Visumpflicht ab 1.4.2025

Reisebericht 1'310 Antworten · 104k Aufrufe · gestartet 23. Mai 2024 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200630. Mai 2024 · #21
Es regen sich interne Stimmen, wenn auch sehr zaghaft.
www.namibian.com.na/...sa-regime-ill-timed/
Siehe zwei Beiträge zuvor 🙂
So zaghaft ist es auch nicht mehr, denn nach dem NIPDB hat sich auch EPRA negativ geäußert: https://hitradio.com.na/epra-und-nipdb-gegen-geplante-visumpflicht/
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 30. Mai 2024
88 Beiträge · seit 202030. Mai 2024 · #22
Ganz ehrlich erwarte ich, dass selbst Mbumba und Shifeta sich gegen die Visumspflicht aussprechen werden, wenn sie im kommenden Monat beim African Hospitality Investment Forum darauf festgenagelt werden. Wie soll man sich als investitionsfreundliche Destination darstellen, wenn man mit so einer Agenda aufwartet?
145 Beiträge · seit 201730. Mai 2024 · #23
Ich glaub nicht, dass eine Visumspflicht an sich irgendwas an den Urlaubsströmen ändert. Gibt es ja bei zig Ländern. Vor allem für viele Fernreisende ist das völlig normal. Manchmal denkt man: "Die spinnen", aber das war es dann auch.

Die Frage ist eher, wieso man sich den bürokratischen Aufwand antut und ob Namibia die Einführung unfallfrei geregelt bekommt oder plötzlich das Chaos am Flughafen ausbricht.

Persönlich sehe ich den Mehrwert von einer Visa-Pflicht generell nicht, egal in welchem Land. Aber das muss jedes Land für sich selbst entscheiden. Und ja, einen Nicht-EU-Gast in die EU zu holen, ist auch für uns EU-Gastgeber eine frustrierende Angelegenheit.
zuletzt bearbeitet 30. Mai 2024
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200631. Mai 2024 · #24
Gibt es ja bei zig Ländern.
Na ja, für Deutsche nicht wirklich. Da ist ein Visum eher die Ausnahme als die Regel. Für deutsche Staatsbürger werden 194 visa-free destinations aktuell genannt (https://www.henleyglobal.com/passport-index/ranking).
Internationalen Studien nach, kann eine visumsfreie Einreise bis zu 30% mehr Tourismus bedeuten. Das ist schon signifikant und wir wollen es nicht hoffen. Man müsste mal schauen, wie sich z. B. die Einreisezahlen für Angola, Sambia und Mosambik geändert haben, nachdem die Visumpflicht gefallen ist. Das könnte ein guter Anhaltspunkt sein um zu sehen, womit Namibia in andere Richtung rechnen könnte.

Viele Grüße
Christian
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19 Beiträge · seit 202331. Mai 2024 · #25
travelNAMIBIA schrieb:
Gibt es ja bei zig Ländern.
Na ja, für Deutsche nicht wirklich. Da ist ein Visum eher die Ausnahme als die Regel. Für deutsche Staatsbürger werden 194 visa-free destinations aktuell genannt (https://www.henleyglobal.com/passport-index/ranking).
Internationalen Studien nach, kann eine visumsfreie Einreise bis zu 30% mehr Tourismus bedeuten. Das ist schon signifikant und wir wollen es nicht hoffen. Man müsste mal schauen, wie sich z. B. die Einreisezahlen für Angola, Sambia und Mosambik geändert haben, nachdem die Visumpflicht gefallen ist. Das könnte ein guter Anhaltspunkt sein um zu sehen, womit Namibia in andere Richtung rechnen könnte.

Viele Grüße
Christian
Wobei da die Staaten mit Visa-on-arrival (VOA) mit visumfrei gleichgesetzt werden.
88 Beiträge · seit 202031. Mai 2024 · #26
XynxNet schrieb:Ich glaub nicht, dass eine Visumspflicht an sich irgendwas an den Urlaubsströmen ändert.
Der Effekt wird jedenfalls nicht besonders gut messbar sein. Es werden weiterhin Besucher kommen, wahrscheinlich aber wird es moderate Verschiebungen hin zu längeren Aufenthalten geben.
Am ehesten dürfte zu erwarten sein, dass Reisende, die in Nachbarländern unterwegs sind, auf einen "Abstecher" nach Namibia verzichten.
Visumskosten verteuern Kurzaufenthalte überproportional, und das ist das eigentliche Problem.
Für den Reisenden, der einfach direkt drei Wochen Namibia macht, dürfte das wenig an den Plänen ändern.
Gast31. Mai 2024 · #27
Mätes schrieb:Wobei da die Staaten mit Visa-on-arrival (VOA) mit visumfrei gleichgesetzt werden.
Korrekt, aber selbst wenn man nur Staaten zählen würde, in denen Deutsche wirklich visa-/gebührenfrei einreisen können, wäre der deutsche Pass weltweit in der Spitzengruppe. Das ist nicht so, weil man das deutsche Volk weltweit so überaus lieb hat, sondern weil es aufgrund von Wohlstand, Freiheiten und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland statistisch höchst unwahrscheinlich ist, dass ein Deutscher einem Gastland zur Last fällt, da Asyl beantragen oder Sozialleistungen in Anspruch nehmen will. Und man möchte eben gern am Geld der so reisefreudigen Deutschen partizipieren.

Es ist deshalb sinnfrei, reziproke Visabedingungen zu fordern, wenn die Ausgangsbedingungen auf beiden Seiten nicht annähernd reziprok sind. Und das sind sie zwischen Namibia und Deutschland nicht ansatzweise. Schätzungsweise 95% der Menschen in Namibia können sich ohnehin keine Reise nach Deutschland oder Europa leisten und haben durch die aktuellen Visaregelungen keinen Nachteil. Einen Nachteil hat höchstens die Elite. Diese 95% dürfen es dann aber ausbaden, wenn aufgrund neuer Visahürden weniger Touristen kommen und Jobs in der Tourismusindustrie verloren gehen. Insofern ist das wahlweise reine Symbolpolitik oder Politik für die Elite.

Der zuständige Minister sagte zur Begründung für die neue Visapflicht "Our nationals are treated like criminals even with valid visas. Some of them are regarded as illegal immigrants – even the ones on diplomatic passports.". Da wird klar, worum es eigentlich geht.

Grüße
1'223 Beiträge · seit 201031. Mai 2024 · #28
mitglied19210 schrieb:
Mätes schrieb:

Der zuständige Minister sagte zur Begründung für die neue Visapflicht "Our nationals are treated like criminals even with valid visas. Some of them are regarded as illegal immigrants – even the ones on diplomatic passports.". Da wird klar, worum es eigentlich geht.

Grüße
Da hat der Minister wohl (leider) absolut Recht.
Statt stolz nach Durchwinken weiter zu laufen, braucht man da nur mal seine Augen zu öffnen, was in Frankfurt abläuft wenn ein Flieger aus NAM oder ZA ankommt, und sich die Grenzschützer auf die Passagiere direkt am Flieger, noch lange vor der Grenzkontrolle, stürzen. Diese gleichen Grenzschützer, die an den Außengrenzen jeden illegalen Einreisenden gewähren lassen.
Der Umgang, auch mit Inhabern von Diplomatenpässen, ist häufig alles andere als zuvorkommend, geschweige denn, freundlich.
Grüße, H.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2024
Gast31. Mai 2024 · #29
Swakop52 schrieb:
Da hat der Minister wohl (leider) absolut Recht.
Statt stolz nach Durchwinken weiter zu laufen, braucht man da nur mal seine Augen zu öffnen, was in Frankfurt abläuft wenn ein Flieger aus NAM oder ZA ankommt, und sich die Grenzschützer auf die Passagiere direkt am Flieger, noch lange vor der Grenzkontrolle, stürzen. Diese gleichen Grenzschützer, die an den Außengrenzen jeden illegalen Einreisenden gewähren lassen.
Der Umgang, auch mit Inhabern von Diplomatenpässen, ist häufig alles andere als zuvorkommend, geschweige denn, freundlich.
Ich habe dazu schon geschrieben, dass das im Prinzip Rassismus pur ist, wenn direkt am Gate nach Hautfarbe selektiert und kontrolliert wird. Gleichwohl ist die Intention dahinter verständlich. Wenn der Bundesgrenzschutz am Flughafen unbegründet Asylsuchende durchwinken würde, dann würdest Du doch auch schimpfen?

Und vor allen Dingen: An all dem, was dunkelhäutigen Menschen in Frankfurt und München bei Ankunft am Flughafen passiert und was insbesondere namibische Politiker ärgert, ändert sich absolut gar nichts, wenn Namibia Deutschen/Europäern jetzt ein kostenpflichtiges Visum auferlegt. Die Bürger aus ausnahmslos allen afrikanischen Staaten brauchen ein Visum für die Einreise in den Schengenraum. Es ist zu 100% ausgeschlossen, dass das jetzt für Namibier aufgehoben wird, weil die Bedingungen dafür nicht gegeben sind. Deutschland könnte das auch gar nicht allein beschließen, sondern es bräuchte einen Beschluss der 29 Schengenstaaten.

Worum geht es dann am Ende? Darum, dass namibische Minister Symbolpolitik betreiben, das eigene Mütchen kühlen wollen, sich vermeintlich zu rächen. Nur das man sich damit auch noch ins eigene Knie schießt, der eigenen Wirtschaft schadet. Das ist meines Erachtens pure Dummheit, die Namibia nicht voranbringt, sondern zurück wirft.

Grüße
1'223 Beiträge · seit 201031. Mai 2024 · #30
@ mitglied19210

Deinen letzten Satz stimme ich uneingeschränkt bei.
Im Englischen hat man den Spruch: Beggars can´t be Choosers!
Der Afrikaner ist jedoch überwiegend emotionsgesteuert, was häufig zu irrationalen Entscheidungen führt.

Gruß
H.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2024
1'096 Beiträge · seit 200931. Mai 2024 · #31
Ich kann ehrlich nicht erkennen, dass dieser Schritt dem Tourismus-Sektor Namibias schaden wird. Visa on arrival ist ja kein neues Konzept und in den Ländern, die das bereits länger so handhaben ist beim besten Willen kein Schaden auszumachen. Wenn sich das einmal eingespielt hat, wird es vermutlich nicht einmal länger dauern. Im Gegenteil: sofern die Einreise bei online Beantragung beschleunigt werden kann, wird es für diese Reisenden vermutlich schneller gehen. Der namibischen Staat generiert noch zusätzliche Einnahmen - wohin die auch immer fliessen.

Die vorübergehende negative Publicity ist sicher unnötig, andererseits kann ich die Beweggründe teilweise nachvollziehen. Wer einmal länger in Afrika gereist ist, kann die Emotionen nachempfinden. An so manchen Grenzen wurden wir auch wie Dreck behandelt. Das ist ebenso unschön wie andersherum.

Eine Lösung kann nur darin bestehen sich mehr auf Augenhöhe zu begegnen. Das ist weniger wirtschaftlich gemeint, als vielmehr menschlich. Regularien können auch freundlich umgesetzt werden, das erleichtert das Prozedere auf allen Ebenen.

Liebe Grüsse
Guido
486 Beiträge · seit 202031. Mai 2024 · #32
Buitepos schrieb:
XynxNet schrieb:Ich glaub nicht, dass eine Visumspflicht an sich irgendwas an den Urlaubsströmen ändert.
Der Effekt wird jedenfalls nicht besonders gut messbar sein. Es werden weiterhin Besucher kommen, wahrscheinlich aber wird es moderate Verschiebungen hin zu längeren Aufenthalten geben.
Am ehesten dürfte zu erwarten sein, dass Reisende, die in Nachbarländern unterwegs sind, auf einen "Abstecher" nach Namibia verzichten.
Visumskosten verteuern Kurzaufenthalte überproportional, und das ist das eigentliche Problem.
Für den Reisenden, der einfach direkt drei Wochen Namibia macht, dürfte das wenig an den Plänen ändern.
das hätte in der Vergangenheit schon was geändert an meinen Urlaubsplanungen, ich habe auch mehrfach Grenzen nach Botswana, Südafrika und weiter nach Simbabwe überquert, jeweils nur für kurze Abstecher in meinem Urlaub. Das war problemlos und ich musste nicht über Visa-Gebühren nachdenken, außer für Simbabwe damals.
War bequem für mich ..... aber weitere Aufenthalte in Simbabwe (VicFalls) habe ich mir dann auch gespart beim 2. oder 3. Trip, der entscheidende Grund waren die neuerlichen VISA Gebühren dort damals.
Das kam mir damals schon wie "Geld-machen" vor.

Einen kurzen Abstecher eben von Namibia rüber in den Richtersveld Park (habe ich 2 mal gemacht) würde ich auch nicht mehr einplanen.
Gruß Burkhard
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200631. Mai 2024 · #33
Wenn sich das einmal eingespielt hat, wird es vermutlich nicht einmal länger dauern.
Ich weiß nicht. Wenn es weiterhin beim Einreisezettel bleibt und man nur einfach Betrag X auf den Tisch legen muss, dann vermutlich nicht. Aktuell dauert Visa on Arrival am HKIA 15-20 Minuten pro Person. Ich habe bisher auch nur VoA-Erfahrungen (z. B. Simbabwe, Mosambik, Sansibar) wo maximal eine handvoll Personen gleichzeitig ein solches haben wollte. Und da stand man schon gern mal ne Stunde. Das kann bei Fliegern aus Frankfurt mit 300 Personen die ein Visum benötigen dann schon ganz anders aussehen. Das Problem ist ja auch, dass die Infrastruktur für VoA nur an wenigen Grenzübergängen momentan vorhanden ist. Wenn es also nicht alles online geht, dann hat man da örtlich schon mal ein Problem.

Aber wie gesagt: Es bleibt abzuwarten, ob es überhaupt kommt oder nur Wahlkampftaktik (so wie der "plötzlich" ausgerufene neue Feiertag etc).

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 31. Mai 2024
212 Beiträge · seit 201931. Mai 2024 · #34
https://www.embassyofnamibia.fr/fees-and-requirements.php

falls das für 100 Euro pro Touristenvisum kommen sollte (soviel kosten die aktuell) wird es Besucher nach Südafrika umlenken. Dorthin sind die Flüge auch noch viel günstiger, seit die Flüge nach Windhoek so teuer geworden sind dieses Jahr.
311 Beiträge · seit 201731. Mai 2024 · #35
Swakop52 schrieb:Der Afrikaner ist jedoch überwiegend emotionsgesteuert, was häufig zu irrationalen Entscheidungen führt.
Jesses, Hajo, normalerweise würde ich ja frei nach Karl Valentin handeln („Des ignoriern ma net amoi“), aber sorry, dein Weltbild benötigt ganz dringend ein Update, aber das würde hier ja schon häufiger festgestellt. Nix für ungut.
1'223 Beiträge · seit 201001. Juni 2024 · #36
Sangwali schrieb:
Swakop52 schrieb:Der Afrikaner ist jedoch überwiegend emotionsgesteuert, was häufig zu irrationalen Entscheidungen führt.
Jesses, Hajo, normalerweise würde ich ja frei nach Karl Valentin handeln („Des ignoriern ma net amoi“), aber sorry, dein Weltbild benötigt ganz dringend ein Update, aber das würde hier ja schon häufiger festgestellt. Nix für ungut.
Sangwali,
Deine Antwort findest Du als PM in Deiner Postbox.
H.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
64 Beiträge · seit 202301. Juni 2024 · #37
Sangwali schrieb: dein Weltbild benötigt ganz dringend ein Update, aber das würde hier ja schon häufiger festgestellt.
Ich befürchte, ein update reicht da nicht. Löschen und komplett neu aufspielen wäre einen Versuch wert.

Meint
Ralf
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200601. Juni 2024 · #38
www.embassyofnamibia...and-requirements.php

falls das für 100 Euro pro Touristenvisum kommen sollte
visa on arrival kostet aktuell N$1300.

Viele Grüße
Christian
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1'470 Beiträge · seit 200801. Juni 2024 · #39
Hallo in die Runde,

sorry, falls ich was überlesen habe und es hier schon stand.
Wir wollen im September eine vierwöchige NAM-ZA-BOT-NAM-Runde drehen. Werden wir 2x zur Kasse gebeten?
Viele Grüße,

Moose.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200601. Juni 2024 · #40
Werden wir 2x zur Kasse gebeten?
ob, wann und wie es eingeführt wird ist ja noch gar nicht klar.

Viele Grüße
Christian
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