Preise Camping, Lodge, Luxus

22 Antworten · 2'954 Aufrufe · gestartet 10. Feb. 2025 von Chrigu
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221 Beiträge · seit 201419. Feb. 2025 · #21
Wir fliegen auch Ende April für 3 Wochen von Brüssel aus mit Ethiopian und haben vor ca. 8 Monaten noch 800 p.P. bezahlt 🙁

Brüssel ist aber ein wirklich empfehlenswerter Flughafen, da in der Regel keine lange Wartezeiten und kurze Wege.
571 Beiträge · seit 200619. Feb. 2025 · #22
Eulenspiegel schrieb:In den meisten Fällen wird man feststellen, die eingesetzte Arbeitszeit hat sich verkürzt, auch wenn sich der Preis erhöht hat.
Viel Spaß beim Ausrechnen wünscht Till
Sehe ich auch so. Wir sind 1998 das erste Mal für rund 6000 mit 2 Personen 3 Wochen campend unterwegs gewesen, immer Juli/August wegen Betriebsurlaub etc. Die Kosten von 1000/Person/Woche sind über viele Jahre in etwa gleich geblieben (Einkommenssteigerungen konnten dann in schmückende Mitbringsel investiert werden 😄 ). Jetzt, 25 Jahre später, fahren wir pro Woche und Person für rund 1200 campen oder mit Selbstversorgerhütten. 2 bis 4 Nächte Gästefarm/Mittelklasselodge/Hotel waren auch stets dabei.
Ja, gefühlt werden Mietwagen und Unterkünfte immer teurer, aber man kann bei den Fahrzeugen ja auch mal bei anderen Anbietern schauen. Die Flugpreise sind sehr schwankend und im Durchschnitt für uns nicht höher dank Wechsel zu Ethiopian oder Quatar.
Die Parks sind insbesondere in Bots deutlich teurer, aber auch in Nam und RSA. Aber auch bei uns kostet die Butter gefühlt 20% mehr (in 2 Monaten!).
M.E. zeigen die ansteigenden Massen (so haben wir es in den gut 25 Jahren empfunden), dass sich immer mehr Menschen einen Afrikaurlaub leisten können/wollen. Ich glaube auch nicht an einen heftigen Rückgang aus Deutschland/Europa, solche Prognosen sind wohl eher politisch motiviert. Alles mit der Folge, dass eingefleischte Fomis schon fast ans Nordkap ausweichen 🤩
Wir planen jedenfalls für '26, allerdings nur RSA, und wenn der Kurs dann 10% ungünstiger ist, dann müssen wir halt einmal weniger essen gehen oder wieder den einfacheren Wein nehmen 😉
steinbeisser
391 Beiträge · seit 201520. Feb. 2025 · #23
Aus meiner Sicht gibt es unterschiedliche Faktoren:
1. Die Inflation, welche im südlichen Afrika viel höher ist als in Europa
2. Die Tatsache, dass die Welt deutlich globaler, vernetzter und reicher wird. Es können sich viel mehr Leute sowas leisten. Und gleichzeitig: Wollen es sich leisten. Afrika-Reisen sind insbesondere in den USA massiv viel beliebter geworden, aber auch in Europa, was auch an den steigenden Besucher-Zahlen ersichtlich ist.
3. Im hochpreisigen Lodge-Bereich ist die Nachfrage deutlich höher als das Angebot. Das trifft eigentlich für ganz Afrika zu. Entsprechend sind das Marktpreise und nicht kostengetriebene Preise. Das erklärt auch die hohen Aufschläge.
4. Das Preis-Leistungs-Angebot hat sich angeglichen, Lodge-Reisen nach Afrika sind aus meiner Sicht nicht teurer als anderswohin, der Luxus mittlerweile vergleichbar. Safari hat aber in Afrika einen Standort-Vorteil/USP der quasi nicht kopierbar ist.

Ich vergleiche in Südafrika jeweils die Wildcard-Preise von SANParks inkl. Inflationsbereinigung.

WildCardAfterInflationUpdate2024-25.jpg


Festzustellen sind hier zwei Dinge:
- Vor COVID ging die Preisentwicklung effektiv im Schnitt ca. 5% pro Jahr hoch, v.a. in den Jahren 2012-2018.
- Während/nach COVID sieht man den Impact deutlich, hier gingen die Preise inflationsbereinigt sogar zurück
- Jetzt scheint es wieder anzuziehen/man erhält den Eindruck, dass verpasstes wieder nachgeholt werden soll oder zumindest wieder auf "Vor-COVID" gesetzt werden müsste.

Inflationsbereinigt (was +/- die Wechselkurs-Bereinigung angeht) sind in den letzten knapp 15 Jahren die Preise für effektiv Wild Cards um 40-50% angestiegen.
Wenn ich das für Lodges anschauen, bei denen ich die Preise der letzten 15 Jahre kenne, dann würde ich sagen, dass es wahrscheinlich eher in der Grössenordnung 40-100% liegt, je nach Ort.

Jetzt ist das natürlich Südafrika und nicht Namibia, aber ganz so unabhängig voneinander sind die Länder nicht. Was ich hingegen klar bestätigen kann: Campingreisen ist verhältnismässig günstig geblieben und das liegt hauptsächlich daran, dass der Preis der Campingsites auf die Gesamtreisekosten einen fast vernachlässigbaren Einfluss hat. Ob wir jetzt 10, 15 oder 20 CHF pPpN bezahlen bezahlen, macht zwar einen Unterschied von 50-100% aus. Dieser geht bei einer Reise von 20 Campingtagen aber völlig unter und wird von anderen Faktoren wie z.B. den Flugpreisen dominiert. Letzteres hat übrigens auch dazu geführt, dass wir mittlerweile unsere Afrika-Ferien fast vollständig nach Flugpreisen terminieren, denn da ist die Leistung immer dieselbe, unabhängig vom Preis.