da wir in diesem Forum unglaublich viele sehr hilfreiche Informationen für unsere Reise gefunden haben, möchten wir unsere Erfahrungen unserer diesjährigen Reise nach Botswana gerne teilen.
Wer sind wir eigentlich? Wir (Jana, 35 & Michi, 29) haben uns nach unserer ersten Reise 2023 nach Tansania ein bisschen in Afrika verliebt. Ursprünglich sind wir dorhin gefahren, um den Kilimandscharo zu besteigen. Gleichzeitig dachten wir uns: "Wenn wir schon nach Afrika reisen, muss man eigentlich auch eine Safari machen." Gedacht, getan, also haben wir an die Besteigung des höchsten Berges Afrikas noch drei Tage Safari in Tarangire, Lake Manyara und dem Ngorongoro Krater angehangen. Danach waren wir restlos begeistert, sodass wir bereits ein paar Wochen später schon die nächste Reise geplant haben. Diesmal Süfafrika (Kapstadt, Gardenroute, Addo, Timbavati und Krüger im Januar). Südafrika hat uns auch sehr gut gefallen, allerdings hat uns die Safari dort nicht so zugesagt und ich denke in den Krüger würden wir heute nicht nochmal fahren. Wir haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass wir geführte Safaris nicht so gerne mögen und lieber selebr fahren. Die großen Menschenmenge im Krüger hat uns auch gar nicht gefallen, sodass wir nach einem ruhigeren Ziel gesucht haben. Wieder nur ein paar Wochen nach der Reise nach Südafrika haben wir uns für eine weitere, diesmal aber vorerst letzte Reise nach Afrika entschieden. Schnell wurden Namibia und Botswana in die nähere Auswahl genommen und augrund unseres gewünschten Schwerpunktes auf Tiere ist es dann Botswana geworden. Die genaue Reiseroute findet ihr weiter unten. Generell sind wir eher die Abenteuerurlauber, sind früher (seitdem wir einen Hund haben eigentlich gar nicht mehr) viel in Skandinavien und den Alpen Campen gewesen und lieben es unseren Urlaub in der Natur zu verbringen. Luxus und vor allem das Rundum-Paket Hotel benötigen wir nicht und finden es manchmal sogar unangenehm und anstrengend.
Planung der Reise: Gestartet haben wir unsere Reiseplanung durch Anfrage bei verschiedenen Reisebüros. Am Ende haben wir mit Namibia Click & Travel gebucht und sind restlos zufrieden. Wir haben die vorgeschlagene Reise allerdings mit den Infos aus diesem Forum anpassen lassen.
Genauer Reiseverlauf: Wir haben eine One-Way-Reise von Maun nach Victoria Falls gebucht. Dabei sind wir die Strecke von Maun nach Kasane selbst gefahren und haben einen Transfer nach Victoria Falls gebucht und sind von dort aus zurück geflogen. Der genaue Reiseverlauf sieht so aus: 19.08.25 - Flug München - Maun 20.08.25 - Crocodile Safari Camp & Spa 21.08.25 - Moremi South Gate Campsite 22.08.25 - Third Bridge Tented Camp 23.08.25 - Third Bridge Tented Camp 24.08.25 - Khwai Magotho Campsite 25.08.25 - Khwai Mbudi Campsite 26.08.25 - Khwai Mbudi Campsite 27.08.25 - Savuti Campsite 28.08.25 - Savuti Campsite 29.08.25 - Ihaha Campsite 30.08.25 - Ihaha Campsite 31.08.25 - Senyati Safari Campsites 01.09.25 - Pioneers Lodge 02.09.25 - Pioneers Lodge 03.09.25 - Rückflug Victoria Falls - München
Mietwagen: Gebucht haben wir einen Toyota Hilux von Bushlore (HilC2). Wir hatten vorher keine Erfahrungen mit 4x4 Fahrzeugen oder mit sandigen Off-Road Strecken und hatten auf der gesamten Strecke absolut gar keine Probleme. Echt unglaublich, was so ein Hilux alles kann und wie robust ein solches im Vergleich zu unseren "herkömmlichen" Autos ist.
Flüge: Nachdem wir die Flüge eine ganze Zeit im Auge behalten haben, haben wir uns schlussendlich für Flüge mit Ethiopian Airlines entschieden. Die viele Zwischenstopps sind zwar blöd (München - Rom - Addis - Maun & Victoria Falls - Gaborone - Addis - Rom - München), aber man wusste ja schon vorher worauf man sich einlässt. Alle Flüge waren pünktlich, das Gepäck war da und das Essen war genießbar. Wir würden also nochmal mit Ethiopian Airlines fliegen. Die Flüge haben für 2 Personen in Economy Class 2.300€ gekostet. Ich habe zwischendurch nochmal geschaut und es scheint aktuell so zu sein, dass man für ca. 1.800€ mit Air France über Johannesburg fliegen kann - sicher eine gute Alternative.
Navigation: Über dieses Thema haben wir uns viel Gedanken gemacht. Wir haben die Tinkers Karten vom Chobe und vom Moremi, Maps.me (nicht vergessen die Karten für Botswana runterzuladen) und Tracks4Africa mit detaillierten Karten von Botswana auf dem Handy. Vorab habe vor allem ich mir schon die Frage gestellt, ob es nicht besser wäre ein Garmin Navigationsgerät mit Tracks4Afrika zu haben und öfter überlegt eins zu kaufen. Am Ende haben wir das aber nicht und waren mit den oben genannten Materialien unterwegs. In Tracks4Africa habe ich dann noch eine Route erstellt, in der alle unsere Campsites inkludiert sind. Diese Route wird dann auch auf dem Handy in lila/pink angezeigt. Tracks4Africa auf dem Handy kann nicht navigieren! Oder zumindest habe ich diese Funktion nicht gefunden. Ich denke diese Info ist für einige interessant. Vor Ort haben wir zu 95% Tracks4Africa auf dem Handy verwendet. Eine Navigation ist zwar möglich, aber man sieht die meisten vorhandenen Strecken und man sieht, wo man sich selbst gerade befindet. Besonders im Moremi war es sehr viel hilfreicher eine Übersicht aller Strecken zu haben, als eine Navigation, weil man in vielen Bereichen aufgrund des hohen Wasserstands nicht genau wusste, welche Strecke eine Dead-End hat, oder nicht. Wir sind so wirklich super rumgekommen und hatten nie ein Problem. Maps.me fand ich ziemlich unübersichtlich und habe es deswegen nicht verwendet. Hervorzuheben ist hier allerdings, dass tatsächlich mehr Strecken auf maps.me eingezeichnet sind, als auf Tracks4Africa. Maps.me haben wir nur in Kasane zur tatsächlichen Navigation verwendet. Da das Thema Strecke zu Third Bridge hier immer wieder fleißig diskutiert wird, hier noch unsere Einschätzung und Beschreibung der Route. Hier nochmals der Hinweis: wir hatten vor diesem Urlaub keine Erfahrung mit 4x4 und sind zuvor keine wirkliche Wasserdurchfahrt gefahren. Die First Bridge ist intakt, aber unmittelbar an die Brücke hat zu unserer Reisezeit eine Wasserdurchfahrt angeschlossen. Diese Wasserdurchfahrt war für uns problemlos zu fahren. Auf der Rückfahrt würde die Durchfahrt als schwieriger einschätzen. Insgesamt die schwierigere der beiden notwendigen Wasserdurchfahrten. An der Second Bridge empfehlen wir die hier schon oft beschrieben Umgehungsstrecke an der Boga Campsite zu fahren: Fahrt direkt bis vor die Brücke, dann rechts bis zur Boga Campsite fahren und dort das Wasser queren. Auf der rechten Seite der Querung ist das Wasser zu unserer Reisezeit nicht tief und auch nicht schlammig gewesen. Auf der anderen Seite (vorsicht Tiefsand direkt bei der ersten Kreuzung) links abbiegen und die Wasserquerung durch den Wald umfahren. Auf dem Hinweg haben wir die Waldumfahrung nicht gefunden und sind nach der alternativen Wasserquerung an der Second Bridge rechts gefahren. Dort folgt nach einiger Zeit eine andere Wasserquerung, die wir dann genommen & geschafft haben. Wir hatten uns vor dem Urlaub vorgenommen keine Wasserquerungen zu benutzen - das hat zwar nicht geklappt, aber uns sind die Stellen wirklich leicht gefallen undThird Bridge war bei unseren Bedingungen gut zu erreichen.
Weitere hilfreiche Informationen vorab: - Die Tankstelle in Muchenje war in Betrieb und hat laut Aussage wirklich ALLER Ranger und Bediensteten der Camps, die wir gefragt haben, nun immer Diesel vorrätig. Uns hat man vorher gesagt, dass der 160l Tank für unsere Reise locker ausreichen würde. Dem möchten wir an dieser Stelle ein wenig wiedersprechen. Wir haben in Muchenje 148l nachtanken müssen, hätten es also nicht mehr ohne Umwege nach Kasane bis ans Ende der Reise geschafft. Sollte jemand länger als wir unterwegs sein, empfehlen wir ganz klar Diesel mitzunehmen. Während unserer Zeit in Khwai (wo uns natürlich unser Dieselproblem schon klar wurde), ab es dort leider keinen Diesel, sonst hätten wir auf der sicheren Seite sicher dort teuren Diesel gekauft. Erwähnt sei hierbei noch, dass wir stets ausgedehnte GameDrives gemacht haben und wir möglicherweise überdurchschnittlich viel Diesel benötigt haben. - Victoria Falls: wir hatten wir oben beschrieben 2 Tage vor Ort. Für uns war das deutlich zu viel. Nochmal hin würden wir nicht so gerne und selten haben wir einen so überteuerten Ort (im globalen Vergleich) gesehen. - Sicherheit: Der Schein kann zwar immer trügen, aber wir haben uns insbesondere im Vergleich zu Tansania und Südafrika zu jeder Zeit sehr sicher gefühlt. Natürlich muss man immer wachsam sein, aber die Sicherheitslage war sehr angenehm. - Wir haben uns insbesondere in Botswana sehr willkommen gefühlt. Sicher auch dadurch, dass weniger Menschen auf usnerer Reiseroute unterwegs waren, war das Gemeinschaftsgefühl wirklich schön. Jeder hat sich gegrüßt und oft hat man sich mit wildfremden Menschen unterhalten - weil man auf der selben Tour unterwegs ist. Das war wirklich schön und ein Highlight im Urlaub. Wir wurden sogar mehrmals von Einwohnern Botswanas angesprochen und gefragt, wie unsere Reise denn aussieht. Danach kam ein herzliches und ernstgemeintes Danke dafür, dass wir in Botswana Urlaub machen. Für die Alteingesessenen mag das vielleicht sogar normal sein, aber für uns war es das nicht. Das haben wir so herzlich noch in keinem Land erlebt und es hat unseren Urlaub tatsächlich besser gemacht. - Eingekauft haben wir im Checkers in der Mall Of Maun. In einem anderen Supermarkt waren wir aus Zeitgründen auch nicht, aber dieser Supermarkt schien uns ziemlich europäisch zu sein. Leider haben wir einiges nicht bekommen, das wir auf der Einkaufsliste hatten, deswegen empfehlen wir an dieser Stelle, dass man möglichst viel von Deutschland mitnimmt, das essentiell sein könnte. Wir haben z.B. nicht mal Wraps bekommen, die wir für einige Gerichte eingeplant haben. - Die hier im Forum empfohlenen Arbeitshandschuhe empfehlen wir auch mitzunehmen.
Diese Liste ergänzen wir evtl. mit Fortschreiben des Berichtes, um eine gute Übersicht zu erhalten.
Direkt zum Einstieg haben wir auch bereits eine Frage: Sind diese zwei Vögel wirklich dieselben und welcher ist es? Der Cape Glossy Starling?
Hier schon mal ein paar Eindrücke unserer Reise, bevor es losgeht. Vielleicht ist für den ein oder anderen noch die Fotoausrüstung interessant. Wir sind mit zwei Kameras gereist. Sony Alpha 6300 mit Tamron 150-500mm f5-6,7 Sony Alpha 7 iii mit Sony SEL 200-600mm F5,6-6,3 bzw. FE 24-105 mm F4
Ob wir auf dieser Reise mehr Glück auf der Safari hatten als auf unserer Reise in Südafrika erfahrt ihr (hoffentlich) in Kürze hier.
Liebe Grüße Jana & Michi
Teil 209. Sept. 2025
19.08.25 - Flug München - Maun Am 19.08.25 ging es also los. Unser Flug mit Ethiopian Airlines ging um 19:05 Uhr nach Rom. Nach einem weiteren Zwischenstopp in Addis sind wir fast pünktlich um 13:15 Uhr in Maun gelandet. Hat alles super funktioniert, das Essen war genießbar und das Gepäck ist angekommen. Und das beste: wir haben auf dem Flugzeug unseren alten Freund, den Kilimandscharo sehen können.
Die Einreise nach Botswana in Maun war ziemlich zeitaufwendig. Obwohl wir das einzige Flugzeug waren, das zu der Zeit da war, sind wir erst gegen 14:30 Uhr mit einem neuen Eintrag im Reisepass weiter gekommen. Unser Gepäck wartete schon auf uns und wir sollten vor dem Flughafen von Bushlore abgeholt. Nach kurzer Wartezeit war dies auch der Fall und es ging direkt los zum Depot von Bushlore. Nachdem der Papierkram erledigt war, hat man uns noch ausgiebig das Auto (HilC2) gezeigt. Das ganze ging aber recht schnell und nach ca. 30 Minuten waren wir damit fertig. Unser Fahrzeug ist bereits 8 Jahre alt und 150.000 km gelaufen, war aber abgesehen vom zerkratzten Lack und ein paar Blechschäden noch gut in Schuss. Spätestens im Moremi haben wir dann auch verstanden, wieso der Lach aussieht, wie er eben aussieht. 😄 Los ging es dann zunächst noch zusammen mit Bushlore zur Tankstelle, um das Auto aufzutanken. Dort angekommen, hat uns der nette Mitarbeiter dann noch erklärt, dass es in Botswana kein Rechts-Vor-Links oder ähnliche Regelungen gibt, sondern die Kreuzungen ohne Ampeln mit first come first serve funktionieren. Das war eine gute Information für uns und wie sich später bestätigen sollte, funktionert dieses Prinzip in Botswana hervorragend. Direkt im Anschluss sind wir zur Mall Of Maun zum einkaufen gefahren. Wir haben unseren gesamten Lebensmitteleinkauf im Checkers dort gemacht und haben das meiste durchaus bekommen. Was wir nicht bekommen haben waren: Wraps, Peaceful Sleep, Alufolie, Zipp Beutel, Tofu, Cocktailtomaten, Zucchini, Wassermelone, Nachos/Popcorn in genießbaren Geschmäckern 😄 Anschließend waren wir noch im Bottle Store und haben versucht Gin, Wein und Cider zu kaufen. Wie wir einige Tage später feststellen dürfen, haben wir allerdings keinen Gin, sondern sehr teuren, alkoholfreien Abstience Cape Citrus gekauft 😄 In der Mall of Maun haben wir auch noch Bargeld abgehoben und in der Apotheke Peaceful Sleep gekauft, gekostet hat das 87 Pula/Dose. Aus Südafrika kennen wir es so, dass es das Peaceful Sleep auch im Supermarkt gibt. Ist das in Botswana anders und falls nicht, ist es in der Apotheke viel teurer gewesen? Soweit hat aber alles geklappt und wir waren ziemlich froh, dass wir wie geplant alles erledigen konnten.
Danach gings gleich weiter zum Crocodile Safari Camp & Spa, wo wir tatsächlich gegen 18:30 Uhr ankamen. Dort haben wir unsere Einkäufe (wie sich später herausstellen sollte zu schlecht) verstaut, haben das Zelt aufgebaut, geduscht und sind für ein Essen in das Restaurant des Camps gegangen. Das Aufbauen des Zeltes hat für das erste mal recht schnell geklappt und wir waren begeistert, wie einfach das doch geht. Es gab für mich einen Burger und für Jana Wraps.
Beides war lecker und anschließend sind wir früh ins Bett gegangen, denn der nächste Tag sollte schon früh mit einem Highlight des Urlaubs starten.
20.08.25 - Maun -> South Gate Campsite
Um 5:45 Uhr hat der Wecker geklingelt und die erste Nacht im Dachzelt war vorbei. Jana hatte ihren eigenen, warmen Schlafsack mit, sodass wir einen Schlafsack von Bushlore ausgebreitet auf die Matratze gelegt haben, um es etwas bequemer zu haben. Mit diesem Setup waren wir uns einig, dass es fast so bequem ist, wie ein herkömmliches Bett und auch im Nachhinein müssen wir sagen, dass wir jede Nacht sehr gut im Dachzelt schlafen konnten. Wir wussten, dass es in Botswana im August in der Nacht kalt werden kann, dementsprechend war für mich die erste Nacht auch recht kalt, sodass ich mir vorgenommen habe, für die nächste Nacht eine Jacke mit ins Zelt zu nehmen. Jana dagegen hatte dieses Problem nicht, denn so ein Schlafsack, der für Temperaturen bis -28°C geeignet ist, ist tatsächlich auch warm genug für die vergangene 10°C kalte Nacht.
Nach dem Aufstehen haben wir das Zelt abgebaut und waren wie beim Aufbau begeistert, dass dies so schnell und einfach ging. Unsere Schlafsachen konnten wir sorgfältig zusammengelegt im Dachzelt lassen. Da wir nach dem fertig machen, mit Sonnencreme eincremen und mit Peaceful Sleep einsprühen noch genügend Zeit hatten, haben wir sogar noch gefrühstückt und sind gegen /:00 Uhr voller Vorfreude Richtung Maun gestartet. Wir haben um 8:00 Uhr in Thamo Telele eine Reitsafari gebucht. Wir sind beide keine geübten Reiter, Jana ist in der Vergangenheit öfter geritten und hatte auch ein paar Reitstunden. Ich war vorher erst zwei mal auf einem Pferd: einmal 2024 in Südafrika und einmal dieses Jahr in Schweden. Das war aber überhaupt kein Problem, weil die Pferde hervorragend trainiert sind. Als wir ankamen, waren wir umso glücklicher zu hören, dass wir zwei die Einzigen sind und damit eine private Tour bekommen. Direkt nach unserer Ankunft ging es auch schon los. Die Thamo Telele Lodge(?) hat ein umzäuntes, privates Reserve, in dem auch Giraffen, Zebras und einige Antilopenarten leben. Unser Guide war bestens geschult und konnte uns viel neues erklären. Die Tiere haben uns Menschen auf den Pferden nicht als solche wahrgenommen und wir kamen sehr nah an die Tiere heran. Sogar das angeblich erste Straußenei der Saison haben wir gefunden.
Für mich war das Reiten hier das schönste meiner drei Reitabenteuer und wir können es nur empfehlen! Gekostet hat das ganze 50€/60$ pro Person und pro Stunde.
Nach diesem tollen Erlebnis haben wir in Maun noch die Nationalparkgebühren bezahlen wollen. Als wir ankamen fragte man uns nach unseren Vouchern und wir haben ratlos geantwortet, dass wir keine haben. Dunkel konnten wir uns aber daran erinnern, dass wir diese hätten von Bushlore bekommen sollen. Mit unserem Reiseplan haben wir aber auch ohne die Voucher die Nationalparkgebühren bezahlen können. Dies ging recht schnell und die Damen vor Ort waren sehr freundlich. Bevor es also endlich in den Moremi gehen sollte, mussten wir nochmal zurück zu Bushlore und nach den Vouchern für unsere Reise fragen. Auf mehrmaliges Nachfragen hat man uns dann ein ungeöffnetes Paket in die Hand gedrückt. Darin waren dann zum Glück alle notwendigen Unterlagen und mit einem Zwischenstopp bei der Tankstelle (erstaunlicherweise mussten wir ca. 15l nachtanken) sind wir dann Richtung South Gate gestartet. Hinter Shorobe beginnt die Gravel Road und wir sind stehen geblieben, um den Luftdruck in den Reifen nach den Vorgaben von Bushlore auf 2,0 bar zu reduzieren. Gleichzeitig haben wir etwas Feuerholz gekauft. Daraufhin hatten wir beim Reduzieren des Luftdrucks Gesellschaft von zwei Kleinkindern und ihrer Mutter, die uns in regelmäßigen Abständen aufgefordert hat, ihnen zu Essen zu geben. Als wir schließlich losgefahren sind, haben wir ihnen auch eine Kleinigkeit da gelassen. Die Befestigung des Holzes auf dem Dach müssen wir aber noch etwas üben, das hat ziemlich lange gedauert und so richtig fest war das Feuerholz auch nicht. Bis zum Southgate sind wir ohne weitere Probleme gekommen und wir haben sogar ein paar Elefanten auf dem Weg getroffen. Mit dem Voucher für unsere Campsite am South Gate hat dann auch alles funktioniert und wir sind extrem froh, dass uns nicht erst am Gate auffällt, dass die Voucher fehlen, haben wir doch die Strecke Maun - South Gate als die zweitschlimmste Strecke im gesamten Urlaub empfunden. Wir haben Campsite 3 bekommen, konnten aber nach eigenem Wunsch auch die 4 besetzen, aber blieben bei der 3. Das Camp war recht leer, es waren lediglich zwei andere Autos außer uns da und damit hatten wir recht viel Privatsphäre im Camp. Dies ist sicher anders, wenn das Camp ausgebucht ist. Uns hat das Camp jedenfalls gut gefallen und mit der Reittour am Morgen war eine Übernachtung hier entspannter als eine lange Anreise nach Third Bridge oder Xakanaxa. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass unser ursprünglicher Reiseplan statt 1 Nacht South Gate und 2 Nächte Third Bridge, 2 Nächte Third Bridge und 1 Nacht Xakanaxa vorgesehen hat, aber wir unsere gesamte Buchung aufgrund der Arbeit um eine Woche verschieben mussten und dann eben Xakanaxa gar nicht mehr und in Thrid Bridge nur noch das tented Camp bekommen haben. Am Camp sind wir ziemlich genau um 15 Uhr angekommen, sodass wir noch schnell duschen waren und dann gleich in den Sunset Drive gestartet sind. Am Gate hat man uns das Gebiet um die Black Pools herum empfohlen, seien doch dort am Morgen Löwen gesichtet worden.
Mit voller Vorfreude sind wir schließlich auf unseren ersten Gamedrive gestartet. Die Natur und die Landschaften im Moremi haben uns begeistert und auch einige Tiere haben wir gesehen, von den Löwen war aber keine Spur zu finden. Hier ein paar Eindrücke unseres ersten Gamedrives:
Nach dem Gamedrive haben wir noch schnell Nudeln mit Pesto gekochtt und das Zelt aufgebaut. Dabei hatten wir sogar Besuch von einem Honigdachs, der auch ziemlich nah kam. Leider hatten wir aber kein Handy griffbereit und als wir es geholt haben, ist er weggelaufen.
Fazit: Das Reiten war super und wir können es nur empfehlen! Die South Gate Campsite hat uns gut gefallen, die Ablutions waren sauber und es war ruhig. Der aus unserer Sicht größte Nachteil ist, dass es doch ziemlich weit ist, bis man schöne Gebiete für einen Gamedrive erreicht. Für die Anreise würden wir die Campsite aber jederzeit wieder buchen.
Teil 312. Sept. 2025
21.08.25 - South Gate - Third Bridge Pünktlich um 5:45 Uhr klingelt der Wecker und wir starten in unsere Morgenroutine, die wir jeden Tag beibehalten sollte: Aufstehen, das Zelt abbauen, die Ablutions aufsuchen, Sonnencreme & Peaceful Sleep auftragen, ein Getränk und das Frühstück in die Fahrerkabine bringen und losfahren. Die Nacht war bei mir wieder recht kalt, aber gut. In der Nacht haben wir ein paar Elefanten auf der Campsite gehabt, die unsere Wildkamera aber nicht erfasst hat. Für uns war es aber beeindruckend, wie gut man die Tiere in der Nacht doch bemerkt, wenn man lediglich in einem Zelt schläft. Auch Löwen haben wir in der Nacht gehört. Diese Geräuschkulisse hat uns richtig gut gefallen und wir vermissen sie bereits. Der Plan für den heutigen Tag war, dass wir auf dem Weg nach Third Bridge noch einen Game Drive in der Xini Lagoon machen. Etwa um 6:20 Uhr mnachten wir uns noch vor Sonnenaufgang auf den Weg und am Wasserloch etwa 3 km vom South Gate entfernt haben wir die ersten Elefanten gesehen.
Weiter in Richtung Xini Lagoon haben wir außerdem einen Bau von Zwergmanugsten (?) gefunden.
In der Xini Lagoon selbst war die Navigation in dem Sinne nicht ganz so einfach, dass wir die Straßen nicht kannten und deshalb nicht wussten, ob bestimmte Strecken unter Wasser sind oder nicht. Auf Wasserdurchfahrten wollten wir in diesem Gebiet verzichten. Am Ende lief es dann tatsächlich darauf hinaus, dass wir denselben Weg, den wir rein gefahren sind, auch wieder raus gefahren sind. Die Xini Lagoon hat uns aber sehr gut gefallen, ist sie doch landschaftlich wunderschön. Auch einige schöne Tiersichtungen hatten wir.
Ein Kampfadler?
Wieder den ganzen Weg zurück zur Hauptstraße Richtung Third Bridge gab es bis zur First Bridge nur noch einen Elefanten, der in Mitten des Weges einen Baum verspeist hat. Nachdem wir ihm ca. eine halbe Stunde zugeschaut haben, haben wir gewendet und gehofft eine Umfahrung zu finden, denn diese Mahlzeit schien noch eine ganze Weile zu dauern. Glücklicherweise sind wir relativ schnell auf einen Parallelweg gestoßen, den wir nutzen konnten. Nach kurzer Zeit kamen wir dann bereits zur First Bridge, die noch intakt war. Unmittelbar hinter der Brücke befand sich aber unsere erste Wasserdurchfahrt. Leider haben wir scheinbar weder auf dem Hinweg, noch auf dem Rückweg ein Foto hiervon gemacht. Nach der Querung ging es also weiter zur Second Bridge und kurz vorher ist ein usn entgegenkommendes Auto stehen geblieben und hat uns den Weg nochmals erläutert: Bis zur Second Bridge vorfahren, dann rechts bis zur Boga Site fahren und dann das Wasser auf der rechten Seite queren. Leider ist die offizielle Detour noch beschildert. Hierzu können wir aber nichts sagen, weil wir dort gar nicht waren.
Die Wasserdurchquerung ist uns leicht gefallen, allerdings wussten wir gleich auf der anderen Seite nicht, wie es weiter geht. Erstmal sind wir links gefahren, kamen aber recht schnell an eine Wasserdurchquerung ohne Fahrspuren, sodass wir uns dazu entschieden haben, umzukehren. Dieser Weg wäre zu unserem Zeitpunkt aber der richtige gewesen, man hätte die Wasserquerung durch einen kurzen Umweg durch den Wald umfahren können. Bilder dazu gibt's auch irgendwo im Forum hier. Wir sind aber dann den anderen Weg gefahren und haben dort auch andere Autos gesehen, sodass wir angenommen haben, richtig zu sein. Nach kurzer Zeit standen wir aber wieder vor einer Wasserquerung ohne Fahrspuren. Anders als in der anderen Querung, die wir gemieden haben, war das Wasser hier aber klar und man konnte die Tiefe gut abschätzen. Wir haben also unseren Mut zusammen genommen und sind durch gefahren. In der Mitte haben wir ein Hindernis getroffen, haben die Querung aber trotzdem gut und ohne Schäden geschafft. Der Weg bis zum Camp war dann nicht mehr weit. Vor Ort haben wir dann als erstes gefragt, ob nicht doch eine Campsite frei ist und wir das Tented Camp tauschen können - leider ging dies aber nicht. Eine Tour mit dem Boot in das Okavango Delta kostet pro Boot und Stunde P900. Von anderen Mitreisenden haben wir gehört, dass sich diese Bootstour durchaus lohnt, wir hatten aber schon im vorhinein des Urlaubs entschieden, dass wir stattdessen in Mbudi eine Mokorotour machen wollen und darauf verzichten. Wenn wir das nächste mal kommen, werden wir die Tour in Third Bridge sicherlich mitnehmen.
Das Tented Camp ist schon sehr schön, aber bei uns waren unheimlich viele Insekten im Zelt, darunter auch einige Mücken und wir hatten kein Mosquitonetz dabei. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, trotzdem im Dachzelt des Autos zu schlafen, das wir zu diesem Zeitpunkt schon lieb gewonnen haben. Die private Außendusche (davon sind wir schon immer Fan gewesen) und die private Toilette waren aber trotzdem willkommener Luxus. Auch ein Elefant kam uns bei unserer Ankunft begrüßen. Als wir dann anfangen wollten zu kochen, haben wir leider feststellen müssen, dass unser Gepäck die Reise nicht so gut vertragen hat. In der Schublade sind einige Getränkedosen kaputt gegangen und eine Packung Nudeln hat sich geöffnet. Diese waren nun aufgeweicht überall verteilt (sogar außerhalb der Schublade). Außerdem hat sich die Abdeckung gelöst, in der der Kompressor und viele weitere Dinge verstaut sind. Diese Abdeckung sollte uns auch später noch oft Probleme bereiten, war sie doch in unserem Auto nur aufgelegt und bei der ersten Erschütterung schon nicht mehr an der richtigen Stelle. Auch im Kühlschrank sind Dosen kaputt gegangen, sodass wir erstmal putzen durften. Danach gab's dann ein Curry mit Reis und nach einer Dusche haben wir unseren Sunset Drive gestartet. Geplant war es, die Mboma Loop abzufahren. Am Vortag wurden Wildhunde gesichtet und wir hatten die Hoffnung, vielleicht auch welche zu finden - wenn nicht, war das aber auch nicht schlimm.
Generell haben wir in unserer Zeit in Third Bridge unglaublich viele Giraffen gesehen. Ab diesem Tag haben wir Abends immer zusammen gesessen und den Tag einem Tier gewidmet. Dieser Tag wurde später einem Straßenpärchen gewidmet. Der östliche teil der Mboma Loop war sehr tierreich und landschaftlich sehr schön. Nach dem östlichen Teil der Insel kommt man bis zur Mboma Mokoroa Station zu einem Tiefsandteil und auf der westlichen Seite ändert sich die Vegetation erheblich und man befindet sich auf einmal in einem recht dichten Wald. Tiere haben wir hier keine gesehen, aber die Landschaft war fantastisch. Man hat gemerkt, dass hier selten Auto herfahren, weil der Weg deutlich verwachsener war und man an einigen Stellen Blocken durch umgefallene Bäume antrifft. Irgendwann sind wir zu einer Wasserdurchfahrt gekommen, an der wir schließlich umgekehrt sind. Auf dem Rückweg haben wir das erste Mal unsere neuen deutschen Freunde getroffen, die auch regelmäßig in diesem Forum unterwegs sind und die wir im Laufe unserer Reise noch öfter gesehen haben. Die Highlights unserer Sichtungen sind hier:
Zu unserem Straußenpaar gibt es hier noch ein (leider schlecht gefilmtes) Video.
Teil 415. Sept. 2025
23.08.25 - Third Bridge Nach einer guten Nacht, stehen wir wie immer pünktlich um 5:45 Uhr auf und machen uns gegen 6:15 Uhr auf den Weg zum Game Drive. Eigentlich wollten wir heute über die Third Bridge fahren und das Gebiet bis zur Forth Bridge erkunden, allerdings haben wir in der Nacht deutlich und recht nah Löwen gehört, sodass wir diesen Plan nochmal überdacht haben.
Trotzdem sind wir zunächst über die Thrid Bridge gefahren, aber haben schon nach kurzer Zeit umgedreht, denn im noch kalten Sand konnten wir die Löwenspuren gut erkennen - und sie führten zurück zur Third Bridge. Also sind wir auf der Suche nach den Löwen umgedreht und haben versucht so gut wie möglich den Spuren zu folgen. Bis zum Start der Mboma Loop ist uns das auch problemlos gelungen, doch nur ein kürzes Stück weiter haben wir Spuren in mehrere Richtungen gefunden.
Wir sind in diesem Gebiet daraufhin alle Strecken mehrfach abgefahren, aber konnten die Löwen leider nicht finden. Dafür haben wir aber natürlich alle anderen Sichtungen auf dem Weg genossen. Wie immer auf der Strecke haben wir einige Giraffen gesehen und auch eine schöne Elefantensichtung haben wir gehabt. Auch die Fomies haben wir öfter getroffen und unsere Sichtungen ausgetauscht - leider haben wir beide keine seltenen Tiere gefunden. Schön war es aber trotzdem!
Danach sind wir zurück zum Camp gefahren und haben den Tag genossen. Mittags sind Elefanten und Impalas durch das Camp gelaufen und wir hatten genügend Zeit Wäsche zu waschen und zu kochen bzw. in diesem Fall zu backen. Wir haben erstmals versucht Pizza auf dem Feuer zu machen und waren begeistert, wie gut das geklappt hat. Schon jetzt stellen wir fest, dass 1 kg Mehl wohl zu wenig war. 😄
Außerdem kamen Mitarbeiter der Campsite zu uns und fragten nach einem Überbrückugnskabel für ein Auto, das wir natürlich gerne zur Verfügung gestellt haben. Zum Thema Waschen: Wir haben uns vorher ein paar Sachen von Craghoppers bestellt, die einen Mosquitoschutz haben. Wir haben versucht diese so oft wie möglich anzuziehen (der zusätzliche Schutz hat sich einfach gut angefühlt) und haben deswegen eigentlich alle zwei Tage gewaschen. Die Konsequenz daraus ist, dass wir natürlich VIEL zu viele Sachen mitgenommen haben. Viel mehr andere Sachen wollten wir auch gar nicht anziehen, denn alle unsere Sachen hatten früher oder später schwarze Flecken vom Auto, die wir auch nicht mehr raus bekommen haben. Man sollte also vielleicht nicht unbedingt seine Lieblingssachen mit auf in einen Urlaub nehmen.
Nach einem entspannten Mittag sind wir um kurz vor 4 auf den Sunset Drive gestartet. Auf dem Weg sind wir am Gate vorbei gefahren und haben nach unserem Überbrückugnskabel gefragt. Wir haben dadruch erfahren, dass jemand bei der First Bridge stecken geblieben ist und das Kabel für die Bergung des Fahrzeugs genutzt werden sollte. Kein Problem, dachten wir uns, heute Abend wird es schon wieder da sein. Auf dem Gamedrive sind wir diesmal die gesamte Strecke, die bis zur Forth Bridge befahrbar war, abgefahren und haben nichts gesehen, wirklich kein einiziges Tier, deswegen haben wir den östlichen Teil der Mboma Loop angehangen und sehen unter anderem den ersten Schakal unserer Reise und einen wuderschönen Sonnenuntergang. Sonst blieb der Sunset Drive ziemlich ruhig.
Als wir zurück ins Camp gefahren sind, dürfen wir noch ein paar Elefanten beobachen, die auf Höhe des Ablution Blocks eine Mahlzeit zu sich nahmen. Unser Überbrückungskabel ist aber leider noch nicht zurück.
Als wir zurück auf die Campsite oder viel mehr zum Tented Camp gefahren sind, treffen wir erneut die Fomies, die uns fragen, ob wir am nächsten Tag gemeinsam die Rückfahrt über die Brücken fahren wollen. Wir sagen zu und verabreden uns um 8 Uhr am Gate für die Rückfahrt. Abends spielen wir noch ein wenig mit der Kamera herum und versuchen den Sternenhimmel aufzunehmen, haben wir doch noch nie zuvor Aufnahmen des Nachthimmels gemacht.
In der Nacht besuchen uns noch mehrere Hippos und eine Hyäne.
Teil 522. Sept. 2025
24.08.25 - Third Bridge -> Magotho Wie immer stehen wir früh auf und machen uns um kurz nach 6 auf den Weg auf den Gamedrive. Im Camp werden wir noch angesprochen und von weiteren Deutschen gefragt, ob wir heute zurück fahren. Wir sagen, dass wir bereits um 8 Uhr verabredet sind und nun sind wir ein Convoy aus 3 Fahrzeugen. Wieder sind wir die ersten, die morgens unterwegs sind und das frühe Aufstehen lohnt sich. Wir sehen die Hyänen wieder und können ein paar schöne Fotos machen.
Sonst bleibt der Morgen sehr ruhig und wir sehen bis auf wenige Giraffen nicht viel. Deshalb sind wir pünktlich um 8 Uhr am Gate und hoffen, dass wir unser Überbrückungskabel noch zurück bekommen. Am Gate warten unsere deutschen Freunde bereits und wir haben Glück, denn genau zu diesem Zeitpunkt kommen auch die Campmitarbeiter zum Gate und wir kriegen das Kabel zurück. Am Gate tragen wir uns noch aus und wir starten gemeinsam auf den Weg nach South Gate. Zum Austragen an den Camps: Gibt es hier eine Regelung dazu? Wir waren immer ziemlich verwirrt, weil es willkürlich schien, in welchen Camps man sich austragen musste. Wahrscheinlich haben wir das auch nicht überall richtig gemacht.
Der Weg zurück über die Brücken war in diese Richtung gar nicht so einfach, mehrfach verfahren wir uns, aber finden schließlich doch den Weg zurrück und es gibt keinerlei Probleme. Nach der First Bridge trennen wir uns und wir fahren vor, wollten wir doch noch der Xini Lagoon einen Besuch abstatten, denn am Tag zuvor wurden dort Löwen gesichtet. Die wollten wir natürlich auch finden! Als wir ein paar OSV sehen, fragen wir nach und tatsächlich, sie bestätigen uns, dass auch sie auf dem heutigen Gamedrive Löwen gesichtet haben. Wir machen uns also auf den Weg und einige Zeit und Nachfragen bei anderen Autos später finden wir tatsächlich 5 junge Löwen und sind glücklich über die ersten Katzen im Urlaub, hatten wir doch auf vergangenen Reisen nicht so viel Glück damit. Vor allem Jana als großer Löwenfan war happy. Die Löwen haben wir hinter einem Busch gefunden und gerade als wir ankamen, haben sie entschieden den Platz zu wechseln und zu unserem Glück folgen sie dabei der Straße. Nach ein paar hundert Metern finden sie einen schönen Schattenplatz und legen sich hin. Auch die Fomies sind mit bei dieser Sichtung und wir wussten bereits, dass wir uns spätestens übermorgen in Mbudi wiedersehen würden.
Wir bleiben insgesamt über eine Stunde bei den Löwen und machen uns dann vor allem aus Zeitgründen weiter auf den Weg nach Magotho. Wir wollten möglichst günstig wieder auf die "Hauptstraße" Richtung South Gate kommenund nicht den ganzen Weg durch die Xini Lagoon zurück fahren, den wir gekommen sind. Dies gestaltet sich aufgrund des hohen Wasserstands nicht ganz einfach und kurz vor der Hauptstraße finden wir eine riesige Herde Elefanten, die den Weg blockieren und nicht so scheinen, als ob sie bald weiter gehen. Wir beobachten das Schauspiel einige Minuten, drehen dann aber um, um einen anderen Weg zu finden, weil es schon recht spät ist.
Den Weg, gerade nach dem Moremi haben wir ein wenig unterschätzt, aber landschaftlich war die Strecke mal wieder wunderschön! Tiere haben wir nicht so viele gesehen, außer in Khwai auf der Brücke über den Mbudi Channel (glauben wir jedenfalls) unseren ersten Büffel. Der war aber ziemlich weit weg, sodass wir kein Foto machen.
Angekommen in Magotho melden wir uns an und man teilt uns mit, dass unsere Campsite 13 bereits besetzt. Das ist uns aber eigentlich egal, weil wir die Plätze sowieso alle nicht kennen und nicht beurteilen können, welcher der beste ist. Trotzdem fahren die angestellten mit uns dorthin und reden mit den Leuten vor Ort. Das wollten wir gar nicht und es wundert uns, nachdem wir schon gesagt haben, dass wir gerne einen anderen Platz nehmen und es nicht schlimm ist. Danach bringt man uns zu einem anderen Platz direkt am Wasser. Dieser gefällt uns sehr gut und als wir angekommen sind, war eine riesige Herde Elefanten auf der anderen Seite am Fluss. Wunderschön. Der Mitarbeiter erklärt uns noch das wichtigste zum Zeltplatz und wir fahren direkt zu den Ablutions, um uns zu duschen, denn die Zeit ist schon sehr fortgeschritten und wir wollten noch einen Sunset Drive machen. Kurz vor 16 Uhr war es dann so weit und wir sind los gefahren. Wir sind beeindruckt wie viele Tiere hier sind, große Herden von Antilopen, Gnus und Zebra sehen wir gleich zu Beginn (da hatten wir aber scheinbar Glück - an den nachfolgenden Tagen haben wir keine Herden irgendeiner Tierart gefunden - das war aber nicht so schlimm 😉 )
Nach gar nicht so langer Zeit finden wir nochmal Löwen! Diesmal waren es insgeamt 13 Löwen mit einigen Jungtieren, die im Schatten Schutz vor der Sonne gesucht haben.
Die Löwen sind leider nicht so motiviert sich zu bewegen und deswegen beschließen wir weiter zu fahren und später nochmal wieder zu kommen. Nach kurzer Zeit treffen wir eine nette Gruppe auf 4 Personen in einem anderen Auto. WIr bleiben stehen und unterhalten uns kurz druch das Fenster, aber diese Gruppe hatte irgendwie was magisches, man hat ihnen den Spaß und die Freude an der Natur hier irgendwie angesehen und die gute Laune von ihnen ist uns bis heute positiv im Gedächtnis geblieben. Sie haben uns nach den Löwen gefragt und wir haben uns gefreut Ihnen genau zeigen zu können, wo sie sind, habe ich es doch auf meiner Tracks4Africa Karte eingespeichert. Die Gruppe freut sich und erwähnt beiläufig, dass ja hier auch Wildhunde, angeblich genau bei Campsite 13, zufällig die einzige Campsite, deren Ort wir kennen, weil es hätte unsere sein können. Also sind wir dorthin gefahren und das Timing war perfekt. Als wir ankamen, lagen alle noch schlafend auf dem Boden, doch nur kurze Zeit später erheben sie sich, spielen ein wenig und am Ende schwärmen sie aus, um (wie wir glauben) auf Jagd zu gehen. Sie bewegen sich sehr schnell und verteilen sich in alle Richtungen. Einige Autos versuchen ihnen zu folgen, doch wir halten dies für unmöglich und fahren zurück zu den Löwen.
In der Zwischenzeit hat sich bei den Löwen nicht viel getan, sie lagen noch immer an derselben Stelle und wir waren sicher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, weiter zu fahren. Wie es das Schicksal aber wollte, hatten wir schon wieder genau das richtige Timing: schon nach kurzer Zeit sind die Löwen aufgewacht und wir durften eine ganze Zeit lang beobachten, wie das Familienleben unter Löwen so ist, bis sie sich langsam aber sicher auf den Weg in den Busch gemacht haben, dem wir nicht folgen konnten.
Teil 622. Sept. 2025
Es ist mittlerweile schon ziemlich spät gewesen und wir fahren zurück zu unserer Campsite. Dabei fahren wir wieder an Campsite 13 vorbei und kurz vor der Campsite treffen wir wieder die Wildhunde, schnell unterwegs in die gleiche Richtung wie wir. Bei Campsite 13 bleiben wir kurz stehen, denn die Leute dort waren schon an der Campsite und wir dachten, es sei sinnvoll sie darüber zu informieren, dass nur unweit von ihnen die Wildhunde unterwegs sind. Sie bedanken sich und wir fahren weiter zu unserer Campsite. Auf dem Weg treffen wir wieder Wildhunde, die sich sehr zu freuen schienen und irgendwie beim Laufen miteinander gespielt haben. etwa 50m von unserer Campsite entfernt lernen wir, wieso sie sich gefreut haben, am besten seht ihr selbst:
Es war ziemlich cool zu sehen, wie unsicher die Wildhunde versucht haben, an den Kadaver im Wasser zu kommen. Sie hatten offensichtlich Angst vor anderen Tieren im Wasser. Wir dachten zunächst, dass es sich um ein kleines totes Hippo handelt, aber bei der Sichtung der Fotos war schnell klar, dass es ein Antilope ist. Welches genauz, wissen wir nicht und wir wissen auch nicht, ob die Wildhunde es erlegt haben, oder es ein anderes Tier war. Bei der Sichtung waren allerdings nur Wildhunde vor Ort.
Da es langsam ganz dunkel war und wir unser Zelt nur 50m von dieser Beute aufstellen mussten, wurden wir langsam etwas gestresst und sind zur Campsite gefahren. Heute war nichts mit am Feuer sitzen, sondern stattdessen Zelt aufbauen, fertig machen und ab ins Zelt. Während dieser kurzen Zeit fahren einige Autos an der Campsite vorbei uns wir haben sicher 5 Hyänen gesehen, die unweit von uns zum Kill gelaufen. Auf unserer Nachtkamera haben wir am nächsten morgen einige Fotos von Hyänen und sogar ein Löwe war dabei. Wir haben trotzdem eine ruhige Nacht, wohlwissend, dass wir wahrscheinlich nicht nochmal so viel Sichtungsglück an einem einzigen Tag haben werden. Oder vielleicht doch?
Teil 726. Sept. 2025
25.08.25 - Magotho -> Mbudi Campsite
Nach einer erstaunlich ruhigen und warmen Nacht stehen wir kurz vor Sonnenaufgang auf und machen uns fertig für den Morning Drive. Diese Nacht hatte ich das erste mal üppig warme Schlafsachen mit (extra Hose & dicke Pullover) und natürlich war es diese und auch alle folgenden Nächte, in denen ich das so gemacht habe, deutlich wärmer 😄 Als wir morgens los gefahren sind, haben wir natürlich sofort nach dem Kill von gestern Abend geschaut, aber dieser war weg. Wir fahren den Fluss mit zur Cam's Corner ab und fahren über das Inland zurück. Leider haben wir heute weniger Glück mit den Tiersichtungen. Das klingt jetzt etwas gegenteilig, aber auch die Wildhunde vom Vortag sehen wir erneut, allerdings nur, weil zwei Fahrzeuge weit abseits des wegen stehen und etwas beobachten. Wir bleiben also auf dem Weg stehen und nach einiger Zeit erkennen wir die Wildhunde, aber fahren schnell weiter, denn aus unserer Perspektive sehen wir nur den Rücken der Hunde und wir wissen nicht, ob es erlaubt ist hier Offroad zu fahren und entschließen uns aus diesem Grund weiter zu fahren. Dafür sehen wir die ersten Wasserböcke im Urlaub und auch eine Gabelracke erwischen (leider nicht ganz scharf).
Danach fahren wir ins Mbudi Camp, in dem wir auch gleich eine Mokoro Tour buchen. Man empfiehlt uns die Tour abends zu machen, am besten um 16 Uhr. Wir willigen ein, obwohl wir nicht ganz sicher sind, ob wir auf den Sunset Drive wirklich verzichten wollen. Ins Mbudi Camp kommt man übrigens nur, wenn man eine sehr leichte Wasserdurchfahrt fast direkt nach dem Abbiegen von der Hauptstraße mitnimmt. Generell hatten wir hier das Gefühl, dass das Thema Wasserdurchfahrten hier anders bewertet wird. Im Magotho Gebiet haben wir zahlreiche Fahrzeuge gesehen, die die Wasserdurchfahrten sprichwörtlich mitnehmen wollten, gibt es dort doch oft parallele Wege nur etwa 5m entfernt, einer trocken, einer nass. Wir haben das allerdings nicht gemacht, wenn es nicht sein musste. Wir sind mit kurz nach 10 Uhr ziemlich früh im Camp und haben deswegen viel Zeit. Wir waschen, bereiten Stockbrot für das Abendessen vor und kochen ein Chili con Buchweizen. Wir hatten Campsite 3 und fanden die Lage perfekt. Nah an den Ablutions und doch sehr privat. Generell fanden wir es hier wirklich schön und durch das herzliche Auftreten der Campmitarbeiter haben wir uns direkt willkommen geführt. Da wir die Frage Magotho oder Mbudi hier schon oft gelesen haben ist hier unsere persönliche Antwort auf die Frage: Magotho schien uns etwas wilder zu sein, da in der Gegend einfach viel mehr Tiere sind. Den Kontakt zu den Mitarbeitern dort fanden wir nicht so angenehm, wir haben uns eher so gefühlt, dass wir dort nicht so willkommen, es war einfach nicht so nett und herzlich wie auf eigentlich allen anderen Campsites, die wir besucht haben. Die Ablutions nahe unserer Campsite in Magotho waren alt und nicht sehr einladend (kaputt, nicht sauber, viele Mücken), aber es stand schon ein neuer, noch nicht fertiger Ablution Block daneben. An einem der anderen Tage haben wir uns einen anderen, neuen und bereits fertig gestellten Ablution Block in Magotho aus Interesse angesehen und die waren wirklich schön. Hier war darüber hinaus viel los, weil wir direkt an einer Game Viewing Strecke waren und deswegen viele Autos direkt an der Campsite vorbei gefahren sind. Mbudi hingegen war sehr ruhig und auch die obligatorische Belehrung war hier viel lockerer. Die Tiere seien hier für gewöhnlich nicht so eine große Bedrohung. Auch im dunkeln sei es sicher zu den Ablutions (und zur Mokoro Station) zu gehen, wenn man eine Taschenlampe habe. Ob das wirklich so eine vernünftige Sache ist, wissen wir nicht und wir haben es dementsprechend auch nicht geteste. Auf unserer Campsite haben wir trotzdem einige Tiere gesehen, darunter eine Herde Wasserböcke, Elefanten und Hippos. Die Strecke bis zur Magotho Area fanden wir nicht so schlimm und auch nicht so lang. Generell haben wir in Magotho morgens deutlich weniger Autos gesehen als Abends und morgens waren wir auch trotz der ca 15 minütigen Anreise sicher eher einer der ersten vor Ort. Zum Sunset Drive startet man eben einfach 15 Minuten früher. Die Ablutions waren in Ordnung bis gut. Sie waren sauber, aber jetzt auch kein Highlight. Wir planen bereits die nächste Reise nach Botswana und da werden wir statt 1 Nacht Magotho, 2 Nächte Mbudi auf 3 Nächte Mbudi, idealerweise wieder auf Campsite 3, wechseln.
Um 16 Uhr sind wir also zu unserer Mokoro Tour gestartet. Nach einer kurzen Einführung ging es auch schon los. Unser Poler war nicht so gesprächig, aber auf unsere Fragen hatte er immer Antworten. Zunächst fuhren wir an unserer Campsite vorbei, um Hippos anzusehen und fahren danach zurück in Richtung Dorf. Das Mokoro Fahren hat uns gefallen, es ist sehr friedlich und man hat Zeit sich über kleinen Dinge zu freuen. Über die Flora weiß unser Poler bestens Bescheid und wir lernen viel, wissen wir doch sehr wenig über Pflanzen. Als wir unseren Poler auf die Löwen ansprechen, die wir gestern gesehen haben, erzählt er uns, dass die Löwen häufig im Dorf unterwegs sind und scheinbar gerne Jadg auf die Hunde machen. Wir sind schockiert, haben wir doch einen eigenen Hund und könnten uns gar nicht vorstellen, ihn zu verlieren. Für unseren Poler hingegen war es ganz natürlich, dass das passiert und lachend erklärt er uns, dass die Leute Dorf eben wegen dieser Löwen jedes Jahr auf neue Hunde aus anderen Gebieten kaufen müssen. Nach einer kurzen Strechpause mit Aussicht auf Elefanten machen wir uns wieder auf den Weg zurück und um 18 Uhr sind wir wieder im Camp.
Auf unserem Fußweg zurück zum Camp treffen wir die Fomies wieder und unterhalten uns nett miteinander. Diesmal scheint es das letzte mal zu sein, dass wir uns sehen, denn nun geht es für uns in verschiedene Richtungen weiter. Zurück auf dem Camp machen wir ein Feuer und lassen uns Stockbrot schmecken, dass wir mittags vorbereitet haben. Und wieder stellen wir fest, dass wir zu wenig Mehl eingepackt haben 😄
Teil 826. Sept. 2025
26.08.25 - Mbudi Campsite Nach einer wieder sehr warmen Nacht mit einem sehr laut schmatzenden Hippo in der Nähe machen wir uns früh am Morgen auf den Weg zur Magotho Area für unseren Morning Drive. Die Strecke von Mbudi nach Magotho kommt uns mit jedem Mal fahren kürzer vor und im ersten Teil finden wir zwar meistens nicht so viele große Tiere, aber dafür immer wieder einige Vögel, die wir versuchen im Flug zu erwischen. Da wir da noch nicht so geübt sind, gelingt uns das eher selten, sodass wir von diesem Morgen zwar einige missglückte Versuche haben, aber keines, das es Wert es zu teilen. Dafür sehen wir eine kurze Zeit später einen Affen beim Fressen.
An diesen Morgen fällt uns wieder auf, dass zu unserer Zeit in Khwai morgens nichts los ist. Abends sind deutlich mehr Autos unterwegs als in den Nationalsparks, aber morgens ist es hier (zum Glück) sehr ruhig. Und so kommt es auch, dass wir die folgende Sichtung fast die ganze Zeit für uns hatten. Wir haben die Löwen wieder gefunden und haben fast 3 Stunden mit ihnen verbracht. Das war bis zu diesem Zeitpunkt unsere mit Abstand beste Löwensichtung, die wir je hatten. Wir hätten den kleinen sicher noch viele Stunden lang zusehen können, aber als wir schließlich gefahren sind, war es schon ziemlich heiß und die Löwen haben es sich im Schatten bequem gemacht. Sicherlich ist auch das Spielen nicht ganz unanstrengend gewesen.
Zurück auf der Campsite haben wir entspannt und bemerken eine Herde Wasserbüffel in der Nähe und als wir uns zum Duschen auf den Weg zu den Ablutions machen, läuft uns auch ein Elefant über den Weg, den wir mit großem Abstand umgehen. Die Nähe zur Natur und den Tieren gefällt uns hier wirklich sehr gut und immer klarer wird unser Wunsch zurück nach Botswana zu kommen. Zum Mittag machen wir nochmals Pizza und wir genießen die Zeit.
Gegen 15:30 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg in die Magotho Area für einen Sunset Drive. Anders als an unserem ersten Sunset Drive hier, sehen wir wesentlich weniger Tiere, keine Antilopen und keine Zebras weit und breit. Dafür sehen wir in der Nähe des bei Tracks4Africa eingezeichneten Hippo Pools die Löwen wieder. Anders als morgens sind wir aber leider nicht alleine bei den Löwen, sondern wir zählen über 15 Autos und daher ist es nicht so einfach einen Platz zu finden, der eine gute Sicht auf die Löwen ermöglicht. Das ist uns sogar schon fast zu viel Trubel. Dazu kommt noch, dass die Löwen nicht in der Laune sind, sich zu bewegen. Klar ist es trotzdem toll über 10 Löwen mit jungen zu sehen, aber die Sichtung von heute morgen hat uns ein wenig verwöhnt. Deswegen sind wir froh, dass eine recht große Herde Elefanten auf der anderen Seite des Flusses auftacht, im Wasser spielt und schließlich den Fluss auf unsere Seite quert. Die Löwen hingegen bleiben bis nach dem Sonnenuntergang im Schatten liegen, was wir bei Temperaturen von über 30°C auch gut verstehen können.
Auf dem Weg zurück nach Mbudi machen wir noch eine weniger schöne Erfahrung. Aus der Ferne sehen wir mehrere OSV auf der Hauptstraße stehen. Langsam nähern wir uns und als wir da sind fragen wir, ob wir irgendwie helfen können. Wir werden gefragt, ob ein Arzt unter uns ist, was wir verneinen müssen und einer Guides bedankt sich herzlich, aber sagt, dass wir dann nicht helfen können. Als wir weiter fahren, sehen wir, dass ein alter Mann einige Wunde an Kopf und Oberkörper hat, die gerade verbunden worden. Wir wissen nicht genau, was passiert ist, aber wir vermuten, dass der Mann nach einem Schlagloch aus dem Auto gefallen sein muss.
Abends sitzen wir noch am Feuer und freuen uns über den so erfolgreichen Tag, besonders Jana ist total glücklich über die schönen Löwensichtungen. Der Mann ist aber auch mehrmals Gesprächsthema und wir fragen uns, wie es ihm wohl geht.
Teil 902. Okt. 2025
27.08.25 - Mbudi Campsite -> Savuti Campsite
Nach einer weiteren ruhigen Nacht in Mbudi war unser Plan in der Magotho Area einen Morning Drive zu machen und dann weiter nach Savuti zu fahren. Also sind wir um 5:45 Uhr aufgestanden und waren bereits um 6:10 Uhr auf dem weg nach Magotho. Als wir ankamen, haben wir direkt Vogel-Glück gehabt und zwei bisher unbekannte Vogel (leider nicht perfekt) erwischt.
Laut Google ein Goldbugpapagei?
Spornkuckuck?
Wir sind glücklich über diese Sichtung und fahren weiter. Viele Tiere sehen wir auch an diesem Morgen nicht, aber dafür haben wir unheimlichen Glück und finden die Löwenfamilie wieder! Diesmal liegen sogar die 4 Männchen ein wenig abseits der Familie. Darüber hinaus haben die Löwen in der Nacht wohl einen Kill gemacht und sind noch mit den Überresten beschäftigt. Genau erkennen, was die Löwen hier gefangen haben, wissen wir nicht, aber den Hörnern nach zu urteilen, tippen wir auf einen Gnu. Vielleicht kann das ja jemand genauer bestimmen. Es war sehr schön vor allem den Kleinen zuzuschauen, wie sie mit den Knochen und Hörner spielen. Auch die Erwachsenen haben teilweise mitgemacht.
Die Löwen haben diese Pose eine ganze Zeit lang gemacht. Weiß vielleicht jemand, was dieses Verhalten bedeutet?
Nachdem wir die Löwen (fast als einziges Auto) weit über eine Stunde lang beobachten durften, sind sie weiter gezogen und wir sind ihnen nicht mehr gefolgt, weil wir eine lange Fahrt vor uns hatten. Trotzdem sind wir noch eine Weile geblieben und haben das Schauspiel danach bewundert. Neben zwei großen Greifvögeln, die wir nicht eindeutig bestimmen konnten, haben wir auch einen äußerst unsicheren Schakal dabei beobachten dürfen, wie er sich an den Resten zu schaffen macht.
Um kurz nach halb 10 haben wir uns schließlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf den Weg nach Savuti gemacht. Einerseits freuen wir uns darauf ein neues Gebiet zu erkunden, andererseits hätten wir gerne noch mehr Zeit mit den Löwen in Khwai verbracht. Nachdem wir sehr viel negatives über die Strecke gehört haben, waren wir uns unsicher, wie lange die Fahrt wohl dauern würden. Als wir am Gate ankamen, haben wir nochmal nachgefragt, ob die Tankstelle in Muchenje wirklich geöffnet hat. Das Personal am Gate war sichtlich von unserer Frage verwirrt und hat uns versichert, dass die Tankstelle immer geöffnet ist. Wir waren froh und man hat uns ohne unser Nachfragen gesagt, dass wir unbedingt die Marsh Road nehmen sollen. Dem sind wir natürlich gefolgt und wir waren begeistert, wie einfach die Strecke zu fahren war. Wahrscheinlich war diese Strecke sogar die am besten zu fahrende Strecke auf unserer Reise. Landschaftlich schön war sie auch und sogar wenige Tiere haben wir entlang der Strecke gesehen. Auf dem Weg haben wir auch gleich in der Nähe vom Camp das Marabou Wasserloch mitgenommen. Dort angekommen haben wir allerdings nur einen einsamen Elefanten beim Trinken vorgefunden und sind deshalb nur kurz geblieben.
Generell war die Landschaft in Savuti eine willkommene Abwechslung zu dem, was wir vorher in Khwai und im Moremi gesehen haben. Auch die Auswahl an Game-Drive Strecken kam uns hier enorm groß vor, sodass wir extrem froh waren in Savuti auf Rat des Forums nicht nur eine, sondern zwei Nächte zu verbringen. Sonst hätten wir mit Sicherheit das Gefühl gehabt, hier etwas verpasst zu haben. Gegen 12:15 Uhr kommen wir bereits am Camp an. Der Check funktionier hervorragend und der Parkranger erzählt uns, dass am Morgen am Wasserloch auf der Pump Pan direkt vor dem Camp udn am Wasserloch in Rhinovlei Löwen gesehen haben. Wir sind glücklich und hoffen am Abend eben diese Löwen zu sehen. Außerdem gibt es hier für 8 Dollar am Tag WiFi und einen kleinen Shop. Wir finden die Ruhe ohne Handyempfang aber sehr entspannend und denken gar nicht darüber nach das WiFi zu kaufen. Wir haben Campsite CV10 udn weil es noch recht früh ist, haben wir noch jede Menge Zeit ein Curry zu kochen und Wäsche zu waschen. Die Ablutions in Savuti haben uns richtig beeindruckt und waren mit Abstand die schönsten und saubersten auf unserer Reise. Im Camp haben wir uns gleich wohl gefühlt.
Teil 1016. Okt. 2025
Nach einer zu langen Pause geht es heute endlich weiter!
28.08.25 - Savuti Campsite Nach einer angenehmen Nacht stehen wir noch im Dunkeln auf, statten den Ablutions noch einen kurzen Besuch ab und fahren direkt zum Wasserloch in der Nähe des Camps. Drei mal dürft ihr raten, welches Tier wir hier treffen: Richtig, einen Löwen! Diesmal einen einsamen männchen Löwen, der es sich am Wasserloch bequem gemacht hat. Anfangs hatten wir ihn für uns, aber schon nach wenigen Minuten kamen die ersten anderen Autos, woraufhin sich der Löwe ein ruhigeres Plätzchen gesucht hat und aus unserem Blickfeld verschwunden ist
Also sind auch wir weiter zu den Savuti Plains gefahren. Zwei der Wasserlöcher hatten Wasser, das zugegebenermaßen nicht so einladend aussah. Trotzdem sehen wir aus der Ferne eine große Hyäne, die mit einigen Schakalen unterwegs war. Sie waren ziemlich unterwegs und wir haben uns schwer getan, ihnen zu folgen.
Nach einiger Zeit verlassen auch sie den uns zugänglichen Bereich und wir fahren weiter zum Baobab Forest. Schon kurz nachdem wir die Savuti Plains verlassen haben, sehen wir rechts vom Weg zwei weitere Tiere. Na, wer errät, um welche Tierart es sich handelt?
Die beiden Löwinnen scheinen komplett unterschiedliche Pläne zu haben. In der Ferne nähert sich ein Schakal und eine der Löwinnen beginnt aufmerksam in Richtung des Schakals zu schleichen. Der Schakal nähert sich und es liegt Spannung in der Luft bis.. die zweite Löwin verschlafen aufsteht, sodass der Schakal die Löwinnen sieht, wegläuft und in einem großen Bogen die Löwinnen passiert. Die launernde Löwin bricht ihr lauerndes Verhalten ab und legt sich hin. Die andere, humpelnde Löwin kommt dazu und kuschelt ein wenig.
Nachdem der Schakal die Löwen passiert hat, trifft er die Hyäne und einen weiteren Schakal und wir denken, dass es die gleichen Exemplare sind, die wir vorher gesehen haben. Auch die Löwinnen schauen, was dort passiert.
Als das Schauspiel vorbei war, fahren wir schließlich wirklich weiter bis zum Baobab Forest, der uns landschaftlich sehr gut gefällt. Tiere sehen wir aber keine.
Weiter ging es zum Rhinovlei Wasserrloch, bei dem wir uns erhofft haben, die Löwen von gestern wieder zu sehen. Damit hatten wir auch nochmals Glück, das kleine Löwenrudel war noch immer da und lag in sehr schlechtem Licht entfernt auf einem Termitenhügel. Deswegen haben wir gar keine Fotos von den Löwen gemacht. Stattdessen war es richtig interessant zu sehen, wie sich die anderen Tiere beim Trinken verhalten, wenn Löwen in der Nähe sind. Als erstes kam ein unglaublich unsicherer Strauß und hat Minuten gebraucht, um sich zu trauen zu trinken. Danach kam eine ebenfalls stark verunsicherte Herde Impalas zum Trinken. Die Löwen haben sich allerdings nicht bewegt, sodass wir uns auch wegen der fortgeschrittenen Zeit zurück zum Camp begeben haben.
Teil 1117. Okt. 2025
28.08.25 - Savuti Campsite Teil 2
Nachdem wir wieder im Camp waren, waren wir überglücklich und haben noch mehrmals darüber gesprochen, wie viel Glück man denn haben kann auf einem Game Drive gleich 3 mal an verschieden Stellen Löwen zu sehen. Wir denken, dass es nicht mehr besser werden kann, aber - Spoiler - das wird es noch. Wir machen es uns also auf unserer Campsite bequem und für Jana gibt es das erste mal im Urlaub einen Kaffee und ich mache mir einen Kakao dazu. Schon jetzt fällt uns auf, dass unsere Campsite scheinbar ziemlich beliebt bei den kleinen tierischen Bewohnern in der Gegend ist. Jana bereitet zum Mittag ein Kürbiscurry vor und ich kümmere mich um die Wäsche. In Savuti gibt es sogar an Ablutions Wäscheleinen, die wir aber nicht genutzt haben. Den Service fanden wir aber super! Als wir gegessen haben und ruhig am Tisch gesessen haben, ging auf unserer Campsite die Post ab. Einige Gelbschnabeltokos, Zwergmangusten, afrikanische Borstenhörnchen (?) und eine Mevesglanzstar (?) leisten uns Gesellschaft, graben im Sand herum, erkunden unser für den Abend angerichtetes Feuer und interagieren miteinander. Die Vögel hoffen auf Krümel, die uns beim Essen in den Sand fallen. Wir genießen das Schauspiel und insgesamt war dies eines unserer absoluten Highlights des Urlaubs.
Nach einem entspannten Mittag machen wir uns auf zum Sunset Drive und sind schon gespannt, was uns heute erwartet. Und tatsächlich bleibt uns das Sichtungsglück treu, denn wir haben direkt an der Pump Pan vor dem Camp eine Erstsichtung: ein Gaukler. Sonst sind beide Wasserlöcher in der Gegend aber verlassen.
Auf dem Sighting Board haben wir gesehen, dass morgens am Marabou Waterhole Löwen gesichtet worden, deswegen haben wir uns auf den durchaus ziemlich weiten Weg dorthin gemacht. Auf der Strecke haben wir auch den Savuti Plains einen Besucht abgestattet und haben eine Giraffe gefunden, die sich am Wasserloch erfrischt hat.
Auf einem schlechten Teil der Strecke zum Marabou Waterhole passieren wir ein tieferes "Schlagloch" im Sand und ab diesem Ereignis beginnt unser tapferer Hilux ziemlich nervig zu klappern. Wir sind kurz stehen geblieben und haben nach möglichen Ursachen gesucht, aber nichts gefunden. Als wir endlich am Marabou Wasserloch angekommen sind, haben wir keine Löwen gefunden, aber stattdessen die größte Herde Elefanten, die wir je gesehen haben. Wir beobachten das wunderschöne Schauspiel eine ganze Weile lang.
Danach fahren wir noch das am heutigen Nachmittag leere Wasserloch a der Rhinovlei an und fahren von dort aus zurück. Auf dem Rückweg nehmen wir nochmals die Pump Pan Wasserlöcher mit und haben eine letzte Löwensichtung an diesem Tag ganz für uns allein. Nur ein Auto mit Mitarbeitern des Camps kam noch vorbei und hat uns zugerufen "Do you enjoy [Name hier einfügen]?". Scheinbar hat er Löwe am Wasserloch einen Namen, vielleicht kennt ihn ja jemand?
Im Camp sitzen wir noch eine ganze Weile am Feuer, reden über die schönen Erlebnisse des heutigen Tages und genießen den Sternenhimmel.
Teil 1217. Okt. 2025
29.08.25 - Savuti -> Ihaha mit kleineren Problemen und umso größerem Glück
Nach unserer morgentlichen Routine starten wir ein wenig wehmütig in den Morning Drive. Wir packen unser Müsli nach Vorne ins Auto und planen bei der ersten guten Sichtung im Auto zu frühstücken. Savuti hat uns sehr gefallen und wir wären gerne eine weitere Nacht geblieben. Wir fahren die nahe am Camp gelegenen Wasserlöcher ab, aber heute ist nicht viel los. Wir sehen außer ein paar Vögeln keine Tiere. Deswegen entscheiden wir am Morgen trotzdem die lange Strecke nach Rhinovlei und zum Marabou Wasserloch in Kauf zu nehmen.
Leider begnen wir auf dem Weg keinen Tieren, kein Elefant, kein Antilope, gar nichts. Immer wieder werden wir auch von Guides in OSVs angesprochen, die mehr oder weniegr verzweifelt nach Tipps suchen. Leider können wir da nicht helfen. Auch die Cheetah Plains fahren wir komplett ab, man darf ja träumen dürfen und aufgrund des Namens auf ein paar Geparden hoffen 😄 Das war leider nicht erfolgreich, aber am Rhinovlei Wasserloch hören wir von einem Guide, dass heute morgen ein Leopard bei den Kudu Hills gesichtet wurde. Er macht uns aber nicht allzu viel Hoffnung, denn sie sind selbst gefahren, als der Leopard aus dem Sichtbereich verschwand. Wir haben es trotzdem vergeblich versucht den Leoparden zu suchen und haben mehrere Runden um die Kudu Hills gedreht. Dabei stört uns das Klappern des Autos immer mehr, das gefühlt auch heute leicht stärker war als gestern Abend.
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit haben wir uns im Anschluss auf den Weg nach Ihaha gemacht, der laut Karte ziemlich lang sein würde. Bis zum Gate ging es gut voran und auch der Check-Out ging schnell. Ich erinnere mich dunkel, dass die direkte Strecke im Forum nicht empfohlen wird und man stattdessen von Savuti kommend den kleinen Umweg direkt nach dem Gate nach links nehmen sollte. Ich war aber nicht ganz sicher und beschildert war die Strecke nach Kasane geradeaus. Deswegen haben wir diesen Weg genommen und es zutiefst bereut. Diese etwa 15 km lange Strecke war die mit Abstand schlechteste Strecke auf der ganzen Reise. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt, waren extrem langsam unterwegs, das Klappern des Autos wurde danach nochmal deutlich schlimmer und wir wussten schon, wer in Ihaha den Kofferraum einmal komplett putzen durfte 😄 Als wir den schrecklichen Abschnitt bewältigt haben, ging es noch eine ganze Weile über eine Schotterstraße weiter bis wir schließlich in Kachikau eine enorm gut ausgebaute Asphaltstraße vorgefunden haben. In Kachikau haben wir im Convience Store einige Souveniers gekauft und den Reifendruck erhöht. Dann gings weiter zur Tankstelle in Muchenje, bei der uns ein Stein vom Herzen fällt, weil es dort Diesel gibt. Das hat uns vor Ort zwar jeder genau so prophezeit, aber wir waren trotzdem glücklich, dass wir tatächlich tanken konnten. Der restliche Weg bis zum Ngoma Gate war schnell vorbei und beim Gate hat auch alles schnell geklappt. Während ich uns angemeldet habe, hat Jana den Luftdruck der Reifen reudziert, sodass wir schnell weiter konnten. Die Chobe Riverfront war wahnsinnig schön, überall waren große Herden Tiere und wir waren landschaftlich begeistert.
Eine weitere Erstsichtung für uns: Ein Sable Antilope und das gleich mit einem jungen dabei. Leider verschwinden die beiden schnell im Gestrüpp.
Als wir von der Ihaha Loop wieder auf den Hauptweg kamen, sahen wir auf der rechten Seite zwei Autos stehen und haben uns dazu gesellt, um zu schauen, was es dort zu sehen gab. Als wir das Auto wieder einschalten wollten, ist nichts passiert, unser Auto ist nicht mehr angesprungen. Einige Guides haben ihre Hilfe angeboten und waren sich sicher: Das ist die Batterie! Leider lagen sie falsch, denn es war der Starter, der kaputt war. Zum Glück haben wir diese Situation in bester Vorbereitung auf den Urlaub bereits zuhause geübt, als wir nur 3 Wochen vorher mit einer kaputten Lichtmaschine an einer ungünstigen Stelle an der Ländergrenze Deutschland/Österreich liegen geblieben sind und 6! Stunden bei 5 ° C und strömendem im Auto auf den Abschleppdienst warten mussten. Aber zum Glück sind die Afrikaner ja für ihre Schnelligkeit bekannt und tatsächlich kam Bushlore nur etwa 90 Minuten nach unserem Anruf zu uns und haben in afrikanischen Wildnis mal eben so den Starter ausgebaut und einen neuen eingebaut. Keine 10 Minuten später konnten wir das Auto starten. Wahnsinn! Die zwei Mechaniker haben von uns kalte Getränke und ein Trinkgeld bekommen und alle waren froh. Auch unser klapperndes Auto haben wir angesprochen, aber die beiden Mechaniker sagten, dass das Auto schon noch die letzten 3 Tage halten wird. Und das hat es. Generell waren wir begeistert von der Hilfsbereitschaft der anderen Guides. Viele haben ihre Hilfe angeboten und ein Fahrer kam nachdem er seine Kunden weg gebracht hat sogar nochmal zu uns, um nach zu schauen. Diesen Guide haben wir auch die nächsten zwei Tage wieder gesehen und immer wieder ein bisschen gesprochen und Sichtungstipps ausgetauscht. Und wer sich jetzt fragt, wo bei dieser Situation das Glück war: Es gibt durchaus schlechtere Stellen, an denen ein Auto kaputt gehen kann, aber Bilder beschreiben die Situation besser:
Als wir danach im Camp ankommen, verzichten wir auf einen Sunset Drive, da es schon kurz vor 5 ist. Wir mussten noch Duschen, was essen, das Auto putzen und generell ankommen, deswegen war der Abend relativ stressig. Das war aber egal, denn wir sind völlig hin und weg von der Leopardensichtung mit zwei jungen. Wir konnten uns vorher gar nicht über unsere Sichtungen beschweren, aber der Wunsch einen Leoparden zu sehen war riesig und die Hoffnung ist zugebenermaßen schon sehr klein geworden, was aber aufgrund der sonstigen tollen Sichtungen überhaupt nicht schlimm war. Deswegen war unsere Eurphorie über die Leopardenfamilie umso größer. Niemals hätten wir gewagt auf eine Leopardensichtung mit jungen zu hoffen. Nun waren wir uns aber sicher: Besser wird es nicht mehr. Botswana hat es zu diesem Zeitpunkt schon unglaublich gut mit uns gemeint.
Glücklich sind wir ins Zelt auf Camp 5 gegangen und sind schon gespannt, was die letzten Tage in diesem wunderbaren Land für uns bereit halten.
Fazit Savuti: Wie schon weiter oben beschrieben hat uns Savuti sehr gut gefallen. Unsere Campsite war zwar wegen noch nicht abgeschlossenen Bauarbeiten nicht unbedingt die schönste, aber die kleinen Tiere haben die Campsite zu etwas ganz besonderem gemacht. Die Ablutions sind extrem schön und sauber. Die Gamedrive Strecken in dem Gebiet sind weitläufig und äußerst abwechslungsreich und generell stand Savuti landschaftlich gegenüber Moremi/Khwai und auch dem Chobe stark im Kontrast gegenüber. Wir fanden die Abwechslung toll und wären gerne länger geblieben. Vorbehaltlos zu empfehlen!
Teil 1317. Okt. 2025
30.08.25 - Ihaha
Am heutigen Tag haben wir vor die Strecke Richtung Kasane abzufahren, aber das erste, was wir machen, ist natürlich zu der Stelle zu fahren, an der wir die Leoparden am Vortag gesehen haben. Leider hatten wir nicht nochmal das Glück sie zu sehen, nehmen aber dafür nochmals die Ihaha Loop mit und sehen das erste große Tier des Tages: eine Giraffe.
Östlich des Camps sehen wir dann auf einem Baum einige Affen und ein Stück weiter sehen wir endlich Büffel aus der Nähe. Büffel haben wir im vorherigen Verlauf der Reise nur sehr selten und von weitem gesehen, aber dafür haben wir hier gleich hunderte Büffel gesehen, die einen Roadblock verursacht haben. Wir haben es genossen den Tieren zuzusehen und drehen dann um, um sie über die Hauptstraße zu umfahren. Dies stellt sich schon bald als eine weiterer glücklicher Umstand heraus.
Schon jetzt war klar, dass der Gamedrive ein voller Erfolg war, als wir - wieder an Riverfront - Tiere in der Ferne sehen, die wir erst etwas später als Löwen identifzieren können. Wieder haben wir das Glück als erster vor Ort zu sein und die Löwen eine ganze Weile beobachten zu können. Es handelt sich um eine weitere Löwenfamilie und diese hier war im vergleich zur Familie in Khwai nochmal deutlich verspielter. Später stößt auch der Guide zu uns, der uns am Vortag behilflich war und erzählt uns, dass er die jungen Löwen auf ein Alter von nur 2 Monaten schätzt. Ob das ungefähr hinkommen kann, können wir nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass diese jungen Löwen nochmal deutlich kleiner waren als die in Khwai und auch die ausgewachsenen (aber ebenfalls noch nicht so alten) Löwen extrem verspielt waren. Die ersten Biler haben wir um 7 Uhr gemacht und die letzten gegen 9:30 Uhr, wir haben es also sehr genossen dort zu sein 😄 Als die Löwen es sich im Schatten bequem gemacht haben, haben auch wir uns auf den Weg zurück ins Camp gemacht.
Teil 1420. Okt. 2025
30.08.25 - Ihaha Teil 2
Als wir vom schönen Gamedrive zurück gekommen sind, haben wir auf der Campsite entspannt und versucht das Klappern des Autos mit viel Panzertape zu verhindern. Zum Mittag gibt es heute ein letztes Mal Pizza frisch vom Feuer - unser Lieblingsgericht im Busch (okay, auch zuhause 😄 ). Die Campsite in Ihaha ist super, hier ist wirklich viel los! Auf dem Weg zu den Ablutions treffen wir eine große Herde Imapalas und als wir vom Duschen wieder zurück gehen, erschrecken wir eine Giraffe, die sich an den Bäumen unmittelbar vor den Ablutions zu schaffen gemacht hat. Später sehen wir noch eine Herde Elefanten am Fluss trinken. So wünscht man sich das doch 🙂
Gegen 15:30 Uhr machen wir uns auf den Weg auf den letzten Sunset Drive in diesem Urlaub. Wehmütig verlassen wir das Camp und fahren nochmals an die Stelle, an der wir am Vortag die Leoparden gesehen haben. Im Camp war die Leopardenfamilie bekannt und ist angeblich häufiger an der besagten Stelle anzutreffen. Leider haben wir kein Glück und fahren weiter richtung Osten und hoffen, dass wir nochmals Glück mit den Löwen haben. Auf dem Weg dorthin sehen einen afrikanischen Fischadler und ein paar Elefanten weit weg im Wasser spielen.
Und dann sehen wir tatsächlich die Löwen nochmal, die wir am Morgen gesehen haben! Als wir ankommen, gehen bereits die ersten in den Wald zwischen Hauptweg und Fluss, sodass wir sie nur kurz sehen können und sie dann ungünstig zwischen Gestrüpp verschwinden.
Es ist sehr warm gewesen und die Löwen schienen keine großen Ambitionen zu haben sich zu bewegen. Als wir gerade überlegen, ob wir weiterfahren oder bleiben, fährt ein Auto vor und wir sehen ein bekanntes Gesicht - den Guide, der uns am Vortag half und den wir schon am Morgen getroffen haben. Er erzählt uns, dass er diesen Nachmittag nicht viel Glück hat und vergeblich die Löwen sucht, aber einfach nicht finden kann. Wir erzählen ihm, dass er sprichwörtlich direkt vor ihnen ist und nach einer kurzen Suche, hat auch er die schlecht sichtbaren Löwen im Gestrüpp gefunden. Trotzdem war er sichtlich glücklich und fragt, ob wir vom Leoparden in der Nähe der Serondela Picknick Site wissen. Wir verneinen und lassen uns den Weg beschreiben. Auf der Karte sieht die Fahrt dorthin ziemlich weit aus und wir überlegen, ob wir bleiben und darauf wetten, dass die Löwen heute noch vor Sonnenuntergang weiterziehen oder den weiten Weg zum Leoparden - ohne Sicherheit, dass er noch da ist - fahren. Letztlich entscheiden wir uns vor allem wegen unserem vergangenen Löwenglück dazu zum Leoparden zu fahren.
Die Strecke ist tatsächlich ziemlich lang, sogar länger als wir erwartet haben und darüber hinaus ist der Weg dorthin leer, wir sehen kein einziges Tier, aber dafür ist es landschaftlich schön. An der Serondela Picknick Site fragen wir nochmal nach, wo wir genau hin müssen. Nachdem wir uns mehrfach erkundigt haben, sehen wir in der Nähe vom Vista-Point zwei Autos stehen und freuen uns bereits: Wir haben den Leoparden tatsächlich gefunden! Als wir ankommen, sehen wir ein Impala auf dem Boden liegen, das vielleicht vom Leoparden gerissen wurde. Kurz nachdem wir ankamen, fuhr eines der Autos weg und im letzten Moment nutzten wir die Gelegenheit und haben nachgefragt, ob der Leopard denn wirklich hier sein sollte. Der Mann im anderen Auto antwortete, dass er jetzt das dritte mal über eine Stunde stand und gewartet hat, aber keinen Leoparden gesehen hat. Wir fahren noch ein wenig umher und warten, aber machen uns dann auf den Weg zurück, schließlich war es schon recht spät und der Weg zurück ist lang.
Als wir auf dem Rückweg an der Serondela Picknick Site vorbei gefahren sind, haben uns die Gäste in einem der OSV angesprochen. Ein Südafrikaner, der seltsamerweise ziemlich gutes deutsch gesprochen hat und scheinbar wusste, dass wr deutsch sind, kam auf uns zu und hat gefragt, ob wir den Leoparden gesehen haben. Wir haben verneint und gesagt, dass wir zwar das Impala gesehen haben, aber keinen Leoparden. Er erklärt uns, dass der Leopard nur eine Autolänge weiter lag als das Impala, als sie weg gefahren sind. Komisch, wir hatten doch rund herum alles abgesucht und nichts gefunden, aber irgendwie mussten wir es nochmal versuchen. Also nochmal zurück. Diesmal stand kein Auto mehr am Impala, das wir zuvor gesehen haben und wir entscheiden uns noch ein wenig weiter Richtung Kasane zu fahren - und tatsächlich, wir sind vorher einfach nicht weit genug gefahren. Um den Leoparden herum sind eine MENGE Autos, ca. 20 und die ganze Situation war extrem unangenehm. Wir haben uns angestellt, aber von allen Seiten kamen OSVs, die sich vorgedrängelt haben, sodass es eine ganze Weile gedauert hat, bis wir das Tier gesehen haben. Als wir in Sichtweite waren, ging es aber weiter, von allen Seiten sprechen uns die Fahrer der OSVs an, dass wir doch bitte einen Meter vor oder zurück fahren sollen, damit sie bessere Sicht haben. Nachdem wir deswegen 5 mal die Position gewechselt haben und endlich zum Fotosgrafieren kommen, hören wir schon von den ersten Fahrern: "Lasst auch die anderen etwas von der Sichtung haben", "Schnell anschauen und wieder weg fahren, es gibt noch andere, die den Leoparden sehen wollen" und zahlreiche weitere Sätze wie diese. Dabei hatten wir noch gar keine Zeit den Leoparden zu sehen und Jana hatte ihn bis dahin gar nicht sehen können, weil sie auf der ungünstigen Seite des Autos saß. Wir haben also gewartet, bis der Leopard wenigstens einmal in unsere Richtung schaut, haben auf den Auslöser gedrückt und sind gefahren.
Man, was war das für eine unangenehme Situation! Echt schade, dass bei einer eigentlich schönen Sichtung so viel Stress gemacht wird, sodass man die Situation nicht genießen kann und stattdessen sogar negativ empfindet. Dazu war die Sicht echt bescheiden. Danach machten wir uns auf den Weg zurück zum Camp und ich habe mich ziemlich geärgert, dass wir die lange Fahrt und damit auch irgendwie unseren letzten Sunset Drive für so eine Situation investiert haben. Jana hatte vor allem mir zuliebe zugesagt, dass wir zum Leoparden fahren und die Löwen verlassen. Naja, jetzt konnte man es eh nicht mehr besser machen und wir hatten ja noch den Morning Drive morgen früh. Auf dem Weg zurück haben wir noch ein paar Elefanten in grandiosem Licht gesehen und kurz vor dem Camp hatten wir tatsächlich noch das Glück die Löwen zu sehen. Sie waren zwischen Straße und Wasser, aber aufgrund des schlechten Lichts, bzw. der schon deutlich fortgeschrittenen Zeit sind wir nicht lange geblieben und haben keine Fotos gemacht.
Im Camp haben wir den letzten Abend in der Wildnis genossen und sind dann müde ins Zelt gegangen.
Teil 1523. Okt. 2025
31.08.25 - Ihaha -> Senyati
Die letzte Nacht im Chobe Nationalpark war leider aufgrund von Musik, die bis früh am Morgen von der namibischen Seite kam nicht so erholsam und wir waren auch ein wenig traurig, dass so die Geräusche des Busches überdeckt wurden. Trotzdem waren wir schon sehr gespannt, was der letzte Game Drive in Botswana für uns bereithält. Also starteten wir kurz nach 6 Richtung Ihaha Loop. Wir hatten ein wenig Hoffnung, dass wir doch nochmal die Leopardenfamile treffen, aber leider haben wir bis auf einen Sattelstorch nur Leere vorgefunden.
Deswegen haben wir uns daraufhin auf den Weg Richtung Osten gemacht. Auch hier haben wir eine ganze Zeit lang keine Tiere gesehen und tatsächlich waren an diesem Tagen die ersten großen Tiere, die wir sehen Löwen.
Zunächst sahen wir nur die Mutter mit den zwei Jüngsten und je mehr wir uns umgeschaut haben, desto mehr Löwen haben wir verteilt auf die Fläche bis hin zum Fluss gesehen. Darüber hinaus kam die große Herde Büffel, die wir bereits an den Vortagen gesehen haben, auf uns und damit auch auf die Löwen zu. Zu diesem Zeitpunkt begann auch der "Rückzug" der kleinen mit der Mutter. Sie haben sich in das Waldstück zwischen Hauptweg und Weg an der Waterfront begeben. Nur kurz darauf begonnen die Büffel aufgeregt umherzulaufen, denn weitere Löwen, die wir von unserer Position nicht sehen konnten, tauchten aus einer Vertiefung im Gelände auf und versuchten erste Unternehmungen, um einen Angriff auf die Büffel zu starten. Die Anspannung stief und die riesige Herde Büffel hat die Löwen in unsere Richtung vertrieben. Immer wieder ging es hin und her, die Löwen starten einen Angriff, die Büffel fliehen und schon kurze Zeit später dreht sich das Blatt und die Löwen werden in die Flucht geschlagen. Und dann passiert es, einer der Löwen springt auf den Rücken eines Büffels. Der Büffel rennt mit dem Löwen auf dem Rücken davon in die eigene Herde, wir sehen nichts mehr, die Staubwolke versperrt uns die Sicht und wir fragen uns, was dort vor sicht geht. Der Löwe war alleine in der großen Herde und die Chance, dass er da heil wieder herauskommt, scheint extrem gering. Als sich der Staub legt, flieht der Löwe tatsächlich scheinbar unversehrt aus der Situation.
Nach dieser Aktion scheint die Jagd für die erfahrenen, älteren Löwen fehlgeschlagen, nur noch die jungen, halbstarken versuchen weiterhin die Büffel anzugreifen und wir werden Zeuge von vielen beeindruckenden Situationen, in denen keine Tiere zu Schaden kommen. Die Büffel gewinnen zunehmend an Land und dabei ist der Unterschied zwischen den älteren und jüngeren Tieren beeindruckend: die Jungen sind sehr unsicher und lassen sich leicht verscheuchen, auch wenn sie immer wieder versuchen einen Angriff zu starten. Die älteren Löwen sind total unbeeindruckt und liegen nahezu entspannt auf dem Boden, währen dnur 2 m weiter ein junger Löwe von den mächtigen Bullen verscheucht wird.
Nachdem die Löwen schließlich aufgegeben haben, sind sie äußerst schnell in den Wald/Busch verschwunden. Wir sind überglücklich, dass uns Botswana noch eine solch eine tolle Sichtung geschenkt hat und fahren weiter. Wir fahren nochmals zu dem Leoparden, den wir am Vortag in der Nähe der Serondela Picknick Site gesehen haben, finden aber nur seine Beute vor. Weil trotzdem viel los war und wir nicht die besten Erinnerungen an diese Stelle vom Vortag hatten, fahren wir weiter. Am Tag zuvor kamen neue Gäste an die Campsite 4 direkt neben unserer an und in einem Gespräch haben wir erfahren, dass in der Nähe des Kalwesi Valley Waterholes ein großes Rudel Löwen eine Giraffe gerissen haben. Diese Löwen wollten wir suchen und tatsächlich konnten wir sie problem und schnell finden. Hier waren natürlich auch einige weitere Autos vor Ort, die uns direkt gezeigt haben, dass wir hier richtig sind. Wir hatten auf unserer Reise unglaublich viele und vor allem schöne Löwensichtungen und nach dem, was wir erlebt haben, war diese Sichtung so gar kein Highlight. Wir haben 10 Löwen gezählt, die allesamt völlig fertig mit der Welt im Schatten lagen. Sie sahen so aus, als wären sie absolut nicht mehr in der Lage sich ordentlich zu bewegen, weil sie so voll gefressen waren. Trotzdem war die Situation eindrucksvoll.
Danach sind wir zum Gate gefahren. Auf dem Weg hatten wir weiteres Sichtungsglück und haben einen Sable Antilopen beim Trinken gesehen. Auch für alle weiteren Tiere haben wir uns nochmal besonders Zeit gelassen und genossen.
Als wir den Park verlassen haben, haben wir noch im Supermarkt eingekauft - vor allem, weil wir zu Beginn deutlich zu wenig Rusks gekauft hatten und noch welche haben wollten. Außerdem haben wir ein paar Souvenirs an den Straßenverkaufsständen gekauft. Die weitere Fahrt bis nach Senyati war kein Problem, die Straße gut ausgebaut und das letzte Stücke durch Tiefsand war kein Problem. Das Einchecken war auch kein Problem und nach einer kurzen Dusche mussten wir schon weiter zu unserem Sunset Cruise. Weiter geht's im nächsten Teil.
Teil 1624. Okt. 2025
31.08.25 - Ihaha -> Senyati Teil 2
Gestern war ich ein wenig zu voreilig, denn nachdem wir in Senyati angekommen waren, haben wir vor unserer Weiterfahrt an die Riverfront noch das Auto bestmöglich aufgeräumt, geputzt und die meisten Sachen zusammen gepackt, da wir unser Auto am nächsten Tag abgeben mussten. Unseren Sunset Cruise haben wir direkt bei African Bush Lovers Safari gebucht. Dort hat er P490 pro Person gekostet und wir konnten die Permit für den Nationalpark verwenden, die wir bereits hatten. Wir sind relativ pünktlich zur vereinbarten Zeit um 15:00 Uhr an der Bootstation angekommen, wo man bereits auf uns gewartet hat, denn eigentlich hätten wir schon 30 Minuten früher da sein sollen, allerdings hatte man vergessen uns das mitzuteilen. Das war aber kein Problem und dafür ging es auch schnell los. Wir haben noch eine Kiste mit kalten Getränken erhalten und ein älteres Pärchen war so nett und hat sich extra umgesetzt, sodass wir nebeneinander sitzen konnten - und das ohne zu fragen. Super! Nach einer kurzen Sicherheitsunterweisung und einem Stopp am Parkeingang ging es los. In den 3 Stunden wird die Sidudu/Kazakili Island umfahren. Unser Fahrer hat sich alle Mühe gegeben für alle Insassen des Bootes bestmögliche Sicht auf alle Tiere zu ermöglichen und hat gerne alle Fragen beantwortet. Wir hatten eine durchaus schöne Fahrt und haben allerlei Tiere gesehen.
Die andere Perspektive ist für uns eine schöne Alternative aber wir merken schnell, dass wir doch eher Fan der Game Drives an Land sind. Trotzdem können wir jedem nur empfehlen einen Sunset Cruise einmal zu machen, es ist eine wirklich schöne Tour.
Nach dem Sunset Cruise haben wir uns zurück auf den Weg nach Senyati gemacht, wo wir in der Bar noch eine Pizza gegessen und etwas getrunken haben. Auch am Wasserloch waren noch ein paar Elefanten, denen wir gespannt beim Trinken zugesehen haben. Aber wir vermissen das Lagerfeuer und die Stille in tieferer Wildnis jetzt schon. Danach legen wir uns für die letzte Nach in Botswana schlafen.
Teil 1724. Okt. 2025
01.09.25 - Senyati -> Pioneers Lodge Teil 1
Auch am heutigen Tag sind wir früh aufgestanden, haben nochmal in Ruhe gefrühstückt und haben die letzten Sachen sortiert. Bei der Vorbereitung des Frühstücks sind wir dann erstmals in diesem Urlaub Opfer von Diebstählen geworden. Als wir die Heckklappe öffnen, kommt aus dem Nichts ein Pavian, springt ins Auto und schnappt sich eine Packung Müsli. Nach einem ersten Schreck sind wir eigentlich ganz froh, hatten wir doch den Rest des Urlaubs Glück, dass wir in keinem der Camps auch nur einen Affen gesehen haben und, dass er sich nur eine Packung Müsli geschnappt hat. Danach hat er uns auch in Frieden gelassen und hat die anderen Gäste des Camps terrorisiert. Gegen 7 verlassen wir das Camp und suchen einen Abnehmer für unsere restlichen Lebensmittel und sonstigen brauchbaren Gegenstände. Wir finden ein paar Kinder am Spielen und geben Ihnen alles, was wir abgeben können. Sichtlich erfreut danken sie uns und wir fahren mit einem Tankstopp direkt zu Bushlore. Weil wir noch etwas zu früh dran sind und Bushlore erst um 8 Uhr öffnet, müssen wir noch einige Zeit vor den Toren warten, bevor wir eingelassen und das Auto ohne weitere Probleme abgeben können. Direkt bei Bushlore wurden wir mit kleiner Verspätung abgeholt und zur Grenze nach Simbabwe gebracht. Zu unserer Freunde geht der Grenzübergang extrem schnell und wir sind kurz nach 10 schon in Victoria Falls in der Pioneers Lodge angekommen. Hier werden wir herzlich begrüßt und uns wird sprichwörtlioch jeder Handgriff abgenommen - und schon jetzt merken wir, dass wir das eigentlich gar nicht wollen. Nach einem kurzen Willkommensgruß inkl. dem wohl besten Eistee, den wir je getrunken haben, wurden wir ins Zimmer gebracht. Die Anlage ist sehr schön und wir fühlen uns insgesamt wohl.
Nachdem wir uns frisch gemacht haben, sind wir zurück an an die Rezeption gegangen und haben für heute Abend ein Taxi gebucht, das uns zum Abendessen zum Baines Restaurant bringen sollte und wir haben darüber hinaus eine Buchungsanfrage die angebotene Reitsafari im Zambezi National Park angefragt, da uns das Reiten in Maun so gut gefallen hat. Dann haben wir uns noch erkundigt, wie wir am besten zu den Victoria Falls kommen. Ein wenig überrascht sind wir von der Aussage, dass der Weg zu Fuß sogar im Dunkeln sicher sei. Wir hatten uns über Victoria Falls im vorhinein sehr wenig informiert und sind aufgrund der Lage in Zimbabwe davon ausgegangen, dass es dort angespannter sei, als in Botswana und auch in Südafrika, aber vor Ort wurden wir äußerst positiv überrascht, was diese Belange angeht. Wir entscheiden uns für den Fußweg zu den Falls, der ungefähr 30 Minuten gedauert hat. Auf dem Weg freuen wir uns m,ehrmals darüber, dass wir Warzenschweine an überraschenden Stellen ruhen sehen.
Teil 1824. Okt. 2025
01.09.25 - Senyati -> Pioneers Lodge Teil 2
Der Eintrittspreis in den Victoria Falls National Park ist schon ziemlich happig. Auch interessant ist der sehr einfache Umrechnungskurs: 50$, 50€ oder 50 Pound. Wir bestehen darauf in Dollar zu bezahlen und werden eingelassen. Die Parkanlage ist sehr schön und da wir durch zahlreiche Reisen nach Norwegen schon ein wenig wasserfallgesättigt sind, ist vor allem der schmale Streifen Regenwald entlang des Wasserfalls unser Highlight. Auch einige wunderschöne Vögel, die wir bisher noch nie gesehen haben und die wir leider nicht geschafft haben zu fotografieren, sehen wir. Als Abschluss gibt es noch einen Brownie im Cafe und dann gehen wir den Weg zurück. Die für Afrika bekannten aufdringlichen Verkäufer versuchen uns auf dem Rückweg ganz besonders etwas zu verkaufen und auch von ein paar zwielichten Gestalten kriegen wir etwas(vermutlich Drogen?) angeboten.
Zurück in der Lodge fragen wir nach unserer Buchung für das Reiten und man teilt uns mit, dass sich hierzu noch keine Neuigkeiten ergeben haben. Das Taxi für heute Abend bestätigt man uns aber. Nach einer Dusche und ein wenig Entspannung im Zimmer, machen wir uns auf den Weg zum Abendessen, das Taxi sollte vor der Lodge auf uns warten und als wir die Rezeption passieren, fragen wir nochmals nach unserer Buchung für den nächsten Morgen zum Reiten. Wieder vertröstet man uns und verweist darauf, dass sie bis 22 Uhr bescheid bekommen. Dann gehen wir raus und warten auf das Taxi.. und warten.. und warten.. Dass die Afrikaner nicht unbedingt für ihre Pünktlichkeit bekannt sind, wissen, aber nach über einer halben Stude fragen wir an der Rezeption nochmal nach, wo das Taxi denn bleibt. Vor allem, weil wir beim Restaurant extra nach einem Tisch mit guter Sicht angefragt haben, wollten wir dort zum Sonnenuntergang sein. An der Rezeption hat zwischenzeitlich ein Personalwechsel stattfgefunden und die sehr nette Mitarbeiterin ruft nach unserer Nachfrage direkt beim Taxiunternehmen an und es stellt sich heraus, dass gar kein Taxi für uns bestellt wurde. Glücklicherweise war nur wenige minuten später das Taxi da und wir können endlich los. Auf die Nachfrage nach dem Preis erleiden wir den nächsten Schrecken: ganze 10 Dollar soll die etwa 9-minütige Fahrt kosten. Wir handeln 15 Dollar für die Hin- und Rücktour aus und einigen uns auf eine Abholzeit mit dem netten Fahrer.
Leider haben wir es nur noch in der Dämmerung in Baines Restaurant geschafft, das aber trotzdem einen tollen Blick direkt über den Zambezi River bietet. Wir bestellen das Venison of the Day - Eland - und ein Straußenkebap und sind begeistert vom essen und auch den Getränken. Inkl. üppigem Trinkgeld bezahlen wir hier 70 Dollar für wirklich hochwertige Speisen und sind damit zufrieden.
Unser Fahrer holt uns auf die Minute püntktlich zur verabredeten Zeit ab und hat sich dafür ein Trinkgeld verdient. In der Lodge stellen wir unsere übliche Frage nach dem Reiten und wir werden weiterhin vertröstet, dass sie uns immer noch nichts dazu sagen können. Deswegen wird uns immer klarer, dass das nichts werden kann und wir schauen uns selbstständig im Internet um, was wir so spontan noch für morgen früh buchen könnten. Die einzige Alternative scheint ein Game Drive im Zambezi Nationalpark zu sein. Gegen 22 Uhr gehen wir ein letztes mal zur Rezeption, wo wir dann schließlich die Bestätigung kriegen, dass das Reiten am nächsten Morgen nicht klappt. Enttäuscht und irgendwie auch ein wenig verärgert gehen wir zurück ins Zimmer. Wahrscheinlich vor allem, weil es mit dem Taxi nicht geklappt hat und wir so oft vertröstet wurden, hatten wir ein wenig den Eindruck, dass man nicht besonders viel Engangement investiert hat, um diese Aktivität zu buchen. Wir wurden in der Stadt angesprochen, ob wir Aktivitäten buchen wollen und auch unser Fahrer, der uns von der Grenze in die Lodge gebracht hat, war sehr bemüht uns eine Aktivität zu verkaufen. Das war zwar auch wegen der Aufdringlichkeit und der stetigen Empfehlung ausgerechnet die teuersten Touren zu buchen etwas nervig, aber im nachhinein sind wir sicher, dass die Motivation an diesen Stellen möglicherweise größer gewesen wäre, die Reitsafari zu ermöglichen. Wir buchen noch über GetYourGuide den Gamedrive für den nächsten Morgen - allerdings ohne Bestätigung, sodass wir nicht sicher sind, ob uns morgen früh tatsächlich jemand abholt. Dann fallen wir müde ins Bett.
Fazit Senyati Safari Camp: Wir haben im viele super Bewertungen für das Senyati Safari Camp gelesen und unser Reisebüro hat uns hier 3 Nächte vorgeschlagen. Entsprechend hoch waren die Erwartungen für das Camp, die sich für uns überhaupt nicht erfüllt haben. Vielleicht lag das auch an einer falschen Erwartungshaltung, aber wir würden eigentlich nicht nochmal hier buchen, wenn es keine zwingenden Gründe dafür gäbe. Die Camps sind ziemlich nah beieinander, die Autos stehen vor Ort schon fast direkt nebeneinander, die Dusche und der Kochbereich sind bestenfalls in Ordnung, in jedem Camp in den Nationalparks waren die Sauberkeit und der Zustand mindestens genauso gut. Natürlich ist die Bar mit dem Wasserloch super und wirklich etwas besonderes. Auch die Möglichkeit etwas warmes zu essen ist sicher für einige wichtig. Für uns und unsere Ansprüche war ein Zwischenstopp in Kasane eigentlich nicht nötig und für zukünftige Reisen würden wir Kasane streichen. Eine Abgabe des Autos um 8 Uhr oder 9 Uhr bei Bushlore müsste problemlos auch mit einer Anreise aus Ihaha direkt funktionieren. Wichtig ist aber natürlich, dass man aus Senyati andere Möglichkeiten (Tagestrip Vic Falls, Sunset Cruise etc.) hat. Kann man also durchaus machen, aber wir würden aufgrund usnerer persönlichen Vorlieben eher eine weitere Nacht in Ihaha vorziehen.
Teil 1929. Okt. 2025
02.09.25 - Pioneers Lodge Teil 1
Früh morgens gegen 5 Uhr stehen wir auf und hoffen auf eine Bestätigung für unseres gebuchten Gamedrive. Leider kam nichts und wir haben uns fertig gemacht und gehofft, dass wir abgeholt werden. Wir sind recht früh dran, als wir vor dem Hotel warteten und weil es deutlich kälter ist, als angenommen, bin ich nochmal zurück gegangen und habe mir mehr angezogen. Da wir diese Tour nicht geplant hatten und deswegen nicht damit gerechnet haben in einem OSV mitzufahren, hatten wir nicht genügend warme Sachen mit. Als ich wieder zurück vor das Hotel kam, wurden wir tatsächlich abgeholt und waren die einzigen Kunden im Fahrzeug - wir hatten also eine Privattour. Unser Guide erzählt uns, dass es im Zambezi National Park im Wesentlichen zwei Gebiete gibt: Die Waterfront - besonders gut für Bird Watching und den Inlandteil - besonders gut, wenn man große Tiere sehen will. Vom Hotel aus ging es zunächst zu einem Gate, um die Nationalparkgebühren zu bezahlen und dann ging es nochmal an eine anderes Gate hinein in den Nationalpark. Kontrovers fanden wir, dass direkt neben dem Eingang Zuggleise liegen und der Zug ohne Abgrenzung direkt durch den Nationalpark führt. Auf Nachfrage erzählt uns unser Guide, dass tatsächlich gelegentlich Unfälle mit Wildlife passieren, zuletzt vor ein oder zwei Jahren ein Zusammenstoß mit Elefanten. Ziemlich schade, dass man hierfür keine bessere Lösung gefunden hat. Der Weg bis hierhin war ziemlich lang, wir haben von der Abholung bis zum Parkeingang ziemlich genau 1,5 Stunden gebraucht und haben gehofft, dass diese Zeit nicht zu den 3 h des gesamten Gamedrives zählt. Als wir halb erfroren durch das Gate fahren, sind wir schon sehr gespannt, was wir heute sehen werden. Uns war von Anfang an bewusst, dass der Zambezi National Park nicht vergleichbar mit dem Okavango Delta oder dem Chobe sind, aber ein wenig überrascht sind wir doch, als uns der Guide erzählt, dass er in den 10 Jahren, in denen er fast täglich in diesen Nationalpark fährt, erst einmal Löwen gesehen hat. Natürlich wurden auf GetYourGuide vor allem Bidler von Leoparden und Löwen gezeigt - vielleicht ein wenig irreführend. Dafür erzählt uns unser Guide, dass es auf Nachtfahrten wohl relativ wahrscheinlich sei Leoparden zu sehen. Tatsächlich fahren wir ziemlich lange durch den Park ohne ein Tier zu sehen. Auch landschaftlich haben wir bereit schönere Ecken von Afrika gesehen. Nach ein paar Minuten sehen wir aber unser Tier: Warzenschweine in tollem Licht.
Kurze Zeit später entdecken wir ein Steinböckchen zwischen dem hohen Gras.
Ein kleines Stück weiter an einem Wasserloch sehen wir Kudus und das erste und auch ein anderes Auto (von insgesamt nur zwei) im Nationalpark. Die Familie im Auto erzählt uns, dass den Weg weiter eine große Herde Büffel ist, zu denen wir fahren wollen.
Kurze Zeit später läuft ein Gnu über die Straße. Hierbei ist der Grund für uns ziemlich kontrovers, er ist nämlich ziemlich sicher vor dem, was auf unserer linken Seite vor sich geht, weg gelaufen. Dort haben wir einen Traktor entdeckt, der das Gras im Nationalpark geschnitten hat. Auf Nachfrage bei unserem Guide macht man das, um die Sichtungen auf Gamedrives zu verbessern. Wir wissen nicht so recht, wie wir das finden sollen.
Nicht viel weiter fahren wir an Zebra vorbei und finden die Herde Büffel, bei denen wir eine Pause einlegen. Es gibt Tee, Kaffee und Muffins. So langsam wird es auch wärmer und wir tauen auf.
Nach der Pause merken wir deutlich, dass unser Guide zurück möchte und er fährt viel schneller direkt zum Gate zurück. Wir passieren nochmal die Zebras und an einem Wasserloch sehen wir weitere Zebras und ein paar Affen.
Danach geht es zurück zu unserer Lodge. Wir bedanken und bei unserem Fahrer und gehen zurück ins Zimmer. Gekostet hat der Gamedrive pro Person ca. 85€. Da wir nicht mehr so viel Bargeld hatten, haben wir recherchiert, was man so machen könnte, ohne ein Taxi zu nutzen und fanden auf Google das Vulture feeding in der Victoria Falls Safari Lodge. Die Bewertungen waren vielversprechend und wir machten uns zu Fuß auf den Weg dorthin. Als wir ankamen, hatten wir noch genügend Zeit an der Bar ein Getränk zu trinken und die Aussicht über das Wasserloch zu enießen. Schon jetzt flogen viele Geier über uns, denn sie waren schon daran gewöhnt, dass es hier ausnahmslos jeden Tag um 13 Uhr Futter gibt.
Kurz bevor es losging, wurden alle Interessierten abgeholt und es gab eine kleinen Vortrag über die Geier. In dem Gebiet lebten insgesamt 8 verschiedene Geierarten und alle von ihnen sind stark vom Aussterben bedrohnt. Wie wir erfahren war der Grund dafür vor allem, dass die Landwirte zum Schutz vor großen Raubtieren die Leichen ihrer Tiere mit Gift versetzt haben, sodass die Löwen (oder andere Raubtiere) lernen, dass Nutztiere kein gutes Jagdziel sind. Dabei hat man aber nicht bedacht, dass auf ein paar Löwen, die vergiftet werden, hunderte, manchmal sogar tausende Geier betroffen sind und binnen kürzester Zeit sterben. Danach ging das Schauspiel los und es war durchaus interessant den Konkurrenzkampf um das wenige Essen zu beobachten.
Danach ging es für uns zurück in die Lodge, wo wir schon bald für einen Dinner Cruise abgeholt wurden.
Teil 2029. Okt. 2025
02.09.25 - Pioneers Lodge Teil 2
Um 16:20 Uhr wurden wir pünktlich mit einem Bus abgeholt und mit einigen Zwischenstopps an den Hafen gebracht. Dort sind wir auch schnell an Bord der Zambezi Breeze gegangen. Nach einer kurzen Einweisung ging es auch schon los. Serviert wurde ein 4-gänge Menü. Zum Glück hatten wir uns die Karte schon vorher angesehen, denn für unseren Geschmack viel zu früh hat man schon nach unserer Entscheidung gefragt. Wir bestellen die Suppe des Tages - eine Kartoffelsuppe und für Jana gibt es als Hauptspeise ein Rinderfilet und ich entscheide mich erneut für das Straußenfilet. Getänke waren all Inclusive und die Auswahl war riesig. Die Strecke auf dem Fluss, die wir gefahren sind, war zwar weniger tierreich als in Kasane, aber landschaftlich hat es uns hier besser gefallen.
Der Service war super und das essen war lecker. Nicht ganz so gut, wie am Tag zuvor, aber durchaus gut. Insgesamt war es ein wirklich schöner Abend und wir würden diese Tour wahrscheinlich der Tour in Kasane vorziehen, wenn man die Wahl hat. Natürlich ist das ganze aber mit etwa 80€ pro Person teurer, aber hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis ziemlich gut. Am Ende der Tour werden wir noch mit einem Abschiedstanz/-gesang verabschiedet und mit dem Bus zurück zur Lodge gefahren. Wir fallen ins Bett und schlafen wir ein Stein.
03.09.25 - Abreise An diesem Tag können wir ausschlafen, denn unser Transfer zum Flughafen kommt erst um 9:30 Uhr. Da am Vortag das Flühstück ausgefallen ist, freuen wir uns umso mehr und haben die Hoffnung, dass es hier genauso gut ist, wie in Südafrika, wo wir eigentlich ausnahmslos in jeder Unterkunft excelltes Frühstück bekommen haben, das wir in keinem Land der Welt bisher vergleichbar so hatten. Leider war das Frühstück auch nicht auf diesem Niveau, aber alle male ziemlich gut und die Auswahl ist groß. Sogar Blaubeerpfannkuchen werden auf Wunsch frisch gemacht. Nach dem entspannten Frühstück machen wir uns auf dem Zimmer fertig und sind überpünktlich für unseren Transfer, der aber leider nicht kommen will. Nach über einer halben Stunde Verspätung werden (vollkommen zu unrecht, wir haben noch mehr als genug Zeit bis zum Abflug) etwas unruhig und fragen an der Rezeption nach, ob sie bei unserem Transferdienstleister nachfragen können, was los sei. Und natürlich kommt der Transfer genau in diesem Moment udn wie sich später herausstellt sogar überpünktlich, denn laut Zeitplan des Dienstleisters sollten sie uns erst um 10:15 Uhr abholen. Diese Verschiebung wurde uns scheinbar nur nicht mitgeteilt. Am kleinen Flughafen kommen wir trotzdem sehr zeitig für unseren Abflug um 13:05 Uhr an und haben noch zeit für eine ausgiebige Tour duch die zahlreichen Souvenirshops am Flughafen. Wir kaufen auch noch eine Kleinigkeit und sind ziemlich verwundert, dass man hier nicht mit Karte zahlen kann. Dann ging es nach einer kurzen Wartezeit los für die durchaus lange Heimreise. Von Victoria Falls sind wir mit Ethiopian Air über Gaborone (hier sind wir im Flugzeug sitzen geblieben, das war irgendwie merkwürdig, denn wir haben gesehen, wie der Reinigugnstrupp durch das Flugzeug gezogen ist) nach Addis Ababa nach Rom bis nach München geflogen. Die Flüge waren alle relativ pünktlich und alles ist ohne Zwischenfälle gut verlaufen. Auf der Strecke Addis - Rom haben wir uns recht spät eingecheckt und haben leider keine Sitzplätze mehr nebeneinander reservieren könnenm, aber beim Boarding hat und eine Mitarbeiterin ungefragt neue Plätze direkt nebeneinander zugewiesen, obwohl das Flugzeug restlos ausgebucht war. Da haben wir uns sehr gefreut und würden in Zukunft nochmals bei Ethipioan Air buchen, wenn die Flüge gut passen.
Fazit Victoria Falls und Pioneers Lodge: Victoria Falls ist eine recht schöne Kleinstadt, in der es uns irgendwie einfach zu teuer war. An jeder Stelle wollte man uns irgendwas verkaufen und die Preise finden wir sogar für europäische Verhältnisse unverschämt überteuert. Trotzdem hat die Stadt einen gewissen Charme und vor allem die Victoria Falls sind einen Besuch wert. Den Zambezi Nationalpark kann man machen - muss man aber nicht. Für uns war es bisher der am wenigsten attraktive Park in dem wir in Afrika bisher waren. Die Mischung aus uninteressanter Landschaft, geringer Tierdichte und erhöhtem Preis war einfach nicht überzeugend. Das kann aber im Waterfront Teil des Parks anders sein. Wie wir hier im Forum schon mehrfach gelesen haben, schließen wir uns der Meinung, dass ein Tagesflug für die Victoria Falls aus Kasane mehr als ausreichend ist.
Pioneerss Lodge: Die hochpreisige Lodge ist sauber, ordentlich und eigentlich passt hier vieles. Abendessen wäre heir auch möglich, aber wir haben es nicht getestet. Das Personal war sehr zuvorkommend und hat geholfen, wo es kann (wir haben aber festgestellt, dass uns das leider nicht so gut gefällt - aber das ist 100% persönliche Vorliebe und es gibt sicher einige Leute, die so etwas gezielt suchen). Die Zimmer sind extrem hellhörig, aber da wir nur einen Nachbarn hatten und selten im Zimmer waren, hat uns das wenig gestört, aber wir konnten die Nachbarn tatsächlich gut reden hören. Die Buchung von Taxis und Aktivitäten hat überhaupt nicht geklappt und hat mehr Probleme gemacht, als es geholfen hat. Hier hatten wir bestimmt Pech, aber das hat einfach keinen guten Eindruck hinterlassen.
Botswana hat uns von den Reisezielen in Afrika (Tansania & Südafrika) am besten gefallen, auch, wenn die Reisen nicht ganz vergleichbar waren. Jedenfalls ist Botswana das erste der Länder, bei dem wir schon während der Reise festgestellt haben: wir müssen nochmal wieder kommen. Zwar hatten wir sicher überaus viel Glück mit den Sichtungen, aber das spielt bei diesem Gefühl gar nicht so eine große Rolle, denn uns hat das Gesamtpaket aus Abenteuer, Entspannung und Spannung, was der Busch am nächsten Tag für uns bereithält sehr gut gefallen. Wir kommen wieder!