scoutair schrieb:Obwohl es gemäss den Locals hier keine Geparde gäbe hatten wir sowohl im 2017 als auch im 2024 eine Gepard-Sichtung – dieses Mal inkl. Fotobeweis.
Da irren die Locals, denn es wurden ja auch schon bei der üblichen morgendlichen Raserei zum Sossusvlei auf der Teerpad Geparde überfahren.
LG Logi
Reisemaus1'004 Beiträge · seit 200803. Juli 2024 · #22
Hallo Scoutair, Whow! Ein Gepard in dieser Ecke ist ja eine mega Sichtung! Gratuliere! Ich wollte auch noch Dein Roadbook loben, das ist echt wunderschön geworden! Wahrscheinlich hättest du hier sogar viele Interessenten, wenn Du eine Art Blanco Vorlage hier anbieten würdest 😉 Viele Grüße Doro
madmaddin153 Beiträge · seit 201105. Juli 2024 · #23
Hallo Scoutair,
wir "fahren" bei Deinem Bericht dann auch mal mit. 🙂 Unsere Tour startet kommendes Jahr zu einer ähnlichen Zeit, allerdings werden wir mit Dachzelten und zwei Kids (3 & 5) unterwegs sein...daher sind wir auch auf ein paar klimatische Infos gespannt.
Ansonsten: Das Roadbook ist der Hammer. Meine Frau hat auch so eine Idee, allerdings eher für unsere beiden Jungs als für uns Eltern. Darf ich fragen, wo Du Dich bzgl. des Buches (Aufbau / Inhalte / Kinderspecial) hast inspirieren lassen?
Danke bis hierhin. Jetzt bin ich auf Eure weiteren Erlebnisse gespannt.
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202405. Juli 2024 · #24
Hallo zusammen
Besten Dank fürs Mitlesen und den Austausch.
@Logi: Unglaublich, einfach nur traurig...
@Doro: das Layout habe ich händisch auf jede Seite übertragen. Das Booklet misst geschlossen ca. 17x22 cm und hat 176 Seiten. Wenn man etwas ins Foto reinzoomst, dann sieht man feine Punkte. 3 Punkte entsprechen ca. 1 cm. Aber wenn Bedarf besteht kann ich das Layout noch vermassen und einstellen.
@Martin: Nun, ich habe mir überlegt, welche Themen/Infos ich abbilden möchte. Die Tagesrückblickseite mit dem Kinderbild habe ich von jemand anderem abgekupfert, der mir gesagt hat, sie hätten auf einer Reise mit den Kindern jeweils den Tag bildlich verarbeitet. Dann habe ich im Netz diverse Layouts von Reisetagebüchern gesichtet und schliesslich mehrere Drafts entworfen, bis ich mich schliesslich auf mein Layout festgelegt hatte. 100% zufrieden war ich nicht, da auf der Seite mit der Route die POIs und Diverses meiner Meinung nach zu oft leer blieben. Hier könne man bspw. alternativ die Meteo vom Tag abbilden... Ich stelle dir hier noch das Inhaltsverzeichnis ein, da ich eben auch noch weitere für mich mehr oder weniger relevante Infos zur Reise aufgenommen habe. Es sind vor allem Infos, welche ich dachte, ich wüsste es noch von letztem Mal, ich dann aber doch nicht mehr alles zusammentragen konnte. So dachte ich, wenn ich es jetzt festhalte, dann kann ich es dann für das nächste Mal nachschauen gehen. Klar ist jede Reise immer anders, aber so als Anhaltspunkt.
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202405. Juli 2024 · #25
Swakopmund Wir verlassen die unwirtliche Dünenwelt in Richtung Swakopmund. Noch schnell ein Permit für den Welwitschia-Drive für einen der kommenden Tage gelöst, geht es auf der kürzesten und schnellsten Route (C14 -> C19 -> B1) ans Ziel. Einen Abstecher via die Drei-Pässe-Route streichen wir aufgrund der Fahrzeiten und Distanz – aufgeschoben bedeutet ja nicht aufgehoben. Um 10:15 Uhr sind wir bereits in Solitaire für den obligaten Tank- und Apfelkuchen-Stop. Wir sichten die Fuchsmanguste, die hier unlängst im Forum gezeigt und bestimmt wurde (Danke dafür) und loggen einen GeoCache. Landschaftlich hat die Strecke zwischen Solitaire und Swakopmund viel zu bieten, vor allem bis nach dem Kuiseb-Pass ist es sehr abwechslungsreich. Auch dieses Mal verpassen wir das Tropc of Capricorn Schild fast und müssen noch ein paar Meter zurücksetzen. Die rund 400km meistern wir in 4h26 und liegen somit 10 Minuten hinter den Angaben von T4A. Die Strassen waren meist in gutem Zustand, auf der C14 wurde aber gebaut.
In Swakopmund logieren wir 3 Nächte in der Desert Breeze Lodge am östlichen Stadtrand mit Sicht auf die Dünen. Während unserem Aufenthalt hier sind wir mehrfach am Strand, um Löcher zu graben, vor den Wellen wegzulaufen oder auf dem angrenzenden Spielplatz zu spielen und verbringen viel Zeit in den Dünen vis-à-vis vom Hotel mit Hochkraxeln und Herunterrennen. Da gleich neben unserem Bungalow ein «Weg» über die Felsen zum Flussbett des Sossous Swakop führt, hinter welchem sich dann die Dünen erheben, ist es für uns ein leichtes, diese zu erreichen und Sohnemann auszupowern.
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202406. Juli 2024 · #29
Wir besuchen auch das Café Anton, Essen im The Tug, bei Gabriela’s und im Wreck, sehen uns die Mondlandschaft an, besuchen die Oase Goanikontes (landschaftlich ist die Zufahrt via Mondlandschaft sehr zu empfehlen, und auch die Oase ist gerade für kleine Kinder süss, da es einen grossen Spielplatz inkl. Bobby Cars hat – und das alles im Schatten der Bäume) und machen eine Living Desert Tour. Im Nachhinein stellen wir fest, dass wir das Permit für den Welwitschia-Drive gar nicht benötigt hätten, da wir nur den Anfang des Drives gefahren waren.
Natürlich erledigen wir in Swakopmund auch noch ein paar Einkäufe, wobei uns die Vielfalt des Sortiments mit bekannten Produkten im SuperSpar dann doch überrascht, und wir heben Geld für den Rest der Reise ab. Swakopmund hat uns super gefallen. Auch mit Junior gab es genügend zu unternehmen und zu erleben. Das Klima (in Swakopmund ca. 20 – 25°C, wenige Kilometer landeinwärts ca. 35°C) sagt uns sehr zu (zumindest viel besser erträglich als die Bruthitze im Sossous oder der Kalahari) und wir kommen zum Schluss, dass wir auch noch einen weiteren Tag gut hätten rumschlagen können, bspw. mit einem Gang in die Kristall Galerie (oder der Gin Destillerie – den Stillhouse Gin mochten wir gern, auch wenn in den Sundownern meist Gordon’s vermixt wird…).
scoutair schrieb: Im Nachhinein stellen wir fest, dass wir das Permit für den Welwitschia-Drive gar nicht benötigt hätten, da wir nur den Anfang des Drives gefahren waren.
Das ist leider nicht korrekt! Nur wer von der anderen Seite, über die D 1991, kommt, benötigt kein Permit. Wer von der C 28 aus kommend zur Goanikontes Oase fährt benötigt ein Permit. Es stehen auch Schilder, die darauf hinweisen.
Hier noch einmal die Antwort vom MET:
The D1991 is permit-free coming from B2 southwards. Right south of Goanikontes a permit is needed until the turn-off with the Welwitschia Drive (which also requires a permit).
LG Logi
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202406. Juli 2024 · #31
Danke Logi. Ich nehme meine Aussage gerne zurück. Ich bin zeitlich nochmal zurückgesprungen und zu dieser Aussage hat wohl geführt, dass wir uns auf dem Weg (D1991) zu Goanikontes mit jemandem unterhielten, der uns sagte, er würde öfters hierher kommen und das Permit müsse erst gelöst werden, wenn man nicht nach Goanikontes geht sondern der D1991 weiter folgt und den ganzen Welwitschia Drive fährt. Ich fand diese Aussage schon damals irgendwie etwas komisch, zumal man dann die Mondlandschaft ohne Permit besichtigen könnte, hab mir aber auch gedacht, das es schon möglich ist, dass man als Tourist nicht immer alles richtig versteht oder macht... Nach deinem Feedback habe ich auch nochmals das Permit herausgesucht. Die Qualität der Karte ist aber sehr schlecht (für mich ist dort nicht ersichtlich, welche Strassen im Park mit und welche ohne Permit gefahren werden können), dennoch ist gut ersichtlich, dass die Parkgrenze in dieser Gegend wohl eine ganze Weile dem südlichen Ufer des Swakop entlang führt, demnach haben wir uns von dieser Begegnung wohl in die Irre führen lassen (was meine Aussage anbelangt, das Permit hatten wir ja sowieso schon gelöst gehabt). Nach den Schildern hatte wir Ausschau gehalten, aber keine registriert. Was aber ebenfalls nichts zu deren Existenz aussagt. Nun habe ich soeben nochmals T4A angeschaut, dort ist die D1991 nicht rot (permit) gekennzeichnet, sondern "nur" die D1903, aber es gibt ja auch noch Reiseführer, Agenturen und die Parkverwaltung. Schliesslich liegt es ja an uns, dass wir richtig informiert sind und die richtigen Papiere dabei haben. Danke nochmals für die RIchtigstellung.
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202407. Juli 2024 · #32
Skeleton Coast Unser Reise-Programm zieht uns weiter und so brechen wir morgens um 7 Uhr zu unserem nächsten Ziel auf. Es geht der Küste entlang nach Norden in den Skeleton Coast National Park.
Die Shipwreck Lodge – bereits vor der Reise unser heimliches Reisehighlight (was sich so bestätigen wird) – nördlich von Moewe Bay wartet auf uns. Und der Weg dorthin ist lang (aber glücklicherweise nicht beschwerlich). Bis Moewe Bay, dort ist der Pick-Up-Point für den Transfer in die Lodge, sind es gemäss T4A 436km / 5h. Da wir bereits wissen, dass wir langsamer als angegeben sein werden, keine Ahnung über den Zustand der Strassen haben und wir im Fall der Fälle genügend Zeit für einen Radwechsel haben wollen, ziehen wir durch. So lassen wir Cape Cross, die Benguela Eagle und die Salzpfannen (ausser einer kleinen direkt neben der Strasse) links liegen mit dem Ziel, so rasch wie möglich Distanz zu machen, denn wenn noch etwas (unvorhergesehenes) passiert, wird die Zeit gegen uns spielen.
Da wir nach der Shipwreck Lodge nach Palmwag weiterfahren, wollen wir unterwegs sofern möglich noch einmal tanken. Mit unserem Doppeltank und einem 20L Kanister zusätzlich an Bord sollte der Diesel zwar für die gesamte Strecke reichen, aber (vielleicht auch wegen unserem Sohn) wir wollen lieber auf der sicheren Seite sein. So ist der Plan, entweder in Torra Bay oder in Terrace Bay auf dem Hin- oder Rückweg zu Tanken. Dies gibt uns quasi 4 Chancen auf Diesel. So fahren wir also bei der ersten Gelegenheit raus und stehen in Torra Bay bei einem Gebäude, welches an eine frühere Tankstelle erinnert. Dennoch sieht alles sehr verlassen aus. Wir steigen aus, schlendern etwas umher und sehen, dass irgendwo Menschen sein müssen, da frische Wäsche im Wind trocknet. Wir erspähen aber niemanden und sind schon am Losfahren um unsere Chance am nächsten Ort zu versuchen, da kommt jemand angerannt. Auf Nachfrage bietet er uns 25L Diesel für 800N$ an (Anm.: dies ist 32N$/Liter, normalerweise kostete der Liter um die 21N$) und führt aus, dass es weiter nördlich aktuell keine Diesel gibt (dies würde ich bei diesem Preis auch so ausführen, aber wir finden später heraus, dass es tatsächlich so war). Wir nehmen also diesen Diesel (die Bezahlung erfolgt selbstverständlich in bar), der von einem Kanister und mit viel Hebekraft langsam in unseren Tank übergeht. Happy über unseren Erfolg sowie das wohl speziellste Tankerlebnis unseres bisherigen Lebens fahren wir weiter.
Da wir kaum Pausen eingelegt hatten und die Strassen von sehr gutem Zustand waren kommen wir nach 6 Stunden (davon 5h30 Fahrzeit) in Moewe Bay an und gehen, weil wir viel zu früh für den Pick-Up sind, erst mal an den Strand, um die Beine zu vertreten, etwas herumzurennen, Steine zu werfen und Löcher zu graben. Nach einer Weile werden wir informiert, dass unser Guide für den Transfer uns demnächst abholen kommt und so machen wir uns für die letzten 55km resp. eineinhalb Stunden des heutigen Tages bereit. Die Lodge liegt am südlichen Ufer des Hoarusib zirka 3 Kilometer landeinwärts. Zur Freude von meinem Mann dürfen wir mit dem eigenen Auto im Konvoi fahren, so kann er wertvolle Offroad-Erfahrung sammeln. Dieses Mal lassen wir die Luft raus, und dann geht es los.
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202409. Juli 2024 · #33
Pünktlich zum Sundowner sind wir schliesslich in der Lodge (hier gibt es zu meiner grossen Freude auch Aperol-Spritz, obwohl sich auch der Gin-Tonic sehen lassen kann. Sohnemann bestellt jeweils DryLemon). Ein fahrintensiver Tag neigt sich dem Ende zu und wir geniesse die Einsamkeit, die Aussicht, die Farben und das wunderbare Abendessen. Sohnemann ist happy, da er endlich wieder im Sand herumtoben kann.
In den kommenden zwei Tagen werden wir die Gegend rund um die Lodge kennen lernen. Wir machen eine Wanderung zum und am Strand,
Essen am Strand,
besuchen die Clay Castles etwas weiter im Landesinneren, probieren Sandboarding aus und geniessen die Einsamkeit.
Wir buddeln unzählige Löcher, bauen Sand-Forts und sind auf Nadeln, wenn die nächste grosse Welle sich unserem Bauwerk nähert – wird es halten oder nicht und wie gross ist die Zerstörung.
Klimatisch ist es hier vergleichbar mit Swakopmund. Am Morgen und Abend ist es meist etwas neblig, die Temperaturen sind für uns angenehm, lange Kleidung oder Schuhe tragen wir hier trotzdem eher wegen der Sonne als wegen den Temperaturen. Doch leider steht die Zeit nicht still, und so müssen wir uns nach drei Nächten wieder verabschieden. Die Lodge hat unseren Geschmack voll getroffen und wir durften die Skeleton Coast von einer wilden, einsamen, spektakulären, aber auch farbenprächtigen Seite kennen lernen.
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202412. Juli 2024 · #34
Palmwag und Grootberg Um 9 Uhr soll es losgehen, begleitet im Konvoi zurück nach Moewe Bay. Wenn denn das Auto anspringen würde. Ein paar Tipps der Locals und schon läuft der Motor. Sie meinen, dies käme hier öfters vor, da den Motoren das feucht-kühle Küstenwetter bei längerem stehen (3 Nächte) zusetzen würde. Wir akzeptieren das so, der Autovermieter am Ende der Reise weniger, er wird wohl die Batterie prüfen… Ausgerüstet mit einem der besten Lunch-Boxen, die wir je hatten, geht es los. Ebbe sei Dank können wir ein grosses Stück der Strecke am Strand entlangfahren und treffen so nach kurzweiligen 40 Minuten in der «Zivilisation» ein. Ausser einem Seelöwen haben wir auf dieser Strecke keine weiteren lebenden Tiere mehr gesehen. Am Strand wimmelt es hingegen von toten Seelöwen, es wird eine Krankheit vermutet. Noch kurz Luft in die Reifen gelassen, schon geht es weiter zu unserem heutigen Tagesziel, der Palmwag Lodge.
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202412. Juli 2024 · #35
Da wir heute weniger unter Zeitdruck sind als auf der Hinfahrt, gönnen wir uns an der Küste noch den einen oder anderen Stop, bevor es dann ins Landesinnere und zum Springbock Gate geht. Irgendwann, ich glaube noch vor dem Gate, beginnt der VetFence, welcher sich von nun an auf unserer Linken befinden wird, bis wir ihn schliesslich kurz vor der Lodge passieren werden. Irgendwo stossen wir noch auf Welwitschias und etwa dort ändert sich auch die Landschaft und wir kommen in eine Gegend, wo sich um uns herum langsam Tafelberge zu erheben beginnen. Nach einer vermutlich weiteren Stunde und dem gemäss meinem Mann bisher schlechtesten Strassenabschnitt (C43) stehen wir dann vor dem VetFence und verstehen erst jetzt so richtig, was dies als Reisender bedeutet. Die Kontrolle geht flugs (ein paar Fragen beantworten, ein paar Formulare ausfüllen, was auch immer mit diesen Infos geschehen wird, zumal beim Reinfahren und beim Rausfahren nicht dieselben Infos abgefragt werden), aber als Selbstversorger muss man das im Blick haben, da ja bei der Nord-Süd-Durchquerung kein rohes Fleisch mitgenommen werden darf (von Süden nach Norden hingegen schon, so erklärt man uns).
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202412. Juli 2024 · #36
Nach dem Einchecken deponieren wir nur rasch das Gepäck im Bungalow und begeben uns sogleich zum Pool. Es hat sogar zwei Pools und wir haben die Qual der Wahl, so würde man meinen. Die besetzten, resp. die freien Liegen bestimmen dann aber, welche Pool-Gemeinschaft wir stören werden. Es ist etwa das erste Mal, dass wir den Pool mit anderen Menschen teilen müssen. Und so müssen wir Junior erklären, dass heute nichts mit reinspringen und herumspritzen wird, sondern wir uns aufs Tauch-Schwimmen beschränken müssen. Nachdem auch der Spielplatz erkundet wurde und wir an der Poolbar den Sundowner geniessen konnten, ziehen wir uns um und gehen zum Abendessen.
Als wir im Anschluss dann ins Bett wollen, hegen wir einen doch etwas ekligen Verdacht, welchen uns die Reception auf Anfrage bereitwillig bestätigen wird. Unsere Bettwäsche wurde nicht gewechselt. Hier hört der Spass bei uns auf. Ein Telefonat mit der lokalen Reiseleitung, zwei Besuche an der Reception und eine Putzkolonne später (welche Mangels sauberer Bettwäsche nur ein Bett frisch beziehen konnte) wird uns ein anderes Bungalow zugewiesen und so richten wir uns dann gut eine Stunde später im Bungalow gleich nebenan zum Schlafen ein. Noch am Abend hatten wir via Reiseleitung abklären lassen, ob wir am nächsten Morgen verfrüht abreisen und in die nahe gelegene Grootberg Lodge verschieben können, was uns noch vor der Zügelaktion bestätigt wurde.
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202412. Juli 2024 · #37
Nach dem Frühstück packen wir unsere sieben Sachen und ziehen weiter. Die Lodge entschuldigt sich nochmals in aller Form für die Unannehmlichkeiten, was wir auch annehmen. Wir besuchen noch die Palmwag Concession, leider ohne Tiersichtungen
und nehmen dann auf dem Weg zum VetFence noch einen GeoCache mit. Danach geht’s auf den Grootberg Pass, welcher nur ein Katzensprung entfernt ist.
Unterwegs begegnen wir noch einer einsamen Giraffe, welche nun als Fotomodell herhalten muss.
Vom Pass aus führt dann ein sehr steiler Weg zur Lodge. Landschaftlich gefällt es uns in dieser Gegend sehr und wir fragen uns immer wieder, wie es wohl oben auf diesen Tafelbergen aussehen mag. In der Grootberg Lodge angekommen wird unsere Frage beantwortet. Die Lodge liegt am Rande eines solchen Tafelberges und bietet einen phänomenalen Blick über ein Tal und wir werden Zeugen einer Gewitterfront, welche nur wenige Kilometer entfernt durch eben dieses Tal zieht. Gewaltig.
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202412. Juli 2024 · #38
Auf einer privaten Sundowner Tour dürfen wir dann den Tafelberg noch etwas weiter erkunden. Da wir etwa einen Springbock und ein paar Perlhühner erspähen, belassen wir ihm die passendere Bezeichnung Nature Drive. Der Spot für den Sundowner ist wunderschön an der Kante des Berges gelegen. Als Aussicht bekommen wir die Passstrasse sowie mehrere hintereinanderliegende Tafelbergreihen geboten, welche die Dämmerung in einem wunderschönen Farbverlauf wiedergeben. Und dann geht im Rücken der Vollmond auf…
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202413. Juli 2024 · #39
Hobatere Schon am nächsten Morgen zieht es uns weiter gen Osten. Das heutige Tagesziel ist die Hobatere Lodge unweit des Galton Gates vom Etosha National Park. Landschaftlich hat dieser Tag wieder viel Abwechslung parat. Wir verlassen die Tafelberge, die Landschaft wird hügelig und ist von grossen Steinhaufen oder kurzen Felshügeln durchzogen. Wie all das geologisch wohl entstanden war? Die Fahrt heute dauert nur gut 2 Stunden und so treffen wir, nach einem kurzen Tankstopp in Kamanjab, früh in der Lodge ein. Der Nachmittag wird mit Pool-Baden und Tierbeobachtungen gefüllt. Junior findet noch einen kleinen «Natursandkasten», in welchem er sich mit Steinen, Stöcken und Blättern austoben kann. Das «Lagerfeuer», welches während dem Nachtessen angezündet wird, hat es unserem Sohn angetan. Er ist fasziniert von Feuer und es ist das erste Mal auf dieser Reise, wo wir ein solches am Abend wahrnehmen. Den nächsten Tag verbringen wir mit einem Besuch der Himba Cultural Village nahe Kamanjab, Poolnutzung sowie einem Sundowner Game Drive. Auf diesem sehen wir gegen Schluss einige Giraffe, einen Elefantenbullen, ein Löwenrudel und eine Menge Springböcke (den Sundowner bekommen wir auf einer weiten Ebene in Mitten einer grasenden Springbockherde serviert). Vor allem die Löwen sind super, denn sie liegen auf resp. dann neben der Strasse und weil wir zu langsam an ihnen vorbei fahren können wir einen Scheinangriff aus unmittelbarer Nähe miterleben. Der Fahrer weiss aber, was zu tun ist und mit ein wenig Gas geben bricht der Löwe sofort ab, da von uns jetzt keine Gefahr mehr ausgeht.
scoutairThemenstarter43 Beiträge · seit 202414. Juli 2024 · #40
Etosha National Park Die kommenden drei Tage sind dem Etosha National Park gewidmet. Wir fahren beim Galton Gate rein, werden nahe dem Anderson Gate 2x in Etosha Village übernachten und schliesslich den Park bis zum van Lindequist Gate durchfahren (Ziel dann ist das Onguma Bush Camp). Bei der Einfahrt am Galton Gate lösen wir die Parkgebühr gleich für den ganzen Aufenthalt. Dies lohnt sich, so müssen wir an den übrigen Tagen weniger lange in der Schlange stehen und können die Kolonne aussenrum überholen. Die Westseite des Parks ist touristenarmer, und auch mit den Tieren haben wir, ausser bei einem Wasserloch nahe Olifantsrus, wo wir eine ca. 50 tier-starke Elefantenherde sichten, nicht allzu viel Glück. Vermutlich ist dies auch der Vegetation geschuldet, welche oft aus mannhohen, begrünten Büschen besteht. Die Fahrt zieht sich und so sind wir froh, als wir Okaukuejo und somit auch dem Ziel der Tagesetappe, dem Anderson Gate, näherkommen. Für heute haben wir (wobei ich hier mit «wir» eher «Sohnemann» meine) genug von Safari und freuen uns auf den Hotelpool – dieser ist übrigens gefühlt der wärmste auf der ganzen Reise. Im Hotelgarten grasen Kudus, welche sich zwar nicht streicheln lassen, aber die Hand beschnuppern.