take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201211. Mai 2026 · #41
Tag 6 – 26.03.26 Tsauchab River Camp
Unser nächstes Ziel, Tsauchab River Camp, ist nur 130 km entfernt. Dementsprechend können wir uns Zeit bei der Abfahrt lassen.
Wir fahren also langsam Richtung Tor und ich bin überhaupt nicht im Fotografiermodus. Denn schließlich verlassen wir ja nun dieses schöne Gebiet und Oryx habe ich schon genügend gesehen und fotografiert. Doch diese Einstellung sollte sich schnell rächen. Denn gleich links neben der Pad verweilt eine Gruppe Löffelhunde. Dann überqueren sie sie vor uns und verschwinden auf der anderen Seite wieder im hohen Gras. Bis ich die Kamera und das passende Objekiv hervorgeholt habe, ist die Situation schon vorbei. Daher bleiben nur ein paar „unscharfe“ Bilder.
Trotzdem war dies, nach dem gestrigen Naturspektakel, wieder ein Tüpfelchen auf dem „i“.
Auch wenn Namibrand Family hideout durch die Fee relativ teuer ist, gefällt es uns hier immer wieder sehr gut.
Bereits gegen 11.00 Uhr erreichen wir Tsauchab River Camp. An diesem Camp scheiden sich wahrscheinlich die Geister. Für die Einen ist es fantastisch, die Anderen finden es übertrieben.
Hiermit meine ich die Metall-Kunst des Besitzers. Jürgen jedenfalls ist total davon total begeistert. Welche „Kunstwerke“ hier durch „Schrott“ entstanden sind.
Und nun kommen wir zur Planänderung: Geplant hatten wir auch hier 2 Übernachtungen und zwar auf der Campsite Oerwald.
Wir kommunizieren, dass wir nur 1 Nacht bleiben werden (natürlich ohne Geld zurückzuverlangen). Die nette Angestellte erzählt uns, dass falls der Tsauchab abgeht, wir auf der Campsite bleiben sollen. Wir würden dann abgeholt werden. Im Normalfall für uns alles kein Problem. Doch wir wollen oder müssen morgen früh um 7.00 Uhr los nach Windhoek.
Dies erzählen wir auch der netten Angestellten und sie bucht uns auf eine andere Campsite um. In einer viertel Stunde sei diese für uns bereit. Und schon saust sie auf einem Quad davon.
Wir bekommen die Campsite Korhaan und sind total begeistert. So groß und weitläufig diese Campsite ist, kann ich mir gut vorstellen, dass sie sonst für Gruppen genutzt wird.
Hier einige Bilder Natürlich hat Campsite ein Ablutionhaus mit Toilette und Dusche.
Darüber hinaus gibt es über einen kleinen schön markierten Weg
auch noch eine Outdoor-Toilette mit Ausblick und eine Outdoor-Dusche in einem Baum.
Outdoor-Dusche in einem Baum
Outdoor-Toilette mit Ausblick
Ausblick von der Outdoor Toilette.
Alles hier ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Wir fühlen uns hier sofort wohl.
Nachmittags fahren wir nochmals zurück zur Farm, um von dort eine Wanderung zu machen. Wir wandern den Quiver Tree Hike.
Der Wanderweg ist durch Pfeile markiert und an den Pflanzen stehen Holzschilder, damit wir wissen um welche Pflanzen es sich handelt.
Auf unserer Wanderung werden wir von dunklen Wolken begeleitet. Doch bleiben wir von Regen verschont.
Zurück auf der Campsite bereiten wir das Essen vor. Als es langsam dunkel wird, kommen 2 Angestellte vorbei und zünden überall Kerzen an.
Aus unserer Sicht ist die Campsite 100% empfehlenswert.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201213. Mai 2026 · #42
Tag 7 – 27.03.26 Außerplanmäßige Fahrt nach Windhoek
Wie bereits angekündigt verlassen wir Tsauchab Rivercamp um 7.00 Uhr in Richtung Windhoek. Und zwar auf dem kürzesten Weg. So sind wir auch schon um 10.00 Uhr bei Savannna. Die Reparatur dauert länger als gedacht. Und während Jürgen in der Werkstatt ist, nutze ich die Zeit, um eine neue Unterkunft für heute Nacht zu finden. Wie haben uns mittlerweile dazu entschieden über den Gamsberg-Pass zu fahren, da wie ja für Heute kein Permit für die Namib Naukluft haben. Meine erste Adresse ist Rooiklip. Hier waren wir noch nie, da es auch noch nie in unsere Routenplanung gepasst hat. Leider hat sich nach einem wirklich sehr angenehmen und freundlichen Gespräch herausgestellt, dass die von mir anvisierten Campsites ausgebucht sind. Schade ... mein nächster Anruf bei Rooisand hat mehr Glück. Sie haben eine freie Campsite und wir sind herzlich willkommen. Soweit ist dies schon mal geklärt.
Gegen 13.00 Uhr ist der Schaden behoben und wir machen uns auf den Weg. Es ist Freitag 13.00 Uhr und die Stadt ist voller Autos. Wir sind froh als wir sie hinter uns lassen können.
Doch die Aussicht verheißt nichts Gutes. Wir fahren direkt in den Regen hinein.
Vom Gamsberg-Pass sehen wir eigentlich nichts.
Wir erreichen Rooisand und werden freudig begrüßt. Zum Glück seid ihr gut angekommen. In dern letzten 2 Stunden sind hier 30mm Regen gefallen. Nach einem kleinen Plausch mit den Besitzern fahren wir zu den Campsites. Diese liegen ernüchternd sehr, sehr dicht nebeneinander und bis zu den Ablutions ist es relativ weit. Wir sind die einzigen Camper. Doch so richtig können wir uns mit dem Platz nicht anfreunden. Während wir noch etwas unschlüssig herumstehen, fährt ein Fahrzeug von Buschmann-Safaris direkt bis zu den Ablutions und der angrenzenden „Scheune“, dies ist ein großes, offenes und überdachtes Gebäude, durch.
Wir überlegen noch kurz und fahren auch dorthin. Somit sieht die Welt schon etwas besser aus. Wir gehen in die offene, überdachte „Scheune“ und sehen das Pärchen an einem Tisch sitzen. Es sind Olli und Ina von Buschmann-Safaris. Wir setzen uns zu ihnen und unterhalten uns. Anschließend bereiten wir uns in der Küche unser Abendessen. Somit geht ein doch ziemlich ereignisloser Tag sehr angenehm zu Ende.
Ach ja … es gab wieder einen schönen Regenbogen.
Und ab morgen sind wir wieder auf unserer geplanten Tour. Rooisand ist als Zwischenstopp ok. Doch für Camper ist es aus unserer Sicht nicht empfehlenswert.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201215. Mai 2026 · #43
Tag 8 – 28.03.26 Groot Tinkas
Ab heute sind wir wieder auf Kurs. Unser geplantes Endziel ist die Namib Naukluft.
Es wäre aber auch zu einfach, wenn ab jetzt wieder alles nach Plan läuft. Jedem Namibia Anfänger predige ich ... überall tanken, wo es eine Gelegenheit gibt. Wir fahren seit 2009 in dieses wunderschöne Land. Bei der Tourplanung rechne ich immer nach, ob der Sprit reicht.
Doch dieses Mal, durch die „Zwangsrückkehr“ nach Windhoek habe ich dies verpasst. Natürlich haben wir noch genügend Diesel im Tank … doch nicht mehr genug für die sich anschließende Route. Und ja … wir wollten wieder schnell aus Windhoek raus und ich habe kein Augenmerk darauf gelegt.
Von Rooisand aus haben wir jetzt 2 Möglichkeiten. Möglichkeit 1: Walvisbay Möglichkeit 2: Solitaire.
Die Entfernung zu beiden Tankmöglichkeiten beträgt ca. 100 km. Dies ist kein Problem.
Letztendlich entscheiden wir uns für Solitaire, da ich keine Lust darauf habe die langweilige C 28 zu fahren. Somit haben wir zumindest erleben wir noch ein wenig den Flaire des Südens und der vielen Zäunen.
Solitaire allerdings hat für uns seinen Charm verloren. Es ist halt mittlerweile ein Touristen-Highlight.
Nach dem Auftanken und ohne den obligatorischen Apfelkuchen fahren wir über dem Gaub Pass zu unserem heutigen Ziel in der Namib Naukluft
Der Kuiseb führt noch Wasser.
Unser Ziel ist die Blutkuppe. Bis zu erreichen der Naukluft hatten wir blauen Himmel. Doch so langsam zieht es sich wieder zu. Wir sehen eine schwarze „Regenwand“ irgendwo in Richtung Mirabib. Richtung Blutkuppe haben wir Glück.
Wir umrunden die Blutkuppe … hier wären wir wieder ganz alleine … keine weiteren Camper sind da. Doch irgendwie können wir uns dieses Jahr nicht dafür begeistern. Da es ja noch früh am Tag ist, fahren wir weiter Richtung Rock Arch.
Die Campsite bei Groot Tinkas ist frei, liegt wunderschön und so beschließen wir hier zu bleiben.
Und sollte es regnen, hätten wir auch noch ein Höhle.
Doch heute bleiben wir vom Regen verschont. Wir fahren die Markise aus und genießen im Schatten Ruhe und Aussicht.
Wir testen mal unsere neue Outdoor-Dusche, die wir uns bereits in Deutschland gekauft hatten. Denn die neuen Autos von Savanna haben keine Außendusche mehr.
Abends backen wir wieder Brot, dies machen wir mit Vorliebe, wenn wir irgendwo ganz alleine stehen. Hat so ein bisschen einen autarken Abenteuercharakter.
Und dann genießen wir einfach das Gefühl „alleine auf der Welt zu sein!“
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201217. Mai 2026 · #44
Tag 9 – 29.03.26 Durch die Naukluft nach Wüstenquell
Nach dem Frühstück heißt es wieder alles zusammenzupacken. Hier hat es uns wirklich richtig gut gefallen.
Bei strahlend blauem Himmel klappen wir unser Dachzelt zu und fahren Richtung Welwitschia Trail, um von dort nach Wüstenquell zu fahren.
Unterwegs zeigen sich ein paar wenig Tiere.
Überhaupt haben wir dieses Jahr mit den Tiersichtungen nur wenig Glück.
Welwitschia Trail
Überall steht Wasser und die Natur blüht.
Auch der Swakop führt noch Wasser. Hier kommen wir allerdings ohne Probleme durch.
Grundsätzlich finden wie alle Pads im Namib Naukluft Park sehr gut gepflegt und gut vor.
Irgendwann stehen wir dann vor dem Tor zum Gelände von Wüstenquell. Da wir ja dort für die nächsten 2 Tage bleiben werden, öffnen wir das Tor und fahren über eine wahre Rüttelpad bis zu Wüstenquell.
Hier werden wir sehr herzlich, sogar deutschsprachig, empfangen. Vor Jahren (jetzt habe ich wirklich mal in meinen alten Reiseberichten gestöbert ... es war 2014!! ) waren wir schon einmal auf Wüstenquell. Neu ist allerdings, dass auch Campinggäste am Pool willkommen sind.
Wie wir in weiteren Gesprächen mit den Betreibern erfahren, sind die Besitzer der Campsite (Fam. Rust) in Deutschland und sie und ihr Mann haben das Camp gemietet. Ebenso gehören mittlerweile auch Madisa und Livingstone zu Ihnen.
Wir haben Campsite Nr. 3 – die gleiche wir vor 12 Jahren!
Wir fühlen uns hier direkt wohl. Alles ist top gewartet.
Nachdem wir uns auf der Campsite etwas eingerichtet haben, fahren wir zum Haupthaus und relaxen am Pool.
Was für ein Ausblick.
Es ist hier wunderschön und !!! wir sind momentan die einzigen Gäste. Sogar die Getränke werden uns an den Pool gebracht. So etwas sind wir als Camper überhaupt nicht gewöhnt und im Normalfall möchten wir das auch nicht --- aber hier passt einfach alles.
Wie in den letzten Tagen auch, ziehen gegen 16.00 Uhr Wind und Wolken auf. Und während die Betreiber der Campsite auf Regen hoffen, hoffen wir, dass wir heute davon verschont bleiben. In der Ferne sehen wir wieder Gewitter – Blitz und Donner.
Abends sitzen wir gemütlich an unserem Feuer und hoffen, dass wir auch weiterhin vor dem Regen bleiben.
Liebe Dagmar, Dein Titel verspricht stimmungsvolle Momente- und die habt ihr ja gleich in den ersten Tagen auf atemberaubende Weise erleben dürfen. Was für eine Atmosphäre und zum Dahinschmelzen traumhaft schöne Fotos. So schöne Landschaftsaufnahmen. Wenn ich das sehe, vermisse ich keine Tiere. Wobei Löffelhunde auch was ganz Besonderes für mich sind. Da bin ich gerne mit dabei und freu mich auf ganz viel Blitz- und Donner Stimmung. Aber natürlich wünsche ich euch auch sonnige Tage. Reicht ja wenn es mal ein Stündlein Himmelsdrama gibt.
Liebe Dagmar, ich lese hier auch schon eine Weile mit und war ganz gespannt auf Deinen Bericht als Camper auf Wüstenquell. Wir waren im Dezember in der Lodge und hatten auf einem Drive die Gelegenheit die Stellplätze und die zwei Selbstversorgerhäuschen zu besuchen. Ganz tolle Lage und Aussicht. Wir waren begeistert. Die Zimmer der Lodge sind einfach, aber sauber und groß mit Klima und Kühlschrank. Ganz so herzlich war unser Empfang nicht. Wir wurden von einem jungen Mann zurückhaltend, fast schüchtern begrüßt Infos mussten wir richtig erarbeiten. Was ganz schlecht war, war das Frühstück. Es gab nur Anrührkaffee, am 1. Morgen keinen Käse, Wurst oder Obst. Am 2. Morgen gab es geriebenen Käse und ein wenig Obst. Aber immerhin Joghurt und Eier nach Wahl. Dann ging auch noch das stille Wasser aus. Kein Kaffee, da waren sie bei meinem Mann durch, das Personal, der Guide waren durchweg freundlich, auch wenn wir keine Getränke an den Pool gebracht bekamen. Mir hat es hier im Nirgendwo sehr gefallen, auch wenn es bei uns Donnerwetter gab. Ich würde wieder buchen. Ich freue mich schon auf den weiteren Bericht. Danke fürs Teilen. Viele Grüße Andrea
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201219. Mai 2026 · #47
@Nacho
Was für eine Atmosphäre und zum Dahinschmelzen traumhaft schöne Fotos. So schöne Landschaftsaufnahmen. Wenn ich das sehe, vermisse ich keine Tiere.
Liebe Silvia, herzlichen Dank für das Lob. Nein wirklich vermissen wir die Tiere auch nicht, da wir ja schon oft und häufig alle gesehen haben. Doch freue ich mich schon, welche zu sehen, damit ich weiß, dass ich in Afrika bin 😁 . Scherz bei Seite. In der Tat fällt es mir jedes Jahr schwer, mich zu entscheiden ob Süd oder Nord, ob Ost oder West. Jede Region in Namibia hat seinen Reiz. Trotz allem... ein paar Tier müssen sein ... auch wenn sie sich bei unserer Reise rar gemacht haben.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201219. Mai 2026 · #48
@ Secret Hallo Andrea,
Ganz so herzlich war unser Empfang nicht.
Das ist wirklich schade, da die neuen Betreiber auf uns einen sehr freundlichen und offenen Eindruck gemacht haben. Evtl. auch dem geschuldet, dass sie, laut Aussage der Betreiberin, auch imer 3 Monate in Madisa und 3 Monate in Livingston verbringen möchten. Vielleicht läuft dann in ihrer Abwesenheit nicht immer alles so, wie es sein sollte.
Auf mich machte die Betreiberin einen sehr engaierten und freundlichen Eindruck. Wir sind aber auch Camper und können zum Lodge-Betrieb nichts sagen.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201219. Mai 2026 · #49
Tag 10 - 30.03.026 Wüstenquell Tag 2
Es ist so herrlich morgens schon von dem Gezwitscher der Vögel geweckt zu werden. Heute haben wir wieder den ganzen Tag hier Zeit.
Nach dem Frühstück schnappe ich mir erstmal meine Kamera und kraxele zwischen den Felsen herum. Das Ziel meiner Kraxel-Lust sind die Felsenagamen.
Ich erspähe sie auch schon relativ schnell, nur sind sie anscheinend nicht in Model-Laune. Vorsichtig, langsam und leise pirsche ich mich an. Doch kaum bin ich nah genug dran, kaum habe ich sie im Visier, sind sie auch schon wieder hinter dem nächsten Felsen verschwunden. Doch sooo leicht gebe ich nicht auf. Nach etlichen Fehlversuchen gelingt es mir dann doch sie zum Shooting zu überreden. Und was für ein Glück. Ich entdecke eine männliche Felsenagame (roter Kopf) und eine weibliche (gelber Kopf). Ich könnte ihnen stundenlang hinterherlaufen.
Doch eigentlich wollten wir heute Morgen noch eine Wanderung machen. Mittlerweile ist es fast 10.00 Uhr und kühler wird es gegen Mittag bestimmt nicht. Also reiße ich mich von dem Ziel meiner Begierde los und kehre zur Campsite zurück.
Doch nicht nur die kleinen Bewohner faszinieren mich, auch die Felsformationen sind einfach toll.
Die Negative
Der süße kleine Hund.
Natürlich interpretiert jeder eine andere Figur in diese Formationen.
Eine Karte mit Wanderwegen haben wir nicht (weiß auch nicht, ob eine solche existiert). Wir ziehen einfach los in Richtung Mountain-Chalets, welche wie wir ja erfahren haben, momentan nicht belegt sind.
Wir gehen querfeldein und genießen diese wundervolle Natur.
Verschiedene Euphorbien
Die Landschaft
Alles einfach traumhaft schön, sofern man viel „Nichts“ liebt. Wie schön, dass wir hier so viel Zeit haben.
Auch die beiden Mountain Chalets liegen wirklich schön, mit einem tollen Ausblick und auch einem „Tauchbecken“.
Der Blick von hier oben zu unserer Campsite.
Außer der Lodge am Hauptgebäude, den Campsites und den Mountain Chalets gibt es auch noch das Chalet „Zebra“. Von Natur aus neugierig, fahren wir auch dort hin. Unterwegs zeigt sich auch Familie Strauß wieder.
Chalet „Zebra“ liegt auch sehr abseits, ist relativ groß auf 2 Etagen und für eine größere Gruppe oder Familie geeignet. Davon haben wir leider keine Fotos gemacht.
Uns gefällt es natürlich auf unserer Campsite am Besten.
Nachmittags erfrischen wir uns wieder am Pool – immer noch die einzigen Gäste.
In der Ferne ziehen wieder dunkle Wolken auf. Und während wir hoffen, dass sie uns heute nicht erreichen, hoffen die Gastgeber natürlich auf Regen. Doch heute waren wir noch vor den Wolken. Und so konnten wir ganz entspannt kochen und mal wieder ein Brot backen.
Hallöchen, wir haben den jungen Mann an der Rezeption nach einer Wanderkarte oder Wanderwege befragt. Er zeigte uns eine gezeichnete Karte, die aber das einzige Exemplar war. Er meinte es gebe einen Trail entlang der Grenzen von Wüstenquell. Er riet uns aufgrund der Länge, des Wetters und mangelnde Ausschilderung des Weges davon ab. Stattdessen schlug er eine Wanderung zum naheliegenden Berg (mit Sendemast) vor. Wir entschieden uns für einen drive. Der Guide führte diesen individuell durch. Gleichzeitig war noch ein weiteres Pärchen als Gäste in der Lodge. Sie wanderten frei Schnauze durch das Gelände. Er ging sogar joggen. Da die Pächter neu übernommen haben, wird hier bestimmt noch nachgearbeitet. Dafür hat Wüstenquell seinen eigenen Reiz. Besonders den Reiz der Stille und Einsamkeit ohne Handyempfang und Internet. Viele Grüße Andrea
jetzt möchte ich mich doch auch mal explizit bedanken für den tollen Bericht.
Es ist so schön zu hören und zu "sehen", dass Wüstenquell wieder offen ist, das hatte ich zwar gesehen, war aber doch etwas unsicher, ob es so ist, wie "früher". Wir waren 2017 im ersten Chalet (ich glaube, es hieß Klipdrift) und fanden es nach anfänglicher Unsicherheit, ob wir soviel Wüste "vertragen", einfach nur toll. Damals gab es noch eine handgemalte "Karte", die allerdings auch nicht besonders gut war. Seitdem wollten wir schon wieder hin, aber leider war Wüstenquell ja lange Zeit geschlossen.
Ich plane gerade unsere Reise für November/Dezember 2026, wir haben einige Überschneidungen, und ich bin schon sehr gespannt auf Eure weiteren Stationen. Wir sind allerdings keine Camper, auch wenn wir's vielleicht dieses Mal in "Teilzeit" versuchen (haben 4x4 mit Dachzelt, weil fast ohne Zusatzkosten). Dein Bericht war jetzt der Trigger, Wüstenquell auf die Reiseroute zu setzen. Danke Dir!
Eine kurze Frage noch: Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass man nicht mehr "frei" auf dem Gelände herumfahren darf, sondern nur mit geführter Tour. Weiß nicht mehr wo ehrlich gesagt. Ist das so? Wäre schade, am Adlerfelsen ganz alleine zu sein beim Sunset ist einfach herrlich.
Beste Grüße von sozusagen "um die Ecke" (auch aus dem Saarland), Kerstin
Beatnick1'712 Beiträge · seit 201620. Mai 2026 · #52
Hallo zusammen,
erst einmal vielen Dank an Dagmar für den tollen Bericht!
Wir waren gerade erst auf Wüstenquell (Mountainchalet, grandios!) und sind viel auf eigene Faust gewandert. Mehr oder minder drauflos, wirklich verlaufen kann man sich eigentlich nicht, wenn man sich ein paar Landmarks einprägt. Aber bestimmte Dinge zu finden (Adlerfelsen, Zeichnungen etc.) ist dann schon schwieriger.
Wir hatten am ersten Abend eine zweistündige Farm-Rundfahrt gebucht, wir waren die einzigen Gäste, es war sehr schön und interessant (wir waren z.B. auch am ehemaligen Bahnhof etc., San-Zeichnungen, Sundowner usw.) und hat einen guten Überblick übers Gelände gegeben. Thomas hat die Route auf WhatsApp aufgezeichnet, das hat auch sehr geholfen am nächsten Tag. Eine sehr grobe Karte hatten wir auch bekommen, die konnte man aber eigentlich vergessen. In der Tat darf man auf dem Gelände nicht mehr selbst herumfahren. Aber wandern in der tollen Landschaft machte großen Spaß.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201221. Mai 2026 · #53
@Secret
wir haben den jungen Mann an der Rezeption nach einer Wanderkarte oder Wanderwege befragt.
Ich glaube bei dem jungen Mann handelte es sich um den Sohn der Pächter.
[Dafür hat Wüstenquell seinen eigenen Reiz. Besonders den Reiz der Stille und Einsamkeit ohne Handyempfang und Internet./quote] Das unterschreibe ich zu 100%. Was für ein Glück, dass es auch wieder für Camper geöffnet ist.
@PaintedDog
Dein Bericht war jetzt der Trigger, Wüstenquell auf die Reiseroute zu setzen. Danke Dir!
Das freut mich sehr und ihr werdet es nicht bereuen 😄
Eine kurze Frage noch: Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass man nicht mehr "frei" auf dem Gelände herumfahren darf, sondern nur mit geführter Tour. Weiß nicht mehr wo ehrlich gesagt. Ist das so? Wäre schade, am Adlerfelsen ganz alleine zu sein beim Sunset ist einfach herrlich.
Ja, das ist so und in meiner Erinnerung war es auch schon 2014 so. Gut und schlecht. Gut ... es fahren nicht so viele "Idioten" einfach querfeldein und zerstören die Fauna. Schlecht ... man kann halt eben nicht alleine am Adlerfelsen stehen. Doch auch ohne Adlerfelsen hat das Gebiet so viel Schönes zu bieten. Schreibt natürlich jemand, der schon mal am Adlerfelsen (geführter Drive) war.
@ Beatnick
Wir waren gerade erst auf Wüstenquell (Mountainchalet, grandios!) und sind viel auf eigene Faust gewandert. Mehr oder minder drauflos,
Genauso haben wir es gemacht. Die Landschaft ist einfach grandios.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201221. Mai 2026 · #54
@ all Vielen Dank an alle Mitreisende und Danke-Button-Drücker. In erster Linie schreibe ich den Reisebericht für mich selbst. Denn oft verblassen die Erinnerungen doch sehr schnell. Und durch das Schreiben eines Reiseberichtes verlängert sich für mich das Erlebte. Vieles sieht man dann doch wieder anders. Außerdem möchte ich die Serie meiner Reiseberichte nicht unterbrechen. Danach erfolgt dann auch die Erstellung eines Fotobuches, um die schönsten Erlebnisse festzuhalten. Somit werden auch 4 Wochen Urlaub locker 3 Monate "Nachfreude".
Und natürich freue ich mich darüber, dass dieser auch gelesen wird und dem ein oder anderen zur Inspiratione dient.
So mache ich es auch! Erst die Reise noch ein zweites Mal erleben, indem man einen Bericht schreibt und dann das Fotobuch machen. Dadurch hat man einfach ganz tolle Erinnerungen.
Auch die Reiseberichte von Euch zu den von mir bereits besuchten Stationen, besonders, wenn meine Reise noch nicht zu lange zurückliegt z. B. wie hier die Wüstenquell, bringen Erinnerungen zurück, laden zum Träumen ein und bringen manchmal auch eine andere Sichtweise. Daher ein großes Danke an alle, die von Ihrer Reise berichten.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201222. Mai 2026 · #57
Tag 11 - 31.03.25 Omukutu-Black Rock Campsite - ein weiteres Juwel unserer Reise.
Wir verlassen Wüstenquell und fahren über Usakos, wo wir wieder unsere Vorräte auffrischen nach Omukutu.
Von der D2315 führt uns eine ca. 40 km lange Gravelpad, welche teilweise mit höschstens 20kmh zu fahren ist nach Omukutu.
Springböcke, Impalas und Giraffen heißen uns schon einmal auf unserem Weg willkommen.
Gefunden habe ich diese Location mehr oder weniger zufällig in Facebook. Nach einem netten Schreibkontakt mit Hannes, haben wir es dann festgemacht. Alles ganz einfach und unkompliziert.
Auf meine Frage bezügl. der Bezahlung meinte er, das machen wir Cash. Somit ging ich auch davon aus, dass er bei unserer Ankunft vor Ort ist.
Doch es ist Niemand hier nur ein Schild hängt in der „Küche“.
Wahnsinn!!! Welches Vertrauen er in seine Gäste hat.
Irgendwann im Laufe des Nachmittags bekomme ich ein Whats-App Nachricht von Hannes mit der Frage „ob alles in Ordnung“ ist. Was Hannes hier erschaffen hat, ist einfach ein Traum.
Offene Küche mit Theke und 6 Barhocker.
Bad und Toilette vom Feinsten. Mit Handtüchern, Fußmatten und Seife.
Außenanlage
Zusätzlich gibt es auch noch eine Open-Air Dusche und Toilette, einen schönen Grillplatz und einen Aussichtsturm
Ein Ort der wahrlich zum Innenhalten einlädt. Einfach nur die Landschaft und die Schönheit genießen. Einfach nur relaxen und wohlfühlen. Dafür muss ich nicht nach Namibia? Mag sein, dass der ein oder andere mit Namibia nur die Tierwelt verbinden. Doch wir lieben mittlerweile das entspannte Reisen und einfach nur die fantastischen Landschaften zu genießen. Vielleicht ist dies unserem Alter geschuldet, vielleicht aber auch der Tatsache, dass wir nicht mehr „getrieben“ sind, da wir schon an fast allen (vielleicht etwas übertrieben 😄 ) Orten Namibia schon waren. Nur das Hartmannstal ist noch ein schwarzer Fleck.
vielen vielen Dank für Deinen wieder mal sooo schönen Bericht
und bei Deinen Worten bezüglich Landschaft u. Schönheit kann ich nur nicken 🤩 So lange es immer noch so schöne, einsame und atemberaubende Stellen gibt, werden wir immer wiederkommen !!! 😄
nen dicken Knutscher (auch an meinen Lieblings-Jürgen 😘 ) Claudia
Hallo Daggi, sehr schöner Bericht! Ich folge dir schon etwas länger, aber mangels Zeit blieb ein Kommentar aus. Nun aber ... der Hannes ist auch bei uns gespeichert und überhaupt deine tollen Fotos. 😛 In den letzten Jahren fehlte mir die Zeit zum Schreiben, umso dankbarer bin ich für eure Berichte, die ich zwischendurch gerne aufsauge.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201223. Mai 2026 · #60
@Clax
So lange es immer noch so schöne, einsame und atemberaubende Stellen gibt, werden wir immer wiederkommen !!! 😄
Das unterschreibe ich direkt. Jedes Jahr sage ich "das war das letzte Mal Namibia" und wenn es dann um die finale Entscheidung geht --- schlägt mein Herz immer wieder für Namibia, manchmal auch für Botswans. Jedoch hat Namibia wirklich die schönere, einzigartiger Landschaft. Meist kann ich mich nicht entscheiden ob Norden oder Süden, da wir beides lieben. Dann kann auch mal ein Mix daraus werden, so wie dieses Jahr.
@tiggi Liebe Biggi,
In den letzten Jahren fehlte mir die Zeit zum Schreiben, umso dankbarer bin ich für eure Berichte, die ich zwischendurch gerne aufsauge.
Kann ich sehr gut verstehen. Ich schreibe zwar immer die Reiseberichte, muss aber auch gestehen, dass ich nicht auf alle Berichte mangels Zeit reagieren kann. Aber auch ich bin dankbar für die Berichteschreiber, da immerwieder neue Inspirationen auftauchen.