Ja, in Kieliekrankie ist die Gamedrive freie Zeit besonders erholsam. Durch die Lage oben auf der Düne hat man fast immer etwas Durchzug, die Hütte ist bequem, der Deckenventilator schafft eine zusätzliche Brise und der Blick von der Terrasse ist meist ereignislos aber dafür unbezahlbar schön.
Am späten Nachmittag starten wir noch einmal in Richtung der Leopardenwasserlöcher im Auob Tal.
Verwundert stehen wir zuerst vor einem kapitalen Hasen, über den wir uns sehr freuen. Er sitzt relaxed mitten auf der Pad und hat wenig Angst vor uns.
Aber scheinbar haben wir mit der tollen morgendlichen Löwensichtung heute unser Pulver verschossen.
Highlights sind nette Mangusten und Erdmännchen, die wir aber nur kurz beobachten können.
Gar nicht enttäuscht kehren wir unter einem wunderbaren Abendhimmel hindurch nach Kiellie zurück.
Inzwischen ist starker Wind aufgezogen, der sich zu einem kapitalen Sturm ausweitet. Ein Braii können wir so vergessen.
Kurzum hauen wir mit Speck umwuckelte Würstchen aus dem Slaghuis in die Pfanne. Sie schmecken ausgezeichnet!
Teil 2208. Juli 2026
19.02.2026 Kielliekrankie nach Grootkolk
Heute ist Umzugstag. Die erholsame Zeit in Kiellie ist schon vorbei und unser heutiger Weg führt uns nach Grootkolk. Um 6:30 Uhr stehen unsere Sachen (dies ist nur ein Teil) vor der Heckklappe unseres Fortuners.
Mit jeder Reise sind wir etwas besser organisiert. Viele Sachen befinden sich in Packwürfeln und könne so easy aus der Reisetasche in den Schrank wandern. Und umgedreht helfen die Boxen und Taschen beim Verstauen im Auto.
Die Fahrt über die Dune Road ist heute (fast)ereignislos. An Kij Kij ist es auch gähnend leer.
An dieser kleinen Pfütze lernt man sich gerade näher kennen.
Und dann stellen wir uns ohne große Erwartungen an die Pfütze, an der wir gestern dies ephantastische Löwensichtung hatten. Nebenbei kommen wir noch mit einigen Leuten ins Gespräch. „Talk to the people“ also.
Und dann… ganz plötzlich kommen einige Löwinnen aus dem Nichts, trinken einige gute Schlücke aus der Pfütze und laufen weiter. Ja super!
Und kaum ist die Sichtung vorbei, kommen die nächsten Löwinnen und wiederholen das Schauspiel.
Sehr, sehr zufrieden setzen wir unsere Fahrt in Richtung Nossob fort. Zwischendurch gibt es einen Fahrerwechsel. In Nossob erfahren wir leider, dass unsere Roosterkoek Bestellung nicht angekommen ist. Schade, aber nicht zu ändern.
Dafür freuen wir uns über den Eulennachwuchs, der in verschiedenen Bäumen verteilt in der Hitze hechelt. Die „Küken“ sitzen unerschrocken nur zwei, drei Meter entfernt und sind es offensichtlich gewohnt, fotografiert zu werden.
Auch die Eltern sind nicht scheu,
An Cubitje Quap ist es selbst den Schakalen und Tauben zu heiß. Aber Bateleure hat es hier eigentlich immer.
Auf der weiteren Fahrt halten wir an allen Wasserlöchern.
Einige Vögel gibt es natürlich auch zu entdecken. Der Gesang der anfliegenden Burchells Sandgrouses gehört für uns genauso zum KTP wie der rote Sand und die Dünen.
Pririt Batis
Black-chested Prinia
Auf der weiteren Fahrt mach Grootkolk genießen wir die Einsamkeit und den tollen Afrikahimmel.
In Grootkolk werden wir vom recht neuen Ranger Kain begrüßt. Seine Frau hatte uns in Nossob bedient. Er hat von ihr den Auftrag bekommen, die vergessene Roosterkoek Bestellung höchstpersönlich nachzuholen. Das hat sie ihm per Funk schon mitgeteilt. Eine wirklich tolle Geste dieser zwei Menschen. Franco ist Vergangenheit und Kain ein ganz, ganz feiner Kerl. Leider bekommen wir die Unit 2, die den schlechtesten Blick von allen hat. Neben uns wohnt ein deutsches Päärchen. Wir plaudern eine gute Zeit. Die beiden haben ein cooles Lebensmodell und verbringen im Winter drei Monate in Südafrika.
Am späten Nachmittag fahren wir dann noch einmal los zu einer klitzekleinen ereignislosen Runde.
Zum Braii gibt es eine vom Slaghuis etwas überdimensioniert portionierten Klumpen Schweineschulter in Speck. Sie schmeckt hervorragend.
Die Abende in Grootkolk sind immer herrlich. Im Februar hat es fast immer Wetterleuchten. Am Wasserloch ist es ruhig, aber trotzdem haben wir einen wundervollen, ruhigen Abend.
Mit Kain haben wir ausgehandekt, dass wir die folgenden zwei Nächte in die Nr. 1 umziehen könne. Das bedeutet für ihn ca. zwei Stunden extra Arbeit, die wir mit einem Extra Trinkgeld belohnen.
Teil 2312. Juli 2026
20.02.2026 Grootkolk
Um 05:40 Uhr starten wir zum Gamedrive in Richtung Unions End. Den Kaffee benötigen wir um diese Urzeit dringend!
Hier oben im Norden ist es um diese Uhrzeit herrlich einsam. Die Leute aus Nossob sind noch lange nicht hie rund so kann man maximal auf die drei weiteren Autos aus Grootkolk treffen.
Auch hier hat es vor einigen Tagen heftig geregnet.
Die Tiere grasen friedlich und genießen sicherlich die noch kühle Temperatur.
Capped Wheatear
Goshawk
Red-necked Falcons
Wie immer genießen wir die tolle Landschaft.
Schade nur, dass die früher so zahlreichen Bäume durch die Buschfeuer der letzten Jahre dezimiert wurden.
Obwohl die großen Sichtungshighlights fehlen, sind wir recht zufrieden und kehren zeitig nach Grootkolk zurück. Kain ist schon dabei die Nr. 1 für uns herzurichten. Er musste unseren Umzug mit dem Office abstimmen. Die hatten „ja“ gesagt. Wie gesagt. Es bedeutet für den fleißigen Attendant gute 2 Stunden Mehrarbeit. Nicht selbstverständlich und wir sind ihm sehr, sehr dankbar! Etwas helfen wir auch mit. Z.B. ziehen wir die Betten ab und tragen die Bettwäsche zu ihm rüber.
Nachdem er fertig ist, ziehen wir um nach nebenan. Die Nr. 1 ist um Klassen schöner als die Nr. 2. Nun waren wir in Grootkolk schon in allen Einheiten. Die 1 fehlte uns noch. Die Nr. 2 ist nach unserem Geschmack die einzige Unit, die uns hier von der Lage her nicht gefällt. Den Rest des Tages chillen wir bis zum Nachmittagsgamedrive. Etwas Buhbuh, Vogeltränke beobachten, Wasserloch checken.
Die Sandgrouses beobachten und ihre Rufe hören. Das ist Grootkolk! Einfach ein Seelenort!
Am späten Nachmittag soll es noch einmal auf Gamedrive gehen. Dann in die andere Richtung. Und dieser Gamedrive sollte dann alles andere als katzenfrei sein. Aber das wissen wir jetzt natürlich noch nicht!
Teil 2413. Juli 2026
20.02.2026 Grootkolk Nachmittagsdrive nach Polentswa
Sorry, Löwenflut... ich kann nicht anders 😣 😘
Am späten Nachmittag soll es noch einmal auf Gamedrive gehen. Dann in die andere Richtung. Und dieser Gamedrive sollte dann alles andere als katzenfrei sein. Aber das wissen wir jetzt natürlich noch nicht!
Gegen 15:30 Uhr sitzen wir im Fortuner und fahren aus Grootkolk heraus in Richtung Nossob. Nach einigen Kilometern sichten wir in einiger Entfernung drei Löwinnen, die durch das Tal ziehen.
Wir beobachten sie eine gute Weile, bis sie im Busch verschwinden. Weiter geht es in Richtung Polentswa.
Und kurz vor Polentswa sehe ich sie aus dem Augenwinkel hinter einem Baum liegen. Mit sie meine ich ein veritables Löwenrudel.
Natürlich pennen sie fast alle im Schatten des Baumes.
Unnötige Bewegungen vermeiden bei diesen Temperaturen nicht nur wir selbst, sondern auch die Löwen.
Wir postieren uns als einziges Auto und warten und warten und es passiert zuerst wenig. Immer Mal geht ein Kopf hoch und ganz selten muss ein Löwe wegen des wandernden Schattens die Position wechseln. Am agilsten sind noch die Youngsters, denen es sichtlich Langweilig ist.
Von dem Pascha hatte man uns vorher schon erzählt. Er sieht schon etwas abgerockt aus und hat abgebrochene Reißzähne.
Schließlich weckt ihn einer der Youngsters.
Er ist zuerst not amused und knurrt ihn verpennt an. Dann wird sich geleckt und er kann dann doch nicht widerstehen.
Inzwischen ist es 17:10 Uhr. Irgendwann werden sie zum Trinken ans Wasserloch gehen.
Das ist uns klar, während wir hier in der prallen Sonne stehen uns Schwitzen, was das Zeug hält!
Etwas später kommt dann Bewegung in die Meute. Und schließlich steht eine Löwin auf, schaut durchs Tal und trottet dann gaaaanz langsam in Richtung Wasserloch.
Etwas zögerlich folgen weitere Löwen und auch die Youngsters.
Wir´fahren immer noch als einziges Auto hinterher und können uns nur schwer entscheiden, welches sich bietende Fotomotiv wir gerade wählen sollen.
Jedenfalls entwickelt sich die sowieso schon sehr schöne Sichtung zu einer ganz phantastischen Sichtung.
Am Wasserloch stehen schon einige Polentswa Cracks und haben sich die besten Plätze gesichert.
Wir stellen uns so hin, dass wir niemandem im Weg stehen. Dann kommen sie iener nach dem anderen.
Leider ist das Wasserloch nicht das hübscheste.
Und es gibt noch einen Faktor. Die Zeit rennt und wir haben noch ein gutes Stück zurückzufahren. Aber jetzt können wir doch nicht hier weg, oder? Die Kameras rattern und die Stimmung ist am Siedepunkt.
Mit diesem Anblick verlassen wir das tolle Rudel und fahren ohne jeglichen Stopp zurück nach Grootkolk, wo wir gerade so zur Gatetime ankommen.
Bestes gelaunt verbringen wir einen typisch stimmungsvollen Grootkolk Braii Abend und schwelgen in den Erinnerungen des vergangenen Tages.
Teil 2521. Juli 2026
21.02.2026 Grootkolk
Am heutigen Morgen fahren wir zuerst ein Stück in Richtung Unions End.
Am Wasserloch Geinab hat es keine aufregenden Sichtungen.
Martial Eagle
Also drehen wir um und fahren langsam nach Kanaguass.
Unterwegs freuen wir uns über eine schöne Bat eared Foxes Sichtung.
An Kanaguass stellen wir uns einfach mal hin und Warten. Warten und geduldig sein ist jetzt nicht so unsere Kernkompetenz.
Nach einiger Zeit kommt tatsächlich eine Hyäne herangetrottet. Seltsamerweise hat das schon dort stehende Gnu nicht so richtig Angst vor ihr. Man beäugt sich gegenseitig.
Eine weitere Hyäne traut sich nicht so richtig heran.
Außerdem sind etliche kleine aktionen zu entdecken. Eine Maus,
ein Goshawk,
Capped Wheatear,
Black chested Snake Eagle
Tauben und ein Schakal.
Außerdem wälzt sich das Gnu von eben ausgiebig im Schlamm.
Dabei wird es von einem Lanner Falcon beobachtet.
Zum Abschluss kommt noch ein Red Hardebeest hinzu.
Ein insgesamt interessanter Vormittag. Aber jetzt ist es Zeit für eine Siesta in Grootkolk. Ab dem Nachmittag sollte es dann wieder Löwen lastiger werden. Das kommt aber im nächsten Teil.
Teil 2625. Juli 2026
21.02.2026 Grootkolk Nachmittag
Ein gruhsamer Grootkolk Mittag heiß eine Klenigkeit Essen, ein Kaltgetränk vor sich stehen haben, die Vögel und nicht nur die an der Vogeltränke beobachten, ein wenig Schlafen und die Ruhe genießen.
Am Wasserloch ist es dieses Mal relativ ruhig. Aber wenn dann doch einmal eine Herde ans Wasserloch kommt, kann man schön beobachten, wie supervorsichtig sich die Tiere nähern.
Wie muss das sein, wenn man jeden Moment seines Lebens gefressen werden könnte?
Crimson-breasted Shrike
Das dürfte ein Familiar Chat sein, oder?
Am späten Nachmittag geht es noch auf eine kliene Runde in Richtung Unions End. Das Wetter ist stürmisch und es regnet sogar ein wenig.
Und tatsächlich liegen an Geinab einige Löwen.
Aber sie tuen das, was Löwen am liebsten tun….. Schlafen! Am Ende ist nur einmal kurz Bewegung drin, dann liegen wieder alle flach. Das Licht ist zudem nicht so besonders.
Und so fahren wir an einem Tawny Eagle vorbeinoch etwas weiter nach Norden.
Und tatsächlich finden wir weitere Löwen, die etwas weiter weg mitten im Nossob liegen und ebenso wie die anderen am Pennen sind. Diese Bilder sind mit 800 mm Brennweite geschossen.
Dann fahren wir sehr zufrieden zurück nach Grootkolk.
Grillen klappt trotz des Wetters. Das Wasserloch sieht leider den ganzen Abend lang so aus.
Es passiert nichts. Trotzdem genießen wir den Abend. Morgen früh warten doch wieder die Löwen auf uns, oder ?
Teil 2728. Juli 2026
22.02.2026 Grootkolk Morgen
Unter einem dunkeln, wolkenverhangenen Himmel starten wir zu unserem Morgendrive.
Der Kaffee schmeckt gut, es ist noch frisch und wir hoffen, auf dem Weg in Richtung Unions End wieder auf Löwen zu treffen.
Snake Eagle
Black-chested Prinia
An Geinab ist erst einmal gar nichts los. Also geht es weiter.
Auf der Pad sind Löwenspuren, die in unsere Fahrtrichtung führen. Wie oft sind wir solchen Spuren schon hinterher gefahren..... erfolglos!
Wenig später trauen wir kaum unseren Augen. Vor uns trottet ein hübscher Mähnenlöwe die Pad entlang.
Und wir sind ganz alleine mit ihm.
Er markiert immer wieder sein Revier und scheint auf einer uns unbekannten Mission zu sein.
Da kein anderes Auto in der Nähe ist, können wir den König einige Male überholen, uns quer stellen und von vorne Fotos machen, bis er stets 2-3 Meter entfernt an uns vorbei läuft.
Teilweise taucht ihn die Sonne in warmes Licht.
Wir lassen den Löwen Löwen sein und fahren ein Stück weiter. Im Tal liegt dan das Ziel seiner Mission. Sein Rudel.
Die liegen alle im Nossob Riverbed verteilt herum und sind müde.
Also der Morgen hätte jetzt schlechter verlaufen können, oder?
Wir sind ziemlich Happy und haben vermutlich ein Dauergrinsen im Gesicht.
Bei den Löwen passiert nicht mehr viel und so fahren wir zurück nach Grootkolk.
Teil 2801. Aug. 2026
22.02.2026 Grootkolk nach Gharagab
In Grootkolk packen wir unsere Sache zusammen. Inzwischen heute morgen bin ich total schlapp und habe Durchfall. Gestern hatte ich aus dem Kühlschrank ein Stück Restfleisch vom riesigen Schweinefleischbrocken gegessen. Es schmeckte gut, aber intuitiv sagte ich zu Kerstin „schmeckt gut, aber esse das mal besser nicht!“. Nun erinnern wir uns an meine Worte. Und gerade jetzt geht es weiter nach Gharagab. Dort hatten wir vor zwei Jahren dieses once in a livetime Löwenerlebnis.
Nach einem Schwätzchen mit Kain geht es dann nochmal auf Gamedrive mit Ziel Gharagab.
Aber zuerst fahren wir ein Stück in die falsche Richtung.
Unzählige Geier vergnügen sich an einem Riss.
An Kanaguass ist nichts los.
Unterwegs sehe ich aus dem Augenwinkel etwas unter einen Minibusch rennen. Ewig versuchen wir ein Foto hinzubekommen. Gelangt hat es nur für dieses hier.
Recht sicher ist es ein Common Quail (danke Bele) und damit eine Erstsichtung.
Es ist ein schöner Morgen, aber mir geht er echt nicht gut!
Das Löwenrudel von vorhin liegt nun flach unter einem Schattenbaum. Viel Action ist nicht, aber wir freuen uns über die erneute Sichtung.
Am Unions End Picknick Spot brauche ich dringend das Klo.
In Unions End sieht es aus wie im Allgäu.
Mit Müh und Not bekomme ich noch ein Lächeln hin.
Dann fängt es an zu regnen.
Inzwischen ist klar, dass Kerstin die Dünenpad fahren wird.
Sie tut das zum ersten Mal und fühlt sich nicht so wohl dabei.
Schließlich mussten wir dort vor einigen Jahren einen Reifen wechseln.
Der dunkle Himmel bietet eien phantastischen Kontrast zum roten Sand und der grünen Kalahari.
Ich bin total platt und kann mich gerade so wach halten. Kerstin glaubt mir nun, dass die Strecke wirklich einfach zu fahren ist.
In Gharagab bekommen wir die Hütte neben den netten Abba Campers.
Ich habe inzwischen eine Flasche mit Elektrolyten als Getränkequelle. Aus Erfahrung wissen wir, wie schnell man bei Durchfall so etwas braucht.
In Gharagab angekommen lege ich mich sofort hin. Schalfen, Klo, Schlafen, Klo……. Das ist meine restliche Beschäftigung für den gebrauchte Tag. Kerstin macht sich Sorgen um mich. Ich bin mir sicher, dass ich das wegschlafen kann.
Am Abend fängt es dann auch noch zu Regnen an. Und zwar wolkenbruchartig.
Das geht dann die ganze Nacht durch. Kerstin baut uns ein improvisiertes richtig gutes Gulasch. Dafür stehe ich dann kurz auf und es schmeckt mir köstlich. Dann schlafe ich wieder. In der Nach weckt mich Kerstin und meint „es regnet durchs Zeltdach!“. „Mein Bett ist unten patschnass!“. Kurzerhand schieben wir es in die Mitte des Zeltes, in dem es an mehreren Stellen reinregnet.
Teil 2902. Aug. 2026
23.02.2026 Gharagab nach Nossob River Front Chalet
Nach der sagen wir mal spannenden Nacht mit dem undichten Zeltdach und insgesamt 14 Stunden Schlaf sieht die Welt schon wieder anders aus. Der Himmel ist zwar noch grau, aber es hat aufgehört zu regnen. Gott sei Dank geht es mir besser.
Am Wasserloch baden zwei Goshawks so etwas von ausgiebig, dass wir es kaum glauben können.
Sie sind beide batschnass und können gar nicht genug bekommen.
Minutenlang dürfen wir das gemütlich mit einer Tasse Kaffee in der Hand beobachten.
Im Anschluss schwätzen wir noch etwas mit den Abba Campers und machen uns dann langsam los. Der Morgen ist angenehm kühl und die Luft klar.
Langsam rollen wir über den noch nassen Sand.
Überall blühen Blumen.
Heute kann auch ich das langsam wieder genießen.
Auf dem Loop, an dem die Ausfahrtspad aus Gharagab endet, sichten wir sehr, sehr scheue Löffelhunde.
Lanner Falcon
Glücklich grasende Tiere
Und dann wieder ein Raubvogel, der in einer großen Pfütze badet. Heute scheint nun wirklich Badetag zu sein, oder? (schlechtes Erinnerungsbild)
Immer wieder sind die Folgen des starken Regens zu sehen.
Und endlich sehen wir auch mal wieder eine dieser Agamen, die halsbrecherisch in den Dornen sitzen.
Ist das eine Molesnake?
Noch ein Lanner
An Cubietje Kwap kann man sich stets auf eies verlassen. Die Bateleure. Und auch dieser hier hat heute Badetag. Und auch er ist batschnass!
In Nossob bekommen wir einen wie wir finden schön liegenden Bungi zugeteilt. Er liegt recht weit vom Wasserloch entfernt, was uns gar nicht stört.
Die River Front Chalets sind ja allseits beliebt. Für eine Nacht finden wir sie auch ganz schön. Aber sie haben eben nicht diesen urigen Charakter wie die Wilderness Camps.
Aber dafür ist die Einrichtung recht komfortabel und es ist genügend Platz, um die sieben Sachen einmal sortieren zu können.
Ich ruhe mich noch etwas aus, während Kerstin etwas schmökert. Am späten Nachmittag starten wir zu einer kleinen Runde nach Norden. Löwen wären dort angeblich, sagte man uns.
Wir suchen allerdings erfolglos und freuen uns aber über diese stattlichen Kuduböcke und ihr Gefolge.
De typische Grillabend wird begleitet von einer wahnsinnig intensiven Wetterleuchten.
Im Prinzip blitzt es permanent. Unglaublich beeindruckend und stimmungsvoll.
Teil 3011. Aug. 2026
24.02.2026 Nossob River Front Chalet nach Urikaruus Honeymoon Chalet
Heute morgen bin zwar immer noch etwas schlapp, aber es geht schon deutlich besser! Wir frühstücken gemütlich, packen dann unsere Sachen und fahren kurz in Richtung Cubietje Kwap.
Dort ist es ruhig. Also drehen wir um und schauen in Nossob noch einmal nach den Eulen.
Die sind auch noch müde.
Marico Flycatcher
Weiter geht es in Richtung unseres heutigen Tageszieles. Das ist Urikaruus.
In der gerade ansteigenden Hitze durchqueren drei Löwinnen das Tal.
Sie suchen aber schnell den Schatten eines Baumes.
Ansonsten cruisen wir gemütlich durchs Nossob Tal, checken die Wasserlöcher und freuen uns über die schöne Zeit.
Titbabbler
Da ich immer noch nicht ganz fit bin, übernimmt Kerstin das Steuer. Zuerst ist sie in den Pfützen recht vorsichtig. Das gibt sich aber recht schnell und kehr sich ins Gegenteil um. Mit lauten Jubelschreien brät sie nach einer Zeit durch das braune Wasser. Aha, früher durfte ich das nicht tun ! Die Schlammfontainen überziehen unseren Fortuner mit einer braunen Patina.
In Dikbaardskolk machen wir eine Lunchpause und sind dort ganz alleine.
Auf der Upper Dune Road steht in jedem der zahlreichen Dünentäler eine veritable Schlammpfütze.
Aber irgendwann erreichen wir das Auob Tal.
Im Auob Tal soll es aktuell wenig Katzen haben.
Dann erreichen wir endlich Uri, schwätzen etwas mit Eric und beziehen dann unser Honeymoon Chalet, dass für die nächsten 4 Nächte uns ist. Mit viel Glück haben wir es dieses Mal ergattert und erfreuen uns an dem Ausblick.