Für uns ist es eine gute alte Tradition. Wenn möglich geht es für ca. zwei Wochen in den Kgalagadi. Aus der eigentlichen Tradition entwickelt sich gerade eine neue. Wir dehnen den Urlaub auf drei Wochen aus und starten am Kap. Dann sind wir bei unserer Ankunft im KTP schon erholt und es gibt nicht diesen stressigen Großeinkauf gleich am ersten Urlaubstag.
Auch für diese Reise hat Kerstin wieder ein Unterkunftsjuwel entdeckt. Letztendlich kam eine für uns sehr stimmige Reiseroute heraus. Die Suche nach Flügen und Mietwagen gestaltete sich dieses Mal auf Grund deutlich gestiegener Preise schwieriger als gewohnt. Der ursprünglich gebuchte Lufthansa Direktflug von Frankfurt nach Kapstadt wurde auf München umgebucht. Da ich in alle Regel vom Schreibtisch an den Flughafen fahre uns einen Uraubstag spare, kam der München Flug für uns nicht in Frage. Dann hätten wir gleich einen günstigeren Umsteigeflug nehmen können. Und so nutzten wir unsere Storno Option und buchten mit ähnlichen Flugzeiten einen Condor Gabelflug (Frankfurt-Kapstadt / Upington-Johannesburg-Frankfurt) mit XXL-Sitzen für weniger Geld, als der LH Flug gekostet hätte. Lufthansa wird leider immer unsympathischer und unzuverlässiger.
In Kapstadt nahmen wir unseren dieses Mal direkt bei Avis gebuchten SUV entgegen, den wir dann in Upington gegen den bewährten 4x4 Fortuner mit Fridge von Kalahari 4x4 tauschten. Zu Avis wird es dieses Mal negatives zu berichten geben. Dazu aber später.
Die Tinochikas waren daran „positiv Schuld“, dass wir einmal unser Fotoequipment zwei Wochen vor dem Urlaub um ein 200-800er aufstockten. Zudem gab es einen kleinen privaten Fotoworkshop. Nun fotografieren wir mit anderen Settings. Und das machte sich nach kurzer Eingewöhnungszeit wie wir finden bezahlt. Danke Ingrid, danke Hartwig.
Zur Reiseroute:
Die Reise begann sofort nach der Ankunft mit einem Highlight. Nach vielen Jahren besuchten wir zum zweiten Mal das La Colombe auf Silver Mist. Ein teures, aber unfassbar fantastisches Dinner.
In diesem Reisebericht werde ich (wirklich) den Teil bis zum KTP wie gewohnt und den Safari Teil etwas komprimierter beschreiben. Alle Bilder sind aussortiert, bearbeitet und den Text bis Upington habe ich bereits im Urlaub geschrieben. Also sollte es hier recht zügig voran gehen.
Insgesamt hatten wir wieder tolle Erlebnisse, haben wieder dazugelernt und nun freue ich mich auf den Bericht!
Teil 219. Apr. 2026
05.02.2026 Flug Frankfurt nach Kapstadt mit Condor
Voller Vorfreude geht es mit dem Airport- Shuttle zum Flughafen. Am Check In werden wir von einem schrecklich netten Inder (oder so) bedient. Er witzelt mir uns und seinem Nachbarn herum. So etwas erlebt man heute nur noch selten. Meist sind es in FRA ja inzwischen Automaten am Check Inn.
Und dieses Mal bekommen wir am Airport sogar endlich einmal wieder etwas gutes zu Essen! Das hat in FRA ja inzwischen Seltenheitswert 🙁
Unsere XL Sitze im A330 neo sind besser als vermutetet.
Die größere Beinfreiheit erkauft man hier ja oft mit weniger Platz zur Seite. Für uns passt der Platz. Die XL Sitze sind ja oft die kältesten im Flugzeug, aber dieses Mal sind wir besser vorbereitet. Allerdings ist an den direkt davor liegenden Toiletten immer etwas los. Das stört zum Teil schon.
Das wir wie immer früh am Flughafen waren, haben wir bereits dort gut gegessen und ein, wie Schöppchen getrunken.
Also macht uns der sparsame Service der Condor auf dem Nachtflug nichts aus. Erstmals lassen wir den Alk hier komplett weg. Kerstin schläft fast sofort ein. Ich schaffe insgesamt ca. 5 Stunden. Der junge Purser fliegt heute das erste Mal nach Kapstadt.
Und so kommen wir relativ entspannt und pünktlich in Capetown an. Der Zoll ist so schnell wie noch nie und sogar gut gelaunt! Auch unsere Koffer kommen recht schnell an. Die E Sims von Vodacom sind auch aktiviert und am Avis Schalter kommen wir an der Fast Lane nach ca. 5 Minuten Wartezeit dran. Die Dame ist allerdings afrikanisch langsam und kommt zuerst mit unserer Kreditkarte nicht zurecht. „They are not woooorking, sooooryy!“. Ich „I am getting nervous!“. Maybe you can check the machine?“. „Yeeees, that‘s next dry!“. Und sieht da, nun klappt es! Uff!
Dieses Mal haben wir den Aufpreis für den Fortuner (fast 400 EURO) nicht in Kauf genommen und erhalten einen wirklich sehr schicken Mitsubushi.
Unser Koffer und die große Reisetasche passen genau in den Kofferraum. Die 25 Kilometer Strecke sind verkehrsreich, aber dann doch gut zu bewältigen.
Und so stehen wir nach einer kurvigen, steilen Auffahrt am kurz nach 12 an der Rezeption in Silver Mist. Unser Zimmer ist wie erwartet noch nicht fertig. Die Zeit passt ganz gut um im kleinen Restaurant der hiesigen Zipline einen Lunch zu nehmen.
Das Restaurant ist ziemlich ausgestorben. Der erste Angestellte an der Theke wirkt etwas unmotiviert, seine Kollegin macht es aber wieder wett. Sie empfiehlt uns japanisch angehauchte Tapas und ist so überzeugend, dass wir sofort einwilligen. Die Chemie zwischen uns stimmt und so nehmen wir als anfänglich einzigen Gäste auf der rustikalen Veranda Platz. Ja, wir sitzen nun in Kapstadt, die Sonne scheint und vor uns steht ein Sauvignon Blanc und ein Flasche Wasser.
Unser Blick geht in Richtung des Flughafens und der im Hintergrund liegenden Berge.
Das Essen überrascht uns dann positiv! Es ist wirklich schön angerichtet und schmeckt auch noch hervorragend!
Am Ende zerrt die farbige Bedienung dann ob unserer Begeisterung noch den Chef aus der Küche. Ein cooler, tätowierter Typ. In Constantia Uitsig hätte r vorher ein Restaurant gehabt. Wir bedanken uns, während nebenan eine kleine Gruppe von Zipline Touristen eincheckt.
Inzwischen kam auch die Whattsapp, dass unser Cottage „Owl“ fertig ist. Das ist rustikal, gefällt uns aber echt gut. (Bilder vom nächsten Tag)
Wie geplant geht es nun nach einer Dusche los zum Kirstenbosch. Der kommt im nächsten Teil.
Nach einer Dusche fahren wir wie geplant zum nur wenige Kilometer entfernten Kirstenbosch Botanical Garden. Dort können wir uns etwas die Füße vertreten und das neue Objektiv ausprobieren.
Wie beim letzten Besuch vor einigen Jahren sind im nun herrschenden Sommer die meisten Blüten schon verblüht.
Trotzdem ist der Kirstenbosch sehr sehenswert.
Alleine schon die Lage unterhalb des Tafelberges mit dem Blick auf Kapstadt ist schon beeindruckend.
Zuerst sehen wir kaum Vögel, das ändert sich erst, als wir auf dem Rückweg sind.
Cape Bulbul
Bronze Mannikin
Karoo Prinia
Cape Robin-Chat
Ist das vielleicht wirklich eine Olive Thrush? Ich bin mir nicht sicher....
Cape Sugarbird
Common Waxbill
An den Blüten der Planzen tummeln sich die Sunbirds und Cape Sugarbird sind unterwegs.
Leider können wir keinen der hier lebenden Ornage-breasted Sunbirds erwischen (das denken wir zumindest im Urlaub, denn auf einigen total unterbelichteten Bildern fand ich dieses hier!) = Erstsichtung eines männlichen dieser Art.
Swee Waxbills sind in großer Zahl unterwegs und fast am Ausgang sind die Sunbirds wie irre.
Bestimmt 10 Stück fliegen total furchtlos von Blüte zu Blüte und sitzen teilweise so nah.
Dass ich mit meinem neuen 200-800er ein, zwei Schritte zurücktreten muss. Zufrieden und etwa müde treten wir den Rückweg an.
Teil 422. Apr. 2026
06.02.2026 Silver Mist - Dinner in La Colombe
Nach einer kurzen Siesta geht es dann von unserem Chalet zum Gourmet- Tempel La Colombe. Nach dem professionellen Empfang erhalten wir einen schönen Tisch am Fenster mit Blick auf den Kräutergarten und die gegenüber liegenden Berge.
Nebenan sitzen 3 jüngere „Young an Beautiful Päärchen“. Die Damen haben spektakuläre Abendkleider an.
Der Rest des Publikums ist südafrikanisch typisch gemischt und leger unterwegs. Eigentlich muss man sich hier gar nicht verkleiden.
Im Vergleich zu unserem letzten Besuch von vor einigen Jahren haben sich die Preise bestimmt verdoppelt. Heute ist uns das egal! Unser netter Kellner Massa erklärt uns den Ablauf des Abends. Die Beschreibung eines jeden Ganges wird zusätzlich zur mündlichen Erklärung noch auf ein kleines Kärtchen gedruckt auf den Tisch gestellt.
Was in den nächsten dreieinhalb Stunden passiert, das hat unser Freund der Sternschnubi in einer Voice Message so passend beschrieben, dass ich sie gerne hier verwende „La Colombe ist wie eine Theateraufführung! Eine dreieinhalbstündundige Show, die kulinarisch für uns das absolute Ende der Fahnenstange bedeutet!“.
Bei den ersten beiden Gängen haben sowohl Kerstin als auch ich Tränen in den Augen.
Die Gänge sind unfassbar schöne Kunstwerke, die man durch Essen zerstören muss.
Zudem werden mehrere Gänge von unterschiedlichen Angestellten am Tisch fertiggestellt. Z.b. die Butter eines Zwischenganges. Während der Zubereitung kann man kandierte Stückchen der dort verwendeten Blumen probieren.
Der Verschlussdeckel eines Dessertganges wird theatralisch mit einem im Trockeneistopf gekühlten Stempel gefroren u.s.w.
Zudem macht es großen Spaß, die Reaktionen der benachbart sitzenden Gäste zu beobachten. Die zwei amerikanischen Damen am Nachbartisch sind genauso überwältigt, wie wir.
Lassen wir einfach einige Bilder sprechen!
Wir sind uns einig. DAS war mit Abstand unser phantastischstes Sinner ever!
Jeden Euro haben wir gerne ausgegeben. Hätten wir die begleitenden Weine und das Cheese-Cellar Erlebnis noch hinzugebucht, wäre die Rechnung nochmals um 300 Euro gestiegen. Das war uns dann aber doch zu viel.
Völlig geflasht bedanken wir uns und fahren innerhalb des Weingutes wenige hundert Meter steil den Berg hinunter zu unserem Chalet.
Nach hundert Metern stoppen wir mit einem „Oooooh“ auf den Lippen. Genau vor uns geht ein großer Bilderbuchmond auf. Die Bilder können das nicht annähernd einfangen ! Hammer!
Dan fallen wir mit Eindrücken vollgestopft ins Bett und schlafen wie die Engel! Dankbar muss man sein, so etwas machen zu dürfen bzw. können!
Teil 526. Apr. 2026
07.02.2026 Silver Mist nach Camissa Farm Stellenbosch
Nach mehreren Stunden Tiefschlaf klingelt der Wecker. Nach einer erfrischenden Dusche wird das Auto gepackt und zum Frühstück gefahren. Das wird am wirklich urigen Poolbereich serviert.
Anfangs sind wir alleine und sitzen an einem schönen Tisch direkt am Pool.
Um uns herum stehen knorrige Bäume, die Vögel zwitschern und das Wasser des Pools gurgelt durch die Filteranlage.
Über uns liegen die Zimmer des Hotels. Sie liegen zwar alle direkt nebeneinander, wären für einen eventuellen nächsten Besuch aber auch nicht schlecht. Nach dem gemütlichen Frühstück ist unser nächstes Ziel der Wochenendmarkt in Franschhoek. Die Fahrt führt uns durch die mondänen Häuser in Constantia hindurch in den Kapstädter Verkehr hinein. Nach ca 1 Stunde 20 Minuten fahren wir in einer dichten Autoschlange nach Franschhoek hinein. Wie sehr hat sich dieser ehemals kleine und beschauliche Ort doch verwandelt. Der heutige Markt macht das natürlich nicht besser.
Wie sollen wir hier einen Parkplatz bekommen? Aber manchmal hat man einfach Glück. Wir biegen in eine der ersten kleinen Straßen nach rechts ab und finden sofort einen vermutlich gerade frei gewordenen Parkplatz, der sogar im Schatten liegt. Zudem liegt er nur wenige Schritte vom Eingang des Marktes entfernt.
Der Markt selbst erfüllt unsere Erwartungen voll.
Es ist zwar einiges los, aber die Besucher sind allesamt recht relaxed. Es gibt allerlei Stände mit Kunsthandwerk und kulinarischem. Dann fällt mein Blick sofort auf ein größeres Bild. Genau das ist das Bild, welches über dem Bett unseres Gästezimmers hängen wird! Im Verhandeln sind wir nicht so gut, aber der farbige Maler ist sehr sympathisch und letztendlich erstehen wir das Bild. Er ist glücklich und wir auch, so soll das sein!
Am Terbodore Kaffee Stand erstehen wir dann noch einige Beutel unseres Lieblingskaffees.
Nur Kerstin findet irgendwie kein schönes Souvenir.
Nach ca. einer Stunde verlassen wir den schönen Ort, denn für 13:00 Uhr haben wir einen Tisch im Arkeste, dem Restaurant des Weingutes Chamonix gebucht.
Dieses liegt etwas Abseits des Rummels unter knorrigen Eichen.
Wir beziehen nach einem herzlichem Empfang eines schönen Tisch auf der Terrasse.
Die Weine von Chamonix haben wir früher gerne zu Hause getrunken. Leider sind sie inzwischen aber schwer zu bekommen und deren Preise liegen nun über unserem Alltagslimit.
Die die uns servierten Speisen sind allesamt wirklich lecker, der Service ist hervorragend und wir genießen jede Minute!
Wir mögen das Arkeste!
Dann besuchen wir noch schnell den Weinshop. Auch dort geraten wir an Extrem nettes Personal und erstehen einige Flaschen für die folgenden Self Catering Nächte.
Teil 627. Apr. 2026
07.02.2026 Rainbows End nach Camissa Farm Stellenbosch
Unser nächster Tagesordnungspunkt ist das Weingut Rainbows End, welches im gleichen Seitental wie unsere Unterkunft liegt.
Leider hat es morgen zu, deswegen mussten wir es unbedingt noch heute ins Tagesprogramm aufnehmen.
Die Einfahrt ins Tal ist schon einmal vielversprechend. Um uns herum türmen sich imposante Berge auf. Ein beschauliches Strässchen führt uns sich langsam nach oben windend zum zuerst unspektakulär wirkenden Parkplatz von Rainbows End.
Am Eingang des Gebäudes merken wir jedoch, dass wir hier richtig sind. Von der Terrasse des modernen Gebäudes aus hat man eine unfassbar schönen Ausblick auf die imposanten Berge.
Zudem ist gerade noch ein schöner Tisch in erster Reihe freigeworden. Erneut steigt das Gefühl der Begeisterung in uns auf!
Unser junger Waiter ist zwar etwas konfus, aber sehr fröhlich und unterhaltsam.
Wir probieren mehrere Weine, von denen wir etliche schon von zu Hause kennen.
Gegen 16:30 Uhr bestellen wir dann noch eine gemischte kalte Platte, die unser Dinner Ersatz sein soll.
Zwischendurch kommt dann noch der etwas überdreht wirkende Eigentümer des Weingutes zu uns an den Tisch. Aber auch er ist nett. Wir sind uns einig…. Das ist ein perfekter Tag und wir wollten gerade jetzt nirgendwo anders sein!
Mit einigen Weinen mehr im Kofferraum geht es nun endgültig zu unserem Chalet auf der nahen Camissa Farm. Durch einige mit Code zu öffnende Tore erreichen wir unser Cottage Agama. Das liegt wunderschön im Grünen.
Der Blick ist (wir wussten es vorher) nur durch Stromkabel gestört wunderbar.
Das Chalet ist super ausgestattet, hat ein Sitzfenster und hat zwei Terrassen.
Wir machen es uns mit einem Glas Wein gemütlich. Als die Nachbarn eine Drohne über uns fliegen lassen, brüllen wir zu ihnen herüber! Dann ist schnell Ruhe. Dann entdeckt Kerstin am recht weit entfernten Waldrand eine Eule. Wow. Mit dem neuen Objektiv können wir trotz recht fortgeschrittener Dämmerung ein Beweisbild machen. Wie schön! Auf dem vorherigen Bild kann man erkennen, wie weit weg sie gesessen hat (Waldrand).
Dann übermannt uns langsam die Müdigkeit………. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende!
Teil 729. Apr. 2026
@Nacho
Da bin ich gerne mit dabei. Die Fotos sind fantastisch.
Hi Nacho! Herzlich Willkommen 🙂
Teil 829. Apr. 2026
08.02.2026 Camissa Farm
Aus irgendwelchen Gründen habe ich die letzte Nacht nicht gut geschlafen. Um 20 Vor 8 wollen wir zu unserem gebuchten Frühstück im Postcard Café auf Stark-Conde aufbrechen. Doch meine Geldbörse ist nicht auffindbar. Wir suchen alles erfolglos ab und die Stimmung ist folglich im Keller. Dann brechen wir um 10 vor 8 viel zu spät auf. Als wir in Stark-Conde ankommen, schaue ich einem Geistesblitz folgend noch einmal in ein Nebenfach meines Fotorucksackes und Trärää, da ist das gute Stück! Das war einmal wieder typisch ich.
Die 10 Minuten Verspätung machen hier nichts aus. Das Weingut liegt malerisch in einem Seitental und ist von imposanten Bergen umgeben.
Die Bedienung ist fix und sehr sympathisch. Wir sitzen leider nicht wie erwartet im Seepavillon, denn der ist nur für die Weintastings gedacht. Das war uns vorher nicht so klar. Trotzdem genießen wir die nette Umgebung und das leckere Farmbreakfast.
Der Himmel ist heute noch bedeckt. Trotzdem laufen wir eine Runde über den Damm und genießen die frische Luft und den herrlichen Ausblick.
Gegen 11:00 Uhr betreten wir dann den Pavillon und freuen uns auf das Tasting.
Wir entscheiden uns gegen die interessant klingenden Pairing- Tastings und machen das Dreier Weißweintasting und wollen es mit drei Mittelklasse- Rotweinen verkosten.
Ja, das ist doch kein Problem. Die Flagship Weine sind uns sowieso viel zu hochpreisig.
Wir sitzen in einer Ecke des Pavillons auf den bestmöglichen beiden Plätzen und freuen uns über diesen erneut so phantastischem Moment.
Die Bedienung merkt uns unsere Begeisterung an und dehnt das Tasting ungefragt noch etwas aus. Am Ende haben wir dann 10 Weine versucht und ohne Aufpreis drei Flagship Weine ohne Aufpreis erhalten. Wir bedanken uns herzlich und kaufen einige Flaschen für den Self Catering Teil unserer Reise ein.
Nach dem Besuch von Stark Conde geht es zum Wochenendmarkt nach Blaauwklippen. Den stellen wir uns so ähnlich wie den in Franschhoek vor. Nachdem wir unser Auto auf einem riesigen Parkplatz abgestellt haben, sind es nur noch wenige Schritte zu unserem Ziel.
Und dort sind wir dann doch etwas enttäuscht. Nur wenige Stände mit Kunsthandwerk und andren Sachen verlieren sich fast zwischen dem aus Essensständen bestehenden Schwerpunkt dieser Veranstaltung. Aber wenigstens bekomme ich ein schönes Sprinkbok Trikot zu einem fairen Preis.
Danach fahren wir zum Weingut Waterford. Das wollen wir uns einfach nur anschauen. Die Zufahrt sieht schon einmal richtig mondän aus. Vor dem Eingang posen Instagramer herum. Innen ist gute Stimmung und recht viel los.
Den Rest des Tages wollen wir in Ruhe in unserem Chalet verbringen. Kerstin kauft im Quick Spar in Stellenbosch einige Lebensmittel ein und etwas später sitzen wir schon mit der schönen Aussicht auf der Terrasse.
Dann kommt das angesagte schlechtere Wetter. Mit einem Male fängt es an zu Schütten wie aus Kübeln. Und als sich der Regen dann erst einmal verzieht, bildet sich am Hausberg zuerst ein Doppelregenbogen und wieder etwas später eine absolut phantastische abendliche Wolkenstimmung.
Wild fotografierend und voller Begeisterung suchen wir nach Fotospots und genießen diese herrliche Szenerie.
Inzwischen ist es windig geworden und die Eule von gestern ist wieder da.
Unser Abendbrot nehmen wir noch auf der Terrasse ein, dann wird es aber irgendwann zu kalt. Innen ist es ja auch ganz bequem und Kerstins Lieblingsplatz ist das Sitzfenster mit Aussicht.
Dann fängt es irgendwann an deutlich zu regnen und das sollte sich die Nacht über auch nicht ändern. Hinter den Bergen hören wir das Gewitter. Das Land braucht den Regen. Angeblich hat es hier seit drei Monaten nicht mehr geregnet. Und wir haben es hier drinnen gemütlich.
Teil 901. Mai 2026
09.02.2026 Camissa Farm nach Oystercatchers Haven Paternoster
Während es die ganze Nacht durchregnete, haben wir beide gut geschlafen. Während des Frühstücks sehen wir aus Richtung Franschhoek das Ende der Regenwand auf uns zukommen. Wie wir aus den Nachrichten erfahren, hat es an der Gardenroute zum Teil Überschwemmungen gegeben. Hier hat es den draußen stehenden Wassereimer zu ca. einem fünftel voll geregnet.
Gerade zum Packen des Autos hört es dann auf. Gut gefallen hat es uns hier. Zuerst wollten wir heute noch ein oder zwei Weinfarmen besuchen, entscheiden uns dann aber doch dagegen.
Die heutige Strecke führt uns über weites Farmland im Zickzack in Richtung Küste.
Die Orte im Landesinneren zeigen die zum Teil herrschende Armmut der Bevölkerung. Luxus und Armmut liegen hier wie immer nahe beieinander (ohne Bilder).
Wir freuen uns über Blue Cranes.
In Yzerfontein erreichen wir dann endlich die Küste. Dort kehren wir im Rust in Thyme Café ein.
Die beiden Stücke Kuchen sind der absolute Hammer, sowohl vom Aussehen her, als auch vom Geschmack.
Insgesamt gefällt uns Yzerfontein nicht ganz so gut.
Alles sieht wie geleckt aus, irgendwie fehlt uns aber der Charme.
Eine Weile cruisen wir durch die Seitenstraßen und kaufen dann im gut sortierten Bottlestore noch etwas Wein, Angostura und Karoo Gin.
Dann geht es weiter in Richtung unseres Zieles, dem Oyster Catchers Haven. Das vierte Mal sind wir nun in Paternoster und das zweite Mal im Oystercatchers Haven.
Nach dem herzlichen Empfang gehen wir die Treppe zu unserem Zimmer hoch. Die Nr. 3 ist unser Favorit und noch nie ein Geheimtipp gewesen.
Schon in 2008 und 2009 musst mean schon lange vorher buchen, um dieses außergewöhnliche Zimmer zu ergattern.
Der Blick von der kleinen Terrasse den Strand herunter und auf die links liegenden Felsen ist einfach unschlagbar schön!
Wir installieren uns und machen dann einen kleinen Strandspaziergang.
Der Ozean ist wie gewohnt eisig kalt, aber die Bewegung tut gut und die Wirkung der Sonne ist nicht zu unterschätzen.
Dann machen wir es uns mit einem Schluck Wein auf der Terrasse gemütlich und genießen das Rauschen des Meeres und den Ausblick.
Um 19:30 brechen wir dann mit dem Auto zum vielgelobten Leethos auf.
Erst bei der Ankunft wird uns klar, dass wir uns dort (vermutlich das Vorgängerrestaurant) in 2008 mit Ingrid und Helmut getroffen haben und einen besonderen Abend verbrachten.
Zuerst bekommen wir einen Tisch im Inneren, wechseln dann wegen der Lautstärke aber doch ins Freie. Das ist eine gute Entscheidung. Unsere Bedienung ist leider eine ziemliche Träne. Wir bestellen jeder eine Vor- und eine Hauptspeise. Es dauert auch eine gute Zeit bis wir unsere Weine bekommen und ewig, bis die Vorspeise da ist.
Wir stoßen mit Wehmut auf Ingrid und Helmut an.
Kerstin hat Burrata und ich Thunfisch Tartar. Die Burrata ist fast nicht gewürzt und fade, mein Tartar ist dagegen hervorragend.
Als Hauptspeise isst Kerstin Filet mit Pfeffersauce und ich Lamm. Kerstins Steak ist total tot gebraten, während mein Essen wiederum hervorragend schmeckt.
Eigentlich wollen wir dann ein Desert bestellen. Aber die Bedienung steht ewig am Nachbartisch und unterhält sich mit den anderen Gästen. Irgendwann schaffen wir es, sie bei zurufen und sind inzwischen echt sauer. Das teilen wir ihr auch sehr deutlich mit. Sie entschuldigt sich. Meint sie hätte es immer so schwer und verschwindet. Nachdem sie danach gute 15 Minuten nicht mehr zu sehen ist, wollen wir ohne Desert gehen. Als wir ihr das sagen und selbst ich richtig sauer bin, ergeht sie sich in einer Entschuldigungsarie, die nicht mehr aufhören will. Wir sollten ihr verzeihen, die Nachbargäste wären Schuld. Und ob wir nicht doch bitte noch einen Nachtisch essen möchten? Nein, wir wollen sofort zahlen.
Vermutlich haben wir nur Pech gehabt, aber das war jetzt nicht unser Abend. Zu Hause gibt es noch einen Absacker bei Meeresrauschen und Sternenhimmel.
Das bequeme Bett brachte uns eine erholsame Nacht. Heute Morgen ist es nebelig.
Im kleinen Frühstücksraum gibt es drei Tische, die eigentlich alle eine phantastische Aussicht bieten.
Wir sind die ersten und nehmen den Tisch am Fenster. Das Frühstück ist mit einfachen Mitteln schön gestaltet und schmeckt vorzüglich. Zuerst gibt es Obstsalat mit Müsli und Joghurt und dann warmes Frühstück auf Wunsch. Hier zu sitzen hat schon etwas besonderes! Da das Wetter durchwachsen ist, verschieben wir den geplanten Ausflug in den West Coast Nationalpark auf morgen. Heute machen wir Urlaub und schauen einmal nach den Geschäften im Ort.
Zuerst ist die Paternoster Waterfront an der Reihe.
Die gab es bei unserem letzten Besuch noch nicht.
Überhaupt hat sich Paternoster seit unserem erste Besuch ganz schön gewandelt. Die Waterfront ist ganz auf Touristen ausgerichtet.
Es gibt einige Restaurants. und viel Kunsthandwerk. In relaxter Atmosphäre kann man hier bummeln.
Am Ende trinken wir noch einen Kaffee und essen ein hervorragendes Stück Kuchen.
Im Ort gibt es dann noch weitere Shops, die uns aber meist nicht so sehr zusagen. Am Nachmittag wollen wir erstmals das direkt nebenan liegende Cape Columbine Nature Reserve erkunden. Das liegt im Gegensatz zu Paternoster teilweise im Nebel.
Bei einer extrem lustlosen Angestellten zahlen wir einen geringen Eintritt und stehen etwas später vor der urigen Unterkunft Sea Shack. Die Hütten liegen aneinandergereiht an einer kleinen Bucht.
Über die unbefestigten, aber gut befahrbaren Wege geht es durch Felsen von Bucht zu Bucht.
Immer wieder gibt es Vögel zu beobachten. Kerstin entdeckt einige Francolines, die sich zu unserer Freude als Grey-winged Francolins herausstellen und somit eine Erstsichtung sind! Yes!
Black-headed Heron
Karoo Scrub Robin
Grey Heron
Karoo Prinia
Yellow Canary
Am Meeresrand freuen wir uns über
White fronted Plover
Little Stint
Sandwich Tern (? – sie hat eine minimal weiße Schnabelspitze)
Greater Crested Tern
Hartlaub's Gull
Three banded Plover
African Sacred Ibis
Über das Reserve verstreut liegen einige Campgrounds. Diese hier finden wir ganz witzig.
Ich bin einen großen Bogen außen herum gefahren, um die Vögel nicht aufzuschrecken.
Der kleine Ausflug lohnt sich für Vogelliebhaber wirklich. Wie schön muss es hier bei Sonnenschein sein ?
Der Leuchtturm liegt aktuell jedenfalls im Nebel.
Den Rest des Tages wird im Zimmer gegammelt, noch ein kurzer Strandspaziergang gemacht und ein Schöpperl getrunken. In Paternoster scheint wieder die Sonne.
Eigentlich wollten wir heute nicht Essen gehen. Inzwischen (Kerstin hat Verdauungsprobleme) haben wir das Voorstrand im Kopf. Unsere nette Managerin bucht uns den letzten Tisch um 20:00 Uhr und wir freuen uns darauf. So richtig toll sind die Bewertungen inzwischen nicht mehr, aber das ist uns egal!
Schon beim Empfang wird gelacht. Der zuerst zugeteilte Tisch in zweiter Reihe wird dann auf unsere Nachfrage prompt in einen gerade freigewordenen in erster Reihe getauscht.
Uns gefällt es hier richtig gut! In 2009 waren wir wohl schon einmal hier.
Kerstin trinkt einen Chenin, ich einen Delaire Graff Sauvignon Blanc. Beide schmecken. Die Bedienung ist extrem fix und gut drauf! Da hätte die Dame aus dem Leethos definitiv etwas lernen können.
Als dann Kerstins gegrillte Garnelen (halbiert gegrillt) extrem gut schmecken und meine Kombi aus Tintenfisch und Scampi ebenfalls super sind, geht es uns richtig gut!
Was für ein unverhofft schöner Abend. Nach einer Tasse Tee verlassen wir als letzte das tolle Lokal und trinken auf der Terrasse den gewohnten Absacker!
Teil 1107. Mai 2026
11.02.2026 Oystercatchers Haven Paternoster . West Coast NP oder dann leider doch nicht....
Beim Frühstück unterhalten wir uns wieder mit den netten Engländern, die in Frankreich leben und gerade mal wieder 8 Wochen in Südafrika unterwegs sind.
Dann machen wir uns auf zum Westcoast National Park. Auf den freue ich mich wegen der Wasservögel sehr. An der Tanke in Paternoster bitte ich den Tankwart darum, den Reifendruck hinten rechts zu checken. 1,4! Das hört sich nicht gut an. Kerstin kehr bei dieser Nachricht gerade von der benachbarten Apotheke zurück. Der Tankwart bietet einen Reifencheck an un gießt Wasser über den Reifen. Beim Sichtcheck meint er dann zu mir „ please have al look to that tire!“. Er ist auf der Innenseite bis auf die BarkasseKarkasse 😣 🤩 abgefahren! Im Nu wechselt er uns den Reifen auf das Ersatzrad. Das ist nur für Kurzzeit und bis 80 zugelassen. Also wird es nichts mit unserem West Coast Trip. UNd wir sind richtig sauer auf Avis 😈 😈 😈
Zurück im Oystercatchers Haven nimmt die Managerin sehr hilfsbereit Kontakt zu Avis auf. Allerdings packt sie gleich die verbale Keule aus und scheitert bei drei Anrufen. Wir hätten keine Roadside Assistance gebucht. Ja, haben wir nicht, aber der Reifen war definitiv schon in solch einem üblen Zustand, als wir das Auto 300 Kilometer vorher entgegen nahmen. Erst beim 4. Anruf und nachdem der Avis Mitarbeiter bereit ist, sich das Beweisphoto des Reifens anzuschauen und er sich dann noch bei seinem Chef rückversicherte, sagt man uns ein Ersatzauto zu. Das kommt aber erst morgen, heute hätten sie keines mehr!
Das ist wirklich eine absolute Frechheit! Der Avis Service ist dieses Mal extrem schlecht. OK, das nächste Mal werden wir die Roadside Assistance abschließen, aber insgesamt ist das ganze Verhalten absolut indiskutabel für uns.
Also kein West Coast. Wir bleiben erst einmal im Haven,
gehen dann noch einmal ins Cafe in der Wharf und machen im Anschluss eine superschöne Wanderung am Strand entlang. Neben einem weiteren Paar sind wir in dieser etwas an die Seychellen erinnernde Landschaft alleine.
Dieser Strandabschnitt ist immer wieder einfach unfassbar schön und einsam!
Vor dem gebuchten Dinner in der Noisy Oyster genießen wir noch ein letztes Mal unsere einzigartige Terrasse. Um 18:00 Uhr ist bereits der Tisch reserviert. Wir werden an unseren Tisch begleitet, der in der Mitte liegt. Um diese Zeit sind wir mit die ersten Gäste. Die ganze Deko, die coole Musik, irgendwie ist das hier ein ganz besonderer Platz.
Man kann das mit Worten und Bildern gar nicht richtig rüberbringen.
Zudem sind unsere Mahlzeiten auch noch wirklich köstlich. Das Gleiche gilt für den süffigen Dellaire Graff Sauvignon Blanc.
Am Tisch neben uns nehmen vier älter Engländer Platz. Einer von ihnen kann sich vor Begeisterung gar nicht einkriegen und ruft mehrfach hintereinander laut „That‘s cool, man is that cool!“. Ja genau, das ist es.
Extrem zufrieden kehren wir zurück und trinken einen letzten Absacker auf der Terrasse.
Hoffentlich kommt morgen das Auto rechtzeitig. Denn Kerstin hat wieder einmal ein Unterkunftsschmankerl gefunden. Das De Krantzhuis und der Nähe von Nieuwoudville.
Teil 1209. Mai 2026
12.02.2026 Paternoster über Elands Bay zum Zwischenstop Lamberts Bay
So, heute wird es spannend! Nach dem gewohnt leckeren Frühstück managen wir unser sieben Sachen schon einmal. Unser Auto sollte bis 11:00 Uhr da sein. Alle Angestellten wissen Bescheid. Avis hatte inzwischen auch eine Whattsapp geschrieben, dass der Fahrer unterwegs sei.
Um 20 vor 11 ruft der Fahrer uns dann an. Er würde seit 20 Minuten unten auf uns warten! Was? Uns hat niemand Bescheid gesagt! Wie auch immer. Wir bekommen einen schicken und zuerst viel kleiner als der Mitsubishi aussehende Toyota Corolla Cross. Aber als ich unser Gepäck einräume, merke ich, dass der Kofferraum tatsächlich wesentlich praktischer ist. Überhaupt gefällt uns der Toyota echt gut! Wie gemacht ist er für unser Gepäck und zudem funktioniert Apple Car Play auch noch sofort!
Dann geht es los auf die Straße. Schnell ist entschieden, dass wir über Lamberts Bay fahren werden. Das erste Zwischenziel ist Elands BayVelddrif.
Dort schauen wir uns kurz den Hafen an und fahren danach zu einem Vogelbeobachtungspunkt. Der ist ganz nett.
Weiter geht es über entspannt zu fahrende Straßen in Richtung Lamberts Bay. Vorbei an der Grootvlei Guestfarm und dem Muisboskerm erreichen wir zum dritten Mal die Kaptölpel- Kolonie.
Bei strahlend blauem Himmel erleben wir erneut diesen so intensiven Platz.
Cape Cormorant
Swift Tern
Kelp Gull
White fronted Plover
Intensiv wegen der irren Lärmkulisse, dem Geruch….
Nein Gestank und der immensen Anzahl an Vögeln.
Teil 1312. Mai 2026
12.02.2026 Lamberts Bay nach Nieuwoudville De Krantzhuis
Nach ca. einer Stunde geht es dann weiter in Richtung Calvinia.
Dort frischen wir im Superspar unsere Vorräte auf und fahren dann weiter nach Nieuwoudville.
Nach der steilen Pass- Straße auf der von Kerstin wenig zu hören ist, treffen wir uns an einem vereinbarten Punkt mit der Vermieterin. Einige Kilometer Farmpad sind zu bewältigen, bevor wir vor Kerstins neuester Entdeckung stehen. Dem De Krantzhuis.
Und das ist mindestens so phantastisch wie erwartet! Zwei riesige Schlafzimmer mit jeweils eigenem Bad.
Hochwertige Ledermöbel. Eine voll ausgestattete, riesige Küche mit Innengrill. Und eine von der Abbruchkante in Alleinlage zu genießende Out of Africa Aussicht, die ihresgleichen sucht! Zudem plaudern wir noch nett mit der Vermieterin.
Ich benutze dann gleich den beheizten Pool, von dem aus man ebenfalls diese unfassbare Aussicht hat! Was geht es uns wieder gut!
Den Rest des Tages machen wir gar nichts, sondern genießen einfach nur die vollkommene Ruhe und die Weite. Nach dem Sundwowner (Gin Tonic) mache ich den Innengrill mit Feuerholz an.
Dieser hat einen elektrischen Abzug und zieht deswegen hervorragend. Nachdem ich zuerst mit ihm fremdele, finde ich die Innenlösung dann doch schnell ganz toll.
Es gibt ganz gut gelungenes Rumpsteak und eine schöne Flasche Wein. Zudem entwickelt sich ein ziemlich perfekter Sternenhimmel. Leider habe ich das Stativ zu Hause gelassen. Der mondlose Nachthimmel hat Namibia Format!
Sehr glücklich und zufrieden geht es ins riesige Bett.
Teil 1414. Mai 2026
13.02.2026 De Krantzhuis
Als ich noch vor sieben aufwache. Schaue ich auf eine unter uns liegende Wolkenschicht.
Kerstin wird insgesamt 12 Stunden (!!!) schlafen und verpasst diese Zeit leider.
Nachdem in unserem Rücken die Sonne aufgegangen ist, steigen die Wolken dann auf und ziehen von unten kommend über uns die Abrisskante hinweg.
Das dauert dann so bis gegen Mittag. Dann klart es langsam auf und die Sonne kommt heraus.
Die einzige Tagesbeschäftigung ist eine ca. einstündige, wunderbare Wanderung auf einem Farmweg entlang.
Der Abend läuft dann eigentlich wie gestern ab!
Inzwischen haben wir uns gut erholt und freuen uns auf den KTP.
Das De Krantzhuis ist ein ganz toller Ort, um sich einfach einmal zu erholen oder eine unbeschwerte Zeit zu viert zu genießen!
Teil 1516. Mai 2026
14.02.2026 De Krantzhuis nach River Place Manor
WIr frühstücken ein letztes Mal auf der Terrasse mit dem unfassbar schönen Ausblick!
Gegen 09:30 Uhr haben wir Brote geschmiert, Kaffee gekocht und das Auto eingeräumt.
Zuerst durchquere wir das Farnmland. Hier wird Roibusch angebaut und gerade getrocknet.
Nun geht es ca. 500 Kilometer nach Norden.
Die Strecke führt uns über Calvinia, Brandvlei und Kenhard nach Upington. Diese Route sind wir schon mehrmals gefahren. Es gibt kaum Verkehr und die Straßen sind gut. Mit einem Fahrerwechsel lässt sich das gut bewältigen. Auf solchen Routen erfährt man immer wieder, welch riesiges Land Südafrika ist und wie dünn bevölkert weite Gebiete sind.
Ziemlich relaxed erreichen wir das gute alte River Place Manor. Auch 20 vor 2 können wir schon einchecken und bekommen auf Nachfrage hin sogar unser Lieblingszimmer, die ebenerdig liegende Nr. 1. Der Hotelsafe ist groß genug für das neue Tele und alles andere Kameraequipment. So können wir ohne das schwere Zeug zum Großeinkauf in die Kalahari Mall fahren.
Bei Trappers finden wir T Shirts und Socken. Auf Andre008‘s Empfehlung hin finden wir die kleine, aber gut bestückte Food-Ecke im Woolworth, danach noch Reste im Superspar kaufen, zwei Sitzkissen und etwas Savannah, das war es dann. Kein Vergleich zu dem Hochdruckeinkauf nach Ankunft mit dem Inlandsflug am Anfang der Reise!
Zurück im River Place ergattern wir zwei freie Liegen am Pool.
Neben uns liegt noch ein nettes, sehr gepflegt und kultiviert wirkendes farbiges Paar.
Am anderen Ende des Rasens liegt ein weiteres farbiges schwarzes Päärchen, die gut dabei sind, ihre mitgebrachten alkoholischen Getränke aus ihrer Kühltasche zu vernichten und aus dem Handy Musik hören. Gut, dass sie zuerst weit genug weg sind! Später ziehen sie dann in unsre Nähe. Kerstin fragt unser direkten Nachbarn, ob die die beiden um Ruhe bitten solle. Der Nachbar meint aber, dass er das bei denen beiden lieber nicht machen würde, obwohl es sie auch stören würde.
Im Ergebnis erledigt sich die Musik einige Minuten später von alleine und wir kommen dadurch mit dem südafrikanischern Pärchen ins Gespräch. Und das ist wirklich nett und vielseitig interessiert. Dabei leeren wir unsere traditionelle Flasche Simonsberg Sauvignon Blanc.
Um 19:30 Uhr gehen wir nach einer leckeren Vorspeise zum bestellten Rinderfilet mit Pfeffer- bzw. Champignonsauce über.
Und das ist heute so gut, dass es zu den besten 5 Steaks ever gehört. Und wir hatten schon einige……. Etwas weiter sitze ein weiteres farbiges schwarzes südafrikanisches Paar. Die jungen Leute sind ganz begeistert! Grundsätzlich freuen wir uns über von der Hautfarbe her gemischtes Publikum, aber auch diese beiden sind sehr laut. Man feiert heute den Valentinstag! Und dabei wird mit Freisprechanlage laut telefoniert.
Mit etwas zu viel Nahrung und Kaltgetränken im Bauch gehen wir voller Vorfreude auf den KTP ins Bett.
Teil 1626. Mai 2026
So es geht weiter. Ich sitze gerade in einem traumhaften Ferienhaus mitten in der Natur mit Blick auf den direkt vor uns liegenden See und den Waldrand. Es hat 33 Grad.... 🙂
15.02.2026 River Place Manor nach Kielliekrankie
Heute geht es endlich los! KTP Fans wissen, welches Gefühl da in einem aufkommt! Beim Frühstück sitzt das eine laute schwarze Paar bei einer Flasche Bier und beginnte den Tag so, wie er gestern beendet wurde…. Wir wundern uns etwas über das im Vergleich zum letzten Besuch zusammengeschmolzene Frühstücksbuffet und genießen noch einmal den Ausblick auf den Oranje River. Ich kann mich nur wiederholen. Im Vergleich zum direkten Start nach dem Flug in den KTP sind wir nun schon echt erholt. Voller Vorfreude packen wir unsere Sachen und fahren zur nahen Vermietstation der Kalahari 4x4. Neill Nel begrüßt uns enthusiastisch. Wie immer ist er super drauf und wir beginnen sofort zu chatten. Es fühlt sich inzwischen an wie die Ankunft bei Freunden.
Während Kerstin mit ihm das Paperwork erledigt, packe ich die Sachen ins Auto. Von Neill haben wir wie immer Kühlboxen und Kisten bekommen. Die helfen enorm für das „Ordnung- Halten“. Die getrennten Aufgaben sind gar keine schlechte Idee, denn jeder von uns hat andere Ideen, wie an das Auto packen sollte.
So verpasse ich zwar die netten Gespräche mit Neill, kann das Auto aber so komplett nach meinen Ideen packen.
Um Platz im Auto zu sparen, hat Neil auf meine Bitte hin bereits sechs Pakete Feuerholz in zwei Plastikkisten auf dem Dachgepäckträger verstaut. Das spart enorm viel Platz.
Dann geht es wie beim letzten Mal mit zwei Autos zum nahen Flughafen. Kerstin gibt den Toyota Cross ab, während ich im Fortuner warte.
Der Stopp an diesem Schild ist inzwischen Tradition.
Die Strecke zum KTP ist wie gewohnt einsam und bietet wunderbare Ausblicke auf die Kalahari.
In Ashkam hat das Cafe leider zu. Wir tanken und gehen in einem etwas rumpeligen Store einkaufen. Auf der restlichen Strecke begleiten uns dramatische Regenwolken. Wie sehr wir das lieben!
Und dann ist es soweit. Dieser Anblick lässt unsere Herzen höher schlagen! Der Checkin wird bei einer sehr fröhlichen San Parks Dame erledigt und dann geht es los.
Luft ablassen. Wifi Vouchers kaufen und dann geht es los.
Gleich nach dem Gate sitzen mehrere Spotted Eagle Owls in einem Baum. Welch ein schöner Beginn!
Greater Kestrel
Wie immer starten wir mit einem kurzen Besuch von Samevloeing und wie immer sehen wir hier keine Katzen. Dafrü sitzt eine (vermutlich) South African Shelduck im Sand.
Weiter geht es ins Auob Tal. Unser heutiges Ziel ist Kielliekrankie, wo wir uns auf ein Treffen mit Andre008 und Marion freuen. Sie haben heute ihre letzte Nacht im KTP.
Wir genießen die Fahrt und freuen uns auf die nächsten zwei Wochen? Wie grün ist de Park? Was machen die Herden? Ist es im Auob Tal dieses Mal wieder so ruhig? Werden die Pads wegen Starkregens wieder zu Flüssen? Ist wieder „alles uff de Gass?“. In spätestens zwei Wochen wissen wir das alles….
Auf unserer Fahrt nach Kiellie sichten wir diese zwei müden Cheetahs.
Ansonsten lasse ich einige Bilder sprechen.
Tawny Eagle
Brown Snake Eagle
In Kiellie werden wir von Jacques herzlich begrüßt und erhalten die zweite Hütte von unten. Nachdem wir uns eingerichtet haben, treffen wir uns mit Andre und Marion Schon vor zwei Jahren hatten wir ein nettes Braii mit den zweien. Heute sind wir eingeladen. Marion hat in der Küche gewirbelt und bereitet ein phantastsiches Braii zu. Wir sollten gar nichts dazu beitragen und sind komplett eingeladen. Zudem gibt es noch lecker Weißweine, die beiden sind vom Fach.
Und so vergeht die Zeit viel zu schnell. Afrikalatein gibt es genügend und überhaupt ist Kiellie ein perfekter Platz für solch einen Abend! Einen ganz herzlichen Dank noch einmal an Marion und Andre, wir revanchieren uns irgendwann einmal.
Teil 1710. Juni 2026
16.02.2026 Kielliekrankie
Nach dem Aufstehen geht es in Richtung Kij Kij über die Dune Road.
Dort liegt ein noch sehr müder Schakal direkt auf der Pad.
Diese morgendliche Fahrt über die Dune Road zieht sich ja jedes Mal, aber irgendwie ist es auch schön.
Immer wieder halten wir an und genießen die weiten Blicke über die endlose Landschaft. Einige schöne Sichtungen hat es auch.
Ein nicht ängstlicher Goshawk nutzt das Straßenschild als Ausguck.
Schließlich erreichen wir voller Spannung Kij Kij und sehen……. nix! Auch eine kure Fahrt nach links bringt lediglich die Erkenntnis, dass der kleine Tümpel ausgetrocknet ist.
Black-chested Snake Eagle
Lesser Grey Shrike
Bis kurz vor Melkvlei ist tote Hose, dann drehen wir um. Heute ist die große Runde angesagt. Nach Kij Kij sichten wir eine Gepardenfamilie. Sie sind in nicht so gutem Zustand. Die Mutter hatte sich wohl kürzlich verletzt.
Langweilig wird es nicht und wir genießen den Morgen.
Ein Highlight ist eine wie wir vermuten noch jüngerer Martial Eagle, der direkt neben der Pad in einer Pfütze badet.
Und das tut er recht ausgiebig. Und er lässt sich null von uns stören. So ein schönes Tier!
An Samevloeing steht alles unter Wasser.
Ein schöner Anblick, wie die Tiere durch das Wasser waten.
Diese Momente genießen wir ausgiebig.
Ein Lanner wird immer wieder von eine kleinen Vogel angegriffen.
Im Auob Tal ist es dann ziemlich ruhig.
Bis wir dann wieder nach Kiellie abbiegen und direkt vor einer kleinen Merecat Familie stehen.
Den Nachmittag ruhen wir uns dann etwa aus und gehen Abends nur noch auf eine kleine Runde ins Auob Tal.
Brown Snake Eagle
Leider verpassen wir knapp ein gutes Bild von diesem Honeybadger.
Obwohl wir heute wenig Katzen gesehen haben, stufen wir den Tag als gelungen ein.
Schön, dass es nicht so trostlos trocken ist!
Den Abend verbringen wir in Zufriedenheit schwelgend am Grill.
Diese Abende im KTP sind wieder einmal unschlagbar schön!
PS Ich bekomme es einfach nicht anders hin, als den Tag doch ganz zu beschreiben!
Teil 1815. Juni 2026
17.02.2026 Kielliekrankie
Der Morgen beginnt mit einer ziemlich außergewöhnlichen Sichtung. Beim Kaffeekochen sehe ich irgendetwas undefinierbares am doch recht weit entfernten Wasserloch. Erst nach einem Telefoto können wir sie identifizieren….. eine Housecat. Was?
Etwas später stehen wir bei Jacques und berichten ihm von der Sichtung. Er interessiert sich sehr dafür. Ja, sie wäre schon einmal gesichtet worden. Er will das Foto haben, damit er es dem District Ranger senden könne. Angeblich wolle man die Katze mit einem Käfig fangen, um sie dann aus dem Park zu bringen. Ein anderer Range meinte später dann zu uns, dass man die Katze ja schlecht vor den Augen der Touristen abknallen könne…… Wir wissen Gott sei Dank nicht, was dann wirklich geschehen ist. Vermutlich ist sie immer noch unterwegs und fängt Mäuse und Vögel. Ich hoffe es für sie.
Wie auch immer. Wir machen uns auf den gewohnten morgendlichen Weg über die Dune Road nach Kij Kij. Das heißt wieder Kilometer schrubben.
Seit dem letzten KTP Besuch hoffen wir auch auf der Dune Road auf Katzensichtungen. Die wird heute mit der „richtigen“ Wildcat belohnt.
Die Oryx werden langsam wach.
Ein Kori Bustard aalt sich im Sand, während die Morgendsonne die Dünen in warmes Licht taucht.
Mit bangem Gefühl geht es dann den letzten Hügel hinunter nach Kij Kij. Da stehen zwei Autos an der Kreuzung, während am Wasserloch nichts los ist. Im hohen Gras entdecken wir ein undefinierbares Objekt und postieren uns direkt als erstes Auto am Wasserloch. Was kommt da? Neeeeeee, ein Leo! Ja wie geil ist das denn?
Die Leodame ist sehr, sehr schlank und irgendwie unentspannt.
Dieses Timing jetzt gerade ist einfach nur eine riesige Glückssache! Der Leo trinkt und trinkt und trinkt. Zwischendurch schaut die Dame immer wieder nach oben und wirkt irgendwie so, als ob sie irgendetwas stört.
Später erfahren wir, dass sie wohl Nachwuchs hat, der irgendwo versteckt ist.
Wie auch immer. Ein Leo gleich am Anfang „der Druck ist raus“ (falls die liebe Louis mitliest……. Dieser Satz ist für Euch und ein kleiner Insider. Seit unserem Gespräch ist er auch wieder in unserem Sprachgebrauch fest verankert).
Selbstredend euphorisch ist die Stimmung in unserem Fortuner. Ca. 8 Minuten dauert die tolle Sichtung. Dann trottet der Leo ins hohe Gras und die Kalahari verschluckt ihn wieder vor den neugierigen Augen der Touristen.
Und da haben wir es wieder. Wären wir drei Minuten früher, oder 10 Minuten später angekommen, wir hätten ihn verpasst. Vielleicht hat uns die Hauskatze und das Gespräch mit Jacques genau das richtige Timing beschert. Wie oft hat man dieses Glück nicht und andere Reisende berichten von der tollen Sichtung, die man gerade verpasst hat! Das kennen wir doch alle, oder ?
Nun fahren wir ein kleine Stück in Richtung Twee Rivieren. Kerstin entdeckt plötzlich ein Wildcat, die zielstrebig durch das hohe Gras läuft.
Lanner Falcon
Tawny Eagle
Black-shouldered Kite
Egyptian Goose
Wir drehen um und fahren nach Melkvlei.
Diese Pfütze sollte später noch ein wesentliche Rolle spielen, was wir jetzt aber noch nicht wissen! Bronze Winged CourserCrowned Lapwing Danke Uwe Eulenmuckel
In Melkvlei vertreten wir uns die Füße und denken an vergangene KTP Erlebnisse zurück. Hier hatten wir gemeinsam mit den Reisemäusen vor einigen Jahren einen Live- Cheetahkill.
Spontan beschließen wir wieder die große Runde über Twee Rivieren zu fahren.
Je weiter wir fahren, umso mehr Wasser steht auf der Pad.
Hier hat es wohl erneut ordentlich geregnet. Wie so oft schon gesehen verändert sich die Vegetation immer wieder.
Es ist en schöner Gamedrive, auch wenn die großen Sensationen ausbleiben.
Große Springbokherden, Oryxe und überhaupt viele Tiere, die den Überfluss an Nahrung sichtlich genießen.
An Samevloeing steht das Wasser nicht mehr ganz so hoch wie gestern.
In Twee Rivieren besuchen wir kurz den Shop und fotografieren diesn (wahrscheinlich) Golden tailed Woodpecker
Auch im Aub Tal ist es ruhig und so genießen wir einen herrlichen Nachmittag mit Fernblick.
Was wir noch nicht wissen…… der Abend sollte uns ein ganz besonderes Sichtungshighlight bieten…….
Teil 1917. Juni 2026
17.02.2026 Kielliekrankie Abenddrive
Um kurz nach 16:00 Uhr starten wir noch einmal in Richtung Kij Kij über die Dune Road. Am Abend tun wir das in aller Regel nicht. Da wir im Auob Tal wenig Tiere vermuten und wir schon einen Leo hatten, versuchen wir das einfach mal. Außerdem hatten wir vor zwei Jahren ja einige schöne Löwensichtungen auf der Due Road. Bei all den vorherigen Reisen war dort fast niemals etwas los. Wir sitzen völligst entspannt im Auto und freuen uns am Leben.
Viele tolle Straussfamilien werden wir dieses Jahr sehen.
Black-shouldered Kite
Tawny Eagle
Kori Bustard
An Kij Kij ist es völligst ruhig.
Nach einigen Metern im Nossob Tal wollen wir zurück nach Kiellie. Also drehen wir um und fahren zurück zur Lower Dune Road. An einer höheren Stelle fangen wir die letzten direkten Sonnenstrahlen ein. Es ist schon recht spät.
Es ist schon 18:00 Uhr und nur noch eine halbe Stunde bis zur Gate Time. Um 18:04 fahre ich in einer langgezogenen Kurve auf irgendetwas zu. Ich beleibe sofort stehen und sage zu Kerstin „Löwen!“. Was ? Und dann denken wir, wir spinnen.
Ganz gemütlich kommen uns mitten auf der Pad drei prächtige Löwinnen mit 5 Youngsters entgegen.
Wir sind total überfordert, weil wir damit nun so gar nicht gerechnet hatten.
Die Junglöwen schauen uns neugierig an und ich rangiere das Auto hektisch herum.
Uns bleibt nur ganz wenig Zeit, denn es sind noch etliche Kilometer bis nach Kiellie. Hektisch knipsen wir die an uns vorbeilaufenden Löwen. Absoluter Wahnsinn! Was für ein Tag! Dann läuft das Rudel ins hohe Gras und ist fast unsichtbar. Die kleinen schauen noch zurück, dann ist die Sichtung (Gott sei Dank) schnell vorbei!
Haaaaa sind wir dankbar!
Die restlichen Kilometer schwelgen wir im Hochgefühl dieser tollen Sichtung. Zusätzlich fahren wir noch in einen wunderschönen Abendhimmel hinein!
Und da ist es wieder, dieses KTP Feeeling, dass uns alle zwei Jahre hierher zieht!
Den Abend beschließen wir wie üblich beim Braii und einem guten Tropfen.
Teil 2020. Juni 2026
18.02.2026 Kielliekrankie Morgen
Wie man an diesme Bild sehen kann, ist das frühe Aufstehen nicht immer ganz einfach, auch wenn der Himmel wirklich schön aussieht.
Die Fahrt über die Dune Road in Richtung Kij Kij verläuft heute ohne größere erwähnenswerte Sichtungen.
Voller Spannung fahren wir herunter nach Kij Kij. Und da sehen wir….. nix! Also biegen wir nach links ins Nossob Tal ab. Nach vielleicht 2-3 KM sehen wir drei, vier Autos, die vor uns quer über die Pad verteilt herfahren. Ok, das ist etwas „uff de Gass“!
Zwischen den Fahrzeugen hindurch können wir erkennen, dass das nur Supermum mit ihren Cubs sein kann.
Und wir wissen, dass vielleicht einen knappen Kilometer weiter die große Pfütze auf der Pad ist. Also nutzen wir die erstbeste Chance, um die anderen an den Löwen vorbei zu überholen.
An der großen Pfütze ist schon einiges los. Wir müssen uns so hinstellen, dass wir keine anderen in ihrer Sicht behindern. Und so postieren wir uns aus der Not heraus so, dass wir die Morgensonne im Rücken und die große Pfütze vor uns haben.
Die Spannung steigt, denn irgendwann kommt Supermum mit ihren 4 Cubs im Schlepptau angetrottet.
Und sie läuft doch tatsächlich an der Pfütze vorbei, oder? Als sie genau auf unserer Höhe ist, bleibt sie plötzlich stehen, dreht sich in unsere Richtung und fängt an zu trinken.
Der Nachwuchs kommt einer nach dem anderen hinzu und wir schnallen total ab!
Wieviel Glück kann man haben ? Aus Zufall stehen wir goldrichtig!
Kerstin klettert schnell nach hinten und die Kameras glühen.
Leider habe ich irgendwie die Auto ISO verstellt und alle Bilder sind zu dunkel. Die RAWS kann ich noch eingermaßen retten. Kerstin ist hier besser unterwegs.
Insgesamt dürfte das hier gerade die beste Löwensichtung ever sein.
Leider sind die fünf nur eine Sekunde lang in einer Reihe und verteilen sich dann etwas.
10 Minuten lang wird getrunken, bis der Bauch kein Fassungsvermögen mehr hat.
Unsere Euphorie kennt keine Grenzen! Für genau solche Sichtungen besucht man den KTP!
Einfach unglaublich!
Als die Löwen weiterziehen ist für uns klar…… wir fahren direkt zurück nach Kiellie und machen Urlaub. Nach der Sichtung unterhalten wir uns noch mit ienem netten österreichischen Paar, die auch afrikaverrückt sind und hier im Forum mitlesen. Solche Begegnungen freune uns immer 😎