Marius Steiner Camp Aussicht

8 Antworten · 2'385 Aufrufe · gestartet 23. Aug. 2025 von Potje
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Themenstarter193 Beiträge · seit 200923. Aug. 2025 · #1
Eine traurige Nachricht, unser Freund und Weggefährte Marius hat uns für immer verlassen. Heut Morgen erhielten wir die traurige Nachricht.
Sein Verlust wiegt schwer für uns, Alle die ihn kannten, kennen lernen durften, gar mit ihm auf Tour waren, werden wie wir, meine Frau und ich, ihn sehr vermissen.
Einen Platz in meinem, unseren Herzen hatte Marius vom ersten Moment unser Begegnung vor vielen Jahren.
Ein letztes Glück Auf, Dir lieber Marius
Siglinde und Bernhard
111 Beiträge · seit 202425. Aug. 2025 · #3
Wir haben per Email unser Beileid bekundet und die Antwort erhalten, dass wohl seine Schwester das Camp weiter betreuen wird und somit sein Erbe und sein Vermächtnis weiter leben wird.
16,9k Beiträge · seit 201225. Aug. 2025 · #4
Heute auch hier zu lesen:

Kaokoveld-Legende Marius Steiner stirbt im Alter von 63 Jahren

Steiner baute Camp Aussicht zu einem Ort der Gemeinschaft und Geschichten aus
Marius Steiner, vom Himba-Volk als Hemonguru verehrt und über vier Jahrzehnte lang eine zentrale Figur des namibischen Kaokoveld, ist im Alter von 63 Jahren gestorben.

Marius Steiner, eine der letzten legendären Figuren des namibischen Kaokovelds, starb am Freitag im Alter von 63 Jahren in Windhoek.
Bei den Himba als Hemonguru – „der Mann mit dem alten Hemd“ – bekannt, lebte Steiner mehr als vier Jahrzehnte in den abgelegenen Bergen des Camp Aussicht, wo er tiefe Bindungen zur Gemeinde und zum Land aufbaute.

Anfang der 1980er Jahre, während des Grenzkriegs, zog Steiner mit seinem Vater, einem Edelsteingeologen, ins Kaokoveld. Anfangs suchte er nach Mineralien zum Schleifen und Verkaufen, doch bald widmete er sich der Gastfreundschaft, als unerwartet Touristen an ihre Tür klopften und nach einem Schlafplatz fragten. Aus einem Zimmer wurden zwei, und schließlich entstand das Camp Aussicht.

Steiner war nicht nur für seinen freundlichen Empfang bekannt, sondern auch für seine enge Beziehung zum Volk der Himba. Er half beim Aufbau einer Schule und einer Kirche und unterstützte die Ombombo-Klinik. Seine Schwester Jeanette van Dyk sagte, sein Respekt für die Himba habe jeden Teil seines Lebens geprägt.

„Aus Respekt trug er nie neue Kleidung vor ihnen. Er hatte immer ein großartiges Verhältnis zu den Ältesten“, erinnerte sie sich.

Er beherrschte ihre Sprache, nahm ihre Bräuche an und schloss im Laufe von 44 Jahren Freundschaften. Nico Scholtz, ein langjähriger Freund, beschrieb ihn als eine „legendäre Stimme“, deren Herz „für die Himba und das weite Kaokoveld schlug“.

Wasser war ein zentraler Bestandteil von Steiners Ethos. Er sammelte mehr als 150.000 Liter Regenwasser in Aussicht, weigerte sich jedoch, ein Bohrloch zu bohren – aus Respekt vor den Traditionen der Himba und ihrem Vertrauen in ihre natürlichen Wasserquellen. Als Stachelschweine seine Rohre aufnagten, wehrte er sich nicht gegen sie, sondern fütterte sie stattdessen jede Nacht, bis das Problem von selbst gelöst war.

„Er war ein sanftmütiger Mann“, sagte Van Dyk. „Er hatte Respekt vor jedem und liebte die Erde und das Land.“

Steiner hinterlässt seine Kinder Karel, Steff-Bart, Marius und Anika sowie seine Geschwister Raymond, Heidi und Jeanette.

Am Samstag, dem 30. August, findet im Camp Aussicht ein Gedenkgottesdienst statt, zu dem auch Mitglieder der Himba-Gemeinschaft erwartet werden.


LG
Logi
40 Beiträge · seit 200626. Aug. 2025 · #5
Wir sind dankbar für 19 Jahre Freundschaft zu einem besonderen Menschen mit viel Herz und Wissen. Wir durfen mit ihm viele unvergessliche Touren durchs"wilde Kaokoveld" machen, das er wie seine Westentasche kannte und dabei sehr viel lernen.
Wir sind glücklich ihn im März nocheinmal besucht zu haben und gehofft, ihn im November wieder zu treffen.
Es ist gut, dass Camp Aussicht in seinem Sinne weitergeführt wird.
Wir werden ihn vermissen.
Jochen & Andrea
Heute in zwanzig Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du versäumt hast, als über die, die du getan hast! Also mach die Leinen los, verlass den Hafen, fang den Fahrtwind in deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke. Mark Twain
Themenstarter193 Beiträge · seit 200927. Aug. 2025 · #6
Hallo Jochen und Andrea, wann reist Ihr. nach Namibia? Ich bin am Planen, aber so recht weiß ich noch nicht wann, Marius fehlt mir sehr, gern würde ich nochmals zum CC , nur ohne Marius!?!. 2023 änderten meine Frau und ich unsere Pläne spontan und so ermöglichten wir ihm, Marius, nach langer Zeit wieder eine Tour ins Feld, nie werde ich sein Gesicht, seine Freude darüber vergessen, die Dankbarkeit die er uns sehr bescheiden herüber gebracht hat. Ein sehr einzigartiger Mensch, das war er, sehr sehr gutmütig und verständnisvoll. Nie hat er an sich gedacht.
Im selben Jahr durften wir ihn zu seiner großen Familie begleiten, es war einzigartig und tief einbrennend. Marius, wir vermissen Dich sehr!!!

Im November 2019 am 13.11. gegen 13.00 Uhr ein Missgeschick am Van Zyls Pass, Marius kostete es fast das Leben, mich nur das Auto! Soweit ich weiß, es liegt wohl noch heut da rum, meine abgerissene Schultersehnen merk ich noch heut mit Schmerzen, und nun verlässt Du uns!
16,9k Beiträge · seit 201227. Aug. 2025 · #7
Heute dazu auch in der AZ:

Marius Steiner verstirbt mit 63

Marius Steiner, eine Bekanntheit des Kaokovelds, ist am vergangenen Freitag im Alter von 63 Jahren in Windhoek verstorben.
Steiner verbrachte über vier Jahrzehnte in den abgelegenen Bergen des Camp Aussicht, wo er tiefe Bindungen zu der Gemeinschaft und dem Land aufbaute. Bei den Himba war er als Hemonguru, „der Mann mit dem alten Hemd“, bekannt.
Anfang der 1980er Jahre zog Steiner mit seinem Vater, einem Edelstein-Geologen, ins Kaokoveld. Aus der zunächst geplanten Mineraliensuche entwickelte sich mit der Zeit das Camp Aussicht, nachdem erste Touristen dort eine Unterkunft suchten.
...


LG
Logi
248 Beiträge · seit 201529. Aug. 2025 · #8
Ich war nur 1x für eine Nacht dort, als einziger Gast.
Ich habe den ganzen Abend mit Marius verbracht. Reden, zuhören, schweigen.
Er hat mir viel über die Himba erzählt, es war Teil seines Lebens, dass hat man sofort gemerkt.
Er war wirklich besonders und ich habe die Begegnung nie vergessen.
der Weg ist das Ziel..... 2000 Januar Namibia (Anfängerroute ohne Forum) https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299399-zurueck-in-die-zukunft-namibiareise-2000.html?start=0 // 2015 Februar Solotour (abseits der Änfängertour)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285792-4x4hilux-meine-fotoausruestung-und-ich.html // 2017 Februar Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291851-der-sueden-ein-hilux-kameraequipment-und-ich.html?limitstart=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html // 2019 März Solotour (Damaraland und Kaokoveld) https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html// 2023 April Altes und Neues (Kalahari -Namib- Damaraland- Etosha- Waterberg)..... to be continued
111 Beiträge · seit 202408. Jan. 2026 · #9
Wir haben das Camp Ende November besucht. Marius Steiner durften wir nie kenne lernen, aber wir hatten trotzdem eine wunderschöne Zeit dort. Sein mehrjähriger Mitarbeiter hat die Leitung dort übernommen und seine Lebensgefährtin (Svenja) führt die Gästebetreuung weiter. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.

Am ersten Abend durften wir einen wirklich sehr netten Abend mit weiteren Forenmitgliedern aus dem Schwabenländle und Marius Schwester sowie Freunden verbringen. Eine sehr nette und gesellige Runde mit lekker Brai und Bierchen und dem üblichen Besuch der Stachelschweine.

Auch wenn Marius nicht zu ersetzen ist, wird das camp in seinem Sinne weiter geführt.

Beide Zufahrten sind übrigens sehr gut beschildert und können gut gefahren werden. Für die südliche Zufahrt würde ich vielleicht eher ein Offroadfahrzeug wählen.