Sicherheit in einigen Städten, Erfahrungen,...

Reisebericht 41 Antworten · 8'238 Aufrufe · gestartet 20. Sept. 2023 von subsonic
Themenstarter38 Beiträge · seit 202320. Sept. 2023 · #1
Hello!

Die Uhr tickt ... Mitte Dezember bis Anfang Januar, 20 Tage Namibia als Erstverbrecher, der sich schon ca. ein 3/4 Jahr informiert... und ich frage mich, gibt es Orte (ich meine damit Ortschaften/Städte/Plätze) bei denen man dann doch besser aufpassen oder die man meiden sollte?

Wir bereisen so grob den mittleren Westen bis nördlichen Westen, Etosha wird das östlichste sein und mit einigem Zickzack zurück nach Windhoek. Wir sind jeden Tag wo anders mit meistens nicht mehr als 300km dazwischen, mal bisserle kürzer oder mal weiter. Wir haben oft abgelegene Camps/Lodges/Farms, aber hin und wieder sind wir auch in Städten. Deshalb hier meine Frage, wo man einfach etwas aufpassen muss, oder doch meiden sollte, oder was ihr hier an diesen Orten einfach für ...ich sag mal... verzwickte Situationen erlebt habt (eindeutig sichere Orte lass ich aus, wie Spitzkoppe Camp, abgelegene Farms und sowas 😄 ) ...:

(1) Ha! Windhoek. Ich weiß, dieses "Apartheits-Viertel" im Norden sollte man mit Vorsicht genießen aber wir sind grob im südlichen mittleren Westen, nördlich der Christuskirche und wollen abends natürlich zum Joe, die Kirche angucken usw. auch in der Stadt bummeln, erste Einkäufe machen für den Trip der am nächsten Tag dann losgehen wird 🙂

(2) Walvis Bay. Unser Hotel ist direkt an der Flamingo Lagoon am Hafen. Hier werden wir eher nur mit dem Auto unterwegs sein, südlich 😉 (natürlich nicht selbst Sandwich Harbor versuchen, ist klar!)

(3) Swakopmund. Unser Guesthouse ist in der Nähe des "Platz am Meer" Einkaufszentrums. Vorher sind wir südlich in der Stadt unterwegs. Plan ist, parken direkt am Jetty, die Stadt erkunden und später zum Guesthouse zu fahren. Kann man am Jetty vollgeladen parken oder sollte man besser vorher im Guesthouse das Auto leer machen?

(4) Uis! Ganz im Nord-Westen in nem B&B mit Kaktus-Kaffeebar daneben 😉 Mini-Dörfchen, aber ich denke das ist eher was für die Minenarbeiter, deshalb ... muss man hier aufpassen, aber ich denke nich.

(5) Opuwo!!! Guesthouse im südlichen Mittelteil des Städtchens. Im Süd-Osten beim "Kaokoland/OK Grocery" da wollen wir u.a. essen... hier mache ich mir schon bisschen Gedanken ...!?

(6) Kamanjab - nur zum Vorräte auffüllen, tanken, ATM

(7) Outjo - auch nur zum evtl. Vorräte auffüllen, tanken, ATM

(8) (off topic) - kennt ihr im Etosha das Grünewald Wasserloch? Das ist abseits unserer Route aber soll sehr sehenswert sein. Weiß da wer was? Link bei gMaps

(9) Otjiwarongo! Übernachtung in einem Guesthouse im südlichen Westen. Das sehe ich auch bisschen ...kritisch!!? Kann man bei der Crocodile Farm sicher parken? Und kann man abends in eine örtliche Bar gehen (ca. 23 Minuten zu Fuß) und mit Einheimischen Party machen? Geplant war das CABRITO - oder besser abschminken?

Schon einmal vielen lieben Dank für eure Infos und Erfahrungen! Alles hilft! 😎

Noch ein paar Restfragen:
a) Sollte man beim Einkaufen wirklich nie das Auto aus dem Blick verlieren? Wie machen das dann Leute sie solo unterwegs sind?
b) ATMs ... hier irgendwelche Infos... hab gehört es gibt auch Fake-Wachleute...
c) Hab hier einen alten Beitrag gelesen von einem zerstochenen Reifen beim tanken?? Ist sowas noch aktuell?
d) Wie allgemein werden bleiche Touris dort aktuell aufgenommen? Gibt es Rassismus gegen Weiße?

vom 5.12.-26.12.24 in NAM/BW/ZW
zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2023
33,1k Beiträge · seit 200620. Sept. 2023 · #2
Moin subsonic,

klingt nach einem Städteurlaub in Namibia. Ungewöhnlich.
Du solltest in allen Städten des Landes die normalen Verhaltensregeln, die weltweit gelten (nicht unnötig Juwelen zur Schau tragen etc) beachten. Auf Parkplätzen (v.a. in Malls, großen Supermärkten) sind stets Wachleute. In jeder Stadt gibt es Gebiete, die man nachts oder als Tourist oder Einheimischer einfach besser meiden sollte. Das sind v. a. auch die Townships, wobei z. B. Katutura tagsüber in weiten Teilen eben auch kein Problem darstellt. Swakopmund ist die einzige "Zu-Fuß-Geh-Stadt" des Landes. Dort wirst Du viele Menschen beim Shoppen, nachts vom Restaurant nach Hause etc laufen sehen. Natürlich muss man auch da nicht alleine nachts unbedingt irgendwelche unbeleuchteten Gassen aufsuchen oder in seltsame Gegenden gehen
a) Sollte man beim Einkaufen wirklich nie das Auto aus dem Blick verlieren? Wie machen das dann Leute sie solo unterwegs sind?
wie oben beschrieben.
b) ATMs ... hier irgendwelche Infos... hab gehört es gibt auch Fake-Wachleute...
Ja, solche Geschichten gab es in Einzelfällen mal vor Jahren. Wenn Du Angst hast, geh z. B. innerhalb einer Tankstelle an den ATM. Ich persönlich zahle überall mit Karte und muss deshalb fast nie an einen Geldautomaten.
c) Hab hier einen alten Beitrag gelesen von einem zerstochenen Reifen beim tanken?? Ist sowas noch aktuell?
Einzelfälle kann es immer und überall mal geben.
d) Wie allgemein werden bleiche Touris dort aktuell aufgenommen? Gibt es Rassismus gegen Weiße?
Rassismus gibt es, aber v. a. ist Tribalismus ein Problem. Da spielt dann die Hautfarbe keine Rolle. Das aktiv Rassismus (gegen Weiße) ausgelebt wird, habe ich noch nie erlebt oder gehört (mal abgesehen von plakativen verbalen Tobsuchtsanfällen einzelner Politikern zu Wahlzeiten....).

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2023
172 Beiträge · seit 201020. Sept. 2023 · #3
Es schaded nicht bei den Unterkünften nachzufragen wie die Sicherheitslage ist, so kommt man auch gleich ins Gespräch.
Unsere Fragen waren immer:
Ist das Wasser trinkbar?
Gibt es hier Fälle von Malaria?
Wie ist das WiFi Passwort? 🙂
Themenstarter38 Beiträge · seit 202320. Sept. 2023 · #4
Danke Euch schonmal!
travelNAMIBIA schrieb:Moin subsonic,
klingt nach einem Städteurlaub in Namibia. Ungewöhnlich.
Neinein, es sind insgesamt 20 Tage und nur in ein paar wenigen Städten haben wir tatsächlich Übernachtungen. Die genannten Städte sind teilweise ja auch nur Städte in der Nähe bei denen wir z.B. einkaufen würden, Outjo und Kamanjab. Von den 20 Tagen übernachten wir 2x in Windhoek, 1x in Opuwo, Swakopmund, Walvisbay, Uis und Otjiwarongo. Die restlichen Tage in Camps oder außerhalb gelegenen Farmen oder Lodges.
vom 5.12.-26.12.24 in NAM/BW/ZW
zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2023
281 Beiträge · seit 201820. Sept. 2023 · #5
Hallo subsonic,
da wir z.T einen ähnlichen Reiseverlauf hatten, ein paar kurze Antworten :
Walvis Bay - wir haben auch direkt an der Lagune übernachtet. Tagsüber sehr sicher (auch viele Jogger und Spaziergänger an der Promenade unterwegs), für die Nacht hat uns unser Vermieter aber geraten, die Alarmanlage anzuschalten. Abendessen waren wir zu Fuß im The Raft. In der Dunes Mall ist es sehr sicher und angenehm und es gibt ATM's von allen Banken. (Grundsätzlich braucht man aber tatsächlich wenig Bargeld).
Uis - die Anlage ist sehr schön. Wir haben dort auch Urlauber gesehen, die zu Fuß (wirklich kleines Städtchen) zum Supermarkt gegangen sind. Wir waren mit dem Auto dort und hatten keine Bedenken.
Etosha - z.Zt. ist an den Wasserlöchern recht viel zu sehen. Dazwischen mal mehr , mal weniger. Aber wir waren sehr zufrieden. Übrigens gibt es Richtung Westen von Okaukuejo aus eine richtig große Baustelle, war nicht gut zu fahren und hat viel Zeit gekostet.

Zu den generellen Fragen : eine Art Rassismus haben wir nicht bemerkt ( ein Tankwart hat gemeint, er unterhält sich immer gern und viel mit den Reisenden, damit die das dann Zuhause erzählen und dadurch noch mehr Urlauber kommen).
Das Auto mit Gepäck lassen wir nur unbeaufsichtigt stehen, wenn wir uns ganz sicher fühlen, z.B. in den Camps im Etosha.

LG und einen wunderschönen Urlaub
Rockshandy
904 Beiträge · seit 201021. Sept. 2023 · #6
Zur eigentlichen Frage: gestern hat das Auswärtige Amt neue Hinweise u.a. zu Namibia herausgebracht. Kopiere das hier nicht rein, ist nur ein Lesetipp.
Themenstarter38 Beiträge · seit 202326. Sept. 2023 · #7
Hat ansonsten noch jemand gute Tips, Infos oder Erfahrungen bzgl. der Punkte 5-9?

(5) Opuwo!!! Guesthouse im südlichen Mittelteil des Städtchens. Im Süd-Osten beim "Kaokoland/OK Grocery" da wollen wir u.a. essen... hier mache ich mir schon bisschen Gedanken ...!?

(6) Kamanjab - nur zum Vorräte auffüllen, tanken, ATM

(7) Outjo - auch nur zum evtl. Vorräte auffüllen, tanken, ATM

(8) (off topic) - kennt ihr im Etosha das Grünewald Wasserloch im Etosha? Das ist abseits unserer Route aber soll sehr sehenswert sein. Weiß da wer was? (Link zu Google Maps)

(9) Otjiwarongo! Übernachtung in einem Guesthouse im südlichen Westen. Das sehe ich auch bisschen ...kritisch!!? Kann man bei der Crocodile Farm sicher parken? Und kann man abends in eine örtliche Bar gehen (ca. 23 Minuten zu Fuß) und mit Einheimischen Party machen? Geplant war das CABRITO - oder besser abschminken? (Link zu Google Maps)
vom 5.12.-26.12.24 in NAM/BW/ZW
502 Beiträge · seit 201626. Sept. 2023 · #8
Moin Subsonic,
wenn Du am falschen Ort zur falschen Zeit bist kann immer etwas "passieren", ob in Opuwo oder in Kleinkleckersdorf, da helfen Dir auch die in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen anderer Reisender nicht. - Nun man einfach "drauflos" und unterwegs die gängigen Sicherheitsvorkehrung treffen, dann geht's in Namibia zu 99% gut (wir waren zwischen 2016 und 2023) 4 Mal auch in den von Dir abgefragten Gegenden unterwegs. Unliebsame Vorkommnisse = 0)!
Gruß,
Dieter
904 Beiträge · seit 201027. Sept. 2023 · #9
Stimme Dieter zu.

Den abendlichen und, bei der Rückkehr, nächtlichen Spaziergang in Otjiwarongo würde ich mir aber sparen. So, wie überall in den Städten. Hab nen guten Freund in der Stadt. Was er zum Besten gibt, reicht allein um die Statistik von Vorkommnissen "im unteren zweistelligen Bereich" zu erzeugen. Otjiwarongo ist meiner Meinung nach keine Ausnahme, in den Städten muss man halt schon etwas aufpassen.
80 Beiträge · seit 202027. Sept. 2023 · #10
Uis ist unbedenklich, aber ungemein nervig. Die ganzen Verkäufer sind sehr aufdringlich.
Opuwo soll auch schlimm mit den Verkäufern sein, kann ich aber nicht bestätigen. Vielleicht hatte ich auch nur zwei mal Glück. Die zweite Tankstelle (gelb) vertreibt zumindest die Verkäufer auf ihrem Grundstück.

Vor ein paar Jahren sind wir abends in Swakopmund vom Hotel zum Jetty gelaufen. Was effektive um eine Ecke rum war. Auf dem Rückweg standen genau an dieser Ecke sehr finstere Gestallten mit grimmigen Blicken rum. Ist nichts passiert, aber wir waren froh im Hotel zu sein.

Generell ist bei mir nach Sonnenuntergang in Afrika immer Taxi/Auto angesagt.

Grüße
33,1k Beiträge · seit 200627. Sept. 2023 · #11
(5) Opuwo!!! Guesthouse im südlichen Mittelteil des Städtchens. Im Süd-Osten beim "Kaokoland/OK Grocery" da wollen wir u.a. essen... hier mache ich mir schon bisschen Gedanken ...!?
Na ja, was hast Du denn in OPuwo vor? Da schläfst Du und fährst zum einkaufen und abends zum Essen.
(6) Kamanjab - nur zum Vorräte auffüllen, tanken, ATM
(7) Outjo - auch nur zum evtl. Vorräte auffüllen, tanken, ATM
Genau das willst Du da machen. Mehr nicht. Im übrigen ist Outjo ein sehr belebtes, touristisches Städtchen. Da bummeln sogar die Touristen und Einheimischen durch die Souvenirgeschäfte.
(8) (off topic) - kennt ihr im Etosha das Grünewald Wasserloch im Etosha? Das ist abseits unserer Route aber soll sehr sehenswert sein. Weiß da wer was? (Link zu Google Maps)
Soweit ich weiß ist es trocken.
(9) Otjiwarongo! Übernachtung in einem Guesthouse im südlichen Westen. Das sehe ich auch bisschen ...kritisch!!? Kann man bei der Crocodile Farm sicher parken? Und kann man abends in eine örtliche Bar gehen (ca. 23 Minuten zu Fuß) und mit Einheimischen Party machen? Geplant war das CABRITO - oder besser abschminken? (Link zu Google Maps)
;a es ist bei der Krokodilfarm sicher. Warum ihr nun, bei der ganzen scheinbaren Angst, in irgendeine KNeipe gehen wollt, die irgendwann mal von Google erfasst wurde, verstehe ich nicht so ganz. Ich würde die paar Kilometer raus zu Otjibamba fahren und da lecker Abendessen, die Tierwelt genießen und einen Drink nehmen.

So ganz verstehe ich Deine "Panik" nicht. Hab doch mal im Hinterkopf, dass tausende Einwohner der Ortschaften jeden Tag ohne Probleme tanken, einkaufen und Essen gehen. Du willst ja, wie Du selber sagtest, keinen Städteurlaub machen. Du hältst Dich also folglich (außer in Uis, Otji und Opuwo, wo Du übernachten willst) doch nur 10 Minuten in den jeweiligen Ortschaften auf.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2023
2'845 Beiträge · seit 201121. Okt. 2023 · #12
Moin Subsonic,
wir sind gerade zurück aus Namibia - und ich habe in einigen "Städten" an Dich denken müssen.
Vielleicht hatten wir wieder nur Glück - nach fast 20 Jahren südlichem Africa, incl. Namibia.
Wieder haben wir unser Auto vollbepackt beim Einkaufen stehen lassen (nicht sichtbar, nichts auf Rückbank!), sind zu Zweit einkaufen gegangen. iPad wird schon vor dem Aussteigen unter die Fußmatte geschoben, Kamera weit in den Fußraum, Papiere am Körper. Kein ängstliches Umsehen, sicheres Auftreten. Einkäufe werden anschließend nur auf die Sitzbank gelegt, Kofferraum nicht geöffnet.
In Uis hingen an der Tankstelle dieses Mal Schilder, dass der Verkauf / Kauf vom Gems verboten ist. (Nur einen "Händler" an einer Kreuzung erlebt.)
Wenn mein Mann tankt, schließe ich sofort die Türen ab.
Die einzige Tankstelle, die genervt hat, war Maltahöhe - da trieben sich Kids herum, die darauf warteten, die Rückbank zu leeren...
Ansonsten wimmelte es in Outjo und vor allem Swakop von dt. (Bus-) Touris, selbst im Etosha noch nie so viele Safari-Fahrzeuge, in die die Busladungen umgesetzt werden, gesehen.
Die Strecke von Halali nach Okaukuejo war ziemlich schlimm, die Tiere in Massen bzw. Herden um Namutomi. Dort hatte es nach 42 Grad einen halben Tag geregnet, es war sogar etwas grün - und die Tiere schon zuvor aus der Mitte / Süden (Okaukuejo) nach Osten gewandert.
In Swakop sind wir wieder abends nach dem Essen zu Fuß zurück zur Unterkunft, in WDH allerdings lieber nur zum Essen gegangen, zurück mit Taxi. (vom Restaurant angefordert)
Ich - als Frau - habe einige Unternehmungen auch allein gemacht, hatte nie ein ungutes Gefühl.
Ach ja- Nummernschilderklau, falsche Polizei haben wir nicht erlebt - war im Vorfeld meine Sorge.
All das sind unsere Erfahren, Momentaufnahmen! Umsichtigkeit und ein "Scannen" vor Einfahren in Tankstelle oä. schadet nie! Und nimmt mir auch nicht die Urlaubsfreude.

Viele Grüße - und Vorfreude
Strelitzie
7'296 Beiträge · seit 200624. Okt. 2023 · #13
Ich bin letzten November tagsüber bei bestem Wetter etwa 100 Meter von der Polizeistation mitten in der Innenstadt von Windhoek beraubt worden (ja, nicht nur Taschendiebstahl). Es war ein Sonntagnachmittag und mir wurde anschließend gesagt dass die Kriminalität gerade sonntags seit Corona stark zugenommen hätte in der Innenstadt. Ansonsten bin ich die Strecke zuvor schon bestimmt 20 mal gelaufen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2023
806 Beiträge · seit 201730. Mai 2024 · #15
Hallo Subsonic,
Es wäre interessant zu wissen, wie deine Namibia Erfahrungen letztendlich waren?
Magst Du uns davon erzählen?
LG Superfanti
Mein Ersttäter- Reisebericht Namibia 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/297472-5711-km-namibia-abenteuer-grosse-ersttaeter-runde.html Seychellen: Inselhopping: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299153-seychellen-inselhopping-im-tropischen-paradies.html Kurzbericht Namibia 2021 mit Fotobuch: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301218-fotobuch-und-kurzbericht-namibia-herbst-21.html Reisebericht Namibia 2021: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301521-5-056-km-zweittaeter-im-caprivi-herbst-2021.html?start=0 SÜDAFRIKA 2022 -Fotobuch und kleiner Reisebericht https://www.cewe-community.com/global/example/suedafrika-2022-68145 Costa Rica 2023 https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/303311-2-349-km-durch-costa-ricas-regenwaelder-und-vulkane.html Costa Rica Fotobuch www.cewe-myphotos.co...40289853b4efd18f584d Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele: Liparische Inseln - Madeira - Azoren - Schottland - Island - Neuseeland -Australien- Singapur - Namibia -Gambia - La Réunion- Mauritius - Seychellen -Südafrika- Costa Rica uvm.
Themenstarter38 Beiträge · seit 202310. Juni 2024 · #16
Hi! Klar! Hatte ich bereits, von jedem Tag einen Review mit Foto, und dann war es zu groß und konnte nicht gepostet werden, aber ich mache dazu einfach einen neuen Thread auf unter Reiseberichte... bald 🙂

Kurz: Es war der absoluter Wahnsinn/Traum! Und ich komme wieder =)
vom 5.12.-26.12.24 in NAM/BW/ZW
Themenstarter38 Beiträge · seit 202324. Juli 2024 · #17
-- HIER -- der ausführliche Reisebericht mit Video (und bald Fotos)
vom 5.12.-26.12.24 in NAM/BW/ZW
Themenstarter38 Beiträge · seit 202325. Juli 2024 · #18
Ich war ja nun 2023/2024 in NAM und konnte meine eigenen Erfahrungen machen.

Prinzipiell würde ich sagen, dass zu 99% dort alles total wunderbare tolle freundliche Menschen sind, aber es gibt natürlich immer Ausnahmen, m.M.n. sind die Einkommensverhältnisse dort ziemlich ungerecht. Man sieht in Windhoek blink-blink Shops und weiter außerhalb betteln kleine Kinder um Wasser ...

In den ländlichen Regionen außerhalb von Städten fühlte ich mich immer sicher.

Windhoek:
  • prinzipiell überall super liebe, hilfsbereite und freundliche Menschen, aber es gab auch 3 Ausnahmen:
  • Zwischen Christuskirche und der großen NedBank (Fidel Castro St.) sind noch immer diese "wir wuchsen in der DDR auf und brauchen Geld für ein Treffen"-Leute, die einem ihre Geschichte verkaufen wollen
  • versuchter Taschendiebstahl an der Rückseite vom Shoprite Supermark, Ecke Werner List St./John Meinert St. - wobei mir hier von Einheimischen sofort geholfen wurde!
  • irgendwo in Windhoek im Auto: Jemand der wild ans Fenster klopfte und wohl Geld wollte.
  • am letzten Tag fuhren wir etwas zickzack durch das "Apartheid-Viertel" Katutura - meinem Eindruck nach sah es dort weitaus positiver aus als man es sich vorstellt.
Walvis Bay:
Es ist m.M.n. keine sichtbare Touristenstadt, eher eine Hafenstadt. Gefühlt jedes zweite oder dritte Haus wird von Hunden bewacht, die oftmals nicht so "gut" wie in Deutschland erzogen sind. Gefährlich wurde es aber nicht. Alle Leute, mit denen wir zu tun hatten, waren super lieb.

Swakopmund:
Auch hier, alles super (wo wir waren), aber es gibt dennoch glaube überall im Land verteilt diese Straßenrand-Verkäufer. Lästig, aber wenn man definitiv 'NEIN' sagen kann, geht das schon.

Uis:
Die Petrosol Tanke soll wohl extrem gefährlich sein, es wurde von aufgeschlitzten Reifen berichtet und Kreditkartendiebstahl (Google Rezensionen), aber wir machten eine komplett gegenteilige Erfahrung. Wir trafen auch einige freundliche (nicht aufdringliche) Himbas vor einem typisch afrikanischen Supermarkt (Uis Supermarket). Von der entzückenden Tankwärterin erfuhr ich, dass das Städtchen sehr sicher sei.

Opuwo:
Keine schönen Erfahrungen gemacht...
  • Meine Bekannte und ich waren hier die reinste Attraktion ("die einzigen zwei Weißen in der Stadt") und wurden regelrecht belagert von Himbas, die ihre Armbänder verkaufen wollten. Meine Bekannte machte den Fehler und kaufte etwas, und so hatten wir bis zum Restaurant einen PULK an Himbas hinter uns herlaufen und auf uns einreden, noch mehr zu kaufen...
  • der Außenbereich vom Restaurant war mit einem hohen Metallzaun abgetrennt. Uns trafen etliche "leidend bettelnde" Blicke
  • nach dem Restaurant zurück in unsere Unterkunft hatten wir wieder einen lästigen Pulk Himbas hinter uns, bei denen wirklich das 1000ste Nein nicht wirkte. Ich bin dann zu einer "normal wirkenden" Frau hin und habe sie gebeten, ihnen zu sagen, dass mein Nein Nein bedeutet und wir nichts weiter kaufen. Zum Glück war der Pulk lange genug abgelenkt und wir konnten "flüchten" 🙂
  • Nähert man sich einem Supermarkt (OK Foods) kommen gleich etliche "Parkplatz-Boys" auf einen zugerannt, wollen für ein kleines Trinkgeld aufs Auto aufpassen (ist ja okay, bei EINEM), teilweise kommen Himbas mit Prospekten und zeigen, was ich kaufen soll und beschweren sich dann später, wenn man nicht alles was sie 'forderten' gekauft hat.
Epupa:
Hier machten wir kaum Erfahrungen, waren fast nur im Camp, mit dem Himbaführer kurz in einem afrikanischen Supermarkt Geschenke für das Himbadorf kaufen. Das kleine Städtchen scheint sehr arm zu sein.

Kamanjab:
Scheint ein sehr armes Städchen zu sein.
  • An der Shell nachtanken... sofort waren wieder Himba-Armkettenverkäuferinnen vor Ort und Kerle, die versuchen heraus zu finden, wie seine Mutter heißt, wie man selbst heißt, und wie heißt deine Begleitung? Und sofort soll man Nüsse kaufen mit eingeritzten Namen. Antwort für die nächste Reise: "no name, no nuts" 🙂
  • Oase Supermarkt: Wieder zu viele, die auf dein Auto aufpassen wollen und regelrecht "Einkaufsbestellungen" bei dir abgeben. Am Ende wurde sich fast um die 10 N$ Trinkgeld geprügelt! Innen roch es hinten nach Kot. Der Monster Energydrink war abgelaufen. Ich war froh, da wegfahren zu können!
Outjo:
Wir waren nur im OK Foods zum Proviant-Auffüllen. Sehr sauber, offizielle Parkwächter, kein Stress, fühlte mich sehr sicher.

Otjiwarongo:
Die Stadt hat bis auf die Crocodile Farm nicht viel zu bieten, also waren wir nur im Hotel (Out Of Africa Town Lodge) und in der Farm am nächsten Tag. Das was wir von dem Städtchen sahen, sah aber okay aus.

Karibib:
Hier sind wir nur durchgefahren, aber das kleine Städtchen machte einen sauberen und sicheren Eindruck.

Usakos:
Auch hier fuhren wir nur durch, fühlte mich hier aber nicht wirklich sicher und wollte dort auch nicht länger bleiben.

Das sind alles nur meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen.

Mein Fazit: NAM ist sicher, wenn man einige Basics (Hirn) beachtet.
vom 5.12.-26.12.24 in NAM/BW/ZW
2'462 Beiträge · seit 200625. Juli 2024 · #19
subsonic schrieb:I


Mein Fazit: NAM ist sicher, wenn man einige Basics (Hirn) beachtet.
Verstehe ich das richtig? Du warst jetzt zum ersten Mal in Namibia und allein durch das Durchfahren eines Ortes beurteilst Du, ob ein Ort einen sicheren Eindruck macht?

Nach bestimmt 20 Reisen ins südliche Afrika behaupte ich mal, dass die "Sicherheit" vor allem mit Glück, manchmal mit Erfahrung und wenig mit Hirn zu tun hat. Dein Fazit macht vor dem Hintergrund jeder Kriminalitätsstatistik überhaupt keinen Sinn. Als Tourist bist Du eben potentiell gefährdet und wenn Du zur falschen Zeit am falschen Ort bist, helfen auch Deine "Basics" nicht. Im Umkehrschluss suggerierst Du, dass Namibia nur dann unsicher ist, wenn man diese Basics (Hirn) nicht benutzt. Und das ist Unsinn, mindestens aber mal sehr naiv.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter38 Beiträge · seit 202325. Juli 2024 · #20
Ich habe nur beschrieben was ich erlebt habe und welche Eindrücke ich sammeln konnte.
vom 5.12.-26.12.24 in NAM/BW/ZW