Beatnick1'712 Beiträge · seit 201614. Aug. 2023 · #41
Hallo Thorsten,
ich lese sehr interessiert mit und bewundere deine tollen Bilder. Was die Entwicklung angeht, sprichst du mir (leider) aus der Seele.
THBiker schrieb:Die Mara ist für mich inzwischen Fluch und Segen zugleich. Ich bin wirklich gerne dort und in den letzten Jahren war ich mindestens einmal im Jahr in der Mara unterwegs, aber in der letzten Zeit hat sich die Mara wirklich zum negativen verändert. Zu viele Fahrzeuge, mit teils rücksichtlosen, unausgebildeten Fahrern und respektlosen Gästen. Aus jeder Ecke schießen die Camps wie Pilze aus dem Boden.
Uns geht es genauso, ich habe es ja auch schon mehrfach thematisiert. No way out...
THBiker schrieb:Ich frag mich sowieso wohin sich dieser Safari-Tourismus entwickeln soll. Die Preise explodieren und die ohnehin nicht billigen Safaris werden für mich bald unbezahlbar.
Das ist das nächste große Thema. Wir haben jetzt gerade für nächstes Jahr Oktober noch einmal in der Mara gebucht, aber auch erst im zweiten Anlauf und am Ende ausschließlich in einem einzelnen Camp. Wir wollten diesmal ursprünglich auch zumindest für einige Tage in eine Conservancy, waren da auch flexibel, wohin es gehen könnte, aber als wir die Preise sahen, waren wir regelrecht entsetzt. Das muss natürlich jeder für sich entscheiden, aber was da ins Haus flatterte, fanden wir schon regelrecht unanständig. Zumindest mal unangemessen.
Ich bin froh, dass wir schon so häufig in Afrika waren. Gerade erst vor einigen Tagen habe ich zu Thomas gesagt, zumindest in der gewohnten Form werden wir uns das in Kürze nicht mehr leisten können und wollen. Wir denken auf Alternativmodellen rum, mal sehen.
Hier mitzulesen ist ja glücklicherweise kostenfrei - und macht großen Spaß. Also vielen Dank! 🙂
pleinete49 Beiträge · seit 201815. Aug. 2023 · #42
Hallo Thorsten,
vielen Dank für deinen tollen informativen und natürlich auch mit super Bildern gespickten Bericht.
Um so mehr da wir im September die gleiche Route haben. verfolge ich den absolut gespannt. Nur das Angama Camp gibt es bei uns nicht, das wollten (und vermutlich auch konnten) wir uns nicht leisten und es liegt ja auch nicht direkt im Mara Triangle. Und dort wollten wir gerne auch Zeit verbringen. In vergangenen Berichten wurde vom Triangle über eine geordnete Fahrweise berichtet.
Ich bin nach verschiedenen Berichten schon auch etwas skeptisch wie mir die Mara mit so vielen Besuchern gefallen wird. Unsere letzten Marabesuche liegen jetzt auch schon ein paar Jahre zurück. Damals kann ich mich nur an rücksichtsloses Gedränge an den Crossings erinnern. Auf die verzichte ich dann gerne. Und wir freuen uns einfach auch auf die Weite, die unendlichen Herden und dass wir das alles erleben können.
Nochmals herzlichen Dank Und auf deine Bilder bin ich natürlich wirklich neidisch Viele Grüße
Simone
10/25 Masai Mara/ Naboisho; 8/25 KNP/Sabi Sands; 9/24 KNP, 2/24 Western Cape, 9/23 Kenia, Meru, Samburu/ Masai Mara; 4/22 KNP/ Sabi Sand, 9/21 Namibia; 11/20 KNP/Sabi Sands und Kapstadt; 1/20 Gardenroute; 10/19 Hluhluwe, KNP, Sabi Sands und KTP; 9/18 Simbabwe; 09/17 Tansania; 09/16 Uganda/Masai Mara; 12/14 Gardenroute mit Freunden; 1/14 Gardenroute; 9/13 Botswana/Sambia; 10/12 SA NorthernCape und KTP, 09/11 Kenia, 11/10 Krüger und Kapstadt, 10/08 Namibia, 11/06 Krüger, Eastern Cape und Kapstadt,
franzicke2'085 Beiträge · seit 201215. Aug. 2023 · #43
Hi thorsten, ins Mara Bush Camp komme ich ganz besonders gern mit! Letztlich haben wir es durch dich "kennengelernt" und eine großartige Woche mit Steven dort verbracht. Das war noch vor Corona, aber ich glaube, dass danach irgendwie alle Schranken vollends gefallen sind, so dass die Gier und die Anspruchshaltung vieler Touristen nicht mehr zu bremsen sind. Und die Guides - so sie denn überhaupt wirklich welche sind - machen das natürlich mit, wenn sie dafür bezahlt werden.
Umso mehr genieße ich deine Fotos - da hat man die Situation ja ganz für sich - und das Schreibtisch-Umfeld blende ich einfach aus 🤪 Danke-Grüße Ingrid
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201115. Aug. 2023 · #44
Hallo ihr Lieben,
das freut mich, dass noch so viele dabei sind. Leider bestätigen sich meine Eindrücke auch bei euch, was die Masai Mara betrifft. Bleibt zu hoffen, dass irgendwann der Verstand und nicht die Geldgier siegt und die Verantwortlichen die richtigen Entscheidungen für die Natur und Tierwelt, aber auch für die lokale Bevölkerung treffen.
@Betti was das Naboisho Conservancy betrifft, kann ich nicht behaupten, dass es teurer als die zentrale Mara war. Wie die anderen Conservancies preislich sind, muss ich noch erfragen. Mit Sicherheit werden wir die nächsten Jahre immer mal wieder eines der Conservancies ausprobieren.
@Simone Ja, das Angama Mara ist ca 20 Minuten vom Triangle entfernt, was ich auch suboptimal fand. Ich denke, dieses Camp ist eher etwas für gutbetuchte Menschen die wirklich nur Urlaub machen wollen. Nicht weit entfernt gibt es noch das Mara Siria Camp, das ist auch wunderschön gelegen, jedoch auch außerhalb des Parks. Das Camp würde ich aber trotzdem empfehlen. Innerhalb des Parks gibt es ja dann nicht so viele Möglichkeiten. Das Little Governors Camp und die Serena Lodge fallen mir spontan ein. Im Triangle sind die Ranger immer präsent und kontrollieren auch eifrig. Offroad fahren ist nur bei Sichtungen von Katzen erlaubt, sofern diese keine Jungen haben. So viel ich weiß, ist die Anzahl der Fahrzeuge auch limitiert. In der zentralen Mara kann man auch immer noch Spots finden, wo man ungestört und alleine ist. Man darf nur nicht den Top Spots folgen, wie dem Topi Pride oder Luluka der Leopardin. Dort tummeln sich alle Fahrzeuge und jeder will mit seinem Smartphone ein formatfüllendes Fotos schießen. Der Höhepunkt war mal, als ein Tourist in einem Löwenrudel seinen Bohnensack außerhalb des Fahrzeugs auf den Boden gelegt hat und dann aus dem Auto ist, um eine bodennahe Aufnahme von den Löwen zu machen.. Das war dann selbst unserem Guide zu viel und er hat die Ranger informiert. Konsequenz war dann, dass all Fahrzeuge ohne Tür, bzw. mit den offenen Türen verboten wurden. Ich habe diese offenen Fahrzeuge auch sehr gerne genutzt, aber halt nicht, um mit einem Weitwinkelobjektiv Nahaufnahmen von den Tieren zu machen. Schade, dass viele nicht verantwortungsvoll mit der Natur umgehen wollen/ können. Ich bin mal gespannt, wie stark das Offroad fahren nun kontrolliert wird. Bisher hat es kaum jemanden gestört. Wir haben bei unseren Safaris bisher immer ein teures Offroad-Permit gehabt. ich kenne aber auch einige Berufsfotografen denen war dies ziemlich egal ob sie erwischt werden. Dann zahlt man halt ein paar Dollars und dann vergessen die Ranger wieder ganz schnell 😗 Glauben wir mal an das Gute im Menschen und dass es zukünftig wieder besser wird.
Ich würde vorschlagen, zuerst die Teerstraße wieder zurück zu bauen 😉 😗 das dürfte dann schon mal die Hälfte der Gäste abschrecken 😄
@Ingrid, ich wusste gar nicht, dass Du auch mit Steven Narasha unterwegs bist 🙂 Ich hoffe, ihr war zufrieden.
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201115. Aug. 2023 · #45
Gegen 15:30 ist dann heute wieder Abfahrt. Das Ziel des Nachmittags soll die Leopardin „Luluka“ sein. Sie aktuell Junge und wir hoffen einen Blick auf ihren Nachwuchs werfen zu können. Uns vielleicht entsteht dabei auch das ein oder andere gute Foto. Die Jungen sind jedoch noch so klein, dass sie von der Mutter meistens in einer Höhle versteckt werden und die Mutter nur zum Säugen zu den Kleinen kommt. Gegen 17:00 ist dann auch so weit, wir finden die Leoaprdin. Sie ruht auf einem dicken Ast, hoch oben in einem Baum. Die Jungen sind natürlich nicht da. Wir entschließen uns hier zu warten, um zu sehen, ob Luluka uns noch zu ihren Jungen bringt. Leider ist es aktuell in der Mara so, dass sobald eine Leoparden-Sichtung im Funk durchgegeben wird, sich fast alle Fahrer zu dieser Sichtung begeben. Es dauerte also nicht lange, bis sich wieder eine große Anzahl an Fahrzeugen um den Baum versammelten. Das ist leider der große Nachteil des Funks und der Mobiltelefone. Das Gute ist, dass die meisten Touristen nur ein schnelles Foto mit ihrem Smartphone machen wollen und dann relativ schnell wieder die Szenerie verlassen. Wir positionieren unser Fahrzeug so, dass wir einen guten Blick auf die Leopardin haben und wir hoffentlich auf der richtigen Seite stehen, sollte sie herunter geklettert kommen. Luluka macht aber keinerlei Anzeichen ihren Aussichtspunkt verlassen zu wollen. Also machen wir das, was Luluka auch macht, wir ruhen uns aus. Die Sonne geht langsam unter und das Licht wäre nun nahezu perfekt. Jetzt müsste nur noch etwas Bewegung in die Szene kommen. Da haben wir die Rechnung leider ohne den Wirt gemacht. Selbst als alle Fahrzeuge weg sind, bleibt die Katze auf ihrem Ast liegen. So langsam wird es Zeit, dass auch wir den Rückweg antreten, damit wir nicht noch Schwierigkeiten mit den Rangern bekommen, weil wir zu spät noch draußen sind. Ohne weitere Zwischenfälle kommen wir rechtzeitig im Camp an.
Luluka - Einfach mal ausruhen
Luluka wechselt mal die Position
Luluka liegt immer noch auf dem Ast und rührt sich nicht von der Stelle
Wir gehen kurz in unser Zelt und danach geht es ans Lagerfeuer. Bei einem Tusker und den leckeren Snacks, die uns Donald zu unserem Bier dazu gibt, unterhalten wir uns mit den anderen Gästen über die Erlebnisse des Tages. Natürlich dürfen auch die Geschichten von Nelson nicht fehlen. Und so vergeht der Abend am Lagerfeuer wieder ganz schnell und ehe wir uns versehen, gibt es schon wieder Abendessen. Eigentlich bin ich noch nicht hungrig, aber was soll´s, wir haben Urlaub. Die Suppe lasse ich aber weg, damit ich wenigstens meinen Hauptgang packe. Wie immer, ist das Essen sehr lecker. Nach dem Abendessen leert sich das Camp relativ schnell, alle Gäste gehen meist direkt in ihr Zelt, so dass wir meistens noch alleine kurz am Lagerfeuer sitzen, bevor uns die Bettschwere überkommt. Lala salama, bis morgen.
Es ist kurz vor 5:30 und unser Wecker klingelt. Noch kurz liegen bleiben und warten bis der Kaffee kommt. Ich höre schon die Schritte und dann ein freundliches „Good morning, here is your coffee!“. Also nichts wie raus aus dem warmen Bett, schnell anziehen und dann den Kaffee ansetzen. Als ich raus komme auf die Terrasse des Zeltes, sind zumindest die Kekse dabei, aber was war hier los, es lag alles auf dem Tablett herum. Wer hat sich da an unseren Keksen zu schaffen gemacht? Wie sich später noch herausstellt, treibt ein Bushbaby sein Unwesen im Camp. Das Bushbaby war sogar mehrmals bei Nicole im Zelt. Da muss man glatt aufpassen, dass das niedliche Tier nicht aus Versehen in der Tasche hockt und man es mit einpackt. Wir genießen jetzt unseren Kaffee und machen uns startklar, damit wir wieder vor Sonnenaufgang das Camp verlassen können. Wie immer helfe ich bei der Vorbereitung des Autos und öffne schon mal die Planen an den Seiten und das Hubdach. Dann wird das ganze Kamerazeug verstaut und los geht´s. Heute scheint es, dass wir einen schönen Sonnenaufgang haben. Jetzt gilt es, ein schönes Motiv zu finden. Mir schweben ein paar Giraffen oder Elefanten vor, die sich schön vor dem orangenen Himmel abheben. Am besten noch eine Akazie mit auf das Bild. Aber es ist wie verhext, die Region hier ist wie leergefegt. Ein paar Impalas sehen wir am Horizont und wir versuchen das Auto so zu positionieren, dass wir zumindest von den Tieren ein schönes Foto im Sonnenaufgang machen können. Leider ist das Gras an dieser Stelle so hoch, dass die Beine der Tiere kaum zu sehen sind. So wirkt das Bild gar nicht. Pech gehabt, dann müssen wir auf den nächsten Sonnenaufgang warten. Wir fahren weiter und durchqueren den Talek Fluss. Am Wasser sitzt ein kleiner Graukopflist auf einem Stein, aber unten in der Senke ist das Licht nicht schön. Schauen wir mal, was wir hier noch machen können. Vielleicht gibt es ja ein nettes Flugbild. Aber auch hier bin ich heute Morgen erfolglos. Wir kämpfen uns mit unserem Landcruiser auf der anderen Uferseite wieder nach oben und fahren dann parallel zum Fluss weiter.
Impalas im Sonnenaufgang
Ein Graukopflist wartet auf Beute
Kurze Zeit später sehen wir drei männliche Löwen durch ihr Revier streifen. Die Drei sind wohl nicht so konzentriert und bemerken eine näherkommende Büffelherde nicht. Die Büffel haben die Löwen aber auch noch nicht gewittert. Wir positionieren uns, um zu sehen, wie sich diese Szene entwickeln wird. Auf einmal nehmen die Löwen die Büffel wahr. Sofort ducken sie sich im hohen Gras. Wollen die Drei vielleicht einen Büffel jagen? Zumindest wären sie dazu in der Lage. Auf einmal scheinen die Büffel Witterung von den Löwen aufgenommen zu haben, sie werden unruhig und fangen an zu rennen, ohne genau zu wissen, wo sich die Löwen befinden. Nach einem kurzen Sprint stoppt die ganze Herde, um sich neu zu orientieren und um nach den Löwen Ausschau zu halten. Dann entdecken die Büffel ihre Feinde. Sofort geht die ganze Herde in Angriffsmodus und setzt zur Jagd auf die Löwen an. Für die Löwen bedeutet dies höchste Gefahr. Sollten sie zwischen die Herde kommen, würden die Büffel die Löwen mit ihren Hörnern aufspießen und Tod trampeln. Als die Löwen die gefährliche Situation erkennen, nehmen sie sofort reis aus und rennen in alle Richtungen davon. Für den ein oder anderen Löwen ist es teilweise recht knapp gewesen und sie entgehen nur knapp der aufgebrachten Büffelherde. Die Löwen verziehen sich in das dichte Gebüsch, denn dahin würden ihnen die Büffel nicht folgen. Das wäre viel zu gefährlich für die Büffel, denn im Gebüsch können sie ihre Feinde nicht im Auge behalten und laufen der Gefahr, selbst zur Beute zu werden. Nachdem sich alle wieder beruhigt haben und die Löwen im dichten Busch verschwunden sind, machen auch wir uns weiter auf den Weg Richtung Luluka.
Noch hat der Löwe die Büffel nicht wahrgenommen
Die Büffel haben die Löwen entdeckt
Ein Büffel nimmt Kurs auf die Löwen
Der König der Savanne wird zum Gejagten
Verkehrte Jagd am Morgen
Die Büffel sind bereit für den nächsten Angriff
Vielleicht haben wir heute mehr Glück mit der Leopardin und ihren Jungen. Wir suchen zuerst den Baum auf, an dem wir Luluka gestern Abend verlassen hatten, in der Hoffnung, dass sie sich noch in der Nähe herumtreibt. Aber weder die Katze noch irgendwelche Fahrzeuge sind irgendwo zu sehen. Wir suchen die Gegend mit den Ferngläsern ab, aber nichts ist zu entdecken, was auf die Leopardin hinweist. Wir suchen den ganzen Bachlauf ab, hoch und wieder runter, auf der einen Seite und dann auf der anderen Uferseite. Nichts. Also das gleiche Spiel nochmal und nochmal. Dann entdecken wir ein Fahrzeug auf der anderen Seite des kleinen Bachs. Wir suchen uns eine Stelle, wo wir den Bach überqueren können und schauen nach, was das andere Auto entdeckt hat. Der Guide im anderen Fahrzeug war nicht so begeistert, dass nun ein weiteres Auto dazu kam. Er versicherte uns auch, dass hier nichts zu sehen ist. Ok, dachten wir uns und deshalb steht er nun schon die ganze Zeit hier. Wir beschlossen auch uns an diesem Plätzchen gemütlich einzurichten und nach dem „Nichts“ Ausschau zu halten, denn wir glaubten dem anderen Guide nicht. Langsam wurde es wieder richtig warm im Auto. Nichts passierte. Wir beschlossen ein paar Meter weiterzufahren und dort zu frühstücken, um danach an die Stelle zurückzukommen. Wir suchten uns wieder ein gemütliches Plätzchen, packten unsere Boxen aus und genossen erst einmal die ganzen Leckereien. Danach fuhren wir wieder an die gleiche Stelle zurück. Das andere Fahrzeug hat inzwischen die Stelle verlassen, so dass wir die Position an der Uferkante einnehmen konnten. Wir sahen trotzdem erstmal nichts. Hatte der andere Guide doch recht gehabt? Auf einmal sagte Narasha „ I can see one of the cubs!”. Wie? Wo? Wir sahen immer noch nichts. Dann erklärte uns Narasha die genaue Position. Auf der anderen Seite in der Uferböschung war eine Höhle, zugewachsen mit Ästen und Gebüsch. In dieser Höhle hat er die kleine gefleckte Katze entdeckt. Wir hatten trotz der präzisen Angaben alle Mühe den kleinen Leoparden zu sehen. Man konnte es irgendwie erahnen, dass diese wackelnden Flecken vom Schwanz des Leoparden stammten. Nun gut, zumindest wussten wir nun, wo sich die Kleinen aufhielten. Von der Mutter war jedoch nichts zu sehen. Vermutlich liegt sie irgendwo im Gebüsch oder ist auf der Jagd. Wir blieben noch eine ganze Weile an dieser Stelle, in der Hoffnung, dass die kleinen Leoparden vielleicht aus der Höhle kommen. Aber unsere Geduld wurde nicht belohnt. Wir gaben irgendwann auf und fuhren langsam Richtung Camp zurück.
Haubenzwergfischer
Thomsongazellen und Topis beobachten die Gegend
Zurück im Camp gingen wir direkt zum Lunch und danach war wieder chillen angesagt. Am Nachmittag wollten wir nochmal Richtung Double Crossing und unser Glück beim Topi Pride versuchen.
Zurück im Camp gingen wir direkt zum Lunch und danach war wieder chillen angesagt. Am Nachmittag wollten wir nochmal Richtung Double Crossing und unser Glück beim Topi Pride versuchen.
Aber wie sagt man schön: „Erstens kommt es anders, zweitens, als man denkt!“. 😗 🤩 😗
Thorsten - Du hast einen guten Punkt erwaehnt, "stell die Funkradios aus", dann waeren schon viele Probleme geloest. Mit Handy erreicht man nicht die Menge an Fahrern gleichzeitig. Laender wie Sambia und Botswana damals, verbieten Funk, um andere zu Tieren zu rufen. Er ist fuer Notfaelle oder wichtige, reisebedingte Informationen. Aber viele wollen ja, die "Big 5" in der ersten Stunde gesehen haben... leider. Der Druck auf die Fahrer ist oft immens, da muessen sie schon was drauf haben, um die Gute Laune ohne Leopard aufrecht zu halten.
Ich finde es jeweils echt aetzend, wenn ein Auto ranfaehrt und der Funk auf Hoechstvolumen - da kann ich jeweils nicht schweigen oder Zeichensprache verstehen viele.
Tolle Aufnahmen!
Viele Gruesse Elvira
Safaris in Ostafrika
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Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201115. Aug. 2023 · #47
Bushtruckers schrieb: Ich finde es jeweils echt aetzend, wenn ein Auto ranfaehrt und der Funk auf Hoechstvolumen - da kann ich jeweils nicht schweigen oder Zeichensprache verstehen viele.
Viele Gruesse Elvira
Ohja, und am besten läuft der Motor noch die ganze Zeit. Da kann ich mich auch nicht zurückhalten. Das wäre auch eine gute Option, Funk verbieten. Aber wie will man dies überwachen :/ Es muss für die Fahrer lukrativer werden, sich an die Regeln zu halten, anstatt auf schnelles Trinkgeld zu hoffen.
Ich habe auch das Gefühl, dass sich die Art der Safari-Touristen verändert hat. Vor ein paar Jahren waren es noch Natur und Tier-Liebhaber, die i.d.R. respektvoll mit der Umwelt umgegangen sind. Heute kommen viele 1-2 Tages-Touris überall hin, um schnell ihr Insta-Foto zu schießen. Leider bringen diese Leute anscheinend auch das große Geld, so dass sich Camps und Tour-Operator auf solche Kunden fokussieren.
Thorsten - ganz einfach, sich in den Funkkanal einloggen und schauen, wer an die Stelle angerast kommt und wer schon dort steht. Man wird nicht alle erwischen, aber einige.
Das meinte ich mit Druck auf die Fahrer - 2 Naechte und alles auf dem silbernen Teller serviert. Das Suchen, das Beobachten usw. ist nicht mehr vorrangig. Handy klick und weg....
Dass sie was aendern muessen, haben sie glaube ich auch gemerkt, nur das Wie wissen sie noch nicht. Vieles ist auch politisch.
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im Triangle selber sind meines Wissens (nicht aktualisiert ) nur Kichwa Tembo und Mara Serena......
Little Governors.....
..... liegt zwar auf Triangle Seite , deren Fahrzeuge sind aber auf der Musiara Seite stationiert (Maintenance im "Main Governors" ), die Kunden überqueren den Fluss mit einem kleinen Boot für die Ausfahrt. ABER: es ist kein Problem, das Triangle zu besuchen....entweder wird das Fahrzeug am Abend vorher via Mara Bridge verlegt....oder mit den Kunden zusammen am selben Morgen (Frühpirsch dann halt irgendwie verpasst) Dritte Möglichkeit: ein nicht benötigtes Fahrzeug der Heissluftballonflotte wird benutzt........die liegt in der Nähe hinter dem "Little Governors", deren Zelte an einer "Sumpf-Lagune" des Mara Rivers liegen... 🙂 🙂 🙂
Ach ja....bei Niedrigwasser kann schon mal eine Furt etwas flussaufwärts benutzt werden....das spart dann doch erheblich Transferzeit.... 😄 😄 😄
um etwas Klarheit zu schaffen... 🙂
LG......................BMW
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201116. Aug. 2023 · #50
BMW schrieb:Guten Abend Thorsten,
im Triangle selber sind meines Wissens (nicht aktualisiert ) nur Kichwa Tembo und Mara Serena......
Little Governors.....
..... liegt zwar auf Triangle Seite , deren Fahrzeuge sind aber auf der Musiara Seite stationiert (Maintenance im "Main Governors" ), die Kunden überqueren den Fluss mit einem kleinen Boot für die Ausfahrt.
LG......................BMW
Danke für den Hinweis. Das Kichwa liegt aber auch außerhalb der Parkgrenzen, jedoch ist die Anfahrt zum Gate nicht weit. Bezüglich Little Governors hatte ich von Gästen dort mitbekommen, dass die Safari von dort aus startet. Hängt vielleicht auch davon ab, ob man einen eigenen Guide hat oder mit den Camp-Fahrzeugen unterwegs ist. Die Serena Lodge hat wohl ihr Monopol im Park. Mir wurde das mal erklärt, wieso es nur diese Lodge innerhalb gibt, habs aber wieder vergessen 😗
picco6'369 Beiträge · seit 201116. Aug. 2023 · #51
Hoi zämä
Als wir im Kichwa Tembo waren mussten wir nie zum Gate, wir haben vom Fahrer für jeden Gamedrive farbige Papierstreifen bekommen, das wurde offenbar im Voraus mit dem Gatepersonal irgendwie gelöst. War aber schon 2009, wies jetzt nach dem Umbau gehandhabt wird weiss ich nicht.
Im Triangle / Mara Conservancy sind Serena Lodge und Little Governor's - Eintritt fuer innerhalb derzeit US$ 70 Ausserhalb liegen Mpata Club, Mara Siria, Olonana, Kilima - bezahlt wird damit auch fuer Mara Conservancy aber Gebuehr fuer ausserhalb US$ 80 Olololo Game Ranch hat Kichwa Tembo und Bateleur Camp. Man bezahlt Olololo Game Ranch hat aber damit auch Zutritt zum Triangle und Greater Mara - US$ 80
Mara North und andere Conservancies verlangen eigenen Eintritt und zusaetzlich Eintritt in die Masai Mara, wenn man diese besuchen will.
Liebe Gruesse Elvira
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Flash20101'425 Beiträge · seit 201516. Aug. 2023 · #53
THBiker schrieb:Hallo LAura,
ja in diesem fall haben wir auch ziemlich mitgefiebert. Wir hätten aber auch nicht eingegriffen, wäre es wirklich zum Äußersten gekommen. Das ist die Natur, so grausam sie auch manchmal sein mag. 😊
Nein, dafür bin ich auch absolut nicht. Ich meinte damit eher, dass ich nicht weiß, ob ich bei sowas an Ort und Stelle bleiben könnte. Alles, was in der Natur ohne menschliches Eingreifen passiert, hat seinen Grund.
pleinete49 Beiträge · seit 201816. Aug. 2023 · #54
@Beatnick @Bushtruckers Hallo Thorsten,
ganz herzlichen Dank für deine Antwort. Wir sind wirklich ganz zufällig deiner Route, bzw auch deiner Fotoreise gefolgt. Wir sind vorher u.a. 5 Nächte im Samburu. Dann 4 N Mara Bush Camp, 3 N Serena und dann 3 N Eagle View. Von daher bin ich jetzt ganz optimistisch, dass das gut wird. Das, dass alles unterschiedliche Gebiete mit auch unterschiedlichen Fees sind wusste ich nicht. Daher auch Danke an Elivira für diese Information. Vom Mara Siria Camp wusste ich vorher nichts, vielleicht wäre das noch eine Möglichkeit gewesen. Aber wir wollten unbedingt eine Unterkunft, die direkt im Triangle liegt um lange Anfahrten zu vermeiden. Und grundsätzlich ist bei 3 Wochen auch mal eine größere Anlage nicht so schlecht. Und da Leoparden, da gibt es meiner Meinung nach andere Gebiete und auch Crossings, nicht unser Hauptfokus sind, bin ich wieder optimistisch dass die Reise gut wird. Wenn meine Bilder nicht so gut sind wie deine oder Bettis/ Thomas dann melde ich mich schon mal für deine nächste Fotoreise in die Mara an. 🙂
Herzliche Grüße Simone
10/25 Masai Mara/ Naboisho; 8/25 KNP/Sabi Sands; 9/24 KNP, 2/24 Western Cape, 9/23 Kenia, Meru, Samburu/ Masai Mara; 4/22 KNP/ Sabi Sand, 9/21 Namibia; 11/20 KNP/Sabi Sands und Kapstadt; 1/20 Gardenroute; 10/19 Hluhluwe, KNP, Sabi Sands und KTP; 9/18 Simbabwe; 09/17 Tansania; 09/16 Uganda/Masai Mara; 12/14 Gardenroute mit Freunden; 1/14 Gardenroute; 9/13 Botswana/Sambia; 10/12 SA NorthernCape und KTP, 09/11 Kenia, 11/10 Krüger und Kapstadt, 10/08 Namibia, 11/06 Krüger, Eastern Cape und Kapstadt,
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201116. Aug. 2023 · #55
pleinete schrieb: Und da Leoparden, da gibt es meiner Meinung nach andere Gebiete und auch Crossings, nicht unser Hauptfokus sind, bin ich wieder optimistisch dass die Reise gut wird. Wenn meine Bilder nicht so gut sind wie deine oder Bettis/ Thomas dann melde ich mich schon mal für deine nächste Fotoreise in die Mara an. 🙂
Die Reise klingt doch vielversprechend. Ich buche, z.B. im Amboseli, auch ab und an eine große Lodge, denn die Ol Tukai ist für mich von der Lage optimal oder in Uganda Murchison NP, dort würde ich wohl immer wieder Pakuba wählen, auch wenn diese Lodge nicht unbedingt schön ist.
Ich würde mich freuen, wenn Du mich auf meiner nächsten Reise begleitest. Aber ich helfe auch gerne außerhalb der Fotoreisen weiter, sofern ich kann. Deshalb einfach mal direkt bei mir melden.
@Elvira, Danke für die Aufklärung, da konnte jeder Mitleser wieder etwas dazu lernen 😉
Simone - die Serena Lodge ist zwar gross, aber die Lage halt einfach genial. Bei mir kam mal ein Klippspringer ins Zimmer 😁 Vom Mara Siria bist Du in 20 Minuten am Olololo Gate und dann schon mitten im Tierleben. Ich liebe das Camp hoch oben auf dem Olololo Escarpment oder Kichwa Tembo, aber das hat auch mit meiner Vogelliebe zu tun.
Thorsten - gern geschehen mit den Infos
Liebe Gruesse Elvira
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Elvira Wolfer
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THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201116. Aug. 2023 · #57
Wir fuhren zwar in besagte Richtung und es gab auch einiges zu sehen, aber unser eigentliches Ziel, das Topi Pride, erreichten wir heute nicht. Dafür entdeckten wir zuerst eine Löwin im Gebüsch, die sich im Schatten ausruhte. Dann sahen wir, dass sie in den Büschen ihre Beute, ein Topi, versteckt hatte. Wir wollten also warten, bis die Löwin vielleicht aufstand, um von ihrer Beute zu fressen. Was war das? Da bewegte sich noch etwas in den Büschen. Vielleicht waren noch mehr Löwen hier. Leider konnten wir nicht viel dichter an die Büsche heranfahren. Dann aber sahen wir, was sich in den Büschen versteckte. Die Löwin hatte zwei kleine Löwenbabies dabei. Anscheinend hatten die Kleinen geschlafen und wir konnten sie deshalb im ersten Moment nicht sehen. So langsam schienen die beiden aber munter zu werden. Man fing an sich gegenseitig zu jagen. Erst anschleichen, dann aus dem Hinterhalt zuschlagen. Was ausschaut wie Spiel, ist für die kleinen Löwen überlebenswichtiges Training, denn so trainieren sie ihre Jagdinstinkte und bereiten sich auf das spätere Leben im Löwenrudel vor. Wir beschlossen unseren Safaritag bei dieser kleinen Löwenfamilie ausklingen zu lassen. Das Gute war, dass wir ganz allein mit den Löwen waren, kein einziges Auto weit und breit. Erst später tauchte kurz ein Fahrzeug auf, was aber nach ein paar Fotos mit dem Smartphone gleich wieder weiter fuhr. So hatten wir einen wunderschönen, entspannten Nachmittag mit unserer kleinen Löwenfamilie. Auch wenn es in der Masai Mara aktuell oft sehr voll ist und man an den Top-Spots oft viel zu viele Fahrzeuge antrifft, gibt es auch immer noch wunderschöne Möglichkeiten die Safari abseits der Massen zu genießen.
Gib mir Fünf
Und noch eine Ohrfeige
Nach dem Spielen wird ausgeruht
Als die Sonne langsam beginnt hinter der Serena Lodge unterzugehen, verabschieden auch wir uns von den Löwen und machen uns langsam auf den Rückweg. Am Ufer des Olare Orok Flusses, schauen wir den Flusspferden noch zu und ich erhoffe mir noch ein schönes Flusspferd-Foto im Sonnenuntergang. Die Ausbeute war jedoch nicht ganz so gut, wie ich anfangs erhofft hatte. Die Position war zu hoch, als dass wir eine annehmbare Perspektive erreichen konnten. Jetz mussten wir uns aber auch beeilen, denn die Sonne war bereits untergegangen. Zum Glück war es nicht allzu weit bis zum Mara Bush Camp und so kamen wir ohne weitere Zwischenfälle und noch pünktlich im Camp an.
Sonnenuntergang am Olare Orok Fluss
Am Lagerfeuer tauschten wir dann wieder alle Neuigkeiten mit den anderen Gästen aus und tranken unser obligatorisches Tusker. Nach dem leckeren Abendessen ging es heute zeitig ins Bett. Auch wenn man den ganzen Tag „nur“ im Auto sitzt oder steht, ist man am Abend ziemlich k.o. nach einem Safaritag.
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201116. Aug. 2023 · #58
Hier noch ein kurzer Exkurs in das Mara Siria Camp. Ich denke, dass Peter inzwischen auch alle Zelte renoviert hat und sie nun noch komfortabler sind. Das Essen war super lecker. Es ist eines der wenigen Camps, das fast ausschließlich von Frauen gemanged wird/wurde
Traumhafte Aussicht
Das Zelt von hinten
von vorne
von innen 😉
Die Zebras kommen auch zum Lunch (Handyfoto)
Besuch im nahegelegenen Maasai Dorf (sehr zu empfehlen)
THBikerThemenstarter1'366 Beiträge · seit 201127. Aug. 2023 · #60
Am nächsten Morgen das übliche Programm. Kaffee trinken, Auto fertig machen und noch vor Sonnenaufgang raus aus dem Camp. Wir wollten heute nochmal versuchen das Topi-Pride zu erreichen und fuhren deshalb auf direktem Weg ohne Fotostopps in Richtung dem Löwenrudel. Und tatsächlich fanden wir das Rudel auch, was in diesem Fall nicht schwer war, denn es standen einige Autos rum. Eine Aussicht auf einen guten Fotoplatz war nicht gegeben, also entschieden wir uns in zweiter Reihe zu warten, zu beobachten und zu hoffen, dass das Rudel in unsere Richtung kommt. Die Löwen hatten wohl alle Zeit der Welt, immer wieder legten sie sich in das Gras, markierten ihr Revier oder spielten miteinander. Also warteten wir auch. Und tatsächlich, die Löwen kamen direkt auf uns zu. Ich lag in der offenen Tür und beobachtete das Geschehen durch das Objektiv. Inzwischen war das 70-200 ausreichend um die Löwen formatfüllend aufzunehmen. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn der König der Savanne nur wenige Meter an einem vorüber spaziert. Wenn die wollten, wäre wir leichte Beute, aber die Löwen haben gar kein Interesse an uns, wir passen zum Glück nicht in ihr Beuteschema. Trotzdem sollte man die Tiere respektieren sie nicht bedrängen oder gar mit dem Auto hinterherjagen, wie man es aktuell in der Mara oft genug erlebt. Dieses Verhalten mancher Touristen und Fahrer ist für mich unverständlich und natürlich wird dies Konsequenzen für alle mit sich ziehen. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation in der Mara entwickelt. Unser Rudel wanderte immer weiter und verschwand in den Büschen, so dass wir sie nach und nach aus den Augen verloren. Narasha hatte aber den Plan der Löwen erkannt. Da die Löwen in der Nacht gejagt und gefressen haben müssen sie nun etwas trinken, war seine Theorie. Hinter den Büschen war ein kleiner Bachlauf, an dem die Löwen Wasser finden würde. Jetzt mussten nur noch wir einen Weg finden, um den Bach zu überqueren und uns zu positionieren, bevor die Löwen vor Ort sind. Hier macht es sich wieder bezahlt, wenn man einen erfahrenen, gut ausgebildeten Guide hat. Narasha wusste sofort, wo wir hinfahren müssen. Und wieder hatten wir den richtigen Riecher, die Löwen tauchten nach und nach aus den Büschen auf und gingen zum Wasser, um zu trinken. Nachdem der Durst gelöscht war, zogen die Löwen weiter in das schattige Gebüsch. Das war auch für uns das Zeichen, dass wir weiterfahren, denn von diesem Rudel war in absehbarer Zeit nichts mehr zu erwarten.
Das Topi Rudel, eines der größten Rudel in der Mara
Ziemlich verschmiert!
Eine Löwin überblickt die Lage
Auf geht´s zum Wasser
Spieglein, Spieglein...!
Wir wollten jetzt nochmal unsere kleinen Löwenfamilie vom letzten Abend aufsuchen. Auch hier waren wir erfolgreich, denn die Drei waren immer noch in der Nähe ihrer Beute. Da es langsam schon wieder heiß wurde, suchten die kleinen Löwen eher nach einem schattigen Ruheplätzchen bei ihrer Mutter, anstatt miteinander rumzutoben. Wir beobachteten die Löwen noch eine Weile, bevor auch wir uns entschieden uns einen schattenspendenden Baum zu suchen und dort unser Frühstück einzunehmen. Für den restlichen Vormittag wollten wir einfach nur ein bisschen die Gegend auskundschaften, in der Hoffnung etwas Interessantes zu sichten. Es gab einige Antilopen und natürlich auch Vögel zu sehen. Wir sahen eine Thomsongazelle mit ihrem recht jungen Kalb im hohen Gras. Da das Licht sowieso schon recht hart war entschieden wir uns weiterzufahren. Später erfuhren wir jedoch, dass noch eine Horde Paviane vorbeikam und die Paviane das Kalb gerissen haben. Die Natur ist manchmal grausam. Auf unserem Rückweg zum Camp treffen wir noch auf die drei Nomaden, die sich unter einem Busch ausruhen.
Löwenbaby im Schutz der Mutter
Auch kleine Löwen sind müde
Graukopflist
Drei Youngsters ruhen sich im Schatten aus
Zurück im Camp ist heute noch etwas Arbeit angesagt. Sunworld Safaris hat vor kurzem ein weiteres Camp in der Mara übernommen, das Luxury Migration Camp. Es ist ca. 10 Gehminuten vom Bush Camp entfernt, auf der anderen Seite des Olare Orok. Gaby hat mich gefragt, ob ich nicht ein paar Fotos machen kann, die sie für die Werbung verwenden können. Na klar mache ich das. Wir hatten tags zuvor schon alles organisiert, damit auch jemand im Camp ist und auch ein paar Zelte hergerichtet sind. Also machten wir uns nach dem Essen auf den Weg. Im LMC trafen wir auch wieder auf alte Bekannt. Joseph war inzwischen der neue Camp-Manager des LMC. Viele von euch kennen ihn vielleicht noch aus dem Bush Camp wo er der Koch war. Und dann war da noch mein Freund Collins, den ich im MBC schon vermisst hatte. Natürlich mussten wir uns erstmal begrüßen und alle Neuigkeiten austauschen, dann aber ging es los mit dem Shooting. Leider war das Camp noch leer und sah somit recht unbewohnt aus. Wir versuchten ein bisschen zu improvisieren. Das Camp wurde komplett renoviert und es wurden wirklich sehr luxuriöse Zelte hingestellt, die keine Wünsche offenlassen. Wie von den Sunworld Camps gewohnt, war alles sehr geschmackvoll eingerichtet. Wir nahmen uns erst die Zelte vor und im Anschluss machten wir noch ein paar Aufnahmen von der Bar und dem Feuerplatz
Luxury Migration Camp - das Wohnzelt
Luxury Migration Camp - der Wohnraum
Luxury Migration Camp - der Schlafraum
Luxury Migration Camp - auf der Terrasse
Luxury Migration Camp - der Feuerplatz
Luxury Migration Camp - die Lounge
Luxury Migration Camp - die Bar
Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen, denn es stand der Nachmittags-Gamedrive auf dem Programm.