Hundebiss auf Namibgrens Guest Farm

9 Antworten · 1'297 Aufrufe · gestartet 10. Juni 2025 von Heffer089
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Themenstarter10 Beiträge · seit 202510. Juni 2025 · #1
Hallo zusammen,

am 8.6.25 haben wir bei der Namibgrens Guest Farm eingecheckt.
Nach dem Aufbau des Camps sind wir nochmal zurück zur Rezeption, um uns nach dem Sauerteigbrot zu erkundigen, das es dort zu kaufen gibt.
Ich habe - wie auf dem Schild angegeben - geläutet. Bereits hier haben die Hunde drin verrückt gespielt und gebellt. Die Stellvertretung kam dann raus und beim Öffnen der Tür sind 5-6 Hunde herausgestürmt, an mir vorbei (stand nah an der Tür) und zu meiner Frau, die noch außerhalb vor dem Torbogen stand, haben sie attackiert/gestellt und einer hat sie direkt ins Bein gebissen. Meine Frau stand unter Schock, sie stand die ganze Zeit ganz still da. Die Vertreterin hat nur gesagt sowas sei ja noch nie passiert. Wir haben unsere Sachen schnell gepackt und sind nach Rehoboth zum Arzt. Dort wurde meine Frau sofort geimpft. ( Sie ist natürlich geimpft gewesen, aber das ist das gängige Prozedere nach einem Hundebiss). Die Besitzer sind derzeit in Südafrika. Keiner hat sich jemals gemeldet. Die Vertreterin hat uns telefonisch zu Verstehen gegeben, dass das doch alles lächerlich und nicht der Rede wert sei. Sie verweigert uns auch Einsicht in die Impfpässe der Hunde. Angeblich seien alle Hunde geimpft. Wir stehen immer noch unter Schock nach dieser Attacke. Meine Frage nun an euch, haben wir hier irgendwelche Rechte oder einfach Pech gehabt ? In Deutschland würde es ja genug Behörden geben. Zumindest wollten wir hier unseren Vorfall melden und absolut von dieser Guest Farm abraten.

Beste Grüse,
Ben
zuletzt bearbeitet 11. Juni 2025
65 Beiträge · seit 202010. Juni 2025 · #2
Ich sehe da eine zivilrechtliche Sache gegen den Eigentümer der Hunde und den der die Hunde zur Beaufsichtigung hatte.
Gruß an alle Globetrotter von Mafratours Seafreight - Fahrzeugverschiffungen www.mafratours.eu
593 Beiträge · seit 202410. Juni 2025 · #3
Hallo,
Ich sehe da die 4 beliebtesten Wörter auf den Warnschildern allgegenwärtig in Namibia und die Sätze in den Bedingnungen der jeweiligen Betreiber.....
"At your own risk"
VG
2'462 Beiträge · seit 200610. Juni 2025 · #4
Was wollt Ihr da geltend machen? Hattet Ihr Kosten beim Arzt? Schmerzensgeld? Wie schwer war die Verletzung denn?
Ich würde das vermutlich unter "allgemeinem Lebensrisiko" verbuchen, auch weil ich es für wenig wahrscheinlich halte, aus Deutschland heraus etwaige Ansprüche durchsetzen zu können.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
2'535 Beiträge · seit 200710. Juni 2025 · #5
Hi,
unschöne Geschichte in der Tat.
Als Tourist namibisches Recht in Namibia durchzusetzen in der Zeit, die man im Normalfall hat, halte ich für ziemlich schwer.
Wenn der Hundebiss in der Schwere das rechtfertigt (zB. wenn deine Frau gar nicht gehen kann und das die gesamte Urlaubsdauer) würde ich's versuchen. Wenn der Fall erledigt ist und auf dem Bein ein Pflaster und ihr euren Urlaub ohne Probleme fortsetzen könnt, würd' ich es als unangenehmes Ereignis verbuchen und mir meine Urlaubsfreuden nicht weiter vermiesen lassen.
lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
956 Beiträge · seit 200910. Juni 2025 · #6
Hi,
ob man was machen kann, keine Ahnung, aber ich würde versuchen, die Besitzer zu erreichen. Und an absolut jeder Stelle wie Google, Booking, etc. diesen Vorfall schildern - inkl. einer schlechten Bewertung. Ich hatte ewig einen Schäfermischling, bin also keine Hundefeindin, aber als Reisende mit zwei kleinen Kindern bin ich froh und dankbar über solche Bewertungen.

Gute Besserung an deine Frau, hoffentlich erholt sie sich bald - auch mental! - von diesem Vorfall.

Liebe Grüße, Tanja
Themenstarter10 Beiträge · seit 202510. Juni 2025 · #7
Danke für die schnelle Rückmeldung. Sowas haben wir uns schon gedacht, wollte einfach nachfragen. Hauptsächlich wollten wir andere Reisende warnen. Die schlechten Bewertungen werden definitiv noch folgen.
Gruß Ben
1'678 Beiträge · seit 200710. Juni 2025 · #8
Zu dem Vorfall sag ich nichts. Ich war schon viele Male auf Namibgrens, und finde es dort supertoll. Da kann ich noch so viele schlechte Bewertungen lesen. Ändert nichts an meiner Meinung. Natürlich gibt es blöde Zufälle. Tut mir leid für die Betroffene.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
145 Beiträge · seit 201710. Juni 2025 · #9
Naja, ganz offensichtlich ist dann nach dem Vorfall sehr schlecht reagiert worden.

Wie vorher schon geschrieben wurde, würde ich den Vorfall den Besitzern schildern, bevor man irgendwelche Bewertungen schreibt.
Wenn da nur eine Vertretung da war, kann es gut sein, dass die Besitzer nie davon erfahren haben.
Themenstarter10 Beiträge · seit 202511. Juni 2025 · #10
Also ganz generell wollte ich zu dem Thema nochmal sagen, dass es für mich ein nogo ist und auch unverständlich, dass man eine Guestfarm ist, also Übernachtungsgäste an der Rezeption ja Standard sind und diese zum Läuten aufgefordert werden, und die Hunde dann hohl drehen, wenn eben einer kommt. Wachhunde gut und recht und darf auch jeder haben, aber dann muss man das anders regeln und diese so trainieren, dass sie auf den Einbrecher losgehen, der sich sicherlich hüten wird, die Flocke zu läuten. Man kann nicht Gäste quasi aktiv in diese Situation "locken". Und schon klar, dass nicht jeder dort gebissen wird, war halt auch Pech dabei und einer ist immer der Erste, aber die Umstände mussten früher oder später unweigerlich zu so einem Vorfall führen.
Bisher haben wir kein Wort von den Besitzern gehört, die Stellvertretung meldet sich auch nicht mehr.

Grüße,
Ben