Tipps zum Dachzelt-Camping

25 Antworten · 5'869 Aufrufe · gestartet 23. Juli 2024 von kachow
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Themenstarter4 Beiträge · seit 202423. Juli 2024 · #1
Hallo zusammen,

bald ist es auch bei uns so weit und wir starten unsere 3-wöchige Reise nach Namibia (inkl. kleiner Teil Sambesi/Caprivi). Da es unsere erste Reise mit einem Dachzelt ist, würden wir gerne eure Tipps hören, die die Reise noch angenehmer/schöner machen. Dass es nachts sehr kalt ist, ist uns bereits bekannt, weshalb wir auch lange Unterwäsche, Mützen und Wärmflaschen mitnehmen. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Sichtung aller möglichen Tiere.

Danke und viele Grüße:-)
58 Beiträge · seit 201724. Juli 2024 · #2
Hallo!
Wir starten in drei Wochen auch! Unser Hauptaugenmerk ist bei unserer dritten Reise die Zambeziregion, gegen Ende geht es nochmal zu schönen Stellen im Inneren.

Wir sind in unserem Alter (57 und 64) kleine Weicheier, deshalb nehmen wir diese kleinen Luftmatratzen mit Waben mit (gab es gerade auch beim Aldi).

Den Erfahrungen nach erwarte ich es nicht zu kalt, eine Mütze hatte mein Mann nur bei der ersten Reise mal auf, da ging es Mitte August erst nach Süden, da hatten wir morgens in Klein-Aus-vista Frost und hatten den Abend vorher sehr erfreut festgestellt, dass man auch in der Lodge essen kann.
Die ganz kleinen Schlafsäcke als Zusatz haben wir trotzdem dabei, auch lange Hosen im Schlafanzug.

Ich selbst bin ganz froh um eine "Zelttoilette", eine Art Ziehharmonika... . Dann muss ich bei Kälte nicht immer aus dem Zelt klettern, wenn ich nachts muss. Auch nicht bequem mit dem Ding, aber hilfreich.

Klasse war auch, dass wir eine Axt geliehen hatten, mit der das Holz zum Grillen/Lagerfeuer gerichtet wurde.

Genug Licht im und am Zelt war auch schön, also Lämpchen zum Einhängen und mit Magnet am Auto.

Zu den Sichtungen sag ich nix, die sind Glück.

Viele Grüße
Jessika
2'462 Beiträge · seit 200624. Juli 2024 · #3
kachow schrieb:Hallo zusammen,

bald ist es auch bei uns so weit und wir starten unsere 3-wöchige Reise nach Namibia (inkl. kleiner Teil Sambesi/Caprivi). Da es unsere erste Reise mit einem Dachzelt ist, würden wir gerne eure Tipps hören, die die Reise noch angenehmer/schöner machen. Dass es nachts sehr kalt ist, ist uns bereits bekannt, weshalb wir auch lange Unterwäsche, Mützen und Wärmflaschen mitnehmen. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Sichtung aller möglichen Tiere.

Danke und viele Grüße:-)
Wir nehmen unter anderem beim Campen folgendes mit:
- Panzerband, Kabelbinder, Gurte, Ratschen, Fahrradspinnen, Wäscheklammern, Wäscheleine, Stromadapter, Wechselspannungsrichter für Zigarettenanzünder, Garmin,
- Tupperboxen, Sparschäler, Eiswürfel-Plastikbeutel, Haushaltsklammern, Knoblauchpresse, Plastik-Eierbox (für acht Eier),
- trockenes Salatdressing, Kräuterbuttergewürz (trocken),
- Taschenlampen, Stirnlampen, Steckdosenleiste

Vor Ort kaufen wir immer eine Kühlbox. Ich mag, nicht alles im Engel zu haben, sondern auf die Rückbank greifen zu können, um ein Kaltgetränk zu bekommen. Wünsche Euch einen tollen Urlaub.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
132 Beiträge · seit 202324. Juli 2024 · #4
Ah eigentlich wollte ich antworten, nicht "Danke" - upps 😄 Ganz viel wurde ja schon genannt, zusätzlich nehmen wir immer noch 1-2 gute Geschirrtücher mit. Die von der Autovermietung sind sowieso Schrott und alles was wir bisher nachgekauft haben, egal ob Spar, Choppies usw. trocknet auch nicht richtig gut ab.
Am aller wichtigsten finden wir die Stirnlampen, am besten mir Rotlichtfunktion, dass zieht keine Flatterviecher an 🙂
8'672 Beiträge · seit 201024. Juli 2024 · #5
JohannaHen schrieb: zusätzlich nehmen wir immer noch 1-2 gute Geschirrtücher mit. Die von der Autovermietung sind sowieso Schrott und alles was wir bisher nachgekauft haben, egal ob Spar, Choppies usw. trocknet auch nicht richtig gut ab.
Schließe mich dem an, gebrauchte natürlich, die gut trocknen!

Außerdem : Arbeitshandschuhe (wenn man dazu neigt wie ich, sich ständig die Hände/Finger irgendwo aufzureißen oder einfach gerne die Schmerzen bei der Berührung von starrköpfigen Haken/Ösen/Reißverschlüssen minimiert).

Die Ziehharmonika von Jessica habe ich übrigens auch 😉 , sie heißt in der Bestellwelt "Uriwell".

Mich haben bei den Mietwagen immer diese Besteckaufbewahrungsrollen genervt, denn wenn man die aufmacht, ist der ganze Tisch belegt (wenn er denn überhaupt frei ist, um die Dinger aufzurollen 😕 ). Ich hatte daher immer eine Box dabei, in die ich die nötigsten Bestecke gepackt habe (denn vieles aus der Rolle braucht man nicht und mein gutes Schnippelmesser bringe ich eh von daheim mit) sowie das Feuerzeug, das auch immer schnell griffbereit sein sollte.

Die Wäscheklammern für die Wäscheleine kann man sich übrigens sparen, wenn man sich so eine zulegt, die aus zwei verdrillten Gummibändern besteht, in die man die Ecken der Wäsche stecken kann.

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LG Bele.
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2024
221 Beiträge · seit 202424. Juli 2024 · #6
Suchst du speziell Tipps zum Dachzelt, oder ehe allgemein zu Camping?
Es klingt wahrscheinlich albern, aber ich hatte mein normales Kissen und eine leichte Dauendecke statt Schlafsack dabei, wir hatten genug Freigepäck um sowas mitzunehmen. Das hat für mich schon einen Unterschied gemacht, ich wollte nicht dreieinhalb Wochen im Schlafsack schlafen und fand es so total bequem. Ein gutes Kissen würde ich auf jeden Fall empfehlen, wobei es da auch gute aufblasbare Kissen gibt!
Klar kann man auch etwas mieten, aber da weiß man halt nicht, ob es wirklich passt.

Ansonsten kommt es darauf an, was ihr an Ausstattung gebucht habt. Habt ihr ein normales Dachzelt, oder ein Hardtop-Popup-Zelt? Bei letzterem sollte Licht schon integriert sein, bei einem normalen zum Selbstaufbau solltet ihr an Lichtquellen denken. Allgemein ist es nett, mehr Licht zu haben, ich würde also mindestens noch eine Solarlampe oder so besorgen.

Ergänzend zu den schon genannten Handtüchern: Lappen (kann man auch vor Ort kaufen). Man wischt ständig irgendwo was ab, und ein kleiner Spülschwamm oder was auch immer dabei ist, wird es nicht richten.
Beim Campinggeschirr müsst ihr mal schauen, was bei euch dabei ist. Thermobecher und gut isolierende Flaschen (für heiß/kalt) finde ich sehr sinnvoll.

Und zuletzt eine gute Lotion - bei dem ganzen Staub bekommt man schnell trockene Hände 😄
148 Beiträge · seit 201824. Juli 2024 · #7
Hallo Kachow,
das meiste von den "wichtigen Dingen" beim Campieren haben die Vorschreiber schon aufgezählt.
Du solltest auf alle Fälle die Ausstattungsliste des Vermieters genau studieren und bei der Übergabe auf Vollständigkeit achten.
Wir haben immer ein großes Küchenmesser (extra scharf) dabei. Ist immer im Bestand des Vermieters, aber eben nie scharf.
Dazu hat sich bei vielen Reisen folgendes bewährt: ein sehr großes Bettlaken (2,5m x 2,5m), dieses haben wir an den 4 Seiten umgenäht und im Abstand von 0,5m mit Metallösen versehen. So hat man in minutenschnelle überall einen Sonnenschutz. Selbst bei Fahrzeugen mit seitlicher Markise habe ich diesen bevorzugt, es ist darunter irgendwie luftiger. Inzwischen haben wir sogar 2 davon dabei, in verschiedenen Größen. Man benötigt nur einen Baum, die andere Seite befestigt man u.U. am Fahrzeug.
Ebenfalls dabei haben wir immer eine wasserfeste Ausführung dazu, eine Plane. Die gibt es in jedem Baumarkt fertig geöst in verschiedenen Größen (2x3 / 3x3) für wenige €.
Da es bei uns ohne richtigen Kaffee nicht geht, gehört eine Bialetti zur "Standartausrüstung". Die funktioniert auf Gas und auf offenem Feuer.
Viel Spaß beim Planen und Campen
Gruß Till
Themenstarter4 Beiträge · seit 202427. Juli 2024 · #8
Vielen Dank für die vielen hilfreichen Tipps!

Ich habe auch gelesen, dass man seine Sachen im „Kofferraum“ einpacken sollte aufgrund des Sands. Welche Tricks habt ihr? Habt ihr außerdem noch andere „Pack-Tipps“, wie z.B. Koffer-Organizer?

Vielen Dank 🙂
600 Beiträge · seit 202227. Juli 2024 · #9
Ich würde mich da auch mit einer Frage einklinken: wir sind nächstes Jahr im Juni mit einem Toyota CruCam von Bushlore unterwegs, also Dachzelt. Da sind Schlafsäcke dabei. Nutzt Ihr die generell, bringt Ihr eigene mit oder braucht man zum Schlafsack eventuell noch eine Decke?
22 Beiträge · seit 202227. Juli 2024 · #10
Wir haben unsere Kleidung in Pack Cubes. Unsere Koffer deponieren wir beim Autovermieter und packen alles in IKEA Taschen mit Reißverschluss. Diese kann man auch problemlos auf sandigen Campsites oder nassen Rasenplätzen rausstellen.

Viel Spaß
435 Beiträge · seit 201227. Juli 2024 · #11
bringt Ihr eigene mit oder braucht man zum Schlafsack eventuell noch eine Decke?
Im Juni würde ich, wenn vorhanden, einen eigenen (Daunen-)Schlafsack mitnehmen, da es sehr kalt werden kann. Dazu eine Mütze und oder einen Buff/Schlauchtuch. Sonst die gemieteten Schlafsäcke und du kaufst noch Decken vor Ort und verschenkst sie am Schluss.
„Pack-Tipps“, wie z.B. Koffer-Organizer?
Wir nehmen nur grosse Taschen mit und packen darin alles gesondert in Packsäcke, einen für Unterwäsche, einen für übrige Kleider, einen für Extras etc.. Die Pack Cubes sind natürlich noch komfortabler und die Kleider sehen nicht so schnell zerknautscht aus. Wenn du noch nichts dergleichen hast, kannst du auch gleich auf Pack Cubes gehen.

Wir nehmen auch immer Baumwollsäcke und/oder Netze mit für das Gemüse und Obst, das nicht gekühlt werden muss. Die hängen wir dann irgendwo auf.

Viel Spass
Daniela
Fotos auf Flickr: Alben Reiseberichte: Botswana/Zimbabwe 2018: Reisebericht Südafrika 2016: Reisebericht[/url ] --- Namibia 2015: Reisebericht[/url ] --- Uganda 2015: Reisebericht[/url ] --- Namibia - Südafrika 2013: Reisebericht[/url ] --- Südafrika 2011: Reisebericht --- Kenia 2008: Infos --- übriges Afrika und weitere Länder: Fotos
Gast28. Juli 2024 · #12
Mein bester Tipp zum Dachzelt-Camping wäre: Nimm ein Bodenzelt. Wenn Du z.B. mittags im Etosha ankommst, dann baust Du das Zelt auf, gehst abends auf einen Gamedrive und wenn Du wieder kommst, ist schon alles für das Camping aufgebaut. Beim Dachzelt fängst Du dann erst nach Rückkehr an, alles aufzubauen. Morgens umgekehrt. Mit Bodenzelt springst Du vom Schlafsack ins Auto und machst einen Morgen-Gamedrive. Mit Dachzelt musst Du morgens in der Kälte mit klammen Fingern erst mal restlos alles zusammenpacken, bevor Du losfahren kannst. Wenn Du z.B. 3 Tage in einem Camp bleibst, dann baust Du ein Bodenzelt einmal auf und einmal ab. Mit Dachzelt ist es Aufbau, Abbau, Aufbau, Abbau, Aufbau, Abbau. Und falls Du Dich auch mittags mal hinlegen möchtest, noch ein paar mal mehr.

Das bedeutet aber nicht, dass ein Bodenzelt immer die bessere Lösung ist. Es kann valide objektive und subjektive Gründe geben, warum auch ein Dachzelt besser sein kann. In der Regenzeit, in der ihr nicht unterwegs seid, kann es mit Bodenzelt eine matschige Angelegenheit sein. Und wenn der/die eine oder andere am Boden Angst vor Schlangen, Skorpionen, Honey Badgers oder Hyänen hat und deswegen schlecht schläft, dann spielt es auch keine Rolle, ob das eine Faktenbasis hat oder nicht.

Grüße
zuletzt bearbeitet 28. Juli 2024
104 Beiträge · seit 201829. Juli 2024 · #13
Eher eine andere Kleinigkeit: Immer daran denken die kleine Klappe an der Seite des Canape zu öffnen,
damit kein Sand "eingesaugt" wird.

Ansonsten: Viel Spass! Wir fahren im Oktober mit Hilux mit Dachzelt. Wir haben uns bewusst für das Dachzelt
entschieden. An den jeweiligen Campingplätzen haben wir mit Tisch und Stühlen die Stellen reserviert.
https://www.tickerfactory.com
zuletzt bearbeitet 29. Juli 2024
7'296 Beiträge · seit 200630. Juli 2024 · #14
Ich habe so eine kleine Solar-Faltleuchte, ähnlich wie diese hier (wobei man die sicherlich auch günstiger bekommt):
https://www.amazon.de/GlobaLink-Campinglampe-Energienbank-Lademethoden-Lichtmodi/dp/B0BTXYYZRR/ref=asc_df_B0BTXYYZRR/?tag=googshopde-21&linkCode=df0&hvadid=696184104678&hvpos=&hvnetw=g&hvrand=9969622732960490250&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9190384&hvtargid=pla-2281435176898&psc=1&mcid=f3af57ac88f83b729132b1fd3560cfa8&th=1&psc=1&hvocijid=9969622732960490250-B0BTXYYZRR-&hvexpln=75&gad_source=1

Die liegt im Auto auf dem Armaturenbrett und ist innerhalb eines Tages wieder komplett aufgeladen. Man kann sie alternativ auch über USB laden. Ich habe die Lampe auch gerne mal eingeschaltet auf die Motorhaube gestellt, wenn ich nachts auf einem größeren Campingplatz mal zur Toilette musste. Da findet sich der Rückweg leichter ... 😉

Als Tischbeleuchtung ist sie aber zu hell. Da muss man sie ein Stückchen entfernt postieren oder ein dünnes Tuch drüberdecken.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
104 Beiträge · seit 201830. Juli 2024 · #15
Tatsächlich habe ich auch mir eine Solarleuchte diesmal, sowie eine Powerbank mit kleinem Solarpanel 2019 gekauft.
https://www.tickerfactory.com
349 Beiträge · seit 201330. Juli 2024 · #16
Sehr geehrte Jessika,
hier noch ein paar praktische Hinweise zur Sequenz des Handelns:

Wenn man ca. 1 Stunde vor Sonnenuntergang auf einen Campingplatz ankommt, macht man als erstes das Feuer an.
Ein Kochfeuer braucht zirka eine Stunde, um die beste Koch- und Grilltemperatur zu haben. Man sollte die Handfläche ca. 50 Zentimeter drüber halten und langsam bis 5 zählen können.
Die sinnvollste Art, schnell viel Glut zu produzieren ist das Balkenfeuer.
In trockenen Jahreszeiten sollte man das in einer kleinen Grube anfachen, wenn keine vorbereiteten, gemauerten Grillstellen vorzufinden sind, um Buschbränden vorzubeugen.
Erst danach stellt man das Fahrzeug gerade hin in die Schlafposition. Notfalls muss man bei sandigen Untergründen mit dem Spaten etwas levelieren oder unter einem Reifen eine kleine Grube graben.
Danach erkundet man bei Tageslicht den Weg zur Toilette, merkt sich ihn dadurch und checkt, ob alles frei ist und keine Äste auf dem Weg ins Auge stechen. (Das gilt nicht für Savuti und Moremi).
Dann fängt man an, sein Abendessen vorzubereiten. Man schnetzelt und schnitzelt das Essen. Wenn dann die Sonne anfängt unterzugehen, muss man sich beeilen, damit alles rechtzeitig für den Sundowner mit spirituellen Getränken vorbereitet ist.
Sundowner ist eine ganz wichtige Eigenschaft, um der Sonne die Gelegenheit zu geben, am nächsten Morgen pünktlich aufzugehen. Dazu setzt man mit sich, mit seinen Stühlen ein wenig weg von seinem Fahrzeug, richtet sich zum Sonnenuntergangsschauspiel aus und betrachtet, ohne miteinander zu reden den Sonnenuntergang. Man sinniert, was war gut am Tag? Man sinniert, was wird der nächste Tag bringen? Und wenn man dadurch der Sonne geholfen hat unterzugehen, dann darf man aufstehen und wieder anfangen zu reden. Wir nennen das Solitude.
Die benutzten Pfannen und Kochutensilien bereits nach dem Essen abwaschen, um keine Tiere anzulocken und alles wieder abfahrbereit im Fahrzeug verstauen.
Dann ans Lagerfeuer, um weiter zu sinnieren, alle Probleme dieser Welt zu lösen und abzusacken. Merlot ist geeignet. Viel Merlot noch besser.

Der richtige Ort im Moremi und Savuti auf Toilette zu gehen, ist 1,50m vor der vorderen Motorhaube. Man geht nachts an solchen Orten nicht 200m zur Toilette. Man leuchtet vom Dachzelt aus einmal durch die Umgebung. Gelbe Augen, Löwen. Grüne Augen, Kudu. Bei gelben Augen erinnert man sich, warum der Bwana gesagt hat, man geht immer mit zwei Flaschen ins Dachzelt. Eine davon ist leer. Ansonsten geht man nicht links oder rechts vom Fahrzeug austreten, weil man das Dachzelt ja wieder morgens einklappen muss und keiner tritt gerne in unerkannte Glischminen. Man geht nicht hinter das Fahrzeug, weil man das am nächsten Morgen von hinten beladen muss. Man geht nicht direkt vor die Motorhaube - Mädels, man braucht nachts keinen Sichtschutz - weil man morgens automatisiert die Motorhaube aufmacht und nach Wasser und Öl schaut. Bei den neuen Leihfahrzeugen wird man praktisch nie Öllverlust feststellen können. Wenn man aber ein wenig Busch-Bundu betrieben hat, kann es sein, dass am Wasserkreislauf Verluste aufgetreten sind. Frühmorgens deshalb, weil man dann auch nicht einmal Klopapier braucht, um den Ölmessstab abzuwischen. Über Nacht hat sich das Öl messerscharf am Ölmessstab abgesetzt.
Wacht auf ins Leben!

Mit sonnigen Grüßen aus Omaruru
Carsten Möhle
http://www.bwana.de http://www.facebook.com/Namibia.Reisen http://www.paulgraetz.de
749 Beiträge · seit 200630. Juli 2024 · #17
Klasse
Viele Grüße aus muc
Wüstenfee
7'296 Beiträge · seit 200631. Juli 2024 · #18
Clue4fun schrieb:Tatsächlich habe ich auch mir eine Solarleuchte diesmal, sowie eine Powerbank mit kleinem Solarpanel 2019 gekauft.

Einfacher geht es vermutlich mit einem Adapter für den Zigarettenanzünder. Ich habe eine runde Dreifachsteckdose, die genau in einen Getränkehalter passt. In einem Anschluss davon sitzt ein weiterer Adapter auf zweimal USB. So habe ich vorne entweder drei Zigarettenzünder oder zwei plus zwei USB. Hinter der Mittelkonsole sitzt noch ein weiterer Zigarettenanzünder. Wenn das Auto nicht ewig steht, kann man da während der Fahrt den Kram laden.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
58 Beiträge · seit 201731. Juli 2024 · #19
Hallo Carsten,

ich hab den Thread nicht gestartet, aber ich hab mich trotzdem sehr an den Ratschlägen erfreut!
Den Abschnitt über schweigendes Sinnieren, vor und nach Sonnenuntergang, gerne mit Merlot, werde ich besonders beherzigen!
Die Reihenfolge an der Campsite und die Tipps zum Feuer gebe ich an meinen Liebsten weiter.

Bald wieder in Namibia Grüße ich alle FoMis!
Jessika
118 Beiträge · seit 202304. Aug. 2024 · #20
BoHoCat schrieb:Wir haben unsere Kleidung in Pack Cubes. Unsere Koffer deponieren wir beim Autovermieter und packen alles in IKEA Taschen mit Reißverschluss. Diese kann man auch problemlos auf sandigen Campsites oder nassen Rasenplätzen rausstellen.
Wir hatten letztes Jahr auf unserer ersten NAM-Reise auf Basis eines Tipps aus diesem Forum auch die IKEA-Taschen mit Reißverschluss mit, das war eine geniale Lösung! Wir hatten gleich mehrere Taschen mit und konnten so unsere Sachen sehr einfach strukturieren (z.B. 1 Tasche nur mit den Schlafsachen fürs Dachzelt). Koffer hatten wir beim Verleiher deponiert.

Dieses Jahr habe ich die Sache mit dem Umpacken noch optimiert. Wir übernehmen den Wagen jetzt schon am Ankunftstag am späten Nachmittag, da dies keine Mehrkosten bedeutet. Wir checken dann vor der Abholung des Wagens in unserer WDH-Unterkunft ein, entleeren die Koffer und deponieren diese beim Verleiher. Dann können wir ganz gemütlich in unserer Unterkunft die IKEA-Taschen packen und müssen das nicht beim Verleiher auf der Strasse machen. Auch planen wir für den späten Nachmittag des Ankunftstages noch die Einkäufe, dann können wir am nächsten Tag früh los.
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2024