Defender110Themenstarter17 Beiträge · seit 201114. Dez. 2023 · #1
Hallo, nächste Woche startet unsere Namibia Reise 2023/2024. Zum wiederholten Mal geht es ins Kaokoveld mit Ziel Hartmannstal bis hoch zum Kunene. Startpunkt wird Opuwo sein.
Jetzt ist für mich die Frage, welches die "schnellste" Route bis Rooidrom/Red Drum ist von Opuwo ausgehend. Letztes Jahr sind wir die D3703 in West-Ost Richtung gefahren. Orupembe - Opuwo. Vor einigen Jahren auch mal die D3707 über Otjiu. dito. Aus der Erinnerung würde ich meinen, die Route über D3707 war angenehmer. In T4A ist diese Strecke aber niedriger Kategorisiert dargestellt.
Kennt jemand beide Strecken und hat den direkten (subjektiven) Vergleich dazu parat?
Übernachten wollen wir im Marble Camp.
Alternativ wäre auch noch die Strecke über den Van Zyls Pass mit der schönen Übernachtung im Pass. Bin ich zuletzt Ende der 90er Jahre gefahren. Da war die Strecke zum Pass anstrengender als der Pass selber. Das wäre die dritte Option.
Danke und viele Grüße!
Champagner8'684 Beiträge · seit 201014. Dez. 2023 · #2
Wir sind letztes Jahr die D3707 von Opuwo zum Marble Camp gefahren (deine rote Strecke) und 2019 die obere Strecke in entgegengesetzer Richtung (blau). Ich meine mich zu erinnern, dass die (rote) D3707 angenehmer war. Was mich auf der neuen T4A-Karte irritiert (hab neulich auch mit Uwe Eulenmuckel drüber geredet, der hat auch keine Erklärung): es fehlt die Strecke über Sanitatas. Ist die nun endgültig weggespült? Vielleicht hat Chrigu eine Antwort?
Wir sind aus diesem Grund (dieses Stück am Khumib war damals als sehr schlecht in diversen aktuellen Berichten beschrieben worden) auch die Strecke genau so wie von dir eingezeichnet gefahren. Der Teil nach Nordwesten ist allerdings sehr zäh gewesen, man kreuzt da unzählige Mini-Bachbetten, ein ständiges Rauf und Runter. Wir hatten eine sehr niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit dort. Später auf der Ebene wird es wieder besser.
dergnagflow2'536 Beiträge · seit 200714. Dez. 2023 · #3
Hi,. wir sind im Jänner 2023 die 3703 von West nach Ost gefahren. Kamen vom Etambura Camp (wirklich sehr empfehlenswert, besser als Marble Camp, dafür natürlich auch teurer). Einmal ist ein Pass zu überwinden (siehe Grafik), der ist aber nicht wirklich heftig, also kein Vergleich zum Van Zyls. Sonst war die Strecke ganz OK. Zwischen Etanga und Opuwo war es wirklich eine ordentlich geschobene Straße.
Laut meinem Track haben wir vom Etambura Camp bis Etanga sehr gemütlich ca. 5:30 für die ca. 95 Kilometer gebraucht, von Etanga dann bis Opuwo ca. 2 Stunden für die 100 Kilometer. Die Strecke unten kenn' ich selbst nicht. T4A gibt hier auch knappe 200 Kilometer an und meint, 4:45 Fahrtzeit. HTH Wolfgang
Ich hab mir damals die GPX Daten besorgt und das schaut ungefähr so aus:
Nur so als Tipp, falls ihr das versuchen wollt. Bei uns ist's leider nix geworden, da das zweite Auto mit (fast) normalen Straßenreifen ausgestattet war und in den ersten beiden Tagen bereits drei Pannen hatte. Somit mussten wir umplanen und sind eben vom Etambura Camp direkt nach Opuwo gefahren.
Defender110Themenstarter17 Beiträge · seit 201114. Dez. 2023 · #5
dergnagflow schrieb: ... Einmal ist ein Pass zu überwinden (siehe Grafik), der ist aber nicht wirklich heftig, also kein Vergleich zum Van Zyls. ...
In diesem namenlosen Pass hatten wir ein schönes Nachtlager mit Aussicht.
Wir werden uns dann die südliche Route vornehmen.
Wolfgang, die hellblaue Route ist auf Google Earth leider kaum nachvollziehbar als fahrbaren Track 😕
dergnagflow2'536 Beiträge · seit 200715. Dez. 2023 · #6
Defender110 schrieb: Wolfgang, die hellblaue Route ist auf Google Earth leider kaum nachvollziehbar als fahrbaren Track 😕
😉. Ich sag ja: bisschen Abenteuer. Ich hatte vor ca. einem Jahr eben mit Andrew aus https://stuckinlowgear.com/kaokoland-marienfluss-hartmans-valley-cunene/ (Beschreibung der Strecke ziemlich weit unten) Kontakt und er hat mir die aufgezeichneten GPX Daten geschickt. Fahrbar scheint es also jedenfalls zu sein. Aber wie gesagt, bei uns ist's leider nichts geworden. Und jetzt im Februar 24 kommen wir nicht so weit rauf. Es steht weiterhin auf meiner Liste für die nächste Kaokoveld-Tour. lg Wolfgang
wir sind vor zwei Wochen die rote Strecke gefahren (allerdings mit einem Landcruiser 😉 ). Das hat gut geklappt, die "Straßen" waren in relativ gutem Zustand. Bedenke aber bitte, dass es in den letzten Wochen viel geregnet hat. Vor zwei Wochen lief der Hoarusib (und auch der Hoanib), der Wasserstand war aber schon wieder niedrig, Auf der roten Strecke muss du den Hoarusib dreimal kreuzen, bei uns ging das so gerade. Wie es also ist, wenn du dort bist, kann heute niemand sagen.
Mein Eindruck war, dass man sich auf die Aussagen der Einheimischen nicht wirklich verlassen kann. Oft sind die Informationen Tage alt und in der Zwischenzeit hat sich die Situation vor Ort verändert - entweder zum Guten, wie auch zum Schlechten. Uns wurde z. B. gesagt, wir könnten von der Palmwag Concession aus nicht bis zum Hoanib und weiter. Vor Ort war es dann doch machbar, wenn auch anspruchsvoll. Wir haben unsere Planungen unterwegs ein paarmal anpassen müssen.
Viele Grüße Klaudi
Defender110Themenstarter17 Beiträge · seit 201115. Dez. 2023 · #8
Wasser ist ein Thema um die Jahreszeit. (Aber ich habe es lieber warm und lange Tage, als im Winter mit langen Nächten zu frieren. Habe nie verstanden, warum Winter die Hautreisezeit in NAM aus Sicht der Europäer...).
Danke für den Hinweis bzgl. Querung des Hoarusib. Hatte ich in der Tat nicht auf dem Schirm. Auf dem Wetterradar hatte ich die Regenfälle im Kaokoveld beobachtet die letzten Wochen. Aktuell scheint es gut zu sein. Es wird ja auch nicht der einzige Fluss sein auf unserer Runde.
Nach Opuwo wollen wir vorr. über Palmwag Concession und dann den Hoanib hoch bis Sesfontain.
So long.
Defender110Themenstarter17 Beiträge · seit 201107. Jan. 2024 · #9
Ergebnis. Wir sind die untere/südliche Route gefahren und haben im Camp Marble die Möglichkeit gehabt oben am House on the Hill zu campen 🙂
Der Hoarusib hat uns in der Tat an drei Stellen etwas Kreativität abverlangt, da der Untergrund an den Hauptquerungen zu nass und schlammig war. Es gab aber jeweils in der Nähe Furten mit steinigem Untergrund. Bei der ersten Flussquerung bin ich direkt in einem vorgelagerten Schlammloch hängengeblieben, da ich zu weit vor gefahren bin und den Untergrund nicht richtig "gelesen" habe.
Fazit: Aus meiner Sicht schenken sich die Beiden Alternativen Routen nicht wirklich viel. Wettersicherer ist aber m.E. die nördliche Route.