Masai Mara 2024 - 10 Jahre Mom&Daughter in Afrika

Reisebericht 79 Antworten · 11,5k Aufrufe · gestartet 07. Mai 2024 von Flash2010
762 Beiträge · seit 201720. Juni 2024 · #41
Hallo Lauro, die Fotos mit den Löwen im Gras am frühen Morgen gefallen mir ganz besonders gut! Einfach traumhaft! Die Schule zu besuchen war für alle bestimmt ein ganz besonderes Erlebnis. Liebe Grüsse Caroline
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201520. Juni 2024 · #42
Hi Picco,

wir waren extra, wie beim letzten Besuch, in der langen Mittagspause dort, da wurde kein Unterricht gestört. Die Primary School in Talek wird so gut wie nie von Touristen besucht. Wir haben hier für eine erhebliche Summe an privaten Spenden vor eineinhalb Jahren Tische und Stühle in Talek bauen lassen und diese 2022 persönlich übergeben (letztes Kapitel in meinem Reisebericht 2022). Diese werden benutzt, das haben wir fotografiert und den Spendern somit zeigen können. George ist in Talek recht hoch angesehen und wenn er etwas organisiert, vertrauern wir ihm, dass es genau so ankommt. Ein solches Vertrauen kann man dort nicht jedem entgegen bringen und wir sind froh, dass er sich da so engagiert.

Hi Caroline,

vielen Dank! Es rührt uns immer wieder sehr, zu sehen, wie sich die Kinder über den Besuch freuen. Eine solche Offenheit nachdem das Eis gebrochen ist, steckt an. Sollten wir noch einmal Kenia besuchen, werden wir wieder Spenden sammeln. Da wir diesmal erstmal sicher gehen wollten, dass die Spenden auch genutzt werden, haben wir uns dieses Jahr dagegen entschieden, vorab nach Spenden zu fragen.

Liebe Grüße
Laura
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201520. Juni 2024 · #43
8. Februar - Ein düsterer Tag

Mittlerweile hat sich unser Morgen ein wenig eingependelt. Petra steht bloß eine halbe Stunde vor mir auf und während ich mich fertig mache, geht sie schonmal vor zum Hauptzelt und trinkt dort noch einen Kaffee. So habe ich nochmal meine Ruhe, die ich manchmal einfach brauche, wenn man rund um die Uhr zusammen hängt, und wir können gut in den Tag starten. Und das ist absolut nichts Negatives oder dass Petra mich nerven würde. Wenn man alleine wohnt und Einsamkeit auch als etwas Gutes ansehen kann, braucht man in solchen Urlauben auch zwischendurch mal kurz seine Ruhe.

Heute geht es wieder erst um kurz nach 6 Uhr los und George scheint kein festes Ziel zu haben. Wir finden irgendwann den Rongai Pride, der aber in eine closed area abgewandert ist und da generell gerade nicht viel los ist in der Mara, fahren wir wieder zum Survey Pride mit Cub-Garantie. Wir kommen allerdings ein wenig später dort an und die Kleinen haben wohl schon ihre Hochphase des Spielens beendet. Eine der Löwinnen säugt sie im wunderschönen Morgenlicht auf dem Hügel und nach bereits 15 Minuten verschwinden sie schon wieder in den dichten Büschen.

_1017004_DxO.jpg


DSC01773_DxO.jpg


DSC01776_DxO.jpg


DSC01782_DxO.jpg


DSC01786_DxO.jpg


DSC01790_DxO.jpg


DSC01792_DxO-2.jpg


Zu unserem Frühstücksplatz müssen wir noch ein Stück fahren, aber es lohnt sich allemal! Auf dieser Anhöhe hat man einen wunderbaren Blick auf den Sand River und Tansania. Leider ist dies ein sehr beliebter Spot und so bleiben wir nicht lange unter uns.

FC7F53BE-CAD0-4F8E-92E0-06903ACC1453-L0-001_DxO.jpg


B506F408-4541-4232-8930-DB083E68E226-L0-001.jpeg


A514FDB7-EDD9-457E-B984-D5CCE20F19D8-L0-001.jpeg


Wir lassen es uns schmecken und trällern auf der Weiterfahrt ein paar unserer Altweiber-Hymnen, die wir mit allerliebsten Grüßen in die Heimat schicken, denn heute ist Altweiberfastnacht und man vermisst uns zu dieser Tradition sehr!

B3DB752C-839E-4DDA-AD87-4C2C04FD361D-L0-001_DxO.jpg


George versteht kein Wort - ist wohl auch besser so - steigt aber zumindest rhythmisch mit ein. Wir fahren noch an den beiden Paschas des Survey Prides vorbei, die faul und unfotogen unter einem Baum ruhen.

0A319369-2332-4967-B39D-C603E2E2B370-L0-001_DxO.jpg


Weiter fahren wir ein bisschen planlos durch die Gegend und begegnen einer Löwin des Lookout Prides.

_1017005_DxO.jpg


DSC01795_DxO.jpg


DSC01797_DxO.jpg


Wir fahren eine große Schleife und genau der Baum, unter dem wir gestern Lunch hatten, zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Hier hängt ein Leo-Kill in Form einer Thommy und George freut sich sehr darüber, denn dies ist das Revier von Saba, seiner Lieblings-Leopardin. Sie wurde gestern bereits auf der gegenüberliegenden Flussseite von unserem Camp gesehen. Gerade hält sie sich gut versteckt, aber George wird es schnell erfahren, wenn sie zurückkehren sollte, denn die nahegelegene Straße ist die Straße zum Gate und somit hoch frequentiert. Wobei er aber vermutet, dass sie erst heute Nacht zu Ihrer Beute zurückkehrt. Und er hofft, dass der Adler die Beute nicht so weit anfrisst, dass sie runterfällt.

DSC01798_DxO.jpg


Heute machen wir Mittagspause im Camp und legen ein wenig die Füße hoch. Mein Kamera-Akku von gestern muss noch immer nicht geladen werden, das hatten wir auch noch nie. Aber das gehört eben auch dazu, vor allem wenn natürliche Faktoren wie zu viel Regen zur falschen Zeit und damit viel zu hohes Gras eine Rolle spielen.

Am Nachmittag scheint wieder irgendwo was los zu sein, denn bereits kurz nach Verlassen des Camps gibt George Gas und seinem Fahrstil nach zu urteilen, dürfte es wieder was Fleckiges sein. Wir sind gespannt - und werden schnell "ausgebremst". George merkt auf einmal, dass die Bremsen nicht mehr wirklich funktionieren und lässt das Auto ausrollen. Das war's erstmal. Er verrät uns, dass wir zu Bahati fahren wollten und wir sind mehr als froh, dass die Bremsen vor dem Crossing durch den Talek hops gegangen sind und nicht im Fluss oder auf der anderen Seite. George macht ein paar Anrufe und wir fahren den Handwerkern in langsamem Tempo Richtung Talek entgegen, denn mittlerweile funktionieren die Bremsen gar nicht mehr. Niemand hat Schuld an diesem Schlamassel. Deswegen richtet sich meine schlechte Laune auch gerade nur gegen die Situation selbst und gegen nichts und niemanden sonst. Es ist ja immerhin erstaunlich, wie schnell hier jemand mal eben raus fährt und Autos repariert.

Wir treffen uns mit den Handwerkern unter einem Baum, wo der Untergrund einem Wagenheber standhält. Wenn ich überlege, dass ich mein Auto für Stunden in die Werkstatt bringe, wenn die Bremsen (oder Scheiben oder was auch immer) gewechselt werden und das hier mal eben so in der Wildnis gemacht wird, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Was nun das Problem war, haben wir nicht wirklich verstanden. Ich glaube, die Bremsscheiben (oder Trommeln?) wurden gewechselt und irgendwie war Luft oder Wasser in den Bremsleitungen.

D56866BE-3CD4-408A-980F-5764F510A55D-L0-001_DxO.jpg


ADD8761F-A8D6-4624-829F-B3A49F3AE26B-L0-001_DxO.jpg


33AB36BA-0AE2-461D-AEC3-0B39A1C22535-L0-001_DxO.jpg


32BD1D70-0C07-4857-B63B-44C8B1E36924-L0-001_DxO.jpg


3CD6708E-8D68-4279-8F6E-7EA65BAB5C2A-L0-001_DxO.jpg


Es dauert keine Stunde, da ist der Cruiser bereits wieder fahrtüchtig. George testet die Bremsen natürlich ordentlich aus, sodass er sicher sein kann. Am Rekero Crossing vom Talek Fluss angekommen, beobachten wir ein Auto, das große Probleme hat, hier aus dem Fluss zu kommen, da die Ausfahrt mittlerweile extrem ausgefahren ist. George sucht ein paar Steinplatten, legt diese in die Fahrspuren und das Auto kommt hoch. Er meint dann, es wäre keine gute Idee, jetzt nochmal rüber zu fahren, zumal Bahati sowieso wieder verschwunden sei. Er möchte nicht heute Abend spät hier aus dem Fluss fahren und vielleicht stecken bleiben. Klar, akzeptieren wir definitiv.

Unbenannt-2-3-4-5-6-7-8-9.jpg


Also fahren wir zu den Ebenen, wo das Gras nicht allzu hoch ist und ein paar Huftiere anzutreffen sind. Durch die Wolken am Himmel hat es immerhin tolles Licht zum Fotografieren!

DSC01800_DxO-2.jpg


DSC01804_DxO.jpg


DSC01808_DxO.jpg


DSC01811_DxO.jpg


DSC01813_DxO-2.jpg


DSC01815_DxO-2.jpg


DSC01816_DxO.jpg


Irgendwann fahren wir wieder Richtung Camp und entdecken in der Nähe eine große Büffelherde. Wir entscheiden, hier den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Leider möchte sich meine Laune heute nicht mehr heben und ich habe wenig Lust, hier großartig zu fotografieren, also horche ich einfach wie die etwa 800 Büffel friedlich grasen.

_1017006_DxO.jpg


DSC01825_DxO.jpg


DSC01826_DxO.jpg


DSC01829_DxO.jpg


DSC01832_DxO.jpg


Um die Herde ziehen ein paar Hyänen, die ich aber gar nicht wirklich wahrnehme, bis George mich aus meinen Gedanken reißt mit den Worten "Oh, they hunt!". Ich starte die Kamera ohne zu wissen, dass uns gleich der schlimmste Moment auf Safari erwartet, den wir jemals erlebt haben. Die Hyänen schnappen sich ein Kalb, das vor etwa zwei Stunden geboren wurde und tragen es weg. Es plökt nach seiner Mutter, die es aber nicht wirklich verteidigt. Büffel haben vor Hyänen mehr Respekt als vor Löwen, denn Hyänen sind furchtloser und lassen sich nicht so einfach einschüchtern. Ich weiß, wie Hyänen "töten" oder eben auch nicht, nämlich dass sie einfach drauf los fressen, aber wir haben noch nie live erlebt, wie Hyänen Beute machen. Genau das spielt sich jetzt vor unseren Augen ab und ich bin das einzige Mal in diesem Urlaub froh, dass das hohe Gras das meiste verdeckt. Sie fangen an zu fressen und das Kalb schreit noch immer. Die Mutter kommt angaloppiert und die Hyänen packen es wieder, um es weiter weg zu schleifen. Die Schreie des Kalbs gehen mir in diesem Moment viel zu nahe und ich bin wie gelähmt. An Filmen oder Fotografieren ist gerade gar nicht zu denken. Der ganze Kampf dauert 7 Minuten, in denen ich mehr als einmal erleichtert denke, das Kalb wäre endlich tot. Doch es plökt erneut, während die Hyänen es gefühlt schon halb aufgefressen haben. Das ist zu viel. Mir laufen Tränen übers Gesicht und ich bete, dass es endlich erlöst wird. Als es einige Sekunden ruhig bleibt und man weiterhin das Knacken der Knochen hört, kann ich erleichtert aufatmen. So schlimm dieses Ereignis auch war, es ist auch wichtig, diese Seite der Natur kennenzulernen und ich habe nicht einmal dran gedacht, einfach weg zu fahren. Es passiert jeden Tag. Einer stirbt, damit ein anderer weiterleben kann. Als ich mich wieder halbwegs gefangen habe, filme ich mit dem Handy die Hyänen und George sagt in diesem Moment gerade passenderweise "She killed for her babies" und er hat einfach Recht. Als er mich fragt, ob alles okay ist, antworte ich nur "yes, just too much nature right now" und er versteht, was ich meine.

DSC01834_DxO-2.jpg


DSC01835_DxO.jpg


_1017010_DxO.jpg


_1017012_DxO.jpg


DSC01771_DxO.jpg


Immer noch betroffen kehren wir ins Camp zurück und ich verarbeite diesen Moment erstmal irgendwie. Das erfordert unter anderem einen doppelten Gin Tonic. Als ich an diesem Abend im Bett die Hyänenrufe in der Ferne höre, habe ich erstmal kein Lächeln auf dem Gesicht, wie sonst. Allerdings haben Hyänen bei mir trotzdem nicht an Sympathie verloren. Die Natur hat sich dabei schon irgendwas gedacht.

Lala Salama!

C8674E1A-ED55-401E-8AC5-5A3C2F5B2A5C-L0-001_DxO.jpg
Zitierenzuletzt bearbeitet 26. Juni 2024Original ↗
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201523. Juni 2024 · #44
9. Februar - Twice in a lifetime

Obwohl unser heutiges Ziel bloß 20 Minuten Fahrtzeit in Anspruch nimmt, brechen wir noch vor 6 Uhr auf, denn wir können uns denken, dass sich da einiges herum gesprochen hat. Noch dazu ist es vom Gate aus nicht weit zu dem Baum, in dem Leopardin Saba gestern ihre Beute versteckt hat und es wird nicht lange dauern, bis der Trubel los geht.

Wir erreichen den Baum und George ist ganz aus dem Häuschen. Saba liegt tatsächlich in der Baumkrone und er hat sie seit über einem Jahr nicht mehr gesehen, da sie sich meist in einem recht unzugänglichen Gebiet aufhält. Sie ist übrigens die Schwester von Bahati. Man kann ihre Silhouette nur erahnen, denn noch ist es sehr dunkel. Aber ein bellender Schakal bestätigt uns, dass sie dort oben liegt. Wir sind die ersten und so positioniert George uns exakt Richtung Sonnenaufgang. Nach und nach finden sich bereits jetzt weitere Autos ein und die Morgendämmerung setzt langsam ein.

_1017020_DxO.jpg


DSC01839_DxO.jpg


Eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang beginnt Saba langsam, sich zu putzen - hier passiert gleich was! Noch dazu streift eine hungrige Hyäne um ihren Baum, was sie zusätzlich nervös macht. Was dann passiert, können wir kaum glauben. Im schönsten Gegenlicht verlässt sie - zugegeben wenig elegant - ihren Baum. Allerdings nur um sich kurz mit der Hyäne anzulegen und dann doch wieder die sichere Baumkrone aufzusuchen. Somit berschehrt sie uns unseren zweiten Once-in-a-lifetime-Moment des Urlaubs und schwingt sich gekonnt zurück in Sicherheit. Bilder sind keine entstanden, das wäre nichts geworden in dem schwachen Licht, aber die Bildausschnitte der Videos will ich euch nicht vorenthalten.

Unbenannt-2-3-4-5-6-7-8-9-10.jpg


Unbenannt2-2-3-4-5-6-7-8.jpg


Unbenannt3-2-3-4-5-6.jpg


Seht ihr ihren Baby-Bauch?
Unbenannt4-2-3-4.jpg


Unbenannt5-2-3.jpg


Wow - wir sind absolut gefesselt von diesem wundervollen Moment und vergessen die fast vierzig Autos um uns herum. George ist sich sehr sicher, dass sie den Baum früher oder später wieder verlassen wird und so warten wir natürlich geduldig. Als die Sonne langsam am Horizont aufgeht, gelingen mir zumindest mal Beweisbilder, nur für den Fall.

_1017022.JPG


DSC01843_DxO.jpg


DSC01859_DxO.jpg


DSC01846_DxO.jpg


DSC01848_DxO.jpg


DSC01849_DxO-2.jpg


Dann, gerade als das Licht endlich für gute Bilder gereicht hätte, parkt George uns um, nämlich dass die Morgensonne hinter uns ist und den Baum anstrahlt. Jetzt sehen wir Saba leider nicht mehr wirklich von dieser Seite aus, aber George hat sich wie immer etwas dabei gedacht. Nochmal fast eine Stunde geduldiges Warten wird mehr als belohnt. Sie fängt wieder an, sich zu putzen und gähnt. Ich habe mich dazu entschieden, nicht zu filmen, sondern auch mal die Serienaufnahme zu versuchen. Die Einstellungen sind gesetzt, Saba erhebt sich und tut uns den Gefallen, noch etwa eine Minute lang im wunderschönen goldenen Licht zu posieren, bevor sie zum Sprung ansetzt. Die Bilder vom Sprung stammen von Petra und mir, daher die unterschiedlichen Aufnahmewinkel.

DSC01906_DxO.jpg


DSC01964_DxO.jpg


DSC02005_DxO.jpg


DSC02014_DxO-2.jpg


DSC02038_DxO-2.jpg


P1017052_DxO.jpg


DSC02058_DxO.jpg


P1017054_DxO.jpg


DSC02059_DxO.jpg


P1017055_DxO.jpg


DSC02060_DxO-2.jpg


P1017056_DxO.jpg


DSC02061_DxO-2-3.jpg


P1017057_DxO.jpg


P1017059_DxO.jpg


George hat einmal mehr bewiesen, dass er genau weiß, was passiert, wo es passiert und wie es passiert. Als ich schnell die Bildvorschau sichte, fällt mir ein Stein vom Herzen, denn unsere Einstellungen waren absolut richtig! Derweil ist George (und die anderen natürlich ebenfalls) bereits wieder im Verfolgungsmodus. Saba rennt ein Stück Richtung Büsche und wir haben zuerst ein richtig ungutes Gefühl, sie könnte wegen der Autos so gestresst sein. George meint aber, die freie Fläche wäre der Grund und dass Hyänen in der Nähe sind. Er behält Recht, denn sobald sie die Büsche erreicht, entspannt sie sich und lässt sich von den Autos nicht weiter stören. Ich bin über ihre Größe sehr überrascht. Die meisten weiblichen Leoparden sind ja recht zierlich, aber sie ist definitiv die größte Leopardin, die wir je gesehen haben.

DSC02082_DxO.jpg


DSC02083_DxO.jpg


DSC02085_DxO-2.jpg


DSC02087_DxO.jpg


Nach wenigen Minuten ist die Show auch schon vorbei und Saba wird sich den Rest des Tages wahrscheinlich zurückziehen. Ich frage George, ob sie trächtig ist und er bejaht dies. Der Babybauch fällt uns nämlich bei der ganzen Aufregung erst beim Sichten der Bilder auf.

Zeit zum Durchatmen bleibt keine - auch nicht für eine Toilettenpause, denn schon bahnt sich das nächste Highlight an und wir müssen einiges an Strecke gutmachen. Der Rongai Pride ist wieder im Jagdmodus und hat sich weit von seinem Revier entfernt. Die Löwen sind in das Revier des Maja fisi Prides eingedrungen, den die beiden anderen Black Rockers Olobor und Oloshipa kürzlich übernommen hatten.

Wir erreichen schließlich das Rudel mit Blick auf eine riesige Büffelherde. Die Herde an sich ist aber uninteressant, denn die Löwen haben ihr Ziel bereits ausgemacht. Zwei Bullen liegen weit abseits der Herde im Gras und haben das Rudel bis jetzt noch nicht wahrgenommen. Erfreulicherweise entdecken wir nicht nur Lorkulop, sondern auch endlich seinen Bruder Oloimina, der nun eine Woche lang verschwunden war. Ist ja klar, dass er pünktlich zum Essen zurückkehrt. Er ist ein unheimlich schlechter Jäger und beteiligt sich meist gar nicht erst an der Jagd.

Oloimina
DSC02094_DxO-2.jpg


Mein Lieblingsbild entsteht als wir die Perspektive wechseln - fast alle Junglöwen verschaffen sich einen Überblick, was ihre Mamas weiter unten so treiben und ob es endlich - nach über einer Woche nun - etwas zu fressen gibt.

DSC02096_DxO.jpg


Jetzt aber volle Konzentration auf die beiden immer noch nichts ahnenden Büffel und die Löwinnen, die sich mehr und mehr formieren und sie umkreisen. Es ist unheimlich faszinierend zu beobachten, wie jede ihre Postion kennt. Kurz vor einem möglichen Angriff jedoch bemerkt einer der Büffel eine Löwin und die Deckung fliegt auf. Er springt auf und rennt zur Herde, der zweite tut es ihm gleich. Die Löwinnen versuchen es noch nicht einmal, an einen der beiden noch ranzukommen. Schade!

P1017032_DxO.jpg


P1017035_DxO.jpg


DSC02102_DxO.jpg


Mittlerweile hat sich gefühlt der komplette Fuhrpark der Masai Mara hier versammelt und wir zählen großräumig verteilt um die 70 Autos. Wir folgen dem Rudel trotzdem noch ein wenig und können sie nochm schön beobachten.

DSC02103_DxO.jpg


DSC02106_DxO.jpg


DSC02109_DxO.jpg


DSC02110_DxO.jpg


DSC02112_DxO-2.jpg


DSC02126_DxO.jpg


DSC02130_DxO-2.jpg


DSC02132_DxO.jpg


DSC02134_DxO.jpg


Die Büffelherde ist immer mal wieder in Aufruhr und mir gelingen dadurch ein paar schöne Videoaufnahmen.

DSC02141_DxO-2.jpg


DSC02140_DxO.jpg


Als das Rudel keine Anstalten mehr macht, sich den Büffeln zu nähern, entscheiden wir uns für eine Frühstückspause. Seit ich extra Obst und Cornflakes fürs Frühstück bestelle, kann ich auch wieder mit mehr Appetit essen. Das Frühstück vom Bella Camp ist zwar lecker, aber trotzdem wenig abwechslungsreich, wenn man sich nichts extra bestellt.

Fortsetzung folgt!
Zitierenzuletzt bearbeitet 23. Juni 2024Original ↗
1'835 Beiträge · seit 201524. Juni 2024 · #45
Liebe Laura und Petra,
Eure Leo Bilder beim Sonnenaufgang sind wirklich der Hammer! Auch die andern Sichtungen gefallen mir sehr gut, außer die von dem grausamen Tod des Kalbes. Hätte ich auch kaum vertragen, auch wenn es “nur” ein Kalb ist.
Auch Wahnsinn, wie George so einen guten Riecher hat für gute Sichtungen und Positionen.
Ich danke euch dass ihr eure spannende Reise in die Mara mit uns teilt.
Liebe Grüsse von Katrin
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201525. Juni 2024 · #46
Liebe Katrin,

wart ab, bis du die Szenen im Video siehst, es ist einfach nur wunderschön! Wir sind so dankbar dafür.

Es war das Härtest, was wir je erlebt haben. Natürlich war es nochmal emotionaler, weil es ein kleines, wehrloses Kalb war, das nach seiner Mutter schrie. Keine Ahnung, ob es bei einem ausgewachsenen Tier genauso emotional gewesen wären. Schlimm wäre es in jedem Fall auch gewesen.

Schön, dass du uns weiterhin begleitest 🙂

Liebe Grüße
Laura & Petra
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201527. Juni 2024 · #47
9. Februar - Twice in a lifetime Fortsetzung

Nach einer Stunde erreichen wir einen Baum, unter dem zwei Geparde im Schatten liegen und es handelt sich tatsächlich um die beiden M'Bili Bora. Die letzten zwei verbliebenen der legendären fünf Musketiere. Einer der beiden soll wohl aber wohl gesundheitlich angeschlagen sein, sonst würden sie jetzt herumwandern und nach Beute Ausschau halten.

DSC02144_DxO.jpg


DSC02146_DxO.jpg


Einer der beiden läuft schon bald mal ein Stück und sucht bei verschiedenen Autos Schatten. Bei Geparden ist dies wohl erlaubt, von ihnen geht weniger Gefahr aus als von Löwen.

DSC02147_DxO.jpg


DSC02150_DxO.jpg


4FF7CDA2-AE1D-48B0-AF9F-32007C6051B6-L0-001_DxO.jpg


DSC02152_DxO-2.jpg


Dann aber kehrt er zu seinem Bruder zurück und als sich beide flach auf den Boden legen, entscheiden wir uns, weiter zu fahren. Wir treffen zwei sehr kooperative Kronenkraniche.

DSC02161_DxO.jpg


DSC02170_DxO-2.jpg


DSC02175_DxO.jpg


DSC02176_DxO.jpg


DSC02179_DxO.jpg


Die nächste Sichtung ist schon mächtig spektakulär, denn wir finden tatsächlich Zebras! Wenn auch nur vier Stück. Aber hey, wenn das nicht die Sichtung des Tages ist 🤩

DSC02182_DxO.jpg


DSC02184_DxO-2.jpg


DSC02185_DxO.jpg


DSC02186_DxO.jpg


Nebenher tobt ein Kampf zwischen zwei Topis, der aber recht schnell auch wieder ausdiskutiert ist.

DSC02188_DxO.jpg


DSC02189_DxO-2.jpg


DSC02190_DxO.jpg


DSC02191_DxO.jpg


Unser Weg führt uns nun wieder ans Rekero Crossing vom Talek, wo jemand wieder verzweifelt versucht, aus dem Fluss auf unserer Seite herauszukommen. Zum Glück befinden sich keine Touristen im Auto, denn das gerät in extreme Schieflage.

IMG_3976.jpeg


Ein Guide, der vor uns ist, hat keine Lust zu warten und fährt bereits in den Fluss ohne zu wissen, was überhaupt unter ihm ist, denn er befindet sich neben der normalen "Fahrspur" im Wasser, die alle anderen nehmen. Prompt bleibt er stecken.

IMG_3977.jpeg


IMG_3979.jpeg


Jetzt darf George wieder Hand anlegen. Zuerst wird Nummer 1 von uns die Böschung hoch gezogen.

IMG_3980.jpeg


Dann sollen wir aussteigen, aber bei diesem Auto stehen bleiben, denn bis eben waren nicht nur auf der anderen Flussseite Elefanten, sondern auch bei uns. Jetzt fährt George in den Fluss um Nummer 2 aus der Misere ziehen. Er schleppt ihn ein Stück zurück und der Cruiser bewegt sich wieder. Die Männer am Ufer signalisieren uns, wir sollen runter kommen und bei George einsteigen. Petra würde es wohl vorziehen, hier alleine bei den Elefanten zurückgelassen zu werden als nach diesem Anblicke nochmal durch den Talek zu fahren - aber nützt ja alles nichts - Augen zu und durch (bei Petra im wahrsten Sinne des Wortes).

IMG_3981.jpeg


Übrigens waren alle fotografierten Personen mit den Bildern einverstanden - außer Petra weiter unten... 😄

Auf der anderen Seite aber werden wir mehr als belohnt, denn Bahati erwartet uns. Auch sie sieht extrem "hungry" aus und sucht vergebens nach Beute. Die Autos drumherum sind nicht hilfreich, denn sie verjagen die kleineren Beutetiere wie Hasen oder Eidechsen, die Leoparden durchaus auch fressen.

DSC02193_DxO.jpg


DSC02201_DxO.jpg


DSC02203_DxO.jpg


DSC02216_DxO.jpg


Die Hitze ist kaum auszuhalten, da bleibt Bahati auch lieber im Schatten und zieht sich irgendwann tiefer und tiefer in die Büsche zurück. George möchte auch nicht allzu spät zurück durchs Crossing, falls wir steckenbleiben. Wir reißen uns los, George bringt uns gekonnt und locker pfeifend durch den Talek und die Böschung hinauf als wäre es ein "shit of a fly". Petra sieht man ihre Angst nur dezent an.

IMG_3985.jpeg


Es ist bloß noch eine Stunde bis Sonnenuntergang und wir könnten heute Glück haben, dass die Sonne zu unseren Gunsten untergeht. Wir finden eine Elefantenherde und bleiben den Rest der Zeit bei ihnen. Vielleicht ergibt sich hier ein schönes Sonnenuntergangsmotiv. Dank der tief stehenden Sonne entstehen aber vorher bereits einige meiner Lieblingsschnappschüsse.

1D6C557A-316C-49AA-AE2A-EE2E83384BEF-L0-001_DxO.jpg


1327E4FC-ADF4-4AF4-B8B2-635B07645CAA-L0-001_DxO.jpg


808D4669-586E-4392-BA38-F56BE615C250-L0-001.jpeg


DSC02218_DxO-2.jpg


DSC02220_DxO.jpg


DSC02225_DxO.jpg


DSC02229_DxO-2.jpg


DSC02234_DxO.jpg


DSC02236_DxO.jpg


DSC02238_DxO.jpg


DSC02244_DxO.jpg


DSC02248_DxO.jpg


DSC02250_DxO.jpg


Wir sind die einzigen hier und alles, was wir um uns herum hören, ist das Zupfen des Grases und ein gelegentliches Brummeln. Elefanten geben dir das Gefühl innerer Ruhe. Hätte ich dies noch nicht vor Jahren schon festgestellt, so spätestens zu diesem Zeitpunkt jetzt. Diese friedlichen Momente sind nur schwer zu übertreffen.

DSC02252_DxO.jpg


DSC02254_DxO.jpg


Leider stellt es sich als nicht so einfach heraus, die Silhouetten im Gegenlicht einzufangen, da Elefanten oft nur als schwarze, dicke Punkte wahrzunehmen sind, wenn man sie nicht von der Seite her kriegt. Ein paar vorzeigbare Bilder sind dabei, aber für die untergehende Sonne wählen wir dann doch lieber einen Baum.

DSC02255_DxO.jpg


DSC02258_DxO-2.jpg


_1017036_DxO.jpg


DSC02262_DxO.jpg


DSC02267-2.JPG


_1017041.JPG


DSC02268.JPG


Es ist fast dunkel als wir das Camp erreichen, aber kurz vorher müssen wir zuerst noch einer anderen Elefantenherde Vorfahrt gewähren. Ich glaube, manchmal müssen wir in Momenten wie diesen einfach wieder daran erinnert werden, dass wir uns mitten in der Wildnis befinden und WIR hier die Besucher sind. Im Camp hat schon alles seinen Sinn, dass man sich bei Dunkelheit nicht alleine bewegen darf.

IMG_3988.jpeg


Lala Salama!
Zitierenzuletzt bearbeitet 27. Juni 2024Original ↗
405 Beiträge · seit 202127. Juni 2024 · #48
Wow Laura, ganz großes Kino, wunderschöne Bilder. Und ich meine nicht nur den Sonnenuntergang.
So viel habt ihr erlebt an einem Tag!

Es grüßt Claudia
762 Beiträge · seit 201730. Juni 2024 · #49
Hallo Laura, das Gefühl, dass die Elefanten ein Gefühl der inneren Ruhe geben, diesen Satz musste ich zwei Mal lesen. Denn ja, genau so kann man es beschreiben. Ich habe in der Nähe von Elefanten auch immer so ein friedliches, erdendes Gefühl in mir.
Wenigstens meistens 😉
Liebe Grüsse Caroline
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201509. Juli 2024 · #50
Liebe Claudia,
vielen lieben Dank 🙂 Ohja, die Mara macht so eine kleine Flaute auch ganz schnell wieder wett!

Liebe Caroline,
das freut mich sehr, denn dieses Gefühl ist einfach eines der schönsten, was es gibt - zumindest für mich. Schön, wenn es anderen genauso geht!

Liebe Grüße
Laura
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201509. Juli 2024 · #51
10. Februar Ein "kleines" Highlight

Heute wird es spannend. George möchte uns endlich die Cubs von Bahati zeigen, denn er weiß jetzt aus sicherer Quelle, wo sie sich gerade aufhalten. Nach 20 Minuten erreichen wir das Rekero Crossing und fahren im Scheinwerferlicht durch die Fluten - immerhin sind es mitterlweile nur noch kleine Fluten. Trotzdem bleiben Petras Augen vorsorglich geschlossen - sicher ist sicher. Sollten wir weggeschwemmt werden, so will sie davon zumindest nichts sehen.

_1017063_DxO.jpg


_1017065_DxO.jpg


_1017067_DxO.jpg


Nach dem Talek ist es nur noch ein Katzensprung und wir erreichen den Unterschlupf der Kleinen. Bahati finden wir nicht. Leopardenmilch ist so nahrhaft, dass die Mutter die Cubs problemlos einige Tage alleine lassen kann, wenn sie beispielsweise gerade auf Nahrungssuche ist. Noch ist es dunkel, aber irgendwann können wir schemenhaft eine winzige Gestalt zwischen den Zweigen ausmachen. Noch sind wir alleine hier, das wird sich aber bald ändern.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen dringen durch die Äste und strahlen das Kleine nun an. Neugierig beäugt es uns und die restlichen paar Autos. Immerhin herrscht eine wohltuende Ruhe.

DSC02274_DxO.jpg


DSC02279_DxO.jpg


DSC02290_DxO.jpg


DSC02294_DxO.jpg


DSC02305.JPG


DSC02311-2.JPG


Das Geschwisterchen zeigt sich leider nicht und nach 20 Minuten löst sich das Geschehen um uns herum auf, denn der Unterschlupf befindet sich einige Meter Offroad und die Ranger werden kommen. Wie ich finde, auch die korrekte Konsequenz - man möge sich nicht ausmalen, was hier los wäre, wenn hier niemand für Ordnung sorgen würde in der Nähe der Cubs.

So fahren wir weiter und wie durch ein Wunder läuft uns plötzlich ein Caracal über den Weg! Wir sind alle völlig aus dem Häuschen und Petra reagiert sofort, indem sie mit dem Handy filmt und ich einfach nur drauf los knipse. Für Beweisbilder reicht es und wir haben unser Soll für diesen Tag quasi bereits jetzt erfüllt. Auch George ist mehr als happy über diese wahrlich besondere Sichtung und gibt natürlich gleich über Funk bei seinen Freunden und Kollegen an. Diese kommen teilweise natürlich schnell herbei geeilt, aber ohne Erfolg denn selbst wir hatten nur für wenige Sekunden das Vergnügen, da die Kleinkatze bereits nach wenigen Sekunden in den Büschen verschwand.

DSC02314_DxO.jpg


DSC02315_DxO.jpg


DSC02316_DxO.jpg


DSC02317_DxO.jpg


Unser Weg führt uns nun Richtung Mara Fluss und Chinese Hill. Dieser Hügel heißt so, weil sich hier mal ein chinesisches Filmteam für eine BBC Dokumentation über das ansässige Löwenrudel niedergelassen hat. Das Rudel wird daher auch Chinese Rudel oder eben Paradise Rudel (wir befinden uns in der Paradise Area) genannt und wird dominiert von den Six Pack Boys, von denen aber nur noch vier am Leben sind. Diese vier gemeinsam auf Morgenpartrouille, das wäre mein absolutes Traumfoto.

Am Ufer des Mara finden wir Löwinnen des Rudels, die sich hier ausruhen. Auch ein Krokodil schwimmt vorbei.

DSC02318_DxO.jpg


DSC02321_DxO.jpg


DSC02324_DxO-2.jpg


DSC02322_DxO.jpg


Auf der Weiterfahrt sieht George in der Ferne den Rest des Rudels auf irgendwelchen Felsen, die unsere Augen partout nicht finden wollen. Dafür entdecke ich aber noch vor ihm einen männlichen Löwen, der in diese Richtung durchs Gras streift und jetzt endlich checke ich, dass er nicht irgendwelche Steine auf dem Boden meint, sondern richtig hohe Felsen, auf denen sich die Löwen aufhalten. Das Löwenmännchen erreicht irgendwann auch den Gipfel und der Zoom meiner Kamera gibt alles.

DSC02330_DxO.jpg


Aufgrund der schwarzen Mähne könnte es sich um Chongo handeln und George überlegt noch, ob es sich lohnt, hinzufahren. Dies wäre nämlich ein größerer Umweg und er weiß nicht, wie die Wege dorthin aussehen nach dem kurzen, aber heftigen Regen vor zwei Tagen. Schließlich stößt Big John mit seinen Gästen zu uns und die beiden Guides beschließen, es gemeinsam zu versuchen. Das macht die Sache sicherer, falls einer von uns stecken bleibt. Denn hier sind momentan so gut wie keine anderen Autos unterwegs.

Als wir die Felsen erreichen, haben die Löwen bereits Schatten gesucht, bis auf eine Löwin, die wohl eine Sonnenanbeterin ist. Was für ein schönes Plätzchen für ein Löwenrudel!

DSC02332_DxO.jpg


DSC02334_DxO.jpg


DSC02345_DxO-2.jpg


Am Ufer des Mara mit Blick auf diese wunderschönen Felsen und in Gesellschaft einiger Hippos frühstücken wir schließlich.

C67FE330-6915-4865-9D1E-D6169B82FB20-L0-001_DxO-2.jpg


Danach rumpeln wir den langen Weg wieder zurück und treffen dabei nicht allzu viele Tiere.

DSC02350_DxO-2.jpg


DSC02352_DxO.jpg


DSC02353_DxO.jpg


DSC02356_DxO.jpg


DSC02358_DxO.jpg


Nach einem so erfolgreichen Morgen sind wir damit einverstanden, bereits um 11 Uhr wieder zurück ins Camp zu fahren.

Fortsetzung folgt!
Zitierenzuletzt bearbeitet 09. Juli 2024Original ↗
392 Beiträge · seit 202109. Juli 2024 · #52
Hallo Laura,
wie schön, dass es hier weiter geht und dann auch noch mit zwei so phantastischen Sichtungen! Einen Caracal haben wir auch einmal in der Mara sehen dürfen, aber der ließ uns nicht mal die Chance auf ein Beweisfoto. Wie schön, dass Ihr so reaktionsschnell wart. Das zuckersüße Junge von Bahati ist natürlich auch ein Traum!
LG Elke
5'035 Beiträge · seit 201410. Juli 2024 · #53
Hi Laura,

besser kann ja ein Safaritag nicht beginnen! Erst Bahatis Cub und dann auch noch ein Caracal!

Liebe Grüße
Konni
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201512. Juli 2024 · #54
Liebe Elke,
ich bemühe mich wirklich, keine großen Pausen aufkommen zu lassen, zumal der Bericht schon fertig geschrieben ist, aber die letzten Wochen haben anderweitig sehr viel gefordert. George war beim Caracal auch mächtig aus dem Häuschen und konnte ordentlich angeben 😄 Selbst für ihn ist sowas eine sehr besondere Sichtung.

Liebe Konni,
eben, Tagespensum quasi bereits erfüllt 😄

Liebe Grüße
Laura
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201512. Juli 2024 · #55
10. Februar Ein "kleines" Highlight Fortsetzung

Bevor es um 15:30 Uhr weitergeht, hören wir in der Ferne bereits Gewitter und der Himmel zieht sich mehr und mehr zu. Momentan ist rund um das Camp nicht viel los und so bleiben wir vorerst in der Nähe, da man nie weiß, wie heftig der Regen ausfallen wird. Denn kommen wird er demnächst definitiv. Ein paar Giraffen stehen nun im Mittelpunkt und George positioniert uns wie immer top, sodass wir hier in Ruhe einige schöne Aufnahmen bekommen.

DSC02362_DxO.jpg


DSC02364_DxO-2.jpg


DSC02368_DxO.jpg


DSC02376_DxO.jpg


Besonders als der Himmel im Hintergrund immer dunkler wird und die letzten Sonnenstrahlen über uns durch die Wolkendecke strahlen, knipse ich eins meiner Lieblingsbilder dieses Urlaubs.

DSC02385_DxO.jpg


So in Ruhe einfach nur mal ein Motiv mehrmals einzufangen, ist unheimlich entspannend und tut neben all dem Trubel auch mal gut. Die Lichtstimmungen am Himmel erledigen den Rest.

DSC02389_DxO.jpg


DSC02393_DxO.jpg


DSC02397_DxO.jpg


DSC02401_DxO-2.jpg


DSC02404_DxO.jpg


DSC02409_DxO.jpg


DSC02411_DxO.jpg


DSC02414_DxO.jpg


Dann fängt es an zu regnen. Allerdings weniger heftig als gedacht und somit auch fotografisch nicht sehr interessant.

DSC02416_DxO.jpg


DSC02426_DxO.jpg


DSC02431_DxO.jpg


DSC02437_DxO.jpg


DSC02445_DxO.jpg


Ohne Regen gäbe es auch keine Regenbögen und ich bin für ein solches Himmelsphänomen jedes Mal aufs Neue dankbar.

DSC02454_DxO.jpg


Den Rest des Nachmittags verbringen wir beim Rekero Pride. Die Sankai Boys scheinen nicht wirklich oft bei ihrem Rudel zu sein, ich hätte mir sehr gewünscht sie einmal zusammen zu sehen.

DSC02455_DxO.jpg


DSC02463.JPG


DSC02468_DxO.jpg


DSC02469_DxO.jpg


DSC02473_DxO.jpg


DSC02475_DxO.jpg


DSC02477_DxO.jpg


DSC02483_DxO.jpg


DSC02493_DxO.jpg


DSC02486_DxO.jpg


Trotz der kühlen Brise ist hier absolut keine Regung zu erwarten und George schaut komischerweise immer wieder nervös zum Horizont. Irgendwann mahnt er zur Weiterfahrt und wir wissen gar nicht, warum wir jetzt schon zum Camp zurück fahren. Nichts da, vorher halten wir an der Stelle, wo vor einigen Tagen Kiliya unter einem Busch geruht hat und George checkt die Lage. Wir sollen aussteigen. Er kramt eine Flasche Wein, gesalzenes Popcorn und Stühle hervor und überrascht uns tatsächlich mit einem traumhaften Sundowner! Der Horizont könnte nicht schöner sein und so lasse ich mich sogar zu Rotwein hinreißen, der normalerweise absolut nicht mein cup of tea ist.

032307D1-59D4-40CB-BBAA-0109C03CDBC6-L0-001.jpeg


89D04A43-BF9F-43B2-93E4-007C07B076DE-L0-001_DxO.jpg


8708D023-FC2D-4A5C-97F4-E1E010068A7D-L0-001_DxO.jpg


793343D3-48DE-4696-94F1-A20E1CEC88BE-L0-001_DxO.jpg


C3D1F947-EE53-43F1-AE98-E094D04D37D0-L0-001.jpeg


4CFF1E46-82BF-4D07-9ABE-2391909AF490-L0-001_DxO.jpg


4EF4509C-F2EB-49C1-9160-360925FF2380-L0-001_DxO.jpg


Wir verbringen eine wunderschöne Zeit und genießen einfach den Moment. Dann kramt George die zweite Überraschung hervor - er hat uns T-Shirts mit seinem Logo drucken lassen und unsere Größen sogar exakt abgeschätzt. Wir sind sprachlos und danken ihm von Herzen! Was für eine unheimlich tolle Geste!

Die Weinflasche leert sich langsam und Petra und mein Stimmungsbarometer steigt. Schon witzig, wie viel Gin ich vertrage ohne davon etwas zu merken und wie mich zwei Gläser Rotwein direkt wegbeamen. Mit unheimlich lustiger Stimmung geht es im Dunkeln zurück ins Camp und meinen allabendlichen Gin Tonic lasse ich mir trotzdem nicht nehmen. Gut, heute wird es zumindest kein Double.

Lala Salama!
Zitierenzuletzt bearbeitet 12. Juli 2024Original ↗
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201521. Juli 2024 · #56
11. Februar - Die Ereignisse überschlagen sich

Fast pünktlich rollen wir um 6:05 Uhr aus dem Camp in die Dunkelheit. George möchte noch einmal mit uns zum Survey Pride in der Hoffnung, die jüngeren Cubs würden auch schon aus ihrem Versteck kommen. Die Fahrt dauert wieder eine ganze Stunde und unsere ersten Tiere am Morgen sind Elefanten, die an diesem feuchten Morgen im leichten Nebel schon fast mystisch wirken.

4253DF89-B313-41FD-B095-71F137821E8B-L0-001.jpeg


Und kurz bevor wir ankommen, stehen ein paar Elefanten noch perfekt in der Morgenröte.

_1017078_DxO.jpg


DSC02508_DxO.jpg


Pünktlich zum Sonnenaufgang und zur Morgenpatrouille der beiden Paschas Oloborani und Orkirikoi treffen wir beim Rudel ein! Wir richten die Kameras auf den beeindruckenden Orkirikoi, der ein wirklich mächtiger Löwenmann ist! Seine Mähne wurde vor ein paar Monaten aufgrund einer Verletzung von den Vets geschoren.

DSC02517_DxO.jpg


DSC02519_DxO.jpg


DSC02535_DxO.jpg


DSC02577_DxO.jpg


DSC02623_DxO.jpg


Die beiden Paschas stoßen zu einer Löwin, die an einem Erdloch verweilt. Einer meiner größten Foto-Wünsche ist ja mehr als ein männlicher Löwe auf einem Bild. Den Wunsch bekomme ich hier zwar erfüllt, bin aber trotzdem noch nicht mit dem Ergebnis zufrieden.

DSC02653_DxO-2.jpg


DSC02672_DxO.jpg


DSC02697_DxO-2-3.jpg


Schnell wird klar, dass die Löwin in dem Bau ein Warzenschwein wittert oder sogar dort rein gejagt hat. Orkirikoi legt selbst Pfote an, aber anscheinend lohnt es sich nicht, noch weiter zu buddeln.

DSC02680.JPG


Jetzt endlich werden auch die Kleinen aktiv und wandern mit zwei Löwinnen als Begleitschutz zu uns runter. Man kann genau beobachten, wo die Kleinen im hohen Gras toben, bis sie endlich bei den Papas ankommen.

DSC02718_DxO-2.jpg


DSC02721_DxO-2.jpg


DSC02722_DxO-2.jpg


DSC02723_DxO-2.jpg


DSC02725_DxO.jpg


Dann zeigt Orkirikoi ihnen erstmal, wie man klettert - wie der Vater, so der Sohn.

DSC02703_DxO-2.jpg


DSC02726_DxO-2.jpg


DSC02732_DxO-2.jpg


DSC02755_DxO.jpg


Die Löwinnen ziehen sich mit den Cubs irgendwann zurück und wir warten noch bei den beiden Männern. Löwen-typisch müssen die aber erstmal ein ausgiebiges Schläfchen halten. So ausgiebig, dass es Petra und mich ansteckt und uns ebenfalls die Augen zufallen.

DSC02762.JPG


Irgendwann geben wir auf und suchen uns einen schönen Baum für ein leckeres Frühstück. Mit Cornflakes und Obstsalat bin ich morgens sehr glücklich und froh, dass ich es jeden Tag aufs Neue bestellen kann. Das Brot und die Pfannkuchen hängen mir schon wieder ein wenig aus den Ohren raus.

Nach dem Frühstück treffen wir noch kurz auf den Rekero Pride, dessen Mitglieder aber allesamt sehr unfotogen das tun, was Löwen am besten können - schlafen. Also fahren wir weiter und ich bin sehr glücklich über einige Huftiere, insbesondere über die Wasserböcke, von denen mir Aufnahmen gelingen, die mir unheimlich gut gefallen.

DSC02765_DxO.jpg


DSC02767_DxO.jpg


DSC02770_DxO-2-3.jpg


DSC02776_DxO-2.jpg


DSC02777_DxO.jpg


DSC02780_DxO.jpg


DSC02795_DxO-2.jpg


Und auch ein Kronenkranich meint es gut mit uns.

DSC02801_DxO-2.jpg


DSC02802_DxO.jpg


Wir durchqueren das Rekero Crossing und kurz darauf noch den Olare. Manchmal muss man auch mal Glück haben, denn genau in diesem Moment meldet jemand einen Leopard am Airfield, von dem man natürlich annimmt, es sei Bahati. Wir nähern uns und George versucht vergebens uns die Position des Leoparden zu erklären, der sich gerade an ein Warzenschwein heranpirscht. Nö, wir sehen nur das potentielle Essen. Dieses allerdings wittert die Gefahr, läuft los und als der Leopard aus seiner Deckung heraustritt, ist klar, dass das definitiv nicht Bahati ist. Das wurde aber auch Zeit - endlich treffen wir Lorgogol wieder! Er ist das größte Männchen in der Mara und wandert ununterbrochen durch sein riesiges Revier. Dieses umfasst mindestens die Reviere von den Leopardinnen Bahati, Luluka, Akira, Faulu, Saba und Reto. "Busy man", meine ich nur und George lacht.

DSC02805_DxO-2.jpg


DSC02812_DxO.jpg


DSC02815_DxO-2.jpg


DSC02817_DxO-2.jpg


DSC02819_DxO-2.jpg


DSC02842_DxO.jpg


DSC02868_DxO.jpg


Lorgogol wird definitiv den Olare crossen, da sind sich alle einig, also nichts wie auf die andere Seite und auf ihn warten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sich eine Großkatze in normalem Tempo so fortbewegt. Nach nur wenigen Minuten erspähen wir ihn schon, wie er von Stein zu Stein springt, allerdings in weiter Ferne und nicht wie erhofft in unserer Nähe. Wir fahren ihm entgegen und irgendwie war ich mit meinen Einstellungen nicht bereit, sodass vor allem die Bilder, wo er durch ein kleines Waldstück wandert, richtig bescheiden werden...

DSC02878_DxO.jpg


DSC02915_DxO-2.jpg


DSC02927_DxO-2.jpg


Eines meiner Wunsch-Bilder und einfach richtig vergeigt...
DSC02934.JPG


Wir verlieren ihn kurz und als er wieder auftaucht, hat er etwas Kleines im Maul. Schnell erkennt man, dass es sich um ganz kleines Hyänen Cub handelt. Ich denke kurz an das Ereignis inmitten der Büffelherde zurück, doch trotzdem tut es mir leid. Aber das ist die Natur.

DSC02946_DxO.jpg


Er sucht sich ein schattiges Plätzchen, wo er das Baby restlos auffrisst, was erstaunlich schnell geht. Dann putzt er sich ein wenig und zieht als waschechter Workaholic zielstrebig weiter. Irgendwann wandert er in eine Gegend, in der wir ihn nicht weiter verfolgen können.

DSC02988.JPG


DSC02998_DxO.jpg


DSC02992_DxO.jpg


DSC03002_DxO.jpg


Fortsetzung folgt! ...da geht noch was!
Zitierenzuletzt bearbeitet 21. Juli 2024Original ↗
1'522 Beiträge · seit 201121. Juli 2024 · #57
Guten Abend Laura,

.......ein ganz toller aktueller Bericht von der Mara.........

Trotzdem vermisse ich die Zeiten, als es noch keine Handys/Antennen gab und unser damaliges Camp

sogar BEWUSST auch KEINE Funkgeräte in ihren Fahrzeugen gestattete, um die rauhe Wildnis auch als

solche den Gästen zu bieten........es tut mir bei all den Vorteilen weh, wenn z. Bsp. George auf dem Weg von A nach B

mal kurz einen Anruf über eine besondere Sichtung erhält und die Route ändert......das möchte ich nicht erleben....

Du kennst es nicht anders und es stimmt für Euch so.....

LG.........................BMW
Zitierenzuletzt bearbeitet 21. Juli 2024Original ↗
2'460 Beiträge · seit 200621. Juli 2024 · #58
Liebe Laura,

ein wunderschöner Bericht mit traumhaften Sichtungen und Bildern. Ich träume immer noch von der Mara, aber bei 14 Tagen in einem solchen Camp gehe ich wohl finanziell in die Knie. 😛 Ich wollte dieses Jahr zwei Nächte in einem Luxuscamp in Botswana, bei 2.000 Euro die Nacht war ich dann raus. 😗

Nun reise ich mit Euch und finde das auch grandios.

LG
Sanne
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201525. Juli 2024 · #59
Hallo BMW,

vielen Dank dir! Den Funk sehe ich als Fluch und Segen zugleich. In 2021 beispielsweise hatten wir wirklich viele Sichtungen für uns alleine und auch ohne Funk entdeckt. In diesem Jahr bot die Mara leider nicht diese riesen Vielfalt und ohne Funk hätten wir wahrscheinlich viele Durststrecken gehabt. Aufgrund des hohen Grases war es den Guides einfach nahezu unmöglich, sicher nach Tieren zu spotten. Im nächsten Kapitel wirst du aber deutlich sehen, warum ich den Funk auch verfluche.
Was ich mich allerdings frage ist, wenn bei euch kein Funk erlaubt war, wie hat man sich bei einer Panne verständigt? Wir hatten in diesem Jahr öfter mal einen Hilferuf und blieben ja auch selbst mal stecken. Dafür ist er, wie ich finde, unabdingbar. Natürlich steht es auch jedem Besucher frei, dem Guide zu sagen, den Funk auszustellen, wenn man unterwegs ist.


Liebe Sanne,

ich danke dir! Das Bella Camp gehört noch zu den günstigen Camps, aber ich vermute, dass auch da aufgrund der Touristenabgabe nun die Preise angezogen haben. Wir haben auch eine Schmerzgrenze bei Unterkünften, wenn wir wieder für Namibia planen. Bei Kenia muss ich leider mittlerweile sagen, selbst wenn wir es uns noch leisten könnten, würden wir das noch wollen bei den überzogenen Preisen?
Schön, dass du uns begleitest 🙂

Liebe Grüße
Laura
Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201525. Juli 2024 · #60
11. Februar - Die Ereignisse überschlagen sich Fortsetzung

Unser Weg führt uns nun am Fuße der Rhino Ridge entlang. Ich hatte den Wunsch geäußert, auch mal in die Gegend zu fahren, die wir vom Zebra Plains Camp aus immer besucht hatten. Dies ist erst jetzt wieder möglich, da der Boden langsam wieder befahrbar ist.

BF2EF6C2-EDEE-40B7-835F-00B0C1083E37-L0-001.jpeg


Kurz darauf kommen wir an einem Busch vorbei, wo alle drei Salas Boys rasten. Was für ein Glück! Die drei wurden lange nicht mehr gemeinsam gesehen. Dank kleinster Details kann ich die drei mittlerweile meistens sogar unterscheiden. Leider ist bei dieser Mittagshitze schon ein Wechsel der Schlafposition eine Höchstleistung.

D7959258-AC6D-476E-A1DB-34DCED308E26-L0-001.jpeg


DSC03009_DxO-2.jpg


DSC03011_DxO.jpg


DSC03012.JPG


DSC03019_DxO.jpg


DSC03027_DxO.jpg


DSC03031_DxO.jpg


Olepolos (das Auge ist mein Erkennungsmerkmal)

DSC03036_DxO.jpg


Orkitok (ihn erkenne ich an dem dunklen Fleck an den Schnurrhaaren)

DSC03040_DxO.jpg


Osapuk (er hat gegenüber den anderen beiden kein markantes Merkmal im Gesicht, aber einen höheren Mähnenansatz)

DSC03039_DxO-2.jpg


Kurz darauf erreichen wir die Gegend, die auf meiner Wunschliste stand. Aber auch hier wirkt alles wie ausgestorben trotz niedrigerem Gras. Einzig einen Elefantenbullen und ein paar Giraffen treffen wir an.

DSC03041.JPG


DSC03044_DxO-2.jpg


DSC03048_DxO.jpg


DSC03049_DxO.jpg


Dann aber ist es endlich Zeit für eine Lunch Pause. Heute gibt es wieder frischen Salat und leckere kalte Gemüse Quiche.

D286D9D3-1ECA-4A70-A84E-2BCEE59F2628-L0-001_DxO.jpg


Der Kleinste dieser Elefantenherde genoss zuvor wohl ein wohltuendes Schlammbad und ist nun nicht mehr zu halten. Spielerisch rennt er umher und hätte wohl gerade liebend gerne einen Spielkameraden. Mama und Tanten sind da leider nicht zu animieren.

DSC03051_DxO.jpg


DSC03052_DxO.jpg


DSC03054_DxO.jpg


DSC03056_DxO-2.jpg


DSC03057_DxO.jpg


DSC03059_DxO.jpg


DSC03066_DxO.jpg


DSC03069_DxO-2-3.jpg


Schon bald erreichen wir wieder das Crossing durch den Olare und halten noch für ein paar schöne Portraits...

DSC03071_DxO-2.jpg


DSC03073_DxO-2.jpg


DSC03082_DxO.jpg


DSC03085_DxO-2.jpg


DSC03091_DxO.jpg


DSC03125_DxO.jpg


...und steuern dann die Stelle an, die wir als einen unserer Frühstücksplätze kennen, nämlich wo der Olare in den Talek fließt. Hier ist ein Hippo Pool und ich setze mich mit der Kamera bewaffnet an die Uferkante und nehme mir endlich auch mal ganz entspannt Zeit für die Hippos.

DSC03098_DxO.jpg


DSC03099_DxO.jpg


DSC03100_DxO.jpg


DSC03103_DxO-2.jpg


DSC03111_DxO-2.jpg


DSC03113_DxO.jpg


DSC03115_DxO-2.jpg


DSC03117_DxO-2.jpg


DSC03123_DxO.jpg


Dann heißt es irgendwann aber wieder zurück ins Auto, denn jetzt kommt etwas, worauf George die ganze Zeit gewartet hat und warum er sich heute nur ungern aus dieser Gegend entfernen wollte. Wir kommen wieder zum Olare Crossing, das mittlerweile absolut vollgeparkt von Autos ist. Drei hängen wohl auch fest. Hier zwei ehrliche Bilder.

27669F70-3640-4271-9CB9-F0128F1B49E0-L0-001_DxO.jpg


9BC43386-0DEC-4D08-A71C-A06ABA406BD4-L0-001_DxO.jpg


Wir fahren nur ein Stück die Böschung herunter, das reicht aber auch schon, um zu sehen, was hier gerade abgeht. Bahati ist mit ihren beiden Cubs unterwegs und kurz davor, den Fluss mit ihnen zu durchqueren. Ich knipse in Windeseile in Serienaufnahme zwischen Georges Kopf und dem Rahmen vom Auto hindurch, denn das Ganze dauert vielleicht eine Minute. Bahati ist unheimlich nervös, da erstens ihre Kleinen natürlich außerhalb des Verstecks absolut schutzlos sind, zweitens weil das Crossing mit Baby im Maul natürlich sehr riskant ist und drittens, auch wenn George meint, es wäre nicht so, sie die vielen Autos und die Geräuschkulisse nervös machen. Der dritte Punkt ist alleine unsere Ansicht der Dinge.

DSC03126_DxO.jpg


DSC03128.JPG


DSC03157.JPG


DSC03183.JPG


DSC03195.JPG


DSC03196.JPG


DSC03216.JPG


DSC03235.JPG


DSC03281.JPG


Sie entscheidet sich schnell gegen eine Durchquerung und verschwindet mit den Cubs im Gebüsch. George fährt hinterher, aber mittlerweile herrscht hier vollkommenes Chaos und wir entschließen uns umgehend, dieses Szenario auf unseren Wunsch hin zu verlassen. Immerhin sind mittlerweile auch die Ranger eingetroffen und niemand fährt zu dicht an die Büsche heran.

D2C3BF90-CFBD-4BA3-BF66-52CAA0CE6DFC-L0-001_DxO.jpg


Am liebsten wäre mir gewesen, einfach alle wären weggefahren. Diese Situation war die einzige, die mir wirklich nicht gefallen hat, auch wenn niemand die Tiere bedrängt hat. Da entschädigen auch die Bilder nicht, die ich jedes Mal erneut mit gemischten Gefühlen betrachte. Ja, im ersten Moment als wir die drei sahen, hat mein Herz einen Satz gemacht und die Freude war unheimlich riesig. Aber als die Situation erstmal gesackt war, kamen die Zweifel.

Nach diesem ereignisreichen Tag fahren wir bereits kurz nach 18 Uhr ins Camp zurück und mir ist heute ausnahmsweise mal nach einem Bier. Was für ein Tag... Ja, so ereignisreich haben wir die Mara 2021 kennengelernt. Es ist ein Auf und Ab und dieser Tag entschädigt die kleine Durststrecke von vor ein paar Tagen umso mehr.

Lala Salama!
Zitierenzuletzt bearbeitet 25. Juli 2024Original ↗
oder Bilder hierher ziehen / einfügen