangen mitgeführt werden, die Elefanten sind wahnsinnig darauf! und schütteln ein Auto um daranzukommen! Falls eine Frau alleine im Camp bleibt, sollte eine Schaufel zur Hand sein falls ein Pavian ALpha Männlein anstalten machen will sie ins Harem zu schliessen. Das ist kein Witz, Paviane können gegenüber Frauen äusserst insistent sein, ich habe auch immer einen Pfefferspray zur Hand (Vorsicht diese Tränengas, Peppersprays dürfen nicht im Flugzeug mitgeführt wrden). Nachts ist es meines Erachtens purer Leichtsinn aus dem Zelt zur Toilette zu gehen. Für Klo Fragen hats einen anderen ausführlichen aktiven und amüsanten Thread.
Gruss Leona
1'910 Beiträge · seit 200623. Juni 2007 · #5
Bitte schaut auch in die FAQ, da wird etliches dazu gesagt!

bester Gruss, Klaus
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
573 Beiträge · seit 200723. Juni 2007 · #6
Wenn wir nur noch in die FAQ schauen, ist es bald vorbei mit der netten Kommunikation hier im Forum. Denn das lebt ja gerade davon, dass es sehr stark frequentiert wird und deswegen ständig neue Beiträge zu lesen sind. Schauen alle nur noch in die FAQ können wir das Forum als solches bald dicht machen.
Viele Grüße, Kanzler
122 Beiträge · seit 200623. Juni 2007 · #7
kanzler, find ich auch. denn gerade die angst-frage "werde ich meine erste afrika-reise überleben oder von einem löwen aufgefressen werden", beschäftigt doch viele namibia-neulinge. ist jedenfalls eine frage, die mir häufig gestellt wird. da möchte man doch möglichst viel zu überlebensstrategien etc. lesen.

außerdem find ich die threads interessant. viele leute haben doch schon unerwartete und spannende erfahrungen mit größerer fauna gehabt.

ich bin für: weiter posten.

beste grüße

kathy
2'721 Beiträge · seit 200623. Juni 2007 · #8
Kanzler schrieb:
Wenn wir nur noch in die FAQ schauen, ist es bald vorbei mit der netten Kommunikation hier im Forum. Denn das lebt ja gerade davon, dass es sehr stark frequentiert wird und deswegen ständig neue Beiträge zu lesen sind. Schauen alle nur noch in die FAQ können wir das Forum als solches bald dicht machen.
Viele Grüße, Kanzler
Also ich denke nicht, dass Naukluft die Kommunikation in diesem Forum unterbinden wollte/möchte. Ich persönlich empfand seinen Beitrag nur als Hinweis auf die FAQ, für die sich einige sehr viel Mühe gemacht sie zusammenzustellen. Ausserdem ist der Hinweis auf die FAQ nicht schlecht. Man beachtet sie viel zu wenig.
Gisela
1'910 Beiträge · seit 200623. Juni 2007 · #9
neeee sooo solls ja auch nich sein, es sind nach Erfahrung immernoch genug Dinge die man nachfrägt, war nur eine nettgemeinte Hilfestellung, die vielleicht noch mehr Fragen aufkommen lässt...

allerbester Gruss, Klaus

ja genau Bazi, Ihr nehmt immer alles gleich so ERNST, sehts doch bitte mal von der anderen Seite.
Dont worry be happy, Ihr lieben<br><br>Post geändert von: Naukluft, am: 23/06/2007 15:05
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
25 Beiträge · seit 200720. Sept. 2007 · #10
oh ein uralter Thread, aber ich schreib auch mal dazu 🙂

in 3rd Bridge (Moremi) sind einige Sites so weit vom WC weg, daß viele da mit dem Auto hinkommen und nach Einbruch der Dunkelheit gar nicht mehr.
dort sind mal Leute von der Brücke ins Wasser gesprungen, das fand ich ziemlich gefährlich,

in Savuti haben wir Löwen, Elefanten und Hyänen im Camp gehabt.

Affen sind extrem lästig, nichts darf offen rumliegen und ich lasse auch keine Autofenster auf. Einmal ist eine Familie entnervt von NorthBridge vorzeitig weggefahren, weil die Affen ihr Zelt durchwühlt (und u.a. die Kosmetiktasche der Frau) hatten.

ich gehe in der Dunkelheit nicht mehr aus dem Zelt raus (bin aber eher etwas ängstlich 😄 )

will sagen: Vorsicht ist geboten.
265 Beiträge · seit 200720. Sept. 2007 · #11
Hallo Holger,
es wurden ja schon sehr hilfreiche Tipps inzwischen weitergegeben. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen:

Die Buschregeln lernt man vor Ort sehr schnell:

Tagsüber fühlt man sich sicherer, da man das Gelände beobachten kann. Bei Einbruch der Dunkelheit kann es dann aber sehr aufregend werden.
Im Xakanaxa-Camp kam ein riesiger grauer Elefant aus dem Schilf direkt auf unser Lagerfeuer zu... uns stockte der Atem....unsere guten Steaks drohten zu verbruzeln 😐
Wir haben uns , wie empfohlen,langsam hinter Bäume zurückgezogen... und mußten dort etwa 10 Min. verharren... bis er dann weiterzog.
Eines nachts wachten wir von grunzenden Geräuschen auf... 2 Flusspferde grasten direkt unter unserem Dachzelt... der Weg zur dringenden Toilette war versperrt (Tipp: einen Notbehälter mit ins Dachzelt nehmen... für alle Fälle)
Im Chobe Nationalpark ... wieder Lagerfeuer... das Gebrüll von einem Löwenrudel kam immer näher. Das laute Brüllen veranlasste uns , die Buschregeln zu beherzigen... Lagerplatz schnell aufräumen - keine Essensreste liegen lassen... und sich ins Dachzelt begeben. Das war auch gut so... etwa 15 Min. später marschierte ein Löwenrudel direkt an unserem Camper vorbei.

Im Savuti Camp kamen die Hyänen so nahe an unseren Platz, das man schon etwas Angst bekam. Zwei Stellplätze weiter waren pfiffige Südafrikaner - die haben über Lautsprecher eine Casstte abgespielt mit lautem Löwengebrüll.... und tatsächlich, die Hyänen haben sich verzogen.Ich fand das aber nicht besonders interessant, die Tiere so zu vertreiben.

Die Herrscher der Naturschutzgebiete sind die wildlebenden Tiere - wer das immer berücksichtigt und sich an die Buschregeln hält, wird eine unvergessliche und abenteuerliche Reise erleben.

Ich wünsche heute schon eine erlenisreiche und
sichere Tour,
mit Grüssen vom Bodensee

Dieter
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zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2007
191 Beiträge · seit 200724. Sept. 2007 · #12
Hallo

Ich habe in diesem Zusammenhang auch eine Frage. Wir sind zwei Familien die in zwei Wochen Third Bridge, South Gate (?) und Linyati besuchen werden. Ist es besser nachts die beiden Fahrzeuge im rechten Winkel einander berührend aufzustellen oder ist es gescheiter die beiden Autos ohne Berührung parallel anzuordnen?

Liebe Grüsse an alle die hereinsehen
Marc
Zambiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/280642-sambiareise-oktober-13.html