Badger's Birding-Tours II - Indien-Edition

Reisebericht 175 Antworten · 13,2k Aufrufe · gestartet 06. Mai 2025 von H.Badger
5'050 Beiträge · seit 201423. Mai 2025 · #41
wenn ich die Fotos ansehe, erfreue ich mich auch an der Vielfalt und bin zufrieden. Unterwegs war ich an dieser Stelle gar nicht so sehr überzeugt, dass uns das Sichtungsglück nicht verlassen hat...
Hi Sascha,

die Sichtungsfee hat es bestimmt nur gut mit euch gemeint. Oder meinst du ihr hättet die Zeit und Muse für die Artenvielfalt gehabt, wenn ein Tiger aufgetaucht wäre. Aber wie ich euch kenne, hat es bestimmt noch mit dem Tiger geklappt!

Liebe Grüße
Konni
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Themenstarter1'824 Beiträge · seit 201625. Mai 2025 · #42
Hi Konni,
ja - irgendwann hatte sie ein Einsehen. Aber bis dahin - und vor allem bis zu einem einigermaßen vorzeigbaren Foto - wird es noch dauern.
Aber sieh selbst: Denn gleich geht es hier weiter mit H.Badger's Tigerflaute.... 😉
Liebe Grüße
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Themenstarter1'824 Beiträge · seit 201625. Mai 2025 · #43
5. Kapitel: Die Bijrani-Zone

Vor Sonnenaufgang hat sich das Gewitter zum Glück verzogen. Was bleibt ist eine angenehme Kühle und ein vom feuchten Dunst verhangener Himmel. Im Zwielicht des frühen Morgens verlassen wir unser Zimmer und finden CB bereits auf der Aussichtsplattform am Flussufer. Dort sind wenige Meter entfernt einige Sambarhirsche in der Dunkelheit zu erahnen. Einer von ihnen stößt immer wieder deutliche Warnrufe aus. Wittert er ein Raubtier? Ist er nur durch die menschliche Präsenz schräg über ihm alarmiert? Wir warten kurz und müssen dann – etwas hin und hergerissen –zum Gypsy gehen, schließlich wollen wir pünktlich am Gate sein.

Zum Eingang der Bijrani-Zone, die wir heute erkunden dürfen, ist es nicht weit. Nach wenigen Fahrminuten sind wir bereits da. Auch hier ist überraschend wenig los und so fahren wir nach kurzem Einreiseprozedere mit nur wenigen anderen Autos in den Nationalpark ein. Bijrani ist eine der beliebten Zonen im Corbett-NP. Sie ist geprägt von malerischem Wald, steilen Berghängen und breiten Flussbetten. Landschaftlich ist das die schönste Zone, die wir hier besuchen werden.

Von den Sichtungen her ist der Vormittag aber leider wenig ergiebig… 😵

Nicht lange nach der Einfahrt kreuzen wir ein erstes Flussbett. Hier und in dessen Umgebung haben wir schöne Vogelbeobachtungen im schummrigen Morgenlicht.

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Eisvogel (Common Kingfisher)

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Rosen-Mennigvogel (Rosy Minivet)

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Rotlappenkiebitz (Red Wattled Lapwing)

Letzterer brütet auf der Piste und muss sorgsam umfahren werden.

Bald darauf führt die Fahrt durch dichten Wald. Ein Stork-billed Kingfisher fliegt vorbei und wir sind verblüfft von der Größe dieses Eisvogels.
Bald können wir ein Muntjak-Pärchen entdecken, das sich ganz entspannt auf und neben der Straße bewegt. Eine längere Zeit können wir es beim Äsen beobachten. Das wird unsere schönste Muntjak-Beobachtung werden.

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Pfauen sind im Wald omnipräsent.

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Der Weg führt entlang eines weitestgehend ausgetrockneten Flussbetts. Plötzlich sind Warnrufe deutlich zu vernehmen. Also halten wir an. Nun heißt es: warten, spähen und hoffen. Zuerst bewegt sich nichts, aber die Warnrufe ertönen regelmäßig. Bald zeigen sich die Verursacher: Zwei Sambarhirsche betreten zögerlich das Flussbett und queren es in unsere Richtung.

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Vorsichtig laufen die beiden hinter unserem Wagen über die Piste und verschwinden schnell wieder im Dickicht.

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Vom Auslöser der Warnrufe findet sich auch nach weiterer Wartezeit leider keine Spur und so fahren wir irgendwann unverrichteter Dinge weiter. 🙁

Auch wir queren das Flussbett und rumpeln über Geröll. Ohne 4x4 ginge es spätestens hier nicht weiter.
Am gegenüberliegenden Ufer windet sich der Weg an einem Berghang entlang. Hier haben wir das Glück ein Bankivahuhn (Red Jungle Fowl) sehr fotogen anzutreffen. Was für ein farbenprächtiger kleiner Geselle!

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Wenig später lässt sich als Neuzugang für die Vogelliste ein Mohrenschwarzkehlchen (Pied Bush Chat) ablichten.

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Dann gibt es an einer steilen Böschung wieder Warning-Calls. Hier sind schon einige Jeeps anwesend und man wartet geduldig oder fährt ein wenig hin und her, um im dichten Wald den Auslöser der Schreie auszumachen. Als diese nach einiger Zeit verhallen, können wir tief im Gebüsch ruhende Sambarhirsche entdecken. Das ist kein gutes Zeichen bezüglich der Anwesenheit eines Prädatoren. Und so haben wir auch hier Pech – denn einige Zeit vorher hat sich der hier nur akustisch angekündigte Tiger Erzählungen gemäß in dem offenen Flussbett gezeigt, das wir nun durchrumpeln. So schade!

Immer wieder kommt es zu Sichtungen der „üblichen Verdächtigen“. Axishirsche lassen sich in allen Zonen des Parks regelmäßig beobachten.

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Und auch einen weiteren Muntjak können wir entdecken. Dieses Mal gut versteckt in einer kleinen Höhlung des Berghangs.

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Und so bleibt auch diese Rundfahrt durch den Park tigerlos – aber einen Abschlusshöhepunkt hält sie doch noch für uns bereit.
Neben einem Flussarm, in einem satt begrünten Baum sitzend, präsentiert sich uns ein Fischuhu (Brown fish owl). Den Anblick dieser großen Eule hatte ich mir im Vorfeld der Reise unbedingt gewünscht. Und so kommt am Ende der Ausfahrt dann doch eine kleine Euphorie auf. Der Fischuhu sitzt recht frei im Geäst des Baums und wirft uns immer wieder müde Blicke zu. Was will man mehr? 🙂

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Und so endet der landschaftlich wirklich schöne Drive mit einer versöhnlichen Sichtung. Das ist gut fürs Gemüt.

Als wir zurück im Hotel sind, erzählt uns einer der Angestellten, dass, nachdem wir zur Safari aufgebrochen sind, tatsächlich ein Tiger zum Trinken ins Flussbett kam. Die Warnrufe galten also tatsächlich nicht uns. 😣 Das ist nun aber wirklich gemein! 😈 Wir versuchen uns zu trösten, indem wir uns sagen, dass das vorhandene Restwasser in weiter Entfernung von unserem Ufer fließt und das Licht beim Auftritt des Tigers bestimmt auch noch gaaaanz schlecht war. Wir fragen aber lieber nicht weiter nach… 😏

Nach einem guten Frühstück genießen wir die Annehmlichkeiten der kleinen Hotelanlage. Die Kinder spielen Fotoshooting im Garten, die Erwachsenen spazieren bei großer Hitze durch das nun tiger- und schattenlose Flussbett und beobachten einige Vögel, die sich am Restfluss aufhalten. Neben Kormoranen und Flusskiebitzen, die sich aber nicht anständig fotografieren lassen, können wir diese zwei Arten ablichten.

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Rotlappenkiebitz (Red Wattled Lapwing)

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Flussregenpfeifer (Little ringed plover)

Dann ruft der erfrischende Pool und lockt mit unserem mitgebrachten Ball und dem als Wurfziel gebrauchten Rettungsring mit Spiel und Spaß. Dank Vollpension wartet auch ein leckeres Mittagessen auf uns, für das aber kaum Platz in unseren Bäuchen ist – man will sich vor einem Nachmittagsgamedrive mit eingeschränktem Washroom-Angebot ja auch nicht über Gebühr den Bauch vollschlagen.

Um 14.30 Uhr werden wir ein letztes Mal in Richtung Corbett-Nationalpark aufbrechen. Es wird erneut in die Dhela-Zone gehen, also den Bereich, den wir auf unserem ersten Gamedrive bereits befahren durften. Ob es am Ende doch noch für ein Tigerfoto im Corbett reichen wird? Ich habe da so meine Zweifel… 😐
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zuletzt bearbeitet 25. Mai 2025
4'382 Beiträge · seit 201526. Mai 2025 · #44
Ob es am Ende doch noch für ein Tigerfoto im Corbett reichen wird? Ich habe da so meine Zweifel… 😐
Erstklassiges retardierendes Moment
grollt
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
8'054 Beiträge · seit 200827. Mai 2025 · #45
Hallo H.Bager,

Einfach klasse Bilder! 😁

Danke für's teilen. Ein Geschenk für die Augen.

Schönen Tag wünscht
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter1'824 Beiträge · seit 201627. Mai 2025 · #46
@ CuF
Liebe Friederike,
retardierende Momente gab es im Rahmen diese Reise so einige...
Mal schauen, ob das von dir benannte tatsächlich in die Katastrophe führen wird...
Heute Abend oder spätestens morgen gibt es die Auflösung. 😉

@ Annick
Hallo Annick,
es freut mich, dass dir die Bilder gefallen. Indien bietet sehr dankbare Motive.
Danke für das Fotolob!

Herzlich grüßt
Sascha
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Themenstarter1'824 Beiträge · seit 201628. Mai 2025 · #47
6. Kapitel: Letzter Gamedrive im Corbett-Nationalpark

Gegen 14.30 Uhr brechen wir zu unserer letzten Ausfahrt auf – wir sind gespannt darauf, was uns der Corbett-Nationalpark noch zeigen möchte.
Wieder geht es in die Dhela-Zone. Nach der Einfahrt biegen wir gleich auf Nebenpisten ab und fahren durch dichten und hohen Wald. Immer wieder zeigen sich Axishirsche und einmal sogar ein Elefantenbulle. Jedoch fällt das Fotografieren durch das dichte Geäst schwer. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn wir haben ja schon einige Aufnahmen dieser Tiere "im Kasten".

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Viel Zeit verbringen wir an einer der wenigen Wasserstellen des Gebiets. Für den geneigten Birder ist es hier paradiesisch: Um uns herum zwitschert, flötet und trommelt es unablässig und immer wieder lassen sich vielfältige Vögel am Wasser nieder, um in der Nachmittagshitze ihren Durst zu stillen.

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Braunliest (White-throated Kingfisher)


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Rotohrbülbül (Red-whiskered Bulbul)

Besonders freuen wir uns über einen Vogel, der ziemlich weit oben auf der Sichtungswunschliste stand:

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Orienthornvogel (Oriental Pied Hornbill)

Und CB ist ganz begeistert, als er ein Pärchen selten zu sehender Spechte ausmachen kann.

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Schuppengrünspecht (Scaly-bellied Woodpecker)

Nach ausgiebiger Vogelbeobachtung setzen wir die Fahrt fort. Einmal mehr zeigt sich viel Bewuchs und dazwischen einer der niedlichsten Bewohner des Dschungels: Ein Axishirschkalb.

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Wir kommen an einem Baum vorbei, in dem ein Great Hornbill seinen Nistplatz hat. Hornvögel schlüpfen zur Eiablage in eine Baumhöhle und verschließen den Eingang bis auf einen kleinen Spalt, damit kein Beutegreifer an Mutter und Jungtiere herankommen kann. Während der Brutzeit versorgt das Männchen seine Familie durch den verbliebenen Schlitz.

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An einer weiteren Wasserstelle im Grasland der Zone ist unter der heißen Sonne des voranschreitenden Tages nichts los. Einzig ein juveniler Haubenadler (Changeable Hawk Eagle) lässt sich hier beobachten.

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Und so entfliehen auch wir bald der großen Hitze und kehren in den dichten Wald zurück. Auf dem Weg dorthin setzt sich die Vogelparade fort.

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Pagodenstar (Brahminy Starling)

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Pflaumenkopfsittich (Plum-headed Parakeet)

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Bengalenspecht (Lesser Goldenback)

Wir steuern erneut die Wasserstelle im Wald an und erleben dort ein ornithologisches Highlight. Nicht weit entfernt fliegt ein Asiatischer Paradiesschnäpper (Indian Paradise Flycatcher) immer wieder das kühlende Nass an. Dieses Mal handelt es sich jedoch um die weiße Morphe: Ein wunderschöner Vogel!

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Flankiert wird er im gleichen Farbton: Dajalschama (Oriental magpie robin)

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Während die schönen Graukappen-Glanztauben (Emerald Dove) sich am Rand des Wasserlochs aufhalten.

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Erneut verlassen wir den kleinen Teich und fahren einen weiteren Waldweg.

Hier treffen wir bald auf eine große Makakenfamilie. Mehrere Generationen sitzen hier beisammen und tun das, was Affen eben so tun.

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Dabei haben es uns natürlich vor allem die Babys angetan. Nicht nur den Kindern entfährt unwillkürlich ein „Oh – wie süß!“

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Wir lauschen dem Ruf des Puderspechts (Great slaty woodpecker), können den größten Vertreter der Spechte aber leider nicht erblicken.

Dafür raschelt es bald darauf im trockenen Laub und ein Bengalenwaran betritt die Bühne. Züngelnd sucht sich die große Echse ihren Weg über die Piste. Ein willkommener Neuzugang auf unserer Sichtungsliste.

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Nur einer fehlt erneut… 😈 Und der Tag neigt sich schon gefährlich seinem Ende entgegen. Da erhält unser Fahrer einen Tipp und wir brausen mit hoher Geschwindigkeit hinaus ins offene Buschland. Ein Tiger wurde gesichtet!

Nach einigen Minuten haben wir unser Ziel erreicht – das ist unverkennbar. Denn hier stehen bereits fünf andere Autos, deren Insassen angestrengt zu einer Seite starren. Wir gesellen uns also dazu und starren mit. Nur dauert es etwas, bis wir das Objekt unserer Begierde ausmachen können. Denn der Tiger lagert zwar gar nicht weit entfernt von uns, aber leider ist ein offener Blick auf die Katze nicht möglich: Dichtes Buschwerk trennt uns von dem Tier. Wir suchen einen Winkel, in dem das Gesicht des Tigers nicht vollständig von Geäst verdeckt ist – das ist aber fast unmöglich. Aber immerhin: Unser erster Tiger, den wir in freier Wildbahn länger als zwei Sekunden ansehen dürfen! Wir sind allesamt ganz schön aufgeregt. Und zufrieden. Auch wenn es fotografisch noch viel Luft nach oben gibt. Aber es soll ja noch etwas für den Ranthambhore-Nationalpark übrig bleiben… 😉

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Viele Minuten sehen wir uns den ruhenden Tiger an und sind ziemlich froh. Die Sonne geht unter und wir müssen den Park endgültig verlassen.

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Was für eine Dramaturgie: Ein Sekundentiger ganz zu Beginn und nun schließt ein (zwar ziemlich verbuschter) Tiger den Rahmen. Dazwischen viel Hoffen, Bangen sowie zahlreiche schöne Sichtungen von Elefanten, Schakalen und vor allem überaus vielen wunderschönen Vögeln. Für Birder ist Corbett ein großartiger Ort.

Kaum aus dem Park heraus, empfängt uns nach wenigen Kilometern das pralle indische Leben. Nachdem die Hitze des Tages ein Ende hat, wird es an und auf den Straßen quirlig.

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Und teilweise auch richtig chaotisch.

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Mit etwas gelindertem Sichtungsdruck lässt sich das tolle Abendessen des Hotels noch besser genießen und wir fallen bald müde in die Betten.

Morgen steht ein Transfertag gen Greater Noida an – das bedeutet einige Stunden im Auto. Doch bevor wir auf große Fahrt gehen, wollen wir die frühen Morgenstunden noch für einen kleinen Birding-Ausflug in die Berge am Rand des Nationalparks nutzen.
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zuletzt bearbeitet 28. Mai 2025
2'167 Beiträge · seit 200928. Mai 2025 · #48
Hallo Sascha,
Nun muss ich mich doch endlich mal zu Wort melden!
Ich lese schon lange begeistert mit, und ich freue mich sehr ueber die tollen Fotos und Bilder von Voegel, die ich noch nie gesehen habe - und leider auch nie in natura sehen werde. Vielen Dank fuer deine Muehe, uns diese so andere Tierwelt naeher zu bringen!
Was mich auch besonders freut ist, dass du auch die englischen Namen dazu schreibst, denn mit deutschen Vogelnamen kann ich so gar nichts anfangen! Herzlichen Dank!
Liebe Gruesse aus Sodwana, auch an deine 3 Damen!
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
1'712 Beiträge · seit 201628. Mai 2025 · #49
Moin moin Sascha,

schöne Sichtungen hattet ihr, und die Tiger kommen ja noch so "richtig", wie sich aus dem Intro bzw. dem Foto dort leicht ablesen lässt. 🙂

Ich erfreue mich sehr an euren Fotos und der Tierwelt und ganz nebenbei erfahre ich die Namen einiger Vertreter, die wir auch gesehen haben, die für mich bislang allerdings "namenlos" waren. Danke auch dafür! Ich notiere fleißig.

LG, Betti
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Themenstarter1'824 Beiträge · seit 201631. Mai 2025 · #50
@ Maddy
Hallo Maddy,
schön, dass du uns virtuell nach Indien begleitest! Das Land ist für Birder eine gute Adresse!
Da ich naturgemäß mit englischsprachiger Bestimmungsliteratur arbeite, ist der Service der Doppelbenennung schnell erledigt. 🙂

@ Beatnick
Moin Betti,
jaaa - Tiger kommen tatsächlich zum Glück noch ohne Busch. Diesbezüglich hatte die Reise zum Leidwesen unserer Nerven eine gnadenlos gute Dramaturgie... 😎

Liebe Grüße in die Runde!
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
1'835 Beiträge · seit 201502. Juni 2025 · #51
Lieber Sascha und Familie,
Ich bin sehr froh dass ihr heil und glücklich wieder aus Indien zurück seit. Vieles was du erzählst kann ich gut nachvollziehen. Bin sehr froh das die Chemie mit CB bei euch geklappt hat. Und ja, wenn man sich auf Tigersuche programmiert, was fast nicht anders geht, kann man schon etwas enttäuscht sein, wenn die Tiere sich nicht auf jedem Game Drive präsentieren. Ging uns auch so.

Ich teile mit euch unsere Tigerstatistik:

So grand total is 25 Tigers in 13 sightings and 20 game drives

Ranthambore 4 (1 sighting) 5 GD ( 4 GD no tigers)
Bandhavgarh 7 ( 3 sightings) 4 GD (2 GD no tigers)
Kanha 7 (6 sightings) 5 GD (2 GD no tigers)
Corbett 7 (3 sightings) 6 GD) ( 3GD no tigers)

Wie du sagst, ist es wirklich ein Wunder wenn man überhaupt Tiger findet da ihre Zahl im Land sehr niedrig ist. Nachträglich kann ich fast nicht glauben dass wir diese Anzahl gefunden haben. Aber ich erinnere mich auch an einige frustrierende Momente wo man wartet und wartet und es passiert nichts….
Ich bin gespannt wie es bei Euch weitergeht. Das Schöne ist ja dass ihr auch Freude habt an allen anderen Tieren, vor allem an Vögeln und das ist bei einer Indien Safari ein riesiges Plus.

Ich möchte dich noch fragen wieso ihr im Corbett NP nicht in der Dhikala Zone wart? War es etwa wegen der kurzen Ferien?

Mit lieben Grüßen and die ganze reisefreudige Familie von Katrin
(die gegenwärtig in Utah bei den roten Steinen ist)
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter1'824 Beiträge · seit 201602. Juni 2025 · #52
Hallo Katrin,

wie schön, dass du meinen Bericht gefunden hast, trägst du doch maßgebliche Mitschuld an seinem Zustandekommen. 😉

Ihr habt tatsächlich eine beachtliche Tiger-Statistik erreicht! Etwas neidisch bin ich da schon...
Aber ihr hattet schließlich auch doppelt so viele Ausfahrten. Da habt ihr euch richtig was gegönnt! 😎
In die zentralindischen Parks muss ich aber irgendwann auch mal.

In der Dikhala-Zone waren wir aus zwei Gründen nicht:
Der erste ist die knappe Zeit, die wir insgesamt hatten. Der zweite ist das endliche Budget für die Reise, das auch so schon ganz gut ausgeschöpft war.
Man kann Dikhala im Rahmen einer Privatsafari ja nicht als Tagesbesucher betreten. Das geht nur mit dem Canter - und das wollten wir nicht.
Um Dikhala so zu erleben, wie ihr es konntet, muss man dort im Camp übernachten. Und das hat bei uns planungstechnisch nicht gepasst - und außerdem kostet die Übernachtung (für vier Personen...) dort laut CB trotz schlimmster SANParks-Vibes wohl eine ganze Stange Geld.

Ich wünsche dir viel Spaß in Utah! Diesen Bundestaat haben wir immer besonders gern bereist - so tolle Landschaften. Wir lieben den Bryce-Canyon.

Herzlich
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet 02. Juni 2025
Themenstarter1'824 Beiträge · seit 201602. Juni 2025 · #53
7. Kapitel: Vom Corbett-Nationalpark nach Greater Noida

Den heutigen Tag beginnen wir als Familie ausnahmsweise getrennt. Während meine Frau und die Kinder wohlverdient noch ein wenig ausschlafen und dann den Pool nutzen möchten, fahre ich in den frühen Morgenstunden mit Mr. Satdev und CB auf eine kleine Birding-Tour in die Berge am Rand des Nationalparks.

Bereits im Hotelgarten sichte ich einen Purpurnektarvogel (Purple Sunbird). Trotz des noch schummrigen Tageslichts glitzert das Gefieder des kleinen Gesellen wunderschön. Und als er für wenige Momente für eine Nahaufnahme stillhalten mag, freue ich mich umso mehr über die Begegnung.

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Das eigentliche Ziel des heutigen Ausflugs ist das Auffinden des Himalayafischuhus. CB kennt zwei Tageseinstände in der Gegend. Leider sind beide heute verwaist. So ein Pech: CB meint, dass der Verkehr hier in letzter Zeit zugenommen habe und die Eulen sich vielleicht dadurch gestört fühlen. Aber auch ohne den Anblick einer Tawny Fishowl ist der Ausflug eine richtig schöne Sache. Wir parken das Auto am Straßenrand und streifen ein wenig durch die Gegend. Dabei achten wir einerseits auf das reiche Vogelleben, dürfen aber auch den spärlichen und durchaus rasanten Verkehr nicht gänzlich aus den Augen verlieren, der nicht mit zwei Vogelverrückten am Straßenrand rechnet. Das Birden wird sonst mit einem hohen Preis bezahlt. 😵

Es begegnen uns allerhand alte Bekannte aus den letzten Tagen. Aber auch einige Erstsichtungen sind für mich zu verzeichnen.

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Großer Feuerrückenspecht (Greater Goldenback)


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Glanzspitzendrongo (Hair-crested Drongo) – man beachte die eleganten Schwanzfedern

Am meisten freue ich mich als Eulenfreund jedoch über die Sichtung eines Kuckuckszwergkauzes (Asian Barred Owlet). Zuerst singt der kleine Kobold hoch oben in den Wipfeln und ändert regelmäßig seinen Standort, ohne dabei an Höhe zu verlieren.

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Irgendwann hat er aber zum Glück ein Einsehen mit mir und verharrt für wenige Momente fast auf Augenhöhe, bis ein um die Kurve bretternder Bus ihn endgültig vertreibt.

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Für mich war diese Begegnung ein richtig schöner Ersatz für den fernbleibenden Fischuhu.

Nach unserer Rückkehr ins Hotel heißt es mal wieder Koffer packen und frühstücken. Rundum schön war es im River Edge Resort. Am späten Vormittag ist das Gepäck auf dem Autodach verschnürt und wir brechen auf.

Vor uns liegt nun eine stundenlange Transferfahrt nach Greater Noida, wo wir eine Zwischenübernachtung im Radisson Blu haben werden – einem schicken 5-Sterne-Hotel zum Wohlfühlen. Die Fahrt wird nur durch eine Mittagspause an einer der typischen Raststätten unterbrochen. Auch hier finden wir wieder Speisen, die schmackhaft sind und die wir gut vertragen können. Und erneut fragen wir uns, wo wir das viele Essen eigentlich hinstecken sollen… 😉

Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir schließlich unser Ziel. Bevor es aber ins Hotel geht, schlägt CB einen weiteren Stopp vor. Er kennt einen Parkwächter, der in einer der großen Grünanlagen der Stadt arbeitet. Dieser würde uns nach Toresschluss aufs Gelände lassen, damit wir noch ein wenig ungestört birden können. Da sage ich natürlich nicht nein und so durchstreifen wir nach langer Fahrt das schöne Parkgelände, das an einem großen See liegt. CB möchte mir gern eine Indian Scops Owl zeigen. Es bleibt jedoch bei einer Hörbeobachtung. Die Eule ist schüchtern und mag sich nicht zeigen.
Aber auch dem Auge wird auf der kleinen Exkursion einiges geboten.

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Weißbrust-Kielralle (White-breasted Waterhen)

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Nachtreiher (Black-crowned Night Heron)

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Kuckuck (Eurasian Cuckoo)

Auch Nilgauantilopen sind hier unterwegs, lassen uns aber nicht allzu nah an sich herankommen, bevor sie die Flucht ergreifen.

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Der unbestrittene Sichtungshöhepunkt ist eine Schwarzdommel (Black Bittern), die man wahrlich nicht jeden Tag vor die Linse bekommt.

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Zurück im Hotel wartet ein sehr gutes Buffet auf uns. Und auch das schöne Hotelzimmer mit bequemen Betten verspricht eine gute Nacht. Hier gibt es nichts zu beanstanden. 🙂

Morgen geht es in einem nahen Feuchtgebiet auf die Suche nach dem Saruskranich, dem größten Kranich der Welt. Hoffentlich ist er nicht so schüchtern wie die Indian Scops Owl. 😉
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zuletzt bearbeitet 02. Juni 2025
1'835 Beiträge · seit 201502. Juni 2025 · #54
Oh Sascha! Es war wahrlich nicht meine Absicht dich mit meiner Tigerstatistik neidisch zu machen oder gar darüber zu prahlen! Ich wollte lediglich damit illustrieren, wie wir auch bei vielen Game Drives “tigerlos”geblieben sind. Du siehst, gerade im Ranthambore hatten wir nur eine - zwar lange und gute- Sichtung. Aber für vier Game Drives blieben dort die Tiger versteckt! Es war wie verhext! Mir sank das Herz danach auch ein wenig…und starke FOMO kam auf.
Also mein Fazit aus meiner sehr bescheidenen Erfahrung ist, wer in Indien Tiger in freier Wildbahn erleben will, muss sich in Geduld üben und so viele Game Drives wie nur möglich machen um die Chancen zu erhöhen. Und ich glaube das habt ihr so gemacht.
Ja, CB ist ein toller Birder Guide und es scheint dass ihr mit ihm allerhand neue gefiederte Freunde gefunden habt.
Ich freue mich bei jedem neuen Kapitel dabei zu sein. Dank Starlink ( thank you Elon Musk!) geht das nun auch prima, sogar zwischen den roten Felsen, gegenwärtig im Arches NP.
Toll dass ihr Utah auch kennt!
Liebe Grüsse aus der Ferne von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
4'382 Beiträge · seit 201502. Juni 2025 · #55
Guten Abend, Sascha,
man/frau hat’s Dir -glaub ich - schon mal gesagt: Was braucht man Tiger, wenn man so viele schöne Vögel sehen darf??
Liebe Grüße (ohne Muskhilfe)
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter1'824 Beiträge · seit 201603. Juni 2025 · #56
@ Sadie
Liebe Katrin,
bitte kein schlechtes Gewissen haben!
Du hast recht - bei der recht geringen Anzahl an Tigern, dem oftmals dichten Bewuchs im Dschungel und den recht kleinen Safarizonen ist es tatsächlich schon erstaunlich, wenn man überhaupt eine schöne Tigersichtung hat. Und rückblickend will ich auch gar nicht meckern.

@ CuF
Liebe Friederike,
das muss ein weiser Mensch gewesen sein. 🙂
Der Vogelreichtum in Indien ist wirklich erstaunlich. Das nächste Kapitel ist einmal mehr randvoll mit den verschiedensten Vögeln. 🙂

Liebe Grüße in die Runde und Danke fürs Button-Drücken. Es ist immer schön, wenn man sieht, dass ein Bericht gelesen wird. 🙂
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Themenstarter1'824 Beiträge · seit 201610. Juni 2025 · #57
Nachdem es aufgrund eines akuten Krankenhausaufenthalts zu größeren Verzögerungen auf unserer virtuellen Reise durch Nordindien gekommen ist, geht es hier nun endlich weiter...

8. Kapitel: Birding im Dhanauri Wetland

Früh beginnt auch der heutige Morgen, den wir einmal mehr getrennt verleben werden, da die Kinder lieber ein wenig ausschlafen möchten und der eigentliche Vogelnarr wohl ich bin…

Noch vor dem Frühstück werden CB und ich von Mr Satdev zum nahen Dhanauri Wetland gefahren. Auf dem Weg dorthin machen wir Halt an einem kleinen Hindu- Tempel. Hier ruhen regelmäßig Schleiereulen in den Turmfenstern. Als wir ankommen, sind sie jedoch nicht zu sehen. CB ist verwundert, ist dies doch ein ziemlich sicherer Spot. Ich bin nur ein wenig enttäuscht, denn Schleiereulen konnte ich schon einige Male beobachten und das morgendliche Leben in einem völlig untouristischen Tempel zu verfolgen, ist für mich ein mindestens genauso wertvolles Erlebnis: Immer wieder kommen Menschen mit Opfergaben in die kleinen Schreine, es wird gebetet, alles ist wunderbar friedlich. Es ist eine Frage des Respekts, dass die Kamera hier weitgehend in der Tasche bleibt.

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Im Anschluss geht es weiter ins Dhanauri Wetland. Wir müssen nicht lange fahren und erreichen ein landwirtschaftlich genutztes Gelände, das mit einigen Tümpeln durchsetzt ist. Das Gebiet ist 98 Hektar groß und ist akuter Bedrohung ausgesetzt. Es wird zu viel Wasser abgezweigt, so dass viele Feuchtflächen zu trocken fallen. Außerdem lastet enormer Baudruck auf dem Land. Das Gebiet wartet noch immer vergeblich auf einen offiziellen Schutzstatus – ist es doch einer der wichtigsten Orte der Region für den Saruskranich, den bedrohten Wappenvogel von Uttar Pradesh. Rund 120 Tiere sollen hier regelmäßig anzutreffen sein. Man muss die Daumen drücken, dass dieses Feuchtgebiet und damit der wertvolle Lebensraum in den nächsten Jahren nicht komplett verschwinden wird.

Aktuell ist das Dhanauri Feuchtgebiet sogar in der ausgeprägten Trockenheit des Aprils ein wahres Paradies für Vogelbeobachter. Wir parken das Auto auf einem Feldweg und marschieren zu zweit los. Die Vögel erleben wir heute Morgen zu Fuß und trotzdem aus geringer Distanz. Die Tiere sind völlig entspannt und lassen sich wunderbar beobachten. Die nächsten zwei Stunden gehören damit unbedingt zu den Birding-Highlights der gesamten Reise.

Neben den überall präsenten Silber- und Mittel- und Kuhreihern zeigt sich unseren Blicken eine enorm vielfältige Vogelwelt.

Zahlreich unterwegs ist hier das Purpurhuhn (Purple Swamphen), über das ich mich in Südfrankreich oder auch am Okavango immer besonders gefreut habe.

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Zwei Streifengänse (Bar-headed Goose) lassen sich in einiger Entfernung entdecken.

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Ein Höhepunkt ist für mich die Beobachtung von einigen Purpurreihern (Purple Heron) – teilweise sogar bei der erfolgreichen Jagd.

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Auch der Asien-Wollhalsstorch (Woolly-necked Stork) ist mit einigen Vertretern vor Ort.

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Der Schwarzkopfibis (Black-headed Ibis) ist immer ein schöner Anblick.

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Ein absoluter Höhepunkt ist für mich die Beobachtung von zwei Riesenstorchen (Black-necked Stork), die uns ganz nah an sich herankommen lassen. Was für enorm große Vögel! Das männliche Tier hat ein schwarzes Auge, während der Blick des Weibchens mit leuchtendem Gelb fasziniert.

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Als nächste Erstsichtung kann ich den Warzenibis (Red-naped Ibis) verzeichnen.

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Paddy-Reiher (Indian Pond Heron) sind hier überall unterwegs.

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Und auch der asiatische Verwandte des afrikanischen Nimmersatts, der Buntstorch (Painted Stork), fliegt irgendwann ein.

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Der unbestrittene Höhepunkt der Exkursion ist aber natürlich die Beobachtung der riesigen Saruskraniche (Sarus Crane) mit ihren prächtig roten Köpfen. Rund 1,50 Meter sind diese Vögel groß – besonders große Exemplare bringen es sogar auf 1,70 Meter! Während CB sich für ein Päuschen ins Gras setzt, pirsche ich mich geduckt Schritt für Schritt immer näher an ein Paar heran. In guter Fotodistanz lasse ich mich schließlich auf meine Knie nieder und genieße die Anwesenheit der Kraniche, die unbeeindruckt von mir im nahen Sumpf stehen und immer wieder ihr Trompeten hören lassen. Das sind ganz tolle Minuten!

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Auf dem Rückweg zum Auto kommen uns noch einige Neusichtungen vor die Linse.

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Black Kite (Schwarzmilan)

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Orientspornpiper (Paddyfield Pipit)

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Königsdrongo (Black Drongo)

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Common Stonechat (Schwarzkehlchen)

Und auch weitere Saruskraniche – dieses Mal mit Nachwuchs – lassen sich blicken.

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Von der Artenvielfalt und auch von der Beobachtungsqualität her war das eine ganz tolle Exkursion und ich bin froh, mich bei der Planung für diesen Programmpunkt entschieden zu haben.

Nach einem reichhaltigen Frühstück und einem gemütlichen Vormittag werden wir unsere Zelte in Greater Noida abbrechen und nach Süden gen Agra fahren. Am heutigen Tag steht noch der Vorläufer des legendären Taj Mahals auf unserem Plan: Das Mausoleum von I'timād-ud-Daulah – touristisch gern als Baby-Taj vereinfacht. Dazu dann mehr im nächsten Kapitel: Buildings instead of birds.
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zuletzt bearbeitet 10. Juni 2025
1'624 Beiträge · seit 201510. Juni 2025 · #58
H.Badger schrieb:Nachdem es aufgrund eines akuten Krankenhausaufenthalts
Ich hoffe Euch Allen geht es wieder gut!

Die Kraniche sind toll. Wir durften ja letzten Dezember im Phobjikha-Tal das "Trompeten" der Schwarzhalskraniche erleben, so kann ich nachvollziehen, wie schön das ist.

LG,
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
5'050 Beiträge · seit 201410. Juni 2025 · #59
Hi Sasha,

ich hoffe ihr seid alle wieder gesund und munter!
Von der Artenvielfalt und auch von der Beobachtungsqualität her war das eine ganz tolle Exkursion und ich bin froh, mich bei der Planung für diesen Programmpunkt entschieden zu haben.
Danke, dass du dich für diesen Programmpunkt entschieden hast und wir so in den Genuss einer tollen Birding Tour gekommen sind!

Liebe Grüße
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
Themenstarter1'824 Beiträge · seit 201611. Juni 2025 · #60
@ sphinx und Daxiang

Liebe Elisabeth, liebe Konni,
vielen Dank für eure Anteilnahme. 🙂 Ich selbst war der Krankenhausinsasse, bin aber bereits mitten in der Erholung.

Dhanauri ist ein echtes Kleinod. Eine Birding-Tour dort lohnt sich unbedingt. Ich hoffe sehr, dass das so verletzliche Gebiet endlich unter Schutz gestellt wird, auch wenn ich da meine Zweifel habe...

Wo das Phobjikha Tal liegt, musste ich erstmal googlen. Meine Güte Elisabeth - ihr kommt wirklich rum! 🤩

Herzliche Grüße in die Runde

Sascha
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zuletzt bearbeitet 11. Juni 2025