Klassische Route gegen den Uhrzeigersinn?

9 Antworten · 1'590 Aufrufe · gestartet 05. Jan. 2025 von Jesse Custer
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Themenstarter7 Beiträge · seit 202405. Jan. 2025 · #1
Hallo,
wir sind gerade als Ersttäter in der Planung der Route. Wahrscheinlich läuft es auf die klassische Route im Uhrzeigersinn raus (von Windhoek in den Süden runter, dann rüber nach Lüderitz --> Swakomund--> Etosha und zurück nach Windhoek, wie hier oft beschrieben). Wir haben vom 15.2 bis zum 5.3 schon den Flug gebucht. Toll wäre natürlich Caprivi bis zu den Wasserfällen gewesen, aber ich glaube, da brauchen wir ein anderes Zeitfenster und es ist der Plan für eine zweite Reise 🙂 , Jetzt aber zurück zur "klassischen" Rundreise. Nach meiner Erfahrung zu anderen Rundreisen, finde ich es immer schwer, wenn das "Highlight" so am Ende liegt und die Reisetage bzw, die reine Fortbewegung schon einfach Zeit frisst (auch wenn der Weg das Ziel ist). In Namibia erwarte ich weite Wege und langsame Durchschnittsgeschwindikeit mit dem KFZ, so dass man immer den Weg hoch nach Etosha und den Abfllug als Zeitdruck im Nacken hat. Somit dachte ich, ich würde es genau gegen den Uhrzeigersinn machen wollen, d.h, am Anfang von Windhoek hoch zur Etoshapfanne und dort flexibel sein und dann zur Küste runter, eben was der Rest der Zeit dann hergibt, Hat das jemand von euch schon so gemacht?

Danke und Gruß
Thomas
2'191 Beiträge · seit 201605. Jan. 2025 · #2
Hallo Thomas,

normalerweise fahren die meisten im Uhrzeigersinn, Du kannst aber auch anders rum fahren. Prinzipiell spielt das keine Rolle.

Wollt Ihr gar nichts vorbuchen? Campt Ihr?

LG Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
8'054 Beiträge · seit 200805. Jan. 2025 · #3
Hallo Thomas,

Wenn für euch das Highlight der Reise die Tiere sind, dann würde ich unbedingt den Etosha am Ende der Reise besuchen. Sonst kommt euch der Rest der Reise am Ende fade vor denn nicht tierreich.

Ich erinnere mich noch an meiner ersten Namibiareise. Hatte mit Okonjima und Etosha angefangen. Zum Schluss als ich einen Oryx in der Wüste sah, war kein Wouah Effekt mehr da....

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
2'536 Beiträge · seit 200705. Jan. 2025 · #4
Hi,
wie immer halte ich Süden (Lüderitz) *und* Norden innerhalb von 14 /16 Tagen für viel zu ambitioniert.
Da sitzt ihr sehr viel im Auto.
Da ihr offenbar noch keinerlei Unterkünfte gebucht habt, gehe ich davon aus, dass ihr Campen wollt. Das ist super und ihr braucht da auch nichts vorbuchen.
Allerdings macht es euch die Tage um einiges kürzer, da ihr ja auch noch kochen, essen, wegräumen, abwaschen, etc. wollt/müsst. Das selbe in der Früh. Das dauert dann schon eine Weile und ist mit "ich gehe mal eben frühstücken und lasse dann alles liegen und stehen" nicht zu vergleichen.
Wenn ihr so flexibel bleiben wollt,. würde ich das tatsächlich in der anderen Richtung fahren und zuerst nach Etoscha / Twyfelfontein / EHRA Camp / Brandberg / Spitzkoppe / Swakopmund / Sossusvlei. Dann wird schon Schluss sein und ihr werdet sehen, dass für den Süden keine Zeit mehr bleibt.
Oder ihr macht es gleich so, dass ihr in Sossusvlei anfangt und euch nach Norden "abarbeitet". 😉
lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
145 Beiträge · seit 201705. Jan. 2025 · #5
Ich hab letztes Jahr unfreiwillig die Route gegen den Uhrzeigersinn gemacht (inklusive Süden).
Das war besser als gedacht.
Das hatte allerdings etwas mit der Reisezeit zu tun. Ich war durch die umgedrehte Route in Etosha knapp vor dem Touri-Ansturm und auch auf der 'besseren' Straßenseite unterwegs. Beides ist bei eurem Reisedatum vermutlich nicht relevant.

Die Fahrt von Windhoek nach Namutoni war entgegen meiner Befürchtung ziemlich angenehm. Kannte das bisher immer als langweilige, sich ewig ziehende Pflichtstrecke auf der Rückfahrt, wenn schon die Luft raus ist. Da sieht man mal, was so die eigene Stimmung ausmacht...

Definitiv war die Reisereihenfolge auf der D707 ein Vorteil, da wir sie dadurch von Nord nach Süd gefahren sind und deshalb aufgrund der Uhrzeit (Vormittag bis Mittag) kein Gegenlicht hatten und die Landschaft besser genießen konnten.

Ansonsten war es auch schön, den Urlaub ruhig ausklingen zu lassen.

Rückblickend würde ich das durchaus nochmal so machen.
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2025
Themenstarter7 Beiträge · seit 202406. Jan. 2025 · #6
Hallo ihr, danke für die Einschätzung!
Wie Wolfgang es schon sagt, das ist ordentlich Strecke und es soll ja auch noch "Urlaub" sein. Somit finde ich es für uns entzerrt, wenn wir mit Etosha anfangen und was man nicht schafft, schafft man eben nicht und so kann man immer in Richtung Windhoek am Ende "abkürzen". Wir haben gerade erst den Flug gebucht und haben uns mit einer groben Route beschäftigt und wollen auch in Lodges und ggf. 1-2x campen (eben nur ggf, da es wahrscheinlich einen guten Aufpreis beim KFZ gibt (da hatte ich jetzt die erste Absage), aber auch Lodges können durchaus beherzt zulangen, was mich ehrlich etwas überrascht hat) .
Wir fliegen mit Ethiopian Airlines und kommen Sa. 13:20 an. Wir dachten daher am Sa. Mietwagen in Empfang nehmen und die erste Nacht in Windhoek (zb Bryans View) zu verbringen. Da kommt schon die erste Frage, kann ich Sonntags einkaufen ( zB GrooveMall für erste Lebensmittel?) und Sonntag dann los in den Norden ins Sasa Safari Camp (316km über die B1 zum warmwerden 😉 😉
Ihr habt mich nur etwas erschreckt, dass wir noch nichts gebucht haben. In anderen Ländern haben wir nach den ersten festen Buchungen immer erst dann weitergebucht (wo es schön war gerne länger und natürlich auch andersrum). Da wir ja in der Nebensaison sind hatte ich gar nicht so große Sorge.....?
LG
Thomas
2'536 Beiträge · seit 200706. Jan. 2025 · #7
Hi,
Es ist Februar/März jetzt nicht die Hauptreisezeit in Namibia, aber die Unterkünfte sind eher spärlich gesät und auch in dieser Zeit mitunter schon voll. Vor allem, wenn's um private Gästefarmen oder kleinere Lodges geht.
Feste Unterkünfte werden hier für die Zeit Mai-Oktober mitunter auch ein Jahr im Vorhinein reserviert.
Gute Lodges kosten dann auch einiges, das müsst ihr in eurer Planung beherzigen.

Was ich persönlich keinesfalls tun würde ist, ohne Buchungen quer durch's Land zu fahren und zu hoffen, dass ihr "schon einen Platz in einer Lodge bekommen werdet". Die nächste Lodge mag dann zig Kilometer weit weg sein, was dann Fahrten eventuell abends oder gar in der Nacht erforderlich machen würde. Und das ist ein absolutes No-Go. Vollkommen "Ungezwungen" zu fahren geht eigentlich nur mit Campingfahrzeug (und selbst da würde ich das ohne Buchung in der Hauptreisezeit Mai-Oktober nicht machen).

Namibia ist ein eigentlich einfach zu bereisendes Land, aber hat - vor allem bei der Buchungssituation - dann doch einige Eigenheiten, die ich so aus anderen Gegenden der Welt nicht kenne.

Wo ihr meiner Meinung nach ohne große Vorbuchung im Februar/März hinfahren könnt und sehr große Chancen auf einen Platz habt ist Etoscha, Swakopmund, die Region um Twyfelfontein und Sossusvlei. Dort solltet ihr aber auch am Tag vorher ein paar der Unterkünfte antelefonieren und schauen, wo ihr einen Platz bekommt, damit ihr dann wisst, wo ihr hin könnt, um nicht vor Ort dann sinnlos Kilometer abspulen zu müssen.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
7'272 Beiträge · seit 200606. Jan. 2025 · #8
Hallo Thomas

Anhand der Lodge Namen die du nennst, vermute ich, dass ihr überwiegend bei Booking schaut. Das könnt ihr natürlich machen. Aber es wird keine besonders gute Namibiareise dabei rauskommen. Zwar mag das Sasa Safari Camp ganz toll sein. Wenn ihr das aber für Etosha Besuche nutzen wollt, dann seid ihr halt sehr spät vor Ort.
Berücksichtigt speziell für eure Jahreszeit auch, dass es in der Etosha Bereiche gibt die dann Tierreich sind (z.B. die Region um Namutoni) und die eher schwach sind (z.B. um Halali).

Bei der verfügbaren Zeit die ihr habt, würde ich mich auf die bewährte Standard Reise einlassen und Etosha gegen Ende machen.
https://die-besten-touren.de/touren/campingtour-durch-namibia-3-wochen/

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter7 Beiträge · seit 202407. Jan. 2025 · #9
Hallo Chrigu,

was gibt es für Buchungsalternativen zu Booking für Namibia (außer über dich 😉 und hier im Forum)? Deine Routen sehen übrigens echt super aus, trotzdem glaube ich noch an meinen Plan "Gegen den Uhrzeigersinn". Dann könnten wir auch eine Route wählen, welche zwischen deiner 2 und der 3 Wochen Routenempfehlung liegt. Noch mal zu den Lodges. Die Preise divergieren schon unheimlich (habe ich den Eindruck), klar, zB. näher an Etosha ist dann auch gleich teurer... Wir (meine Frau und ich) mögen aber auch den Mix: gerne mal einfach und auch gerne mal schön, aber jetzt nicht unnötig Geld verbrennen (Preis/Leistung muss für mich schon stimmen). Google Maps findet die Lodges auch mit Preis, wenn man direkt danach sucht, zeigt sie aber nicht an. Vielleicht hast du ja noch einen Tipp wie man die Unterkünften für sich passend findet. Euer Buch und Karte habe ich schon bestellt 😉 . Digitale Karte folgt. Wahrscheinlich werde ich euch auch noch mit dem Mietwagen kontaktieren, denn der Camping-Hilux kostet vor Ort eigentlich so viel wie der normale Hilux über die bekannten Global Player und da ist euer Verwaltungsaufschlag dafür echt fair.
Gruß Thomas
7'272 Beiträge · seit 200607. Jan. 2025 · #10
Hallo Thomas

Es gibt auch viele gute Unterkünfte die du nicht auf Booking findest. Häufig sind das kleine Gästefarmen oder auch Campsites oder einfache Tented Camps. An anderen Stellen macht es durchaus Sinn auch mal eine teurere Unterkunft zu buchen (schneller, schöner, besser).

Wenn ihr bereit seid etwas mehr zu campen, dann habt ihr viele gute Optionen. Die zusätzlichen Kosten beim Fahrzeug sind sofort wieder eingespart. Ich habe mittlerweile gelernt, dass es vielen gar nicht ums schlafen sondern um den Komfort einer eigenen Dusche oder eines Restaurants geht. Es gibt mittlerweile einige Campsites bei denen das angeboten wird.

Wenn du bei Google Maps oder Booking suchst, wirst du vieles finden einiges aber auch nicht. Zu entscheiden was warum nun besser oder schlechter ist schwierig. Auf die Sternchen und Rezensionen kannst du dich nicht immer verlassen. Es kommt da viel mehr auch auf die Gewichtung an. Dem einen ist das frühe herumfahren in der Etosha wichtig, weil da die Chance auf Katzen und Hyänen viel höher sind. Andere gehen es lieber gemütlich an und freuen sich an dem was sie halt sonst so sehen. Abzuschätzen ob sich eine Stunde Anfahrt und 10 Minuten bis eine halbe Stunde am Gate lohnt muss dann jeder für sich entscheiden.
Ich gehöre zu denen die auch eine schlechtere Campsite im Park der besseren ausserhalb vorziehe.

Es gibt übrigens noch einen Punkt der erst für Süden und die Etosha erst gegen das Ende eurer Reise spricht. Das ist das Wetter. Im Süden ist es eher trocken in der Etosha hast du vielleicht noch Regen. Normalerweise geht der Regen irgendwann im März stark zurück. Etosha im Regen kann spannend aber auch frustrierend sein.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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