ElenaHanak162 Beiträge · seit 202027. Sept. 2025 · #61
Hallo Martin, die Löwenfotos sind spitze! Sehr schöne Porträts (die nachdenkliche Löwin! 🤩 🦁 ) und tolle Aufnahmen beim Spielen und Schmusen – wirklich erste Klasse! Auch die Vogelbilder gefallen mir sehr gut. Ich bin positiv überrascht, was für großartige Sichtungen ihr im Tuli Wilderness hattet. Gut geplant! 🗺️
Gute Sichtungen sind das eine – aber ihr habt sie auch fotografisch hervorragend festgehalten. 📷 👍
Ich war vor etwa zehn Jahren ein paar Mal in Mashatu zum Radfahren 🚴, aber so gute Sichtungen hatte ich damals nicht. Da sieht man wieder: Der Preis einer Lodge korreliert nicht unbedingt mit den Sichtungen und oft nicht einmal mit dem Service. Ich habe festgestellt, dass die günstigeren, einfacheren Camps manchmal sogar bessere Sichtungen und freundlicheres Personal bieten als die teuren (ich meine da jetzt nicht Mashatu sondern die andere aus meiner Erfahrung...).
Lieber Martin, das sind großartige Fotos. Ich bin begeistert. Auch das Serolo Camp sieht super aus. Da wäre ich jetzt auch gerne. Weiter bin ich noch nicht in deinem Bericht. Wird aber nachgeholt 😄 Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Silvia
FRFranleann23 Beiträge · seit 202528. Sept. 2025 · #64
Hallo Martin,
wenn ich darf und noch ein Plätzchen im Auto frei ist, würde ich auch noch gerne aufspringen.
Unsere Reiseplanung für den kommenden Sommer ist jetzt fertig und gebucht ... und jetzt freue ich mich, die Zeit bis dahin mit spannenden Reiseberichten zu überbrücken. Da viele deiner Ziele sich mit unseren überschneiden, umso mehr!
Deine tollen Fotos erhöhen die Vorfreude ... wunderschöne Bilder, die du da eingefangen hast.
Herzliche Grüße Anke
TinuHHThemenstarter898 Beiträge · seit 201628. Sept. 2025 · #65
Hi Elena,
ElenaHanak schrieb:Hallo Martin, die Löwenfotos sind spitze! Sehr schöne Porträts (die nachdenkliche Löwin! 🤩 🦁 ) und tolle Aufnahmen beim Spielen und Schmusen – wirklich erste Klasse! Auch die Vogelbilder gefallen mir sehr gut. Ich bin positiv überrascht, was für großartige Sichtungen ihr im Tuli Wilderness hattet. Gut geplant! 🗺️
Wir waren auch begeistert, das hat sich wirklich gelohnt. Wir kommen mehr und mehr zu der Erkenntnis, dass wir eher wenige Unterkünfte besuchen wollen, diese dann aber länger. Das ist insgesamt stressfreier.
ElenaHanak schrieb: Gute Sichtungen sind das eine – aber ihr habt sie auch fotografisch hervorragend festgehalten. 📷 👍
Vielen Dank! 🙂
ElenaHanak schrieb: Ich war vor etwa zehn Jahren ein paar Mal in Mashatu zum Radfahren 🚴, aber so gute Sichtungen hatte ich damals nicht. Da sieht man wieder: Der Preis einer Lodge korreliert nicht unbedingt mit den Sichtungen und oft nicht einmal mit dem Service. Ich habe festgestellt, dass die günstigeren, einfacheren Camps manchmal sogar bessere Sichtungen und freundlicheres Personal bieten als die teuren (ich meine da jetzt nicht Mashatu sondern die andere aus meiner Erfahrung...).
Das kann gut sein, da fehlen uns einfach die Erfahrungen und Vergleiche. Eigentlich auch logisch, nur weil eine Lodge teurer ist, heißt das ja nicht, dass die Tierwelt ringsum auch reichhaltiger ist. Wie auch immer, für uns war das die optimale Kombination. Und wirklich billig ist es ja in Serolo auch nicht.
TinuHHThemenstarter898 Beiträge · seit 201628. Sept. 2025 · #66
Nacho schrieb:Lieber Martin, das sind großartige Fotos. Ich bin begeistert. Auch das Serolo Camp sieht super aus. Da wäre ich jetzt auch gerne. Weiter bin ich noch nicht in deinem Bericht. Wird aber nachgeholt 😄 Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Silvia
Moin Silvia,
vielen Dank! Ich muss mal schauen, wann ich zum nächsten Teil komme. Das Wetter in Hamburg ist gerade bilderbuchmäßig, da will ich nicht so viel Zeit am Rechner verbringen. 🤪
TinuHHThemenstarter898 Beiträge · seit 201629. Sept. 2025 · #68
18.08.2025 - Serolo Camp
Nach dem Frühstück geht es erstmal wieder an den Limpopo. Nachdem wir hier eifrig fotografiert und beobachtet haben, machen wir uns nochmal auf den Weg zu dem ausgetrockneten Flussbett des Motloutse. Vielleicht sind die Löwen ja wieder da.
Marabu
Und tatsächlich, sie sind da, liegen aber oben auf der Böschung. Hier darf Jou nicht hoch, das Gelände gehört zu einer anderen Konzession. Aber auch so können wir sie nochmal ausgiebig beobachten.
Auf dem Rückweg können wir ganz kurz einen Bat-Eared Fox sehen, ein Foto gelingt uns nicht. Wir machen eine kurze Kaffeepause, in der Jou den Kühlerschutz als Campingtisch umbaut. Sogar eine Tischdecke gibt es! 🤩
Schabrackenschakale, Giraffen, Warzenschweine und eine Gruppe von über 30 Elefanten runden den Vormittag ab.
Zurück im Camp räumen wir schonmal ein Wenig das Auto ein, jetzt können wir das ganz in Ruhe machen.
Beim nachmittäglichen Gamedrive sind wir nur zu viert. Laura und Marco machen einen Game-Walk mit einem anderen Guide mit. Am Limpopo finden wir erstmal die üblichen Verdächtigen, aber auch ein paar bisher noch nicht gesehene Vögel.
Krokodil
Dieser Kingfischer war nicht dazu zu überreden, mal hinter dem dichten Buschwerk raus zu kommen. Aber für ein Beweisfoto reicht es.
Grey-headed Kingfisher oder Brown-hooded Kingfisher. Danke, Bele
Dann macht uns Jou auf eine Eule aufmerksam, die leider sehr tief im Geäst sitzt und gleich weiter fliegt. Das weckt den Jagdinstinkt von Jou! Vorsichtig fährt er in die Richtung, in die die Eule geflogen ist. Und tatsächlich, wir finden sie hoch oben in einem Baum, diesmal ist sie in schönstem Licht gut zu sehen. Eine “Pel’s Fishing Owl”, wie uns Jou erklärt. Die hat er auch noch nicht so oft gesehen.
Pel’s Fishing Owl
Giant Kingfisher
Jou möchte nochmal zum Bau der Schabracken-Hyäne fahren. Gestern war es ja schon zu dunkel, außerdem kamen die Hyänen sehr spät aus dem Bau. Vielleicht haben wir ja heute mehr Glück. 🙂
An den Felsen angekommen sehen wir eine Hyäne oben auf den Felsen liegen. Sie döst, wird aber auf uns aufmerksam und schaut hin und wieder zu uns runter. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses schöne Tier hier beobachten können, für uns ist das eine Erstsichtung! 🤩
Wir bleiben bis es dunkel wird, dann machen wir uns auf den Weg zurück. Ständig leuchtet Jou mit dem Scheinwerfer, vielleicht finden wir ja noch etwas interessantes. Und wir haben Glück, kurz nach dem Hyänen-Bau finden wir eine Ginsterkatze! Sie sitzt in den Felsen und wir können sie kurz im Licht der Scheinwerfer sehen. Für ein kurzes Foto reicht es, dann lassen wir sie in Ruhe.
Auf dem Weg zurück ins Camp biegen wir um eine Kurve im Wald, und wir stehen vor einem mit Kerzen und einem Lagerfeuer erleuchteten Platz mitten in der Wildnis. Gedeckte Tische, Stühle - unglaublich, man hat ein Bushdinner für uns vorbereitet! 🤩 Es gibt eine “Busch-Waschschüssel” in der man sich die Hände waschen kann, eine Bar mit allen Getränken, und einen Tisch, an dem die Gerichte ausgegeben werden. Wir sind total überwältigt, das ist einfach großartig! Ein wirklich brauchbares Foto haben wir leider nicht zustande gebracht. 🙁
Julie begrüßt uns mit der ganzen Mannschaft, wir setzen uns zusammen und genießen die Stimmung bei gutem Essen und leckeren Getränken. Heute ist der letzte Abend mit Laura und Marco, und wir freuen uns sehr, dass wir ihn gemeinsam erleben können. Ringsum hören wir Elefanten, weit weg brüllen Löwen. Was für eine Stimmung!
Als Vorspeise gibt es Kürbissuppe, zum Hauptgang eine Art Gulasch mit Gemüsebeilage, und zum Nachtisch einen Pudding. Anschließend sitzen wir noch eine Weile mit Jou und Ursula, einer Angestellten, die erst neu dabei ist, und die sehr spannend erzählt, am Lagerfeuer, bis Jou uns gegen 21:00 Uhr zurück ins Camp fährt.
Dieses Buschdinner rundet unseren tollen Aufenthalt in diesem wunderbaren Camp ab! 😄
Damit endet unser Aufenthalt im Serolo Camp. Am nächsten Morgen geht es nach Nord-Westen, wir wollen zum Boteti und machen Zwischenstation im Khama Rhino Sanctuary.
Fazit Serolo Camp Für uns ein HighLight der Reise. Wunderschöne moderne Hütten, eine tolle Anlage, großartige Betreuung, sowohl durch Jou als Guide, als auch durch Chef Kennedy und das ganze Team. Die Ausfahrten waren großartig. Wir haben deutlich mehr erlebt und gesehen, als es uns als Selbstfahrer möglich gewesen wäre. Serolo ist sicher kein Schnäppchen, aber für uns jeden Pula Wert. Wir kommen wieder!
TinuHHThemenstarter898 Beiträge · seit 201629. Sept. 2025 · #70
ElenaHanak schrieb:Schabrackenhyäne! Wow, sehr cool 😎 Die Fotos von der Hyäne sind auch richtig schön! Und das Bush-Dinner bleibt sicher in Erinnerung!
Danke Dir, Elena! Ja, das waren am letzten Tag noch ein paar echte Highlights für uns.
TinuHHThemenstarter898 Beiträge · seit 201629. Sept. 2025 · #71
Der nächste Tag ist schnell erzählt, es gibt vergleichsweise wenige Bilder, daher schiebe ich den gleich hinterher.
19.08.2025 - Khama Rhino Sanctuary - einige Dinge sollte man sich wirklich sparen!
Wir verzichten auf den morgendlichen Gamedrive, frühstücken nochmal ausgiebig, verabschieden uns herzlich von Jou, Chef Kennedy und der ganzen Crew. Dann packen wir die Autos und machen uns auf den Weg.
Wir fahren zurück bis zu der Kreuzung, an der es links nach Platjan geht, biegen aber rechts ab und kommen schon bald auf Asphalt. Hier gibt es nicht viel erzählenswertes, die Straße ist unspektakulär. Auf Empfehlung von Julie machen wir einen Umweg nach Palapye und kaufen dort in der große Mall ein. Anne besorgt sich noch eine SIM-Karte bei Orange, ihr Handy kann noch nicht mit eSIMs umgehen. Anschließend tanken wir voll, dann geht es weiter.
Gegen kurz vor vier kommen wir am Eingang des Khama Rhino Sanctuary an. Der Empfang ist etwas holprig und mühsam, aber alle sind nett und bemühen sich. Ich habe dort zwei “Chalets” gebucht. Hmja, das hätte ich mir wohl lieber sparen sollen. 😵
Mann, bin ich frustriert, als wir unser “Chalet” betreten! 😈 😵 Klar, Serolo hat uns “versaut”, aber trotzdem ist das, was wir hier vorfinden, ganz schön heftig, finde ich. Total runtergerockt, kaputt und oll, das macht überhaupt keinen Spaß. 🤢 Später erfahre ich, dass wir besser die Campsites genommen hätten. Die entsprechen wohl dem üblichen Standard.
Wir starten erstmal zu einem kleinen Gamedrive über das Gelände. Hier bekommen wir das erste Mal sowas wie Tiefsand unter die Räder. So können wir mal schauen, wie die Automatik im Tiefsand reagiert und wie sich das anfühlt. Ich bin zufrieden, das klappt alles ohne Probleme.
Crowned Lapwing
Wir fahren ein paar Aussichtspunkte an und sehen tatsächlich ein paar Nashörner. Nicht viele, aber immerhin.
Dann noch Giraffen, die üblichen Impalas. An einer Kurve stehen ein paar Autos im Weg. Der Grund sind zwei Nashörner, die ziemlich dicht am Weg stehen und entspannt fressen. Klar, hier müssen wir auch einen Moment bleiben. Dann wird es langsam dunkel und wir fahren zu unseren “Chalets” zurück.
Abends wollen wir im Restaurant essen. Das macht einen recht neuen Eindruck, obwohl es laut Auskunft der Angestellten schon 10 Jahre alt ist. Viel ist nicht los, zwei Gruppen Holländer und Südafrikaner sind noch zum Essen gekommen. Die Bedienung ist etwas überfordert, aber es gelingt uns im zweiten Anlauf für alle Burger zu bestellen. 🤩
Etwas ernüchternd sind dann wieder die Ablutions, die so garnicht zum recht modernen Ambiente des Restaurants passen. Die WC-Türen haben alle einen Riegel, aber in der Mauer gibt es kein Gegenstück, man kann nicht abschließen. Gut, ist auch nicht unbedingt nötig, aber was war die Intention bei der Konstruktion? Ich frage für einen Freund… 😗
Ein Wasserhahn ist komplett nach außen gedreht, so dass das Wasser über den Rand des Waschbeckens laufen würde, wenn man auf die Idee kommen würde, den falschen Hahn auf zu drehen. Warum kommt nur niemand auf die Idee, sowas mal zu reparieren? 😕
Egal, ab in die Kiste, vielleicht bekommen wir ja etwas Schlaf.
Fazit Khama Rhino Sanctuary Eine tolle Location um Nashörner zu beobachten. Der Park ist gut ausgeschildert und man kann eine Karte bekommen. Teilweise kommt man den Tieren recht nah. Die “Chalets” empfanden wir als Zumutung. Das hat keinen Spaß gemacht. Wenn wir hier nochmal auf der Durchreise einen Zwischenstop brauchen, dann nur noch auf der Campsite. Die Chalets sind für uns rausgeschmissenes Geld.
ElenaHanak162 Beiträge · seit 202029. Sept. 2025 · #72
Hallo Martin,
in welchen Chalets wart ihr? Wir hatten eines beim Restaurant, und das war genau so, wie du es beschrieben hast. Ich bin so etwas zwar gewohnt und beschwere mich normalerweise nicht (habe schon Schlimmeres erlebt!), aber für das Geld war es den Preis wirklich nicht wert! Der Chalet war nicht gerade günstig und gemessen am Zustand sogar sehr teuer.
Positiv war immerhin, dass es einen Kühlschrank gab, die Bettwäsche sauber war und es in der Nacht angenehm kühl war. Eigentlich war auch im Chalet selbst mehr oder weniger alles sauber, nur das Gebäude innen, Wände und Ablutions waren insgesamt ziemlich heruntergekommen. Gebucht hatten wir es, weil wir für eine Nacht nicht das Zelt aufstellen wollten. Normalerweise sind wir immer mit Bodenzelt unterwegs.
Aus fotografischer Sicht war Khama Rhino aber wirklich sehr schön! Man konnte tolle Aufnahmen machen – wie auch deine Fotos zeigen. Das Abendlicht auf den Rhinos und das Morgenlicht auf den Impalas waren fantastisch. Außerdem haben wir viele Vögel gesehen und fotografiert. Für gute Fotos ist der Park also sehr empfehlenswert.
TinuHHThemenstarter898 Beiträge · seit 201629. Sept. 2025 · #75
20.+21..08.2025 - Auf zum Boteti River Camp.
Ich bin gerade im Fluss, da mache ich gleich mit den nächsten beiden Tagen weiter. 😄
Wir haben uns früh zum Frühstück verabredet. Wir verzichten auf das Frühstück im Restaurant, werfen lieber unseren Kocher im Auto an und machen Kaffee. Gemütlich sitzen wir vor dem “Chalet” von Anne und Rolf.
Dann wird eingepackt, es geht erstmal nach Letlhakane in die Mall. Die Fahrt ist langweilig und ohne nennenswerte Erlebnisse. In der Mall kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten ein, dann geht’s weiter.
Bei Khumaga biegen wir ab und kommen durch den Ort. Hier kennen wir uns aus. An genau der gleichen Stelle wie zwei Jahre zuvor finden wir Feuerholz und kaufen genügend für die nächsten Tage (25,- Pula das Bündel finde ich sehr günstig). Die Bündel schnallen wir bei Anne und Rolf auf’s Dach. Bei uns ist nur ein schmaler zusätzlicher Dachgepäckträger vorhanden, da passt nicht mehr viel drauf. Bei Rolf und Anne dagegen ist jede Menge Platz. Dann geht’s ins Camp.
Wir bekommen wieder Campsite 5, die haben wir jetzt schon zum dritten Mal 🤩 ! Etwas klein und eng, aber man kommt klar und es ist nicht weit zu den Ablutions. Die Campsites im Boteti River Camp sind alle etwas eng beieinander. Ungewohnt, wenn man die üblichen weitläufigen Campsites in Botswana gewohnt ist. Dafür ist das Camp eingezäunt, was den einen oder anderen auch beruhigen mag.
Heute wollen wir nicht mehr los. Wir bauen auf, Rolf kümmert sich um ein Feuer, wir kochen Kaffee, inspizieren die Ablutions, duschen. Hier wurde was getan, die Duschvorhänge sind neu, alles ist nach wie vor gut in Schuss und sehr schön geräumig. Und es gibt eine Camp-Katze, die uns Gesellschaft leistet. Nein, sie bettelt nicht. Nein, wirklich nicht. Sie ist nur da!
Wir machen uns einen Sundowner, dann wird gegessen. Wie üblich fallen wir recht zeitig ins Bett. Die Campsites sind gut besucht, es ist noch einiges los. Egal, wie schlafen wie die Murmeltiere.
Am nächsten Morgen wird nur schnell eine Tasse Kaffee getrunken, dann machen wir uns auf in den Park. Wir wollen das frühe Licht nutzen.
Ich hatte ja darauf gehofft, dass Wasser im Boteti ist, aber die detaillierten Informationen von Bele haben schon recht früh alle Hoffnungen zunichte gemacht. Der Boteti ist knochentrocken, die Fähre liegt nach wie vor mitten im Flussbett. Genau wie 2023. Schade, das Erlebnis einer Fährfahrt über den Boteti hätte ich Anne und Rolf gegönnt.
Wir melden uns an und bezahlen 2.700,- Pula Eintritt für drei Tage, zwei Autos und vier Personen. Kartenzahlung geht!
Dann geht’s ab in den Park. Es ist schön wieder hier zu sein! Wir wollen zu den Hippo-Pools. Erstmal geht es oben durch dicken Sand, wir sehen Zebras, Kudus, Gnus, ein paar Geier und andere Vögel.
Am Stretching Point machen wir Halt und genießen den Blick auf den Boteti, oder das, worin er fließen würde, wenn genug Wasser da wäre. Nur ein paar Pools sind zu sehen, die von Zebras und Gnus bevölkert werden.
Dann geht es runter zum Boteti. Auch hier gibt es wieder viele Zebras, Gnus, ein paar Elefanten sind auch da. Es ist einfach wunderschön hier!
An den Hippo-Pools fällt uns als erstes ein Hippo auf, dass recht weit außerhalb des Wassers liegt und sich kaum rührt. Die Sonne brezelt ganz schön und alle anderen Hippos stecken kaum Nase und Ohren aus dem Wasser. Macht keinen guten Eindruck!
Am Pool bleiben wir einige Zeit stehen und fotografieren Hippos, Krokos und ein paar Wasservögel, dann geht es so langsam zurück, wir haben Hunger!
Seit dem wir vom Tuli Block hoch an den Boteti gekommen sind, ist es spürbar wärmer geworden. Lagen die Temperaturen im Tuli Block nachts bei ca. 8°C und die Tagestemperaturen bei knapp 30°C, sind es jetzt nachts 12-15°C und tagsüber bis 38°C.
Den Rest des Tages verdösen wir faul auf der Campsite. Leute, daran muss sich was ändern, so kann das nicht bleiben!
ElenaHanak162 Beiträge · seit 202001. Okt. 2025 · #76
Hallo Martin, warum bucht man eigentlich eher im Boteti River Camp und nicht bei SKL? Sind die Campsites dort wirklich so viel schlechter? Ich war bisher nur einmal auf einer SKL-Campsite, aber noch nie im Boteti River Camp. Hast du vielleicht eigene Erfahrungen oder Tipps, welche Variante du empfehlen würdest? lg Elena
TinuHHThemenstarter898 Beiträge · seit 201601. Okt. 2025 · #77
ElenaHanak schrieb: warum bucht man eigentlich eher im Boteti River Camp und nicht bei SKL? Sind die Campsites dort wirklich so viel schlechter?
Ob man eher im Boteti River Camp bucht, kann ich Dir nicht sagen. Ich habe auch schon auf der Khumaga Campsite gebucht. Das Boteti River Camp ist einfach etwas komfortabler, wenn auch enger. Aber man kann dort Frühstück buchen, auf der Dachterrasse bei einem Getränk die Aussicht genießen, oder auch Abendessen bestellen. So ein Zwischending zwischen Camping und Lodge, wenn man will.
Nächstes Mal würde ich ev. wieder auf der Khumaga Campsite buchen, keine Ahnung.
TinuHHThemenstarter898 Beiträge · seit 201601. Okt. 2025 · #80
22.08.2025 - Baines Baobabs
Um kurz nach 9:00 sind wir auf der Piste. Wir haben noch die Brennholzvorräte aufgestockt, ein paar Flaschen Bier gebunkert. Wir wollen durch den Park nach Norden fahren, nicht außen rum über die Asphaltstrecke. 🤩
Am Gate werden wir dringend davor gewarnt die Strecke bis zur nördlichen Ausfahrt durch den Park zu fahren. Es hätten sich schon einige im tiefen Sand festgefahren. Als der Rangerin dann sieht, dass wir mit zwei Autos unterwegs sind, relativiert sie ihre Warnung. Wir könnten uns ja gegenseitig helfen. Alles klar, so machen wir das! 🤩 🤩
Die Strecke oberhalb des Boteti ist wieder ein Traum! Wir könnten alle paar Minuten zum Fotografieren anhalten.
Rolf erweist sich als wirklich guter "Spotter". Er sieht Tiere, die wären uns nicht aufgefallen. Als er plötzlich ruft "Echse auf 2 Uhr"!, sehen wir das:
Auch 'ne Erstsichtung, keine Ahnung was das genau ist. 😎
Dann geht es schräg rechts ab Richtung Norden. Die Strecke sind wir 2021 schon mit Mara und Robin gefahren. Durch das dichte Mopane-Buschwerk ist kaum ein Tier zu entdecken. Die Piste ist tiefsandig, aber nicht schwierig. Ich habe den Plan, dass wir das Wasserloch, das uns Robin damals gezeigt hat, nochmal besuchen. Die Elefantensichtungen waren spektakulär!
Wir finden den Abzweig und sind zwei Minuten später am Wasserloch! Was für eine Enttäuschung! Kein Wasser, keine Elefanten. 😵 🙁 Zwei einsame Elis haben wir kurz vorher gesehen, sie sind ab ins Dickicht gelaufen. Sehr schade, so drehen wir um und fahren weiter.
Und dann wird es so richtig tiefsandig! Ein paar Mal habe ich die Befürchtung, dass wir uns jetzt doch festfahren, so tief ist der Sand. Aber alles klappt, wir kommen mühsam, aber doch ohne echte Probleme durch. 🤪
Am Gate treffen wir noch zwei Holländer, die in die Gegenrichtung zum Boteti wollen und nach der Strecke fragen. Wir warnen sie vor dem Tiefsand und wünsche viel Spaß. Wir werden sie wiedersehen! 😁
Wir melden uns ab, zurren nochmal das Holz auf dem Dachgepäckträger nach, dann fahren wir die 11km bis zum Gate zum Nxai Pan National Park. Auf’s Aufpumpen der Reifen verzichten wir, wir fahren langsam und vorsichtig.
Am Gate melden wir uns bei einem schneidigen Ranger an . Als die Formalitäten erledigt sind, werden wir erstmal mit allem vertraut gemacht, was man sich in der Gegend ansehen könnte. An Hand der Tinkers Map wird uns genau erklärt, wo wir unbedingt noch hin müssen, was wir auf keinen Fall verpassen dürfen. Und die Früchte der Baobabs werden uns ausführlich erklärt, und wie wir sie zubereiten sollen. Alles klar, Chef, wir tun unser bestes! So gebrieft kann ja nichts mehr schief gehen, wir können guten Gewissens los! 🤩
Die Piste Richtung South Camp kennen die meisten ja. Ziemlich tiefsandig und elend hoppelig. Auch nach dem Abzweig zu den Baines Baobabs bleibt es anstrengend. Die Strecke ist wohl einer der Gründe, warum viele der Meinung sind, dass die anstrengende Fahrt dorthin für nur eine Übernachtung bei Baines Baobabs nicht lohnt. Wir sehen das etwas anders, aus unserer Sicht lohnt die Mühe.
Wir erreichen die Pfanne und kurz danach die Baobabs. Dieser Ort ist magisch! Hier müssen wir unbedingt bei schönem Licht fotografieren. Da wir bis dahin noch eine Stunde Zeit haben, fahren wir erstmal rüber zu Campsite 1 und bauen Tische und Stühle auf. Dann gibt es Kaffee und Kekse, wir genießen die Weite, die Aussicht - es ist einfach großartig hier. 🤩
Dann wird es Zeit, wir fahren nochmal rüber zu den Baobabs. Wir verbringen mindestens eine Stunde an den Baobabs und lassen die Stimmung auf uns wirken. Das Licht, die riesigen Bäume, die Pfanne - wir freuen uns, dass wir den Weg gemacht habe.
Jetzt wird es aber Zeit für’s Abendessen, es wird schon dunkel. Auf der Campsite bereiten wir die Zelte vor, machen Feuer, dann genießen wir die abendliche Stimmung in absoluter Ruhe. Hier ist abends absolut nichts zu hören!
Der Sternenhimmel ist wieder gigantisch! 🤩 Und diesmal ist auch kein Mond zu sehen, was den Blick auf die Milchstraße erleichtert. Wir gehen schnell noch ein paar Schritte auf die Pfanne und machen ein paar Bilder von der Milchstraße.
Fazit Baines Baobabs Campsite Absolut basic! Ein Longdrop-WC, eine Eimerdusche, das war’s. Alles, auch Wasser, muss mitgebracht werden. Die Lage ist großartig! Wir empfehlen Campsite 1, die hat einen tollen Blick auf die Pfanne und die Baobabs. Aber auch Campsite 3 wurde uns empfohlen. Die Einsamkeit, die absolute Stille, all das macht die Campsite für uns zu einem magischen Ort.